DE19647585A1 - Additive zur Inhibierung der Gashydratbildung - Google Patents
Additive zur Inhibierung der GashydratbildungInfo
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Description
Gashydrate sind kristalline Einschlußverbindungen von Gasmolekülen in Wasser,
die sich unter bestimmten Temperatur- und Druckverhältnissen (niedrige
Temperatur und hoher Druck) bilden. Hierbei bilden die Wassermoleküle
Käfigstrukturen um die entsprechenden Gasmoleküle aus. Das aus den
Wassermolekülen gebildete Gittergerüst alleine ist thermodynamisch instabil, erst
durch die Einbindung von Gasmolekülen wird das Gitter stabilisiert und es entsteht
eine eisähnliche Verbindung, die in Abhängigkeit von Druck und
Gaszusammensetzung auch über den Gefrierpunkt von Wasser (bis über 25°C)
hinaus existieren kann. Ein Überblick über das Thema Gashydrate ist in Sloan,
Clathrate Hydrates of Natural Gases, M. Dekker, New York, 1990 zu finden.
In der Erdöl- und Erdgasindustrie sind insbesondere die Gashydrate von großer
Bedeutung, die sich aus Wasser und den Erdgasbestandteilen Methan, Ethan,
Propan, Isobutan, n-Butan, Stickstoff, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff bilden.
Insbesondere in der heutigen Erdgasförderung stellt die Existenz dieser Gashydrate
ein großes Problem dar, besonders dann, wenn Naßgas oder Mehrphasengemische
aus Wasser, Gas und Alkangemischen unter hohem Druck niedrigen Temperaturen
ausgesetzt werden. Hier führt die Bildung der Gashydrate aufgrund ihrer
Unlöslichkeit und kristallinen Struktur zu Blockierung verschiedenster
Fördereinrichtungen, wie Pipelines, Ventilen oder Produktionseinrichtungen, in
denen über längere Strecken bei niedrigeren Temperaturen Naßgas oder
Mehrphasengemische transportiert werden, wie dies speziell in kälteren Regionen
der Erde oder auf dem Meeresboden vorkommt.
Außerdem kann die Gashydratbildung auch beim Bohren zur Erschließung neuer
Gas- oder Erdöllagerstätten bei entsprechenden Druck- und
Temperaturverhältnissen zu Problemen führen.
Um solche Probleme zu vermeiden, kann die Gashydratbildung in Gaspipelines
oder beim Transport von Mehrphasengemischen durch Einsatz von größeren
Mengen (zweistellige Prozentbeträge bezüglich der Wasserphase) an niederen
Alkoholen, wie Methanol, Glykol, oder Diethylenglykol unterdrückt werden. Der
Zusatz dieser Additive bewirkt, daß die thermodynamische Grenze der
Gashydratbildung nach niedrigeren Temperaturen und höheren Drücken verlagert
wird (thermodynamische Inhibierung). Durch den Zusatz dieser thermodynamischen
Inhibitoren werden allerdings größere Sicherheitsprobleme (Flammpunkt und
Toxizität der Alkohole), logistische Probleme (große Lagertanks, Recycling dieser
Lösungsmittel) und dementsprechend hohe Kosten, speziell in der
offshore-Förderung, verursacht.
Heute versucht man deshalb, thermodynamische Inhibitoren zu ersetzen, indem
man in den Temperatur- und Druckbereichen, in denen sich Gashydrate bilden
können, Additive (Einsatzmenge < 2%) zusetzt, die die Gashydratbildung entweder
zeitlich hinauszögern (threshold hydrate inhibitors, kinetische Inhibierung) oder die
Gashydratagglomerate klein und pumpbar gestalten, so daß diese durch die
Pipeline transportiert werden können (sog. Agglomerat-Inhibitoren oder
Anti-Agglomerates).
Als Gashydratinhibitoren wurden in der Patentliteratur neben den bekannten
thermodynamischen Inhibitoren eine Vielzahl monomerer als auch polymerer
Substanzklassen beschrieben, die kinetische oder Agglomeratinhibitoren darstellen.
Die EP-A-309210 offenbart zu diesem Zwecke u. a. Natriumpolyacrylate,
Natriumpolymethacrylate sowie Polyacrylamide.
Besondere Wirksamkeit zeigen, wie in US 5420370, WO 93/25798, WO 94/24413,
US 5432292 und WO 95/19408 beschrieben, vorwiegend nichtionische Polymere
und Copolymere von vinylischen Monomeren mit cyclischer Amidstruktur, besonders
von Vinylpyrrolidon und Vinylcaprolactam.
In WO 95/32356 werden Polymere zur Verwendung als Gashydratinhibitoren
beschrieben, die Monomere mit einer cyclischen oder acyclischen Amidgruppierung
enthalten; dabei können Polymere mit cyclischen Amidgruppierungen zusätzlich
ionische Gruppen, bevorzugt anionische Gruppen enthalten.
Viele von diesen Additiven sind allerdings bisher nicht wirksam genug oder nicht in
ausreichender Menge oder nur zu hohen Preisen erhältlich; andererseits sind einige
Additive, speziell Polyacrylate wegen ihrer Salzwasserunverträglichkeit nur unter
nichtsalinen Einsatzbedingungen wirksam.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es also, neue effektive Additive zu finden,
die die Bildung von Gashydraten verlangsamen (kinetische Inhibitoren) bzw. die
Gashydratkristalle klein und pumpbar halten (Anti-Agglomerates), um die zur Zeit
noch verwendeten thermodynamischen Inhibitoren (Methanol und Glykole), die
beträchtliche Sicherheitsprobleme und Logistikprobleme verursachen, ersetzen zu
können.
Wie nun überraschenderweise gefunden wurde, sind neben den oben angeführten
nichtionischen Polymeren zur Gashydratinhibierung auch stark polare
zwitterionische Polymere, die sowohl anionische als auch kationische Gruppen
enthalten, besonders geeignet. Diese können in niedriger Dosierung die Bildung
von Gashydraten effektiv unterbinden und sind im Gegensatz zu den in EP-A-309210
aufgeführten Polyacrylaten und Polymethacrylaten gegenüber salinen
Wasserphasen unempfindlich.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung von Polymeren, die aus einem
oder verschiedenen anionischen Monomeren und aus einem oder verschiedenen
kationischen Monomeren sowie gegebenenfalls auch aus nichtionischen
Monomeren aufgebaut sind, als Additive zur Verhinderung der Bildung, des
Wachstums und/oder der Agglomeration von Gashydratkristallen in einer Mischung
aus Wasser und Erdöl-/Erdgasbestandteilen bei der Förderung oder dem Transport
von Erdöl und/oder Erdgas.
Diese zwitterionischen Polymere enthalten, in unterschiedlichen Anteilen, sowohl
Monomere mit anionischer Polarität, als auch kationischer Polarität, sowie
zusätzlich gegebenenfalls auch nichtionische Monomere. Sie können u. a. durch
radikalische Polymerisation nach den Verfahren der Lösungspolymerisation
Substanzpolymerisation, Emulsionspolymerisation, inversen
Emulsionspolymerisation, Fällungspolymerisation oder Gelpolymerisation aus den
Monomeren erzeugt werden. Vorzugsweise wird die Polymerisation als
Lösungspolymerisation in Wasser oder als Fällungspolymerisation durchgeführt,
wie dies in DE-A-4034642 beschrieben ist.
Besonders geeignet sind Polymere, deren anionische Bausteine Monomere mit
mindestens einer polymerisationsfähigen Doppelbindung und mit Carbon-, Sulfon- und/oder
Phosphonsäuregruppen darstellen.
Als anionische Monomere im Sinne der Erfindung sind alle anionischen Moleküle
mit einer oder mehreren polymerisationsfähigen Doppelbindungen geeignet, z. B.
Vinylsulfonat, Methallylsulfonat, Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonat
(AMPS), Styrolsulfonsäure, Acrylsäure, Methacrylsäure (bzw. deren Salze),
Vinylphosphonat, bevorzugt sind Acrylsäure und Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propan
sulfonat (AMPS). Als anionisches Monomer im Sinne der Erfindung ist
auch Maleinsäureanhydrid anzusehen, da sich dieses nach Polymerisation leicht
durch Verseifung oder Bildung von Halbestern oder Halbamiden in anionische
Polymerbausteine überführen läßt. Von diesen Monomereinheiten sind im Polymer
eine oder mehrere unabhängig voneinander in Konzentrationen von 1-99, bevorzugt
zu 10-90 Mol-% vertreten.
Als kationische Monomere im Sinne der Erfindung sind alle kationischen Moleküle
mit einer oder mehreren polymerisationsfähigen Doppelbindungen geeignet.
Bevorzugt sind quartäre Ammoniumsalze mit polymerisationsfähigen
Doppelbindungen wie Dimethyldiallylammoniumchlorid (DADMAC),
Dibutyldiallylammoniumchlorid (DADBAC), Diallylpiperidiniumbromid,
Triethylallylammoniumbromid, Allyltrimethylammoniumbromid sowie analoge
Derivate von Acrylsäure und Methacrylsäure wie z. B. Trimethylammonium
ethylacrylat (Chlorid oder Methosulfat), Trimethylammonium-ethylmethacrylat, N-(3-
Trimethylammoniumpropyl)-acrylamid oder N-(3-Trimethylammoniumpropyl)-meth
acrylamid (MAPTAC). Weiterhin sind auch vinylische Monomere geeignet, die
Aminfunktionen enthalten oder nach Modifizierung freisetzen können, z. B.
Diallylamin, Triallylamin oder Vinylformamid. Diese Monomereinheiten sind im
Polymer zu 1-99, bevorzugt zu 10-90 Mol-% vertreten.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten ionischen Monomeren können in diesen
Polymeren auch nichtionische Gruppen enthalten sein; es eignen sich hierzu
prinzipiell alle vinylischen Monomeren, wie Acrylsäureester und -amide, Vinylacetat,
α-Olefine, Allypolyglykole oder Allyl-alkylpolyglykole, Vinylether wie
Isobutylvinylether oder Methylvinylether und N-Alkylacetamide. Bevorzugt sind
neben Vinylacetat Monomere mit einer cyclischen oder acyclischen
Amidgruppierung wie z. B. Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam,
Vinyl-N-methylacetamid (VIMA) und Acrylamid.
Das Molekulargewicht dieser Polymeren kann in weiten Bereichen variiert werden;
die Polymere weisen Molekulargewichte von ca. 1000 bis < 107, bevorzugt
Molekulargewichte von ca. 10 000 bis ca. 1 000 000 auf.
Die Produkte können prinzipiell als wasserfreie Reinsubstanz eingesetzt werden,
vorteilhafterweise setzt man sie aber im allgemeinen als wäßrige Lösungen ein, um
eine bequeme Dosierung bei niedriger Viskosität zu gewährleisten.
Besondere Wirksamkeit zeigen einerseits, wie den angeführten Beispielen
entnommen werden kann, Polymere auf Basis
Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonat (AMPS) und
Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC). Diese können, wie in DE-A-4034642
beschrieben, bei höheren Molekulargewichten (Beispiel 2) auch als Bohrspülmittel
Verwendung finden. Die Wirksamkeit bei der Gashydratbekämpfung ist hierbei
allerdings über einen weiten Molekulargewichtsbereich von ca. 10 000-1 000 000
gegeben.
Ebenfalls besonders geeignet sind Polymere aus Natrium-2-acrylamido-2-me
thyl-1-propansulfonat (AMPS) und N-(3-Trimethylammoniumpropyl)-meth
acrylamid (MAPTAC) mit Acrylamid (Beispiel 7). Wie bei den vorgenannten
Polymeren beobachtet man bei höherer Konzentration (1000 ppm) vollständige
Inhibierung der Gashydratbildung, bei schärferen Meßbedingungen (geringere
Konzentration oder höheres Gas-Wasser-Verhältnis) eine deutliche Verringerung
der Hydratagglomeration.
Die Polymere können alleine oder in Kombination mit anderen bekannten
Gashydratinhibitoren eingesetzt werden. Typische Einsatzkonzentrationen bezogen
auf 100% Wirksubstanz sind 0,01-2 Gew.-%, speziell Konzentrationen zwischen
0,02-1 Gew.-% (200-10 000 ppm). Besonders geeignet sind auch Mischungen der
vorstehend genannten Polymere mit Amidgruppen enthaltenden Polymeren wie
Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylcaprolactam, Polyacrylolylpyrrolidin sowie mit
Polymeren aus Vinylpyrrolidon und Vinylcaprolactam (z. B. VC 713, Produkt von
International Specialty Products) sowie mit Alkylpolyglykosiden,
Hydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose sowie mit quartären
Ammoniumverbindungen (unsubstituiert sowie Esterquats) und Aminoxiden.
Die Wirksamkeit der Polymere wurde durch Autoklavenversuche mit
Wasser-Gasgemischen untersucht.
Hierzu wird E-Wasser im Autoklaven mit ca. 50 bar eines Erdgases, das
Struktur-II-Hydrate bildet (vorwiegend Methan, Gehalt an n-Propan < 1%)
beaufschlagt und unter Rühren mit einem Temperaturprogramm (siehe unten)
abgekühlt, wobei der Druckverlauf Keimbildung und Wachstum der Gashydrate
beschreibt und das erzeugte Drehmoment, das ein Maß für die
Hydratagglomerisation darstellt, über einen Drehmomentaufnehmer gemessen wird.
Wie in den unten angeführten Versuchsbeispielen gezeigt werden kann, setzt die
Gashydratbildung ohne Inhibitor unter den Versuchsbedingungen schnell ein und
führt zu einer starken Drehmomentzunahme, so daß auf die Bildung großer
Hydratagglomerate geschlossen werden kann.
Dagegen führt der Zusatz von geringen Mengen (bei Beispiel 2 : 900 ppm = 0,09%)
der Polymere über die gesamte Versuchsdauer zu einer völligen Inhibierung der
Gashydratbildung; bei noch geringerer Einsatzkonzentration (450 ppm im Beispiel
2) wird trotz deutlicher Druckabnahme (d. h. Bildung von Hydratkeimen) zumindest
eine deutliche Drehmomentverminderung beobachtet, was für eine Wirkung der
Polymere als Agglomerisationsinhibitoren bei niedriger Dosierung spricht. Die
zwitterionischen Polymere sind über einen weiten Molekulargewichtsbereich von ca.
10 000-1 000 000 (Beispiele 2-5) wirksam. Auch AMPS/DADMAC-Polymere mit
höherem DADMAC-Anteil verhalten sich ähnlich (Beispiel 6). Beispiel 7 zeigt, daß
auch Polymere mit anderen kationischen Bestandteilen (MAPTAC) und
nichtionischer Komponente bei einem Gas-Wasser-Verhältnis von 6 : 4 und einer
Dosierung von 1000 ppm wirksam sind. Unter verschärften Versuchsbedingungen
(höheres Gas-Wasser-Verhältnis von 8 : 2, d. h. geringerer Druckabfall bei der
Gashydratbildung) ist im Vergleich zu einem uninhibierten Versuch zwar die Bildung
von Gashydraten zu beobachten, diese bilden aber kleinere Agglomerate, die ein
bedeutend geringeres Drehmoment verursachen. Auch hier wirkt das Produkt als
Agglomerat-Inhibitor.
Die Apparatur zur Messung der Gashydratinhibierung wird in D. Lippmann,
Dissertation, Techn. Universität Clausthal, 1995 beschrieben.
Die Versuchsprodukte wurden in einem Stahl-Rührautoklaven mit
Temperatursteuerung und Drehmomentaufnehmer bei einem Volumenverhältnis
von Gas- und Wasserphase von 6 : 4 in 176 ml E-Wasser gelöst und ein Gasdruck
von 47-51 bar aufgedrückt. Von einer Anfangstemperatur von 10°C wurde
innerhalb 6 h auf 4°C, dann innerhalb 4 h auf 2°C gekühlt, 7 h bei 2°C gerührt und
innerhalb 4 h wieder auf 10°C aufgeheizt. Dabei wird zunächst eine Druckabnahme
gemäß der thermischen Ausdehnung des Gases beobachtet. Tritt die Bildung von
Gashydratkeimen auf, so verringert sich der gemessene Druck, wobei ein Anstieg
des gemessenen Drehmomentes zu beobachten ist; weiteres Wachstum und
zunehmende Agglomerisation dieser Hydratkeime führt ohne Inhibitor schnell zu
einem weiteren Anstieg des gemessenen Drehmomentes. Beim Aufwärmen des
Reaktionsgemisches zerfallen die Gashydrate wieder, so daß am Ende des
Versuchs wieder der Ausgangszustand erreicht wird.
Der in den Beispielen angegebene K-Wert bedeutet die Eigenviskosität der
Polymerlösung und stellt ein Maß für das mittlere Molekulargewicht dar.
(AMPS)/Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC) 76 : 24; K-Wert (0,5% in
Wasser) = 150
(AMPS)/Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC) 76 : 24; K-Wert (0,5% in
Wasser) = 125
(AMPS)/Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC) 76 : 24; K-Wert (0,5% in
Wasser) = 93
(AMPS)/Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC) 76 : 24; K-Wert (0,5% in
Wasser) = 41
(AMPS)/Diallyldimethylammoniumchlond (DADMAC) 24 : 76, K-Wert (0,5% in
Wasser) = 86
(MAPTAC)/Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonat (AMPS)/Acrylamid
ca. 20 : 65 : 15, K-Wert 0,5% in Wasser=150
ohne Inhibitor, Gas-Wasser-Verhältnis 8 : 2
Ergebnisse der Beispiele 1 bis 8
Ergebnisse der Beispiele 1 bis 8
Claims (12)
1. Verwendung von Polymeren, die aus einem oder verschiedenen anionischen
Monomeren und aus einem oder verschiedenen kationischen Monomeren sowie
gegebenenfalls auch aus nichtionischen Monomeren aufgebaut sind, als Additive
zur Verhinderung der Bildung, des Wachstums und/oder der Agglomeration von
Gashydratkristallen in einer Mischung aus Wasser und Erdöl-/Erdgasbestandteilen
bei der Förderung oder dem Transport von Erdöl und/oder Erdgas.
2. Verwendung der Polymeren nach Anspruch 1, deren anionische Bausteine
Monomere mit mindestens einer polymerisationsfähigen Doppelbindung und mit
Carbon-, Sulfon- und/oder Phosphonsäuregruppen darstellen.
3. Verwendung der Polymeren nach Anspruch 1 oder 2, deren anionische
Bausteine die Monomeren Vinylsulfonat, Methallylsulfonat, Natrium-2-acrylamido-2-me
thyl-1-propansulfonat (AMPS), Acrylsäure, Methacrylsäure oder
Vinylphosphonat oder Mischungen davon in Anteilen von 1-99, bevorzugt 10-90
Mol-% darstellen.
4. Verwendung der Polymeren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
deren anionische Bausteine die Monomeren Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propan
sulfonat (AMPS) und/oder Acrylsäure in Anteilen von 10-90 Mol-% darstellen.
5. Verwendung der Polymeren nach Anspruch 1, deren kationische Bausteine
quartäre Ammoniumsalze mit einem polymerisationsfähigen Rest am N-Atom in
Anteilen von 1-99, bevorzugt von 10-90 Mol-% darstellen.
6. Verwendung der Polymeren nach Anspruch 1 oder 5, deren kationische
Bausteine die Monomeren Dimethyldiallylammoniumchlorid (DADMAC),
Trimethylammonium-ethylacrylat und/oder N-(3-Trimethylammoniumpropyl)-meth
acrylamid (MAPTAC) in Anteilen von 10-90 Mol-% darstellen.
7. Verwendung der Polymeren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Polymere außer aus kationischen und anionischen Monomeren auch aus
nichtionischen Monomeren mit vinylischer Doppelbindung in Anteilen von 1-99,
bevorzugt 10-90 Mol-% aufgebaut sind.
8. Verwendung der Polymeren nach Anspruch 7, deren nichtionische Bausteine
acyclische und/oder cyclische Monomere mit einer Amidbindung darstellen.
9. Verwendung eines Polymers auf Basis von 80 bis 20 Mol-%
Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propansulfonat (AMPS) und von 20 bis 80 Mol-%
Dimethyldiallyammoniumchlorid (DADMAC) als Gashydratinhibitor gemäß Anspruch
1.
10. Verwendung eines Polymers auf Basis von Natrium-2-acrylamido-2-methyl-1-propan
sulfonat (AMPS), N-(3-Trimethylammoniumpropyl)-methacrylamid (MAPTAC)
und Acrylamid als Gashydratinhibitor gemäß Anspruch 1.
11. Verwendung der Polymere nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 in
Kombination mit weiteren als Gashydratinhibitoren wirksamen Substanzen,
vorzugsweise quartären Ammoniumsalzen, Esterquats, Aminoxiden,
Alkylpolyglukosiden, Polyvinylpyrollidon, Polyvinylcaprolactam und dessen
Copolymere mit anderen Monomeren.
12. Verfahren zur Verhinderung der Bildung, des Wachstums und/oder der
Agglomeration von Gashydratkristallen in einer Mischung aus Wasser und Erdöl-/Erd
gasbestandteilen bei der Förderung oder dem Transport von Erdöl und/oder
Erdgas, dadurch gekennzeichnet, daß Polymere, die aus einem oder verschiedenen
anionischen Monomeren und aus einem oder verschiedenen kationischen
Monomeren sowie gegebenenfalls auch aus nichtionischen Monomeren aufgebaut
sind, in einer Konzentration, bezogen auf 100% Wirksubstanz, von 0,01 bis 2 Gew.-%,
zu dieser Mischung zugegeben oder in die Förderstelle eingebracht werden.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |