DE9011940U1 - Pressenpartie einer Papiermaschine - Google Patents
Pressenpartie einer PapiermaschineInfo
- Publication number
- DE9011940U1 DE9011940U1 DE9011940U DE9011940U DE9011940U1 DE 9011940 U1 DE9011940 U1 DE 9011940U1 DE 9011940 U DE9011940 U DE 9011940U DE 9011940 U DE9011940 U DE 9011940U DE 9011940 U1 DE9011940 U1 DE 9011940U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- press
- web
- section according
- roller
- press section
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/0209—Wet presses with extended press nip
- D21F3/0218—Shoe presses
- D21F3/0227—Belts or sleeves therefor
- D21F3/0245—Means for fixing the sleeve to the roller end
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/04—Arrangements thereof
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/04—Arrangements thereof
- D21F3/045—Arrangements thereof including at least one extended press nip
Landscapes
- Paper (AREA)
Description
Anwaltsakte: P 4722
J.M. Voith GmbH, Heidenheim,
Kennwort: "Doppelglättpresse"
Die Erfindung betrifft eine Pressenpartie einer Papiermaschine mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen.
Eine solche Pressenpartie ist bekannt aus der EP 0 107 606 Bl. Gemäß Figur 1 dieser Veröffentlichung sind zwei Preßwalzen-Paare
vorgesehen, die je einen Preßspalt bilden. Durch jeden Preßspalt läuft ein endloses und Wasser aus der Bahn aufnehmendes
Filzband, nachfolgend kurz "Entwässerungsfilz" genannt. Außerdem
ist ein endloses elastisches Preßelement vorhanden, in Form eines Bandes, das nacheinander durch beide Preßspalte und über
einige Leitwalzen läuft. Die zu entwässernde Bahn kommt im ersten Preßspalt in Kontakt mit dem elastischen Band und wird
durch dieses sodann in den zweiten Preßspalt geführt. Mit dieser Anordnung soll erreicht werden, daß sich die beiden Entwässerungsfilze
unmittelbar hinter den beiden Preßspalten von der zu entwässernden Bahn lösen. Hinter den beiden Preßspalten erfolgt
also der Transport der Bahn vollkommen ohne Mitwirkung der beiden Entwässerungsfilze. Hierdurch wird ein Rückbefeuchten
der Bahn aus den Entwässerungsfilzen vermieden. Man strebt hierdurch eine Erhöhung der Entwässerungskapazität der Pressenpartie
an, also einen erhöhten Trockengehalt der Bahn beim Verlassen der Pressenpartie.
Ein Nachteil dieser bekannten Pressenpartie besteht jedoch darin, daß in beiden Preßspalten die gleiche Seite der Bahn mit
dem elastischen Band in Kontakt ist. Dementsprechend ist die andere Bahnseite in beiden Preßspalten mit einem Entwässerungsfilz in Kontakt. Die Folge hiervon ist, daß die fertige Bahn
(z.B. Papierbahn) auf ihren beiden Seiten ungleiche Eigenschaften, z.B. unterschiedliche Glätte oder Saugfähigkeit, aufweist.
Bei der Entwicklung zukunftsorientierter Papiermaschinen werden
an die Pressenpartie die folgenden Forderungen gestellt:
1. Die Anzahl der Preßspalte soll möglichst gering sein, also die Zahl 2 möglichst nicht überschreiten.
2. In jedem Preßspalt soll die Bahn zwischen einem Entwässerungsfilz
und einem elastischen Preßelement laufen.
3. Auf den Einsatz von Granit- oder ähnlichen Stein- oder Kunststeinwalzen soll verzichtet werden. In vielen Fällen
soll auch die Verwendung von Saugpreßwalzen vermieden werden.
4. Die Bahn soll beim Durchlauf durch die Pressenpartie ständig
mit einem Transportmittel, z.B. mit einem Filz-Band oder mit einem elastischen Preßelement, in Kontakt sein
(d.h. geschlossene Bahnführung ohne freien Bahnzug).
5. Das fertige Produkt soll auf beiden Seiten möglichst weitgehend
gleiche Eigenschaften aufweisen.
6. Die Entwässerungskapazität der Pressenpartie soll gegenüber bisher soweit wie möglich erhöht werden; d.h. es soll ein
möglichst hoher Trockengehalt der Bahn beim Verlassen der Pressenpartie erzielt werden trotz sehr hoher Arbeitsgeschwindigkeit
(Größenordnung 2000 m/min oder darüber).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene
bekannte Pressenpartie dahingehend zu verbessern, daß möglichst viele der oben angegebenen Forderungen erfüllt
werden.
11 940.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Wesentlich ist, daß nacheinander beide Bahnseiten mit einem elastischen Preßelement in Kontakt kommen,
dessen Wasseraufnahmefähigkeit wesentlich geringer ist als diejenige
der wasseraufnehmenden Filzbänder. Vorzugsweise sind die elastischen Preßelemente derart ausgebildet, daß sie überhaupt
keine Wasseraufnahmefähigkeit besitzen. Hierdurch wird das Rückbefeuchten der Bahn aus den elastischen Preßelementen vermieden,
und beide Oberflächen der Bahn werden nacheinander geglättet.
Es ist schon bekannt, daß die Entwässerungsleistung eines einzelnen
Preßspaltes relativ hoch ist (verglichen mit einer Doppelfilzpresse)
, wenn die zu entwässernde Bahn zwischen einem Entwässerungsfilz und einem nicht wasseraufnehmenden elastischen
Preßelement durch den Preßspalt läuft. Mit anderen Worten: Es ist bekannt, daß eine Ein-Filz-Presse eine höhere Entwässerungsleistung
hat als eine Doppelfilzpresse. Auch versteht es sich, daß zwei hintereinandergeschaltete Ein-Filz-Pressen
eine höhere Entwässerungsleistung haben als nur eine einzige Ein-Filz-Presse. Überraschend ist nun aber die Erkenntnis, daß
noch eine weitere Steigerung der Entwässerungsleistung erzielt werden kann dadurch, daß (wie schon erwähnt) in den beiden
Preßspalten nacheinander beide Bahnseiten mit einem elastischen Preßelement in Kontakt kommen, also dadurch, daß der eine Entwässerungsfilz
mit der einen Bahnseite und der andere Entwässerungsfilz mit der anderen Bahnseite in Kontakt kommt.
Dieses günstige Ergebnis beruht vermutlich auf dem folgenden Sachverhalt: Bei der eingangs beschriebenen bekannten Pressenpartie
(EP 0 107 606 Bl) wird die Bahn zweimal hintereinander nach ein und derselben Bahnseite hin entwässert, wobei die andere
Bahnseite dauernd mit dem elastischen Band in Kontakt ist. Dadurch besteht die Gefahr, daß die Oberfläche der anderen
90 1t 940.
Bahnseite stark verdichtet wird, so daß sich die Entwässerungswirkung des zweiten Preßspaltes verringert. Es wird also nicht
die volle, theoretisch mögliche Entwasserungskapazitat der Pressenpartie erreicht. Im Extremfall besteht sogar die Gefahr
des Verdrückens der Bahn.
Dagegen gelingt es mit der erfindungsgemäßen Pressenpartie,
eine wesentlich höhere Gleichmäßigkeit der Eigenschaften auf beiden Bahnseiten und gleichzeitig eine unerwartete Steigerung
der Entwässerungsleistung zu erzielen. Die Pressenpartie ist hierdurch geeignet für extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeiten
(2000 m/min oder darüber).
In den beiden Offenlegungsschriften DE 37 18 462 und
DE 37 29 723 sind Pressenpartien beschrieben, bei denen ebenfalls das Ziel einer höheren Gleichartigkeit der beiden Bahnseiten
angestrebt wird. Hierzu ist dort vorgesehen, im einen Preßspalt die eine Bahnseite und im anderen Preßspalt die andere
Bahnseite mit einer glatten Granit- oder ähnlichen Steinoder Kunststein-Walze in Kontakt zu bringen. Dort ist es aber
erforderlich, an der Übergabestelle von der einen zur anderen glatten Preßwalze einen (wenn auch kurzen) freien Bahnzug vorzusehen.
Demgegenüber ermöglicht es die Erfindung, die bekannte Konfiguration ohne freien Bahnzug beizubehalten. Die
Verwendung von harten Preßwalzen, z.B. Steinwalzen, hat auch noch andere Nachteile: Zum einen ist wegen der Härte des Preßmantels
nur eine relativ geringe Entwässerungsleistung erzielbar. Zum anderen erfordern Steinwalzen einen hohen Herstellungsaufwand;
außerdem besteht bei den angestrebten hohen Arbeitsgeschwindigkeiten eine erhöhte Unfallgefahr, weil unerwartet
eine Zerstörung des Stein-Walzenkörpers infolge Überbeanspruchung eintreten kann.
Das einzelne elastische Preßelement kann gemäß der Erfindung ausgebildet sein
a) entweder als ein Preßband, das im Preßspalt über eine Preßwalze oder über einen Preßschuh, außerdem über
Leitwalzen umläuft,
b) oder als ein flüssigkeitsdichter und an beiden Enden
geschlossener Preßmantel einer Schuh-Preßeinheit,
c) oder als ein flüssigkeitsdichter und an beiden Enden
geschlossener und lose über einen Walzenkörper umlaufender Preßmantel,
d) oder als elastischer Belag einer Preßwalze.
Preßmäntel der oben unter b) und c) angegebenen Art sind bekannt aus DE 38 05 350 (= US 4,878,281).
Es ist möglich, daß die erfindungsgemäße Pressenpartie mit zwei
gleichartigen oder mit zwei unterschiedlichen elastischen Preßelementen ausgerüstet wird, also beispielsweise der erste Preßspalt
mit einem (über Walzen umlaufenden) Preßband und der zweite Preßspalt mit einem an beiden Enden geschlossenen Preßmantel.
In dieser Hinsicht sind viele Variationen denkbar.
Die verschiedenen möglichen Ausführungsbeispiele der Erfindung kann man jedoch auch nach anderen Gesichtspunkten unterteilen,
nämlich nach der Methode, wie die zu entwässernde Bahn ohne freien Bahnzug vom ersten zum zweiten Preßspalt transportiert
wird. Bei einer ersten Gruppe von Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, die Bahn vom ersten elastischen Preßelement unmittelbar
auf das zweite elastische Preßelement zu übergeben (Anspruch 4). Somit werden beide elastische Preßelemente als
Transportmittel eingesetzt. Daraus resultieren mehrere Vorteile gleichzeitig: Der Aufbau der gesamten Pressenpartie ist besonders
einfach. Außerdem wird der Vorteil der eingangs beschriebenen bekannten Konfiguration beibehalten, daß nämlich beim
Transportieren der Bahn vom ersten zum zweiten Preßspalt eine Rückbefeuchtung der Bahn vollkommen oder nahezu vollkommen ausgeschlossen
ist.
Allerdings müssen bei der Bahn-Übergabe von dem einen elastischen Preßelement auf das andere einige Schwierigkeiten überwunden
werden. Es ist nämlich manchmal nicht ohne besondere
zusätzliche Maßnahmen gewährleistet, daß die Bahn tatsächlich vom ersten zum zweiten elastischen Preßelement überwechselt.
Beispielsweise kann es vorkommen, daß insbesondere die Bahnränder die Tendenz haben, mit dem ersten elastischen Preßelement
weiterzulaufen. Es wurden jedoch verschiedene Möglichkeiten gefunden, um die genannten Schwierigkeiten zu meistern; die diesbezüglichen
Maßnahmen sind in den Unteransprüchen 5 bis 12 angegeben.
Viele dieser Maßnahmen sind auch in einem anderen Zusammenhang anwendbar, nämlich in einer Pressenpartie, bei der die Bahn
über eine herkömmliche glatte und harte Preßwalze (z.B. Steinwalze) läuft und von dieser auf ein elastisches Preßelement,
z.B. Band, überwechseln soll. Eine solche Konfiguration ist denkbar, z.B. zwecks Modernisierung einer herkömmlichen Pressenpartie,
in der die Bahn durch einen ersten Preßspalt läuft (gebildet durch die harte Preßwalze und einen ersten Entwässerungsfilz)
und danach durch einen zweiten Preßspalt (gebildet durch das genannte elastische Preßelement und einen zweiten
Entwässerungsfilz). Auch in diesem Fall kommt zuerst die eine Bahnseite in Kontakt mit einer glatten Fläche (z.B. der Steinwalze)
und danach die andere Bahnseite (durch Kontakt mit dem elastischen Preßelement), Ebenso findet die Entwässerung zunächst
in die eine und danach in die andere Richtung statt (siehe Ansprüche 19 bis 26). Denkbar ist, daß in dem vorbeschriebenen
Fall dem ersten Preßspalt ein weiterer Preßspalt vorgeschaltet ist, der z.B. doppelt befilzt ist.
Bei einer anderen Gruppe von Ausführungsbeispielen ist vorgesehen,
daß zum Überführen der Bahn von der ersten zur zweiten Presse entweder eine als Saugblaswalze ausgebildete Übergabewalze
oder ein zusätzlicher Transportfilz vorgesehen ist. Oder man versucht, mit Hilfe besonderer Maßnahmen zu erreichen, daß
der Entwässerungsfilz der ersten Presse zugleich als Transportfilz
dient. Die diesbezüglichen Maßnahmen sind in den Ansprüchen 13 bis 15 angegeben.
11 940.
Allen Ausführungsformen der Erfindung ist gemeinsam, daß sie
ohne die kostspieligen Saugpreßwalzen betrieben werden können. Die Erfindung ist, falls erforderlich, aber auch anwendbar mit
dem Einsatz einer Saugpreßwalze.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Figuren 1, la, 2, 2a, 3, 3a, 3b, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 7a, 8, 8a und 9 zeigen in schematischer Darstellung verschiedene Pressenpartie-Konfigurationen
.
Die Figuren 10 und 11 sind zwei Teillängsschnitte durch unterschiedliche
Langspalt-Preßwalzen mit aufblasbarem Preßmantel.
In der Fig. 1 erkennt man von einer Pressenpartie einer Papiermaschine
eine erste Presse I mit einem ersten Walzenpaar 41, und eine zweite Presse II mit einem zweiten Walzenpaar 51, 52.
Durch den vom ersten Walzenpaar 41, 42 gebildeten Preßspalt läuft ein erstes Filzband 43, das die zu entwässernde Papierbahn
(dargestellt durch eine gepunktete Linie 9) mittels einer Abnahmesaugwalze 44 vom nur teilweise sichtbaren endlosen Sieb
8 einer Siebpartie abnimmt. Das Filzband 43 läuft um die obere Preßwalze 41, die Umfangsrillen oder Sackbohrungen aufweist
(wie durch einen gestrichelten Kreis symbolisch dargestellt ist), außerdem über die üblichen Leitwalzen 45. Die symbolische
Darstellung der unteren Preßwalze 42 zeigt, daß diese Walze als Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet sein kann. Um diese
Preßwalze 42 und um Leitwalzen 46 läuft ein erstes endloses elastisches Preßband 47, hergestellt beispielsweise aus einem
elastomeren Kunststoff mit darin eingelagerten Verstärkungsfäden,
z.B. gemäß US-PS 4,552,620 oder WO 88/08897. Die unmittelbar hinter dem Walzenpaar 41, 42 angeordnete Leitwalze 45'
sorgt für ein rasches Trennen des ersten Filzbandes 43 von
11 940.
der Papierbahn 9, die gestützt durch das erste Preßband 47 in Richtung zur zweiten Presse II weiterläuft. Abweichend von Fig.
1 könnte die untere Preßwalze 42 ersetzt werden durch einen Preßschuh, über den das Preßband 47 unmittelbar gleitet.
Während also in der ersten Presse I die Unterseite der Papierbahn 9 mit dem ersten elastischen Preßband 47 in Kontakt kommt,
ist in der zweiten Presse II ein zweites obenliegendes Preßband 53 vorgesehen, das mit der Oberseite der Papierbahn 9 in Kontakt
kommt und das (in dem dargestellten Beispiel) um eine sogenannte Schuh-Preßwalze 51 umläuft. Deren wesentliche Elemente
sind ein stationärer Tragkörper 24, ein schlauchförmiger elastischer
Preßmantel 10 und ein radial beweglicher Preßschuh 26. Diese Elemente sind bei den Schuh-Preßwalzen aller Ausführungsbeispiele vorhanden; der Tragkörper ist jedoch nur in den Figuren
1 und la dargestellt.
Der Preßschuh 2 6 drückt den Preßmantel 10 und das zweite Preßband
53 gegen die untere Preßwalze 52, die wiederum als Durchbiegungseinstellwalze, aber mit gerilltem Mantel ausgebildet
ist. Die Papierbahn 9 wird durch das zweite Preßband 53 mittels einer Abnahmewalze 54 vom Preßband 47 der ersten Presse I abgenommen.
Hierzu ist eine der Leitwalzen des ersten Preßbandes 47, nämlich die Leitwalze 46a, derart angeordnet, daß das erste
Preßband 47 die Abnahmewalze 54 etwas umschlingt. Mit anderen Worten: Die beiden Preßbänder 47 und 53 haben an einem Teil des
Umfanges der Abnahmewalze 54 eine gemeinsame Laufstrecke U; sie trennen sich jedoch voneinander noch am Umfang der Abnahmewalze
54. Die Leitwalze 46a kann in vertikaler Richtung verstellbar sein (wie durch einen Doppelpfeil angedeutet), so daß die beiden
Preßbänder 47, 53 hinter der gemeinsamen Laufstrecke U unter einem einstellbaren Winkel voneinander divergieren.
Vor der Abnahmewalze 54 kann an der Außenseite des zweiten Preßbandes 57 eine Befeuchtungs-Einrichtung 50 vorgesehen werden
(z.B. Wasserspritzrohr oder Dampfdüsen). Durch ein geringes
Befeuchten der Preßband-Außenseite kann ein sicheres Abnehmen der Bahn 9 vom ersten Preßband 47 erleichtert werden. Oft genügt
es, Befeuchtungs-Einrichtungen 50 nur an den beiden Rändern des Preßbandes 57 vorzusehen.
Um die untere Preßwalze 52 der zweiten Presse II und über Leitwalzen
56 läuft ein zweites Filzband 57. Dieses wird hinter dem Walzenpaar 51, 52 mittels der Leitwalzen 56' wiederum möglichst
rasch von der Papierbahn 9 getrennt, um Rückbefeuchtung zu vermeiden. In einem gewissen Abstand hinter dem zweiten Walzenpaar
51, 52 läuft das zweite Filzband 57 über eine Saugwalze 58, um die Papierbahn 9 wieder vom zweiten Preßband 53 abzunehmen und
in die erste Trockengruppe 59 einer Trockenpartie zu überführen, von der nur zwei Trockenzylinder 59a und zwei Umlenkwalzen
59b dargestellt sind. Die Saugzone der Saugwalze 58 kann unterteilt sein in eine erste Zone a, die zur Konditionierung und
Entwässerung des zweiten Filzbandes 57 dient, und in eine zweite Zone b, die zur Abnahme der Papierbahn 9 vom Preßband 53
dient. Dargestellt ist noch, daß in jeder Presse I, II eine Preßwalze 42 bzw. 52 durch einen Motor M angetrieben wird, und
daß die Drehzahlen der Motoren M durch eine Antriebs-Steuereinrichtung C steuerbar sind. Z.B. kann die Arbeitsgeschwindigkeit
der zweiten Presse II etwas höher sein als diejenige der ersten Presse I. Somit läuft das zweite Preßband 53 etwas
rascher als das erste Preßband 43. Hierdurch kann wiederum das Überführen der Bahn vom ersten zum zweiten Preßband erleichtert
werden. Jedoch wird man von dieser Methode (Einstellen einer Differenzgeschwindigkeit) meistens nur dann Gebrauch machen,
wenn andere Maßnahmen (z.B. strafferes Spannen des zweiten Preßbandes oder Befeuchten oder Kühlen des zweiten Preßbandes)
nicht zum Erfolg führen.
Die Anordnung gemäß Fig. la unterscheidet sich von der Fig. 1 im wesentlichen nur dadurch, daß die zwei Walzen 51 und 52 der
zweiten Presse II gegenseitig vertauscht wurden. D.h. nunmehr liegt die Schuh-Preßwalze 51' in der Schlaufe des unten liegenden
zweiten Filzbandes 57 und die Durchbiegungseinstellwalze 52' (hier mit glattem Mantel) in der Schlaufe des obenliegenden
Preßbandes 53. Hierdurch ist es möglich, bei gleichen Walzen-Abmessungen in der zweiten Presse II einen höheren Liniendruck
anzuwenden, weil nunmehr am Walzenmantel der Durchbiegungseinstellwalze 52' die Preßkraft der Schuh-Preßwalze 51 und die
Schwerkraft einander entgegenwirken, d.h. sich nicht mehr addieren wie bei Anordnung gemäß Fig. 1. Anstelle einer Befeuchtungseinrichtung
(50 in Fig. 1) ist in Fig. la eine Kühlwalze 50' vorgesehen, über die das zweite Preßband 53 mit seiner
Außenseite läuft.
Die Fig. 2 unterscheidet sich von der Fig. 1 im wesentlichen nur dadurch, daß in der ersten Presse I als elastisches Preßelement
eine Schuh-Preßwalze 42A vorgesehen ist. Diese ersetzt also die untere Preßwalze 42, die Leitwalzen 46 und 46a und das
elastische Preßband 47 der Fig. 1. Ihr Preßmantel 10 kommt also in unmittelbaren Kontakt mit der Bahn 9, im Gegensatz zu den
Preßmänteln 10 der Schuh-Preßwalzen 51, 51' der Figuren 1 und la. Wie weiter unten anhand der Fig. 10 erläutert wird, kann
der Preßmantel 10 bei allen Schuh-Preßwalzen, z.B. 51 in Fig. und 42A in Fig. 2, aufgeblasen werden. Hierdurch kann sich der
Preßmantel 10 im Bereich der Abnahmewalze 54 ein Stück weit an das Preßband 53 der zweiten Presse II anschmiegen und mit diesem
wiederum eine kurze gemeinsame Laufstrecke bilden. Die obere Preßwalze 41A ist nunmehr als Durchbiegungseinstellwalze mit
gerilltem Preßmantel ausgebildet.
Gemäß Fig. 2a ist nunmehr die untere Preßwalze 42B der ersten Presse I als sogenannte Lose-Mantel-Preßwalze ausgebildet. Deren
Einzelheiten werden weiter unten anhand der Fig. 11 beschrieben. Es ist wiederum ein aufblasbarer Preßmantel 10' vorhanden,
der nunmehr jedoch mittels eines drehbaren Walzenkörpers 34 (anstelle eines Preßschuhes 26) gegen die obere Preßwalze
41 gedrückt wird. Nicht dargestellt ist eine weitere mögliche Variante, bei der (ausgehend von der Fig. 2) die Schuh-Preßwalze
42A ersetzt ist durch eine harte Preßwalze mit glatter Mantelfläche, z.B. durch eine Steinwalze, von der das elastische
Preßelement der zweiten Presse II, z.B. Preßband 53, die Bahn (durch direkten Kontakt mit der Steinwalze) abnimmt.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 sind in der ersten Presse I die gleichen Elemente vorhanden wie in Fig. 2, insbesondere
eine obere Preßwalze 41A und eine untere Schuh-Preßwalze 42A. Die zweite Presse II ist nunmehr gebildet aus einer obenliegenden
Schuh-Preßwalze 51A und aus einer untenliegenden Preßwalze 52, um die ein Filzband 57' umläuft. Die beiden Preßwalzen 41A
und 52 sind wiederum als Durchbiegungseinstellwalzen mit gerilltem Mantel ausgebildet. Die beiden Schuh-Preßwalzen 42A und
51A haben wiederum je einen schlauchförmigen und aufblasbaren Preßmantel 10. Ein weiterer Unterschied zwischen den Figuren 3
und 1 besteht insoweit, als die erste Trockengruppe 59 ein separates Stützband (z.B. Trockensieb 59c) aufweist, das die Papierbahn
9 mittels einer Abnahmesaugwalze 58' von der Schuh-Preßwalze 51A abnimmt und über die Trockenzylinder 59a und Umlenkwalzen
59b führt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist es wichtig, daß die beiden Preßmäntel 10 an beiden Enden geschlossen
sind; dies nicht nur, um das Auslaufen von Schmieröl zu verhindern, sondern auch damit die Preßmäntel aufblasbar
sind. Hierdurch können sie wiederum eine kurze gemeinsame Laufstrecke c bilden, die zur Übergabe der Papierbahn 9 von der ersten
zur zweiten Presse dient. Es kann zweckmäßig sein, an der Übergabestelle einen der beiden Preßmäntel 10 mittels einer
stationären Leiste 11 abzustützen.
Wenn man in Fig. 3 beide Pressen I und II auf den Kopf stellt, so erhält man die Konfiguration gemäß Fig. 3a mit den Preßwalzen
41B, 42B, 51B und 52B. Der Vorteil dieser Konfiguration besteht darin, daß der in der ersten Presse I an der unteren
Preßwalze 4IB anfallende und relativ große Wasser-Anteil mit dem umlaufenden Walzenmantel nach unten laufen kann. Außerdem
kann man wiederum in der zweiten Presse II wiederum eine relativ hohe Preßkraft anwenden, wie oben anhand der Fig. la erläutert
wurde. Zusätzlich erforderlich ist allerdings ein zusätzliches Abnahme-Filzband 40 mit einer zusätzlichen Abnahme-Saugwalze
40a und mit den dazugehörenden Leitwalzen 40b. Das FiI-band 43B der ersten Presse I übernimmt die Bahn 9 vom Abnahme-Filzband
40 mit Hilfe der Abnahmesaugwalze 44B. Am unteren freien Teil des Umfanges der zweiten Schuh-Preßwalze 51B ist
zum Abführen von Ausschuß-Papier ein Schaber 39 vorgesehen. Die Pressenpartie-Konfiguration gemäß Fig. 3a könnte auch realisiert
werden mit Lose-Mantel-Preßwalzen (gemäß Fig. 11) anstelle der Schuh-Preßwalzen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin,
die Schuh-Preßwalzen zu ersetzen gemäß Fig. 3b durch normale Preßwalzen 42C und 51C, die einen weichen, elastischen, aber
fest mit dem Walzenkörper verbundenen Belag aufweisen. Deren Gegenwalzen sind mit 41C bzw. 52C bezeichnet. Auch hier besteht
das Besondere der Anordnung darin, daß die beiden elastischen Preßelemente, nämlich die soeben erwähnten elastischen Beläge,
miteinander in Kontakt kommen, um die Papierbahn von der ersten Presse I zur zweiten Presse II zu übergeben.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 stimmt die Anordnung der Preßwalzen 61, 62 und 51, 72 weitgehend überein mit der Anordnung
der Preßwalzen 41, 42 und 51, 52 der Fig. 1. Gegenseitig vertauscht sind jedoch in beiden Pressen I und II die Filzbänder
und die Preßbänder. Zum Abnehmen der Papierbahn 9 vom Siebband 8 dient nun das obenliegende erste Preßband 63. Wenn dieses
vollkommen luftundurchlässig ist, dann ist die Abnahmewalze
64 als normale Walze ohne Saugeinrichtung ausgebildet. Denkbar ist jedoch auch die Verwendung eines ersten Preßbandes 63, das
eine geringe Luftdurchlässigkeit aufweist und dennoch im ersten Preßspalt kein Wasser aufnimmt, weil seine von der Papierbahn
berührte Außenseite wasserabstoßend ist. In diesem Fall kann die Abnahmewalze 64 wie bisher als Saugwalze ausgebildet sein.
Die untere Preßwalze 62, um die das erste Filzband 67 läuft, ist wiederum als Durchbiegungseinstellwalze ausgebildet, sie
hat jedoch nunmehr einen gerillten Mantel. In der zweiten Presse II läuft um die obenliegende Schuh-Preßwalze 51 ein zweites
Filzband 73. Um die untenliegende Durchbiegungseinstellwalze läuft ein zweites elastisches Preßband 77, das die Papierbahn
vom ersten Preßband 63 (an der Leitwalze 65) abnimmt und durch den zweiten Preßspalt sowie über die Trockenzylinder und Umlenkwalzen
der ersten Trockengruppe 59 führt. Hierzu ist es vorteilhaft (aber nicht unbedingt notwendig), wenn das zweite
Preßband 77 luftdurchlässig ist, damit schon an den Trockenzylindern Verdampfung stattfinden kann. Vor der Leitwalze 65 kann
an der Außenseite des ersten Preßbandes 63 eine Heinzeinrichtung 60 vorgesehen werden, welche die Bahn 9 erwärmt, um das
überführen der Bahn auf das zweite Preßband zu erleichtern und um die Entwässerungsleistung der zweiten Presse II zu erhöhen.
Eine solche Leistungssteigerung kann auch durch das Erwärmen des Preßbandes 77 (Fig. 4) bzw. des Filzbandes 57 (Fig. 1) an
den Trockenzylindern erzielt werden. Die Konfiguration gemäß Fig. 4 kann dahingehend abgewandelt werden, daß ein zusätzlicher
Abnahmefilz 40 mit einer zusätzlichen Abnahme-Saugwalze 40a und das untenliegende Filzband 67 der ersten Presse I (zusammen
mit einer weiteren Abnahme-Saug-walze 44B) zum Überführen
der Papierbahn 9 vom Siebband 8 in die erste Presse I dienen; siehe Fig. 4a.
Eine weitere mögliche Abwandung der Fig. 4 ist in Fig. 4b dargestellt.
Hier läuft das untenliegende elastische Preßband 77 nur über die untere Preßwalze 72 der zweiten Presse II und über
Leitwalzen. Die erste Trockengruppe 59 hat dagegen ihr eigenes Stützband 59c, das die Papierbahn 9 vom Preßband 77 abnimmt.
Die Fig. 5 stellt eine weitere mögliche Abwandlung des Ausführungsbeispieles
der Fig. 1 dar. Nunmehr ist für das überführen der Papierbahn 9 von der ersten Presse I zur zweiten Presse II
eine Übergabe-Walze 79 vorgesehen. Diese nimmt die Papierbahn 9 vom Preßband 47 ab mittels einer Saugzone (gekennzeichnet durch
ein Minus-Zeichen). Im Bereich einer nachfolgenden Blaszone (gekennzeichnet durch ein Plus-Zeichen) läuft das Filzband 57
der zweiten Presse II ein Stück weit über die Walze 79 und übernimmt hierdurch die Papierbahn.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 entspricht im wesentlichen der Konfiguration gemäß Fig. 3a. Nur ist nunmehr (ähnlich wie
in Fig. 5) eine Übergabe-Walze 79 vorgesehen, welche die Papierbahn 9 vom Preßmantel der ersten Presse I auf das Filzband
57B der zweiten Presse II überführt. Anstelle des Schabers (39, Fig. 3a) ist eine Ausschuß-Abführwalze 38 mit einem Schaber 37
vorgesehen.
Anstelle einer Übergabe-Walze 79 kann auch ein zusätzlicher Transportfilz 80 mit einer zusätzlichen Abnahme-Saugwalze 81
vorgesehen werden. Dies ist am Beispiel der Fig. 7 dargestellt, die ansonsten weitgehend der Fig. 1 entspricht. Das untenliegende
Filzband 57 der zweiten Presse II nimmt die Papierbahn 9 mittels einer zusätzlichen Abnahme-Saugwalze 56A vom Transportfilz
80 ab und führt sie der zweiten Presse II zu. Diese Ausführungsform kann gemäß Fig. 7a noch weiter abgewandelt werden.
Dargestellt ist ein Dampfblaskasten 82, der in einer vergrößerten Umschlingungszone der Abnahme-Saugwalze 81 die Papierbahn 9
in bekannter Weise erwärmt. Zu diesem Zweck läuft das untenliegende elastische Preßband 47 hinter dem Walzenpaar 41, 42 über
zwei ungefähr vertikal übereinander liegende Leitwalzen 4 6b und 46c. Zwischen diesen beiden Leitwalzen wird die Papierbahn 9
durch den Transportfilz 80 vom Preßband 47 abgenommen.
SO 11 940.
Eine weitere Methode zum Überführen der Papierbahn von der
ersten zur zweiten Presse ist in Fig. 8 dargestellt. Wie in Fig. 1 wird das obenliegende Filzband 43 der ersten Presse I
unmittelbar hinter dem Preßspalt von der Papierbahn 9 getrennt. Es wird nun durch einen Filzsauger 83 konditioniert und über
eine Leitwalze 45b einer Abnahme-Saugwalze 45c zugeführt, die das Filzband 4 3 wiederum mit der Papierbahn in Kontakt bringt
und vom untenliegenden Preßband 47 abnimmt. Danach übernimmt das untenliegende Filzband 57 der zweiten Presse mittels einer
Abnahme-Saugwalze 56a die Papierbahn 9 und führt sie der zweiten Presse II zu. Die Fig. 8a unterscheidet sich von der Fig. 8
nur dadurch, daß die Abnahme-Saugwalze 45C eine vergrößerte Umschlingungszone und einen dementsprechend vergrößerten Saugkasten
aufweist. Hierdurch kann diese Abnahme-Saugwalze zugleich zum Konditionieren des Filzbandes 43 dienen. Die Saugzone
kann hierzu (genauso wie bei der Abnahme-Saugwalze 58 der Fig. 1) unterteilt sein in eine erste Saugzone a und in eine
zweite Saugzone b.
Die Fig. 9 zeigt schließlich eine weitere mögliche Abwandlung des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 3a. Ähnlich wie in Fig. 8
wird das Filzband 43B der ersten Presse I unmittelbar hinter dem Preßspalt mittels eines Filzsaugers 83 konditioniert und
danach über eine Leitwalze 45d an den Preßmantel der Schuh-Preßwalze 42B zurückgeführt. Dort übernimmt das Filzband 43B
die Papierbahn erneut, nämlich mittels einer Abnahme-Saugwalze 84. Deren Umschlingungszone ist größer als 180°, so daß hier
wiederum ein Dampfblaskasten 85 angeordnet werden kann. Danach übernimmt das Filzband 57B der zweiten Presse II mittels einer
weiteren Abnahme-Saugwalze 86 die Papierbahn und führt sie in den Preßspalt der zweiten Presse II.
Jede der Schuh-Preßwalzen (z.B. 51' in Fig. la) hat gemäß Fig. 10 einen nicht-rotierenden Tragkörper 24, der an seinen
beiden Enden (von denen nur eines sichtbar ist) mit je einem Lagerzapfen 24a in einem Lagerbock 25 abgestützt ist. An seiner
Außenseite hat der Tragkörper eine Ausnehmung 24b, in der ein Preßschuh 2 6 angeordnet ist, dessen Länge ungefähr der Breite
der Papierbahn 9 entspricht. Um den Tragkörper 24 und den Preßschuh 26 läuft ein endloser, schlauchförmiger Preßmantel 10.
Durch Beaufschlagen mit einem Druckmittel kann der Preßschuh 2 6 den Preßmantel 10 gegen eine Gegenwalze 52 andrücken.
An jedem Walzenende ist auf dem Lagerzapfen 24a ein Lagerring 14 axial verschiebbar, jedoch nicht drehbar angeordnet. Auf dem
Lagerring 14 ist eine Manteltragscheibe 12 mit Hilfe eines Wälzlagers 13 drehbar gelagert. An der äußeren Stirnseite dieser
Manteltragscheibe 12 ist die radial nach innen umgeformte Randzone des Preßmantels 10 mittels eines Spannflansches 15 und
mittels Schrauben 16 befestigt.
Um den Innenraum der Preßwalze, der vom Preßmantel 10 und den Manteltragscheiben 12 begrenzt ist, nach außen abzudichten, ist
folgendes vorgesehen: Der Preßmantel 10 besteht im wesentlichen aus einem flüssigkeitsdichten Kunststoff, z.B. Polyurethan; er
ist vorzugsweise mit einem Gewebe oder mit eingewickelten Fäden armiert. Eine Dichtfläche ist mit B bezeichnet und ein O-Dichtring
mit 23. An der Außenseite des Wälzlagers 13 ist ein WeI-lendichtring
19 vorgesehen, der in einem an der Manteltragscheibe 12 befestigten Gehäusering 20 ruht.
Die Fig. 11 zeigt eine sogenannte Lose-Mantel-Preßwalze, die einen losen Preßmantel 10' aufweist. Abweichend von Fig. 10 ist
der Tragkörper nunmehr als drehbar gelagerter und deshalb kreiszylindrischer Walzenkörper 34 ausgebildet, dessen Zapfen
34a bei Bedarf mit einem Antrieb gekoppelt werden kann. Die
Grundform des Preßmantels 10' ist die gleiche wie diejenige des
Preßmantels 10 der Fig. 10. Der stirnseitige flüssigkeitsdichte Abschluß des vom Preßmantel 10 begrenzten Innenraumes ist folgendermaßen
ausgebildet: Ein Lagerring 31 ist an den Walzenkörper 34 angeformt. Darauf ist (mit Wälzlager 13' und Dichtring
32) ein ringförmiges Manteltragelement 12' gelagert (konzentrisch zum Walzenkörper 34). An der äußeren Stirnfläche des
Manteltragelements 12' ist der Preßmantel 10 mittels Spannring 15' und Schrauben 16' befestigt.
In Fig. 11 ist oben ein kleines Stück einer Gegenwalze 41 erkennbar,
die mit der Preßwalze einen Preßspalt bildet. Außerhalb des Preßspaltes besteht ein Abstand d zwischen Preßmantel
10' und Walzenkörper 34, weil der Innendurchmesser des Preßmantels 10' größer als der Außendurchmesser des Walzenkörpers 34
ist.
Heidenheim, 16.08.90
0558ak/DSh/Srö/55-71
0558ak/DSh/Srö/55-71
Claims (26)
1. Pressenpartie einer Papiermaschine zum Entwässern einer Bahn, vorzugsweise Papierbahn, mit den folgenden Merkmalen:
a) durch einen ersten Preßspalt (I) läuft ein erstes endloses und Wasser aus der Bahn (9) aufnehmendes Filzband
(43) und durch einen zweiten Preßspalt (II) ein ebensolches zweites Filzband (57);
b) die Anordnung ist derart getroffen, daß die Bahn (9) ständig mit wenigstens einem Transportmittel (z.B. mit
einem der Filzbänder) in Kontakt ist;
c) in beiden Preßspalten (I, II) ist die Bahn (9) in Kontakt mit einem endlosen elastischen Preßelement (z.B.
Preßband oder Preßmantel), dessen Wasseraufnahmefähigkeit geringer ist als diejenige der Filzbänder
(43, 57);
d) dadurch gekennzeichnet, daß zwei voneinander unabhängige endlose elastische Preßelemente, nämlich ein
erstes und ein zweites Preßelement (47, 53) vorhanden sind, und daß im ersten Preßspalt (I) die eine Bahnseite
mit dem ersten Preßelement (47) und im zweiten Preßspalt (II) die andere Bahnseite mit dem zweiten Preßelement
(53) in Kontakt kommt.
11 940.
'■ &Pgr;
2. Pressenpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bahnberührende Außenseite wenigstens eines der beiden
elastischen Preßelemente (47, 53) frei ist von irgendwelchen Öffnungen oder Poren (d.h. die Wasseraufnahmefähigkeit
ist gleich Null).
3. Pressenpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der beiden elastischen Preßelemente als
flüssigkeitsdichter und an beiden Enden geschlossener (und somit aufblasbarer) Preßmantel (10 oder 10') ausgebildet
ist.
4. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den zwei Preßspalten (I, II) die zwei endlosen elastischen Preßelemente (47, 53) zwecks
Bahn-Übergabe miteinander in Kontakt kommen, vorzugsweise in einer gemeinsamen Laufstrecke (U).
5. Pressenpartie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bahnberührende Außenseite des zweiten elastischen Preßelements
(53) eine höhere Glätte aufweist als diejenige des ersten elastischen Preßelements (47).
6. Pressenpartie nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bahnberührende Außenseite des zweiten elastischen
Preßelements (53) eine höhere Härte aufweist als diejenige des ersten elastischen Preßelements (47)·
7. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung (50) zum Befeuchten des zweiten elastischen Preßelements
(53), z.B. mittels Wasser oder Dampf, vorgesehen ist.
8. Pressenpartie nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Befeuchtungs-Einrichtungen (50) nur an den beiden Rändern
des zweiten elastischen Preßelements (53) vorgesehen sind.
9. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung (50) zum Kühlen des zweiten elastischen Preßelements
(53) vorgesehen ist.
10. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung (60) zum Beheizen der Bahn (9) und/oder des ersten
elastischen Preßelements (63) vorgesehen ist.
11. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 4 bis 10 mit je einem Antrieb (M) für die zwei Pressen (I und II) und mit
einer Antriebs-Steuereinrichtung (C), mit deren Hilfe eine Geschwindigkeits-Differenz zwischen den zwei Pressen (I,
II) einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite elastische Preßelement (53) mit einer höheren Geschwindigkeit
antreibbar ist als das erste elastische Preßelement (47) .
12. Pressenpartie nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den beiden elastischen
Preßelementen (53, 47) zwischen 1 % und 5 % beträgt.
13. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß (zwecks Bahn-Übergabe von einem Transportmittel der ersten Presse (I) auf ein Transportmittel
der zweiten Presse II) eine als Saugblaswalze ausgebildete Übergabewalze (79) vorgesehen ist (Fig. 5 oder 6).
90 11
14. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß (zwecks Bahn-Übergabe von der ersten
zur zweiten Presse) ein zusätzlicher Transportfilz (80) mit
Abnahmesaugwalze (81) vorgesehen ist (Fig. 7 oder 7a).
15. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet
durch die folgenden Merkmale:
a) das erste Filzband (43) dient zugleich als Transportfilz von der ersten Presse (I) zur zweiten Presse (II);
b) hinter dem ersten Preßspalt läuft das erste Filzband (43) ohne die Bahn (9) über eine Hilfsleitwalze (45b)
und von dieser zu einer am ersten elastischen Preßelement (47) anliegenden Abnahme-Saugwalze (45c);
c) eine Filzkonditionier-Einrichtung (83) ist im Bereich der Hilfsleitwalze (45b) oder in der Abnahmesaugwalze
(45c) als Vorsaugzone (a) vorgesehen (Fig. 8, 8a oder 9).
16. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite elastische Preßelement (77)
feine, den Durchtritt von Gasen erlaubende Poren aufweist, und daß es hinter dem zweiten Preßspalt (II) zusammen mit
der Bahn (9) abwechselnd über Trockenzylinder und Umlenkwalzen läuft, so daß die Bahn mit den Trockenzylindern in
Kontakt kommt (Fig. 4).
17. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie frei ist von Saugpreßwalzen.
18. Pressenpartie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Laufstrecke (U) der beiden elastischen Preßelemente
(47, 53) am Umfang einer Abnahmewalze (54) gebildet ist, die in der Schlaufe des zweiten Preßelements (53)
liegt, ferner daß sich die beiden Preßelemente am Umfang der Abnahmewalze (54) voneinander trennen, und daß der zwischen
ihnen hinter der Trennstelle gebildete Winkel variabel ist durch Verstellbarkeit einer Leitwalze (46a), die in
der Schlaufe des ersten Preßelements (47) liegt.
19. Pressenpartie mit den Merkmalen a) und b) des Anspruches 1 sowie mit den folgenden Merkmalen:
c) eine Preßwalze des ersten Walzenpaares ist eine von der Bahn berührte glatte und harte Walze, z.B. Steinwalze;
d) ein elastisches Preßelement, z.B. Preßband, übernimmt die Bahn durch Kontakt mit der harten Walze und führt
sie in den Preßspalt des zweiten Walzenpaares.
20. Pressenpartie nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die bahnberührende Außenseite des elastischen Preßelements
eine höhere Glätte aufweist als diejenige der harten Walze.
21. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung
zum Befeuchten des elastischen Preßelements (z.B. mittels Wasser oder Dampf) vorgesehen ist.
22. Pressenpartie nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß Befeuchtungs-Einrichtungen nur an den beiden Rändern des
elastischen Preßelements vorgesehen sind.
23. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung zum Kühlen des elastischen Preßelements vorgesehen
ist.
24. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Bahn-Übergabe-Stelle eine Einrichtung
zum Beheizen der Bahn und/oder der harten Walze vorgesehen ist.
25. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Preßelement mit einer
höheren Geschwindigkeit umläuft als die harte Walze.
26. Pressenpartie nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeits-Differenz zwischen 1 % und 5 % beträgt.
Heidenheim, 16.08.90
0558ak/49-54
0558ak/49-54
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9011940U DE9011940U1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Pressenpartie einer Papiermaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9011940U DE9011940U1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Pressenpartie einer Papiermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9011940U1 true DE9011940U1 (de) | 1991-09-12 |
Family
ID=6856619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9011940U Expired - Lifetime DE9011940U1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Pressenpartie einer Papiermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9011940U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0608534A1 (de) * | 1993-01-23 | 1994-08-03 | J.M. Voith GmbH | Nasspresse für eine Papiermaschine |
| DE4321405A1 (de) * | 1993-01-23 | 1994-08-11 | Voith Gmbh J M | Naßpresse für eine Papiermaschine |
| EP0751255A1 (de) * | 1995-06-21 | 1997-01-02 | Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH | Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn |
| US5733415A (en) * | 1996-08-01 | 1998-03-31 | Beloit Technologies, Inc. | Closed shoe press head indexing system |
| EP0950757A3 (de) * | 1998-04-15 | 2001-01-10 | Voith Paper Patent GmbH | Pressenanordnung |
-
1990
- 1990-08-17 DE DE9011940U patent/DE9011940U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0608534A1 (de) * | 1993-01-23 | 1994-08-03 | J.M. Voith GmbH | Nasspresse für eine Papiermaschine |
| DE4321405A1 (de) * | 1993-01-23 | 1994-08-11 | Voith Gmbh J M | Naßpresse für eine Papiermaschine |
| EP0751255A1 (de) * | 1995-06-21 | 1997-01-02 | Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH | Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn |
| US5733415A (en) * | 1996-08-01 | 1998-03-31 | Beloit Technologies, Inc. | Closed shoe press head indexing system |
| EP0950757A3 (de) * | 1998-04-15 | 2001-01-10 | Voith Paper Patent GmbH | Pressenanordnung |
| US6425980B1 (en) | 1998-04-15 | 2002-07-30 | Voith Sulzer Papiertechnik Patent Gmbh | Press device and process for treating a material web |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0496965B1 (de) | Pressenpartie | |
| DE4301750C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern einer Bahn mittels Pressen | |
| DE69129788T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung einer Papierbahn durch Pressen | |
| EP0988417B1 (de) | Trockenpartie | |
| DE69923971T2 (de) | Verwendung eines transferband in einer tissue-papiermaschine | |
| DE3815278A1 (de) | Pressenpartie einer maschine zur herstellung einer faserstoffbahn, insbesondere papierbahn | |
| DE3328162A1 (de) | Papiermaschine | |
| EP0309530B1 (de) | Maschine zur herstellung von faserstoffbahnen | |
| DE4026021C2 (de) | Pressenpartie einer Papiermaschine | |
| DE8805966U1 (de) | Pressenpartie einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papierbahn | |
| DE2139591A1 (de) | Papiermaschine und Verfahren zum Trocknen der Papierbahn | |
| EP0837181B1 (de) | Pressenpartie | |
| DE4004331C1 (de) | ||
| EP0854230B1 (de) | Nasspresse | |
| DE2630448A1 (de) | Walzenpresse einer papiermaschine | |
| DE9011940U1 (de) | Pressenpartie einer Papiermaschine | |
| EP1362950A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung einer Faserstoffbahn | |
| EP0803604B1 (de) | Nasspresse | |
| DE60033137T2 (de) | Weichkrepp-papiermaschine und deren Pressenpartie | |
| DE4026339C2 (de) | Spezialband für eine Entwässerungspresse einer Papiermaschine | |
| DE19902139A1 (de) | Pressenanordnung | |
| DE29518848U1 (de) | Pressenpartie einer Papiermaschine mit geschlossener Bahnführung | |
| DE102019127104A1 (de) | Tissuemaschine | |
| DE8717279U1 (de) | Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen | |
| EP1281807A2 (de) | Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn |