DE19645500A1 - Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und Arbeitsverfahren - Google Patents
Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und ArbeitsverfahrenInfo
- Publication number
- DE19645500A1 DE19645500A1 DE19645500A DE19645500A DE19645500A1 DE 19645500 A1 DE19645500 A1 DE 19645500A1 DE 19645500 A DE19645500 A DE 19645500A DE 19645500 A DE19645500 A DE 19645500A DE 19645500 A1 DE19645500 A1 DE 19645500A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pump
- heat
- working fluid
- characterized records
- pumps
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 title claims abstract description 14
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims abstract description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims abstract description 6
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 29
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 26
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 8
- 238000005086 pumping Methods 0.000 claims description 6
- 230000017525 heat dissipation Effects 0.000 claims description 2
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 claims 1
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 claims 1
- 238000005485 electric heating Methods 0.000 abstract 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 13
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 5
- 230000008859 change Effects 0.000 description 3
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000004378 air conditioning Methods 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000011038 discontinuous diafiltration by volume reduction Methods 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 235000019441 ethanol Nutrition 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000002572 peristaltic effect Effects 0.000 description 1
- 230000010349 pulsation Effects 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 238000007920 subcutaneous administration Methods 0.000 description 1
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
- 239000002918 waste heat Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B43/00—Machines, pumps, or pumping installations having flexible working members
- F04B43/08—Machines, pumps, or pumping installations having flexible working members having tubular flexible members
- F04B43/10—Pumps having fluid drive
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B19/00—Machines or pumps having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B17/00
- F04B19/20—Other positive-displacement pumps
- F04B19/24—Pumping by heat expansion of pumped fluid
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B43/00—Machines, pumps, or pumping installations having flexible working members
- F04B43/02—Machines, pumps, or pumping installations having flexible working members having plate-like flexible members, e.g. diaphragms
- F04B43/06—Pumps having fluid drive
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
Mit magnetisch angetriebenen Kreiselpumpen, Spaltrohrmotor
pumpen sowie Sonderausführungen rotierender Verdrängerpumpen
sind konstruktiv erfolgreich eingeführte Lösungen für die
Aufgabenstellung hermetisch dichter und nach außen hin
leckagefreier fluidischer Förderung seit langem bekannt,
allerdings erlauben diese Ausführungen in der Regel nur die
Förderung gegen niedrige Drücke (ca. 10 bis max. etwa 70 bar).
Auch fluidisch oder mechanisch direkt oder indirekt angetrie
bene Membranpumpen(Druckluft, Hydraulisches Gestänge) oder
Membrankolben- sowie Schlauchpumpen erheben den Anspruch auf
hermetische Dicht- und konstruktive Leckagefreiheit nach außen,
wenngleich dies nur mit Einschränkungen gilt, denn bei
verschleiß- oder betriebsbedingter Beschädigung bzw. Bruch von
Membran bzw. Schlauch kann es hier immer zu wechselseitiger
Kontamination mit der Umgebung, ggfs. auch über ein Zwischen
fluid, kommen.
Ursache der beschriebenen Problematik ist in allen Fällen die
prinzipielle Notwendigkeit der Abdichtung rotierender oder
oszillierender Wellen oder Stangen, mit denen die notwendige
Energieerhöhung mechanisch direkt oder über Zwischenfluid
indirekt auf das zu fördernde Fluid übertragen wird.
AS 14 03 807 beschreibt eine Anordnung konzentrischer Kugel
schalen, die unter Ausnutzung elektrostriktiver, magneto
striktiver oder auch piezoelektrischer Effekte fluidische
Förderung nach dem Verdrängerprinzip unter hermetischer
Dichtheit gestatten, das Verfahren hat sich jedoch nur im
Mikromaßstab für subkutane Dosierzwecke oder im Laborbereich
bewährt, da die Fördervolumina relativ klein bleiben und
auch die erreichbaren Drücke nicht hoch sind.
Ebenso sind solarthermische angetriebene Verdrängerpumpen,
besonders in der Wasserförderung bekannt, dadurch wirkend,
daß ein unter Hitzeeinfluß sich ausdehnender Stoff, z. B.
Wachs, die Verdrängerfunktion übernimmt.
PA 196 00 667.8 beschreibt ein neues Verfahren hermetisch
dichter und konstruktiv leckagefreier Verdrängerförderung,
welches im wesentlichen auf Umkehr des verbreiteten Prinzips
mechanischer Krafteinwirkung von außen in ein Fluid beruht,
dadurch, daß in einem hermetisch abgegrenzten und nur durch
eine Einlaß- und Auslaßöffnung zugänglichen Pumpenraum ein
von außen steuerbarer mechanischer Verdränger sein Volumen
zyklisch ändert und hierdurch Förderung bewirkt. Die Energie
für die Volumenänderung wird dabei über Draht oder drahtlos,
mithin nicht mehr mechanisch, dem Verdränger zugeführt.
Wenngleich diese Lösung bereits erhebliche Vorteile dadurch
mit sich bringt, daß - von massiver Gewalteinwirkung einmal
abgesehen - hermetische Dichtheit und damit Kontaminations
freiheit, auch im Sinne septischer Reinheit bei Aufgaben im
Lebensmittelbereich, gewährleistet sind, bleibt das Restrisiko
mechanischen Ausfalls des Verdrängers bzw. auch seines Antriebs
mit den damit verbundenen Nachteilen.
Besonders für prozeßintegrierte Aufgaben hermetischer
Förderung im Rahmen von kompletten Anlagen scheint daher
ein weitergehendes Verfahren der rein thermodynamischen
Förderung noch besser geeignet, welches im folgenden
beispielhaft beschrieben wird.
Fig. 1 erläutert den Grundgedanken in der Weise, daß in
einem hermetisch abgeschlossenen Pumpenraum, beispiels
weise einer massiven Rohrstrecke 8 und zwei Schottwänden
9, der nur durch ein Einlaßventil 6 und ein Auslaß
ventil 7 zugänglich ist, ein Verdrängerkörper 10 ange
ordnet ist, der sein Volumen zyklisch wechselnd zwischen
den Beträgen Vo und V ändert, wobei die Energiezufuhr 1
entweder über Draht oder drahtlos, im gezeigten Beispiel
wahlweise über Draht 2 mit lediglich statisch beanspruch
ter Dichtung an den Stellen 3 bzw. 4 oder 5 erfolgt.
Die Durchdringung an der Stelle 5 oder auch an einer
Stelle im weiterführenden Förderabschnitt haben gegenüber
der Stelle 3 den Vorteil, daß eine schwellende Druckbe
lastung entfällt.
Der Verdrängungskörper 10 kann jetzt zum Beispiel aus einer
flüssigkeitsgefüllten Kugelmembran bestehen, die im Inneren
über einen elektrisch angeschlossenen Heizwendel verfügt -
wie ein Tauchsieder, so daß bei Zuführung elektrischer
Energie sich das Volumen Vo aufgrund der wärmebedingten Aus
dehnung des Flüssigkeitsinhaltes in die Größe V verändert
und hierdurch bei sich automatisch schließendem Einlaßventil
6 der Fördervorgang über Öffnung des Auslaßventiles 7
eingeleitet wird.
Mit Beendigung der Energiezufuhr schließt sich alsdann das
Auslaßventil 7, da der Druck im Raum 11 sich langsam
erniedrigt in dem Maße, wie der Verdrängungskörper seine
Wärme an das umgebende Förderfluid über die Kugelmembran
12 bzw. die den Pumpenraum abschließenden Wände abgibt.
Hat das Volumen V in dieser Weise seine Ursprungsgröße Vo
wieder erreicht, kann prinzipiell ein neuer Pumpvorgang
durch Starten einer neuerlichen Energiezufuhr erfolgen.
Für technische Anwendungen scheint nun das so beschriebene
Verfahren weniger geeignet, wenn man eine Abordnung exakt
nach Fig. 1 wählt, denn - wie später gezeigt wird - beträgt
die technisch realisierbare Volumenänderung des Verdräng
ungskörpers nur etwa 10%, so daß auch etwa 90% der aufge
wandten Energie in Verlust- und damit abzuführende Wärme
übergehen, die wiederum größtenteils auf das Förderfluid
übertragen wird, was u. U. wenig wünschenswert ist.
Es empfiehlt sich daher eine Abwandlung gemäß Fig. 2, wonach
der hermetisch abgeschlossene Raum 3, 4, 5 zwar bestehen
bleibt, der Verdrängerkörper 9 jedoch an eine Seite dieses
Raumes so gelegt wird, daß die Wärmeabfuhr über ein speziell
hierfür gewähltes Medium 2 so erfolgt, daß der weitaus
größere Teil der abzuführenden Wärme nicht an das Förderfluid,
sondern bevorzugt über die Pumpenraumwand abgeleitet werden
kann. Die ursprüngliche Kugelmembran 12 gemäß Fig. 1 würde
dann, je nach Ausgestaltung der Pumpenkammer als Rohrzylinder
oder Quader, eine Fläche 10 annehmen, die bei Aufheizung
des Volumens Vo entweder die Form einer Sattelfläche oder,
wie in Fig. 3 mit 4 bzw. 5 gezeigt, die Form eines koaxial
radial veränderlichen Schlauches annimmt, wenn Fig. 3 den
Schnitt A-A eines rotationssymmetrischen Elementes gemäß
Fig. 2 darstellt, in dem 2 den Wärmetauscher und 3 den
Verdränger bedeuten. 7 bezeichne die zugeführte Energie,
8 die abzuführende Wärme. Prinzipiell unerheblich ist
auch eine in der Weise geänderte Ausgestaltung, derart,
daß in Form von 9 in Fig. 3 eine hermetische Trennung
zwischen Verdrängerfluidvolumen 3 und Wärmetauscher 2
erfolgt. 6 entspricht in der gewählten Darstellung dann
dem schnittgemäß sichtbaren Druckventil.
Wegen der zeitlich relativ zum Aufbau der Verdrängung u. U.
längeren Abkühl- bzw. Wärmeaustauschzeit empfiehlt es sich,
thermodynamische Pumpen der hier beschriebenen Art parallel
zusammen zu schalten, so daß z. B., wie in Fig. 4 gezeigt,
Triplex-Anordnungen entstehen, deren Fördercharakteristik
jener von über einen gemeinsamen Kurbeltrieb angetriebenen
Kolbenpumpen ähnelt.
Werden mit 1, 1+ und 1++ drei gleichartige thermodynamische
Pumpenelemente gemäß den vorangegangenen Beschreibungen be
zeichnet, so werden diese über getrennte Einlaßventile 8
aus einem gemeinsamen Zulauf 9 arbeitsfluidisch versorgt,
was jedoch nicht zwangsweise der Fall sein muß. Der Zulauf
kann auch für jedes Pumpelement getrennt erfolgen.
Zwingend hingegen ist jedoch, daß die Elemente energetisch
über 4 und getrennte Heizstränge 5 so angesteuert werden,
daß sie über jeweilige Druckventile 2 auf eine gemeinsame
Förderleitung 3 arbeiten und so einen relativ "geglätteten"
Förderstrom erzeugen dann, wenn die Energiezufuhr zu den
einzelnen Elementen zeitlich hintereinander limitiert und/oder
überschneidend erfolgt. 6 zeigt in dieser Darstellung
den jeweiligen Wärmetauscher, 7 die jeweilige Arbeitsmembran
eines einzelnen Förderelementes. Ob die Träger zur Wärmeabfuhr
11 zusammen oder getrennt laufen, ist unerheblich und eher
anlagebezogen zu gestalten.
Fig. 5 zeigt qualitativ das Verhalten newtonscher
Flüssigkeiten dann, wenn sie alternativ oder gleichzeitig
einer Temperatur- bzw. Druckerhöhung ausgesetzt werden.
In vielen Fällen führt eine Temperaturerhöhung von 0 auf 100
Grad Celsius zu einer Volumenzunahme um durchschnittlich
10%, während eine Druckerhöhung um 100 bar aufgrund der
Kompressibilität der Medien zu einer durchschnittlichen
Volumenverringerung um 1% führt. Diese Veränderungen laufen
jedoch nicht linear, sondern degressiv, so daß die Differenz
von rund 10% mit zunehmendem Druck bzw. steigender Temperatur
immer kleiner wird und schließlich irgendwann Null erreicht
dann, wenn die Kompression die Expansion kompensiert.
Setzt man z. B. in der näherungsweisen Beziehung
V(T, P) = Vo (1 + α (Tl-To) - k (Pl-Po))für einen Temperaturänderungsbereich von 0 bis 100 Grad C
und einem Gegendruck von 100 bar die bekannten Stoffwerte
für Äthylalkohol ein, ergibt sich ein theoretisches Förder
volumen von ziemlich genau 10%, bei Azeton liegt der Wert
bei 14%, bei Wasser beträgt er in diesem Intervall nur
etwa 1,5%, was technische Anwendungen, von Sonderfällen
abgesehen, hiermit nicht sinnvoll macht.
Aus den genannten Gründen stellt die in Fig. 6 gezeigte
Fördercharakteristik der in Fig. 4 beschriebenen Anordnung
auch nur einen von denkbar vielen möglichen Fällen dar, denn
wegen Entfall des Sinusproblems der üblichen Kurbelantriebe
kann über freie Steuerbarkeit der Aufheizung wie auch der
Abkühlung jedes einzelnen Pumpenelementes eine große Band
breite möglicher Charakteristika eingestellt werden.
So ist es z. B. ohne weiteres möglich, eine nahezu
pulsationsfreie Förderung auch ohne nachgeschaltete
Pulsationsdämpfer zu erreichen ebenso, wie durch Aufhebung
der zeitlichen oder energetischen Symmetrie eine bestimmte
dynamische Charakteristik bis hin zur Stoßförderung gefahren
werden kann, was für Prozeßanwendungen dann sinnvoll sein
kann, wenn z. B. Ablagerungen in Förderleitungen beseitigt
werden müssen, oder auch bei z. B. CIP-Prozessen in der
Nahrungsmittelindustrie.
Zu den vorstehend beschriebenen Vorzügen des aufgezeigten
neuen Pumpverfahrens kommt mit der zu erwartenden Geräusch
armut ein wesentlicher weiterer hinzu. In verfahrenstech
nischen Anlagen mit klassischen mechanischen Pumpen erreichen
die Kosten für Geräuschdämpfung, die häufig nur sekundär
betrieben werden kann, oftmals die Größenordnung jener der
Funktionsträger. Bis auf die Ventile hat die hier gezeigte
thermodynamische Pumpe jedoch überhaupt keine Mechanik, deren
hochfrequente Anregung durch rotierende Wellen und Antriebe
einen Großteil der Geräuschentwicklung verantwortet. Und die
Ventile können, abstrahlungsdämpfend, zentral im Förderstrom
der neuen Pumpenelemente angeordnet werden, so daß nur von
einer minimalen Emission aufgrund der Strömungsgeräusche
ausgegangen werden muß, die jedoch wegen der, wie gezeigt,
freien Steuerbarkeit der Gesamtcharakteristik der Pumpe
nahezu beliebig niedrig gehalten werden können.
Auf den ersten Blick erscheint der Wirkungsgrad des vorgeschla
genen Pumpverfahrens außerordentlich niedrig, zumindest wenn
man das verdrängte Differenzvolumen, multipliziert mit dem
Gegendruck, als Nutzen und die Aufheizung des gesamten Arbeits
fluids im von der Membran begrenzten Raum als Aufwand definiert.
Während nämlich klassische Kolbenpumpen durchaus Gesamtwirkungs
grade von 85% und mehr und einfache Kreiselpumpen solche
von etwa 60% erreichen, liegt bei dem vorgeschlagenen
Verfahren der Wirkungsgrad zunächst nur bei etwa 10%, je
nach dem, in welchem Druck- und Temperaturdifferenzbereich
und mit welchem Arbeitsfluid, also mit weichen Kennwerten
für Ausdehnung und Kompressibilität gearbeitet wird.
In dem Augenblick jedoch, wo, wie bei Prozeßanlagen üblich
und möglich, die zur Abkühlung abgeführte Wärme voll oder
zumindest überwiegend der Anlage an anderer Stelle nutzbring
end zurückgeführt wird, z. B. als Prozeßwärme zur Heizung
oder zur Klimatisierung, sieht das Ergebnis anders aus.
