DE19645866A1 - Airbagabdeckung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für die Öffnung einer
einen Airbag aufnehmenden Kammer gemäß den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Abdeckungen für einen Airbag oder für Teile des Airbags dür
fen, um keine Insassen eines Kraftfahrzeuges zu verletzen,
beim Auslösen des Airbags nicht durch den Fahrgastraum flie
gen. Sie müssen durch geeignete Haltevorrichtungen am Weg
fliegen gehindert werden. Als Haltevorrichtungen sind bei
spielsweise aus der EP 0 638 464 A1 Fangbänder bekannt, deren
jeweils erstes Ende an der Airbagabdeckung und deren jeweils
zweites Ende an der Instrumententafel befestigt ist. Die Ver
bindung des jeweiligen Fangbandes mit der Airbagabdeckung er
folgt dadurch, daß ein Verbindungsteil durch eine vom Fang
band gebildete Schlaufe geführt und an der der Airbagkammer
abgewandten Rückseite eines Kunststoffverstärkungsteiles der
Airbagabdeckung angenietet wird.
Bei dem Öffnungsvorgang des Airbags wirken auf die Fangbänder
extrem hohe Beschleunigungskräfte, die entsprechend stabile
Fangbänder und Befestigungsverbindungen an der Airbagabdec
kung erforderlich machen. Um die beim Öffnungsvorgang des
Airbags auf die Fangbänder wirkenden hohen Belastungen ge
zielt zu begrenzen oder abzubauen, ist bereits vorgeschlagen
worden, die Fangbänder mit Reißnähten zu versehen oder stark
dehnbare Fangbänder einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Airbagabdec
kung der eingangs erwähnten Art anzugeben, mit der die auf
die Fangbänder beim Öffnungsvorgang des Airbags auftretenden
hohen Belastungen auf einfache Weise gezielt begrenz- oder
abbaubar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere, beson
ders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren
die Unteransprüche.
Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, das
Fangband zwischen den Klemmflächen mindestens eines an dem
Verstärkungsteil oder der Außenhaut der Abdeckung angeordne
ten Klemmelementes einzuklemmen. Wird das Fangband bei der
Öffnung des Airbags dann belastet, so rutscht es ab einer
vorgebbaren Belastung zwischen den beiden Klemmflächen hin
durch. Durch die entstehende Reibung wird dann Energie abge
baut. Der Energieumsatz läßt sich dabei durch die Vorspannung
und/oder die Gestaltung der Reibflächen der Klemmelemente,
aber auch durch die Beschaffenheit des Fangbandes beeinflus
sen.
Durch die sehr einfache Gestaltung der Einzelteile der Klemm
elemente ist eine rationale Herstellung dieser Teile sowie
eine kostengünstige Montage der erfindungsgemäßen Airbagab
deckung möglich.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
die Klemmflächen des jeweiligen Klemmelementes durch die
entsprechende Oberfläche des Verstärkerteiles und der dieser
Oberfläche zugewandten Fläche eines an dem Verstärkerteil
befestigten Halteteiles gebildet.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfin
dung ist das Fangband von der Airbagkammer aus durch das
Verstärkungsteil hindurchgeführt und auf der der Airbagkammer
abgewandten Rückseite des Verstärkungsteiles in mindestens
einem Klemmelement befestigt.
Schließlich kann das Fangband auch zweimal durch das Verstär
kungsteil hindurchgeführt und auf der der Airbagkammer zuge
wandten Vorderseite des Verstärkungsteiles in einem Klemmele
ment befestigt werden.
Um zu verhindern, daß das Fangband bei dem Öffnungsvorgang
des Airbags vollständig durch das jeweilige Klemmelement
hindurchrutscht und der Airbagdeckel dann in den Fahrzeug
innenraum fliegt, ist das Fangband vorzugsweise an seinem
Ende mit einer Schlaufe, einer Verdickung o. dgl. versehen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Airbagkammer und eine
erfindungsgemäße Airbagabdeckung, die über ein Fangband
miteinander verbunden sind;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 wiedergegebene Airbag
abdeckung, wobei im Bereich der Klemmverbindungen die
Außenhaut der Airbagabdeckung aufgebrochen dargestellt
ist;
Fig. 3 einen Querschnitt der Airbagabdeckung entlang der in
Fig. 1 mit III-III bezeichneten Schnittlinie und
Fig. 4-6 Fig. 3 entsprechende Querschnitte drei weiterer Aus
führungsbeispiele der Erfindung.
In Fig. 1 ist mit 1 die Airbagkammer eines Kraftfahrzeuges und
mit 2 eine Airbagabdeckung bezeichnet. Beide Teile sind über
ein Fangband 3 miteinander verbunden. Die Airbagabdeckung 2
setzt sich aus einer Außenhaut 4 und einem der Airbagkammer
zugewandten Verstärkungsteil 5 aus einem Metallblech zusam
men.
Das Fangband 3 ist von der Vorderseite 6 des Verstärkungstei
les 5 durch eine spaltförmige Öffnung 7 zur Rückseite 8 des
Verstärkungsteiles 5 geführt und wird dort mittels drei -aus
dem Verstärkungsteil 5 und drei Halteteilen 9-11, die eben
falls aus einem Metallblech bestehen, gebildeten- Klemmele
menten 12-14 an der Airbagabdeckung 2 befestigt. Dabei sind
die Klemmelemente 12-14 derart ausgestaltet, daß das Fangband
3 bei den beim Öffnungsvorgang des Airbags auftretenden Bela
stungen zwischen den gegenüberliegenden Klemmflächen hin
durchrutschen kann.
Um zu verhindern, daß das Fangband 3 bei dem Öffnungsvorgang
des Airbags vollständig durch die Klemmelemente 12-14 hin
durchrutscht und die Airbagabdeckung 2 dann in den Fahrzeug
innenraum fliegt, ist das Fangband 3 an seinem der Airbagab
deckung zugewandten Ende mit einer Schlaufe 15 versehen.
Wie aus Fig. 2 unmittelbar entnehmbar, handelt es sich bei den
Halteteilen 9-11 vorzugsweise nicht um drei separate Teile,
sondern um eine einzige Metallplatte 16, in die zwei fenster
artige Ausnehmungen 17, 18 eingebracht sind.
Um außerdem den Reibschluß zwischen dem Fangband 3 und dem
Verstärkungsteil 5 zu erhöhen, ist das Verstärkungsteil 5 in
einem Teilbereich 19 zum Fangband hin gewölbt ausgebildet.
Außerdem hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Hal
teteile 9-11 derart um das Fangband 3 herumgeführt werden
(Fig. 3), daß bei der seitlichen Befestigung der Halteteile
ein definierter Druck und damit auch ein definierter Reib
schluß zwischen der jeweiligen Klemmverbindung und dem Fang
band einstellbar ist.
Wie in Fig. 4 dargestellt, kann ein genau definierter Druck
des Halteteiles auf das Fangband auf einfache Weise auch
dadurch erzeugt werden, daß beidseitig vom Fangband 3 Zwi
schenlagen 20, 21 entsprechender Wandstärke angeordnet sind.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend
beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann das
Klemmelement auch aus zwei separaten Teilen bestehen, zwi
schen denen das Fangband eingeklemmt wird und welches dann an
dem Verstärkungsteil oder an der Abdeckung befestigt wird.
Entsprechende Ausführungsbeispiele zeigen die Fig. 5 und 6.
Dabei sind wiederum die Airbagabdeckung mit 2, das Fangband
mit 3 und das Verstärkungsteil mit 5 bezeichnet. Im Falle der
Fig. 5 ist das Klemmelement mit dem Bezugszeichen 22 versehen
und setzt sich aus zwei miteinander verbundenen Teilen 23, 24
zusammen. Im Falle der Fig. 6 ist das mit 25 gekennzeichnete
Klemmelement einstückig ausgebildet.
Das Verstärkungsteil und/oder das Halteteil können anstatt
aus Metall auch aus Kunststoff bestehen, wobei zur Verbesse
rung des Reibschlusses die Kunststoffoberflächen entweder
aufgeraut oder mit einer zusätzlichen Haftschicht versehen
sein können.
Außerdem kann zur Verhinderung eines vollständigen Durch
rutschens des Fangbandes durch die Klemmverbindungen anstatt
der Schlaufe auch ein Metallstift oder dgl. verwendet werden.
Schließlich kann zur Erhöhung des Reibschlusses zwischen dem
Fangband und dem Verstärkungsteil auch das Halteteil minde
stens in einem Teilbereich zum Fangband hin gewölbt ausgebil
det sein.
1
Airbagkammer, Kammer
2
Airbagabdeckung
3
Fangband
4
Außenhaut
5
Verstärkungsteil
6
Vorderseite
7
spaltförmige Öffnung
8
Rückseite
9-11
Halteteile
12-14
Klemmelemente
15
Mittel, Schlaufe
16
Metallplatte
17, 18
Ausnehmungen
19
Teilbereich (Verstärkungsteil)
20, 21
Zwischenlagen
22
Klemmelement
23, 24
Teile (Klemmelement)
25
Klemmelement
Claims (12)
1. Abdeckung für die Öffnung einer einen Airbag aufnehmen
den Kammer (1) mit einem der Kammer zugewandten Verstär
kungsteil (5), mit dem das eine Ende eines Fangbandes
(3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fang
band (3) zwischen zwei gegenüberliegenden Klemmflächen
mindestens eines Klemmelementes (12-14; 22; 25) einge
klemmt ist, derart, daß es bei den beim Öffnen des Air
bags auftretenden Belastungen zwischen den beiden Klemm
flächen hindurchrutschen kann und dadurch die auf das
Fangband (3) wirkende Energie mindestens teilweise abge
baut wird, und daß an dem Fangband (3) Mittel (15) ange
ordnet sind, die ein vollständiges Durchrutschen des
Fangbandes (3) durch das Klemmelement (12-14; 22; 25)
verhindern.
2. Airbagabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmflächen des jeweiligen Klemmelementes
(12-14) durch die Vorder- (6) oder Rückseite (8) des Ver
stärkungsteiles (5) und der diesen Seiten gegenüberlie
genden Fläche mindestens eines an dem Verstärkungsteil
(5), angeordneten Halteteiles (9-11) gebildet werden.
3. Airbagabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem jeweiligen Klemmelement (22; 25) um
ein separates Teil handelt, welches das Fangband (3)
umgreift und an dem Verstärkungsteil (5) befestigt ist.
4. Airbagabdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Klemmelement (25) einstückig ausgebil
det ist.
5. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Fangband (3) von der Air
bagkammer (1) aus durch das Verstärkungsteil (5) hin
durchgeführt und auf der der Airbagkammer (1) abgewand
ten Rückseite (8) des Verstärkungsteiles (5) an minde
stens einem Klemmelement (12-14; 22; 25) durchrutschbar
befestigt ist.
6. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Fangband (3) zweimal durch
das Verstärkungsteil (5) hindurchgeführt und auf der der
Airbagkammer (1) zugewandten Vorderseite (6) des Ver
stärkungsteiles (5) an mindestens einem Klemmelement
(12-14; 22; 25) durchrutschbar befestigt ist.
7. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß als Mittel (15) zur Verhin
derung des vollständigen Durchrutschens des Fangbandes
(3) durch das jeweilige Klemmelement (12-14) das Fang
band (3) an seinem der Airbagabdeckung (2) zugewandten
Ende mit einer Schlaufe versehen ist.
8. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das Fangband (3) mindestens
über zwei Klemmelemente (12-14; 22; 25) mit der Airbag
abdeckung (2) verbunden ist.
9. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsteil (5)
und/oder das Halteteil (9-11) mindestens in einem
Teilbereich (19) zum Fangband (3) hin gewölbt ausge
bildet ist/sind.
10. Airbagabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß es sich sowohl bei dem Ver
stärkungsteil (5) als auch bei dem Halteteil (9-11)
entweder um Metallblechteile oder Kunststoffteile
handelt.
11. Airbagabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Klemmelement (22; 25) das Fangband (3)
umgreift und an der der Airbagkammer zugewandten Seite
der Außenhaut (4) der Abdeckung (2) befestigt ist.
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| DE1996145866 DE19645866C2 (de) | 1996-11-07 | 1996-11-07 | Airbagabdeckung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MAGNA EXTERIOR SYSTEMS GMBH, 63179 OBERTSHAUSEN, D |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |