DE19645033C2 - Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes - Google Patents
Verfahren zur Bildung eines MetalldrahtesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Verfahren zur Bildung eines Me
talldrahtes in einer Halbleiter-Vorrichtung; sie bezieht sich insbesondere auf
eine signifikante Herabsetzung des Kontaktwiderstandes des Metalldrahtes
durch chemische Dampfabscheidung.
Da Halbleiter-Vorrichtungen hochintegriert sind, sind viele Kontaktfenster
(Kontaktlöcher), die in der Regel durch Ätzen vorgegebener Abschnitte von
Zwischenschicht-Isolierfilmen gebildet werden, erforderlich, um untere, elek
trisch leitende Drähte mit oberen, elektrisch leitenden Drähten zu verbinden.
Außerdem haben die Kontaktfenster (Kontaktlöcher) ein größeres Aspektver
hältnis, d. h. ein größeres Verhältnis von Höhe zu Breite, aufgrund ihrer eige
nen Größe und aufgrund einer Verminderung des Abstandes zwischen ihnen
und benachbarten Drähten.
Im allgemeinen werden die Metalldrähte einer Halbleiter-Vorrichtung in erster
Linie aus Metallen auf Aluminiumbasis hergestellt, wegen ihres einfachen Ab
scheidungsprozesses und ihres geringen Widerstandes. Wenn jedoch ein
Kontakt zu einem Halbleiter-Substrat oder einem elektrisch leitenden Draht
durch Verwendung einer Metallschicht auf Aluminiumbasis hergestellt wird, tritt
an der Grenzfläche zwischen der Metallschicht und dem Halbleiter-Substrat
oder einem elektrisch leitenden Draht das Phänomen auf, daß Atome in der
unteren Schicht in die Metallschicht diffundieren oder Metallatome in das
Substrat eindringen.
Um ein Funkenbildungs-Phänomen zu verhindern und den Kontaktwiderstand
zu minimieren, wird auf der unteren Oberfläche eines Kontaktfensters (eines
Kontaktloches) eine dünne Metall-Sperrschicht mit einer Schichtstruktur aus
Ti/TiN abgeschieden, woran sich die Abscheidung einer Metallschicht auf
Aluminiumbasis anschließt, die dick genug ist, um das Kontaktfenster (Kon
taktloch) auszufüllen. Dann wird ein Musterbildungs(Patterning)-Verfahren
durchgeführt, um im Kontakt mit der unteren, elektrisch leitenden Schicht oder
einem Halbleiter-Substrat einen Metalldraht zu bilden.
Zur Abscheidung einer solchen Metallschicht auf Aluminiumbasis ist ein Be
dampfungsverfahren (Sputtering-Verfahren), ein physikalisches Dampfab
scheidungsverfahren (nachstehend als "PVD-Verfahren" bezeichnet), erforder
lich. Ein PVD-Verfahren hat jedoch den signifikanten Nachteil, daß es eine
schlechte Stufenabdeckung hervorruft, die ihrerseits zu Hohlräumen in dem
Kontaktfenster (Kontaktloch) führt, wodurch die Zuverlässigkeit der Halbleiter-
Vorrichtung in nachteiliger Weise beeinflußt wird.
Um den Hintergrund der Erfindung besser zu verstehen, wird nachstehend ein
konventionelles Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes in einer Halbleiter-
Vorrichtung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben.
Fig. 1 zeigt in Form einer schematischen Darstellung einen nach einem kon
ventionellen Verfahren hergestellten Metalldraht.
Bei dem konventionellen Herstellungsverfahren wird ein Kontaktfenster
(Kontaktloch) gebildet durch Abscheidung eines Zwischenschicht-Isolierfilms
12 auf einem Halbleiter-Substrat 11 und Entfernen eines vorgegebenen Ab
schnitts des Zwischenschicht-Isolierfilms 12.
Danach wird eine Schichtstruktur, bestehend aus einer Ti-Schicht 14A und
einer TiN-Schicht 14B, gebildet unter Anwendung eines Bedampfungsverfah
rens, mit dessen Hilfe die beiden Schichten aufeinanderfolgend abgeschieden
werden, wobei die erstere über das Kontaktfenster (Kontaktloch) 13 mit dem
Halbleiter-Substrat 11 in Kontakt steht. Die Schichtstruktur dient als Metall-
Sperrschicht 14, während die Ti-Schicht 14A die Aufgabe hat, den Kontaktwi
derstand zwischen dem Halbleiter-Substrat 11 und einem zu bildenden, elek
trisch leitenden Draht zu vermindern. Die TiN-Schicht 14B verhindert das Fun
kenbildungsphänomen der Metallschicht auf Aluminiumbasis im Kontaktbe
reich des elektrisch leitenden Drahtes.
Danach wird eine Metallschicht auf Aluminiumbasis 15, welche die Hauptrolle
spielt, beispielsweise aus einer Al-Cu-Si-Legierung, unter Anwendung eines
PVD-Verfahrens auf der Metall-Sperrschicht 14 abgeschieden, woran sich die
Bildung eines die Reflexion verhindernden Films 16 aus TiN auf der Metall
schicht 14 anschließt.
Bei der Abscheidung der Metallschicht 15 entsteht eine geringe Stufenbedec
kung an dem Kontaktfenster (Kontaktloch) 13, so daß im Innern des Kontakt
fensters (Kontaktloches) 13 ein Hohlraum 17 gebildet wird. Als Folge davon ist
die Zuverlässigkeit des so erhaltenen Metalldrahtes beeinträchtigt.
Aus der US 5,312,774, der US 5,089,438 und der US 5,416,045 ist es be
kannt, aus Ti oder TiN bestehende Kontaktplugs mittels CVD herzustellen und diese
Kontaktplugs nachzubehandeln. Gemäß US 5,312,774 erfolgt dieses, um gleichzei
tig mit der an der Oberfläche stattfindenden Nitrifizierung am Boden des Kontaktloches
eine Silizidierung stattfinden zu lassen.
Die Lehre der US 5,089,438 zielt auf das selektive Abscheiden von TiNx und verwendet
zum Herstellen des elektrischen Kontaktes die metallorganische Verbindung DMaTi. Als
technisches Problem werden in dieser Druckschrift die unvermeidbaren Verunreinigun
gen mit Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Folge eines hohen Kontaktwiderstandes an
gegeben, weshalb Nachbehandlungen, wie RTP und Sintern, empfohlen werden.
Die US 5,416,045 empfiehlt für das Herstellen von TiN mittels Chlor CVD eine
Nachbehandlung mittels RTP, um das unerwünschte Chlor auszutreiben und damit den
elektrischen Widerstand zu reduzieren.
Aus der DE 37 11 790 C2 ist die Nitridierung einer Ti-Schicht mittels Plasma-
Nachbehandlung in Stickstoffatmosphäre bei anschließender Wärmebehandlung
zwecks Silizidierung der verbliebenen Ti-Schicht bekannt.
Aus JP-A 04-216621 ist es bekannt, zur Herstellung einer dünnen Schicht mittels CVD
dieses in mehreren Schritten vorzunehmen und zwischen diesen Aufwachsschritten die
bereits hergestellte Schicht zu verdichten.
Aus WEBER, A.; NIKULSKI, R., KLAGES, C.-P.: "Low Temperature Deposition of TiN
Using Tetrakis(dimethylamido)-Titanium in an Electron Cyclotron Resonance Plasma
Process." In: J. Electrochem. Soc., 1994, Vol. 141, No. 3, S. 849-853, sind Grundlagen
der einschlägigen Technologie bekannt.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, die obengenannten Probleme,
die bei dem Stand der Technik auftreten, zu überwinden und ein Verfahren zur
Bildung eines Metalldrahtes in einer Halbleiter-Vorrichtung bereitzustellen, bei
dem ein Hohlraum in einem Kontaktfenster (Kontaktloch) verhindert wird und
der Kontaktwiderstand deutlich vermindert wird.
Erfindungsgemäß kann das obengenannte Ziel erreicht werden mit einem
Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß es die folgenden Stufen umfaßt:
Bildung eines Zwischenschicht-Isolierfilms auf einer unteren, elektrisch leiten den Schicht;
Ätzung eines vorgegebenen Abschnittes des Zwischenschicht-Isolierfilms un ter Bildung eines Kontaktfensters (Kontaktloches);
Abscheidung einer TiN-Schicht auf der gesamten, resultierenden Struktur;
Abscheidung einer dünnen TiN-Schicht auf der Ti-Schicht in einem chemi schen Dampfabscheidungsverfahren;
Behandlung der TiN-Schicht mit einem Plasma, um der TiN-Schicht einen niedrigen Widerstand zu verleihen;
Wiederholung der genannten Stufen der Abscheidung einer dünnen TiN- Schicht und der Behandlung der TiN-Schicht ausreichend oft, um das Kontakt fenster (Kontaktloch) auszufüllen;
Ätzung der TiN-Schicht unter Bildung eines Kontaktstöpsels aus TiN, der nur das Kontaktfenster (Kontaktloch) ausfüllt; und
Abscheidung einer Metallschicht auf der gesamten, resultierenden Struktur.
Bildung eines Zwischenschicht-Isolierfilms auf einer unteren, elektrisch leiten den Schicht;
Ätzung eines vorgegebenen Abschnittes des Zwischenschicht-Isolierfilms un ter Bildung eines Kontaktfensters (Kontaktloches);
Abscheidung einer TiN-Schicht auf der gesamten, resultierenden Struktur;
Abscheidung einer dünnen TiN-Schicht auf der Ti-Schicht in einem chemi schen Dampfabscheidungsverfahren;
Behandlung der TiN-Schicht mit einem Plasma, um der TiN-Schicht einen niedrigen Widerstand zu verleihen;
Wiederholung der genannten Stufen der Abscheidung einer dünnen TiN- Schicht und der Behandlung der TiN-Schicht ausreichend oft, um das Kontakt fenster (Kontaktloch) auszufüllen;
Ätzung der TiN-Schicht unter Bildung eines Kontaktstöpsels aus TiN, der nur das Kontaktfenster (Kontaktloch) ausfüllt; und
Abscheidung einer Metallschicht auf der gesamten, resultierenden Struktur.
Die wiederholte Abscheidung und Plasmabehandlung der dünnen TiN-Schicht
auf dem Kontaktfenster (Kontaktloch) gemäß der vorliegenden Erfindung be
wirkt, daß der spezifische Widerstand der TiN-Schicht von 103 bis 104 µΩcm
auf einen solchen in der Größenordnung von 102 µΩcm herabgesetzt wird.
Außerdem erlaubt die Anwendung des CVD-Verfahrens für die wiederholte
Abscheidung der TiN-Schicht das leichte Füllen des Kontaktfensters
(Kontaktloches) ohne einen Hohlraum, so daß ein Metalldraht mit einer hohen
Zuverlässigkeit gebildet wird.
Weitere Ziele und Aspekte der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgen
den Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen hervor. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht eines Metalldrahtes im Kontakt
mit einem Halbleiter-Substrat gemäß Stand der Technik und
Fig. 2 bis 7 schematische Querschnittsansichten eines Verfahrens zur Bildung
eines Metalldrahtes in einer Halbleiter-Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Die Anwendung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist am be
sten verständlich unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, in
denen gleiche Bezugsziffern für gleiche bzw. sich entsprechende Teile ver
wendet werden.
In den Fig. 2 bis 7 ist ein Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes in einer
Halbleiter-Vorrichtung erläutert.
Zuerst wird, wie in Fig. 2 dargestellt, ein Zwischenschicht-Isolierfilm auf einem
Halbleiter-Substrat 1 oder einem elektrisch leitenden Draht gebildet, woran
sich die Bildung eines Kontaktfensters (Kontaktloches) 3 durch selektive Ät
zung des Zwischenschicht-Isolierfilms 2 anschließt. Danach wird eine verhält
nismäßig dünne Ti-Schicht 4, die beispielsweise 5 bis 30 nm (50-300 Å) dick
ist, auf der gesamten Oberfläche der resultierenden Struktur unter Anwendung
eines PVD-Verfahrens gebildet, was dazu dient, den Kontaktwiderstand her
abzusetzen.
Danach wird unter Anwendung eines chemischen Dampfabscheidungsverfah
rens (nachstehend als "CVD-Verfahren" bezeichnet) eine erste TiN-Schicht 9A
in einer Dicke von etwa 10 bis 100 nm (100-1000 Å) auf der Ti-Schicht 4 ge
bildet, wie in Fig. 3 dargestellt.
Im einzelnen wird die erste TiN-Schicht 9 A aus Tetrakis-dimethylamidotitan
[Ti(N(CH3)2]4, nachstehend als "TDMAT" bezeichnet, oder aus Tetrakis
diethylamidotitan [Ti(N(C2H5)2)4] allein oder zusammen mit einem Mischgas
aus NH3/NF3 gebildet. Diese Ausgangsmaterialien werden pyrolysiert und
dann in He- oder N2-Gas als Träger transportiert. Für die Abscheidung der er
sten TiN-Schicht 9A wird der Druck des TDMAT enthaltenden Trägergases bei
6,67 kPa (50 Torr) gehalten bei einer Abscheidungstemperatur in dem Bereich
von 300 bis 600°C. Das CVD-Verfahren wird 50 bis 1000 s lang durchgeführt.
Danach wird die Oberfläche der ersten TiN-Schicht 9A mit einem Plasma aus
N2, H2 oder einer Kombination davon behandelt. Erfindungsgemäß wird die
TiN-Schicht 9A bis zu einer Tiefe von etwa 2 bis 60 nm (20 bis 600 Å) Plasma
behandelt, um ihr einen niedrigen Widerstand zu verleihen. Diese Plasma-
Behandlung wird unter den Bedingungen durchgeführt, daß das N2-Gas, H2-
Gas oder ein Gasgemisch davon mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 700 sccm
strömt bei einer Temperatur von 50 bis 600°C unter einem Druck von
13,3 bis 2667 Pa (0,1-20 Torr) bei einer RF-Energie von 50 bis 1000 W.
Die Fig. 4 stellt einen Querschnitt dar, der erhalten wurde, nachdem eine
zweite TiN-Schicht 9B auf die gleiche Weise wie die erste TiN-Schicht 9A ab
geschieden und einer Plasmabehandlung unterzogen worden ist. Auch die
zweite TiN-Schicht 9B weist einen niedrigen Widerstand auf.
Die Fig. 5 zeigt einen Querschnitt, der erhalten wurde, nachdem das gleiche
Verfahren wie in Fig. 4 wiederholt worden war unter Bildung einer dritten TiN-
Schicht 9C mit einem niedrigen Widerstand auf der zweiten TiN-Schicht 9B.
Anschließend werden die drei TiN-Schichten 9C, 9B und 9A nacheinander ei
ner anisotropen Ätzung unterworfen, bis die obere Oberfläche der Ti-Schicht 4
freigelegt ist, unter Bildung eines Kontaktstöpsels 10, der aus Teilen der drei
TiN-Schichten besteht, die das Kontaktfenster (Kontaktloch) ausfüllen, wie in
Fig. 6 dargestellt.
Schließlich wird eine Metallschicht auf Aluminiumbasis 5 nach der Bildung auf
der gesamten, resultierenden Struktur unter Anwendung eines PVD-Verfahrens
zusammen mit der Ti-Schicht 4 gemustert unter Bildung eines elektrisch leitenden
Drahtes, der aus der Ti-Schicht 4 und der Metallschicht auf Aluminium
basis 5 besteht, die beide mit dem Kontaktstöpsel 10 in Kontakt stehen, wie in
Fig. 7 dargestellt.
Bei der vorstehenden Ausführungsform wird die TiN-Schicht-Abscheidung und
die Plasmabehandlung dreimal wiederholt; die Wiederholung kann aber auch
häufiger durchgeführt werden, wenn dünnere TiN-Schichten abgeschieden
werden. Ein höherer Gehalt an TiN-Schicht mit niedrigem Widerstand in dem
Kontaktstöpsel 10 führt zu einem niedrigeren Widerstand des Metalldrahtes.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die
erste TiN-Schicht 9A ohne Abscheidung der Ti-Schicht 4 abgeschieden, wie in
Fig. 2 dargestellt, und dann werden die nachfolgenden Verfahren durchge
führt.
Die wiederholte Abscheidung und Plasmabehandlung der TiN-Schicht auf dem
Kontaktfenster (Kontaktloch) hat die Wirkung, daß der spezifische Widerstand
der TiN-Schicht von 103 bis 104 µΩcm auf 102 µΩcm herabgesetzt wird. Wenn
das Ausgangsmaterial für die TiN-Schicht durch thermische Zersetzung abge
schieden wird, wird es nicht vollständig zersetzt, was zur Bildung einer Menge
an Kohlenstoff und Sauerstoff in dem dünnen TiN-Film führt, die eine Zunahme
des spezifischen Widerstandes zur Folge hat. Die Plasmabehandlung erlaubt
es, die Kohlenstoff- und Sauerstoffatome, die in dem dünnen TiN-Film unvoll
ständig gebunden sind, an Wasserstoffionen zu binden. Dabei werden die
Kohlenstoff- und Sauerstoffatome in Form von CH3, CH4 und H2O emittiert, und
ihre freien Hohlräume (Gitterlücken) werden durch Stickstoffionen ausgefüllt,
so daß mehr TiN-Bindungen gebildet werden, wodurch der spezifische Wider
stand sinkt.
Wie vorstehend beschrieben, dient die vorliegende Erfindung dazu, Hohlräu
me in einem Kontaktfenster (Kontaktloch) zu verhindern sowie den Kontaktwi
derstand zu minimieren mit dem Ziel, die Ausbeute des Metalldraht-Bildungsverfahrens
und die Zuverlässigkeit der Halbleiter-Vorrichtung zu verbessern
mit Hilfe eines wiederholten Verfahrens der Abscheidung einer dünnen TiN-
Schicht im Kontakt mit einer unteren, elektrisch leitenden Schicht über das
Kontaktfenster (Kontaktloch) in einem CVD-Verfahren und Plasma-Behandlung
der Oberfläche der TiN-Schicht mit N2, H2 oder einem Mischgas davon.
Die vorliegende Erfindung wurde vorstehend erläuternd beschrieben, und es ist
klar, daß die angewendete Terminologie mehr ihrer Beschreibung dient als sie
zu beschränken.
Es können verschiedene Modifikationen und Variationen unter Berücksichti
gung der vorstehenden Lehren vorgenommen werden. Obgleich die vorste
hend beschriebenen Ausführungsformen anhand des Beispiels eines Metall
kontakts oder eines Metalldrahtkontakts erläutert worden sind, ist es klar, daß
das erfindungsgemäße Verfahren auch auf einen Konakt zwischen Metalldräh
ten angewendet werden kann. Es ist deshalb selbstverständlich, daß die Erfin
dung auch auf andere Weise als vorstehend beschrieben angewendet werden
kann innerhalb des Rahmens der nachfolgenden Patentansprüche.
Claims (20)
1. Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes in einer Halbleiter-Vorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen umfasst:
- - Bildung eines Zwischenschicht-Isolierfilms auf einer unteren, elektrisch leiten den Schicht;
- - Ätzung eines vorgegebenen Abschnittes des Zwischenschicht-Isolierfilms unter Bildung eines Kontaktloches;
- - Abscheidung einer Ti-Schicht auf der gesamten, resultierenden Struktur;
- - Abscheidung einer dünnen TiN-Schicht auf der Ti-Schicht unter Anwendung eines chemischen Dampfabscheidungsverfahrens;
- - Behandlung der TiN-Schicht mit einem Plasma, um der TiN-Schicht einen nied rigen Widerstand zu verleihen;
- - Wiederholung der genannten Stufen der Abscheidung einer dünnen TiN- Schicht und der Behandlung der TiN-Schicht mit einer Häufigkeit, die ausreicht, um das Kontaktloch zu füllen;
- - Ätzung der TiN-Schicht unter Bildung eines Kontaktstöpsels aus TiN, der nur das Kontaktloch füllt, und
- - Abscheidung einer Metallschicht auf der gesamten, resultierenden Struktur.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Ti-
Schicht eine Dicke von etwa 5 bis 30 nm hat.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ge
nannte TiN-Schicht eine Dicke von 10 bis 100 nm hat.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte TiN-Schicht unter Verwendung eines Tetrakis-dimethyl
amidotitan- oder flüssigen Tetrakis-diethylamidotitan-Ausgangsmaterials ab
geschieden wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte
TiN-Schicht unter Verwendung einer Mischung aus einem Tetrakis-dimethyla
midotitan- oder flüssigen Tetrakis-diethylamidotitan-Ausgangsmaterial und
einem NH3/NF3-Mischgas abgeschieden wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte
TiN-Schicht durch Pyrolyse der genannten Quelle (Ausgangsmaterial) und
durch Verwendung von He oder N2 als Trägergas bei einem Druck von 13,3
bis 6666 Pa (0,1-50 Torr) und einer Temperatur von 300 bis 600°C für 50 bis
1000 s abgeschieden wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die genannte TiN-Schicht mit einem Plasma aus N2, H2
oder einer Mischung davon oberflächenbehandelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch die
Plasmabehandlung der Widerstand eines Teils oder der gesamten TiN-Schicht
herabgesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasma-
Behandlung unter Verwendung von N2, H2 oder einer Mischung davon durch
geführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte
Plasma-Behandlung bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 50 bis 700 sccm
und bei einer Temperatur von 50 bis 600°C unter einem Druck von 13,3 bis
2666 Pa (0,1-20 Torr) bei einer RF-Energie in dem Bereich von 50 bis 1000 W
durchgeführt wird.
11. Verfahren zur Bildung eines Metalldrahtes in einer Halbleiter-Vorrichtung, da
durch gekennzeichnet, dass es die folgenden Stufen umfasst:
- - Bildung eines Zwischenschicht-Isolierfilms auf einer unteren, elektrisch leiten den Schicht;
- - Ätzung eines vorgegebenen Abschnittes des Zwischenschicht-Isolierfilms unter Bildung eines Kontaktloches;
- - Abscheidung einer dünnen TiN-Schicht auf der gesamten, resultierenden Struktur unter Anwendung eines chemischen Dampfabscheidungsverfahrens;
- - Behandeln der TiN-Schicht mit einem Plasma, um der Ti-Schicht einen niedri gen Widerstand zu verleihen;
- - Wiederholung der genannten Stufen der Abscheidung einer dünnen TiN- Schicht und der Behandlung der dünnen TiN-Schicht ausreichend häufig, um das Kontaktloch auszufüllen;
- - Ätzung der TiN-Schicht unter Bildung eines Kontaktstöpsels aus TiN, der nur das Kontaktloch füllt, und
- - Abscheidung einer Metallschicht auf der gesamten, resultierenden Struktur.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte TiN-
Schicht eine Dicke von 10 bis 100 nm hat.
13. Verfahren nach Anspruch 11 und/oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte TiN-Schicht unter Verwendung eines Tetrakis-dimethyl
amidotitan- oder flüssigen Tetrakis-diethylamidotitan-Ausgangsmaterials ab
geschieden wird.
14. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die genannte TiN-Schicht unter Verwendung einer Mi
schung auf einem Tetrakis-dimethylamidotitan- oder flüssigen Tetrakis-
diethylamidotitan-Ausgangsmaterial und einem NH3/NF3-Mischgas abgeschie
den wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die genann
te TiN-Schicht durch Pyrolyse der genannten Quelle und unter Verwendung
von He oder N2 als Trägergas bei einem Druck von 13,3 bis 6666 Pa (0,1-50 Torr)
und einer Temperatur von 300 bis 600°C für 50 bis 1000 s abgeschieden
wird.
16. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die genannte TiN-Schicht mit einem Plasma aus N2, H2
oder einer Mischung davon oberflächenbehandelt wird.
17. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß durch die Plasmabehandlung der Widerstand eines Teils
oder der gesamten TiN-Schicht herabgesetzt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 und/oder 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Plasmabehandlung unter Verwendung von N2, H2 oder einer Mischung
davon durchgeführt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Plas
mabehandlung bei einer Fließgeschwindigkeit von 50 bis 700 sccm und einer
Temperatur von 50 bis 600°C unter einem Druck von 13,3 bis 2666 Pa (0,1-20 Torr)
bei einer RF-Energie in dem Bereich von 50 bis 1000 W durchgeführt
wird.
20. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die genannte Metallschicht eine Metallschicht auf Alumi
nium-Basis ist.
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