DE19644558C1 - Gabelzinke für Hubstapelgeräte - Google Patents
Gabelzinke für HubstapelgeräteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gabelzinke für Hubstapelgeräte, insbesondere
hand- oder motorbetriebene Gabelhubwagen und motorbetriebene Gabelstapler,
bestehend aus einem im wesentlichen senkrecht ausgerichteten Gabelrücken
und einem mit diesem über einen Gabelknick verbundenen, im wesentlichen
waagerecht ausgerichteten Gabelblatt, das aus einem mit dem Gabelrücken
verbundenen Basisteil und einem mittels eines Antriebs auf diesem
längsverschiebbar geführten Aufsatzteil besteht.
Eine solche Gabelzinke ist beispielsweise in der älteren deutschen
Patentanmeldung 196 14 623.2 der Anmelderin vorgeschlagen. Bei dieser
älteren Patentanmeldung erfolgt die Verstellung des Aufsatzteils durch ein mit
dem Aufsatzteil verbundenes biegsames Zugelement, welches über
verschiedene Umlenkeinrichtungen geführt und durch einen im Bereich des
Gabelrückens angreifenden Antrieb antreibbar ist. Dieser Antrieb hat sich in
der Praxis zwar durchaus bewährt, jedoch ist diese Art des Antriebs des
Aufsatzteils nicht für alle Einsatzzwecke geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere konstruktive
Ausgestaltung einer mittels eines Antriebs teleskopierbaren Gabelzinke zu
schaffen.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß das Aufsatzteil mit mindestens einem Antriebs-Über
tragungselement verbunden ist, das gegen Ausknicken und Stauchen
geschützt längsbeweglich zumindest über einen Teil des Gabelrückens und
des Basisteils des Gabelblattes geführt und in entgegengesetzten Richtungen
durch den Antrieb bewegbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Verwendung des mindestens einen gegen
Ausknicken und Stauchen geschützten Übertragungselementes ergibt sich ein
gegen Durchbiegen und Verformung des Gabelblattes und insbesondere des
Aufsatzteils unempfindliches Antriebsmittel. Durch die Führung über einen Teil
des Gabelrückens und des Basisteils des Gabelblattes ergibt sich zusammen
mit der Möglichkeit, das Übertragungselement in entgegengesetzten
Richtungen anzutreiben, eine besonders kompakte und einfache Bauweise für
den Antrieb des Aufsatzteils.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das An
triebs-Übertragungselement als Kette, Gliederband oder dergleichen aus Stahl oder
Kunststoff ausgebildet. Insbesondere die Ausbildung der
Übertragungselemente als Schubketten hat sich als besonders geeignet
erwiesen, da diese im Einsatz robust und zur Aufnahme hoher Schubkräfte
geeignet sind. Gerade die längsbewegliche Führung sowie das Schützen vor
Ausknicken und Stauchen der Übertragungselemente ermöglicht die
Verwendung von Ketten und Gliederbändern als Antriebsmittel für das
Aufsatzteil des Gabelblattes.
Bei einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist das Antriebs-Über
tragungselement als biegsames Band aus Stahl oder Kunststoff
ausgebildet, wobei das Antriebs-Übertragungselement innerhalb eines
Führungskanals angeordnet ist. Diese Ausführungsformen zeichnen sich
dadurch aus, daß sie besonders kostengünstig und wartungsarm sind. Durch
die Anordnung der Antriebs-Übertragungselemente in einem separaten
Führungskanal wird einerseits ein Schutz vor direkter mechanischer
Beschädigung des Übertragungselementes erreicht und andererseits der
Ausknick- und Stauchschutz des Übertragungselementes verstärkt.
Der Antrieb zum Bewegen des mindestens einen Übertragungselementes kann
als rotatorischer Antrieb, beispielsweise Elektro- oder Hydraulikmotor, oder als
translatorischer Antrieb, beispielsweise als Druckmittelzylinder, ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind diese Antriebe im Bereich des Gabelrückens
angeordnet, um das Beladen des Gabelblattes nicht zu behindern.
Schließlich wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
vorgeschlagen, daß der Führungskanal durch Führungsleisten gebildet ist, die
zumindest auf einem Teil des Gabelrückens und des Basisteils des
Gabelblattes angeordnet sind.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Gabelzinke dargestellt. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
mit einem im Bereich des Gabelknicks angeordneten rotatorischen
Antrieb;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
mit einem im Bereich des Gabelrückens angeordneten rotatorischen
Antrieb;
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform mit
einem translatorischen Antrieb für das Übertragungselement und
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 4.
Die in den Abbildungen Fig. 1, 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiele
zeigen Gabelzinken, die jeweils aus einem Gabelrücken 1 und einem an diesem
über einen Gabelknick 2 angeformten Gabelblatt 3 bestehen.
Das Gabelblatt 3 besteht aus einem mit dem Gabelrücken 1 verbundenen
Basisteil 3a und einem auf diesem Basisteil 3a längsverschiebbar geführten
Aufsatzteil 3b, so daß die Lastauflagefläche 3c der Gabelzinke in Fahrtrichtung
des Hubstapelgerätes in der Länge veränderlich ist, insbesondere um Lasten
aufzunehmen oder abzusetzen, die sich in einem Abstand von der Vorderseite
1a des Gabelrückens 1 befinden, der größer als die normale Länge des
Gabelblattes 3 ist. Die Verschiebung des Aufsatzteiles 3b auf dem Basisteil 3a
geschieht mit Hilfe mindestens eines Antriebs-Übertragungselementes 4, das
gegen Ausknicken und Stauchen geschützt längsbeweglich zumindest über
einen Teil des Gabelrückens 1 und des Basisteiles 3a des Gabelblattes 3
geführt und in entgegengesetzten Richtungen durch einen Antrieb 5, 6
bewegbar ist.
Bei den in den Abbildungen Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispielen
wird als Antriebs-Übertragungselement 4 eine Kette oder ein Gliederband 4a
verwendet, wie dies insbesondere aus dem in Fig. 2 dargestellten Schnitt
ersichtlich ist. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist das Antriebs-Über
tragungselement 4 zumindest im Bereich des Gabelrückens 1 in einem
Übertragungselement-Speicher 7 angeordnet. Dieser Übertragungselement-Speicher
kann selbstverständlich auch in oder auf dem Basisteil 3a des
Gabelblattes 3 angeordnet sein.
Bei der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform ist der rotatorische
Antrieb 5 zum Bewegen des Antriebs-Übertragungselementes 4 im Bereich des
Gabelknickes 2 angeordnet, wobei der rotatorische Antrieb 5 für das
beispielsweise als Schubkette ausgebildete Antriebs-Übertragungselement 4
gleichzeitig als Umlenkrolle dient. Der Ausknickschutz sowie der Schutz vor
mechanischen Beschädigungen des Übertragungselementes kann dadurch
verstärkt werden, daß - wie in Fig. 2 und 5 dargestellt - das Antriebs-Über
tragungselement 4 innerhalb eines Führungskanals 8 angeordnet ist, der
durch mit dem Basisteil 3a verbundene Führungsleisten 9 gebildet ist. Zur
Gewährleistung eines sicheren Betriebs ist es vorteilhaft, diesen
Führungskanal 8 zumindest auf einem Teil des Gabelrückens 1 und des
Basisteils 3a des Gabelblattes 3 auszubilden. Ein auf der Innenseite des
Aufsatzteiles 3b angeordneter und mit dem Antriebs-Übertragungselement 4
zusammenwirkender Mitnehmer 10 ermöglicht die Längsverschiebung des
Aufsatzteiles 3b beim Bewegen des Antriebs-Übertragungselementes 4.
Das in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von
dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel dadurch, daß der rotatorische
Antrieb 5 für das Antriebs-Übertragungselement 4 am oberen Ende des
Gabelrückens 1 angeordnet ist.
Neben der dargestellten Anordnung der Drehachse des rotatorischen Antriebes
5 parallel zur Lastauflagefläche 3c des Aufsatzteiles 3b kann diese Drehachse
auch vertikal zur Lastauflagefläche 3c ausgerichtet sein. Ebenso ist es
möglich, das Antriebs-Übertragungselement 4 als endloses Element
auszugestalten.
Als translatorischer Antrieb 6 für das in Fig. 4 dargestellte dritte
Ausführungsbeispiel dient beispielsweise ein Druckmittelzylinder oder ein
elektromechanischer Antrieb mit translatorisch bewegtem Mitnehmer 6a, der
mit dem Antriebs-Übertragungselement 4 verbunden ist. Der translatorische
Antrieb 6 ist im Bereich des Gabelrückens 1 angeordnet. Er muß nicht, wie in
Fig. 4 der besseren Übersichtlichkeit wegen gezeichnet, vor der Vorderseite
1a des Gabelrückens 1 angeordnet sein, sondern kann auch rückwärtig oder
seitlich angeordnet oder im Gabelrückens 1 integriert werden.
Wie aus dem in Fig. 5 dargestellten Schnitt ersichtlich, ist bei diesem
Ausführungsbeispiel das Antriebs-Übertragungselement 4 als biegsames Band
4b ausgebildet, welches wiederum in einem von den Führungsleisten 9
gebildeten Führungskanal 8 angeordnet ist.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen von Gabelzinken, die
beispielsweise zum Aufnehmen von am Boden stehenden Paletten geeignet
sind, werden die Gabelzinken über am Gabelrücken 1 angebrachte Gabelhaken
11 an einem nicht dargestellten Hubstapelgerät angebracht, wodurch die
Gabelzinken über die Gabelhaken 11 auf dem (nicht dargestellten) Gabelträger
im Abstand zueinander verschiebbar angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
1 Gabelrücken
1a Vorderseite
2 Gabelknick
3 Gabelblatt
3a Basisteil
3b Aufsatzteil
3c Lastauflagefläche
4 Antriebs-Übertragungselement
4a Kette, Gliederband
4b biegsames Band
5 rotatorischer Antrieb
6 translatorischer Antrieb
6a Mitnehmer
7 Übertragungselement-Speicher
8 Führungskanal
9 Führungsleiste
10 Mitnehmer
11 Gabelhaken
1a Vorderseite
2 Gabelknick
3 Gabelblatt
3a Basisteil
3b Aufsatzteil
3c Lastauflagefläche
4 Antriebs-Übertragungselement
4a Kette, Gliederband
4b biegsames Band
5 rotatorischer Antrieb
6 translatorischer Antrieb
6a Mitnehmer
7 Übertragungselement-Speicher
8 Führungskanal
9 Führungsleiste
10 Mitnehmer
11 Gabelhaken
Claims (7)
1. Gabelzinke für Hubstapelgeräte, insbesondere hand- oder motor
betriebene Gabelhubwagen und motorbetriebene Gabelstapler, bestehend
aus einem im wesentlichen senkrecht ausgerichteten Gabelrücken (1) und
einem mit diesem über einen Gabelknick (2) verbundenen, im wesent
lichen waagerecht ausgerichteten Gabelblatt (3), das aus einem mit dem
Gabelrücken (1) verbundenen Basisteil (3a) und einem mittels eines
Antriebs (5, 6) auf diesem längsverschiebbar geführten Aufsatzteil (3b)
besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufsatzteil (3b) mit mindestens einem Antriebs-Über
tragungselement (4) verbunden ist, das gegen Ausknicken und
Stauchen geschützt längsbeweglich zumindest über einen Teil des
Gabelrückens (1) und des Basisteils (3a) des Gabelblattes (3) geführt und
in entgegengesetzten Richtungen durch den Antrieb (5, 6) bewegbar ist.
2. Gabelzinke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebs-Über
tragungselement (4) als Kette, Gliederband (4a) oder dgl. aus Stahl
oder Kunststoff ausgebildet ist.
3. Gabelzinke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das An
triebs-Übertragungselement (4) als biegsames Band (4b) aus Stahl oder
Kunststoff ausgebildet ist, wobei das Antriebs-Übertragungselement (4)
innerhalb eines Führungskanals (8) angeordnet ist.
4. Gabelzinke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskanal (8) durch Führungsleisten (9) gebildet ist, die zumindest
auf einem Teil des Gabelrückens (1) und des Basisteils (3a) des Gabel
blattes (3) angeordnet sind.
5. Gabelzinke nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antrieb (5) als rotatorischer Antrieb, insbe
sondere Elektro- oder Hydraulikmotor ausgebildet ist.
6. Gabelzinke nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antrieb (6) als translatorischer Antrieb, insbe
sondere Druckmittelzylinder ausgebildet ist.
7. Gabelzinke nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb (5, 6) im Bereich des Gabelrückens (1) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996144558 DE19644558C1 (de) | 1996-10-26 | 1996-10-26 | Gabelzinke für Hubstapelgeräte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996144558 DE19644558C1 (de) | 1996-10-26 | 1996-10-26 | Gabelzinke für Hubstapelgeräte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19644558C1 true DE19644558C1 (de) | 1998-02-26 |
Family
ID=7810085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996144558 Expired - Fee Related DE19644558C1 (de) | 1996-10-26 | 1996-10-26 | Gabelzinke für Hubstapelgeräte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19644558C1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1029152C2 (nl) * | 2005-05-31 | 2006-12-04 | Meijer St Jabik B V Geb | Vork van een hefinrichting. |
| WO2006130003A1 (en) * | 2005-05-31 | 2006-12-07 | Gebr. Meijer St. Jabik B.V. | Fork of a lifting device |
| WO2013007118A1 (zh) * | 2011-07-14 | 2013-01-17 | 三一集团有限公司 | 叉车及其叉车吊具 |
| CN104986696A (zh) * | 2015-08-06 | 2015-10-21 | 遂宁市长丰机械科技有限公司 | 叉车的滑道式组合叉臂 |
| EP4385936A1 (de) * | 2022-12-15 | 2024-06-19 | Meijer Holding B.V. | Elektrische hubgabel für einen gabelstapler oder palettenhubwagen, gabelstapler oder palettenhubwagen damit und verfahren dafür |
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Citations (2)
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| DE2052565A1 (de) * | 1969-10-29 | 1971-05-06 | Hiab Foco AB, Hudiksvall (Schweden) | Vorrichtung an, mit zwei m einen Rahmen ein und ausfahrbar angeordneten Gabelschenkeln versehener Hubgabel aus gerüsteten Gabelstaplern |
-
1996
- 1996-10-26 DE DE1996144558 patent/DE19644558C1/de not_active Expired - Fee Related
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Cited By (7)
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| NL2033726B1 (nl) * | 2022-12-15 | 2024-06-20 | Meijer Holding B V | Elektrische verlengvork voor een heftruck of palletwagen, heftruck of palletwagen voorzien daarvan en werkwijze daarvoor |
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