DE19642554A1 - Beheizen einer Metallschmelze - Google Patents
Beheizen einer MetallschmelzeInfo
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Description
Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beheizen
einer Metallschmelze. Sie findet eine besondere, jedoch nicht
ausschließliche, Anwendung bei einer Vorrichtung zum Beheizen
einer Metallschmelze bevor sie einer Stranggußvorrichtung wie
z. B. eine Doppelwalzen-Gießvorrichtung zugeführt wird.
Stranggußverfahren, insbesondere das Doppelwalzen-
Stranggießen von Metallschmelzen erfordern die Zufuhr der Me
tallschmelze zu einer Gießvorrichtung bei sehr hohen Tempera
turen, wobei das Metall dazu neigen kann, sich sehr schnell
abzukühlen, nachdem es aus einer Gießpfanne einem Metallzu
führungssystem zugeführt wurde, welches es der Gießvorrich
tung zuführt. Es wurde daher vorgeschlagen, eine Zusatzhei
zung mittels eines Plasmabrenners bereitzustellen, während es
aus dem Zuführungssystem zu der Gießvorrichtung fließt.
Der
artige Vorschläge sind beispielsweise in US Patent 4,646,534
und in den Japanischen Patentveröffentlichungen Nr. J58-
100951 und J59-9202142 beschrieben.
Bei der Zufuhr von Wärme zu einem Vorrat einer Metall
schmelze mittels eines Plasmabrenners ist es erforderlich,
eine Elektrode bereitzustellen, die einen guten elektrischen
Kontakt mit der Metallschmelze herstellt, um einen elektri
schen Stromkreis zusammen mit der Brennerelektrode zu ver
vollständigen, welche in der Nähe der Metallschmelzenoberflä
che gehalten und mit einem Gasstrom versorgt wird, um das
elektrisch leitende Plasma zu erzeugen. Die Brennerelektrode
kann eine negative Elektrode sein und die mit der Metall
schmelze in Kontakt stehende Elektrode kann positiv sein, wie
es in der Japanischen Veröffentlichung J58-100951 offenbart
ist, aber im allgemeinen wird bevorzugt, daß die Bren
nerelektrode positiv ist, und daß die Metallkontaktelektrode
eine negative Elektrode oder Masseelektrode ist. Die Bereit
stellung einer zufriedenstellenden Metallkontaktelektrode ist
in der beim Gießen von Metallschmelzen, insbesondere bei
Stahlschmelzen, anzutreffenden rauhen Umgebung, schwierig. In
einer Stranggußvorrichtung weist die Metallzuführungsanord
nung normalerweise eine Zwischenwanne auf, um einen von einer
Gießpfanne gelieferten Metallschmelzevorrat aufzunehmen. In
diesem Falle wird die Elektrode im allgemeinen durch ein feu
erfestes Material bereitgestellt, welches in der Zwischenwan
ne befestigt ist, wo es insbesondere während des Gießens zu
Beginn, oder bei einer Reinigung nach einem Gußvorgang wegen
einer Verfestigung von Metall an der Innenoberfläche der Zwi
schenwanne und der Oberfläche von Komponenten in dieser be
sonders gegenüber Beschädigung empfindlich ist. Der Verlust
eines geeigneten elektrischen Kontaktes während der Plasma
brennerbeheizung kann zu der Ausbildung eines alternativen
elektrischen Rücklaufpfades führen, welcher einen "Ausbruch"
von Metallschmelze durch die Wände der Zwischenwanne in die
Umgebung beschleunigen kann, was gefährlich ist und eine so
fortige Unterbrechung des Gießprozesses erfordert. Die vor
liegende Erfindung vermeidet diese Probleme durch die Bereit
stellung einer Vorrichtung, welche es ermöglicht eine Metall
kontaktelektrode leicht in und aus dem Kontakt mit der zu be
heizenden Metallschmelze zu bringen.
Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung zur Zuführung von
Wärme zu einem Vorrat einer Metallschmelze bereitgestellt,
welche einen Plasmabrenner, der auf einem Gestell für eine
Auf- und Abwärtsbewegung montiert ist, so daß er in die Nähe
der Oberfläche eines Vorrats an zu beheizender Metallschmelze
nach unten bewegbar ist, und eine Elektrode aufweist, um ei
nen solchen Kontakt mit der Metallschmelze herzustellen, daß
ein elektrischer Stromkreis mit dem Plasmabrenner geschlossen
wird, wobei die Elektrode ebenfalls auf dem Gestell für die
Auf- und Abwärtsbewegung montiert ist, um in die Metall
schmelze einführbar und daraus zurückziehbar zu sein.
Bevorzugt sind der Plasmabrenner und die Elektrode an
dem Gestell für die Aufwärts- und Abwärtsbewegung zusammen
als eine Einheit befestigt.
Ferner ist die Elektrode oder kann die Elektrode bevor
zugt in Bezug auf den Plasmabrenner so eingestellt werden,
daß sie über den Boden des Plasmabrenners hinaus hervorsteht,
wodurch sie in den Vorrat der zu beheizenden Metallschmelze
eintaucht, wenn sich der Boden des Plasmabrenners der Ober
fläche der Metallschmelze annähert.
Der Plasmabrenner kann eine hohle Brennerelektrode und
eine Einrichtung zum Zuführen von Gas durch die Brennerelek
trode aufweisen, um ein Plasma auf der Oberfläche der zu be
heizenden Metallschmelze zu erzeugen. Das Gas kann beispiels
weise Stickstoff- oder Argongas sein.
Die Brennerelektrode kann im Betrieb eine positive
Gleichstromelektrode und die Metallkontaktelektrode eine ne
gative Elektrode oder Rücklaufelektrode sein.
Die Rücklaufelektrode kann aus einem feuerfesten Mate
rial wie z. B. aus Aluminiumoxidgraphit bestehen. Sie kann mit
einem Innenkanal für einen Gasstrom durch diesen hindurch in
die Metallschmelze ausgebildet sein, und sie kann mit einem
Gasdruckdetektor versehen sein, um eine Gasdruckveränderung
als Folge des Bruches der Metallkontaktelektrode zu detektie
ren.
Für eine vollständigere Erläuterung der Erfindung wird
eine spezielle Ausführungsform unter Bezugnahme auf die bei
gefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:
Fig. 1 ein Seitenaufriß einer Bandstranggußvorrichtung ist,
welche eine erfindungsgemäß aufgebaute Vorrichtung
enthält; und
Fig. 2 ein Querschnitt an der Linie 2-2 von Fig. 1 ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Gießvorrichtung weist einen
Hauptmaschinenrahmen, allgemein mit dem Bezugszeichen 11 be
zeichnet, auf, welcher auf dem Werkboden 12 auf steht. Der
Rahmen 11 unterstützt einen Gießwalzenwagen 13, welcher hori
zontal zwischen einer Rüststation und einer Gießstation ver
fahrbar ist. Der Wagen 13 trägt ein Paar paralleler Gießwal
zen 16, welche einen Spalt bilden, in welchem ein Gießpool
der Metallschmelze ausgebildet und zwischen zwei (nicht dar
gestellten) Seitenplatten oder Dämmen gehalten wird, die in
gleitenden Kontakt mit den Enden der Walzen gehalten werden.
Die Metallschmelze wird während eines Gießvorgangs von
einer Gießpfanne 17 über eine Zwischenwanne 18, einen Zufüh
rungsverteiler 19a und eine Düse 19b in den Gießpool gelie
fert. Vor dem Aufbau auf dem Wagen 13 werden die Zwischenwan
ne 18, der Verteiler 19a, die Düse 19b und die Seitenplatten
alle auf Temperaturen über 1000°C vorbeheizt. Die Düsen 19b
und die Seitenplatten können beispielsweise in (nicht darge
stellten) speziellen Vorheizöfen vorbeheizt werden, während
die Zwischenwanne 18 und der Verteiler 19a durch (ebenfalls
nicht dargestellte) geeignete Gasbrenner vorbeheizt werden
können. Die Art und Weise, in welcher diese Komponenten vor
beheizt und zum Zusammenbau auf den Wagen 13 gebracht werden
können, ist vollständiger in dem US-Patent 5,184,668 be
schrieben.
Die Gießwalzen 16 sind wassergekühlt, so daß die Metall
schmelze aus dem Gießpool als Schalen auf den sich bewegenden
Walzenoberflächen fest werden, und die Schalen an dem Spalt
zwischen diesen zusammengebracht werden, um ein verfestigtes
Bandprodukt 20 an dem Walzenauslaß zu erzeugen. Dieses Pro
dukt wird einem Auslaßtisch 21 und anschließend einem Stan
dardwickler zugeführt. Ein Aufnahmebehälter 23 ist auf dem
Maschinenrahmen neben der Gießstation angeordnet, und Metall
schmelze kann über eine Überlaufrinne 25 an dem Verteiler 19a
in diesen Aufnahmebehälter geleitet werden.
Aus Gründen, welche vollständig in unserer Australischen
Patentanmeldung Nr. 59352/94 erläutert sind, kann die Zwi
schenwanne 18 eine Anfangsmenge einer Metallschmelze aufneh
men, welche auf eine Temperatur gut über der Liquidus-Tem
peratur vorbeheizt werden kann, um durch die Zuführungsdüse
nach dem Start ausgegossen zu werden, worauf dann eine Me
tallschmelze aus der Gießpfanne bei einer wesentlich niedri
geren Temperatur über dieselbe Zwischenwanne und Zuführungs
düse in den Gießpool gegossen werden kann.
Die Zwischenwanne 18 ist mit einem Deckel 32 versehen,
und ihr Boden ist bei 24 gestuft, so daß eine Vertiefung oder
Senke 26 in dem Boden der Zwischenwanne an deren linken Ende
gemäß Darstellung in Fig. 1 erzeugt wird. Die Metallschmelze
wird in das rechte Ende der Zwischenwanne von der Gießpfanne
17 über eine Auslaßdüse 37 und ein Sperrschieberventil 38 ge
liefert. An dem Boden der Senke 26 befindet sich ein Auslaß
40 in dem Boden der Zwischenwanne, um ein Ausfließen der Me
tallschmelze aus der Zwischenwanne über eine Auslaßdüse 42 zu
dem Zuführungsverteiler 19a und der Düse 19b zu ermöglichen.
Die Zwischenwanne 18 ist mit einer Spundstange 46 und einem
Sperrschieberventil 47 ausgestattet, um den Auslaß 40 selek
tiv zu öffnen und zu schließen, und den Metallfluß durch den
Auslaß wirksam zu steuern.
Die Senke 26 in dem Boden der Zwischenwanne ist dafür
vorgesehen, die Anfangsmenge der Metallschmelze aufzunehmen,
um einen Vorrat (27) mit einer Metallschmelze zu bilden, wel
cher auf eine Temperatur über der Gießpfannentemperatur vor
zuheizen ist. Aus diesem Grund ist ein Plasmabogenbrenner 48
über der Senke 26 angeordnet und kann nach unten abgesenkt
werden, um so betrieben zu werden, daß die Metallschmelze in
der Senke beheizt wird.
Eine Einheit 28 zum Erzeugen von Argongasblasen ist in
dem Boden der Senke eingebaut und wird mit unter Druck ge
setzten Argongas über ein Rohr 30 versorgt, um Gasblasen zu
erzeugen, welche durch den Metallschmelzevorrat in der Senke
aufsteigen, um eine Zirkulation in dem Bereich des Plasmabo
genbrenners zu fördern und Schlacke von der Metalloberfläche
um den Brenner herum zu entfernen. Man fand, daß die besten
Resultate dann erzielt werden, wenn die Blasenerzeugungsein
heit ein Paar eng benachbarter poröser Auslässe aufweist, um
so zwei eng beabstandete Blasenströme freizusetzen, welche
zusammenwirken, um eine stabil vertikal aufsteigende Schicht
von Blasen in der Nähe des Plasmabogenbrenners zu erzeugen.
Wenn nur ein Auslaß verwendet wird, tendiert der sich erge
bende einzelne Blasenstrahl dazu, sich gegenüber der vertika
len Richtung etwas zu bewegen und abzubrechen. Gute Ergebnis
se werden mit einem Gasstrom in einer Größenordnung von 44
Liter/Minute und mit Blasen erreicht, die etwa 200 mm von dem
Plasmabogenbrenner in einer Richtung von dem Ende der Zwi
schenwannenauslasses 40 entfernt und zu dem Ende der Zwi
schenwanne hin liegen, welches die Metallschmelze aus der
Gießpfannenauslaßdüse 37 aufnimmt. Dieses stellt sicher, daß
die Blasen durch das Metall aufsteigen, bevor dieses die
Plasmabogenbrennerzone in seinem Strom von der Gießpfannen
auslaßdüse 37 zu dem Zwischenwannenauslaß 40 erreicht, um so
eine gute Zirkulation um die Plasmabogenbrennerzone und in
nerhalb der Senke 26 zu erreichen.
Erfindungsgemäß ist der Plasmabrenner 48 auf einem Ge
stell 51 für eine Aufwärts- und eine Abwärtsbewegung relativ
zu dem Gestell montiert, und eine Metallkontaktelektrode 52
ist ebenfalls auf demselben Gestell für die Aufwärts- und Ab
wärtsbewegung relativ zu dem Gestell montiert. Das Gestell 51
ist auf der einen Seite der Zwischenwanne 18 angeordnet. Es
weist eine Basis 53 und einen Mast 54 auf, auf welcher ein
Schlitten 55 für die vertikale Aufwärts- und Abwärtsbewegung
montiert ist. Der Schlitten 55 trägt einen Auslegerarm 56,
der sich nach außen über die Zwischenwanne 18 erstreckt, und
den Plasmabogenbrenner 48 und die Rücklaufelektrode 52 so un
terstützt, daß sie sich nach unten durch Öffnungen in dem
Zwischenwannendeckel 32 hindurch erstrecken. Der Schlitten 55
kann durch den Betrieb einer pneumatischen Zylindereinheit
57, welche zwischen der Gestellbasis 53 und einem aus dem
Schlitten hervorstehenden Arm 58 arbeitet, angehoben und ab
gesenkt werden.
Der Brenner 48 weist einen herkömmlichen Aufbau auf. Er
weist die übliche Brennerelektrode 60 und Gasdurchtrittsöff
nungen 61 für den Fluß von Stickstoff- oder Argongas durch
den Boden des Brenner auf, um ein leitendes Plasma zu erzeu
gen. Die Metallkontaktelektrode 52 besteht aus einem feuerfe
sten Material, wie z. B. Aluminiumoxidgraphit, welches um ei
nen zentralen Metallstab oder Kern 62 herum ausgebildet sein
kann, um dessen strukturelle Festigkeit zu verbessern. Das
feuerfeste Material ist mit einem oder mehreren Kanälen 63
ausgebildet, um einen Gasfluß von einem Versorgungsrohr 64
nach unten durch die Elektrode hindurch in die Metallschmelze
zu ermöglichen, und ein Gasdruckdetektor 65 ist in dem Ver
sorgungsrohr vorgesehen, um einen plötzlichen Gasdruckabfall
als Folge eines Bruchs der feuerfesten Elektrode zu detektie
ren.
Die Rücklaufelektrode 52 weist eine solche Länge auf,
und ist an dem Auslegerarm 56 in Bezug auf den Brenner 48 so
befestigt, daß sie über das Bodenende des Brenners 48 hinaus
ragt. Demzufolge taucht dann, wenn der Brenner 48 und die
Elektrode 52 mit dem Arm 56 abgesenkt werden, die Elektrode
52 in den Vorrat 27 der Metallschmelze ein, wenn sich das Bo
denende des Plasmabrenners der Metallschmelzeoberfläche annä
hert und in seine Betriebsposition kommt. Demzufolge können
der Brenner und die Elektrode unabhängig von dem Pegel des zu
beheizenden Metallvorrates sehr schnell in die geeignete Be
triebsposition gebracht werden. Ferner können in dem Falle
eines Elektrodenbruches oder einer Fehlfunktion die Elektrode
und der Brenner schnell angehoben werden, um die Elektrode
aus der Metallschmelze zurückzuziehen. Sie kann dann schnell
ersetzt und der Brenner mit der Ersatzmetallkontaktelektrode
in die Betriebsposition zurückgebracht werden, um die Fort
setzung des Prozesses ohne Verlust der Metallschmelzecharge
in der Zwischenwanne zu ermöglichen.
Der Metallschmelzevorrat 27 in der Zwischenwannensenke
26 kann auf eine Temperatur in der Größenordnung von 1635°C
vorgeheizt werden, worauf dann der Zwischenwannenauslaß 40
geöffnet wird, so daß die Metallschmelze aus der Zwischenwan
ne 18 über die Auslaßdüse 42 zu der Zuführungsdüse 19a und in
den Spalt zwischen den Gießwalzen fließen kann, um einen
Gießpool zu bilden. Da die Metallschmelze durch die engen
Flußkanäle in der Zuführungsdüse strömt, bringt sie die Fluß
kanäle auf eine gleichmäßige Temperatur, wobei gleichzeitig
die Abkühlung irgend eines Metallbereichs auf Temperaturen
verhindert wird, welche eine vorzeitige Verfestigung erzeugen
könnten.
Wenn sich ein stabiler Gießvorgang eingestellt hat, wird
der Sperrschieber an der Gießpfanne betätigt, um Metall aus
der Gießpfanne in die Zwischenwanne zu gießen, um so die
Zwischenwanne zu füllen, und eine volle Zwischenwanne im Ver
lauf des Gießvorgangs sicherzustellen. Der Plasmabrenner 48
und die Elektrode 52 werden vor dem Gießvorgang der Gießpfan
ne angehoben, um eine Beschädigung durch das eintretende Me
tall zu vermeiden. Die Metallschmelze auf Gießpfannentempera
tur vermischt sich dann mit dem Rest der Anfangsmenge mit der
höheren Metalltemperatur in der Zwischenwanne, so daß die
Temperatur des aus der Zwischenwanne fließenden Metalls
fällt. An diesem Punkt kann der Plasmabogenbrenner über dem
neuen Pegel des Metallschmelzevorrates in der Zwischenwanne
positioniert und betrieben werden, um der von der Gießpfanne
aus durch die Zwischenwanne hindurchfließenden Metallschmelze
Wärmeenergie zuzuführen, um auf diese Weise die Temperatur
des in die Zuführungsdüse fließenden Metalls im wesentlichen
auf einer Temperatur unterhalb der der Anfangsmenge konstant
zu halten, welcher in der Senke 26 vorbeheizt wurde. Da sich
die Rücklaufelektrode 52 mit dem Plasmabrenner bewegt, ist
sie automatisch so eingestellt, daß sie an der geeigneten
Stelle und bis zur geeigneten Tiefe in den neuen Metallober
flächenpegel eintaucht.
In einer typischen Anlage kann die Zwischenwanne 18 eine
Gesamtkapazität von etwa 8-11 t, die Senke 26 eine Kapazität
von etwa 2-4 t und der Plasmabogenbrenner 48 eine Leistung in
der Größenordnung von 1 Megawatt aufweisen.
Die dargestellte Vorrichtung wurde im Rahmen eines Bei
spiels aufgebaut und könnte erheblich modifiziert werden.
Beispielsweise könnte der Plasmabrenner und/oder die Metall
kontaktelektrode unabhängig auf dem Auslegerarm 56 vertikal
beweglich sein, um die Eindringtiefe der Metallkontaktelek
trode einstellen zu können. Eine oder beide dieser Komponen
ten könnten ebenfalls in Längsrichtung des Armes einstellbar
sein, um die seitliche Trennung zwischen dem Brenner und der
Rücklaufelektrode einstellen zu können. Die physikalische
Konstruktion des Unterstützungsgestells und des beweglichen
Schlittens und der Brenner/Elektroden-Halterungsaufbaus kön
nen für spezielle Anwendungen angepaßt werden.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Einbringen von Wärme in einen Vorrat (27)
einer Metallschmelze, welche einen Plasmabrenner (48) und
eine Metallkontaktelektrode (52) zum Vervollständigen ei
nes elektrischen Stromkreises mit dem Brenner (48) über
das geschmolzenen Metall in dem Vorrat (27) aufweist, da
durch gekennzeichnet, daß sowohl der Plasmabrenner (48)
als auch die Metallkontaktelektrode (52) auf einem Ge
stell (51) für Aufwärts- und Abwärtsbewegungen montiert
sind, 50 daß der Plasmabrenner (48) nach unten in die Nä
he der Oberfläche des Vorrats der Metallschmelze bewegt
und die Metallkontaktelektrode in die Metallschmelze ein
führbar und daraus zurückziehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner dadurch gekennzeich
net, daß der Plasmabrenner (48) und die Metallkontakt
elektrode (52) an dem Gestell (51) für die Aufwärts- und
Abwärtsbewegung zusammen als eine Einheit befestigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, ferner dadurch gekennzeich
net, daß die Metallkontaktelektrode (52) relativ zu dem
Plasmabrenner (48) so eingestellt ist oder werden kann,
daß sie nach unten über den Boden des Plasmabrenner (48)
hinausragt, wodurch sie in den Vorrat (27) der zu behei
zenden Metallschmelze eintaucht, wenn sich der Boden des
Plasmabrenners der Oberfläche der Metallschmelze annä
hert.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Plasmabrenner (48) eine Brenner
elektrode (60) mit Gasflußkanälen (61) für den Fluß eines
Gases durch diese hindurch aufweist, um ein Plasma an der
Oberfläche der Metallschmelze zu erzeugen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, ferner dadurch gekennzeich
net, daß die Brennerelektrode (60) eine positive Gleich
stromelektrode ist, und die Metallkontaktelektrode (52)
eine negative Elektrode oder Rücklaufelektrode ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ferner da
durch gekennzeichnet, daß die Metallkontaktelektrode (52)
mit einem Innenkanal (63) für den Fluß von Gas durch die
sen in die Metallschmelze ausgebildet ist, und daß ein
Gasdruckdetektor (65) vorgesehen ist, um eine Gasdruck
veränderung als Folge eines Bruches der Metallkontakt
elektrode (52) zu detektieren.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner ge
kennzeichnet durch eine Gasblasen-Erzeugungseinheit (28)
auf dem Boden des Behälters (27) um Gasblasen zu erzeu
gen, die durch die Metallschmelze in dem Vorrat aufstei
gen, um dadurch eine Zirkulation in dem Bereich des Plas
mabrenners (48) zu fördern und um Schlacke von der Me
talloberfläche um den Brenner herum zu entfernen.
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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| GB (1) | GB2306361B (de) |
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