Sicher wird auch ein Teil der Wärmeenergie des Arbeitsfluides
über die Membran an das eigentliche Förderfluid abgegeben,
aber auch hier kann über eine nachgeschaltete Rückkühlung
im Prozeß weitere Nutzung erfolgen, so daß u. U. das vorge
schlagene Verfahren mit Gesamtwirkungsgraden abschließen
kann, die ebenso hoch wie bei klassischen Verdrängeranlagen
liegen, wenn man eingesetzten Strom als Primärenergie mit
100% ansetzt.
Noch günstiger wird die Betrachtung, wenn Wärme aus anderen
Prozessen, die ansonsten verloren wäre, hier zum Antrieb
der thermodynamischen Pumpe anstelle von Strom genutzt werden
kann, zum Beispiel Prozeßdampf einer Turbine oder Abwärme der
Zellstoffgewinnung. In diesem Falle kann dann erwartet werden,
daß bei einer derartigen Gesamtbetrachtung der Wirkungsgrad
des vorgeschlagenen Verfahrens erheblich höher als der jeden
anderen Pumpverfahrens ist, denn der mit ca. 40% trotz Kraft-
Wärmekopplung modernster Anlagen relativ hohe Verlustwirkungs
grad moderner Stromerzeugung entfällt überwiegend.
Abschließend sei noch auf einige Besonderheiten bei der
Stoffauswahl für das Arbeitsfluid hingewiesen:
Wenngleich die vorgeschlagene Pumpe hermetisch dicht und konstruktiv leckagefrei ist und damit eine Gefahr der Kontamination des Fördergutes durch die Umgebung oder der Umgebung durch das Fördergut ausgeschlossen werden kann, besteht doch die Möglichkeit eines Membranbruches mit nachfolgender Vermischung von Arbeits- und Förderfluid.
Wenngleich die vorgeschlagene Pumpe hermetisch dicht und konstruktiv leckagefrei ist und damit eine Gefahr der Kontamination des Fördergutes durch die Umgebung oder der Umgebung durch das Fördergut ausgeschlossen werden kann, besteht doch die Möglichkeit eines Membranbruches mit nachfolgender Vermischung von Arbeits- und Förderfluid.
Zur Minimierung dieses Risikos existieren aus der bekannten
Technik der Kolben/Membran-Dosierpumpen eine Fülle von Mög
lichkeiten, deren Einsatz in Verbindung mit einer Zwangs
schließung beider Ventile des Arbeitsraumes eine Vermischung
mengenmäßig begrenzen kann.
Wichtiger aber noch ist eine geeignete Auswahl des Arbeits
fluides im Hinblick nicht nur auf optimale physikalische
Kennwerte für Wärmeausdehnung und Kompressibilität, sondern
auch auf chemische Verträglichkeit mit dem Fördergut. Deshalb
wird man in vielen Fällen diesem Argument den Vorzug geben
und solche Fluide auswählen, die hier günstige bis hin zu
inerten Eigenschaften versprechen und auf nominal beste
Förderleistungen verzichten.
Claims (12)
1. Verfahren zur hermetisch dichten verdrängenden Förderung
von Fluiden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verdrängung durch ein von einer Membran abge
grenztes Arbeitsfluidvolumen erfolgt, welches sich in einem
geschlossenen, nur durch eine Einlaß- und Auslaßöffnung
zugänglichen Pumpenraum befindet und sein Volumen durch
Zuführung von Wärmeenergie vergrößert und so das im
Pumpenraum befindliche Förderfluid verdrängt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Arbeitsfluid aus einer
Flüssigkeit besteht, deren räumlicher Wärmeausdehnungs
koeffizient in weiten Temperatur- und Druckbereichen
groß und deren Kompressibilität in den gleichen Bereichen
klein ist, so daß sich die Flüssigkeit auch bei Wirken
von Gegendruck ausdehnt.
3. Verfahren nach 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wärmezufuhr auf das Arbeits
fluid durch Wärmeübergang über die Pumpenraumwand oder
einen darin befindlichen Wärmetauscher oder mittels
stromdurchflossenem Heizleiter erfolgt.
4. Verfahren nach 1, 2 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zuführung der Wärmeenergie
zeitlich und betragsmäßig variabel gesteuert wird.
5. Verfahren nach 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach Abschluß des Verdrängungs
vorganges dem Arbeitsfluid Wärme entzogen und diese
Wärme an anderer Stelle der Anlage nutzbringend ein
gesetzt wird.
6. Verfahren nach 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere Pumpenräume parallel
zu einer Anlage zusammengeschaltet und zyklisch darin
nacheinander oder überschneidend das Verfahren durch
geführt wird, so daß es zu einer pulsationsfreien
Förderung in der gemeinsamen Förderleitung der Pumpen
räume kommt.
7. Thermodynamische wirkende, hermetisch dichte Verdränger
pumpe, dadurch gekennzeichnet,
daß sich in einem, nur durch eine ventilbehaftete
Einlaß- und eine ventilbehaftete Auslaßöffnung abgegrenz
ten Pumpraum ein mittels elastischer oberflächenver
änderlicher Membran gegenüber dem Fördergut abgegrenztes
Arbeitsfluidvolumen befindet, welches durch Zuführung
von Wärmeenergie sein Volumen vergrößert und so aus dem
Pumpenraum Fördergut über die Auslaßöffnung verdrängt.
8. Pumpe nach 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizenergie für das Arbeitsfluid mittels
statisch in der Pumpenraumwand abgedichtetem elektrischen
Leiter und Heizstrecke in dem Arbeitsfluid herbeigeführt
wird und/oder daß die Heizenergie mittels Wärmetauscher
außerhalb des Pumpraumes durch Wärmeübergang durch dessen
Wand an das Arbeitsfluid herangeführt wird.
9. Pumpe nach 7 und 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Pumpenraum als zylindri
sches oder kegeliges Rohrstück mit in der Rotationsachse
liegenden, in begrenzenden Schottwänden angeordneten
Ventilen und einer koaxial angeordneten Schlauchmembran,
die zur Rohrwand hin das Arbeitsfluid von dem in ihrem
Inneren strömenden Fördergut trennt.
10. Pumpe nach 7 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rohrwand als Wärmetauscher
ausgeführt ist, der eine kontrollierte Abführung der dem
Arbeitsfluid zugeführten bzw. in ihm enthaltenen Wärme
gestattet.
11. Pumpe nach 7 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere dieser Pumpen zu einer
Pumpe über eine gemeinsame Förderleitung zusammenge
schaltet werden und alternativ einzeln zulaufmäßig
versorgt oder auch über eine gemeinsame Zulaufleitung
zusammengeschaltet sind und daß sich die Ein- und Aus
laßventile jeder Einzelpumpe jeweils in diesen Leitungen
befinden.
12. Pumpe nach 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Ansteuerung der Wärmezufuhr zu den
Einzelpumpen zentral aus einer gemeinsamen Energiequelle
erfolgt und daß die Wärmeabfuhr der Einzelpumpen eben
falls zentral oder einzeln erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19645500A DE19645500A1 (de) | 1996-11-05 | 1996-11-05 | Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und Arbeitsverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19645500A DE19645500A1 (de) | 1996-11-05 | 1996-11-05 | Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und Arbeitsverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19645500A1 true DE19645500A1 (de) | 1998-05-20 |
Family
ID=7810657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19645500A Withdrawn DE19645500A1 (de) | 1996-11-05 | 1996-11-05 | Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und Arbeitsverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19645500A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0971182A1 (de) * | 1998-07-09 | 2000-01-12 | Hans Stolz | Wärmepumpe mit neuartigem Verdichter |
| DE19960685A1 (de) * | 1999-12-15 | 2001-07-05 | Kamat Pumpen Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zum Fördern von Flüssigkeiten |
| DE10344698B4 (de) * | 2002-09-30 | 2005-09-22 | Luther, Gerhard, Dr.rer.nat. | Wärmepumpe oder Kältemaschine mit Verdrängungsverflüssiger |
| WO2013143662A1 (de) * | 2012-03-27 | 2013-10-03 | Robert Bosch Gmbh | Hochdruckpumpe |
| CN106523331A (zh) * | 2015-12-09 | 2017-03-22 | 卢敏 | 囊式冷热交替电磁泵 |
-
1996
- 1996-11-05 DE DE19645500A patent/DE19645500A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0971182A1 (de) * | 1998-07-09 | 2000-01-12 | Hans Stolz | Wärmepumpe mit neuartigem Verdichter |
| DE19960685A1 (de) * | 1999-12-15 | 2001-07-05 | Kamat Pumpen Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zum Fördern von Flüssigkeiten |
| DE10344698B4 (de) * | 2002-09-30 | 2005-09-22 | Luther, Gerhard, Dr.rer.nat. | Wärmepumpe oder Kältemaschine mit Verdrängungsverflüssiger |
| WO2013143662A1 (de) * | 2012-03-27 | 2013-10-03 | Robert Bosch Gmbh | Hochdruckpumpe |
| CN106523331A (zh) * | 2015-12-09 | 2017-03-22 | 卢敏 | 囊式冷热交替电磁泵 |
| CN106523331B (zh) * | 2015-12-09 | 2019-08-09 | 南通鑫弘电梯产品有限公司 | 囊式冷热交替电磁泵 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1933159B2 (de) | Nach dem Stfrling-ProzeB arbeitende Kolbenmaschine | |
| DE1301343B (de) | Tieftemperaturkaeltemaschinen | |
| DE4407679A1 (de) | Balgpumpe | |
| DE2355191C3 (de) | Kolbenpumpe | |
| DE102008007661A1 (de) | Verdichteraggregat | |
| CH629573A5 (de) | Thermisch angetriebener freikolbenverdichter. | |
| DE1426983A1 (de) | Transportable kryogene Vorrichtung zur Erzeugung tiefer Temperaturen in einem geschlossenen Kreisprozess | |
| DE19645500A1 (de) | Hermetisch dichte Thermodynamische Verdrängerpumpe und Arbeitsverfahren | |
| DE19782185C2 (de) | Pumpensystem | |
| AT505645B1 (de) | Wärmekraftmaschine | |
| DE112015000894T5 (de) | Thermisch betriebene Wärmepumpe mit einem zwischen Verdrängungskörpern angeordneten Wärmetauscher | |
| DE1936198A1 (de) | Membranpumpe | |
| DE102019002370A1 (de) | Hydraulische Kolbeneinrichtung, welche mindestens zum Zwecke einer Gasverdichtung verwendbar ist, Druckgasenergiewandlungseinrichtung, Druckgasenenergiewandlungs-Wärmetauscher-Einrichtung, Druckgasenergiewandlungs-Wärmetauscher-Einrichtungs-Vorstufeneinrichtung und Druckgasenenergiewandlungsvorrichtung | |
| DE102019002318B4 (de) | Energieautarkes Pumpensystem mit einem Antriebsmittel aus einer Formgedächtnislegierung und Verfahren zum Betreiben des Pumpensystems | |
| DE4124290A1 (de) | Pumpensystem | |
| DE2117838A1 (de) | Elektroverdichter mit geradliniger Bewegung | |
| WO2004003442A1 (de) | Refrigerator mit regenerator | |
| DE102020213400A1 (de) | Kompressor | |
| WO1993018354A1 (de) | Aussenbeheizte, regenerative wärme- und kältemaschine | |
| DE889437C (de) | Hydropneumatische Vorrichtung zur selbsttaetigen Umkehr der Stroemungsrichtung eines Fluessigketisstromes, insbesondere zum Reinigen von Fluessigkeitsfiltern, Messapparaten od. dgl. | |
| DE18648C (de) | Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur | |
| AT222304B (de) | Wärmepumpe | |
| CH686115A5 (de) | Abdampf/Bruden-Verdichter fur Wormeruckgewinnung in Eindampfanlagen. | |
| DE439066C (de) | Maschine zur Erzeugung von Druckgasen | |
| AT153418B (de) | Kältekompressor, insbesondere für Kleinkältemaschinen. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: KLOPP, RAINER L.M., DIPL.-ING., 40880 RATINGEN, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |