DE19642517C2 - Verbindungs-Einrichtung zum lösbaren Verbinden eines Oberteiles mit einem Unterteil eines Gehäuses für elektrische Geräte - Google Patents
Verbindungs-Einrichtung zum lösbaren Verbinden eines Oberteiles mit einem Unterteil eines Gehäuses für elektrische GeräteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindungs-Einrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Als derartige
elektrische Geräte sind beispielsweise Telefongehäuse
anzusehen.
In der Patentschrift DE 41 10 509 C2 ist eine derartige
Einrichtung beschrieben, bei welcher mit einem
Betätigungsstift durch eine schmale Durchtrittsöffnung
hindurch eine in einer Schraubenkopfkammer unverlierbar
angeordnete Schraube gelöst werden kann. Diese Einrichtung
ist jedoch verhältnismäßig aufwendig in der Herstellung.
Wenngleich sie einige Forderungen bereits erfüllt, wie
- - Lösen mit einem nicht speziellen Hilfswerkzeug wie einem Schraubendreher,
- - von Gerätefrontseite betätigbar,
- - keine Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes; insbesondere keine zusätzlichen Öffnungen mit andersartigen Abmessungen aus funktionalen und Gestaltungsgründen,
- - der Ort und insbesondere die Art des Verschlusses soll von der Geräteoberseite für Laien nicht ohne weiteres erkennbar sein.
Ausserdem sind dieser Druckschrift Gelenkverbindungen
entnehmbar.
Die Verbindungs-Einrichtung gemäß DE 32 23 095 A1 beschreibt
eine ähnliche Verbindungs-Einrichtung mit einem vom Oberteil
nach innen ragenden, nach einer Seite flexiblen
Eingriffsglied, das durch einen Betätigungsstift seitlich
auslenkbar ist, einem mit dem Eingriffglied verbundenen oder
einstückigen seitlich auslenkbaren Rasthaken, der durch den
Betätigungsstift entgegen der elastischen Rückstellkraft des
Eingriffsgliedes aus einer Einraststellung mit einem am
Unterteil angeordneten und vorzugsweise einstückig mit diesem
ausgebildeten Gegenhaken lösbar ist, um die lösbare
Verbindung zu lösen und das Unterteil nach unten vom Oberteil
abheben zu können.
Dieser Druckschrift ist auch ein Schraubendreher als
Betätigungsstift entnehmbar, eine zur Betätigungsöffnung hin
abgeschrägte Eingriffsfläche, parallel zueinander stehende
Rastflächen, Gegenflächen und Gehäuseseiten, sowie sich von
einer Gerätekante nach innen erstreckende Gegenhaken,
abgeschrägte Rasthaken und Gegenrastflächen.
Aus der DE 36 44 171 A1 ist ein Schraubendreher als
Betätigungsstift bekannt, desgleichen ein Endanschlag am Ende
einer Angriffsfläche. Rastverbindungen zwischen
Gehäuseteilen, die durch Betätigungsstifte wieder lösbar
sind, sind aus der DE 36 03 915 A1 und EP 0384650 A2 bekannt.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Verbindungs-
Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so
auszugestalten, daß sie kostengünstig in der Herstellung ist
und ein sehr leichtes Verbinden ohne Hilfswerkzeug sowie ein
sehr leichtes Lösen mit Hilfe eines einfachen handelsüblichen
Hilfswerkzeuges ermöglicht.
Das Problem wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Kennzeichens des Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den rückbezogenen Unteransprüchen unter
Schutz gestellt.
Beim Erfindungsgegenstand weist das Oberteil des Gehäuses
eine Betätigungsöffnung für einen Betätigungsstift auf.
Darunter ist am Unterteil ein Eingriffsglied vorgesehen, das
beim Eingriff mit dem Betätigungsstift eine Rastverbindung
mit einem Gegenhaken löst, der am Oberteil vorgesehen ist.
Hierzu kann der Rasthaken vorzugsweise einstückig mit dem
Eingriffsglied ausgebildet oder mit diesem unmittelbar oder
über Zwischenglieder verbunden sein.
Aufgrund bestimmter Ausgestaltungen ist es möglich, daß sich
das Oberteil nach dem Lösen geringfügig nach oben bewegt, so
daß ein erneutes Schließen nur durch erneutes Aufdrücken des
Oberteiles auf das Unterteil möglich ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 ein elektrisches Gehäuse in Form eines
Telefonapparates in perspektivischer und teilweise
geschnittener Darstellung,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung einen Längsschnitt durch
die Verbindungs-Einrichtung im eingerasteten Zustand,
Fig. 3 die in Fig. 2 dargestellte Verbindungs-Einrichtung
nach dem Lösen von Unterteil und Oberteil,
Fig. 4 die in Fig. 2 gezeigte Darstellung, jedoch mit einem
anderen abgeflachten Betätigungsstift für eine drehende
Entriegelung.
In Fig. 1 ist das Oberteil mit 10, dessen Frontseite mit 14,
und das Unterteil des elektrischen Gehäuses mit 50
bezeichnet. Die Jalousieöffnungen sind mit 13 bezeichnet, von
Bedeutung hierzu ist, daß die Betätigungsöffnungen 12, 12' in
den Abmessungen diesen Jalousieöffnungen 13 entsprechen
sollen, wenngleich diese als richtige Führungskanäle für den
in Fig. 1 mit 15 bezeichneten Betätigungsstift ausgebildet
sind, wobei es sich bei diesem Beispiel um einen einfachen
Kreuzschlitzschraubendreher handelt.
Der Betätigungsstift 15 bewegt sich in Pfeilrichtung durch
die als Führungskanal ausgebildete Betätigungsöffnung 12
hindurch nach unten, um auf die abgeschrägte Eingriffsfläche
54 des allgemein mit 52 bezeichneten Eingriffsgliedes
aufzutreffen. Dieses wird dadurch in Richtung X federnd nach
hinten ausgelenkt. Hierbei bildet der Anschlag 56 einen Halt
für die Einführbewegung des Betätigungsstiftes 15. Mit dem
Eingriffsglied 52 verbunden bzw. in Fig. 1 einstückig
hiermit ausgebildet ist ein Rasthaken 60, der somit ebenfalls
automatisch mit dem Eingriffsglied 52 in Richtung X nach
hinten bewegt wird.
Im geschlossenen Zustand des Gehäuses ist der Rasthaken 60
mit dem Gegenhaken 16 eingerastet, wobei die zur Frontseite
14 parallele Unterseite 62 des Rasthakens 60 oberhalb der
ebenfalls parallelen Gegenfläche 17 des Gegenhakens 16 liegt.
In Fig. 1 sind an zwei Ecken der Frontseite 14 nahe der
vorderen Kante 18 des Oberteiles 10 je eine kreisrunde
Betätigungsöffnung 12', 12 vorgesehen, die als rohrförmige
Führungskanäle ausgebildet sind. Im vergrößerten Längsschnitt
der Fig. 2 ist zusätzlich die untere Gerätekante des
Oberteils 10 mit 19 bezeichnet, von dem sich der Gegenhaken
16 nach innen erstreckt. Der Rasthaken 60 steht mit dem
Gegenhaken 16 im Eingriff, so daß Oberteil 10 und Unterteil
50 des elektrischen Gehäuses miteinander verbunden sind.
In Fig. 3 hat das Einführen des Betätigungsstiftes 15 ein
Auslenken des Eingriffsgliedes 52 bewirkt, wobei die vordere
Spitze des Betätigungsstiftes 15 an der abgeschrägten
Eingriffsfläche 54 des Eingriffsgliedes 52 entlanggeführt
wurde. Der mit dem Eingriffsglied 52 verbundene Rasthaken 60
wurde ebenfalls nach rechts ausgelenkt, wobei sich der
Eingriff mit dem Gegenhaken 16 löste. Aufgrund der
abgeschrägten Eingriffsfläche 54, entstand nach dem Lösen der
Verriegelung eine Kraftkomponente F schräg nach links und
oben, sowie beim Herausziehen des Betätigungsstiftes 15 eine
Reibungskomponente FR senkrecht nach oben. Dadurch wurde das
Oberteil 10 gegenüber dem Unterteil 50 geringfügig nach oben
versetzt. Die abgeschrägte Fläche 21 des Gegenhakens 16 sowie
die nach innen abgeschrägte Fläche 61 des Rasthakens 60
verhindern, daß Rasthaken 60 und Gegenhaken 16 in dieser
Stellung miteinander verrasten können: das Gehäuse wird also
offen gehalten. Ein Verschließen der beiden Gehäusehälften
ist erst wieder nach Druckaufwendung auf das Oberteil
möglich.
Fig. 4 zeigt im Prinzip die gleiche Ausführungsphase wie
Fig. 2, das heißt in verriegelten Zustand. Es wurde
lediglich als Betätigungsstift ein Schlitzschraubendreher 150
mit flacher Klinge 152 eingesetzt. Ein Drehen der lediglich
auf die abgeschrägte Eingriffsfläche 54 aufgesetzten flachen
Klinge 152 bewirkt ebenfalls ein Lösen der Verbindung.
Die Verbindungs-Einrichtung ermöglicht somit ein leichtes
Lösen durch beliebige Arten von Betätigungsstiften
einschließlich eines handelsüblichen
Kreuzschlitzschraubendrehers und eines handelsüblichen
Schraubendrehers.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der übereinander liegenden
Gehäuseteile, nämlich von Oberteil 10 und Unterteil 50. An
dem der Betätigungsöffnung 12 und dem gegenüberliegenden
Eingriffsglied 52 abgewandten Seite des Gehäuses sind hier
Verrippungen 38 am Oberteil 10 angebracht, die mit
Aufnahmestegen 36 am Unterteil 50 beim Verschluß
zusammenwirken. Als Verschluß dieser abgewandten Kante ist
ein zerlegbares Gelenk 30 vorgesehen, wobei Einhängezapfen 32
am Unterteil mit entsprechenden Ösen 34 am Oberteil in
Schwenkeingriff gelangen können.
Claims (8)
1. Verbindungs-Einrichtung zum lösbaren Verbinden eines
Oberteiles (10) mit einem Unterteil (50) eines Gehäuses für
elektrische Geräte, wie ein Telefongehäuse, oder ein Gehäuse
für Türsprechanlagen,
mit einer schmalen Betätigungsöffnung (12) für einen Betätigungsstift (15) an der Frontseite (14) des Oberteiles (10),
mit folgenden Merkmalen:
dadurch gekennzeichnet, daß an zwei gegenüberliegenden Ecken einer schmalen Gerätekante (18) je eine als rohrförmiger Führungskanal ausgebildete Betätigungsöffnung (12', 12) entsprechend dem Durchmesser handelsüblicher Kleinst- Schraubendreher und etwa den Abmessungen benachbarter Lautsprecher-Jalousieöffnungen (13) vorgesehen ist, unter der jeweils das Eingriffsglied (52', 52) mit Rasthaken (60', 60) sowie je ein Gegenhaken (16', 16) angeordnet sind, und dass am Eingriffsglied (52', 52) ein Endanschlag (56) für den Betätigungsstift (15) vorgesehen ist.
mit einer schmalen Betätigungsöffnung (12) für einen Betätigungsstift (15) an der Frontseite (14) des Oberteiles (10),
mit folgenden Merkmalen:
- a) ein vom Unterteil (50) nach innen ragendes, nach einer Seite flexibles Eingriffsglied (52),
- b) das durch den Betätigungsstift (15) seitlich auslenkbar ist,
- c) einen mit dem Eingriffsglied (52) fest verbundenen oder einstückig mit diesem ausgebildeten und somit mit diesem seitlich auslenkbaren Rasthaken (60),
- d) der durch den Betätigungsstift (15) entgegen der (elastischen) Rückstellkraft des Eingriffsgliedes (52) aus einer Einraststellung mit einem am Oberteil (10) angeordneten und einstückig mit diesem ausgebildeten Gegenhaken (16) lösbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß an zwei gegenüberliegenden Ecken einer schmalen Gerätekante (18) je eine als rohrförmiger Führungskanal ausgebildete Betätigungsöffnung (12', 12) entsprechend dem Durchmesser handelsüblicher Kleinst- Schraubendreher und etwa den Abmessungen benachbarter Lautsprecher-Jalousieöffnungen (13) vorgesehen ist, unter der jeweils das Eingriffsglied (52', 52) mit Rasthaken (60', 60) sowie je ein Gegenhaken (16', 16) angeordnet sind, und dass am Eingriffsglied (52', 52) ein Endanschlag (56) für den Betätigungsstift (15) vorgesehen ist.
2. Verbindungs-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Betätigungsstift (15) ein
handelsüblicher kleiner Kreuzschlitzdrehschrauber oder ein
Schlitzschraubendreher (150) mit flacher Klinge (152), der
ein öffnen auch lediglich durch Drehen nach Berührung mit der
schrägen Eingriffsfläche (54) ermöglicht, eingesetzt wird.
3. Verbindungs-Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Eingriffsglied (52) eine zur
Betätigungsöffnung (12) hin abgeschrägte Eingriffsfläche (54)
aufweist.
4. Verbindungs-Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Endanschlag (56) am Ende der
Eingriffsfläche (54) vorgesehen ist.
5. Verbindungs-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrastfläche (62) des
seitlich beweglichen Rasthakens (60) und die Gegenfläche (17)
des (ortfesten) Gegenkakens (16) im wesentlichen parallel zur
Frontseite (14) des elektrischen Gerätes ausgerichtet sind.
6. Verbindungs-Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der Gegenhaken (16) von der unteren
Gerätekante (19) des Oberteiles (10) aus nach innen
erstreckt.
7. Verbindungs-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch eine Abschrägung des Rasthakens (60)
nach oben und innen, sowie eine Abschrägung der nach innen
gerichteten Fläche des Gegenhakens (16) nach oben und innen,
derart, daß durch die Rückstellkraft des Eingriffsgliedes
(52) über die abgeschrägte Eingriffsfläche (54) und das
berührende Ende des Betätigungsstiftes (15) eine schräg nach
oben gerichtete Kraftkomponente (F) und zusätzlich eine nach
oben gerichtete Reibungskraftkomponente (FR) erzeugt wird,
derart, daß das Oberteil (10) automatisch geringfügig nach,
oben versetzt und vom Unterteil (50) abgehoben wird, so daß
Rasthaken (60) und Gegenhaken (16) nicht mehr miteinander
verrasten können.
8. Verbindungs-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch vom Oberteil (10), vorzugsweise
keilförmig, nach unten ragende Verrippungen (38), die mit
zugehörigen Aufnahmestegen (36) im Unterteil (50) zur
Versteifung des Gehäuses zusammenwirken und vorzugsweise im
Bereich einer lösbaren Gelenkverbindung (30) an der
gegenüberliegenden Gerätekante angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19642517A DE19642517C2 (de) | 1996-10-15 | 1996-10-15 | Verbindungs-Einrichtung zum lösbaren Verbinden eines Oberteiles mit einem Unterteil eines Gehäuses für elektrische Geräte |
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