DE19643112A1 - Gymnastisches Gerät - Google Patents
Gymnastisches GerätInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein gymnastisches Gerät
mit mindestens zwei, bevorzugt jedoch drei ineinander ver
schachtelt angeordneten Ringen, von denen der äußerste, den
größten Durchmesser aufweisende Ring in einem Gestell, ggf.
der mittlere Ring mit demgegenüber geringerem Durchmesser im
äußersten Ring und der innerste, den kleinsten Durchmesser
aufweisende Ring im mittleren bzw. äußeren Ring drehbar gela
gert ist, wobei die Drehachsen benachbarter Ringe jeweils be
vorzugt senkrecht zueinander verlaufen, sowie mit am inner
sten Ring vorgesehenen Fußrasten und Befestigungsmitteln für
die Füße einer Person.
Ein derartiges gymnastisches Gerät ermöglicht einer auf den
Fußrasten stehenden und befestigten Person, sich in beliebi
ge Lagen im Raum zu bewegen oder bewegt zu werden, indem die
sich mit den Händen am innersten Ring festhaltende Person
ihr Gewicht verlagert oder indem ein Außenstehender die zwei
oder drei ineinander verschachtelten Ringe in Drehbewegungen
versetzt. Die Person ist dabei in Art einer kardanischen Auf
hängung im innersten Ring gelagert, wobei sie zur Sicherheit
mit Gurten zusätzlich am innersten Ring befestigt werden
muß. Anstelle eines dritten Ringes können auch zwei Ringe in
einem entsprechend dem dritten Ring drehbaren Gestell gela
gert sein.
Derartige Geräte sind als Trainingsgeräte für Flugzeugpi
loten und Raumfahrer entwickelt worden- werden aber auch all
gemein als Spiel- und Gymnastikgerät verwendet. Nachteilig
ist hierbei die zur Sicherheit erforderliche zusätzliche Be
festigung der Person über Gurtkonstruktionen am innersten
Ring, da deren Anlegen kompliziert ist und eine Anpassung an
unterschiedliche Körpergrößen bzw. Körperumfänge erforder
lich macht. Außerdem entstehen Gefahren durch Abnutzung der
Gurtsysteme, insbesondere aufgrund eines Scheuerns der Gurte
an den Befestigungsstellen am innersten Ring. Auch ist stets
eine Kontrolle erforderlich, ob der Gurt richtig angelegt
wurde.
Es ist auch bereits versucht worden, derartige Geräte zu the
rapeutischen Zwecken zu verwenden. Hierbei besteht zusätz
lich das Problem, daß das Gerät nur für muskulär gut trai
nierte Personen eingesetzt werden kann. Bei fehlender Muskel
aktivität oder insuffizienter Muskulatur besteht die Gefahr
gesundheitlicher Schäden. Bei einer zu starken Neigung der
Person, die nur an den Händen und Füßen fixiert ist, kann es
zu Überstreckungen der Wirbelsäule kommen. Aus einer solchen
Lage kann sich die Person nicht mehr oder nur unter enormem
Kraftaufwand wieder aufrichten. Eine Verwendung des Gerätes
durch oder für Personen mit einer Bewegungseinschränkung der
oberen Extremitäten oder mit einer fehlenden Gliedmaße oder
Teillähmungen ist überhaupt nicht möglich, da sich die Per
son nicht an den überkopf am innersten Ring angebrachten
Haltegriffen festhalten kann.
Ein therapeutischer Einsatz derartiger Geräte ist daher bis
her nur in Ausnahmefällen möglich. Aufgrund der Gurtsysteme
fehlt zudem vielen Personen ein Sicherheitsgefühl, so daß
sie eine Benutzung solcher Geräte ablehnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gymnastikgerät
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß diese Nach
teile vermieden werden. Insbesondere soll die Benutzung des
Gerätes vereinfacht und auch ein Einsatz für therapeutische
Zwecke ohne wesentliche Einschränkungen ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der innerste Ring zu
sätzlich eine Einspannvorrichtung aufweist, welche an einer
auf den Fußrasten stehenden Person etwa im Hüftbereich an
mindestens zwei, bevorzugt drei Punkten angreift.
Durch eine derartige Einspannvorrichtung wird eine das Gerät
benutzende Person zusätzlich zu der Festlegung an den beiden
Füßen auch im Hüftbereich fixiert. Anders als bei Gurtsyste
men ist damit eine Bewegung der Person quer zu ihrer Längs
achse zumindest vom Hüftbereich abwärts nicht mehr möglich.
Die Person kann in eine beliebige Raumlage geneigt werden,
ohne daß die Gefahr von gesundheitlichen Schäden oder Beein
trächtigungen, beispielsweise Überdehnungen der Wirbelsäule
besteht.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines solchen
Gerätes kann dieses nun auch in vielfältiger Weise zu thera
peutischen Zwecken eingesetzt werden, und zwar auch bei Per
sonen, die sich nicht selbst ausreichend stabil in dem Gerät
halten können. Anders als bei Gurtsystemen ist die Person
nicht durch Einschnürungen im Bereich der Beine und des Rump
fes belastet und dennoch weitaus besser in dem Gerät fixiert
und gesichert. Diese Sicherheit wirkt auch subjektiv, so daß
die Benutzung eines solchen Gerätes weit weniger auf Ableh
nung stößt. Desweiteren tritt auch nicht die Gefahr von Ab
nutzungen der Gurtsysteme und einer mangelnden Sicher
heitskontrolle auf.
Bevorzugt ist die Einspannvorrichtung in einer solchen Höhe
angeordnet, daß sich der Schwerpunkt der eingespannten Per
son zumindest annähernd im Schnittpunkt der Drehachsen der
Ringe befindet. Die Ringe können dadurch sehr leicht in Rota
tion versetzt werden, so daß die Bedienung des Gerätes insbe
sondere durch die eingespannte Person selbst erleichtert
ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung greift die Einspann
vorrichtung in Bereichen oberflächlich liegender Knochen
strukturen, insbesondere an den beiden Beckenkämmen und am
Kreuzbein an. Hierdurch wird verhindert, daß die Einspann
mittel Blutgefäße, Nerven, Muskeln oder andere Gewebe kompri
mieren. Da an diesen Stellen vom Körper auch verhältnismäßig
wenig Fettgewebe eingelagert wird, wird die Fixation der so
eingespannten Person verbessert.
Die Einspannvorrichtung umfaßt bevorzugt ein gegen das Kreuz
bein und das Gesäß der Person spannbares, bogenförmiges Ein
spannelement und zwei gegen die beiden Beckenkämme der Per
son spannbare, miteinander einen Winkel einschließende gera
de Einspannelemente. Die Einspannelemente drücken also ein
mal von schräg rechts und einmal schräg links vorne auf die
Beckenkämme und von hinten auf das Kreuzbein und das Gesäß,
wobei durch die bogenförmige Ausformung des rückwärtigen Ein
spannelementes die Fixierung verbessert und die Bequemlich
keit erhöht wird. Außerdem ergibt sich eine automatische An
passung an unterschiedliche Hüftgrößen.
Durch Verwendung einer insbesondere ergonomisch ausgeformten
Polsterung auf den Einspannelementen wird nicht nur die Be
quemlichkeit weiter erhöht. Durch diese Ausgestaltung kann
zudem vorteilhafterweise eine geringfügige Beweglichkeit der
eingespannten Person in Richtung ihrer Längsachse einge
stellt werden. Dadurch kann sich die eingespannte Person zur
Verlagerung ihres Schwerpunktes etwas in Längsrichtung bewe
gen. Dies kann beispielsweise dazu dienen, die Rotation der
Ringe abzubremsen, indem die Person ihren Schwerpunkt aus
dem Kreuzungsbereich der Drehachsen der Ringe herausbewegt.
Die Einspannelemente sind bevorzugt an einer im innersten
Ring befestigten Halterung, insbesondere einem senkrecht zur
Ringebene verlaufenden Innenring angeordnet, wobei das dem
Rücken zugeordnete Einspannelement über ein insbesondere stu
fenlos ausfahrbares Teleskopelement und die den beiden Bec
kenkämmen zugeordneten Einspannelemente über insbesondere
stufenlos verschwenkbare und gemeinsam betätigbare Schwenkhe
bel am Innenring angeordnet sind. Diese bevorzugten Ausge
staltungen ermöglichen ein schnelles und gleichzeitig siche
res Einspannen einer Person, wobei zudem der Einstieg in das
Gerät erleichtert wird.
Durch das Vorsehen von zwei Schwenkhebeln an jedem Einspann
element, die an zwei voneinander beabstandeten Punkten dreh
bar angelenkt sind, kann vorteilhafterweise bewirkt werden,
daß sich der von den beiden Einspannelementen eingeschlosse
ne Winkel beim Zusammenschwenken verkleinert. Beim Auseinan
derschwenken der beiden Einspannelemente wird dadurch ein
großer Raum zwischen diesen beiden Elementen freigegeben, so
daß der Einstieg in das Gerät weiter erleichtert ist.
Durch eine wegschwenkbare Ausgestaltung mindestens eines Tei
les der Einspannvorrichtung, beispielsweise des rückwärtigen
Einspannelementes, kann das Einsteigen in das Gerät noch
mehr erleichtert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an der
im innersten Ring vorgesehenen Halterung oberhalb der Ein
spannelemente ein die Person mindestens vorne umgebender Hal
tegriff angeordnet, der bevorzugt bogenförmig ausgebildet
ist. Dieser Haltegriff kann als Einstieghilfe verwendet wer
den oder auch als Haltegriff bei Benutzung des Gerätes durch
Personen, die sich nicht überkopf halten können.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die
drei Ringe jeweils als Doppelringe ausgebildet. Die Stabili
tät der Ringe wird dadurch erhöht, was auch dazu ausgenutzt
werden kann, die Einzelringe der drei Doppelringe ohne
Stabilitätsverlust mit einem geringeren Querschnitt aus
zubilden und dadurch die Herstellungskosten zu senken.
Der innerste Doppelring kann nach einer weiteren Ausgestal
tung der Erfindung in seinem den Fußrasten abgewandten Endbe
reich nach außen aufgebogen sein. Dieser aufgebogene Ab
schnitt des innersten Ringes dient vorteilhafterweise zur Be
festigung einer senkrecht zur Ringebene verlaufenden Schutz
platte, durch welche verhindert wird, daß die das Gerät be
nutzende Person mit den Händen über den innersten Ring hin
ausgreift und dadurch bei übereinanderlaufenden Ringen ver
letzt wird. Eine solche Befestigung der Schutzplatte ist
nicht nur besonders stabil, sondern führt auch zu einer op
tisch ansprechenden Form des Gerätes.
Das erfindungsgemäße Gerät wird bevorzugt für therapeutische
Zwecke eingesetzt, beispielsweise zum orthopädischen Einsatz
bei Wirbelsäulenproblemen, bei schwacher Rumpfmuskulatur, im
neurologischen Bereich, beispielsweise bei Lähmungen sowie
zum Herz-Kreislauftraining, Rumpfmuskeltraining und Gleichge
wichtstraining. Neben dem therapeutischen Einsatz kann das
erfindungsgemäße Gerät auch als Freizeit-, Fitness-, Unter
haltungs- und allgemeines Trainingsgerät eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen je
weils in schematischer Darstellung,
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsge
mäßen gymnastischen Gerätes,
Fig. 2 eine um 90° gedrehte Seitenansicht des
gymnastischen Gerätes von Fig. 1 und
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Teil des gym
nastischen Gerätes der Fig. 1 und
2, in gegenüber diesen etwas vergrößertem
Maßstab.
Das dargestellte gymnastische Gerät weist ein Gestell 1 auf,
in welchem drei ineinander verschachtelt angeordnete Ringe
2, 3, 4 drehbar gelagert sind. Dabei ist der äußerste Ring 2
mit dem größten Durchmesser im Gestell 1 um eine horizontale
Achse I, der mittlere Ring 3 im äußersten Ring 2 um eine zur
Achse I senkrechte Achse II und der innerste Ring mit klein
stem Durchmesser im mittleren Ring 3 um eine zur Achse II
senkrechte Achse III drehbar gelagert. Die Drehlager können
dabei in üblicher Weise, beispielsweise mit einem ein Rillen
kugellager tragenden festen Lagerzapfen ausgebildet sein.
