DE19647124A1 - Beschickungsvorrichtung - Google Patents
BeschickungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Beschickungsvorrichtung, insbesondere für Aufteilanlagen für
plattenförmige Werkstücke z B. für Plattenzuschnittsägen,
wobei die aufzuteilenden Platten waagerecht liegend in einem
Plattenstapel bereitgestellt und über die
Beschickungsvorrichtung der Anlage zugeführt werden.
Es sind Plattenzuschnittsägen bekannt, mit denen liegende
Platten auf ein gewünschtes Maß zugeschnitten werden. Diese
Platten werden mittels eines Hubtisches oder einer
Vakuumanlage auf den Arbeitstisch der Plattenzuschnittsägen
transportiert. Bei der Hubtischbeschickung werden die Platten
geschoben. Dabei besteht die Gefahr, daß Platten mit einer
hochempfindlichen Oberfläche verkratzt werden. Als nachteilig
wird außerdem angesehen, daß die Platten nicht automatisch
gedreht werden können, falls dieses die Schnittplanaufteilung
erfordert. Hierfür sind separate Drehvorrichtungen
erforderlich. Außerdem kann eine vollautomatische
Hubtischbeschickung an eine vorhandene Plattenzuschnittsäge
nur unter großem Aufwand nachträglich angebaut werden.
Bei der Vakuumbeschickung werden die Platten nicht geschoben
und es besteht daher nicht die Gefahr, daß empfindliche
Oberflächen verkratzt werden. Als nachteilig wird jedoch
angesehen, daß die Platten nur einzeln zugeführt werden
können. Es ist daher in der Regel ein Vorstapeltisch
erforderlich, auf dem ein Plattenpaket gebildet werden kann,
welches anschließend zugeschnitten wird. Eine derartige
Maschine besitzt daher einen hohen Platzbedarf. Falls ein
derartiger Vorstapeltisch nicht vorhanden ist, benötigt die
Beschickung sehr viel Zeit.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Beschickungsvorrichtung bereitzustellen, mit der auch
hochempfindliche Plattenoberflächen nicht verkratzt werden und
mit der auch Plattenpakete transportiert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Beschickungsvorrichtung mit wenigstens zwei Klemmeinrichtungen
versehen ist, die an einander gegenüberliegenden Seitenkanten
wenigstens einer Platte angreifen, daß die Klemmeinrichtungen
untereinander über einen Rahmen verbunden sind, daß die
Klemmeinrichtungen in Richtung aufeinander zu oder weg
voneinander bewegbar sind, daß wenigstens eine
Klemmeinrichtung unabhängig von der anderen anhebbar ist, und
daß der Rahmen anhebbar und verfahrbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Beschickungsvorrichtung kann eine
Platte oder es können bei Bedarf auch mehrere Platten
gleichzeitig mittels der Klemmeinrichtungen erfaßt, angehoben
und der Plattenzuschnittsäge zugeführt werden. Durch das
automatische Greifen einer oder mehrerer Platten und durch den
schwebenden Transport zur Plattenzuschnittsäge werden nicht
nur die Oberflächen der Platten geschont sondern es ist auch
eine schnelle Beschickung der Säge gewährleistet, so daß die
Stillstandzeiten der Säge auf ein Minimum reduziert sind.
Vorteilhaft greifen an einer Seitenkante der Platte wenigstens
zwei und an der anderen Seitenkante wenigstens eine,
insbesondere ebenfalls zwei Klemmeinrichtungen an. Auf diese
Weise wird beim Anheben der Platten ein Verkippen und dadurch
eine Beschädigung der Platten ausgeschlossen. Insbesondere bei
sehr großen Platten greifen an beiden Längskanten jeweils zwei
Klemmeinrichtungen an. Auf diese Weise wird auch eine
unzulässige Durchbiegung der Platten vermieden. Die
Klemmeinrichtungen müssen nicht unbedingt exakt einander
gegenüberliegen, sie können auch versetzt angeordnet sein.
Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die
Klemmeinrichtungen zwei übereinander angeordnete Klemmfinger
aufweisen, wobei der untere und/oder der obere Klemmfinger
vertikal verfahrbar ist bzw. sind. Durch das Verfahren der
Klemmfinger können die ergriffenen Platten geklemmt und
festgehalten werden und falls erforderlich auch angehoben
werden. Ein Anheben ist auch durch ein vertikales Verfahren
der Klemmeinrichtung möglich.
Ein Ergreifen der Platten wird auf einfache Weise dadurch
ermöglicht, daß die Klemmeinrichtungen insbesondere über
einen gemeinsamen Antrieb horizontal und somit in Richtung auf
die Seitenkanten der Platten verfahrbar sind. Liegt eine der
Klemmeinrichtungen an einer Seitenkante an, so verharrt diese
in ihrer Position, bis die andere Klemmeinrichtung an der
gegenüberliegenden Seitenkante anliegt. Dies wird vorteilhaft
dadurch erzielt, daß der Rahmen über einen Fahrwagen an einem
Portal schwimmend gelagert ist. Auf diese Weise werden die
Klemmeinrichtungen spannungsfrei an die Seitenkanten der
Platten angelegt und sind nun bereit, den Aufgreifvorgang
einzuleiten. Dabei wird die eine oder werden die mehreren
Platten von einer Klemmeinrichtung in Richtung auf die andere
Klemmeinrichtung über eine kurze Wegstrecke so weit
verschoben, daß der über den Plattenstapel herausragende Rand
von der anderen Klemmeinrichtung erfaßt und geklemmt werden
kann. Sobald dieser Klemmvorgang abgeschlossen ist, werden die
Platten geringfügig angehoben und in Richtung auf die
gegenüberliegende Seitenkante so weit verschoben, daß diese
ebenfalls geringfügig über den Plattenstapel hinausragt, so
daß sie von der zugeordneten Klemmeinrichtung erfaßt und
geklemmt werden kann. Die Platten werden nun durch Anheben der
Klemmeinrichtungen vom Plattenstapel abgehoben und in Richtung
der Zuschnittsäge transportiert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dabei vorgesehen,
daß der Rahmen um eine vertikale Drehachse drehbar ist. Die
Platten können auf diese Weise in der vorgegebenen Richtung
auf der Plattenzuschnittsäge abgelegt werden, unabhängig
davon, welche Richtung die Platten des Plattenstapels
aufweisen. Mit anderen Worten heißt dies, daß der
Plattenstapel bezüglich der Plattenzuschnittsäge keine
vorgegebene Richtung aufweisen muß. Außerdem kann er sich
hinter oder neben der Säge befinden.
Die eingangs genannte Aufgabe wird auch mit einem Verfahren
zum Beschicken von Aufteilanlagen mit plattenförmigen
Werkstücken gelöst, wobei die Werkstücke waagerecht liegend in
einem Plattenstapel bereit gestellt werden, und das
erfindungsgemäße Verfahren folgende Verfahrensschritte
aufweist:
- - zwei Klemmeinrichtungen der Beschickungsvorrichtung werden an einander gegenüberliegenden Seitenkanten des Plattenstapels herangefahren;
- - die erste, an der einen Seitenkante angreifende Klemmeinrichtung greift weiter unten am Plattenstapel an als die zweite, an der anderen, gegenüberliegenden Seitenkante angreifende Klemmeinrichtung;
- - die zweite Klemmeinrichtung verschiebt eine oder mehrere Platten in Richtung auf die erste Klemmeinrichtung;
- - die erste Klemmeinrichtung ergreift diese eine oder mehreren Platten klemmend, hebt diese an und verschiebt sie in Richtung auf die zweite Klemmeinrichtung;
- - die eine oder mehrere, von den Klemmeinrichtungen erfaßte Platten werden angehoben und mittels der Klemmeinrichtungen zur Aufteilanlage transportiert.
Mit diesem erfindungsgemäßen Verfahren, welches weiter unten
näher beschrieben wird, kann die Aufteilanlage vollautomatisch
mit einer oder mit mehreren Platten beschickt werden. Hierfür
kann die erfindungsgemäße Beschickungsvorrichtung mit einem
Meßsystem versehen sein, welches die aktuelle rage des
Fahrwagens, die Position der Klemmeinrichtungen und die
Stellungen der Klemmfinger erfaßt. Durch einmaliges Anfahren
an den Plattenstapel kann außerdem die Größe, Lage und
Ausrichtung dieses Stapels ermittelt werden. Über dieses
Meßsystem können die einzelnen Klemmfinger so angeordnet
werden, daß eine einzelne Platte oder daß mehrere Platten
vom Plattenstapel abgehoben werden.
Zum Klemmen der abzuhebenden Platten können die Klemmfinger
der Klemmeinrichtungen aufeinander zu bewegt und dadurch an
die Oberseite und Unterseite der Platten angelegt werden.
Derartig festgehaltene Platten können problemlos angehoben,
verfahren und sogar um eine vertikale Achse gedreht werden.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel im Einzelnen
beschrieben ist. Dabei können die in der Zeichnung
dargestellten und in den Ansprüchen und in der Beschreibung
erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Plattenzuschnittsäge mit
einer erfindungsgemäßen Beschickungsvorrichtung;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Plattenzuschnittsäge mit der
erfindungsgemäßen Beschickungsvorrichtung;
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Klemmeinrichtung in
vergrößerter Wiedergabe gemäß Ausschnitt III der
Fig. 2 in einer ersten Position;
Fig. 4 die Klemmeinrichtung der Fig. 3 in einer zweiten
Position; und
Fig. 5 ein Arbeitsablauf der Beschickungsvorrichtung beim
Ergreifen, Anheben, Transport und Ablegen einer oder
mehrerer Platten.
In der Fig. 1 ist eine insgesamt mit 1 bezeichnete
Plattenzuschnittsäge in Draufsicht dargestellt, wobei die
Plattenzuschnittsäge 1 einen Auflagetisch 2 für
zuzuschneidende Platten 3 bzw. Plattenpakete 3' aufweist.
Dieser Auflagetisch 2 wird von einem Portal 4 übergriffen,
welches Teil einer insgesamt mit 5 bezeichneten
Beschickungsvorrichtung ist. Das Portal 4 stützt sich an zwei
Portalträgern 6 und 7 ab, welche unabhängig von der
Plattenzuschnittsäge 1 neben dieser aufgestellt sind. Es ist
deutlich erkennbar, daß die Plattenzuschnittsäge 1 problemlos
mit der Beschickungsvorrichtung 5 kombinierbar ist. Am Portal
4 ist ein Fahrwagen 8 vorgesehen, der in Längsrichtung des
Portals 4 verfahrbar ist, und am Fahrwagen 8 ist ein
vertikales Traggerüst 9 vorgesehen, an welchem ein Rahmen 10
angeordnet ist. Dieser Rahmen 10 ist über das Traggerüst 9,
wie in Fig. 2 mit gestrichelter Linie dargestellt, anhebbar.
Der Rahmen 10 ist im Wesentlichen als H-Rahmen ausgeführt und
besitzt im Bereich seiner freien Enden jeweils eine
Klemmeinrichtung 11 bis 14. Diese Klemmeinrichtungen 11 bis 14
umgreifen einen Plattenstapel 15, der neben der
Plattenzuschnittsäge 1 abgelegt ist und von den Platten 3
abgehoben werden sollen. Hierfür dienen die Klemmeinrichtungen
11 bis 14, die eine Platte 3 bzw. ein Plattenpaket 3'
ergreifen.
In der Fig. 3 ist eine derartige Klemmeinrichtung 14 in
vergrößerter Wiedergabe dargestellt. Die Klemmeinrichtung 14
ist an einem vertikalen Abschnitt 16 des Rahmens 10 befestigt
und weist einen oberen Klemmfinger 17 und einen unteren
Klemmfinger 18 auf. Am oberen Klemmfinger 17, der am Abschnitt
16 vertikal bewegbar und blockierbar ist, befindet sich ein
Linearantrieb 19, z. B. eine Kolben-Zylinder-Einheit, eine
Spindel oder dergleichen, dessen Kolben 20 mit dem unteren
Klemmfinger 18 verbunden ist. Über den Linearantrieb 19 kann
der untere Klemmfinger 18, wie in Fig. 4 dargestellt, in
vertikaler Richtung verschoben werden. Dabei sind nicht nur
die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Endlagen sondern auch
Zwischenlagen einstellbar. Ein Plattenpaket 3' wird durch
vertikales nach unten Fahren des oberen Klemmfingers 17
gehalten. Der untere Klemmfinger 18 weist einen Anschlag 21
für die Seitenkanten 22 einer oder mehrerer Platten 3 bzw.
eines Plattenpaketes 3' auf. In Fig. 4 ist ein weiterer
Anschlag 23 erkennbar, der am Abschnitt 16 vorgesehen ist und
dessen Funktion weiter unten beschrieben wird.
Die Fig. 5 zeigt den Ablauf bei der Beschickung der
Plattenzuschnittsäge 1. Zunächst wird auf den bereitgestellten
Plattenstapel 15 ein Sensor 24 aufgesetzt (Fig. 5a) um die
Höhe des Plattenstapels 15 zu ermitteln. Anschließend werden
die Klemmeinrichtungen 11 bis 14 neben dem Plattenstapel 15
auf ein gewünschtes Maß abgesenkt. Die Klemmfinger 17 und 18
der (links dargestellten) Klemmeinrichtungen 11 und 12 sind,
wie in Fig. 4 dargestellt, so verfahren, daß der Anschlag 23
frei zugänglich ist. Außerdem befinden sich die Klemmfinger 17
und 18 oberhalb der Ebene der Oberfläche 25 des Plattenstapels
15. Die Klemmfinger 17 und 18 der Klemmeinrichtung 13 und 14
befinden sich dagegen in ihrer geöffneten Position, wie in
Fig. 3 dargestellt. Gemäß Fig. 5c werden die
Klemmeinrichtungen 11 bis 14 in Richtung der Pfeile 26 und 27
aufeinander zu verfahren, so daß sich der Anschlag 23 an der
einen Seitenkante und das freie Ende des Klemmfingers 18 der
Klemmeinrichtungen 13 und 14 an der anderen Seitenkante des
Plattenstapels 15 anliegen. Berühren die Klemmeinrichtungen 11
und 12 oder 13 und 14 den Plattenstapel 15 vor den anderen
Klemmeinrichtungen dann verharren diese unmittelbar nach der
Anlage in ihrer Position und es werden lediglich noch die
anderen Klemmeinrichtungen auf den Plattenstapel 15 zubewegt.
Dies erfolgt dadurch, daß die Klemmeinrichtungen schwimmend
gelagert sind.
Gemäß Fig. 5d wird nun von den Klemmeinrichtungen 11 und 12
das Plattenpaket 3' vom Plattenstapel 15 in Richtung des
Pfeils 26 abgeschoben. Die Höhe des Plattenpakets 3' bestimmt
sich durch den Anschlag 23, der entsprechend weit abgesenkt
worden ist. Da das freie Ende des Klemmfingers 18 der
Klemmeinrichtungen 13 und 14 nicht am Plattenpaket 3' sondern
darunter am restlichen Plattenstapel 15 angreifen, verharren
die Klemmeinrichtungen 13 und 14 aufgrund der größeren Reibung
in ihrer, in der Fig. 5d dargestellten Position.
Überragt die den Klemmeinrichtungen 13 und 14 zugewandte
Seitenkante des Plattenpakets 3' den Plattenstapel 15 so weit,
daß das Plattenpaket 3' von den Klemmeinrichtungen 13 und 14
ergriffen werden kann, werden die Klemmfinger 17 und 18
geschlossen und dadurch das Plattenpaket 3' fest ergriffen.
Das Plattenpaket 3' liegt nach wie vor vollflächig auf dem
Plattenstapel 15 auf, wie in Fig. 5e dargestellt.
Gemäß Fig. 5f werden nun die Klemmeinrichtungen 11 und 12 in
Richtung des Pfeils 28 vom Plattenpaket 3' entfernt, wobei die
Klemmeinrichtungen 13 und 14 aufgrund der Verklemmung mit dem
Plattenpaket 3' in ihrer dargestellten Position verharren.
Anschließen wird, gemäß Fig. 5g, das Plattenpaket 3' durch
Anheben der Klemmeinrichtungen 13 und 14 in Richtung des
Pfeils 29 angehoben. Nach dem einseiten Anheben des
Plattenpakets 3' werden die Klemmeinrichtungen 11 bis 14 in
Richtung aufeinander zu bewegt (in Richtung der Pfeile 26 und
27). Dabei wird die nicht ergriffene Seite des Plattenpakets
3' zwischen die Klemmfinger 17 und 18 der Klemmeinrichtungen
11 und 12 eingeschoben, wie in Fig. 5a dargestellt. Da der
Klemmfinger 18 der Klemmeinrichtungen 11 und 12 durch Absenken
dieser Klemmeinrichtungen 11 und 12 geringfügig unterhalb des
Plattenpakets 3' sich befindet und am Plattenstapel 15
anliegt, kann das Plattenpaket 3' problemlos in die
Klemmeinrichtungen 11 und 12 eingeschoben werden. Anschließend
wird diese ergriffene Seite des Plattenpakets 3' mit den
Klemmeinrichtungen 11 und 12 festgeklemmt, indem die
Klemmfinger 17 und 18 aufeinander zu bewegt werden, was in
Fig. 5i dargestellt ist.
Das nun beidseits ergriffene und geklemmte Plattenpaket 3'
wird durch Anheben des Rahmens 10 in Richtung des Pfeils 30
vom Plattenstapel 15 abgehoben, wie in Fig. 5j dargestellt.
Das abgehobene Plattenpaket 3' wird in die waagerechte
Position dadurch ausgerichtet, daß die Klemmeinrichtungen 13
und 14, die zum einseitigen Anheben des Plattenpakets 3' in
Richtung des Pfeils 29 angehoben werden sind, wieder in
Richtung des Pfeils 31 abgesenkt werden (Fig. 5k). Das zum
Plattenstapel 15 parallel ausgerichtete Plattenpaket 3' wird,
wie in Fig. 5l dargestellt, oberhalb des Plattenstapels 15
verlagert und, falls erforderlich, gemäß Fig. 5m, um eine
vertikale Achse 32 in Richtung des Pfeils 33 gedreht.
Anschließend wird der Fahrwagen 8 in Richtung der
Plattenzuschnittsäge 1 gefahren, das Plattenpaket 3' auf den
Auflagetisch 2 abgesenkt (Pfeil 34 in Fig. 5n), die Klemmen
der Klemmeinrichtungen 11 bis 14 durch Lösen der Klemmfinger
17 und 18 gelöst und die Klemmeinrichtungen 11 bis 14 vom
Plattenpaket 3' in Richtung der Pfeile 35 und 36 entfernt. Das
Plattenpaket 3' liegt nun, wie in Fig. 1 mit
strichpunktierter Linie angedeutet, auf dem Auflagetisch 2 der
Plattenzuschnittsäge 1 und kann zugeschnitten werden. Während
dieses Zuschneidevorganges wird der Fahrwagen 8 in seine
Ausgangsposition zurückgefahren, der Rahmen 10 ausgerichtet
und es wird das nächste Plattenpaket 3' vom Plattenstapel 15
abgehoben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet vollautomatisch und
kann sowohl einzelne Platten 3 als auch Plattenpakete 3' vom
Plattenstapel 15 abheben, ohne daß empfindliche Oberflächen
verkratzt werden.
Claims (10)
1. Beschickungsvorrichtung, insbesondere für Aufteilanlagen
für plattenförmige Werkstücke, z. B. für
Plattenzuschnittsägen (1), wobei die aufzuteilenden
Platten (3) waagerecht liegend in einem Plattenstapel
(15) bereitgestellt und über die Beschickungsvorrichtung
(5) der Anlage zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschickungsvorrichtung (5) mit wenigstens zwei
Klemmeinrichtungen (11-14) versehen ist, die an
einander gegenüberliegenden Seitenkanten (22) wenigstens
einer Platte (3) angreifen, daß die Klemmeinrichtungen
(11-14) untereinander über einen Rahmen (10) verbunden
sind, daß die Klemmeinrichtungen (11-14) in Richtung
aufeinander zu oder weg voneinander bewegbar sind, daß
wenigstens eine Klemmeinrichtung (14) unabhängig von der
anderen (11) anhebbar und daß der Rahmen (10) anhebbar
und verfahrbar ist.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an einer Seitenkante (22) der Platten
(3) wenigstens zwei Klemmeinrichtungen (11 und 12) und an
der anderen Seitenkante (22) wenigstens eine,
insbesondere ebenfalls zwei Klemmeinrichtungen (13 und
14) angreifen.
3. Beschickungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klemmeinrichtungen (11-14) zwei übereinander
angeordnete Klemmfinger (17 und 18) aufweisen, wobei der
untere und/oder der obere Klemmfinger (17 und/oder 18)
vertikal verlagerbar ist bzw. sind.
4. Beschickungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klemmeinrichtungen (11-14) insbesondere über einen
gemeinsamen Antrieb horizontal verfahrbar sind.
5. Beschickungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10)
über einen Fahrwagen (8) an einen Portal (4) schwimmend
gelagert ist.
6. Beschickungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über die
Klemmeinrichtungen (11-14) eine oder mehrere Platten
(3) greifbar und anhebbar sind.
7. Beschickungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (10)
um eine vertikale Drehachse (32) drehbar ist.
8. Verfahren zum Beschicken von Aufteilanlagen mit
plattenförmigen Werkstücken, wobei die Werkstücke
waagerecht liegend in einem Plattenstapel (15)
bereitgestellt werden, insbesondere nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
- - wenigstens zwei Klemmeinrichtungen (11-14) der Beschickungsvorrichtung (5) an einander gegenüberliegenden Seitenkanten (22) des Plattenstapels (15) herangefahren werden;
- - daß die erste, an der einen Seitenkante (22) angreifende Klemmeinrichtung (13, 14) weiter unten am Plattenstapel (15) angreift als die zweite, an der anderen Seitenkante (22) angreifende Klemmeinrichtung (11, 12);
- - daß die zweite Klemmeinrichtung (11, 12) eine oder mehrere Platten (3) in Richtung auf die erste Klemmeinrichtung (13, 14) verschiebt;
- - daß die erste Klemmeinrichtung (13, 14) diese eine oder mehreren Platten (3) klemmend ergreift, anhebt und in Richtung auf die zweite Klemmeinrichtung (11, 12) verschiebt, und
- - daß die eine oder mehrere von den Klemmeinrichtungen (11-14) erfaßten Platten (3) angehoben und mittels der Klemmeinrichtungen (11-14) zur Aufteilanlage transportiert werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Klemmen der einen oder mehreren Platten (3) an der
Unter- und Oberseite der Platten angreifende Klemmfinger
(17 und 18) der Klemmeinrichtungen (11-14) aufeinander
zu bewegt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Erfassen und Anheben der einen oder
mehreren Platten (3) die erste Klemmeinrichtung (13, 14)
wieder auf die Höhe der zweiten Klemmeinrichtung (11, 12)
abgesenkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996147124 DE19647124A1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Beschickungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996147124 DE19647124A1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Beschickungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19647124A1 true DE19647124A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=7811694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996147124 Withdrawn DE19647124A1 (de) | 1996-11-14 | 1996-11-14 | Beschickungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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