DE19643392A1 - Elektrischer Anschluß mit niedriger Einführkraft - Google Patents
Elektrischer Anschluß mit niedriger EinführkraftInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elek
trischen Anschluß gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und betrifft einen buchsenartigen Anschluß zur Ver
bindung mit einem flachsteckerartigen Anschluß.
Buchsenartige Anschlüsse zur Verbindung mit flach
steckerartigen Anschlüssen werden in der elektrischen
Geräteindustrie häufig verwendet, wobei ein Beispiel
hierfür in der U.S. 4,534,613 gezeigt ist. Solche An
schlüsse besitzen typischerweise eine Basiswand, die
sich von einem Verbindungsabschnitt zur Verbindung mit
einem Leitungsdraht zu einem Steckverbindungsende zum
Aufnehmen eines flachen, flachsteckerartigen Kontakts
erstrecken. Von den seitlichen Rändern des Basisab
schnitts erstrecken sich Seitenwände weg, von denen
sich wiederum Kontaktbereiche wegerstrecken, die von
der Seitenwand U-förmig über die Basiswand gebogen
sind. Freie Enden der Kontaktbereiche sind im Abstand
über der Basiswand angeordnet und dienen zum Aufnehmen
des komplementären flachsteckerartigen Kontakts zwi
schen dem freien Ende und der Basiswand, um einen
elektrischen Kontakt mit diesem herzustellen. Solche
Anschlüsse werden häufig durch Stanzen und Formen aus
Metallblech gebildet, wobei es sich um eine Basisle
gierung handelt, die mit einem weiteren Metall, wie z. B.
Zinn plattiert ist, das bessere elektrische Kon
takteigenschaften als das Basismaterial besitzt. Zur
Vermeidung, daß der Anschluß nach dem Stanzen und For
men plattiert werden muß, sind bei manchen Anschlüssen
Kontaktflächen der Kontaktabschnitte an der plattier
ten Fläche des Metallblechs dadurch gebildet, daß die
abgescherten und somit nicht plattierten Kanten der
freien Enden des Kontaktabschnitts von der Basiswand
weggebogen sind, wie dies in der U.S. 4,534,613 ge
zeigt ist.
Ein Problem der buchsenartigen Anschlüsse des Standes
der Technik besteht darin, daß die Kontaktbereiche
relativ steif sind und in Verbindung mit der Notwen
digkeit, hohe Kontaktkräfte für eine gute elektrische
Leitung zu schaffen, hohe Einführkräfte beim Verbinden
des Anschlusses mit einem flachsteckerartigen Anschluß
entstehen.
Er wäre daher wünschenswert, einen kostengünstigen
Anschluß mit guten elektrischen Kontakteigenschaften
zu haben, der dennoch niedrige Steckverbindungskräfte
möglich macht.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht daher in
der Schaffung eines kostengünstigen, zuverlässigen
buchsenartigen Kontakts bzw. Anschlusses mit niedrigen
Steckverbindungskräften.
Erreicht wird dieses Ziel erfindungsgemäß durch Schaf
fung eines durch Stanzen und Formen gebildeten elek
trischen Anschlusses mit einer Basiswand, die sich
zwischen einem Verbindungsabschnitt zur Verbindung mit
einem komplementären Leiter und einem Steckverbin
dungsende erstreckt, von dem her ein komplementärer
flachsteckerartiger Anschluß aufnehmbar ist, wobei der
Anschluß ferner Seitenwände, die sich entlang der
seitlichen Ränder der Basiswand erstrecken, sowie Kon
taktabschnitte aufweist, die sich von den Seitenwänden
wegerstrecken und über die Basiswand gebogen sind
sowie sich zu freien der Kontaktabschnitte erstrecken,
die über der Basiswand positioniert sind, um den
flachsteckerartigen Anschluß dazwischen aufzunehmen,
wobei jeder Kontaktabschnitt mit einem querverlaufen
den Schlitz ausgebildet ist, so daß wenigstens zwei im
wesentlichen unabhängig voneinander vorspannbare Kon
taktbereiche gebildet sind. Bei Verbindung eines
Flachsteckers mit dem buchsenartigen Anschluß wird in
vorteilhafter Weise somit zuerst nur einer der Kon
taktbereiche vorgespannt, wonach anschließende Kon
taktbereiche während des weiteren Einführens des
Flachsteckers vorgespannt werden, so daß die anfängli
che Einführkraft reduziert ist.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden
im folgenden anhand der zeichnerischen Darstellungen
eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert. In
den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines buchsenartigen
Anschlusses gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Ansicht gesehen in Richtung des Pfeils 2
der Fig. 1; und
Fig. 3 eine Ansicht gesehen in Richtung des Pfeils 3
der Fig. 1.
Wie unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 zu sehen
ist, ist ein elektrischer Anschluß 2 durch Stanzen und
Formen aus Metallblechmaterial gebildet, wobei er
einen Verbindungsabschnitt 4 und einen Buchsenab
schnitt 6 aufweist. Der Verbindungsabschnitt 4 dient
zur Verbindung mit leitfähigen Litzen eines Leitungs
drahts, der sich im wesentlichen rechtwinklig zur Ver
bindungsrichtung des Anschlusses 2 mit einem komple
mentären flachsteckerartigen Anschluß erstreckt. Der
Verbindungsabschnitt 4 besitzt eine verformbare Kralle
8 zum Crimpen auf die leitfähigen Litzen des Leitungs
drahts sowie eine zweite verformbare Kralle 10, zum
Crimpen um die äußere Isolierung des Leitungsdrahts,
so daß diese als Zugentlastungseinrichtung wirkt.
Der Buchsenabschnitt 6 weist eine Basiswand 12 auf,
die sich in Steckverbindungsrichtung von dem Ver
bindungsabschnitt 4 weg zu einem Steckverbindungsende
14 erstreckt, von dem her der komplementäre, flach
steckerartige Anschluß aufgenommen wird. Entlang der
zueinander parallelen Seitenkanten 16 der Basiswand 12
erstrecken sich Seitenwände 18, von denen sich
wiederum Kontaktabschnitte 20, die in etwa U-förmig
über die Basiswand 12 gebogen sind, zu freien Enden 22
erstrecken. Die freien Enden 22 sind von der Basiswand
12 derart weggekrümmt, daß eine bogenförmige untere
Fläche 24 die Kontaktfläche zur Anlage an dem komple
mentären flachsteckerartigen Anschluß bildet. Auf
diese Weise erfolgt kein Kontakt der Scherkante, die
dem freien Ende 22 entspricht und nicht plattiert ist,
mit dem komplementären flachsteckerartigen Anschluß.
Außerdem ist die plattierte Kontaktfläche 24 glatter
als die freien Enden 22, und sie ermöglicht ein
glatteres Einführen eines komplementären flach
steckerartigen Anschlusses in den Buchsenkontaktab
schnitt, wodurch die Einführkräfte reduziert werden.
Die Basiswand 12 ist ferner mit einem erhöhten Kon
taktabschnitt 26 versehen, der von der Basiswand in
Richtung nach oben gestanzt ist und von den Kon
taktflächen 24 durch einen bestimmten Spalt getrennt
ist, der kleiner ist als die Dicke des komplementären
flachsteckerartigen Anschlusses. Ferner erstreckt sich
von der Basiswand 12 eine federnd nachgiebige Verrie
gelungszunge 28 in Form eines freitragenden Arms weg,
der in der Nähe des Verbindungsendes 14 an der Basis
wand angebracht ist und sich zu einem freien Ende 30
erstreckt, das in Richtung auf den Verbindungsab
schnitt 4 gerichtet ist. Ein Verriegelungsvorsprung 32
ragt von der federnd nachgiebigen Verriegelungszunge
28 nach oben, um in eine komplementäre Öffnung in dem
damit verbindbaren, flachsteckerartigen Anschluß ein
zugreifen und diesen dadurch sicher festzuhalten.
Eine Schulter 34 ist in der Nähe des Verbindungsab
schnitts 4 von der Basiswand 12 in Richtung nach oben
gestanzt und dient als Anschlag zum Begrenzen des Ein
tritts des komplementären Flachsteckers beim Einführen
desselben in den Buchsenabschnitt 6.
Die Kontaktabschnitte 20 besitzen ferner querverlau
fende Schlitze 36, die sich im wesentlichen recht
winklig zu der Flachstecker-Steckrichtung erstrecken
und den Kontaktabschnitt in zwei im wesentlichen un
abhängig voneinander flexible Kontaktbereiche 38, 40
trennen. Es ist auch möglich, mehr als einen querver
laufenden Schlitz 36 vorzusehen, so daß mehr als zwei
im wesentlichen unabhängig voneinander bewegliche Kon
taktbereiche geschaffen werden. Ein in den Buchsenab
schnitt 20 eingeführter Flachstecker greift somit zu
erst an den ersten Kontaktbereichen 30 an, und während
des weiteren Einführens desselben greift er anschlie
ßend an den zweiten Kontaktbereichen 40 an. Auf diese
Weise werden die anfänglichen Einführkräfte reduziert,
während sich gleichzeitig der Vorteil ergibt, daß die
robusten Kontaktbereiche 38, 40, die von den seitli
chen Seitenwänden 18 her über die Basiswand gebogen
sind, einen hohen Kontaktdruck schaffen, wobei sich
der weitere Vorteil einer kompakten und zuverlässigen
Ausbildung ergibt, bei der Herstellung nur
wenig Material verschwendet wird.
In vorteilhafter Weise wird somit ein buchsenartiger
Kontakt bzw. Anschluß mit hohen Kontaktkräften, jedoch
niedrigen Einführkräften geschaffen, der kompakt aus
gebildet, kostengünstig sowie zuverlässig ist.
Claims (6)
1. Elektrischer Anschluß (2), der durch Stanzen und
Formen aus Metallblech gebildet ist und einen
Buchsenabschnitt (6) mit einer Basiswand (12)
aufweist, die sich zwischen einem Verbindungsab
schnitt (4) zur Verbindung mit einem komplemen
tären Leiter und einem Steckverbindungsende (14)
erstreckt, von dem her ein komplementärer flach
steckerartiger Anschluß aufnehmbar ist, wobei der
Buchsenabschnitt (6) Seitenwände (28), die sich
von seitlichen Rändern (16) der Basiswand (12)
nach oben erstrecken, sowie Kontaktabschnitte
(20) aufweist, die sich von den Seitenwänden (18)
zu freien Enden (22) erstrecken und im wesentli
chen U-förmig über die Basiswand (12) gebogen
sind, wobei die freien Enden (22) derart von der
Basiswand (12) weggebogen sind, daß eine bo
genförmig gekrümmte Kontaktfläche (24) an einem
plattierten Bereich des Metallblechs zum Kontak
tieren des komplementären flachsteckerartigen
Anschlusses gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktabschnitte
(20) quer zu der Steckverbindungsrichtung verlau
fende Schlitze (36) aufweisen, so daß mehrere im
wesentlichen unabhängig voneinander flexible Kon
taktbereiche (38, 40) gebildet sind.
2. Anschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Schulter (34)
aus der Ebene der Basiswand (12) herausgestanzt
ist und in der Nähe des Verbindungsabschnitts (4)
positioniert ist, so daß der Einführvorgang des
komplementären flachsteckerartigen Anschlusses
begrenzt ist.
3. Anschluß nach einem der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Basiswand (12)
mit einer flexiblen Verriegelungszunge (28) ver
sehen ist, die einen Verriegelungsvorsprung (32)
zum Angreifen an einer komplementären Schulter
des komplementären flachsteckerartigen Anschlus
ses zum Festhalten desselben aufweist.
4. Anschluß nach einem der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsab
schnitt (4) im wesentlichen rechtwinklig zu der
Steckverbindungsrichtung angeordnet ist.
5. Anschluß nach einem der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (18)
und der Kontaktabschnitt (20) im wesentlichen
spiegelbildlich um eine in Steckverbindungsrich
tung verlaufende, zentrale Ebene angeordnet sind.
6. Anschluß nach einem der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen
(24) in einem gewissen Abstand über der Basiswand
(12) angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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