DE19641985C2 - Flexible Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen - Google Patents
Flexible Spannvorrichtung für WerkzeugmaschinenInfo
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Abstract
Es sind Spannvorrichtungen (1) mit einem Backenfutter (2) zum Spannen eines Werkstückes bekannt, bei welchen eine erste Spannbacke (8) gegen eine zweite Spannbacke (9) bewegbar ist und das Werkstück zwischen den Spannbacken (8, 9) klemmend gehalten wird. Die Lage der zweiten Spannbacke (9) ist relativ zur ersten Spannbacke (8) einstellbar und in ihrer jeweils eingestellten Position festsitzend am Backenfutter (2) fixierbar. Um bei einer Mehrfachanordnung von mehreren Backenfuttern (2) auch kleine Bauteile unterschiedlicher Formgebung präzise aufspannen zu können, weist das Backenfutter (2) mehrere ebene Begrenzungsflächen (77) auf, mit welchen das Backenfutter (2) zum Aufspannen von Werkstücken unterschiedlicher Größe und Form in unterschiedlichen Lagen und Ausrichtungen auf einer Grundplatte (3) zum positionsgenauen Fixieren des Werkstückes wahlweise positionierbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung bestehend
aus wenigstens einem Backenfutter, das eine erste Spann
backe aufweist, welche zum Spannen eines Werkstückes ge
gen eine zweite Spannbacke belegbar ist und das Werkstück
im aufgespannten Zustand zwischen den Spannbacken durch
eine von der ersten Spannbacke aufgebrachten Klemmkraft
klemmend gehalten ist, wobei die Lage der zweiten Spann
backe relativ zur ersten Spannbacke einstellbar und die
zweite Spannbacke in ihrer jeweils eingestellten Position
festsitzend am Backenfutter fixierbar ist.
Es sind Spannvorrichtungen der gattungsgemäßen Art be
kannt (Firmenprospekt Fa. Römheld, 35317 Laubach, Ausgabe
9-93), die zum Aufspannen eines Werkstückes auf eine
Werkzeugmaschine eine Art Backenfutter aufweisen, das mit
einer ersten Spannbacke und einer zweiten Spannbacke ver
sehen ist. Die erste Spannbacke ist als Spannhebel ausge
bildet, welcher einen Betätigungsabschnitt und einen
Spannabschnitt aufweist. Der Spannhebel ist an einem La
gerzapfen schwenkbar gelagert, welcher ortsfest am Bac
kenfutter befestigt ist. Zum Aufbringen der Spannkräfte
ist ein hydraulischer Einschraubzylinder vorgesehen, wel
cher über hydraulische Zuführbohrungen mit Hydraulikdruck
beaufschlagbar ist. Der Einschraubzylinder ist im Backen
futter eingeschraubt und verläuft etwa rechtwinklig zum
etwa horizontal angeordneten Lagerzapfen des Spannhebels.
Der Spannhebel verläuft im wesentlichen vertikal, wobei
sein Betätigungsabschnitt unterhalb des Lagerzapfens an
geordnet ist und mit dem Einschraubzylinder in Wirkver
bindung steht. Der Spannabschnitt des Spannhebels ist
oberhalb des Lagerzapfens angeordnet, wobei ein Stellzap
fen im Backenfutter vorgesehen ist, welcher mittels einer
Schraubenfeder den Spannhebel in seiner Ausgangslage hält
und mit seinem Betätigungsabschnitt gegen einen Stellkol
ben des Einschraubzylinders drückt. Der Spannabschnitt
des Spannhebels weist eine Spannfläche auf, mit welcher
ein Werkstück bei Beaufschlagung des Einschraubzylinders
mit Hydraulikdruck klemmend gegen die zweite Spannbacke
gedrückt wird und somit klemmend zwischen der ersten
Spannbacke des Spannhebels und der zweiten Spannbacke ge
halten wird. Die zweite Spannbacke wird durch einen
Spannteller gebildet, welcher einen Gewindezapfen auf
weist, mit welchem der Spannteller plan anliegend im Bac
kenfutter feststehend befestigt ist. Zum Spannen größerer
Bauteile können mehrere solcher Backenfutter auf einer
Grundplatte angeordnet sein, wobei durch den konstant
vorgegebenen Abstand zwischen den beiden Spannbacken nur
Bauteile bestimmter Größe in das bekannte Backenfutter
einspannbar sind.
Solche Mehrfachanordnungen von Backenfuttern sind auch
aus dem Firmenkatalog der Fa. Christoph Schrenk, D-78658
Zimmern-Horgen bekannt geworden, in welchem ein hydrau
lisch betätigbares Zentrisch-Spannfutter beschrieben ist.
Dieses Spannfutter weist zwei gegeneinander hydraulisch
bewegbare Spannbacken auf, welche derart miteinander ge
koppelt sind, daß sie beim Festspannen eines Werkstückes
stets denselben Spannweg ausführen. Mit einer Mehr
fachanordnung solcher Spannfutter können längere stangen
förmige Werkstücke auf einer Werkzeugmaschine aufgespannt
werden. Diese stangenförmigen Werkstücke müssen aller
dings gerade sein, da die Spannfutter auch in einer gera
den Linie hintereinander an der Werkzeugmaschine angeord
net sind.
Mit den bekannten Spannfuttern ist es allerdings nicht
möglich insbesondere kleinere, gebogenen Bauteile präzise
zu spannen. Um solche gekrümmten Bauteile, wie z. B. das
Griffelement einer Zange oder Schere, spannen zu können,
werden speziell ausgeformte Formbacken vorgesehen, mit
welchen ein Bauteil bestimmter Form und Größer aufspann
bar ist (Firmenkatalog Christoph Schrenk, a. a. O.). Mit
den Formbacken kann ein Bauteil, wie z. B. eine Hälfte ei
ner geschmiedeten Schere im Bereich seiner Lagerbohrung
gespannt werden. Für eine Bearbeitung der vom Spannbe
reich entfernt liegenden Abschnitte dieses Bauteils tre
ten auf Grund der Nachgiebigkeit des Bauteils stets Pro
bleme mit der Bearbeitungspräzision auf.
Um den Einsatzbereich eines Backenfutters zu erweitern,
ist aus der DE 85 33 844 U1 ein als Schraubstock ausge
bildetes Backenfutter bekannt geworden, welches auf einem
Tisch eines Ständers einer Bohr- und/oder Fräsmaschine
befestigbar ist. Bei diesem Backenfutter ist ebenfalls
eine erste Spannbacke vorgesehen, welche durch einen
Spindelantrieb zur klemmenden Halterung eines Werkstückes
gegen eine zweite Spannbacke verstellbar ist. Um dieses
Backenfutter an stark unterschiedliche Größen von zu
spannenden Werkstücken anpassen zu können, ist auch das
zweite Backenfutter gegenüber dem ersten Backenfutter
verstellbar ausgebildet und kann unabhängig vom ersten
Backenfutter relativ zu diesem verschoben werden. In der
jeweils gewünschten Position kann dieses zweite Backen
futter feststehend fixiert werden. Zum Verstellen des
zweiten Backenfutters ist ebenfalls eine Gewindespindel
vorgesehen. Zum Fixieren der eingestellten Position des
zweiten Backenfutters dient dabei eine Kontermutter, wel
che auf der Gewindespindel angeordnet ist. Auch mit die
sem Backenfutter können komlizierte Formteile, wie be
reits oben ausgeführt, nicht präzise eingespannt werden.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, ein
Backenfutter der eingangs genannten Art derart zu verbes
sern, daß insbesondere auch bei einer Mehrfachanordnung
von mehreren Backenfuttern auch kleine Bauteile unter
schiedlicher Formgebung aufspannbar sind, wobei bei hoher
Spannkraft eine gute Spannqualität gewährleistet sein
soll.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Backenfutter
ebene Begrenzungsflächen mit Zentrierbohrungen und/oder
ebene Begrenzungsflächen mit Positioniernuten aufweist,
mit welchen das Backenfutter zum Aufspannen von Werkstüc
ken unterschiedlicher Größe und Form in unterschiedlichen
Lagen und Ausrichtungen auf einer Grundplatte zum positi
onsgenauen Fixieren des Werkstückes wahlweise positio
nierbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Backenfut
ters ist dieses in beliebiger Mehrfachanordnung in unter
schiedlichen Lagen und Ausrichtungen auf einer Grundplat
te anordenbar. Das Backenfutter weist dazu ebene Begren
zungsflächen auf, welche mit Zentrierbohrungen und/oder
ebenen Begrenzungsflächen mit Positioniernuten versehen
sind. Durch diese Ausgestaltung der Begrenzungsflächen
ist ein positionsgenaues Fixieren auch eines Werkstückes
mit komplizierterer Formgebung sicher durchführbar, da
die wahlweise Anordnung des Backenfutters mit einer sei
ner Begrenzungsflächen auf der Grundplatte eine präzise
Ausrichtung des Backenfutters in unterschiedlichen Orien
tierungen zur Grundplatte in Anpassung an die Formgebung
des Werkstückes ermöglicht. Auch können durch die Ein
stellbarkeit der zweiten Spannbacke relativ zur ersten
Spannbacke bei in einer Linie hintereinander bzw. neben
einander angeordneter Backenfutter Werkstücke mit kompli
zierten Formgebungen aufgespannt werden. Dabei wird das
zweite Spannelement bei eingelegtem Werkstück gegen das
Werkstück verschoben, so daß insbesondere bei einer Mehr
fachanordnung der erfindungsgemäßen Backenfutter eine
einfache Anpassung an die Formgebung des Werkstückes ge
währleistet ist. Damit sind auch kompliziert geformte
Werkstücke in einfacher Weise sicher und verzugsfrei auf
spannbar.
Insbesondere durch die kassettenartige Ausbildung des
Backenfutters gemäß Anspruch 2 mit einer etwa quaderför
migen Grundform ist eine Aneinanderreihung einer beliebi
gen Anzahl von Backenfuttern in einfacher Weise durch
führbar. Die Befestigung mittels Schraubverbindungen oder
Spannpratzen ermöglicht eine einfache Anpassung der er
findungsgemäßen Spannvorrichtung an vorgegebene Bedingun
gen.
Gemäß Anspruch 3 ist die erste Spannbacke als Spannhebel
ausgebildet und mittels eines hydraulischen Einschraubzy
linders betätigbar. Dadurch sind die bei einer Mehr
fachanordnung miteinander kombinierten Backenfutter in
einfacher Weise gleichzeitig zum Aufspannen eines Werk
stückes betätigbar. Durch den Spannhebel wird desweiteren
eine äußerst kleine Bauform erreicht, so daß die Backen
futter auch bei engen räumlichen Bedingungen einsetzbar
sind.
Durch die gemäß Anspruch 4 vorgesehenen Hydraulikbohrun
gen, über welche der Einschraubzylinder wahlweise mit Hy
draulikdruck beaufschlagbar ist, ist eine annähernd be
liebige Anordnung der einzelnen Backenfutter bezüglich
ihrer räumlichen Orientierung auf der Grundplatte mög
lich, wobei die Backenfutter direkt nebeneinander oder
auch in größerem Abstand voneinander angeordnet sein kön
nen. Die Versorgung der einzelnen Backenfutter kann auf
grund der vorgesehenen Hydraulikbohrungen über separate
Zuführleitungen erfolgen oder auch über die Grundplatte,
je nach Bedarf und Anordnung der Backenfutter. Sind die
Backenfutter gemäß Anspruch 6 beispielsweise unmittelbar
nebeneinander angeordnet, so können diese über entspre
chend vorgesehene Querbohrungen im eigentlichen Backen
futter hydraulisch miteinander verbunden werden, so daß
nur eine hydraulische Zuführleitung vorzusehen ist, um
sämtliche Backenfutter mit Systemdruck beaufschlagen zu
können.
So ist das Backenfutter gemäß Anspruch 5 mit einer seiner
Außenflächen auf der Grundplatte anordenbar und entweder
über die Grundplatte oder über eine separate Hydrau
likleitung mit Systemdruck beaufschlagbar, wodurch eine
Vielzahl von Anordnungsmöglichkeiten der Backenfutter auf
der Grundplatte sichergestellt ist.
Gemäß Anspruch 7 ist auch eine Anordnung von mehreren
Backenfuttern in unterschiedlichen Abständen vorgesehen,
so daß auch größere Werkstücke unterschiedlicher Formge
bung sicher aufspannbar sind.
Durch die gemäß Anspruch 8 vorgesehene Druckschraube zum
Betätigen des Spannhebels ist die erfindungsgemäße Spann
vorrichtung auch in Werkstätten einsetzbar, in welchen
keine Hydraulikversorgung vorhanden ist. Durch einfaches
Anziehen der Druckschraube wird dabei der Spannvorgang
zum Aufspannen eines Werkstückes bewirkt, wobei sich die
Druckschraube auf einer Stützfläche des Backenfutters ab
stützt. Diese Stützfläche kann beispielsweise durch eine
in das Backenfutter entsprechend eingeschraubte Anschlag
schraube gebildet sein.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Backenfut
ters gemäß Anspruch 9 ist eine einfache Einstellbarkeit
der zweiten verstellbaren Spannbacke sichergestellt.
Durch den vorgesehenen Einstellexzenter sind dabei, wenn
dieser in seiner Sollposition über dessen Klemmschraube
fixiert ist, äußerst hohe Spannkräfte aufnehmbar.
Durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 10 wird eine ein
fache Einstellbarkeit der Position der zweiten Spannbacke
sichergestellt, wobei ebenfalls äußerst hohe Spannkräfte
erzielbar sind.
Durch die versetzte Anordnung der Backenfutter gemäß An
spruch 11, sind auch große gebogene Bauteile sicher auf
spannbar.
Durch die unterschiedlichen axialen Längen der zweiten
Spannbacken gemäß Anspruch 12 sind unterschiedliche
Spannweiten zum Aufspannen unterschiedlicher Werkstücke
sicher möglich.
Anhand der Zeichnungen wird im folgenden die Erfindung
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Spannvorrichtung der erfindungsgemäßen Art
in perspektivischer Explosionsdarstellung;
Fig. 2 die Spannvorrichtung aus Fig. 1 im zusammenge
bauten Zustand;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsge
mäße Spannvorrichtung;
Fig. 4 eine Draufsicht IV aus Fig. 3;
Fig. 5 mehrere auf einer Grundplatte angeordnete
Spannvorrichtungen im Teilschnitt;
Fig. 6 einen vergrößerten Ausschnitt VI aus Fig. 5;
Fig. 7 zwei erfindungsgemäße Spannvorrichtungen auf
einer Grundplatte im Einsatz;
Fig. 8 eine Seitenansicht von drei Spannvorrichtungen
auf einer Grundplatte;
Fig. 9 eine Draufsicht IX aus Fig. 8.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung 1 in
perspektivischer Explosionsdarstellung. Die Spannvorrich
tung 1 besteht aus einem Backenfutter 2, welches auf ei
ner Grundplatte 3 befestigbar ist. Zum definierten Auf
setzen des Backenfutters 2 auf die Grundplatte 3 sind
zwei Zentrierstifte 4, 5 vorgesehen, auf welche das Bac
kenfutter mit entsprechenden Zentrierbohrungen 6, 7 (Fig.
3) aufsteckbar ist.
Desweiteren ist in den Bereichen der vorderen und hinte
ren Stirnwand 86 und 87 sowie im Bereich der unteren ebe
nen Begrenzungsfläche 88 des Backenfutters 2 jeweils eine
Positioniernut 89, 90 bzw. 91 vorgesehen. Durch diese Po
sitioniernuten 89, 90, 91 ist das Backenfutter 2 anstatt
über die Zentrierstifte 4, 5 auf der Grundplatte 3 an ei
nem entsprechend auf der Grundplatte 3 vorgesehenen Posi
tioniersteg 92 lagerichtig ausrichtbar. Ein solcher Posi
tioniersteg 92 ist in Fig. 2 beispielhaft in gestrichel
ten Linien dargestellt. Zur lagegenauen Positionierung in
Querrichtung des Backenfutters 2, kann dabei der Positio
niersteg 92 abgesetzt ausgebildet sein, so daß er einen
entsprechenden seitlichen Anschlag für das Backenfutter 2
bildet.
Das Backenfutter 2 ist etwa kassettenartig ausgebildet
und weist eine im wesentlichen quaderförmige Grundform
auf und dient zur Aufnahme von Spannelementen in Form ei
ner ersten Spannbacke 8 und einer zweiten Spannbacke 9.
Die erste Spannbacke 8 ist als Spannhebel ausgebildet und
weist einen Spannhebelabschnitt 10 auf, welchem ein Betä
tigungsabschnitt 11 gegenüberliegend angeordnet ist. Die
Länge des Betätigungsabschnittes 11 entspricht dabei in
etwa der Länge des Spannhebelabschnittes 10, wobei zwi
schen diesen eine Lagerbohrung 12 vorgesehen ist, mittels
welcher die erste Spannbacke 8 im Backenfutter 2 drehbar
gelagert ist. Zur Aufnahme der ersten Spannbacke 8 weist
das Backenfutter 2 zwei parallel zueinander verlaufende
Lagerstege 13, 14 auf, welche etwa plattenförmig ausge
bildet sind. Im Bereich dieser Lagerstege 13, 14 ist eine
entsprechende Lagerbohrung 15 vorgesehen, durch welche
ein entsprechender Lagerzapfen 16 hindurchsteckbar ist,
auf welchem die erste Spannbacke 8 schwenkbar zwischen
den Lagerstegen 13, 14 gelagert ist.