Wie man in Fig. 2 erkennt, sind die Ringe 2, 3 und 4 in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel als Doppelringe 2a, 2b,
3a, 3b und 4a, 4b ausgebildet, die jeweils über Querstreben
5, 6 und 7 miteinander verbunden sind. Der innerste Ring 4
ist, wie sich aus Fig. 1 ergibt, in einem unteren, der Dre
hachse III entfernten Bereich mit einer radial nach innen
weisenden Strebe 8 versehen, an welcher eine Fußplatte 9 mit
zwei schlaufenartigen Befestigungen 10 für die Füße einer
Person radial verstellbar angeordnet ist. In dem gegenüber
liegenden oberen Bereich des innersten Ringes 4 sind zudem
zwei voneinander beabstandete Haltegriffe 11 angebracht.
Wie man ebenfalls in Fig. 2 erkennt, ist der innerste Dop
pelring 4 in seinem der Fußplatte 9 gegenüberliegenden obe
ren Abschnitt nach außen, das heißt senkrecht zur Ringebene
IV aufgebogen. Die beiden Teilringe 4a und 4b weisen also
einen etwa von der Höhe der Drehachse III nach oben anwach
senden Abstand voneinander auf. In dem obersten Abschnitt
des innersten Doppelringes 4 ist zwischen diesen beiden auf
gebogenen Teilringen 4a und 4b eine dem Ringverlauf folgende
Schutzplatte 12 angeordnet. Die Schutzplatte 12 kann bei
spielsweise aus Plexiglas gebildet sein.
Am innersten Ring 4 ist desweiteren auf Höhe der Drehachse
III ein Innenring 13 befestigt, dessen Ausbildung insbeson
dere in Fig. 3 erkennbar ist. Der in Fig. 3 nur teilweise
dargestellte Innenring 13 weist annähernd ovale Form auf,
wobei die längere Achse des Ovals in der Ringebene IV des in
nersten Rings 4 verläuft, während sich die kürzere Achse des
Ovals senkrecht zur Ringebene IV erstreckt. Ebenfalls senk
recht zur Ringebene IV verlaufen zwei am Innenring 13 vorge
sehene Quertraversen 14, die über je zwei Abstandsstücke 15
einen ebenfalls senkrecht zur Ringebene TV verlaufenden,
bogenförmigen Haltegriff 16 tragen. Der Haltegriff 16 um
spannt dabei etwas weniger als einen Dreiviertel-Kreis und
weist mit seiner Öffnung zu einer Längsseite des Innenrings
13.
In diesem Abschnitt des Innenrings 13 ist dieser als nach
außen senkrecht zur Ringebene wegschwenkbare Stange 17 ausge
bildet, die über einen Riegelmechanismus 18 mit dem benach
barten Abschnitt des Innenrings 13 bzw. der benachbarten
Quertraverse 14 im eingeschwenkten Zustand verriegelbar ist.
An dieser Stange 17 ist ein nach innen weisender telesko
pisch ausfahrbarer Ausleger 19 angeordnet, der an seiner in
nenliegenden Stirnseite ein bogenförmiges, mit einem Polster
versehenes Einspannelement 20 trägt. Der Krümmungsmittel
punkt des bogenförmigen Einspannelementes 20 liegt dabei auf
der der Stange 17 abgewandten Seite. Dieses Einspannelement
20, welches über einen Handgriff 21 und einen Spindelmecha
nismus 22 stufenlos ein- und ausfahrbar ist, dient zur Anla
ge an den Rücken einer im Gerät stehenden Person. Die Kontur
en einer im Gerät befindlichen erwachsenen Person bzw. eines
Kindes sind in Fig. 3 mit zwei Rechtecken 23 bzw. 24 schema
tisch dargestellt. Wie man sieht, ist das Einspannelement 20
aufgrund der bogenförmigen Ausgestaltung automatisch an ver
schiedene Hüftdurchmesser angepaßt.
Auf der dem Teleskopausleger 19 abgewandten Seite des Innen
rings 13 weist dieser desweiteren einen ebenfalls nach innen
weisenden Ausleger 25 auf, auf welchem ein Schlitten 26 über
einen Spindelmechanismus 27, der über einen Handgriff 28 be
tätigbar ist, hin- und her bewegbar ist. An dem Schlitten 26
sind zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende Querlenker
29 angelenkt, von denen nur einer dargestellt ist. Dieser
Querlenker 29 ist an einem Schwenkhebel 30 angelenkt, der
mit seinem einen Ende an einer am Innenring 13 befestigten
Halteplatte 31 und mit seinem anderen Ende an einem geraden
Einspannelement 32 drehbar angelenkt ist. Ein zweiter
Schwenkhebel 33, welcher eine gegenüber dem ersten Schwenkhe
bel 30 größere Länge aufweist, ist ebenfalls mit seinem
einen Ende an der Trägerplatte 31 und mit seinem anderen
Ende an dem geraden Einspannelement 32 angelenkt, wobei die
beiden Anlenkpunkte der beiden Schwenkhebel 30, 33 an der
Trägerplatte 31 und dem Einspannelement 32 jeweils voneinan
der beabstandet sind, so daß sich beim Verschwenken der bei
den Hebel 30 und 33 eine Änderung des Neigungswinkels des
Einspannelementes 32 zur Ebene IV des innersten Ringes 4 er
gibt.
An dem zweiten, nicht dargestellten Querlenker sind ent
sprechende Schwenkhebel angeordnet, die ebenfalls an der Trä
gerplatte 31 und einem weiteren geraden Einspannelement dreh
bar angelenkt sind. Die Ausgestaltung dieser Anordnung
stimmt exakt spiegelbildlich mit der zuvor beschriebenen Aus
gestaltung überein.
Die beiden Einspannelemente 32 schließen demnach einen Win
kel miteinander ein, der durch Verschwenken der Schwenkhebel
30 und 32 veränderlich ist. Das Verschwenken der vier
Schwenkhebel 30 und 32 erfolgt dabei gemeinsam über das Hand
rad 28 und den Spindelmechanismus 27, durch den der Schlit
ten 26 hin- und her bewegt wird. Bei diesem Hin- und Herbewe
gen verschiebt sich nämlich der Anlenkpunkt beider Querlen
ker 29, so daß sich die Querlenker 29 entsprechend verschwen
ken. Durch die Anlenkung der beiden Querlenker 29 an den bei
den Schwenkhebeln 30 werden auch diese und über die beiden
Einspannelemente 32 auch die beiden Schwenkhebel 33 ver
schwenkt.
Auf ihrer nach innen weisenden Seite sind die Einspann
elemente 32 jeweils mit einem Polster 34 versehen, die an
den beiden Beckenkämmen einer in dem Gerät stehenden Person
bei entsprechender Schwenklage angreifen, wie dies in
Fig. 3 für ein Kind bzw. eine erwachsene Person mit den bei
den Rechtecken 23 und 24 dargestellt ist. Die gestrichelt
dargestellte Position der Einspannvorrichtung entspricht
dabei der Stellung bei Einspannung eines Kindes.
Die Einspannelemente 20 und 32 sind bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel etwa auf Höhe der Drehachse III und
damit etwas unterhalb des Haltegriffes 16 angeordnet. Ober
halb der Betätigungselemente 25 bis 30 und 33 der Einspann
elemente 32 ist zudem eine senkrecht zur Ringebene IV er
streckte Schutzplatte 35 vorgesehen. Diese ist nur in Fig.
3 dargestellt. Hierdurch wird eine Verletzung durch die Ein
spannmechanik verhindert.
Zur Benutzung des erfindungsgemäßen Gerätes wird die Stange
17 des Innenrings 13 mit dem Teleskopausleger 19 und dem bo
genförmigen Einspannelement 20 nach außen weggeschwenkt.
Ebenso werden die beiden Einspannelemente 32 durch Betäti
gung des Spindelmechanismus 27 auseinandergeschwenkt. Nun
kann eine Person problemlos in das Gerät einsteigen und sich
auf die Fußplatte 9 stellen, wobei die Höhe der Fußplatte 9
bei Bedarf zuvor eingestellt werden kann. Nun werden die
Füße mittels der Schlaufen 10 festgelegt und das Becken der
Person eingespannt, indem die Stange 17 zugeschwenkt und
über den Mechanismus 18 verriegelt, das bogenförmige Ein
spannelement 20 ist zur Anlage an den Rücken der Person aus
gefahren und die beiden geraden Einspannelemente 32 bis zur
Anlage an den beiden Beckenkämmen der Person zusammenge
schwenkt werden. Nun ist die Person sowohl an den Füßen als
auch im Hüftbereich sicher fixiert, so daß sie bei beliebi
ger Verdrehung im Raum sicher gehalten wird.
Zusätzlich kann sich die Person an den Haltegriffen 11 fest
halten, wobei dies jedoch nicht unbedingt erforderlich ist.
Alternativ sowie zum Einsteigen kann sich die Person auch am
Haltebügel 16 festhalten.
Zur Benutzung des Gerätes wird dann entweder von der Person
selbst durch Schwerpunktsverlagerung oder durch einen Außen
stehenden das Gerät in Rotation versetzt, indem die Ringe 2,
3 und 4 einzeln oder gleichzeitig um ihre jeweiligen Dreh
achsen I, II bzw. III verdreht werden. Wie man erkennt, kann
die Person auf diese Weise beliebig im Raum um den Schnitt
punkt der drei Achsen I, II und III bewegt werden.
Ein Stoppen des erfindungsgemäßen Gerätes erfolgt entweder
wiederum durch eine außenstehende Person oder durch die das
Gerät benutzende Person selbst, indem diese ihren Schwer
punkt nach unten verlagert. Dies ist aufgrund der entspre
chend ausgewählten Polsterung der Einspanneleinente 20 und 32
möglich. Durch Verschiebung des Schwerpunkts wird die Rota
tion der Ringe 2, 3 und 4 abgebremst, bis das Gerät zum
Stillstand kommt.
Das erfindungsgemäße gymnastische Gerät kann in dieser Weise
sowohl zu therapeutischen Zwecken als auch als Trainings-,
Freizeit-, Fitness- oder Unterhaltungsgerät eingesetzt wer
den. Die Bedienung des Gerätes ist einfach und gleichzeitig
sicher. Zudem können auch wenig trainierte oder behinderte
Personen das Gerät benutzen.
1
Gestell
2
äußerster Ring
3
mittlerer Ring
4
innerster Ring
5
Querstrebe
6
Querstrebe
7
Querstrebe
8
Strebe
9
Fußplatte
10
Schlaufe
11
Handgriff
12
Schutzplatte
13
Innenring
14
Quertraverse
15
Abstandsstück
16
Haltegriff
17
Stange
18
Riegelvorrichtung
19
Teleskopausleger
20
Einspannelement
21
Handgriff
22
Spindelmechanismus
23
Rechteck
24
Rechteck
25
Ausleger
26
Schlitten
27
Spindelmechanismus
28
Handgriff
29
Querlenker
30
Schwenkhebel
31
Halteplatte
32
Einspannelement
33
Schwenkhebel
34
Polster
35
Schutzplatte
I Drehachse
II Drehachse
III Drehachse
IV Ringebene von
II Drehachse
III Drehachse
IV Ringebene von
4
Claims (15)
1. Gymnastisches Gerät mit mindestens zwei, bevorzugt drei
ineinander verschachtelt angeordneten Ringen (2, 3, 4),
von denen der äußerste, den größten Durchmesser aufwei
sende Ring (2) in einem Gestell (1), ggf. der mittlere
Ring (3) mit dem gegenüber geringeren Durchmesser im äu
ßersten Ring (2) und der innerste, den kleinsten Durch
messer aufweisende Ring (4) im mittleren bzw. äußeren
Ring (3) drehbar gelagert ist, wobei die Drehachsen (I,
II, III) benachbarter Ringe (2, 3, 4) jeweils bevorzugt
senkrecht zueinander verlaufen, sowie mit am innersten
Ring (4) vorgesehenen Fußrasten (9) und Befestigungsmit
teln (10) für die Füße einer Person,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innerste Ring (4) zusätzlich eine Einspannvor
richtung (20, 32) aufweist, welche an einer auf den Fuß
rasten (9) stehenden Person etwa im Hüftbereich an minde
stens zwei, bevorzugt drei Stellen angreift.
2. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspannvorrichtung (20, 32) in einer solchen
Höhe angeordnet ist, daß sich der Schwerpunkt der einge
spannten Person zumindest annähernd im Schnittpunkt der
drei Drehachsen (I, II, III) der Ringe (2, 3, 4) befin
det.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspannvorrichtung (20, 32) in Bereichen ober
flächlich liegender Knochenstrukturen, insbesondere an
den beiden Beckenkämmen und am Kreuzbein angreift.
4. Gerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspannvorrichtung ein gegen das Kreuzbein der
Person spannbares, bogenförmiges Einspannelement (20)
und zwei gegen die Beckenkämme der Person spannbare, ge
rade Einspannelemente (32) umfaßt.
5. Gerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspannelemente (20, 32) eine insbesondere ergo
nomisch ausgeformte Polsterung (34) aufweisen.
6. Gerät nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Polsterung (34) so gewählt ist, daß trotz Ein
spannung eine geringfügige Beweglichkeit der Person in
Richtung ihrer Längsachse beibehalten ist.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspannelemente (20, 32) an einer im innersten
Ring (4) befestigten Halterung, insbesondere einem senk
recht zur Ringebene (IV) verlaufenden Innenring (13) an
geordnet sind.
8. Gerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das dem Rücken zugeordnete Einspannelement (20) über
ein insbesondere stufenlos ausfahrbares Teleskopelement
(19) am Innenring (13) angeordnet ist.
9. Gerät nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden den Beckenkämmen zugeordneten Einspann
eleinente (32) über insbesondere stufenlos verschwenkbare
und gemeinsam betätigbare Schwenkhebel (30, 33) am Innen
ring (13) angeordnet sind.
10. Gerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jedem Einspannelement (32) zwei Schwenkhebel (30,
33) an zwei voneinander beabstandeten Punkten derart
drehbar angelenkt sind, daß sich der von den beiden Ein
spannelementen (32) eingeschlossene Winkel bei ihrem
Zusammenschwenken verkleinert.
11. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Teil der Einspannvorrichtung (20, 32)
wegschwenkbar ist.
12. Gerät nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der im innersten Ring (4) vorgesehenen Halterung
(13) oberhalb der Einspannelemente (20, 32) ein die Per
son mindestens vorne bevorzugt bogenförmig umgebender
Haltegriff (16) angeordnet ist.
13. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei oder drei Ringe (2, 3, 4) jeweils als Dop
pelringe (2a, 2b, 3a, 3b, 4a, 4b) ausgebildet sind.
14. Gerät nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der innerste Doppelring (4a, 4b) in seinem den Fußra
sten (9) abgewandten Endbereich nach außen aufgebogen
ist und in diesem Bereich eine quer zur Ringebene (IV)
verlaufende Schutzplatte (12) trägt.
15. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche für therapeutische Zwecke.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996143112 DE19643112A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Gymnastisches Gerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996143112 DE19643112A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Gymnastisches Gerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19643112A1 true DE19643112A1 (de) | 1998-04-23 |
Family
ID=7809165
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996143112 Withdrawn DE19643112A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Gymnastisches Gerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19643112A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20006998U1 (de) | 2000-04-15 | 2000-08-03 | Boellert, Jens, 33790 Halle | Sportgerät nach Art eines Aerotrimms |
| CN1314468C (zh) * | 2004-03-04 | 2007-05-09 | 孙喜庆 | 三维滚轮 |
| DE102019005952A1 (de) * | 2019-08-23 | 2021-02-25 | Hans Ullrich Poschart | Trainingsgerät zum Trainieren der Rumpf- und Oberkörpermuskulatur eines Benutzer |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3276777A (en) * | 1963-04-25 | 1966-10-04 | Frances R Pruitt | Occupant-propelled plural axis roundabout |
| US4113250A (en) * | 1976-06-18 | 1978-09-12 | Davis Edward B | Motorized inverting exerciser with body guard permitting selection of desired stress |
| US4799667A (en) * | 1985-08-07 | 1989-01-24 | Gyroteq Corporation | Physical exercise apparatus |
| US4961574A (en) * | 1989-10-30 | 1990-10-09 | Lew Hyok S | Exerciser for aerial maneuvers |
-
1996
- 1996-10-21 DE DE1996143112 patent/DE19643112A1/de not_active Withdrawn
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