DE19642401A1 - Pressenanordnung - Google Patents
PressenanordnungInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/0209—Wet presses with extended press nip
- D21F3/0218—Shoe presses
Landscapes
- Paper (AREA)
- Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
- Glass Compositions (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Pressenanordnung einer Papier-
oder Kartonmaschine zur Behandlung einer Faserstoffbahn in
einem in Laufrichtung der Faserstoffbahn verlängerten Preß
spalt, der zwischen einer Schuhpreßwalze und einer Gegenwalze
gebildet ist, wobei die Schuhpreßwalze einen um einen drehfe
sten Träger umlaufenden flexiblen Preßmantel umfaßt, der im
Bereich des Preßspaltes über wenigstens einen Preßschuh einer
Anpreßeinheit geführt ist, der durch wenigstens ein zugeord
netes, vorzugsweise durch eine jeweilige Kolben-/Zylinder
einheit gebildetes Kraftelement am Träger abgestützt ist, der
Preßmantel außerhalb des Bereichs des Preßspaltes zumindest
im wesentlichen kreiszylindrisch geführt ist und eine in ei
ner Symmetrieebene des Trägers angeordnete Trägerachse und
die Achse der Gegenwalze in einer vorzugsweise vertikalen
Ebene liegen, die mit der Symmetrieebene des Trägers zusam
menfällt und zu der eine Mittelebene der Anpreßeinheit, be
züglich der die Anordnung des wenigstens einen Kraftelements
allgemein symmetrisch ist, zumindest im wesentlichen parallel
ist. Eine solche Pressenanordnung ist aus der DE-A-37 08 189
bekannt.
Derartige Pressenanordnungen werden mit Erfolg insbesondere
in Pressenpartien von Papier- oder Kartonmaschinen einge
setzt. Die zu entwässernde Faserstoffbahn wird in der Regel
zusammen mit wenigstens einem Filzband durch den Preßspalt
geführt. Der in Laufrichtung der Faserstoffbahn verlängerte
Preßspalt bringt insbesondere den Vorteil einer höheren Ent
wässerungsleistung mit sich. Der Innenraum des außerhalb des
Bereichs des Preßspaltes zumindest im wesentlichen kreiszy
lindrisch geführten Preßmantels kann nach außen hin herme
tisch abgeschlossen werden, wodurch jegliche Verschmutzungs
gefahr durch nach außen dringendes Schmiermittel ausgeschlos
sen ist. Zudem kann dem Innenraum des Preßmantels Druckluft
zugeführt werden, wodurch dieser aufgeblasen wird, was eine
verbesserte Laufruhe des Preßmantels mit sich bringt. Ist der
Preßmantel durch drehbar am Träger gelagerte Tragscheiben ge
führt, so wird dadurch zusammen mit dem durch die Druckluft
erzeugten Innendruck bewirkt, daß der um den Träger umlaufen
de Preßmantel nur über den Preßschuh gleitet und im übrigen
berührungsfrei umläuft.
Ein allgemeines Problem bei derartigen Pressenanordnungen be
steht darin, daß die aus dem Preßspalt auslaufende Faser
stoffbahn noch eine gewisse Strecke mit dem Preßmantel und
dem zwischen diesem und der Faserstoffbahn vorgesehenen Filz
band mitlaufen kann, bevor sich die Faserstoffbahn vom Filz
band löst. Auch wenn diese gemeinsame Laufstrecke relativ
kurz ist, besteht doch die Gefahr einer Rückbefeuchtung, bei
der die Faserstoffbahn einen Teil der zuvor ausgepreßten
Flüssigkeit wieder aufnimmt. Die Gefahr einer solchen Rückbe
feuchtung wird noch dadurch verstärkt, daß der Preßmantel
aufgeblasen wird, nachdem dadurch die gemeinsame Laufstrecke
weiter verlängert wird.
Um diesem Problem zu begegnen, ist bei der aus der DE-A-37 08 189
bekannten Pressenanordnung die Drehachse des Preßmantels
und der beiden zugeordneten Tragscheiben entgegen der Lauf
richtung des Preßmantels gegenüber der Preßebene versetzt,
die bei dieser bekannten Pressenanordnung durch die Achsen
des Trägers und der Gegenwalze verläuft. Der Versatz der
Drehachse des Preßmantels und der zugeordneten Tragscheiben
gegenüber der Preßebene wird durch eine zur Trägerachse ex
zentrische Umlaufbahn des Preßmantels erreicht. Die bekannte
Pressenanordnung weist somit insbesondere den Nachteil auf,
daß auch die betreffenden Führungselemente für den Preßmantel
wie insbesondere die an den Preßmantelenden vorgesehenen
Tragscheiben exzentrisch angeordnet werden müssen.
Ziel der Erfindung ist es, eine Pressenanordnung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die bei wesentlich einfacherem
Aufbau und entsprechend höherer Zuverlässigkeit einen mög
lichst hohen Trockengehalt der aus dem Preßspalt auslaufenden
Faserstoffbahn gewährleistet.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
die Umlaufbahn des außerhalb des Bereichs des Preßspaltes
zumindest im wesentlichen kreiszylindrisch geführten Preßman
tels konzentrisch zur Trägerachse ist und daß die Anpreßein
heit mit ihrer Mittelebene in Laufrichtung der Faserstoffbahn
gegenüber der durch die Achse der Gegenwalze und die Trä
gerachse verlaufenden Ebene versetzt ist.
Aufgrund dieser Ausbildung wird trotz eines wesentlich einfa
cheren Aufbaus und einer entsprechend höheren Zuverlässigkeit
der Pressenanordnung erreicht, daß sich die Faserstoffbahn zu
einem sehr frühen Zeitpunkt von dem zwischen dieser Faser
stoffbahn und dem Preßmantel mitlaufenden Filzband löst. Es
ergibt sich somit eine minimale gemeinsame Laufstrecke von
Faserstoffband, Filzband und Preßmantel, wobei deren Länge in
der Praxis sogar annähernd Null werden kann. Nachdem sich so
mit die Faserstoffbahn unmittelbar am Auslauf des Preßspaltes
von dem betreffenden Filzband löst, ist eine Rückbefeuchtung
der Faserstoffbahn praktisch ausgeschlossen. Zudem ergeben
sich auch am Einlauf des Preßspaltes optimale geometrische
Verhältnisse, was bei einem Preßschuh mit einer in Laufrich
tung der Faserstoffbahn betrachtet vorderen Rundung insbeson
dere dann der Fall ist, wenn diese Rundung einen entsprechen
den Radius aufweist und annähernd an der kreiszylindrischen
Umlaufbahn des Preßmantels liegt. Ein Ausbeulen dieser Faser
stoffbahn ist dann praktisch ausgeschlossen. Im Fall der Ver
wendung von Tragscheiben können für diese einfache Lagerele
mente mit zueinander koaxialen Zentrier- und Lagerflächen
verwendet werden.
Die Vorteile einer möglichst geringen Rückbefeuchtung kommen
auch im Fall der Verwendung zweier Filzbänder zum Tragen, wo
bei die Rückbefeuchtung durch eine entsprechende Anordnung
oder Führung der beiderseits der Faserstoffbahn durch den
Preßspalt geführten Filzbänder weiter minimiert wird.
Der im Bereich des Preßspaltes gemessene Abstand zwischen der
Mittelebene der Anpreßeinheit und der durch die Achse der Ge
genwalze und die Trägerachse verlaufenden Ebene ist vorteil
hafterweise größer als 10 mm, insbesondere größer als 15 mm,
wobei er vorzugsweise im Bereich von 20 mm liegt.
Bei der in der Praxis bevorzugten Ausführungsform umfaßt der
Preßschuh eine dem Preßmantel zugewandte hydrodynamisch
und/oder hydrostatisch geschmierte Lauffläche mit einem an
die Gegenwalze angepaßten konkaven Laufflächenabschnitt.
Von besonderem Vorteil ist, wenn die Lauffläche des Preßschu
hes einlaufseitig mit einem konvexen Laufflächenabschnitt
versehen ist, dessen Krümmungsradius größer als 30 mm, insbe
sondere größer als 70 mm, ist und vorzugsweise im Bereich von
100 mm liegt. Dabei ist der Krümmungsradius vorteilhafterwei
se so gewählt, daß die Krümmung zumindest annähernd an der
kreiszylindrischen Umlaufbahn des Preßmantels liegt. Die Ge
fahr eines Ausbeulens des Preßmantels ist damit praktisch be
seitigt. Im Ergebnis erhält man somit auch eine geringere
Preßmanteldehnung auf der Außenseite, was insbesondere bei
dicken und doppelt beschichteten Preßmanteltüchern von Vor
teil ist. Zudem ergibt sich ein größerer Ausströmwiderstand
für das Schmieröl vor dem Preßspalt. Schließlich ist der Ein
lauf auch unempfindlicher gegenüber Überführbatzen.
Vorteilhafterweise ist die Lauffläche des Preßschuhes aus
laufseitig mit einem konvexen Laufflächenabschnitt versehen,
dessen Krümmungsradius größer als 12 mm, insbesondere größer
als 30 mm, ist und vorzugsweise im Bereich von 50 mm liegt.
Mit einem solchen vergrößerten Schuhauslaufradius wird eine
deutliche Verringerung der Dehnungsbeanspruchung des Preßman
tels erreicht, was insbesondere wiederum bei doppelt be
schichteten Tüchern zum tragen kommt.
Gemäß einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform ist dem
Preßschuh wenigstens ein Kraftelementepaar zugeordnet, dessen
beide vorzugsweise jeweils durch eine Kolben-/Zylindereinheit
gebildeten Kraftelemente in Laufrichtung der Faserstoffbahn
hintereinander sowie symmetrisch zur Mittelebene der An
preßeinheit angeordnet sind. Hierbei sind die beiden Krafte
lemente eines jeweiligen Kraftelementepaares vorzugsweise je
weils für sich genommen und/oder relativ zueinander unter
schiedlich beaufschlagbar.
Damit wird u. a. die Möglichkeit geschaffen, das Druckprofil
auch während des Betriebes beliebig einzustellen. Eine solche
Druckprofilverstellung ist bei sämtlichen Gegenwalzentypen
auch bei NIPCO-Walzen mit Mono-Hydraulik-System anwendbar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben;
in dieser zeigt die einzige Figur eine schematische, teilwei
se geschnittene Teildarstellung einer Pressenanordnung 10 ei
ner Papier- oder Kartonmaschine.
Die rein schematisch dargestellte, zu einer Papier- oder Kar
tonmaschine gehörende Pressenanordnung 10 dient zur Behand
lung einer Faserstoffbahn 12, hier einer Papier- oder Karton
bahn, in einem in Laufrichtung L verlängerten Preßspalt 14.
Dieser verlängerte Preßspalt 14 ist beim dargestellten Aus
führungsbeispiel durch eine untere und eine obere Preßfläche
begrenzt. Hierbei ist die den Preßspalt 14 nach unten begren
zende Preßfläche durch einen über wenigstens einen Preßschuh
16 geführten flexiblen Preßmantel 18 einer unteren Schuhpreß
walze 20 gebildet. Gegenüber dieser ist zur Bildung der obe
ren Preßfläche eine zylindrische Gegenwalze 22 angeordnet,
die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen starren Wal
zenmantel besitzt. Grundsätzlich kann jedoch auch auf dieser
Seite des Preßspaltes 14 ein über wenigstens einen Preßschuh
oder dergleichen geführter Preßmantel vorgesehen sein.
Der flexible Preßmantel 18 der unteren Schuhpreßwalze 20 ist
durch den Preßschuh 16 unter Ausbildung eines Fluidkissens
zwischen Preßschuh 16 und Preßmantel 18 gegen die gegenüber
liegende, durch die Gegenwalze 22 gebildete Preßfläche preß
bar. Dabei ist der Preßschuh 16 mittels einer Mehrzahl von
jeweils durch eine Kolben-/Zylindereinheit 24 gebildeten
Kraftelementen gegen die Gegenwalze 22 anpreßbar, die sich an
einem darunterliegenden drehfesten Träger 26 der Schuhpreß
walze 20 abstützen, um den der flexible Preßmantel 18 um
läuft.
Zusammen mit der zu behandelnden Faserstoffbahn 12 ist ein
der Entwässerung dienendes Filzband 28 durch den Preßspalt 14
geführt, der im vorliegenden Fall zwischen der Schuhpreßwalze
20 und der zu behandelnden Faserstoffbahn 12 liegt. Grund
sätzlich können auch mehrere Entwässerungsfilze vorgesehen
sein, wobei diese insbesondere auch auf verschiedenen Seiten
der zu behandelnden Faserstoffbahn 12 liegen können.
Der Preßschuh 16 sowie die diesem zugeordneten Kolben-
/Zylindereinheiten 22 sind Teil einer Anpreßeinheit 30, die
überdies einen Anschlag 32 umfaßt, gegen den der Preßschuh 16
während des Betriebs gedrückt wird.
Der um den drehfesten Träger 26 umlaufende, im Bereich des
Preßspaltes 14 über den Preßschuh 16 geführte Preßmantel 18
ist außerhalb des Bereichs des Preßspaltes 14 zumindest im
wesentlichen kreiszylindrisch geführt.
Die nicht gezeigte, in einer Symmetrieebene S des Trägers 26
angeordnete Trägerachse und die ebenfalls nicht dargestellte
Achse der Gegenwalze 22 liegen in einer im vorliegenden Fall
vertikalen Ebene E, die mit der Symmetrieebene S des Trägers
26 zusammenfällt. Zu dieser durch die Achsen des Trägers 26
und der Gegenwalze 22 verlaufenden vertikalen Ebene E ist ei
ne Mittelebene M der Anpreßeinheit 30, bezüglich der die bei
den in der Figur erkennbaren, in Laufrichtung L der Faser
stoffbahn 12 hintereinander liegenden Kolben-
/Zylindereinheiten 24 symmetrisch angeordnet sind, zumindest
im wesentlichen parallel.
Die Umlaufbahn des außerhalb des Bereichs des Preßspaltes 14
zumindest im wesentlichen kreiszylindrisch geführten Preßman
tels 18 ist zur Trägerachse konzentrisch. Dagegen ist die An
preßeinheit 30 mit ihrer Mittelebene M in Laufrichtung L der
Faserstoffbahn 12 gegenüber der durch die Achse der Gegenwal
ze 22 und die Trägerachse verlaufenden Ebene E versetzt.
Der Abstand a zwischen der Mittelebene M der Anpreßeinheit 30
und der durch die Achse der Gegenwalze 22 und die Trägerachse
verlaufenden Ebene E liegt im vorliegenden Fall vorzugsweise
im Bereich von 20 mm.
Grundsätzlich ist es auch denkbar, daß die Anpreßeinheit 30
mit ihrer Mittelebene M gegenüber der durch die Achse der Ge
genwalze 22 und die Trägerachse verlaufenden Ebene E geneigt
ist. In diesem Fall liegt der im Bereich des Preßspaltes 14
gemessene Abstand zwischen der Mittelebene M der Anpreßein
heit 30 und der durch die Achse der Gegenwalze 22 und der
Trägerachse verlaufenden Ebene E in dem Bereich von 20 mm.
Der Preßschuh 16 umfaßt eine dem Preßmantel 18 zugewandte hy
drodynamisch und/oder hydrostatisch geschmierte Lauffläche 34
mit einem an die Gegenwalze 22 angepaßten konkaven Laufflä
chenabschnitt 36.
Einlaufseitig ist die Lauffläche 34 des Preßschuhes 16 mit
einem konvexen Laufflächenabschnitt 38 versehen, dessen Krüm
mungsradius R1 im vorliegenden Fall vorzugsweise im Bereich
von 100 mm liegt.
Auslaufseitig ist die Lauffläche 34 des Preßschuhes 16 mit
einem konvexen Laufflächenabschnitt 40 versehen, dessen Krüm
mungsradius R2 im vorliegenden Fall vorzugsweise im Bereich
von 50 mm liegt.
Dem Preßschuh 16 ist wenigstens ein Kraftelementepaar zuge
ordnet, dessen beide jeweils durch eine Kolben-
/Zylindereinheit 24 gebildeten Kraftelemente in Laufrichtung
L der Faserstoffbahn 12 hintereinander angeordnet sind. Wie
in der Figur deutlich zu erkennen ist, sind die beiden Kol
ben-/Zylindereinheiten 24 zudem symmetrisch zur Mittelebene M
der Anpreßeinheit 30 angeordnet.
Die beiden Kolben-/Zylindereinheiten 24 umfassen jeweils ei
nen mit dem Preßschuh 16 verbundenen Kolben 42 und einen Zy
linder 44, in dem der Kolben 42 durch eine jeweilige Dich
tungsscheibe 46 geführt ist, die radial verschiebbar in einer
jeweiligen Umfangsnut 48 des betreffenden Kolbens 42 gelagert
ist.
Die beiden Kolben-/Zylindereinheiten 24 eines jeweiligen
Kraftelementepaares sind jeweils für sich genommen und/oder
relativ zueinander unterschiedlich beaufschlagbar, wie dies
in der Figur durch die beiden Drücke P1, P2 angedeutet ist.
Aufgrund der Doppelkolbenanpressung mit zueinander variabel
einstellbaren Drücken ist die Wirklinie der resultierenden
Schuhabstützkraft nicht fest vorgegeben. Die Zylinderanpreß
kraft bildet keine Gerade zur Preßkraft der Gegenwalze. Die
resultierende Schuhabstützkraft setzt sich vielmehr aus der
Kolbenkraft und einer Horizontalschubkomponente zusammen. Die
Horizontalschubkomponente wirkt zusätzlich zu der im Betrieb
auftretenden Reibkraft zwischen dem Preßmantel 18 und dem
Preßschuh 16 dem Biegebestreben des Preßschuhs 16 aufgrund
thermischer Einflüsse entgegen. Das heißt der Preßschuh 16
wird im Betrieb zwangsläufig mit einer größeren Kraft als die
maximale innere Biegekraft gegen den Anschlag 32 gedrückt und
somit gerade gehalten.
Der Preßmantel 18 der Schuhpreßwalze 20 kann endseitig an
Tragscheiben befestigt sein, die konzentrisch zur Trägerachse
drehbar am Träger gelagert sind.
Aufgrund der gegenüber der durch die Achse der Gegenwalze 22
und die Trägerachse verlaufenden Ebene E versetzten An
preßeinheit 30 läuft der Preßmantel 18 unmittelbar nach dem
Verlassen des Preßspaltes 14 verhältnismäßig steil nach un
ten, wodurch erreicht wird, daß sich die Faserstoffbahn 12
und das Filzband 28 in minimaler Entfernung vom Auslauf des
Preßspaltes 14 voneinander lösen. Das gleiche trifft auch auf
die Faserstoffbahn 12 und ein möglicherweise vorgesehenes
oberes Filzband zu. Im Ergebnis wird somit erreicht, daß im
Preßspalt 14 aus der Faserstoffbahn 12 in die Filzbänder ge
preßtes Wasser nach dem Auslauf aus dem Preßspalt 14 prak
tisch nicht mehr in die Faserstoffbahn 12 zurückströmen kann.
Bei wesentlich einfacherem Aufbau und entsprechend höherer
Zuverlässigkeit wird somit ein möglichst hoher Trockengehalt
der aus dem Preßspalt auslaufenden Faserstoffbahn gewährlei
stet. Zudem ergeben sich im Einlaufbereich optimale geometri
sche Verhältnisse. Der vordere Schuhradius liegt annähernd an
der kreiszylindrischen Umlaufbahn des Preßmantels 18. Ein
Ausbeulen des Preßmantels wird somit vermieden. Mit dem rela
tiv großen Krümmungsradius R1 des einlaufseitigen Laufflä
chenabschnitts 38 des Preßschuhes 16 ergibt sich eine gerin
gere Preßmantel- bzw. Tuchdehnung auf der Außenseite, was
insbesondere bei dickeren, doppelt beschichteten Tüchern we
sentlich ist. Zudem ergibt sich ein größerer Ausströmwider
stand für das Schmieröl vor dem Preßspalt. Schließlich ist
der Einlauf unempfindlicher gegen Überführbatzen.
Aufgrund des einen relativ großen Krümmungsradius R2 aufwei
senden auslaufseitigen Laufflächenabschnitts 40 des Preßschu
hes 16 wird die Dehnungsbeanspruchung des Preßmantels deut
lich verringert, was insbesondere wiederum bei doppelt be
schichteten Preßmänteln wesentlich ist.
10
Pressenanordnung
12
Faserstoffbahn
14
Preßspalt
16
Preßschuh
18
Preßmantel
20
Schuhpreßwalze
22
Gegenwalze
24
Kolben-/Zylindereinheit
26
Träger
28
Filzband
30
Anpreßeinheit
32
Anschlag
34
Lauffläche
36
konkaver Laufflächenabschnitt
38
konvexer Laufflächenabschnitt
40
konvexer Laufflächenabschnitt
42
Kolben
44
Zylinder
46
Dichtungsscheibe
48
Umfangsnut
a Abstand
E vertikale Ebene
L Laufrichtung
M Mittelebene
R1 Krümmungsradius
R2 Krümmungsradius
S Symmetrieebene
a Abstand
E vertikale Ebene
L Laufrichtung
M Mittelebene
R1 Krümmungsradius
R2 Krümmungsradius
S Symmetrieebene
Claims (7)
1. Pressenanordnung (10) einer Papier- oder Kartonmaschine
zur Behandlung einer Faserstoffbahn (12) in einem in
Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (12) verlängerten
Preßspalt (14), der zwischen einer Schuhpreßwalze (20)
und einer Gegenwalze (22) gebildet ist, wobei die
Schuhpreßwalze (20) einen um einen drehfesten Träger
(26) umlaufenden flexiblen Preßmantel (18) umfaßt, der
im Bereich des Preßspaltes (14) über wenigstens einen
Preßschuh (16) einer Anpreßeinheit (30) geführt ist, der
durch wenigstens ein zugeordnetes, vorzugsweise durch
eine jeweilige Kolben-/Zylindereinheit gebildetes Kraf
telement (24) am Träger (26) abgestützt ist, der Preß
mantel (18) außerhalb des Bereichs des Preßspaltes (14)
zumindest im wesentlichen kreiszylindrisch geführt ist
und eine in einer Symmetrieebene (S) des Trägers (26)
angeordnete Trägerachse und die Achse der Gegenwalze
(22) in einer vorzugsweise vertikalen Ebene (E) liegen,
die mit der Symmetrieebene (S) des Trägers (26) zusam
menfällt und zu der eine Mittelebene (M) der Anpreßein
heit (30), bezüglich der die Anordnung des wenigstens
einen Kraftelements (24) allgemein symmetrisch ist, zu
mindest im wesentlichen parallel ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlaufbahn des außerhalb des Bereichs des Preß
spaltes (14) zumindest im wesentlichen kreiszylindrisch
geführten Preßmantels (18) konzentrisch zur Trägerachse
ist und daß die Anpreßeinheit (30) mit ihrer Mittelebene
(M) in Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (12) gegen
über der durch die Achse der Gegenwalze (22) und die
Trägerachse verlaufenden Ebene (E) versetzt ist.
2. Pressenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der im Bereich des Preßspaltes (14) gemessene Ab
stand (a) zwischen der Mittelebene (M) der Anpreßeinheit
(30) und der durch die Achse der Gegenwalze (22) und die
Trägerachse verlaufenden Ebene (E) größer als 10 mm,
insbesondere größer als 15 mm, ist und vorzugsweise im
Bereich von 20 mm liegt.
3. Pressenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Preßschuh (16) eine dem Preßmantel (18) zuge
wandte hydrodynamisch und/oder hydrostatisch geschmierte
Lauffläche (34) mit einem an die Gegenwalze (22) ange
paßten konkaven Laufflächenabschnitt (36) umfaßt.
4. Pressenanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lauffläche (34) des Preßschuhes (16) einlaufsei
tig mit einem konvexen Laufflächenabschnitt (38) verse
hen ist, dessen Krümmungsradius (R1) größer als 30 mm,
insbesondere größer als 70 mm, ist und vorzugsweise im
Bereich von 100 mm liegt.
5. Pressenanordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lauffläche (34) des Preßschuhes (16) auslaufsei
tig mit einem konvexen Laufflächenabschnitt (40) verse
hen ist, dessen Krümmungsradius (R2) größer als 12 mm,
insbesondere größer als 30 mm, ist und vorzugsweise im
Bereich von 50 mm liegt.
6. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Preßschuh (16) wenigstens ein Kraftelementepaar
zugeordnet ist, dessen beide vorzugsweise jeweils durch
eine Kolben-/Zylindereinheit gebildeten Kraftelemente
(24) in Laufrichtung (L) der Faserstoffbahn (12) hinter
einander sowie symmetrisch zur Mittelebene (M) der An
preßeinheit (30) angeordnet sind.
7. Pressenanordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Kraftelemente (24) eines jeweiligen Kraf
telementepaares jeweils für sich genommen und/oder rela
tiv zueinander unterschiedlich beaufschlagbar sind.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| DE19642401A DE19642401A1 (de) | 1996-10-14 | 1996-10-14 | Pressenanordnung |
| DE59705464T DE59705464D1 (de) | 1996-10-14 | 1997-09-17 | Pressenanordnung |
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| AT97116126T ATE209272T1 (de) | 1996-10-14 | 1997-09-17 | Pressenanordnung |
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| CA002218201A CA2218201C (en) | 1996-10-14 | 1997-10-14 | Press arrangement |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19642401A DE19642401A1 (de) | 1996-10-14 | 1996-10-14 | Pressenanordnung |
Publications (1)
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Family
ID=7808745
Family Applications (2)
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