DE19647706C1 - Verfahren und Vorrichtung zum Fluten von Speicherkavernen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Fluten von SpeicherkavernenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrich
tung zum Fluten von gasgefüllten Speicherkavernen zur
Durchführung von Sanierungs- oder Rekonstruktionsar
beiten.
Voraussetzung für die Durchführung von Reparaturarbei
ten, Rekomplettierungen und insbesondere Hohlraumver
größerungen einer Gaskaverne durch weiterführende
Solarbeiten ist im allgemeinen ein Fluten des Kaver
nenhohlraumes
An Kavernen zur Speicherung gasförmiger Medien, bei denen während und nach einer vollständigen Auslage rung des Speichergutes zur Sicherung des anstehenden Gebirges ein Mindestinnendruck weiter aufrechterhal ten werden muß, ist ein Fluten mit den bisher bekann ten Verfahren und Einrichtungen aufgrund des vorhande nen Mindestinnendruckes nicht ohne weiteres durchführ bar.
An Kavernen zur Speicherung gasförmiger Medien, bei denen während und nach einer vollständigen Auslage rung des Speichergutes zur Sicherung des anstehenden Gebirges ein Mindestinnendruck weiter aufrechterhal ten werden muß, ist ein Fluten mit den bisher bekann ten Verfahren und Einrichtungen aufgrund des vorhande nen Mindestinnendruckes nicht ohne weiteres durchführ bar.
Eine mögliche Lösung für dieses Problem könnte darin
bestehen, eine Rohrtour bis in den Bereich des sole
überfluteten Kavernensumpfes in die gasgefüllte
Kaverne einzubauen und anschließend die Kaverne
vollständig zu fluten, wobei die unter dem Sicher
heits-Mindestinnendruck stehende Restmenge des gasför
migen Speichermediums während des Flutprozesses über
den Ringraum zwischen der eingebauten Rohrtour und
der Förderrohrtour kontinuierlich oder diskontinuier
lich abfließen könnte.
Diese Lösungsvariante ist aber nicht uneingeschränkt
anwendbar.
Einerseits besteht die Gefahr, daß die bis zum Kaver
nensumpfreichende Flutrohrtour durch Gebirgsabscha
lungen während des Flutvorganges so schwer beschädigt
wird, daß das in der Kaverne unter Kaverneninnendruck
anstehende gasförmige Speichermedium schlagartig in
die Flutrohr eindringt oder die Rohrtour vollständig
abgeschlagen wird.
Diese nicht zu beherrschenden Vorgänge können zu
kritischen Betriebszuständen führen und erfordern
nach einem Havariefall eine kosten- und zeitaufwen
dige Reparatur der Flutrohrtour.
Andererseits ist das Eintauchen des Flutstrangschuhes
in einen Flüssigkeitsspiegel (Solespiegel) Vorausset
zung für den Einsatz an sich bekannter autarker
Sicherheitssysteme auf der Basis von druckabhängig
gesteuerten automatischen Schließarmaturen an den
Ein- und Ausgängen des Kavernenkopfes für das Gas und
die Sole. Mit derartigen Sicherheitssystemen wäre
eine Beschädigung oder ein Abriß des Flutstranges auf
einfache Weise sofort erkennbar und ein sicherheits
technischer Überwachungseinsatz mit Arbeitskräften
vor Ort könnte auf eine Tagesbefahrung reduziert
werden.
Bei nicht auszuschließenden Gebirgsabschalungen ist
aber eine Lösungsvariante, die eine bis in den Kaver
nensumpf eingebaute Flutrohrtour vorsieht, aus den
vorgenannten Gründen nicht zu empfehlen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfah
ren und eine Vorrichtung zum Fluten einer Kaverne zu
entwickeln, die keiner Gefährdung durch Gebirgsabscha
lungen ausgesetzt sind, den Einsatz druckabhängig
gesteuerter Sicherheitsabsperrarmaturen als Vorausset
zung einer automatisierten Betriebsführung zum Fluten
der Kaverne zulassen, eine ständig hydraulische
Sicherung gegenüber dem in der Kaverne unter Druck an
stehenden Gas gewährleisten und im Nennstrombereich
den Abriß des Flutstromes vermeiden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren
nach den Merkmalen des Anspruches 1 und durch eine
Vorrichtung entsprechend den Merkmalen nach Anspruch
6 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis
5 und 7 bis 11.
Gemäß den Merkmalen nach Anspruch 1 bis 5 wird die
Kaverne geflutet und hierzu in der Kavernenbohrung
eine Flüssigkeitssäule vorzugsweise aus dem Flutmedi
um eingerichtet, die während des gesamten Flutpro
zesses aufrechterhalten wird. Mit der von der Flüssig
keitssäule erzeugten Druckwirkung wird während der
gesamten Dauer des Flutprozesses eine hydraulische
Sicherung gegenüber dem Innendruck der Kaverne vorge
nommen. Bei Flutstillstand wird diese Säule zu einer
hydrostatischen, den Kaverneninnendruck selbsttätig
kompensierenden Flüssigkeitssäule, die die Kaverne
hydraulisch verschließt.
Zur Durchführung des Verfahrens und zur Errichtung
der Flüssigkeitssäule wird eine Vorrichtung nach den
Ansprüchen 6 bis 11 eingesetzt, die gegen den Innen
druck der Kaverne in einem Bereich des Kavernenda
ches, der nicht durch Gebirgsabschalungen gefährdet
ist, eingebaut wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
umfaßt einen Flutstrang aus einem Außen- und einem
Innenrohr, deren Rohrquerschnitte während des Einbau
es in die unter einem Innendruck stehende Kaverne
gegen Gasdurchschlag gesichert sind. In das Außen
rohr, das am Rohrschuh durch einen vorzugsweise
ziehbaren Stopfen verschlossen ist und Überströmöff
nungen zum äußeren Ringraum zwischen dem Außenrohr
und der Verrohrung der Kavernenbohrung aufweist, ist
oberhalb der Überströmöffnungen das Innenrohr so
eingehängt, daß ein innerer Ringraum entsteht, der
von dem Flutmedium in umgekehrter Fließrichtung
durchströmt werden kann.
Die Flüssigkeitssäule, die in einer unteren Sektion
des Flutstranges zwischen dem Rohrschuh des Außenroh
res und dem Tubingstranghänger des Innenrohres ent
steht, bildet einen hydraulischen Verschluß gegenüber
dem in der Kaverne anstehenden Innendruck und verhin
dert so den Gaseintritt in den Flutstrang und über
den Flutstrang in den Kavernenkopf.
In einer oberen Sektion des Flutstranges, zwischen
dem Tubingstranghänger und dem Kavernenkopf, ist ein
Rohrsegment angeordnet, das zur Einstellung der Strö
mungswiderstände im gesamten Flutstrang dient. Durch
Änderung der Rohrlänge und des Rohrquerschnittes des
Rohrsegmentes können die Fließwiderstände im Flut
strang auf die aktuellen Bedingungen vor Ort abge
stimmt und eine exakte Einstellung und Regelung der
Flüssigkeitssäule im Flutstrang vorgenommen werden.
Vorzugsweise ist das Rohrsegment ebenfalls im Tu
bingstranghänger des Innenrohres eingesetzt und mit
Mitteln zum Anschluß weiterer Rohrsegmente ausgestat
tet.
Zur Einstellung höherer Fließwiderstände können auch
Drosselelemente eingesetzt werden, die vorzugsweise
im Bereich des austauschbaren Rohrsegmentes anzuord
nen sind.
Bei einer Flutunterbrechung oder einem Flutabriß
stellt sich selbständig eine Flüssigkeitssäule ein,
die von den Überströmöffnungen im Außenrohr und dem
Spiegelstand des Flutmediums im Flutstrang unterhalb
des Kavernenkopfes begrenzt ist. Diese Flüssigkeits
säule kompensiert selbständig den jeweiligen aktuel
len Innendruck der Kaverne.
Gleichzeitig verhindern die Flüssigkeitssäule in den
Rohren des Flutstranges zwischen den Überströmöffnun
gen im Außenrohr und dem Kopf des austauschbaren Rohr
segmentes das Durchschlagen des Flutmediums in die Ka
verne bei einer Flutunterbrechung.
Das zum Fluten der Speicherkaverne einzubringende
Flutmedium wird über das Innenrohr des Flutstranges
zugeführt, fließt aus dem Fußbereich des Innenrohres
in den inneren Ringraum zwischen dem Außen- und dem
Innenrohr und steigt anschließend in diesem Ringraum
bis in Höhe der Überströmöffnungen des Außenrohres
und gelangt von dort über den äußeren Ringraum zwi
schen dem Außenrohr und der Verrohrung der Kavernen
bohrung in die Kaverne.
Mit der vorliegenden Erfindung wird eine äußerst
funktionssichere Lösung zum Fluten von Kavernen vorge
schlagen, die auch bei einem unerwarteten Flutstopp
eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet. Mit der
vorgeschlagenen Lösung ist das Anfahren des Flutpro
zesses ohne Einfluß des Kaverneninnendruckes jeder
zeit möglich. Das vom Flutmedium verdrängte Restgas
wird vollständig ausgelagert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist in ihrer
Ausführung keine mechanisch bewegten Ausrüstungsteile
auf und ist dadurch vollkommen reparaturunanfällig.
Der Flutstrang, mit dem die Flüssigkeitssäule in
Abhängigkeit von dem sich während des Flutprozesses
ändernden Innendruckes der Kaverne selbsttätig ein
gerichtet wird, bietet eine absolute Sicherheit gegen
Gasrückschlag in den Kavernenkopf und gegen Druckstoß
in das gesamte Leitungssystem zum Fluten der Kaverne.
Strangabschläge durch Gebirgsabschalungen können die
gesamte Flutstranganordnungen nicht gefährden, da
sich keine Rohrtouren im Kavernenhohlraum befinden.
Außerdem gewährleistet die erfindungsgemäße Lösung
eine kontinuierliche Ausspeicherung des in der Kaver
ne zur Herstellung und Aufrechterhaltung des geomecha
nisch bedingten Mindestinnendruckes vorhandenen Gasvo
lumens, wodurch ein weiterer Vorteil erzielbar ist.
Die Erfindung ermöglicht das Fluten der Kaverne mit
einem flüssigen Medium, vorzugsweise mit einer vollge
sättigten Sole.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungs
beispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige
Zeichnung zeigt den erfindungsgemäßen Flutstrang zum
Fluten einer Speicherkaverne und zur Errichtung einer
den Innendruck der Kaverne kompensierenden Flüssig
keitssäule in schematischer Darstellung.
Zur Realisierung der Aufgabenstellung eines Rekon
struktionsprojektes ist die Kaverne 19 mit der Kaver
nenbohrung 16 und dem Kavernensumpf 20, die beispiels
weise als Speicher für ein gasförmiges Medium diente,
vollständig zu fluten. Das gespeicherte gasförmige
Medium wurde auf bekannte Weise teilausgelagert. In
der Kaverne 19 ist ein geomechanisch notwendiger
Innendruck verblieben.
Um die Kaverne 19 fluten zu können, ist erfindungsge
mäß in die verrohrte Kavernenbohrung 16 ein Flut
strang 13 eingebaut, der aus einem Außenrohr 10, das
am Rohrschuh 5 mit einem geeigneten, ziehbaren Stop
fen 4 hermetisch dicht verschlossen ist, und aus
einem Innenrohr 9 besteht, das mittels Tubingstrang
hänger 7 oberhalb von Überströmöffnungen 8 dicht im
Außenrohr 10 eingesetzt ist.
In den Tubingstranghänger 7 ist ein weiteres, in
seiner Länge und seinem Rohrquerschnitt variierbares
Rohrsegment 15 austauschbar angeordnet, mit dem der
Fließwiderstand im Flutstrang 13 zur Einrichtung
einer Flüssigkeitssäule in Abhängigkeit von den
tatsächlichen Bedingungen vor Ort eingestellt und
reguliert werden kann.
Vor dem Einbau des Flutstranges 13 in die mit Gas ge
füllte und unter dem Innendruck der Kaverne 19 stehen
de Kavernenbohrung 16 wird das Innenrohr 9 am Rohr
schuh 6 mit einem ziehbaren Stopfen 14 temporär
verschlossen, um zu verhindern, daß während der
Installation gasförmiges Speichermedium am Kavernen
kopf 17 austreten kann.
Das Außenrohr 10 des Flutstranges 13 wird in bekann
ter Weise durch die Stopfbuchse einer zeitweilig am
Kavernenkopf 17 montierten Hochdruckschleuse - nicht
dargestellt - in üblichen Rohrbaulängen bis in Teufe
der Überströmbohrungen 8 in die Kavernenbohrung 16
eingebaut. Danach wird das Innenrohr 9 mit dem Tu
bingstranghänger 7, der das Innenrohr 9 gegenüber dem
Außenrohr 10 abdichtet, in das Außenrohr 10 einge
bracht. Anschließend erfolgt der weitere Einbau des
Außenrohres 10 mit Hilfe der Hochdruckschleuse bis
zur vorgesehenen Teufe des Rohrschuhes 5 innerhalb
eines gegen Gebirgsabschalungen ungefährdeten Berei
ches des Kavernendaches 1.
Nachdem das Außenrohr 10 gasdicht am Kavernenkopf 17
der Kavernenbohrung 16 abgehangen worden ist, wird
das in seinen Abmessungen variierbare Rohrsegment 15
in das Außenrohr 10 eingebaut und von oben dicht in
den Tubingstranghänger 7 gesteckt und abgestellt.
Vorzugsweise ist der Kopf 28 des Rohrsegmentes 15 mit
an sich bekannten Mitteln für den Anschluß weiterer
Rohrsegmente zur Einstellung und Regulierung der
Fließwiderstände für die Einrichtung der Flüssigkeits
säule im Flutstrang 13 ausgestattet. Zu diesem Zweck
können auch Drosselelemente 30 vorgesehen werden, die
oberhalb des Tubingstranghänger 7 im Rohrsegment 15
anzuordnen sind.
Abschließend wird die Hochdruckschleuse demontiert
und der Kavernenkopf 17 gasdicht mit der Solepumplei
tung 23 und der Gasförderleitung 24 verbunden. Danach
wird der temporäre Stopfen 14 mit bekannten Mitteln
aus dem Innenrohr 9 ausgebaut.
Das am Kavernenkopf 17 über die Solepumpleitung 23 in
den oberen Abschnitt 31 des Außenrohres 10 eingepump
te Flutmedium 26 fließt durch den Befüllraum 32 des
Innenrohres 9 und gelangt über den Rohrschuh 6 in den
inneren Ringraum 12 zwischen dem Innenrohr 9 und dem
Außenrohr 10. Hierzu ist der Rohrschuh 5 des Außenroh
res 10 gegenüber dem Rohrschuh 6 des Innenrohres mit
Abstand angeordnet, um einen freien Durchgang des
Flutmediums 26 aus dem Innenrohr 3 in den Ringraum 12
zu ermöglichen.
Innerhalb des Ringraumes 12 steigt das eingepumpte
Flutmedium bis zu den Überströmöffnungen 8 des Außen
rohres 10 und fließt von dort in den unter dem Innen
druck der Kaverne 19 stehenden gasgefüllten äußeren
Ringraum 11 zwischen der zementierten Verrohrung 3
der Kavernenbohrung 16 mit dem Rohrschuh 2 und dem
Flutstrang 13 nach unten und anschließend in die
Kaverne 19.
Im Gegenstrom 25 strömen die auszulagernden Restgas
mengen über den äußeren Ringraum 11 zum Kavernenkopf
17 und werden über die mit einem Absperrventil 18 aus
gestattete Gasförderleitung 24 einer Trocknungsanlage
und anschließend der bestimmungsgemäßen Verwendung
zugeführt.
Über die Einstellung der Fließwiderstände im Flut
strang 13 wird eine solche Drosselwirkung im Flut
strom des Flutmediums hervorgerufen, daß sich im
Nennratenbereich eine geschlossene Flüssigkeitssäule
ausbildet, die einen gleichmäßigen pulsfreien Einspei
sedruck für das Flutmedium am Kavernenkopf 17 gewähr
leistet.
Bei einer Unterbrechung des Flutprozesses fällt die
Flüssigkeitssäule, gedämpft durch die Drosselwirkungen
des Rohrsegmentes 15 auf eine wirksame Säulenhöhe in
einen Bereich 29 zwischen den Durchströmöffnungen 8
und dem Solespiegel 22 im Außenrohr 10, die in ihrer
statischen Druckhöhe den aktuellen Innendruck der
Kaverne kompensiert und gleichzeitig einen hydrauli
schen Verschluß der Kaverne 19 bewirkt.
Die sich im Ringraum 12 zwischen den Überströmbohrun
gen 8 und dem Rohrschuh 6 und im Innenrohr 9 ausbil
dende Flüssigkeitssäule verhindert den Durchtritt des
Gases aus der Kaverne 19 bis in den Kavernenkopf 17.
Nach den allgemein geltenden Sicherheitsnormen sind
die Ausrüstungen für Kavernen am Kavernenkopf mit
einem automatisch schließenden Sicherheitssystem
auszustatten, das bei Erreichen eines die Sicherheit
gewährleistenden Grenzwertes abschaltet.
Mit der Erfindung werden die Voraussetzungen für den
Einsatz einfacher Sicherheitseinrichtungen, beispiels
weise einem Sicherheitsabsperrventil 21 geschaffen,
die ein wirtschaftliches Abschalten der beim Fluten
der Kaverne ablaufenden Prozesse über pmax-Grenzwer
te gestatten und in sichere, oberhalb der Kavernenfir
ste befindliche Bereiche einer zu flutenden Kaverne
angeordnet werden können.
