DE19641257C2 - Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer Filteranlage - Google Patents
Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer FilteranlageInfo
- Publication number
- DE19641257C2 DE19641257C2 DE19641257A DE19641257A DE19641257C2 DE 19641257 C2 DE19641257 C2 DE 19641257C2 DE 19641257 A DE19641257 A DE 19641257A DE 19641257 A DE19641257 A DE 19641257A DE 19641257 C2 DE19641257 C2 DE 19641257C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filter
- base
- filter base
- devices
- gas space
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 40
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 claims description 27
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 26
- 238000009434 installation Methods 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 85
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 25
- 238000013461 design Methods 0.000 description 7
- 238000004806 packaging method and process Methods 0.000 description 7
- 238000011161 development Methods 0.000 description 6
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 6
- 230000008859 change Effects 0.000 description 5
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 4
- 239000003344 environmental pollutant Substances 0.000 description 3
- 231100000719 pollutant Toxicity 0.000 description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 description 3
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 238000011068 loading method Methods 0.000 description 2
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 2
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 2
- HSFWRNGVRCDJHI-UHFFFAOYSA-N Acetylene Chemical compound C#C HSFWRNGVRCDJHI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 241000405147 Hermes Species 0.000 description 1
- 239000004809 Teflon Substances 0.000 description 1
- 229920006362 Teflon® Polymers 0.000 description 1
- 240000007313 Tilia cordata Species 0.000 description 1
- 235000015278 beef Nutrition 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 229920000728 polyester Polymers 0.000 description 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 1
- 238000012958 reprocessing Methods 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
- 238000013519 translation Methods 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D46/02—Particle separators, e.g. dust precipitators, having hollow filters made of flexible material
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D46/88—Replacing filter elements
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D2265/00—Casings, housings or mounting for filters specially adapted for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D2265/02—Non-permanent measures for connecting different parts of the filter
- B01D2265/023—Non-permanent measures for connecting different parts of the filter making use of magnetic forces
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Filteranlage nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Entfernen von Fil
tereinrichtungen aus einer Filteranlage.
Aus der DE 41 41 935 C1 ist eine Vorrichtung zum Auswechseln
von Filterschläuchen einer Staubfilteranlage zur Trockenent
staubung bekannt. Diese besteht aus einem Rohgaskanal, einem
Reingaskanal, mehreren Schlauchkammern mit einer Anzahl von
Filterschläuchen und jeweils einer zu den einzelnen Schlauch
kammern gehörenden Reingaskammer mit einem Deckel, einem die
Grenze zwischen Schlauchkammer und Reingaskammer bildenden
Schlauchboden sowie jeweils einem Staubsammelbunker. Letzterer
besteht aus zwei sich hinsichtlich der Bodenflächen überlap
penden Pyramidenstümpfen, deren gemeinsame Grundfläche nach
oben zur Schlauchkammer zeigt, so daß die beiden kleineren
Flächen zwei nebeneinanderliegende Staubbunkerausläufe bilden.
Anstelle der innen verlaufenden Pyramidenstumpfflächen ist ein
am Schnittpunkt der Pyramidenstumpfflächen angeordnetes, tra
pezförmiges Schwenkblech vorgesehen, mit dem wahlweise der
eine oder der andere Staubbunkerauslauf abgedeckt werden kann.
Der Filterwechsel wird bei dieser Vorrichtung dadurch bewerk
stelligt, daß nach Abschaltung der Rohgaszufuhr einer
Schlauchkammer das Schwenkblech im zugehörigen Staubbunker
über den ersten Staubbunkerauslauf, der dem Staubaustrag
dient, geschwenkt und dann der Deckel der Reingaskammer geöff
net wird. Anschließend werden die Stützkörbe der Filterschläu
che nach oben herausgezogen und die gebrauchten Filterschläu
che aus ihren Halterungen im Schlauchboden gelöst und nach
unten in die dafür vorgesehenen Abfalltransportbehältnisse
entsorgt.
Dabei ist problematisch, daß zum Filterwechsel der Reingasraum
betreten werden muß, wodurch er verschmutzt wird. Außerdem ist
es sehr arbeits- und zeitaufwendig, jeden Filterschlauch bei
geöffneter Anlage einzelnen auszubauen, wodurch ferner eine
Gefährdung des Personals durch beim Fallenlassen der Filter
schläuche entstehenden Staub sowie eine lange Stillstandzeit
der Anlage auftreten.
Bei einem filternden Abscheider, wie er beispielsweise aus der
DE 31 41 054 A1 bekannt ist, können in Reihen angeordnete zy
linderförmige Filterpatronen zum Austausch einzeln durch jeder
Reihe zugeordnete Türen entnommen werden. Zwar wird hierbei
der Reingasraum nicht betreten, jedoch ist es auch bei dieser
Ausführung sehr aufwendig, die Filterpatronen zu ersetzen.
Weiterhin hat diese Bauart den Nachteil, daß die einzelnen
Filterpatronen im Zuge der Austauscharbeiten an ihrem Einsatz
ort nur schwer und mit hohem Aufwand in erforderlicher Weise
abzudichten sind.
Aus der DE 21 43 261 B1 ist ein Staubgasfilter bekannt, bei
dem ein Rohgasraum und ein Reingasraum nebeneinander angeord
net sind. Eine Filtergruppe mit einer Mehrzahl von Schlauch
filtern ist im Rohgasraum an einem gesonderten Gehäuse ange
bracht, das als in den Reingasraum mündender Reingassammelka
nal ausgebildet ist und zusammen mit der zugehörigen Filter
gruppe ausgetauscht werden kann. Das Auswechseln eines Gehäu
ses mit daran angebrachter Filtergruppe ist nach oben vorgese
hen, wodurch aufwendige und schwierige sowie kraftaufwendige
Hebearbeiten erforderlich sind, die ferner die Gefahr mit sich
bringen, daß sich von den Filtern abfallender Staub weit ver
teilen kann. Zudem verursacht das Vorsehen der Reingassam
melkanäle, die immer mit den Filtergruppen ausgewechselt wer
den einen zusätzlichen Material- und Kostenaufwand sowie einen
erhöhten Platzbedarf beim Lagern und Aufbereiten der Austau
scheinheit. Da die Dichtflächen der Gehäuse zum Reingasraum
hin parallel zur Bewegungsrichtung beim Wiedereinsetzen der
Gehäuse mit Filtergruppen verlaufen, ist es schwierig, eine
ausreichende Abdichtung zu erreichen. Durch die gruppenweise
Aufteilung der Filterschläuche sind die abzudichtenden Dicht
flächen ferner sehr umfangreich, so daß auch die Gefahr einer
Leckage entsprechend groß ist.
Die DE 33 09 983 A1 offenbart Schlauchfilter für die Abschei
dung von staubförmigen Produkten aus Gasen. Dabei sind eine
rohgasseitige Staubkammer und eine Reingaskammer vorgesehen.
Ein Schlauchboden mit einer eingangsseitig daran befestigten
Mehrzahl von Filterschläuchen und einer ausgangsseitig daran
angebrachten Sammelkammer, die in einen an die Reingaskammer
anschließbaren Durchlaß mündet, für die Mehrzahl von Filter
schläuchen bildet eine Schlauchfilterzelle, die über eine
Tragkonstruktion fest mit einem auf Rollen verfahrbaren Fahr
gestell verbunden ist. Der Durchlaß an der Sammelkammer ist
mit einem mittels einer elastischen Dichtung gasdichten
Schnellverschluß an einem passenden Gegenstück am Trennboden
zwischen Staubkammer und Reingaskammer befestigbar. Vor dem
Ausfahren der Schlauchfilterzellen aus der Staubkammer auf
Schienen zur Führung der Rollen des Fahrgestells werden die
Schnellverschlüsse der Gegenstücke zu den Durchlässen in der
durch eine Tür begehbaren Reingaskammer gelöst und durch Anhe
ben aus den Dichtungen ausgerastet. Dann können die Schlauch
filterzellen zur Reparatur oder zum Austausch aus der Staub
kammer herausgefahren werden.
Auch diese Bauart erfordert einen hohen Dichtungsaufwand, da
beim Filterwechsel die Durchlässe der Sammelkammern zu ihren
Gegenstücken hin und letztere gegenüber dem Trennboden abge
dichtet werden müssen. Weiterhin ist problematisch, daß die
Rollen in der Staubkammer beim Betrieb der Anlage verschmut
zen. Dies führt zum einen dazu, daß dieser Staub beim Heraus
fahren der Schlauchfilterzellen die Umgebung des Filters ver
schmutzt. Zum anderen besteht die Gefahr, daß die verschmutz
ten Rollen blockieren und dann innerhalb der Staubkammer ge
reinigt werden müssen, damit die Schlauchfilterzellen heraus
gefahren werden können. Auch ist es aufwendig, eine ausrei
chende Anzahl von fertig bestückten Fahrgestellen zu bevorra
ten, um den Filterwechsel schnell durchführen zu können. An
dernfalls ergeben sich lange Stillstandzeiten der Filteranla
ge, bis ein herausgefahrenes Fahrgestell mit neuen Filter
schläuchen bestückt ist. Der letztere Vorgang wird außerdem
durch das Fahrgestell erschwert, da es die erforderlichen Ar
beiten behindert, so daß der Vorgang besonders lange dauert
und für das Personal unangenehm oder sogar gefährlich ist.
Dieselben Probleme weist die ähnlich zur vorher beschriebenen
Filteranlage ausgebildete und in der DE 27 24 590 A1 beschrie
bene Hilfsvorrichtung für Schlauchgruppen auf, wobei zusätz
lich durch das Ausfahren der an Sammelkanälen hängenden
Schlauchgruppen durch den neben dem Staubgasraum angeordneten
Reingasraum hindurch letzterer verschmutzt wird.
Ein stehendes Schlauchfilter offenbart die DE 33 13 357 A1.
Dabei ist ein Schlauchboden, der den Rohgasraum vom Reingas
raum trennt, als ein um eine Hochachse des Schlauchfilters
drehbares Karussell ausgebildet und dazu an einer drehbaren
Tragsäule befestigt, um einzelne Filterschläuche wahlweise vor
einer Türöffnung zum Rohgasraum positionieren zu können. Der
Schlauchboden liegt in einer Betriebsstellung über eine Dich
tung an einem in der Trennebene zwischen Rohgasraum und Rein
gasraum die letzteren im übrigen gegeneinander abdichtenden
Ring an und kann, um gedreht werden zu können, zusammen mit
der Tragsäule gegenüber dem Ring abgesenkt werden. Die Trag
säule durchsetzt den Schlauchboden in den Reingasraum hinein,
wo sie in einer Führungshülse gelagert ist, an der die Trag
säule mit dem Schlauchboden in der abgesenkten Lage hängt, und
ist unten auf einer Exzenterscheibe abgestützt, die über eine
außerhalb des Filtergehäuses liegende Handkurbel zum Absenken
und Anheben der Tragsäule mit dem Schlauchboden drehbar ist.
Bei diesem Schlauchfilter muß jeder Filterschlauch einzeln
ausgewechselt und dabei auch noch an seiner verschmutzten Sei
te gehandhabt werden. Die Arbeit wird dabei durch den be
schränkten Bereich der Türe zusätzlich erschwert. Der inner
halb des Rohgasraums liegende Teil der Absenk- und Drehmecha
nik unterliegt einer starken Verschmutzung, so daß die Funkti
onssicherheit nicht gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filteranlage
und ein Verfahren zu schaffen, bei denen Filtereinheiten
schnell, einfach und sicher ausgewechselt werden können.
Diese Aufgabe wird einerseits mit einer Filteranlage nach dem
Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Filteranlage nach dem An
spruch 1 sind in den Unteransprüchen 2-17 angegeben.
Durch die Erfindung wird somit eine Filteranlage mit einem
durch eine Türe zugänglichen Rohgasraum und einem Reingasraum
und einer diese Räume verbindenden Durchlaßöffnung geschaffen,
die durch einen Filtereinrichtungen tragenden Filterboden ab
dichtbar ist, der mittels einer Verstellmechanik zwischen ei
ner Betriebsstellung, in der er die Durchlaßöffnung abdichtet,
und einer Wartungsstellung, in der er von der Durchlaßöffnung
beabstandet ist, verstellbar ist. Ein Luftstrom vom Rohgasraum
zum Reingasraum kann bei in Betriebsstellung befindlichem Fil
terboden durch die Filtereinrichtungen erfolgen. Erfindungsge
mäß ist der Filterboden in der Wartungsstellung von der Ver
stellmechanik entkoppelt und kann samt Filtereinrichtungen
durch die Türe aus dem Rohgasraum entfernt werden.
Die erfindungsgemäße Filteranlage ermöglicht ein schnelles,
einfaches und sicheres Auswechseln der Filtereinheiten. Je
nach Bauart kann der Filterboden mit den Filtereinrichtungen
durch Betätigen der Verstellmechanik von außerhalb des Rohgas
raumes oder innerhalb diesem nach dem Öffnen der Türe aus der
Betriebsstellung in die Wartungsstellung gebracht werden.
Durch die dann jedenfalls geöffnete Türe kann der die Fil
tereinrichtungen tragende Filterboden aus dem Rohgasraum ent
nommen werden, was je nach Größe und Gewicht von Filterboden
mit Filtereinrichtungen von Hand oder mittels eines speziell
angepaßten Gestells oder eines üblichen Gabelstaplers erfolgen
kann. Der Filterboden mit Filtereinrichtungen kann dann zum
Wiederaufbereiten oder Entsorgen gebracht werden. Schließlich
wird ein neuer Filterboden mit betriebsbereit daran montier
ten, unverbrauchten Filtereinrichtungen in analoger Weise in
den Rohgasraum eingesetzt und mittels der Verstellmechanik in
die Betriebsstellung gebracht.
Dadurch, daß beim Einsetzen eines neuen Filterbodens mit fri
schen Filtereinrichtungen nur der Filterboden gegen die Durch
laßöffnung abgedichtet werden braucht, ist die dabei zu ge
währleistende Dichtheit in vorteilhafter Weise mit minimalen
Dichteinrichtungen zu erreichen. Dies ist gemäß einer weiteren
vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung besonders einfach
und wirkungsvoll zu realisieren, wenn der Filterboden zumin
dest annähernd parallel zur Durchlaßöffnung verstellbar ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der Filteranlage
nach der Erfindung enthalten die Filtereinrichtungen eine
Mehrzahl von Filterschläuchen.
Die Abdichtung des Filterbodens gegenüber der Durchlaßöffnung
kann besonders einfach und sicher gewährleistet werden, wenn
gemäß einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fil
teranlage dem Filterboden und/oder der Durchlaßöffnung zuge
ordnete Dichteinrichtungen vorgesehen sind, durch die der Fil
terboden in seiner Betriebsstellung gegenüber der Durchlaßöff
nung abgedichtet ist.
Es ist von Vorteil, wenn die Verstellmechanik zum Verstellen
des Filterbodens zwischen der Betriebsstellung und der War
tungsstellung direkt am Filterboden angreift, wie bei einer
anderen Weiterbildung der Erfindung vorgesehen ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Erfindungsausgestaltung enthält
die Verstellmechanik wenigstens einen Stellhebel. Die Verwen
dung von Hebeln ermöglicht in bekannter und vorteilhafter Wei
se eine gute Übersetzung von aufbringbarer zu erforderlicher
Kraft, um den Filterboden zusammen mit den daran angebrachten
Filtereinrichtungen zwischen der Betriebsstellung und der War
tungsstellung zu verstellen. Je nach Bauform und Größe des
Filterbodens mit daran angebrachten Filtereinrichtungen können
auch zwei oder mehr Stellhebel vorgesehen sein. Bevorzugt ist
insbesondere dabei jedoch jegliche Ausgestaltung, die eine
zumindest annähernd parallele Verstellung des Filterbodens
relativ zur Durchlaßöffnung ermöglicht. Zu diesem Zweck können
beispielsweise beim Vorhandensein von zwei Stellhebeln diese
fest miteinander verbunden sein.
Vorzugsweise enthält die Verstellmechanik einer anderen Aus
führung der Erfindung eine Kurvensteuerung, an der ggf. der
Stellhebel angreift. Eine solche Kurvensteuerung kann Steuer
nocken und/oder Schlitze aufweisen, die den Verstellweg des
Filterboden in vorteilhafter Weise bestimmen. Neben beispiels
weise einem reinen Absenken des Filterbodens von der Durchlaß
öffnung bei vertikaler Anordnung von Roh- und Reingasraum
übereinander kann durch die Kurvensteuerung auch noch ein ho
rizontales Verstellen insbesondere zur Türöffnung hin bewirkt
werden, was das Entnehmen und Einsetzen der verbrauchten Fil
terboden/Filtereinrichtungen-Kombination bzw. einer neuen Fil
terboden/Filtereinrichtungen-Kombination erleichtert.
Im Fall eines Schlitzes als Bestandteil der Kurvensteuerung
ist ersterer bevorzugt in der Art bogenförmig, daß er in der
Verstellrichtung von der Wartungsstellung zur Betriebsstellung
des Filterbodens durchgebogen ist. Bei dem vorstehend ange
führten Beispiel bei vertikaler Anordnung von Roh- und Rein
gasraum übereinander würde dies einen nach oben gebogenen
Schlitz bedeuten.
Die Kurvensteuerung kann, wenn die Größe und das Gewicht der
Filterboden/Filtereinrichtungen-Kombination es erforderlich
machen, insbesondere parallelgeschaltet mehrfach vorhanden
sein.
Bei Verwendung einer Kurvensteuerung ist diese bevorzugt der
art ausgestaltet, daß die Verstellmechanik bei in der Be
triebsstellung befindlichem Filterboden eine Übertotpunktein
stellung einnimmt. Dadurch wird automatisch der Vorteil einer
stabilen Betriebsstellung des Filterbodens am Ende des Ver
stellweges erreicht, wodurch keine gesonderten Befestigungs
einrichtungen für den Filterboden am Rand der Durchlaßöffnung
erforderlich sind.
Die Dichtigkeit der mit dem Filterboden versehenen Durchlaß
öffnung kann gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung
dadurch auf einfache Weise erreicht oder verbessert werden,
daß der Filterboden in der Betriebsstellung durch die Ver
stellmechanik und/oder die Dichteinrichtungen unter Spannung
gegen einen Rand der Durchlaßöffnung anliegt.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fil
teranlage ist der Reingasraum oberhalb des Rohgasraums ange
ordnet. Bei einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung ist
vorgesehen, daß der Rohgasraum quaderförmig ist, und daß die
Türe zumindest im wesentlichen eine ganze Seitenfläche des
Rohgasraums bildet.
Das Verstellen des Filterbodens zwischen der Betriebs- und der
Wartungsstellung und das Halten des Filterbodens in jeder
Stellung ist besonders sicher und einfach, wenn die Verstell
mechanik einen Filterbodenträger enthält, auf dem der Filter
boden aufliegt, wie als weitere bevorzugte Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen ist. Die Verstellmechanik kann dann ggf.
über den Filterbodenträger direkt an dem Filterboden angrei
fen.
Besonders einfach läßt sich das Auswechseln von Filterböden
mit daran befindlichen Filtereinrichtungen gemäß einer anderen
Weiterbildung der Erfindung bewerkstelligen, wenn der Filter
bodenträger bei in Wartungsstellung befindlichem Filterboden
einen solchen Abstand von der Durchlaßöffnung hat, daß der
Filterboden zumindest geringfügig von dem Filterbodenträger
abhebbar und durch die Türe aus dem Rohgasraum entfernbar ist.
Um ein Verschmutzen der Umgebung durch von entnommenen Fil
tereinrichtungen abfallendem ausgefiltertem Gut zu vermeiden,
sieht eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung einen
an dem Filterboden befestigbaren Sack, wie z. B. einem Kunst
stoffsack, zum Aufnehmen der Filtereinrichtungen vor. Bevor
zugt kann dieser Sack gemäß einer Weiterbildung zum Befestigen
an dem Filterboden auf einen Rahmen aufgezogen oder aufziehbar
sein, der an dem Filterboden anbringbar ist. Besonders einfach
ist das Befestigen des Rahmens an dem Filterboden, wenn der
Rahmen und/oder der Filterboden entsprechend einer zusätzli
chen Weiterbildung der Erfindung zumindest metallische Be
standteile und/oder magnetische Einrichtungen enthält, so daß
der Rahmen an dem Filterboden mittels Magnetkraft anbringbar
ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird andererseits
mit einem Verfahren nach dem Anspruch 18 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens nach dem Anspruch
18 sind in den Unteransprüchen 19 und 20 angegeben.
Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, daß der Filterboden vor
oder nach dem Öffnen der Türe mittels der Verstellmechanik aus
der Betriebsstellung in die Wartungsstellung gebracht wird,
daß dann ggf. die Türe geöffnet wird und daß dann der Filter
boden zusammen mit den daran angebrachten Filtereinrichtungen
durch die Türöffnung aus dem Rohgasraum entfernt wird.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens ist vorgesehen, daß nach dem Öffnen der Türe zum Roh
gasraum und vor dem Entnehmen des Filterbodens zusammen mit
den daran angebrachten Filtereinrichtungen durch die Türöff
nung aus dem Rohgasraum ein Sack über die Filtereinrichtungen
gestülpt und an dem Filterboden angebracht wird. Dies bedeu
tet, daß der Sack an dem Filterboden sowohl in dessen Be
triebstellung als auch in dessen Wartungsstellung oder in
jeder seiner Zwischenstellungen angebracht werden kann. Be
schränkungen hinsichtlich der Montagestellung des Filterbodens
für die Anbringung des Sackes können sich durch Größen und
Formgebung der Filteranlage bzw. des Rohgasraumes ergeben.
Eine Weiterbildung davon sieht vor, daß der Sack, bevor er
über die Filtereinrichtungen gestülpt wird, auf einen Rahmen
aufgezogen ist oder wird, und daß der Sack mittels des Rahmens
an dem Filterboden angebracht wird. Der erfindungsgemäße Rah
men dieser Ausführung erleichtert das Handhaben des Sackes
innerhalb des Rohgasraums, um ihn mühelos über die Filterein
richtungen stülpen und an dem Filterboden anbringen zu können.
Ferner kann das erfindungsgemäße Verfahren dahingehend weiter
gebildet sein, daß die z. B. Filterschläuche der Filtereinrich
tungen nach dem Entfernen des Filterbodens mit den Filterein
richtungen daran aus der Filteranlage einzeln zur Verpackung
in Säcke oder Tüten gesteckt werden, die, wenn die Filter
schläuche vollständig darin aufgenommen sind, verschlossen
werden, um einen sicheren Abtransport der Filterschläuche zum
Entsorgen oder Wiederaufbereiten zu gewährleisten. Dabei ist
es bevorzugt, daß die Verpackung vom freien Ende der Filter
schläuche her über diese gezogen werden, solange die Filter
schläuche noch am Filterboden hängen. Wenn die Verpackung dann
bis zum Filterboden über die Filterschläuche gezogen wurde,
können letztere vom Filterboden gelöst werden, so daß sie in
die Säcke oder Tüten fallen.
Das Verschließen der Säcke o. dgl. läßt sich besonders einfach
und sicher durchführen, wenn sie beispielsweise aus einem sol
chen Kunststoff sind, der verschweißbar ist. Zugeschweißte
Kunststoffsäcke stellen eine hermetische Verpackung dar, die
sicherstellt, daß die Umwelt beim Transport der Filterschläu
che in den Verpackungen nicht durch an den Filterschläuchen
haftende, davon ausgefilterte Schadstoffe, die sich von den
Filterschläuchen lösen, kontaminiert wird. Das Verpackungsma
terial kann insbesondere in Abhängigkeit von den physikali
schen und chemischen Eigenschaften der ausgefilterten Schad
stoffe gewählt werden. Auch beim Verschließen stehen weitere
geeignete Verfahren zur Verfügung, die insbesondere auf die
Möglichkeiten in der Praxis abgestimmt sein können. Z. B. kann
die Arbeitsumgebung es aus Platz- und Anordnungsgründen der
Filtereinrichtungen vorgeben, daß die Verpackung an ihrem of
fenen Ende zusammengezogen und/oder zusammengebunden wird, was
von Hand oder mit Werkzeug erfolgen kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung exem
plarisch näher beschrieben, in der
Fig. 1 eine schematische Frontansicht einer Ausführung der
Filteranlage,
Fig. 2 eine schematische Frontansicht der in der Fig. 1 ge
zeigten Ausführung der Filteranlage mit geöffneter
Türe und dem Filterboden in Betriebsstellung,
Fig. 3 eine vergrößerte schematische Frontansicht der in der
Fig. 1 gezeigten Ausführung der Filteranlage mit dem
Filterboden in Betriebsstellung,
Fig. 4 eine vergrößerte schematische Frontansicht der in der
Fig. 1 gezeigten Ausführung der Filteranlage mit dem
Filterboden in Wartungsstellung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eines Ausführung des Filterbodens
vom Reingasraum her betrachtet,
Fig. 6 eine schematische Frontansicht der in der Fig. 5 ge
zeigten Ausführung des Filterbodens mit daran ange
brachten Filterschläuchen,
Fig. 7 eine schematische Ansicht einer Ausführung der Ver
stellmechanik in einer der Wartungsstellung des Fil
terbodens entsprechenden Einstellung,
Fig. 8 eine schematische Ansicht einer Ausführung der Ver
stellmechanik in einer der Betriebsstellung des Fil
terbodens entsprechenden Einstellung,
Fig. 9 eine gegenüber der Fig. 7 vergrößerte Teilansicht der
Verstellmechanik,
Fig. 10 eine gegenüber der Fig. 9 um 90° gedrehte und
teilweise geschnittenen Ansicht der Verstellmechanik,
Fig. 11 eine Detailzeichnung des Stellhebels der in den Fig. 7
bis 10 gezeigten Verstellmechanik,
Fig. 12 eine gegenüber der Fig. 11 um 90° gedrehte Ansicht des
Stellhebels,
Fig. 13 eine Detailzeichnung der Gabel der in den Fig. 7 bis
10 gezeigten Verstellmechanik,
Fig. 14 eine gegenüber der Fig. 13 um 90° gedrehte Ansicht der
Gabel,
Fig. 15 eine Detailzeichnung der Schlitzplatte der in den Fig.
7 bis 10 gezeigten Verstellmechanik,
Fig. 16 eine Detailzeichnung der Grundplatte der in den Fig. 7
bis 10 gezeigten Verstellmechanik,
Fig. 17 eine Darstellung der in der Fig. 15 gezeigten Schlitz
platte und der in der Fig. 16 gezeigten Grundplatte in
zusammengebautem Zustand in einer Frontansicht,
Fig. 18 eine Draufsicht der gemäß der Fig. 17 zusammengebauten
Schlitz- und Grundplatten, und
Fig. 19 eine Seitenansicht der gemäß der Fig. 17 zusammenge
bauten Schlitz- und Grundplatten
zeigen.
In den einzelnen Abbildungen der Zeichnung sind gleiche oder
ähnliche bzw. ähnlich wirkende Teile durchgehend mit denselben
Bezugszeichen versehen.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführung der Filteranlage
1 z. B. zum Ausfiltern von Stäuben, Feinststäuben und/oder Ga
sen enthält gemäß der Fig. 1 ein Gehäuse 10, in dem ein Roh
gasraum 11 und ein darüber liegender Reingasraum 12 unterge
bracht sind, wie in der Fig. 2 zu erkennen ist. Durch eine
Seitenwand (nicht bezeichnet) des Gehäuses 10 hindurch mündet
eine Zuleitung 13 zum Rohgasraum 11 in letzteren, um gemäß dem
Pfeil A zu filterndes Rohgas in den Rohgasraum 11 zu führen.
Das gefilterte Gas tritt gemäß dem Pfeil B aus dem Reingasraum
12 durch eine Ableitung 14 aus, die durch die Decke (nicht
bezeichnet) des Gehäuses 10 führt.
Das Gehäuse 10 ruht auf Füßen 16 und enthält eine Türe 15, die
mittels eines Griffs 151 geöffnet und geschlossen werden kann
und durch die zumindest der Rohgasraum 11 und bei dem gezeig
ten Ausführungsbeispiel auch der Reingasraum 12 zugänglich
sind, wie die Fig. 2 zeigt. In letzterer sowie den Fig. 3 und
4 ist ersichtlich, daß zwischen dem Rohgasraum 11 und dem
Reingasraum 12 eine Durchlaßöffnung 17 vorgesehen ist, die
durch einen Durchlaßrand 18 bestimmt ist.
Der Rohgasraum 11 ist entsprechend dem rechtwinkligen Gehäuse
10 quaderförmig, und die Türe 15 nimmt annähernd die vollstän
dige Vorderwand (nicht bezeichnet) des Gehäuses ein. Bei dem
in der Zeichnung gezeigten und hier beschriebenen Ausführungs
beispiel ist auch der Reingasraum 12 quaderförmig und durch
die Türe 15 zugänglich, was jedoch für die vorliegende Erfin
dung nicht zwingend erfüllt sein muß. Das Gehäuse 10 kann fer
ner Auslässe für ausgefiltertes Gut sowie eine Mehrzahl von
Roh- und Reingasräumen enthalten.
Gegen den Durchlaßrand 18 liegt gemäß der dargestellten Aus
führung von unten her ein Filterboden 2 an, an dem Filterein
richtungen 20 angebracht sind, die in der Fig. 6 gesondert
dargestellt sind. Lediglich beispielhaft und nicht beschrän
kend ist bei der gezeigten Ausführung eine Mehrzahl Filter
schläuche 201 als Filtereinrichtungen 20 vorgesehen, wobei nur
eine Reihe von Filterschläuchen 201 sichtbar ist. In der Pra
xis sind mehrere solche Reihen von Filterschläuchen 201 hin
tereinander an dem Filterboden 2 angebracht, wie aus der
Draufsicht des Filterbodens 2 von der Reingasraumseite her in
der Fig. 5 zu erkennen ist. Letzterer ist zu entnehmen, daß
der Filterboden 2 für die Filterschläuche 201 Anschlußöffnun
gen 202 aufweist, in denen die Filterschläuche 201 dicht mon
tiert sind, bevor der Filterboden 2 in die Filteranlage 1 ein
gesetzt wird.
Das verunreinigte Gas, wie z. B. Schweißgas, wird somit mittels
geeigneter Einrichtungen, wie einer Pumpe oder eines Lüfters
(nicht gezeigt) durch die Zuleitung 13 in den Rohgasraum 11
gesaugt oder gedrückt. Durch den Druckunterschied zwischen dem
Rohgasraum 11 und dem Reingasraum 12 gelangt das Gas zwecks
filternder Reinigung durch die Filterschläuche 201 und
schließlich die Anschlußöffnungen 202 in dem Filterboden 2 in
den Reingasraum 12, von wo es je nach Filterart frei von
Schmutz und Schadstoffen in die Umgebung entlassen oder zur
anderweitigen oder Wiederverwendung zurückgeführt wird.
In der Fig. 2 und vergrößert in der Fig. 3 ist der Filterboden
2 in einer Betriebsstellung gezeigt, in der er gegen den
Durchlaßrand 18 anliegt. Bei der analog zur Fig. 3 vergrößer
ten Darstellung der Fig. 4 befindet sich der Filterboden 2 in
einer Wartungsstellung, in der er von dem Durchlaßrand 18 be
abstandet ist und aus dem Gehäuse 10 entnommen und z. B. durch
einen anderen Filterboden mit daran vorangebrachten unver
brauchten Filterschläuchen 201 ersetzt werden kann.
Zwischen dem Durchlaßrand 18 und dem Filterboden 2 sind Dicht
einrichtungen 3 vorgesehen, die in der Betriebsstellung des
Filterbodens 2 eine dichte Anlage des Filterbodens 2 an dem
Durchlaßrand 18 gewährleisten und somit eine Leckage vom Roh
gasraum 11 zum Reingasraum 12 an den Filtereinrichtungen 20
vorbei verhindern. Die Dichteinrichtungen sind herkömmlicher
Natur und enthalten beispielsweise ein Dichtprofil 30 aus Gum
mi sowie eventuell Aufnahmenute 31 und 32 für das Dichtprofil
30 an dem Durchlaßrand 18 und dem Filterboden 2.
Das Dichtprofil 30 kann frei auf dem Filterboden 2 aufliegen
oder fest damit verbunden sein, um beim Herausnehmen des Fil
terbodens 2 automatisch auch aus der Filteranlage 1 entfernt
zu werden. Dann kann das Dichtprofil 30 beim Filterboden- und
Filtereinrichtungswechsel gleichzeitig zumindest überprüft und
ggf. ersetzt werden, ohne daß dazu im Rohgasraum 11 hantiert
werden muß. Das Dichtprofil 30 kann aber auch am Durchlaßrand
18 befestigt sein. Ferner können sowohl am Durchlaßrand 18 als
auch am Filterboden 2 Dichtprofile vorgesehen sein.
Um den Filterboden 2 zwischen seiner Betriebsstellung und ei
ner Wartungsstellung verstellen zu können ist eine Verstellme
chanik 4 vorgesehen, die an dem Gehäuse 10 angebracht ist. Wie
in den Fig. 7 und 8 gezeigt ist, enthält die Verstellmechanik
4 einen Filterbodenträger 40, einen Stellhebel 41 mit einem
Griff 410 und eine Kurvensteuerung 42. Der Filterbodenträger
40 dient als Auflage für den Filterboden 2 und kann durch Be
tätigung des Stellhebels 41 gemäß der Kurvensteuerung 42 auf
wärts und abwärts verstellt werden. In der Fig. 7 ist der Fil
terbodenträger 40 in seiner untersten Endposition gezeigt, die
der Wartungsstellung des Filterbodens 2 entspricht. Die in der
Fig. 8 gezeigte andere Endposition der Kurvensteuerung 42 des
Filterbodenträgers 40 entspricht der Betriebsstellung des Fil
terbodens 2.
Der Filterbodenträger 40 wird bei der gezeigten Ausführung
durch die Verstellmechanik 4 nicht nur in Vertikalrichtung,
sondern auch in Horizontalrichtung bewegt, um ihn aus seiner
Betriebsstellung in eine Wartungsstellung zu befördern. Da
durch kann der Filterboden 2 beispielsweise etwas zur Türöff
nung des Gehäuses 10 hin verstellt werden, so daß er leichter
aus letzterem entnommen werden kann. Ein zuverlässiges und
dichtes Schließen der Dichteinrichtungen 30 beim Einstellen
der Betriebsstellung des Filterbodens 2 kann durch geeignet
Formgebung und Anordnung der Bestandteile der Dichteinrichtun
gen 30 sichergestellt werden.
Alternativ ist es jedoch auch möglich, den Filterboden 2 so in
Vertikalrichtung zu führen, daß er nur vertikal, nicht aber
horizontal verstellt wird, wenn die Verstellmechanik 4 betä
tigt wird. Dadurch wird erreicht, daß der Filterboden 2 weit
gehend parallel zur Durchlaßöffnung 17 bzw. deren Durchlaßrand
18 verstellt wird. Dies führt wiederum dazu, daß die Dichtein
richtungen 3 genau und sicher geschlossen werden, wenn der
Filterboden 2 aus der Wartungs- in die Betriebsstellung bewegt
wird.
Bei der in den Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführung der Verstell
mechanik 4 sind zwei Kurvensteuerungen 42 mittels eines Fil
terbodenträgers 40 verbunden, wobei nur eine Kurvensteuerung
42 mit einem Stellhebel 41 versehen ist. Die andere Kurven
steuerung 42, d. h. die in den Figuren rechts dargestellte,
enthält nur eine Gabel 43. Letztere ist analog einer Gabel 411
am zum Griff 410 des Stellhebels 41 entgegengesetzten Ende des
Stellhebels 41 ausgebildet. Die beiden jeweils in den Fig. 7
und 8 gezeigten Kurvensteuerungen 42 der Verstellmechanik 4
sind bezüglich der Türe 15 auf einer Seite des Gehäuses 10 der
Filteranlage 1 angeordnet, und auf der anderen Seite des Ge
häuses 10 befinden sich ebenfalls zwei solche Kurvensteuerun
gen 42. Entsprechend ist auch auf jeder der beiden besagten
Seiten des Gehäuses 10 ein Stellhebel 41 vorgesehen.
Abhängig von der Größe und der Form der Filtereinrichtungen 20
und des Filterbodens 2 können andere Anordnungen und Anzahlen
von Kurvensteuerungen 42 gewählt werden. Außerdem können statt
der Kurvensteuerungen 42 auch andere Hub- und Senkmechanismen
verwendet werden. Ferner könne auch auf verschiedenen Gehäuse
seiten angebrachte Kurvensteuerungen mit einem gemeinsamen
Stellhebel betätigt werden, oder eine Mehrzahl von Stellhebeln
kann gekoppelt oder verbunden sein.
Zur weiteren Beschreibung wird nachfolgend auf die Fig. 9 bis
19 Bezug genommen, die je Einzelheiten der Verstellmechanik 4
zeigen.
Ein in den Fig. 9 und 10 dargestellter Teil der Verstellmecha
nik 4 enthält den Stellhebel 41, der an einer Grundplatte 44
drehbar gelagert ist, die einzeln in der Fig. 16 gezeigt ist.
Der Stellhebel 41 ist in zwei gegeneinander um 90° gedrehten
Ansichten in den Fig. 11 und 12 dargestellt. Die Fig. 12 zeigt
deutlich, daß das dem Griff 410 entgegengesetzt liegende Ende
des Stellhebels 41 als Gabel 411 ausgebildet ist, deren Schen
kel 411a, 411b je zwei in Längsrichtung beabstandete Bohrungen
412a, 413a bzw. 412b, 413b enthalten. Die Bohrungen sind paar
weise miteinander ausgerichtet, so daß die Bohrungen 412a und
412b miteinander fluchten, und daß die Bohrungen 413a und 413b
miteinander fluchten. Der Stellhebel 41 ist durch einen Bolzen
451, der durch die Bohrungen 412a und 412b hindurchgeht in
einer Bohrung 441 der Grundplatte 44 schwenkbar gelagert, die
zwischen den Schenkeln 411a und 411b liegt. Durch die Bohrun
gen 413a und 413b geht ein weiterer Bolzen 452 hindurch, der
zwischen den Schenkeln 411a und 411b der Gabel 411 den Filter
bodenträger 40 hält, indem er durch eine Bohrung 453 in letz
terem hindurch geht.
Wie bereits weiter oben erwähnt, sind bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel auf jeder Seite des Gehäuses 10 mehrere
Kurvensteuerungen 42 vorgesehen, die jedoch nicht jeweils ei
nen Stellhebel 41 aufweisen. Konkret ist hat höchstens eine
Kurvensteuerung 42 auf jeder Seite des Gehäuses 10 einen
Stellhebel 41. Alle weiteren Kurvensteuerungen 42 auf einer
Seite des Gehäuses 10, auf der bereits eine Kurvensteuerung 42
mit einem Stellhebel 41 ist, oder eventuell sogar alle Kurven
steuerungen 42 auf einer Seite des Gehäuses 10, wenn auf einer
anderen Gehäuseseite ein Stellhebel 41 integriert ist, haben
nur eine Gabel 43.
Eine solche Gabel 43 ist in den Fig. 13 und 14 in zwei um 90°
gegeneinander verdrehten Ansichten gezeigt. Analog der Gabel
411 des Stellhebels 41 weist die Gabel 43 zwei Schenkel 43a
und 43b auf, die je von zwei Bohrungen 431a und 432a bzw. 431b
und 432b durchsetzt werden. Die Bohrungen 431a und 431b sind
miteinander ausgerichtet, und die Bohrungen 432a und 432b sind
miteinander ausgerichtet. Ein durch die Bohrungen 431a und
431b hindurch verlaufender Bolzen 454 geht gleichzeitig durch
eine Bohrung 461 einer Grundplatte 46, die zwischen den Schen
keln 43a und 43b liegt, sowie eine weitere Bohrung (nicht be
zeichnet) einer Lagerplatte 49 als zusätzliche Stütze (siehe
Fig. 17 bis 19). Durch die Bohrungen 432a und 432b geht ein
weiterer Bolzen 455 hindurch, der zwischen den Schenkeln 43a
und 43b der Gabel 43 den Filterbodenträger 40 hält, indem er
durch eine Bohrung 456 in letzterem hindurch geht.
Die beiden Grundplatten 44 und 46 sind ortsfest und horizontal
miteinander ausgerichtet z. B. mittels nicht dargestellten
Schrauben durch in den Fig. 9 und 16 angedeutete Bohrungen
(nicht bezeichnet) an einer Innenseite des Gehäuses 10 der
Filteranlage 1 angebracht. Die beiden zugehörigen Kurvensteue
rungen 42 sind über den Filterbodenträger 40 so verbunden oder
gekoppelt, daß sie durch Betätigung des Stellhebels 41 in
gleicher Weise verstellt werden. Der Stellhebel 41 und die
Gabel 43 einerseits und der Filterbodenträger 40 sowie die
Seitenwand (nicht bezeichnet) des Gehäuses 10 andererseits
bilden somit ein Parallelogrammgestänge. Ohne die Funktion zu
beeinträchtigen können auf derselben Gehäuseseite mehrere Kur
vensteuerungen 42 vorgesehen sein, die nur über eine Gabel 43,
nicht aber über einen Stellhebel 41 verfügen.
Beispielsweise können auf einer Gehäuseseite eine Kurvensteue
rung 42 mit einem Stellhebel 41 und zwei Kurvensteuerungen 42
mit nur je einer Gabel 43 angeordnet sein, und gleichzeitig
können auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite drei Kurven
steuerungen 42 mit nur jeweils einer Gabel 43 eingesetzt wer
den, wobei dann z. B. die der Gehäuserückwand (nicht bezeich
net) am nächsten liegenden Kurvensteuerungen 42 auf jeder der
beiden Seiten über eine Welle (nicht dargestellt) verbunden
oder gekoppelt sind, die die Bolzen 454 drehfest verbindet
oder gleichzeitig ausbildet, wodurch die Parallelogrammgestän
ge auf jeder der beiden Seiten des Gehäuses 10 zum gleichför
migen Verstellen gekoppelt sind.
Jede Kurvensteuerung 42 enthält neben der Gabel 411 oder der
Gabel 43 einschließlich deren Lagerung am entsprechenden Bol
zen 441 bzw. 461 an der jeweiligen Grundplatte 44 bzw. 46 eine
Schlitzplatte 47, die in der Fig. 15 einzeln dargestellt ist
und, wie in den Fig. 17 bis 19 gezeigt ist, mit der Grundplat
te 44 oder 46 über eine Verbindungsplatte 48 verbunden ist.
Die Schlitzplatte 47 enthält einen bogenförmigen Schlitz 471,
in dem ein Ende des Bolzens 452 oder des Bolzens 455 geführt
ist. Die Enden des Schlitzes 471 dienen somit als Endanschläge
für den Bewegungsweg des Bolzens 452 oder des Bolzens 455 und
folglich zur Schwenkwegbegrenzung für den Stellhebel 41 bzw.
die Gabel 43. Die Bewegung des Bolzens 452 oder des Bolzens
455 längs des Bogens des Schlitzes 471 ist bereits durch die
Lage des Bolzens 452 an dem Stellhebel 41 oder des Bolzens 455
an der Gabel 43 vorgegeben. Jedoch legt der Schlitz 471 den
Bewegungsweg des Bolzens 452 oder des Bolzens 455 so fest, daß
er bezüglich des oberen Scheitelpunktes 473 des Schlitzbogens
unsymmetrisch ist.
In den Fig. 7 und 9 ist der Bolzen 452 am rechten Wartungs
stellungsende 472 des Schlitzes 471 gezeigt. Diese Lage ent
spricht der Wartungsstellung des Filterbodens 2 und ist nied
riger als die Stellung des Bolzens 452 am linken Betriebsstel
lungsende 474 des Schlitzes 471, wo die Betriebsstellung des
Filterbodens 2 bestimmt ist. Durch den Höhenunterschied zwi
schen dem Betriebsstellungsende 474 und dem Wartungsstellungs
ende 472 des Schlitzes 471 wird der vertikale Verstellweg des
Filterbodens 2 zwischen seiner Betriebsstellung und der War
tungsstellung bestimmt.
Wie insbesondere der Fig. 9 gut zu entnehmen ist, liegt jedoch
der Scheitelpunkt 473 des Schlitzes 471 höher als das Be
triebsstellungsende 474. Auf seinem Weg vom Wartungsstellungs
ende 472 zum Betriebsstellungsende 474 wird der Bolzen 452
daher über den Scheitelpunkt 473 hinweg in eine Übertotpunkt
stellung am Betriebsstellungsende 474 gebracht, so daß er hier
eine stabile Lage einnimmt, wie insbesondere die Fig. 8 zeigt.
Der Unterschied des Scheitelpunktes 473 und des Betriebsstel
lungsendes 474 in der Vertikalrichtung kann klein gehalten
werden, so daß z. B. das Dichtprofil 30 der Dichteinrichtungen
3 in diesem Maß zusammengepreßt werden kann. Dadurch ist es
möglich, daß der Bolzen 452 den kompletten Verstellweg abfährt
und an jedem Ende automatisch eine stabile Lage einnimmt. Es
ist daher nicht erforderlich, den Filterboden 2 in seiner Be
triebsstellung gesondert zu arretieren.
Nachfolgend werden noch einige Abmessungen des in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiels angegeben. Der Drehweg
des Stellhebels 41 und der Gabel 43 um den Bolzen 451 bzw. 454
vom Scheitelpunkt 473 des bogenförmigen Schlitzes 471 zu des
sen Betriebsstellungsende 474 beträgt etwa 20°. Der Drehweg
des Stellhebels 41 und der Gabel 43 um den Bolzen 451 bzw. 454
vom Scheitelpunkt 473 des bogenförmigen Schlitzes 471 zu des
sen Wartungsstellungsende 472 beträgt etwa 45°. Der Abstand
der Bolzenachsen der Bolzen 451 und 454 von denen der Bolzen
452 bzw. 455 beträgt etwa 6 cm. Der Stellhebel 41 ist insge
samt etwa 70 cm lang, wobei die Gabel 411, wie auch die Gabel
43 eine Länge von ca. 9 bis 10 cm hat. Die Schlitzplatte 47,
die Grundplatten 44, 46, die Verbindungsplatte 48 und die La
gerplatte 49 sind jeweils ca. 1 cm dick. Die übrigen Abmessun
gen der Schlitzplatte 47 sind etwa 12 cm × 7 cm, und die der
Grundplatten 44, 46 sind ungefähr 20 cm × 11 cm.
Der Rohgasraum 11 hat Abmessungen von etwa 175 cm × 130 cm ×
160 cm (B × T × H). Die Abmessungen des Reingasraumes 12 sind
ungefähr 175 cm × 130 cm × 50 cm (B × T × H). Für die Fil
tereinrichtungen 20 werden Anschlußöffnungen 202 in dem Fil
terboden 2 mit einem Durchmesser von ca. 15 cm verwendet, wo
bei die Mittelpunkte von Anschlußöffnungen 202 benachbarter
Reihen oder Spalten einen Abstand von ungefähr 20 cm haben.
Auch ohne entsprechende zeichnerische Darstellungen ist es
verständlich, daß die Filtereinrichtungen vor deren Entnahme
zusammen mit dem Filterboden aus dem Rohgasraum z. B. in einen
Kunststoffsack gesteckt werden können, um beim Transport
außerhalb der Filteranlage ein Verschmutzen der Umgebung durch
von den Filtereinrichtungen abfallendem ausgefiltertem Gut zu
vermeiden. Dies kann besonders vorteilhaft dadurch erreicht
werden, daß ein entsprechend dichter Sack auf einen Rahmen
aufgezogen ist, der zusammen mit dem daran angebrachten Sack
unter den Filtereinrichtungen in den Rohgasraum eingeführt
wird. Danach kann der Rahmen zum Filterboden hin angehoben
werden, wodurch die Filtereinrichtungen automatisch in den
sich entfaltenden Sack gelangen. Schließlich braucht der Rah
men nur noch an dem Filterboden befestigt zu werden, damit die
Filtereinrichtungen während der nachfolgenden Entnahme und des
anschließenden Transports sicher innerhalb des Sackes bleiben.
Wenn der Filterboden zumindest metallische Bestandteile ent
hält, kann das Befestigen des Rahmens daran vorteilhafterweise
magnetisch erfolgen, wozu entsprechende Einrichtungen im oder
am Rahmen vorzusehen sind.
Als weitere Ausgestaltung kann ferner vorgesehen sein, daß die
Filterschläuche nach dem Entnehmen des Filterbodens aus der
Filteranlage einzeln, solange sie noch an dem Filterboden hän
gen, in Säcke gesteckt und anschließend vom Filterboden gelöst
werden, so daß sie in ihren Sack fallen, dessen Öffnung dann
bei Verwendung beispielsweise eines Kunststoffsackes herme
tisch zugeschweißt werden kann.
Vor dem Lösen eines Filterschlauches vom Filterboden kann der
entsprechende Aufnahmesack für diesen Filterschlauch dicht an
den Filterboden angelegt werden, wozu z. B. ein magnetischer
Ring das Öffnungsende des Filterschlauches zwischen sich und
dem Filterboden halten kann, wenn letzterer entsprechend me
tallisch ist. Außerdem kann die zugehörige Anschlußöffnung mit
einem Deckel verschlossen werden. Dadurch wird es erreicht,
daß keine Staubwolke mit ausgefilterten Schadstoffen, die an
dem Filterschlauch anhaften, ins Freie gelangen kann, wenn der
Filterschlauch, nachdem er vom Filterboden gelöst wurde, in
seinen Verpackungssack fällt.
Die Befestigung der Filterschläuche am Filterboden kann dabei
bevorzugt so gestaltet sein, daß sie von der freien Seite des
Filterbodens her zugänglich und betätigbar ist. Neben Schraub
verbindungen können auch jegliche andere geeigneten Befesti
gungsarten der Filterschläuche am Filterboden, wie Klemmbefe
stigungen, Bajonettverschlüsse u. v. m. in der Praxis eingesetzt
werden.
Durch die Erfindung ist es möglich, die Filtereinrichtungen
mit sehr geringem Aufwand, schnell und sicher aus einer Fil
teranlage auszubauen, um sie warten oder ersetzen zu können.
Dazu ist insbesondere eine Verstellmechanik vorgesehen, die in
der Wartungsstellung eines die Filtereinrichtungen tragenden
Filterbodens von letzterem entkoppelt oder entkoppelbar ist,
so daß der Filterboden samt Filtereinrichtungen durch eine Tür
des Filtergehäuses aus letzterem entnommen werden kann. Weder
ist es dazu nötig, den Rohgasraum zu betreten, noch sind auf
wendige Dichtungen und Abdichtarbeiten erforderlich, um eine
Leckage vom ROH- zum Reingasraum zu vermeiden.
Mit der erfindungsgemäßen Filteranlage lassen sich ferner wei
tere Vorteile erzielen. So ermöglicht die Filteranlage nach
der Erfindung einen horizontalen Filterwechsel von der Rohgas-
Seite her. Dadurch kann die Filteranlage auch in niedrigeren
Hallen eingesetzt werden, da zum Filterwechsel kein zusätzli
cher Platz nach oben benötigt wird. Ferner wird dadurch eine
Übertragung von Feinstaub in den Reingasraum gering gehalten
oder sogar vermieden. Ferner muß die Rohgaskammer zum Filter
wechsel nicht betreten werden, was einen optimale Arbeits
schutz gewährleistet.
Die Schnellspanneinrichtung in Form der Kurvensteuerung mit
der Arretierung in der Betriebsstellung durch eine Übertot
punktlage führt zu einer sehr kurzen Zeit, die für einen Fil
terwechsel erforderlich ist. Somit können besonders leicht und
schnell auch auf jeweils geänderte Anforderungen abgestimmte
Filtereinrichtungen eingesetzt werden.
Lediglich beispielsweise wird angegeben, daß teflonbeschichte
te Polyester-Schlauchfilter, die eine lange Standzeit und ei
nen hohen Abscheidegrad gewährleisten, beim Filtern der Abgase
von Plasma-Schneideanlagen und anderen Systemen verwendet wer
den können. Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Filteran
lage können Stäube vom Arbeitsbereich ferngehalten und diese
über das Filtersystem abgeschieden werden. Mit entsprechende
Filterauslegung ist das System gemäß der Erfindung auch im
Feinststaubbereich (unterhalb 1 Mikrometer; Submikronbereich)
einsetzbar.
1
Filteranlage
10
Gehäuse
11
Rohgasraum
12
Reingasraum
13
Zuleitung
14
Ableitung
15
Tür
151
Griff
16
Fuß
17
Durchlaßöffnung
18
Durchlaßrand
2
Filterboden
20
Filtereinrichtungen
201
Filterschläuche
202
Anschlußöffnungen
3
Dichteinrichtungen
30
Dichtprofil
31
,
32
Aufnahmenut
4
Verstellmechanik
40
Filterbodenträger
41
Stellhebel
410
Griff
411
Gabel
411
a,
411
bSchenkel
412
a,
412
bBohrung
413
a,
413
bBohrung
42
Kurvensteuerung
43
Gabel
43
a,
43
bSchenkel
431
a,
431
bBohrung
432
a,
432
bBohrung
44
Grundplatte
441
Bohrung
451
Bolzen
452
Bolzen
453
Bohrung
454
Bolzen
455
Bolzen
456
Bohrung
46
Grundplatte
461
Bohrung
47
Schlitzplatte
471
Schlitz
472
Wartungsstellungsende
473
Scheitelpunkt
474
Betriebsstellungsende
48
Verbindungsplatte
49
Lagerplatte
Claims (20)
1. Filteranlage mit einem durch eine Türe zugänglichen Roh
gasraum und einem Reingasraum und einer diese Räume ver
bindenden Durchlaßöffnung, die durch einen Filtereinrich
tungen tragenden Filterboden abdichtbar ist, der mittels
einer Verstellmechanik zwischen einer Betriebsstellung,
in der er die Durchlaßöffnung abdichtet, und einer War
tungsstellung, in der er von der Durchlaßöffnung beab
standet ist, verstellbar ist, wobei bei in Betriebsstel
lung befindlichem Filterboden ein Luftstrom vom Rohgas
raum zum Reingasraum durch die Filtereinrichtungen erfol
gen kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterboden (2)
in der Wartungsstellung von der Verstellmechanik (4) ent
koppelt und samt Filtereinrichtungen (20) durch die Türe
(15) aus dem Rohgasraum (11) entfernbar ist.
2. Filteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Filtereinrichtungen (20) eine Mehrzahl von Filter
schläuchen (201) enthalten.
3. Filteranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß dem Filterboden (2) und/oder der Durchlaßöffnung
(17) zugeordnete Dichteinrichtungen (3) vorgesehen sind,
durch die der Filterboden (2) in seiner Betriebsstellung
gegenüber der Durchlaßöffnung (17) abgedichtet ist.
4. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmechanik (4) zum
Verstellen des Filterbodens (2) zwischen der
Betriebsstellung und der Wartungsstellung direkt am Fil
terboden (2) angreift.
5. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmechanik (2) we
nigstens einen Stellhebel (41) enthält.
6. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmechanik (4) eine
Kurvensteuerung (2) enthält, an der ggf. der Stellhebel
(41) angreift.
7. Filteranlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kurvensteuerung (42) wenigstens einen bogenförmigen
Schlitz (471) enthält, der in der Verstellrichtung von
der Wartungsstellung zur Betriebsstellung des Filterbo
dens (2) durchgebogen ist.
8. Filteranlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Kurvensteuerung (42) derart ausgestaltet
ist, daß die Verstellmechanik (4) bei in der Betriebs
stellung befindlichem Filterboden (2) eine Übertotpunk
teinstellung einnimmt.
9. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Filterboden (2) in der
Betriebsstellung durch die Verstellmechanik (4) und/oder
die Dichteinrichtungen (3) unter Spannung gegen einen
Durchlaßrand (18) der Durchlaßöffnung (17) anliegt.
10. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reingasraum (12) oberhalb
des Rohgasraums (11) angeordnet ist.
11. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rohgasraum (11) quader
förmig ist, und daß die Türe (15) zumindest im
wesentlichen eine ganze Seitenfläche des Rohgasraums (11)
bildet.
12. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Filterboden (2) zumindest
annähernd parallel zur Durchlaßöffnung (17) verstellbar
ist.
13. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmechanik (4) ei
nen Filterbodenträger (40) enthält, auf dem der Filterbo
den (2) aufliegt.
14. Filteranlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Filterbodenträger (40) bei in Wartungsstellung
befindlichem Filterboden (2) einen solchen Abstand von
der Durchlaßöffnung (17) hat, daß der Filterboden (2)
zumindest geringfügig von dem Filterbodenträger (40) ab
hebbar und durch die Türe (15) aus dem Rohgasraum (11)
entfernbar ist.
15. Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein an dem Filterboden (2)
befestigbarer Sack zum Aufnehmen der Filtereinrichtungen
(20) vorgesehen ist.
16. Filteranlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sack zum Befestigen an dem Filterboden (2) auf
einen Rahmen aufziehbar ist, der an dem Filterboden (2)
anbringbar ist.
17. Filteranlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen und/oder der Filterboden (2) zumindest
metallische Bestandteile und/oder magnetische Einrichtun
gen enthält, so daß der Rahmen an dem Filterboden (2)
mittels Magnetkraft anbringbar ist.
18. Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer
Filteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Filterboden (2) vor oder
nach dem Öffnen der Türe (15) mittels der Verstellmecha
nik (4) aus der Betriebsstellung in die Wartungsstellung
gebracht wird, daß dann ggf. die Türe (15) geöffnet wird
und daß dann der Filterboden (2) zusammen mit den daran
angebrachten Filtereinrichtungen (20) durch die Türöff
nung aus dem Rohgasraum (11) entfernt wird.
19. Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer
Filteranlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Öffnen der Türe (15) zum Rohgasraum (11) und
vor dem Entnehmen des Filterbodens (2) zusammen mit den
daran angebrachten Filtereinrichtungen (20) durch die
Türöffnung aus dem Rohgasraum (11) ein Sack über die Fil
tereinrichtungen (20) gestülpt und an dem Filterboden (2)
angebracht wird.
20. Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer
Filteranlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sack, bevor er über die Filtereinrichtungen (20)
gestülpt wird, auf einen Rahmen aufgezogen ist oder wird,
und daß der Sack mittels des Rahmens an dem Filterboden
(2) angebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19641257A DE19641257C2 (de) | 1996-10-07 | 1996-10-07 | Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer Filteranlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19641257A DE19641257C2 (de) | 1996-10-07 | 1996-10-07 | Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer Filteranlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19641257A1 DE19641257A1 (de) | 1998-04-16 |
| DE19641257C2 true DE19641257C2 (de) | 1998-10-15 |
Family
ID=7808043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19641257A Expired - Fee Related DE19641257C2 (de) | 1996-10-07 | 1996-10-07 | Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer Filteranlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19641257C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20120890U1 (de) | 2001-12-28 | 2002-05-16 | Kemper, Jürgen, 46342 Velen | Anordnung von gestapelten Gasfiltern und Gehäuse für gestapelte Gasfilter |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH701263A1 (de) | 2009-06-15 | 2010-12-15 | Edwin Eisenegger | Schlauchfiltervorrichtung. |
| DE202022105993U1 (de) * | 2022-06-16 | 2023-01-04 | Suzhou Jingtian Airen Environmental Technology Co., Ltd. | Rauchgas-Entstaubungsanlage zum Schutz vor Luftverschmutzung |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2724590A1 (de) * | 1977-06-01 | 1978-12-07 | Standard Filterbau Gmbh | Hilfsvorrichtung an schlauchgruppen |
| DE3141054A1 (de) * | 1981-10-15 | 1983-04-28 | CEAG Verfahrenstechnik GmbH, 4714 Selm | Filternder abscheider |
| DE3309983A1 (de) * | 1983-03-19 | 1984-09-20 | Rolf Dipl.-Ing. 5204 Lohmar Jipp | Schlauchfilter fuer die abscheidung von staubfoermigen produkten aus gasen |
| DE3313357A1 (de) * | 1982-10-05 | 1984-10-18 | Jakob Handte & Co GmbH, 7200 Tuttlingen | Stehendes schlauchfilter |
| DE4141935C1 (en) * | 1991-12-19 | 1993-05-19 | Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt, De | Filter tube changeover appts. for dry dust removal filter unit - includes clean and dirty gas channels, tube chambers contg. filter tubes each connected to clean gas chambers having lid and dust collection bunker |
-
1996
- 1996-10-07 DE DE19641257A patent/DE19641257C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2724590A1 (de) * | 1977-06-01 | 1978-12-07 | Standard Filterbau Gmbh | Hilfsvorrichtung an schlauchgruppen |
| DE3141054A1 (de) * | 1981-10-15 | 1983-04-28 | CEAG Verfahrenstechnik GmbH, 4714 Selm | Filternder abscheider |
| DE3313357A1 (de) * | 1982-10-05 | 1984-10-18 | Jakob Handte & Co GmbH, 7200 Tuttlingen | Stehendes schlauchfilter |
| DE3309983A1 (de) * | 1983-03-19 | 1984-09-20 | Rolf Dipl.-Ing. 5204 Lohmar Jipp | Schlauchfilter fuer die abscheidung von staubfoermigen produkten aus gasen |
| DE4141935C1 (en) * | 1991-12-19 | 1993-05-19 | Metallgesellschaft Ag, 6000 Frankfurt, De | Filter tube changeover appts. for dry dust removal filter unit - includes clean and dirty gas channels, tube chambers contg. filter tubes each connected to clean gas chambers having lid and dust collection bunker |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20120890U1 (de) | 2001-12-28 | 2002-05-16 | Kemper, Jürgen, 46342 Velen | Anordnung von gestapelten Gasfiltern und Gehäuse für gestapelte Gasfilter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19641257A1 (de) | 1998-04-16 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2500875A1 (de) | Vakuum-beschickungs- oder -reinigungsvorrichtung | |
| EP0616945A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abfüllen von gefährlichen Stoffen in Behälter | |
| DE3637880A1 (de) | Behaeltnis zur handhabung von halbleiterelementen und verfahren zur partikelfreien uebergabe | |
| DE60105450T2 (de) | Verfahren und anlage zur leerung von fässern | |
| DE2827926C2 (de) | ||
| EP4146371B1 (de) | Filteranlage, lackieranlage und verfahren zum abscheiden von verunreinigungen | |
| DE202010017347U1 (de) | Filtervorrichtung für eine von einem gasstrom durchflossene anlage mit einer arbeitskammer zur temporären aufnahme von behandlungsgut | |
| EP0792719A1 (de) | Maschinenzentrum | |
| DE69109157T2 (de) | Mobiles Arbeitsgefäss zum Einsatz in einer Anlage in einer heissen Zelle. | |
| DE2617637C2 (de) | Lagerungs- und Abgabeanlage zur Herstellung von Farben | |
| DE10147361A1 (de) | Verpackungsmaschine mit Roboterhimmel | |
| DE19641257C2 (de) | Filteranlage und Verfahren zum Entfernen von Filtereinrichtungen aus einer Filteranlage | |
| DE3814924A1 (de) | Vorrichtung zum ein- und ausschleusen von substraten aus einem vakuumkessel | |
| DE4411769A1 (de) | Vorrichtung zur Abgrenzung eines Volumens zum Arbeiten mit kontaminierten Gegenständen | |
| DE4226638C2 (de) | Abfallbehälter | |
| EP2613893B1 (de) | Behälterreinigungssystem und behälterreinigungsverfahren | |
| EP1428565B1 (de) | Filtereinrichtung | |
| EP1035795A1 (de) | Transportwagen für reinigung und wertstoffentsorgung | |
| EP4015060B1 (de) | Vorrichtungen und verfahren zum reinigen von filterplatten eines filterpakets, filteranlagen und verfahren zum aufrüsten von filteranlagen | |
| DE60000951T2 (de) | System zum Anheben von Behältern aus einer unterirdisch angeordneten Aufnahme und zum Entladen von Abfällen aus diesen Behältern in einem Sammelfahrzeug | |
| EP2152586A1 (de) | Packmaschine | |
| DE19837775C2 (de) | Filtervorrichtung | |
| DE3826925A1 (de) | Einrichtung zur handhabung und behandlung kontaminationsempfindlicher gegenstaende, wie halbleiterteile (wafers) oder aehnlicher produkte | |
| DE19821338B4 (de) | Transportsystem und Verfahren zum Transportieren von Gegenständen in einen Arbeitsraum hinein oder aus einem Arbeitsraum heraus | |
| DE3824275C1 (en) | Cleaning system |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BRAINCOM AG, 81827 MUENCHEN, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |