DE19648633A1 - Elektrisches Schaltgerät - Google Patents
Elektrisches SchaltgerätInfo
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Description
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem elektrischen
Schaltgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die in Hochspannungschaltanlagen in einem Fehlerfall
auftretenden Kurzschlußströme, die durch Schaltgeräte,
insbesondere auch durch Schnellerder, beherrscht werden
müssen, werden immer größer, so daß der Standfestigkeit der
Kontaktanordnungen dieser Schaltgeräte vermehrt
Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. Es sind
Kontaktanordnungen bekannt, die mit Fingerkörben versehen
sind. Die einzelnen Kontaktfinger sind elektrodynamischen
Kräften unterworfen, die mit steigender Leistung der
Hochspannungsschaltanlagen immer größer werden. Kommen zu
diesen elektrodynamischen Kräften noch zusätzliche
Beanspruchungen durch Lichtbogeneinwirkungen dazu, so kann
es zu Verschweißungen zwischen den benachbarten
Kontaktfingern des Fingerkorbes kommen. Derartige
Verschweißungen behindern das Einfahren des Gegenkontakts
in den Fingerkorb, d. h. der Antrieb des Schaltgeräts muß
mit beträchtlichen Leistungsreserven ausgestattet sein, die
ein Aufbrechen dieser Verschweißungen unter allen Umständen
ermöglichen. Ein derartiger, vorsorglich mit einer
Leistungsreserve ausgestatteter Antrieb ist vergleichsweise
teuer.
Der Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist,
liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Schaltgerät
anzugeben, bei welchem die seitlichen Flanken von in einem
Fingerkorb angeordneten Kontaktfingern infolge von
elektrodynamischen Kräften in Verbindung mit
Lichtbogeneinwirkungen nicht verschweißen können.
Eine derartige verschweißsicher ausgebildete
Kontaktanordnung hat zur Folge, daß der Antrieb des
Schaltgeräts schwächer ausgelegt und damit billiger erstellt
werden kann. Ferner wird die Standfestigkeit der
erfindungsgemäßen Kontaktanordnung vorteilhaft erhöht,
so daß größere Revisionsintervalle möglich sind, was die
Verfügbarkeit des Schaltgeräts vorteilhaft steigert.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
zwischen den Kontaktfingern Schlitze mit abgestuften Breiten
vorgesehen. Der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs verhält
sich zu der Breite der von der Basis der Kontaktfinger
ausgehenden Schlitze wie etwa 100 : 1. Der mittlere
Durchmesser des Fingerkorbs verhält sich dabei zu der Länge
der Kontaktfinger wie etwa 1 : 3. Diese Anordnung weist den
Vorteil auf, daß sich die Kontaktfinger im Bereich ihrer
Spitzen metallisch nicht berühren können, so daß, selbst
unter Lichtbogeneinwirkung, ein Verschweißen der seitlichen
Flanken der Kontaktfinger nicht auftreten kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und die damit
erzielbaren Vorteile werden nachfolgend anhand der
Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg
darstellt, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein erstes erfindungsgemäßes
elektrisches Schaltgerät,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch eine erste Ausführungsvariante
einer Kontaktanordnung des elektrischen Schaltgeräts, und
Fig. 3 einen Teilschnitt durch eine zweite Ausführungs
variante einer Kontaktanordnung des elektrischen
Schaltgeräts.
Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht
erforderlichen Elemente sind nicht dargestellt.
Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlagen sind in der
Regel mit als Erder bezeichneten Erdungsschaltern und/oder
mit als Schnellerder bezeichneten Schnellerdungsschaltern
ausgerüstet. Der Einsatz dieser Erder bzw. Schnellerder hat
sich stets bewährt. In der Fig. 1 ist ein durch einen nicht
dargestellten Antrieb angetriebener Schnellerder 1
dargestellt. Der Schnellerder 1 erstreckt sich entlang einer
zentralen Achse 2 zwischen der geerdeten metallischen
Kapselung 3 der gasisolierten Schaltanlage und dem im
Betrieb mit Hochspannung beaufschlagten Aktivteil 4 der
Schaltanlage. In der linken Hälfte der Fig. 1 ist der
Schnellerder 1 in ausgeschaltetem und in der rechten Hälfte
in eingeschaltetem Zustand dargestellt. Der Schnellerder 1
weist ein zylindrisch ausgebildetes, durch einen nicht
dargestellten, außerhalb der Kapselung 3 angeordneten
Antrieb angetriebenes bewegliches Kontaktrohr 5 auf. Die dem
Aktivteil 4 zugewandte Spitze 6 des Kontaktrohrs 5 kann mit
abbrandfestem Material, beispielsweise mit Wolframkupfer,
versehen sein. Bei einer Einschaltung bewegt sich das
Kontaktrohr 5 entlang der zentralen Achse 2 auf einen fest
in das Aktivteil 4 eingelassen Gegenkontakt 7 zu. Der
Gegenkontakt 7 ist zylindrisch um die zentrale Achse 2 herum
aufgebaut.
Der Gegenkontakt 7 weist im Zentrum einen Kontaktstift 8
auf, der auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5 zugewandten
Seite mit einer zylindrisch ausgebildeten Kappe aus
elektrisch leitendem, abbrandfestem Material versehen sein
kann. Den Kontaktstift 8 umgibt ein ringförmiger Spalt 9,
der für die Aufnahme des beweglichen Kontaktrohrs 5
vorgesehen ist. Der ringförmige Spalt 9 wird nach außen hin
durch einen elektrisch leitenden Kontaktträger 10 begrenzt.
Der Kontaktträger 10 ist mittels eines Zwischenstücks 10a
elektrisch leitend mit dem Aktivteil 4 verbunden. Dieser
Kontaktträger 10 ist auf der dem beweglichen Kontaktrohr 5
zugewandten Seite mit einer dielektrisch günstig gestalteten
Abdeckung 11 aus elektrisch leitendem, abbrandfestem
Material gefertigt. In die dem Kontaktrohr 5 zugewandte
Seite des Kontaktträgers 10 sind federnde, als Kontaktfinger
12 ausgebildete Kontaktelemente eingelassen.
Das bewegliche Kontaktrohr 5 ist rohrförmig ausgebildet,
seine dem Gegenkontakt 7 zugewandte Spitze 6 ist so geformt,
daß im Innern des beweglichen Kontaktrohrs 5 federnd
angebrachte Kontaktfinger 13 dielektrisch abgeschirmt sind.
Beim Einschalten laufen die Kontaktfinger 12 auf das
Kontaktrohr 5 auf und gleiten auf dessen äußerer
Oberfläche. Im Innern des Kontaktrohrs 5 ist ein Volumen
vorgesehen, welches beim Einschalten den Kontaktstift 8
aufnimmt. Der Kontaktstift 8 weist eine Oberfläche auf, auf
welcher nach dem Einschalten des Sehnellerders die
Kontaktfinger 13 aufliegen. Die Kontaktfinger 13 werden an
ihrer Basis von einer konzentrisch im Innern des
Kontaktrohrs 5 befestigten Halterung 14 zusammengehalten.
Die Halterung 14 und die Kontaktfinger 13 können aus einem
Teil herausgearbeitet sein, es ist aber beispielsweise auch
möglich, daß die Enden der einzelnen Kontaktfinger 13 in
die Halterung 14 eingelötet sind. Die Halterung 14 weist im
Zentrum eine sie durchdringende Bohrung 15 auf, die dazu
dient, etwaige sich im Bereich des Einschaltlichtbogens
ausbildende Druckspitzen abzubauen. In die Innenwand der
Bohrung 15 ist zudem eine Aufnahme für ein Werkzeug
eingearbeitet, mit Hilfe dieses Werkzeugs kann die Halterung
14 konzentrisch in das Kontaktrohr 5 eingeschraubt werden.
Das Kontaktrohr 5 wird auf der Seite der geerdeten Kapselung
3 in einer Metallhülse 16 geführt, in welcher Spiralkontakte
17 angeordnet sind, welche für den Stromübergang vom
Kontaktrohr 5 auf diese Metallhülse 16 vorgesehen sind. Eine
mechanische Überlastung der Spiralkontakte 17 wird durch
Führungsringe 18 aus einem Isoliermaterial verhindert. Die
Metallhülse 16 ist elektrisch leitend mit einem
Metallflansch 19 verbunden, der mit dem Flansch 20 eines in
die geerdete Kapselung 3 eingelassenen Stutzens 21
druckdicht und elektrisch leitend verbunden ist. Der
Schnellerderantrieb ist druckdicht mit dem Metallflansch 19
verschraubt, so daß die Öffnung des Stutzens 21 vollständig
verschlossen ist.
Die Metallhülse 16 wird auf der dem Gegenkontakt 7
zugewandten Seite dielektrisch wirksam mittels einer
Abschirmung 22 abgeschirmt. Diese Abschirmung 22 ist starr
mit der Metallhülse 16 verbunden, wobei diese nicht
dargestellte Verbindung elektrisch isolierend ausgeführt
ist. Die Abschirmung 22 weist im Betrieb ein vom
Erdpotential der Metallhülse 16 etwas abweichendes, frei
floatendes Potential auf. Diese Potentialabweichung ist
vergleichsweise gering, so daß die dielektrische Wirksamkeit
der Abschirmung 22 trotzdem voll gewährleistet ist. Aufgrund
dieses vom Erdpotential abweichenden freien Potentials kann
ein auf der Abschirmung 22 montierter Sensor 23 für
Meßzwecke in der unter Hochspannung stehenden Schaltanlage
eingesetzt werden. Der Sensor 23 weist ein in der Regel
koaxial ausgebildetes Anschlußkabel 24 auf, welches
druckdicht aus der Kapselung 3 herausgeführt wird.
Der Sensor 23 kann beispielsweise für das Feststellen der
Spannungsfreiheit des Aktivteils 4 vor dem Einschalten des
Sehnellerders 1 ausgelegt sein, er kann u. a. aber auch für
die Feststellung des Auftretens von Teilentladungsimpulsen
verwendet werden. Dies sind beides in der Regel Messungen,
bei denen es nicht auf die Präzision der Meßresultate
ankommt. Diese Meßresultate können jedoch vorteilhaft in
der Leittechnik der vorliegenden metallgekapselten
gasisolierten Schaltanlage verarbeitet werden zu Aussagen
über den jeweiligen Betriebszustand der Schaltanlage, so daß
auf einfache und preiswerte Art eine Erhöhung der
Betriebssicherheit und damit der Verfügbarkeit der
Schaltanlage erreicht wird.
Die Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt durch die dem Gegenkontakt
7 zugewandte Seite des Kontaktrohrs 5. Die Halterung 14 und
die an sie angeformten federnden Kontaktfinger 13 sind hier
einstückig dargestellt, sie können auch aus verschiedenen
Teilen zusammengefügt sein. Bei dieser Ausführungsvariante
der beweglichen Kontaktanordnung des Schnellerders 1 sind
die Kontaktfinger 13 in Form eines zylindrisch ausgebildeten
Fingerkorbs 25 angeordnet. Dieser Fingerkorb 25 ist im
Innern des Kontaktrohrs 5 konzentrisch zur zentralen Achse 2
befestigt. Der Fingerkorb 25 weist im Bereich des geraden
Teils der Kontaktfinger 13 einen Außendurchmesser und einen
Innendurchmesser auf, zwischen diesen Durchmessern liegt der mittlere
Durchmesser. Zwischen den einzelnen Kontaktfingern 13 sind,
bezogen auf die zentrale Achse 2, radial verlaufende
Schlitze 26 herausgearbeitet, welche ermöglichen, daß die
Kontaktfinger 13 einzeln und unabhängig voneinander federn.
Von der Halterung 14 ausgehend, also an der Basis der
Kontaktfinger 13, weisen diese Schlitze 26 zunächst eine
vergleichsweise geringe Breite A auf. Erst in dem Bereich an
der Spitze der Kontaktfinger 13, wo diese ballig verdickt
sind und wo sie die auf die zentrale Achse 2 zu gerichteten
Kontaktflächen 27 aufweisen, weisen die Schlitze 26 eine
Breite B auf. Die Breite B ist deutlich größer als die
Breite A ausgeführt. Die Schlitze 26 mit der vergleichsweise
sehr kleinen Breite A werden vorteilhaft mittels eines
Laserschneidverfahrens herausgearbeitet, da herkömmliche
Schneidverfahren eine größere Breite bedingen. Die Schlitze
26 mit der Breite A weisen seitliche Flanken 28 auf. Der
Übergang von der Breite A auf die größere Breite B der
Schlitze 26 kann, abhängig vom verwendeten Schneidverfahren,
scharfkantig oder allmählich erfolgen. Die Schlitze 26 mit
der Breite B weisen seitliche Flanken 29 auf.
Der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs 25 ist hier etwa
hundert Mal größer gewählt als die Breite A der von der
Basis der Kontaktfinger 13 ausgehenden Schlitze 26, kleinere
Schlitzbreiten sind jedoch möglich. Der mittlere Durchmesser
des Fingerkorbs 25 verhält sich demnach zu der Breite A der
von der Basis der Kontaktfinger 13 ausgehenden Schlitze 26
wie etwa 100 : 1. Der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs
25 verhält sich zudem zu der Länge der Kontaktfinger 13 wie
etwa 1 : 3, wobei der Wert von 1 : 2,8 nicht überschritten
werden sollte.
In der Fig. 2 sind die Kontaktfinger 13 ohne mechanische
Vorspannung dargestellt. Die Kontaktflächen 27 liegen dabei
auf einer Zylinderfläche, deren Durchmesser kleiner ist als
der Außendurchmesser des mit ihr zusammenwirkenden
Kontaktstifts 8. Die deshalb beim Auflaufen der
Kontaktfinger 13 auf den Kontaktstift 8 stattfindende
Spreizung der Kontaktfinger 13 erzeugt die nötige
Auflagekraft der Kontaktfinger 13. Je kleiner der
Durchmesser der erwähnten Zylinderfläche gewählt wird, desto
größer ist die Auflagekraft der Kontaktfinger 13. Eine
Optimierung dieser Kontaktkraft ist deshalb sehr einfach
möglich.
Die Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt durch die dem Gegenkontakt
7 zugewandte Seite des Kontaktrohrs 5. Die Halterung 14 und
die an sie angeformten federnden Kontaktfinger 13 sind hier
einstückig dargestellt, sie können auch aus verschiedenen
Teilen zusammengefügt sein. Bei dieser weiteren
Ausführungsvariante der beweglichen Kontaktanordnung des
Schnellerders 1 sind die Kontaktfinger 13 in Form eines
zylindrisch ausgebildeten Fingerkorbs 25 angeordnet. Der
Fingerkorb 25 ist konzentrisch zur zentralen Achse 2
befestigt. Zwischen den einzelnen Kontaktfingern 13 sind,
bezogen auf die zentrale Achse 2, radial verlaufende
Schlitze 26 herausgearbeitet, welche ermöglichen, daß die
Kontaktfinger 13 einzeln und unabhängig voneinander federn.
Diese Schlitze 26 weisen über ihre gesamte Länge eine
gleichbleibende Breite B auf. Die Schlitze 26 weisen
seitliche Flanken 29 auf. In den Fingerkorb 25 ist eine
zylinderförmig ausgebildete metallische Stützhülse 30
konzentrisch eingeschoben und mit der Halterung 14
verschraubt. Die Innenseiten der Kontaktfinger 13 liegen auf
der Stützhülse 30 auf. Zwischen der Stützhülse 30, die aus
einem warmfesten Stahl besteht, und den Innenseiten der
Kontaktfinger 13 kann, zur Vermeidung von undefinierten
Stromübergängen, eine dünne temperaturbeständige
Isolierfolie vorgesehen werden. Es ist aber auch möglich,
die Stützhülse 30 aus einem temperaturbeständigen Kunststoff
herzustellen, so daß diese zusätzliche Isolierfolie
entfallen kann.
In der Fig. 3 sind die Kontaktfinger 13 ohne mechanische
Vorspannung dargestellt. Die Kontaktflächen 27 liegen dabei
auf einer Zylinderfläche, deren Durchmesser kleiner ist als
der Außendurchmesser des mit ihr zusammenwirkenden
Kontaktstifts 8. Die deshalb beim Auflaufen der
Kontaktfinger 13 auf den Kontaktstift 8 stattfindende
Spreizung der Kontaktfinger 13 erzeugt die nötige
Auflagekraft der Kontaktfinger 13. Je kleiner der
Durchmesser der erwähnten Zylinderfläche gewählt wird, desto
größer ist die Auflagekraft der Kontaktfinger 13. Eine
Optimierung dieser Kontaktkraft ist deshalb sehr einfach
möglich.
Beim Einschalten des Schnellerders wird das bewegliche
Kontaktrohr 5 auf den Gegenkontakt 7 zu bewegt, und zwar mit
einer möglichst großen Geschwindigkeit. Beim Erreichen der
Vorzünddistanz erfolgt zunächst ein Durchschlag zwischen der
Spitze 6 des beweglichen Kontaktrohrs 5 und ein Lichtbogen
bildet sich aus. Wenn der Lichtbogen stromstark ist, so ist
der Lichtbogenfußpunkt so groß, daß auch die Spitzen
zumindest eines Teils der Kontaktfinger 13 beaufschlagt
werden. Die dann jeweils von einem vergleichsweise großen
Strom durchflossenen Kontaktfinger 13 werden durch die dann
auftretenden elektrodynamischen Kräfte zusammengezogen.
Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig. 2 können die
Kontaktfinger 13 jedoch nur soweit zusammengezogen werden,
bis sich die seitlichen Flanken 28 des schmäleren Bereichs A
der Schlitze 26 gegenseitig berühren. Die seitlichen Flanken
29 des vorderen breiteren Bereichs B dieser Schlitze 26
berühren sich dann noch nicht und können deshalb unter dem
Einfluß des Lichtbogens nicht zusammenschweißen. Bei der
Ausführungsvariante gemäß Fig. 3 dagegen verhindert die
metallische Stützhülse 30 ein weiteres Zusammenziehen der
Kontaktfinger 13, so daß auch hier deren seitliche Flanken
29 sich nicht berühren und deshalb nicht miteinander
verschweißen können. Bei beiden Ausführungsvarianten bleibt
demnach mit großer Sicherheit die volle Funktionsfähigkeit
des Fingerkorbs 25 erhalten.
Sobald die Spitzen der Kontaktfinger 13 des beweglichen
Kontaktrohrs 5 den Kontaktstift 8 berühren, erlischt der
Vorzündlichtbogen. Der Strom fließt jetzt vollständig durch
die Kontaktfinger 13, der Fingerkorb 25 wird dann durch die
Kraft des mechanischen Antriebs auf den Kontaktstift 8
hinaufgeschoben. Der Antrieb kann, da mit Sicherheit keine
Kraft für das Aufbrechen von Verschweißungen zwischen den
Kontaktfingern 13 aufgewendet werden muß, für
vergleichsweise kleine Kräfte und damit besonders
wirtschaftlich ausgelegt werden.
Der Strompfad führt nun vorübergehend von den Kontaktfingern
13 des beweglichen Kontaktrohrs 5 über den Kontaktstift 8
weiter durch den Gegenkontakt 7 in den Aktivteil 4. Das
bewegliche Kontaktrohr 5 fährt jedoch solange weiter in die
Einschaltrichtung bis die Kontaktfinger 12 des Gegenkontakts
7 sicher auf der äußeren Oberfläche des beweglichen
Kontaktrohrs 5 aufliegen. Der durch den Schnellerder 1
fließende Strom fließt nun mehrheitlich vom beweglichen
Kontaktrohr 5 über die Kontaktfinger 12 weiter in das
Aktivteil 4. Die Einschaltung des Schnellerders 1 ist damit
erfolgreich abgeschlossen.
Die beschriebenen Kontaktanordnungen können, entsprechend
modifiziert, auch in anderen, für vergleichsweise hohe
Einschaltströme ausgelegten Schaltgeräten eingesetzt werden,
insbesondere auch bei Leistungsschaltern, Lastschaltern
usw. . Die erfindungsgemäßen Kontaktanordnungen sind in
ihrer Anwendbarkeit auch nicht auf metallgekapselte
gasisolierte Schaltanlagen beschränkt. Es ist auch möglich,
den Fingerkorb 25 statt in den bewegten Kontakt auch in den
feststehenden Kontakt zu integrieren. Auch wenn beide
Kontakte des Schaltgeräts als bewegte Kontakte ausgebildet
sind, können die beschriebenen Kontaktanordnungen
vorteilhaft eingesetzt werden. Ferner ist es möglich,
Kontaktanordnungen, welche Fingerkörbe aufweisen, die durch
einen Ausschaltlichtbogen beaufschlagt werden, entsprechend
dem hier beschriebenen Fingerkorb 25 auszubilden, so daß
auch dort durch elektrodynamische Kräfte in Verbindung mit
den thermischen Auswirkungen eines Ausschaltlichtbogens
keine Verschweißungen zwischen den seitlichen Flanken der
Kontaktfinger hervorgerufen werden können.
1
Schnellerder
2
zentrale Achse
3
Kapselung
4
Aktivteil
5
Kontaktrohr
6
Spitze
7
Gegenkontakt
8
Kontaktstift
9
Spalt
10
Kontaktträger
10
a Zwischenstück
11
Abdeckung
12,
13
Kontaktfinger
14
Halterung
15
Bohrung
16
Metallhülse
17
Spiralkontakte
18
Führungsringe
19
Metallflansch
20
Flansch
21
Stutzen
22
Abschirmung
23
Sensor
24
Anschlußkabel
25
Fingerkorb
26
Schlitze
27
Kontaktflächen
28,
29
Flanken
30
Stützhülse
A, B Breite
A, B Breite
Claims (9)
1. Elektrisches Schaltgerät mit einer mit abbrandbeständigen
Kontakten ausgerüsteten Kontaktanordnung, welche mindestens
einen entlang einer zentralen Achse (2) beweglichen Kontakt
und mindestens einen für die Aufnahme des beweglichen
Kontakts vorgesehenen Gegenkontakt (7) aufweist, wobei einer
der beiden Kontakte einen Fingerkorb (25) aufweist, der mit
einzelnen, voneinander durch in Richtung der zentralen Achse
(2) erstreckte radiale Schlitze (26) beabstandeten,
federnden Kontaktfingern (13) versehen ist, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß Mittel vorgesehen sind, welche verhindern, daß sich bei einem Zusammenziehen der Kontaktfinger (13) in Richtung der zentralen Achse (2) die seitlichen Flanken (29) der Kontaktfinger (13) im Bereich der Kontaktflächen (27) im vorderen Teil der Kontaktfinger (13) berühren.
2. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Mittel abgestufte Breiten (A, B) der Schlitze (26) umfassen.
3. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß sich der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs (25) zu der Breite (A) der von der Basis der Kontaktfinger (13) ausgehenden Schlitze (26) wie etwa 100 : 1 verhält, und
- - daß sich der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs (25) zu der Länge der Kontaktfinger (13) wie etwa 1 : 3 verhält.
4. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß sich der mittlere Durchmesser des Fingerkorbs (25) zu der Länge der Kontaktfinger (13) maximal wie etwa 1 : 2,8 verhält.
5. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Mittel eine in den Fingerkorb (25) eingepaßte, zylindrisch ausgebildete Stützhülse (30) umfassen.
6. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Stützhülse (30) aus einem temperaturbeständigen Kunststoff gefertigt ist.
7. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Stützhülse (30) aus einem warmfesten Stahl gefertigt ist.
8. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß zwischen der Stützhülse (30) und dem Fingerkorb (25) eine elektrisch isolierende temperaturbeständige Isolation vorgesehen ist.
9. Elektrisches Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet,
- - daß es als Erder oder Schnellerder (1) oder Leistungsschalter oder Lastschalter ausgebildet ist.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
| DE19648633A DE19648633A1 (de) | 1996-11-25 | 1996-11-25 | Elektrisches Schaltgerät |
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| KR1019970053389A KR100489492B1 (ko) | 1996-11-25 | 1997-10-17 | 전기스위칭장치 |
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| CN97122905A CN1081831C (zh) | 1996-11-25 | 1997-11-25 | 电开关 |
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