1
Kavernendach
2
Rohrschuh (zementierte Produktionsrohrtour)
3
zementierte Verrohrung
4
Stopfen
5
Rohrschuh
6
Rohrschuh
7
Tubingstranghänger
8
Überströmöffnungen
9
Innenrohr
10
Außenrohr
11
äußerer Ringraum
12
innerer Ringraum
13
Flutrohrstrang
14
Stopfen
15
Rohrsegment
16
Kavernenbohrung
17
Kavernenkopf
18
Absperrventil
19
Kaverne
20
Kavernensumpf
21
Sicherheitsabsperrventil
22
Solespiegel
23
Solepumpleitung
24
Gasförderleitung
25
Gasgegenstrom
26
Flutmedium
27
Innenrohrlänge
28
Kopf (Rohrsegment)
29
wirksame hydraulische Säule
30
Drosselelement
31
Abschnitt
32
Befüllraum
Claims (11)
1. Verfahren zum Fluten von Speicherkavernen,
insbesondere von Gaskavernen, die unter einem
geomechanisch notwendigen Mindestinnendruck ste
hen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kaver
nenbohrung eine Flüssigkeitssäule aus einem
Flutmedium eingerichtet, die Flüssigkeitssäule
während des gesamten Flutprozesses aufrechter
halten und die Kaverne über diese Flüssigkeits
säule geflutet wird, wobei mit dem Druck der
Flüssigkeitssäule der anstehende Kaverneninnen
druck selbstregelnd kompensiert und die Kaverne
bei einem Abriß des Flutstromes selbsttätig ver
schlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Flüssigkeitssäule durch Einstel
lung der Fließwiderstände in einem Flutrohr
strang eingerichtet und der Flutrohrstrang bis
in gegenüber Gebirgsabschalungen ungefährdete
Bereiche der Kaverne eingebaut wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flüssigkeitssäule eine hydrau
lische Säule aus einem Flutmedium ist und als
Flutmedium voll gesättigte Sole eingesetzt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Innendruck der Kaverne mit
dem Druck einer hydrostatischen Flüssigkeitssäu
le kompensiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckwirkung der hydrodynami
schen Flüssigkeitssäule kleiner als der Innen
druck der Kaverne ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Kavernenbohrung (16) ein Flutrohrstrang
(13) aus einem Überströmöffnungen (8) aufweisen
den Außenrohr (10), das am Rohrschuh (5) ver
schlossen ist und einem Innenrohr (9) eingebaut
ist, wobei das Innenrohr (9) mittels
Tubingstranghänger (7) dicht im Außenrohr (10)
eingesetzt und so angeordnet ist, daß zwischen
dem Innenrohr (9) und dem Außenrohr (10) ein
innerer Ringraum (12), mit einer aufsteigenden
Fließrichtung für das von oben zugeführte Flut
medium (26), entsteht und im Tubingstranghänger
(7) ein weiteres Rohrsegment (15) austauschbar
eingesetzt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Außenrohr (10) durch einen
temporären Stopfen (4) und das Innenrohr (9)
während der Einbauphase durch einen temporären
Stopfen (14) verschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rohrschuh (5) des Außen
rohres (10) im Bereich des Kavernendaches (1)
angeordnet und gegenüber dem Rohrschuh (6) des
Innenrohres (3) beabstandet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rohrschuh (5) des Außen
rohres (10) in der Kavernenbohrung (16) liegt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenrohrlänge (27) und
der Rohrquerschnitt des Innenrohres (9) von dem
zu Beginn des Flutprozesses in der Kaverne (19)
anstehenden Innendruck bestimmt ist und am Kopf
(28) des Rohrsegmentes (15) Mittel für den An
schluß weiterer Rohrsegmente vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß im Rohrsegment (15) ober
halb des Tubingstranghängers (7) Drosselelemen
te (30) zur weiteren Anpassung und Regulierung
der Fließwiderstände im Flutrohrstrang (13) vor
gesehen sind.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1996147706 DE19647706C1 (de) | 1996-11-11 | 1996-11-11 | Verfahren und Vorrichtung zum Fluten von Speicherkavernen |
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Publications (1)
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| DE1996147706 Expired - Fee Related DE19647706C1 (de) | 1996-11-11 | 1996-11-11 | Verfahren und Vorrichtung zum Fluten von Speicherkavernen |
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| DK (1) | DK0841266T3 (de) |
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