DE19649445A1 - Verfahren zum Bilden eines Feldoxidfilms in einem Halbleiterelement - Google Patents
Verfahren zum Bilden eines Feldoxidfilms in einem HalbleiterelementInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren
zum Bilden von Feldoxidfilmen in einem Halbleiterelement, und
insbesondere ein Verfahren zum Bilden von Feldoxidfilmen, die
frei von einer globalen Stufe sind, bei der es sich um die
Stufe zwischen einem Zellenbereich und einem peripheren
Schaltungsbereich handelt.
Um einen Feldoxidfilm zu er zeugen, wurde bislang üblicher
weise ein LOCOS-(Local oxidation of silicon; Siliciumlokal
oxidations)Prozeß eingesetzt, bei dem ein inaktiver Bereich
eines Halbleitersubstrats selektiv freigelegt und oxidiert
wurde, um ein Oxid aufzuwachsen. Ein wesentliches Problem
beim LOCOS-Prozeß besteht darin, daß das auf der Innenseite
und der Außenseite des freigelegten Halbleitersubstrats auf
gewachsene Feldoxid in aktive Bereiche des Halbleiter
substrats eindringt und eine Stufe auf dem Halbleitersubstrat
hervorruft. Infolge davon erfordert dieses Eindringen mehr
aktive Bereiche, was zu einer Verringerung des Integrations
grads und der Stufe führt, die auf den Vorsprung des Feld
oxidfilms zurückzuführen ist. Diese Eigenschaft erzeugt eine
wesentliche Schwierigkeit bei nachfolgenden Prozessen.
Um diese Probleme des LOCOS-Prozesses zu überwinden, sind in
jüngster Zeit Grabenprozesse vorgeschlagen worden, bei wel
chen Feldoxidfilme in einem Graben aufgewachsen werden, der
durch Ätzen eines Halbleitersubstrats auf eine bestimmte
Tiefe gebildet wird. Im einzelnen wird zunächst eine Maske
gebildet, die das Halbleitersubstrat unter Verwendung eines
LOCOS-Prozesses lokal freilegt. Außerdem wird das freigelegte
Halbleitersubstrat auf eine bestimmte Tiefe geätzt, um
schmale Gräben in Zellenbereichen und breite Gräben in peri
pheren Schaltungsbereichen zu bilden. Nach der Entfernung der
Maskenschicht wird eine Schicht eines Oxidfilms über die
resultierende Schicht abgeschieden, um die Gräben aufzufül
len. Daraufhin werden Dummy-Muster teilweise über den peri
pheren Schaltungsbereichen gebildet, um den dicken Oxidfilm
auf den Zellenbereichen abzutragen bzw. zu entfernen. Darauf
hin wird ein fotoempfindlicher oder ein SOG-(Spin on
Glass)Film zur Einebnung gebildet, und daraufhin einem
Rückätzen derart ausgesetzt, daß der Oxidfilm lediglich in
den Gräben verbleibt.
Wie vorstehend erläutert, erfordert diese Grabentechnik
zusätzliche Schritte zum Bilden von Dummy-Mustern und einer
Einebnungsschicht und ein Rückätzen der Einebnungsschicht,
der Dummy-Muster und des hochgradig gestuften bzw. mit Stufen
versehenen Oxidfilms. Deshalb ist diese Technik kompliziert
und schwierig steuerbar.
Zum Bilden eines Feldoxidfilms ist weiterer Stand der Technik
bekannt. Gemäß diesem wird ein Feldoxidfilm vom Grabentyp in
einem Zellenbereich gebildet, während ein weiterer Film in
einem peripheren Schaltungsbereich unter Verwendung des
LOCOS-Prozesses gebildet wird. Die Unterteilung in einen Zel
lenbereich und einen peripheren Schaltungsbereich sorgt
jedoch dafür, daß dieser Stand der Technik kompliziert ist.
Es ist offensichtlich, daß komplizierte Prozesse die Eigen
schaften und Produktionsausbeute des Halbleiterelements ver
schlechtern.
Um den Hintergrund der vorliegenden Erfindung besser zu ver
stehen, sind die herkömmlichen Techniken nachfolgend in Ver
bindung mit einigen Zeichnungen erläutert.
In Fig. 1A bis 1C ist ein herkömmliches Verfahren zum Bilden
eines Feldoxidfilms für ein Halbleiterelement dargestellt.
Wie in Fig. 1A gezeigt, wird zunächst ein Anschlußfeldoxid
film 33 mit einer bestimmten Dicke über einem Halbleiter
substrat 31 durch einen thermischen Oxidationsprozeß gebil
det, woraufhin eine Elementisolationsmaske verwendet wird, um
ein Nitridmuster (nicht gezeigt) zu bilden, das seinerseits
als Maske beim Ätzen des Abschlußfeldoxidfilms 33 und eines
Halbleitersubstrats 31 dient, um einen schmalen Graben 35 und
einen breiten Graben 36 zu bilden. Eine Schicht eines Oxid
films 37 wird über der resultierenden Struktur in einem che
mischen Dampfabscheidungsprozeß (auf den nachfolgend als
"CVD" bezug genommen wird) abgeschieden. Da der schmale Gra
ben 35 in einem Zellenbereich 300 gebildet ist, kann der
Oxidfilm 37 den Zellenbereich 300 sogar nach dem Auffüllen
des schmalen Grabens 35 abdecken. In einem peripheren Schal
tungsbereich füllt der Oxidfilm im Gegensatz hierzu lediglich
den breiten Graben 36 auf. Infolge davon tritt zwischen der
Oberseite des Oxidfilms 37 auf dem Zellenbereich 300 und der
Oberseite des peripheren Schaltungsbereichs 400 eine Stufe
auf.
Als nächstes wird ein weiterer Oxidfilm vollständig über dem
Oxidfilm 37 abgeschieden und mit einem Muster versehen, um
ein Dummy-Muster lediglich auf dem peripheren Schaltungs
bereich 400 zu erzeugen. Die Oberseite des Dummy-Musters 38
befindet sich auf derselben Höhe bzw. demselben Niveau wie
die Oberseite des Oxidfilms 37 des Zellenbereichs 300. Dar
auffolgend wird eine Einebnungsschicht 39 mit SOG oder BPSG
(Borphosphorsilikatglas) gebildet, um die gesamte Oberfläche
einzuebnen.
Fig. 1C zeigt einen Querschnitt, nachdem die Einebnungs
schicht 39, das Dummy-Muster 38 und der Oxidfilm 37 sämtliche
geätzt sind, bis der Anschlußfeldoxidfilm 33 freigelegt ist.
Infolge davon werden Feldoxidfilme 40 erzeugt, welche die
Gräben 35 und 36 auffüllen.
In Fig. 2 ist ein weiteres herkömmliches Verfahren zum Bilden
von Feldoxidfilmen für ein Halbleiterelement gezeigt.
Gemäß diesem Verfahren wird zunächst ein Anschlußfeldoxidfilm
43 auf einem Halbleitersubstrat 41 gebildet, gefolgt durch
die Bildung eines Feldoxidfilms 45 in einem LOCOS-Prozeß
unter Verwendung einer Maske, durch welche ein inaktiver
Bereich eines peripheren Schaltungsbereichs 600 freigelegt
wird, wie in Fig. 2A gezeigt. Unter Verwendung einer Maske,
durch welche ein inaktiver Bereich eines Zellenbereichs 500
freigelegt wird, werden daraufhin der Anschlußfeldoxidfilm 43
und das Halbleitersubstrat 41 beide geätzt, um einen Graben
47 zu bilden, gefolgt durch die Abscheidung einer Schicht
eines Oxidfilms 49 über der resultierenden Struktur. Für
diese Abscheidung wird ein CVD-Prozeß ausgeführt.
Bis der Anschlußfeldoxidfilm 43 freigelegt ist, wird darauf
hin der Oxidfilm 49 geätzt, um einen Feldoxidfilm vom Graben
typ in dem Zellenbereich 500 und einen Feldoxidfilm vom
LOCOS-Typ im peripheren Schaltungsbereich 600 zu bilden.
Wie vorstehend erläutert, sind die beiden dargestellten her
kömmlichen Verfahren kompliziert.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die
vorstehend zum Stand der Technik angesprochenen Probleme zu
überwinden und ein einfaches Verfahren zum Bilden von Feld
oxidfilmen in einem Halbleiterelement zu schaffen, durch wel
ches ein Isolierfilm einen engen Graben und einen breiten
Graben gleichzeitig füllen kann, während seine Oberfläche
flach bzw. planar ist.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, ein Verfahren zum Bilden von Feldoxidfilmen in einem
Halbleiterelement zu schaffen, durch welches ein Isolierfilm,
der die Gräben auffüllt, hinsichtlich seiner Isolationseigen
schaften verbessert werden kann.
Das Hauptmerkmal der vorliegenden Erfindung besteht in der
Ausnutzung der Differenz der Abscheidungsrate eines speziel
len Isolationsfilms auf der Grabenmaske und dem Graben, die
beide oberflächenbehandelt sind, wodurch der breite Graben
und der schmale Graben ebenso ausgefüllt werden wie eine
planare Isolationsoberfläche erhalten wird.
Die vorliegende Erfindung ist außerdem gekennzeichnet durch
eine dichte und feine thermische Durchgangsbehandlung des auf
dem Graben gebildeten Isolationsfilms.
In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung werden die
genannten Aufgaben durch Bereitstellen eines Verfahrens zum
Bilden von Feldoxidfilmen in einer Halbleitervorrichtung
gelöst, das die Schritte aufweist: Bilden eines ersten Iso
lierfilms auf einem Halbleitersubstrat, Bilden eines zweiten
Isolierfilms auf dem ersten Isolierfilm, wobei der zweite
Isolierfilm hinsichtlich des Materials vom ersten Isolierfilm
unterschiedlich ist, Ätzen des zweiten Isolierfilms, des
ersten Isolierfilms und des Halbleitersubstrats in dieser
Abfolge innerhalb von Elementisolationsbereichen, um einen
schmalen Graben und einen breiten Graben zu bilden, Bilden
eines dritten Isolierfilms auf den Oberflächen der Gräben
durch thermische Oxidation, Oberflächenbehandeln der freige
legten Oberflächen der dritten und zweiten Isolierfilme der
art, daß ein nachfolgender Isolierfilm mit einer schnellen
Rate auf dem dritten Isolierfilm, jedoch mit einer langsamen
Rate auf dem zweiten Isolierfilm abgeschieden werden kann,
Abscheiden einer Schicht eines vierten Isolierfilms über der
resultierenden Struktur, bis die Oberseite des vierten Iso
lierfilms auf einem Niveau planar wird, das höher als die
Höhe des zweiten Isolierfilms liegt, thermisches Behandeln
des vierten Isolierfilms, um ihn fein und dicht zu machen,
Rückätzen des vierten Isolierfilms, und Entfernen des zweiten
Isolierfilms so, daß eine Elementisolierfilmstruktur erzeugt
wird, in welcher die Gräben mit dem vierten Isolierfilm auf
gefüllt sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispiel
haft näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1A bis 1C schematische Querschnittsansichten eines her
kömmlichen Verfahrens zum Bilden von Feldoxidfilmen in einem
Halbleiterelement,
Fig. 2A bis 2B schematische Querschnittsansichten eines wei
teren herkömmlichen Verfahrens zum Bilden von Feldoxidfilmen
in einem Halbleiterelement,
Fig. 3 bis 7 schematische Querschnittsansichten eines neu
artigen Verfahrens zum Bilden von Feldoxidfilmen in einem
Halbleiterelement gemäß der vorliegenden Erfindung, und
Fig. 8 bis 13 Kurvendarstellungen der Analyseergebnisse eines
Ozon-TEOS-USG-Films, der bei der vorliegenden Erfindung nütz
lich ist.
In Fig. 3 bis 7 ist ein Verfahren zum Bilden von Feldoxid
filmen für ein Halbleiterelement in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung gezeigt.
Wie in Fig. 3 gezeigt, wird anfänglich ein erster Isolierfilm
13 auf einem Halbleitersubstrat 11 gebildet, gefolgt durch
das Abscheiden eines zweiten Isolierfilms 15 über dem ersten
Isolierfilm 13. Der erste Isolierfilm 13 dient als Anschluß
feldoxidfilm und ist 30 bis 300 Å dick. Seine Bildung wird
durch Anwenden eines thermischen Oxidationsprozesses erzielt.
Der zweite Isolierfilm 15 wird aus einem Nitrid und in einem
CVD-Prozeß gebildet und hat eine Dicke von 500 bis 3.000 Å.
Unter Verwenden einer (nicht gezeigten) Elementisoliermaske
wird daraufhin ein Ätzprozeß ausgeführt, um schmale Gräben 17
in einem Zellenbereich 100 des Halbleitersubstrats 11 und
einen breiten Graben 18 in einem peripheren Schaltungsbereich
200 zu bilden. Die Gräben 17 und 18 haben eine Tiefe im
Bereich von 500 bis 6.000 Å. Daraufhin wird ein dritter Iso
lierfilm 19 aus einem Oxid über den Oberflächen der Gräben 17
und 18 gebildet. Wie beim ersten Isolierfilm 13 wird ein
thermischer Oxidationsprozeß bei 750 bis 1.100°C ausgeführt,
um einen Oxidfilm 19 mit einer Dicke von 30 bis 1.000 Å zu
bilden. Dieser Oxidfilm 19 spielt eine kritische Rolle beim
Sicherstellen der Grenzflächeneigenschaften des Feldoxidfilms
vom Grabentyp, der zusätzlich gebildet wird, um der Beschädi
gung des Halbleitersubstrats 11 entgegenzuwirken, die durch
einen nachfolgenden Oberflächenbehandlungsprozeß ausgelöst
werden kann.
Als nächstes wird ein Oberflächenbehandlungsprozeß derart
ausgeführt, daß der Oxidfilm 19, der über dem Nitridfilm 13
und den Gräben gebildet ist, auf seiner Oberfläche ein posi
tives Potential hat bzw. trägt. Dieses positive Potential
erlaubt, daß ein Isolierfilm, beispielsweise ein Ozon-TEOS-
Film mit einer geringen Geschwindigkeit bzw. Rate über dem
Nitridfilm 13, jedoch mit einer hohen Geschwindigkeit bzw.
Rate über dem Oxidfilm 19 abgeschieden wird.
Die Oberflächenbehandlung kann erfindungsgemäß in vier Weisen
ausgeführt werden.
Als erstes Beispiel wird ein Stickstoff und Ammoniak (NH₃)
aufweisendes Plasma verwendet. Die Oberflächenbehandlung des
Oxidfilms 19 mit dem Plasma wird mit einer Plasma-verstärkten
chemischen Dampfabscheidungs-(PECVD)Anlage ausgeführt, in
welcher 4 bis 10 l Ammoniak pro 1 bis 3 l Stickstoff bei
einer Temperatur von 350 bis 450°C und einem Druck von 1 bis
3 Torr für 10 bis 60 s bereitgestellt werden. Während der
Oberflächenbehandlung erzeugt die Anlage doppelte, hohe (etwa
13,56 Mhz)/niedrige (unterhalb von 13,56 Mhz) Frequenzen
eines Leistungsbereichs von 0,5 bis 1 KW bzw. 0,2 bis 1 KW.
Ein zweites Beispiel für die Oberflächenbehandlung ist die
Verwendung von Plasma, das Argon enthält. In einer Sputter
anlage werden 10 bis 50 sccm Argon bei Raumtemperatur unter
einem Druck von 20 bis 50 mTorr unter Verwendung von
hohen/niedrigen Frequenzen einer Leistung im Bereich von 300
bis 500 W bzw. 100 bis 200 W bereitgestellt.
Eine weitere Oberflächenbehandlung kann durch einen Naßwasch
prozeß durchgeführt werden. Beispielsweise wird der Oxidfilm
19 in eine Trimethyl-Ammonium-Hydroxidlösung für 30 bis 60 s
eingetaucht.
Alternativ kann die Oberfläche des Oxidfilms 19 und des
Nitridfilms 13 durch Spritzen einer CO₂-Bläschenlösung in
deionisiertem Wasser auf einen rotierenden Wafer für 10 bis
30 s behandelt werden.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt, nachdem eine Schicht eines
vierten Isolierfilms 23, beispielsweise eines Ozon-TEOS-USG-
Films über der resultierenden Struktur abgeschieden ist. Auf
grund der Oberflächenbehandlung wird der Ozon-TEOS-USG-Film
23 mit einer langsamen Geschwindigkeit bzw. niedrigen Rate
auf dem Nitridfilm gebildet, und mit einer hohen Geschwindig
keit bzw. Rate auf dem Oxidfilm 19. Unter Verwendung von
Ozon/TEOS im Verhältnis von 10 bis 20, wird der Ozon-TEOS-
USG-Film 23 mit einer Dicke von 5.000 bis 20.000 Å bei einer
Temperatur von 380 bis 450°C gebildet. Da die Abscheidungs
rate des Ozon-TEOS-USG-Films doppelt so hoch ist auf dem
Oxidfilm 19 der Gräben wie auf dem Nitridfilm 19, kann eine
planare Oberfläche des Ozon-TEOS-Films nach dem Ablauf einer
bestimmten Zeit erhalten werden.
Als nächstes wird eine Wärmebehandlung ausgeführt, um den
abgeschiedenen Ozon-TEOS-USG-Film 23 dicht und fein zu
machen, woraufhin der Ozon-TEOS-USG-Film 23 einer Rückätzung
unterworfen wird, wie in Fig. 6 gezeigt. Die Abwesenheit der
thermischen Behandlung führt zu einer Verschlechterung der
Isolationseigenschaften des Ozon-TEOS-USG-Films 23, weil er
mehr Feuchtigkeit enthält. Die thermische Behandlung wird bei
900 bis 1.100°C für 10 bis 60 min ausgeführt, und für die
Rückätzung kann ein Naß- oder Trockenrückätzen oder ein che
mischer mechanischer Polier-(CMP)Prozeß eingesetzt werden.
Von dem Ozon-TEOS-USG-Film 23 wird der Teil über dem Nitrid
film 15 rascher geätzt als die anderen Teile, da er poröser
ist.
Schließlich werden der freigelegte Nitridfilm 15 und eine
vorbestimmte Dicke des Ozon-TEOS-USG-Films 23 beide in einem
Naßätzprozeß entfernt, um eine Feldoxidfilmstruktur vom Gra
bentyp zu erzeugen, bei welcher der Graben 17 im
Zellenbereich 100 und der Graben 18 im peripheren Schaltungsbereich
200 mit dem Oxidfilm 19 und dem Ozon-TEOS-USG-Film 23 aufge
füllt sind. Der Naßätzprozeß kann heiße H₃PO₄ verwenden.
In Fig. 8 bis 13 sind Analyseergebnisse des Ozon-TEOS-USG-
Films gezeigt.
Fig. 8 zeigt die Abscheidungsrate für den Ozon-TEOS-USG-Film
auf Nitrid und Oxid. Die Bezugsziffern "7-1", "7-2", "7-3"
stehen für die Abscheidungsraten, mit welchen der Ozon-TEOS-
USG-Film auf Nitrid abgeschieden wird, während die Bezugs
ziffern "8-1", "8-2", "8-3" für die Abscheidungsraten auf
Oxid stehen.
In dieser Kurve handelt es sich beim Balken "a" um den Fall,
daß der Ozon-TEOS-USG-Film auf Nitrid und Oxid abgeschieden
ist, die nicht oberflächenbehandelt wurden. In diesem Fall
wird der Ozon-TEOS-USG-Film rascher auf dem Nitrid als auf
dem Oxidfilm abgeschieden, wodurch das sogenannte Überhang
phänomen erzeugt wird, das Hohlräume in dem engen Graben ver
ursacht.
Der mit dem Bezugszeichen "b" bezeichnete Balken zeigt den
Fall, bei welchem folgend auf den Prozeß von Fig. 3 ein Oxid
film mit einer bestimmten Dicke in einem PECVD-Prozeß abge
schieden wird, gefolgt durch das Abscheiden eines Ozon-TEOS-
USG-Films über dem Oxidfilm. Wie zu erkennen ist, sind "7-2"
und "8-2" hinsichtlich der Abscheidungsrate ähnlich zueinan
der. Deshalb wird dasselbe Problem wie beim "a" -Balken
erzeugt.
Der Balken "c" zeigt die Abscheidungsraten, wenn ein Ozon-
TEOS-USG-Film auf dem Nitrid und Oxid abgeschieden wird, die
beide mit Stickstoffplasma in Übereinstimmung mit der vorlie
genden Erfindung behandelt worden sind. Wie gezeigt, ist die
Abscheidungsrate auf dem Oxid "8-3" doppelt so schnell wie
auf dem Nitrid "7-3". In diesem Fall wird keine Stufe
erzeugt.
In Fig. 9 und 10 sind die Mengen bzw. Anteile an H-OH und Si-
OH, die entfernt werden, wenn eine thermische Behandlung für
den Ozon-TEOS-USG-Film angewendet wird, um den Film dicht und
fein zu machen, als Funktion der Behandlungstemperatur aufge
tragen. Wie vorstehend angeführt, ist diese thermische
Behandlung wichtig, um zu verhindern, daß der Film Feuchtig
keit absorbiert oder freigibt. Wie in diesen Kurven gezeigt,
ist die Entfernung von H-OH und Si-OH am effektivsten bei
etwa 900°C, und die entfernten Mengen bzw. Anteile bleiben
selbst bei mehr als 900°C ungeändert. Deshalb ist es effizi
ent, daß die thermische Behandlung bei einer Temperatur von
900 bis 1.000°C ausgeführt wird.
Auf der Grundlage einer Infrarot-Fourier-Transformationsana
lyse sind die Änderungen des Absorptionskoeffizienten als
Funktion der Frequenz in Ozon-TEOS-USG-Filmen in Fig. 11 und
12 gezeigt. Unmittelbar nach der thermischen Behandlung wird
der Ozon-TEOS-USG-Film für die Analyse verwendet, die in Fig.
11 gezeigt ist. Für die Analyse von Fig. 12 wird der Ozon-
TEOS-USG-Film thermisch behandelt und für 167 h in der Atmo
sphäre stehengelassen. Wie aus den Daten hervorgeht, sind die
Absorptionskoeffizienten zwischen den beiden Fällen nahezu
dieselben, wodurch demonstriert wird, daß der Ozon-TEOS-USG-
Film fein und dicht und entreichert von der meisten Feuchtig
keit (H-OH, Si-OH) durch eine Runde an thermischer Behandlung
hergestellt werden kann, so daß er durch nachfolgende Pro
zesse nicht wesentlich beeinträchtigt wird und für eine lange
Zeit Zuverlässigkeit beibehalten kann.
Fig. 13 zeigt eine Kurvendarstellung, bei welcher die Naßätz
verhältnisse des Ozon-TEOS-USG-Films zu dem Oxidfilm, der
durch den thermischen Oxidationsfilm gebildet ist, als Funk
tion der Temperaturen der thermischen Oberflächenbehandlung
aufgetragen sind, wenn die Filme mit einer HF-Lösung von 50 : 1
geätzt sind. Bei thermischen Behandlungstemperaturen von
900°C oder höher liegt das Naßätzverhältnis für den Ozon-
TEOS-USG-Film zum Oxidfilm unter etwa 2 : 1. Das heißt, der
feine und dichte Ozon-TEOS-USG-Film kann als Ätzbarrieren
schicht verwendet werden, wenn der Nitridfilm entfernt wird,
und er ist deshalb für den Feldoxidfilm vom Grabentyp geeig
net.
Wie erläutert, ist das Verfahren zum Bilden von Feldoxid
filmen für ein Halbleiterelement in Übereinstimmung mit der
vorliegenden Erfindung gekennzeichnet durch Ausnutzen der
Differenz der Abscheidungsrate eines bestimmten Isolations
films auf dem Nitrid und Oxid, die beide oberflächenbehandelt
sind, wodurch der breite Graben und der schmale Graben aufge
füllt werden, und außerdem eine planare Isolieroberfläche
erhalten wird. Deshalb kann die Produktionsausbeute deutlich
verbessert werden. Außerdem entreichert die thermische
Behandlung Feuchtigkeit aus dem Ozon-TEOS-USG-Film, wodurch
dieser fein und dicht gemacht werden kann und deshalb als
Feldoxidfilm verwendet werden kann. Unter Verwendung dieses
feinen und dichten Ozon-TEOS-USG-Films als Ätzbarriere kann
das Nitrid problemlos entfernt werden.
Die vorliegende Erfindung ist in illustrativer Weise erläu
tert worden, und es versteht sich, daß die verwendete Thermi
nologie lediglich der Erläuterung und nicht der Beschränkung
dient.
Zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen der vorliegenden
Erfindung sind im Lichte der vorstehend genannten Lehren mög
lich. Deshalb versteht es sich, daß innerhalb des Umfangs der
beiliegenden Ansprüche die Erfindung in anderer Weise ausge
führt werden kann als in der vorstehend erläuterten speziel
len Weise.
Claims (17)
1. Verfahren zum Bilden von Feldoxidfilmen in einem Halb
leiterelement, aufweisend die Schritte:
Bilden eines ersten Isolierfilms auf einem Halbleiter substrat,
Bilden eines zweiten Isolierfilms auf dem ersten Iso lierfilm, wobei der zweite Isolierfilm hinsichtlich des Materials vom ersten Isolierfilm unterschiedlich ist, Ätzen des zweiten Isolierfilms, des ersten Isolierfilms und des Halbleitersubstrats in dieser Abfolge innerhalb von Elementisolationsbereichen, um einen schmalen Gra ben und einen breiten Graben zu bilden,
Bilden eines dritten Isolierfilms auf den Oberflächen der Gräben durch thermische Oxidation,
Oberflächenbehandeln der freigelegten Oberflächen der dritten und zweiten Isolierfilme derart, daß ein nach folgender Isolierfilm mit einer schnellen Rate auf dem dritten Isolierfilm, jedoch mit einer langsamen Rate auf dem zweiten Isolierfilm abgeschieden werden kann, Abscheiden einer Schicht eines vierten Isolierfilms über der resultierenden Struktur, bis die Oberseite des vierten Isolierfilms auf einem Niveau planar wird, das höher als die Höhe des zweiten Isolierfilms liegt,
thermisches Behandeln des vierten Isolierfilms, um ihn fein und dicht zu machen,
Rückätzen des vierten Isolierfilms, und
Entfernen des zweiten Isolierfilms so, daß eine Ele mentisolierfilmstruktur erzeugt wird, in welcher die Gräben mit dem vierten Isolierfilm aufgefüllt sind.
Bilden eines ersten Isolierfilms auf einem Halbleiter substrat,
Bilden eines zweiten Isolierfilms auf dem ersten Iso lierfilm, wobei der zweite Isolierfilm hinsichtlich des Materials vom ersten Isolierfilm unterschiedlich ist, Ätzen des zweiten Isolierfilms, des ersten Isolierfilms und des Halbleitersubstrats in dieser Abfolge innerhalb von Elementisolationsbereichen, um einen schmalen Gra ben und einen breiten Graben zu bilden,
Bilden eines dritten Isolierfilms auf den Oberflächen der Gräben durch thermische Oxidation,
Oberflächenbehandeln der freigelegten Oberflächen der dritten und zweiten Isolierfilme derart, daß ein nach folgender Isolierfilm mit einer schnellen Rate auf dem dritten Isolierfilm, jedoch mit einer langsamen Rate auf dem zweiten Isolierfilm abgeschieden werden kann, Abscheiden einer Schicht eines vierten Isolierfilms über der resultierenden Struktur, bis die Oberseite des vierten Isolierfilms auf einem Niveau planar wird, das höher als die Höhe des zweiten Isolierfilms liegt,
thermisches Behandeln des vierten Isolierfilms, um ihn fein und dicht zu machen,
Rückätzen des vierten Isolierfilms, und
Entfernen des zweiten Isolierfilms so, daß eine Ele mentisolierfilmstruktur erzeugt wird, in welcher die Gräben mit dem vierten Isolierfilm aufgefüllt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Isolierfilm ein Anschlußfeldoxidfilm mit
einer Dicke von 30 bis 300 Å ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Isolierfilm 500 bis 3.000 Å dick und aus
einem Nitrid in einem chemischen Dampfabscheidungspro
zeß gebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der schmale Graben und der breite Graben in einem Zel
lenbereich und einem peripheren Schaltungsbereich
gebildet sind, wobei beide Gräben eine Tiefe von 500
bis 6.000 Å aufweisen.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der dritte Isolierfilm ein thermisches Oxid ist, das
bei 750 bis 1.100°C mit einer Dicke von 30 bis 1.000 Å
aufgewachsen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberflächenbehandlung der dritten und zweiten Iso
lierfilme unter Verwendung eines Plasmas ausgeführt
wird, das Stickstoff und Ammoniak enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plasma in einer Plasma-verstärkten chemischen
Dampfabscheidungsanlage erzeugt wird, in welcher 4 bis
10 l Ammoniak pro 1 bis 3 l Stickstoff unter einem
Druck von 1 bis 3 Torr und bei einer Temperatur von 350
bis 450°C bereitgestellt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Oberflächenbehandlungsschritt mit einem Plasma
unter Verwendung von Argon durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plasma in einer Sputteranlage erzeugt wird, in wel
cher Argon mit einem Durchfluß von 10 bis 50 sccm bei
Raumtemperatur unter einem Druck von 20 bis 50 mTorr
bereitgestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Oberflächenbehandlungsschritt in einem Naßwaschpro
zeß ausgeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Naßwaschprozeß das Eintauchen der freigelegten
Oberfläche der dritten und zweiten Isolierfilme in eine
Trimethyl-Ammonium-Hydroxidlösung für 30 bis 60 s bei
Raumtemperatur aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Naßwaschprozeß das Bespritzen des Halbleiter
substrats mit einer CO₂-Bläschenlösung in deionisiertem
Wasser aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der vierte Isolierfilm ein Ozon-TEOS-Film ist, der in
einem chemischen Dampfabscheidungsprozeß unter Verwen
dung der Reaktion von Ozon mit TEOS abgeschieden wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ozon-TEOS-Film unter Verwendung von Ozon und TEOS
unter einem Verhältnis von 10 bis 20 abgeschieden wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ozon-TEOS-Film mit einer Dicke von 5.000 bis
20.000 Å bei einer Temperatur von 380 bis 450°C gebil
det wird.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der thermische Behandlungsschritt bei einer Temperatur
von 900 bis 1.000°C ausgeführt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rückätzen in einem Naßprozeß, einem Trockenprozeß
oder einem chemischen mechanischen Polierprozeß durch
geführt wird.
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