Zum Betätigen der ersten Spannbacke 8 mit seinem Betäti
gungsabschnitt 11 ist ein hydraulischer Einschraubzylin
der 17 vorgesehen, welcher zwischen den Aufnahmeschenkeln
13, 14 unterhalb der Lagerbohrung 15 in das Backenfutter
2 eingesetzt ist. Im Bereich des Spannhebelabschnittes 10
ist oberhalb der Lagerbohrung 15 ein Druckstift 18 vorge
sehen, welcher in eine entsprechende Aufnahmebohrung 19
des Backenfutters 2 (Fig. 3) eingesetzt ist und mittels
einer Schraubenfeder 20 im unbelasteten Zustand den
Spannhebelabschnitt 10 in einer entsprechenden Ausgangs
lage hält.
Auf der Oberseite 21 des Backenfutters 2 sind zwei paral
lel zueinander verlaufende, die Oberseite 21 vertikal
überragende Führungsleisten 22 und 23 vorgesehen, zwi
schen welchen die zweite Spannbacke 9 verschiebbar aufge
nommen ist. Zur verschiebbaren Befestigung der zweiten
Spannbacke 9 auf dem Backenfutter 2 ist eine Klemmschrau
be 24 vorgesehen, welche in ein entsprechendes Ein
schraubgewinde 25 des Backenfutters 2 einschraubbar ist.
Das Einschraubgewinde 25 ist dabei zwischen den beiden
Führungsleisten 22 und 23 etwa mittig angeordnet. Die
zweite Klemmbacke 9 ist in der in Fig. 1 gezeigten Lage
und auch in einer um 180° zu dieser dargestellten Positi
on gedrehten Lage zwischen den beiden Führungsleisten 22
und 23 in Richtung des Doppelpfeiles 26 axial verschieb
bar einsetzbar. Zur Axialverstellung der zweiten Spann
backe 9 ist ein Einstellexzenter 27 der ersten Spannbacke
8 gegenüberliegend in einer entsprechenden Aufnahmeboh
rung 28 des Backenfutters 2 drehbar gelagert. Zur drehba
ren Lagerung des Einstellexzenters 27 weist dieser zum
Backenfutter 2 hin unterseitig einen Lagerzylinder 29
auf, mit welchem der Einstellexzenter 27 in der Aufnahme
bohrung 28 annähernd spielfrei aufgenommen wird. Zur La
gefixierung des Einstellexzenters 27 in der Aufnahmeboh
rung 28 des Backenfutters 2 ist eine Klemmschraube 30
vorgesehen, welche im montierten Zustand den Einstellex
zenter koaxial zum Lagerzylinder 29 vertikal durch eine
entsprechende Durchgangsbohrung 31 durchragt und in eine
koaxial in der Aufnahmebohrung 28 des Backenfutters 2 an
geordnete Gewindebohrung 32 einschraubbar ist.
Zur Druckversorgung des Einschraubzylinders 17 weist das
Backenfutter 2 mehrere Anschlußbohrungen 33, 34 und 35
auf. Die Anschlußbohrung 35 ist dabei an der Unterseite
des Backenfutters 2 angeordnet und in Fig. 1 nicht sicht
bar. Zur Druckölversorgung über diese Anschlußbohrung 35
ist die Grundplatte 3 mit einem entsprechenden Druckölka
nal 36 versehen, welcher mit einem Anschlußkanal 37 ge
koppelt ist. Zur lagegenauen Befestigung des Backenfut
ters 2 auf der Grundplatte 3 sind die Zentrierstifte 4
und 5 vorgesehen, welche derart angeordnet sind, daß im
montierten Zustand das Backenfutter 2 mit seiner An
schlußbohrung 35 direkt mit dem Druckölkanal 36 bei
spielsweise über eine öldichte Steckverbindung 38 (Fig. 5
und 6) verbindbar ist.
Die zweite Spannbacke 9 ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist, an seinen beiden Stirnseiten 39 und 40 abgesetzt
ausgebildet und weist beidseitig jeweils eine Auflageflä
che 41 bzw. 42 auf, welche durch eine vertikale Spannflä
che 43 bzw. 44 begrenzt ist. Die Spannflächen 43 und 44
sind zur Stirnseite 39 bzw. 40 der zweiten Spannbacke 9
in unterschiedlichen Abständen angeordnet, so daß im mon
tierten Zustand je nach Einbaulage der zweiten Spannbacke
zwischen den Führungsleisten 22 und 23 des Backenfutters
2 unterschiedliche minimale und maximale Abstände A (Fig.
2) zwischen der Spannfläche 45 der ersten Spannbacke 8
und der jeweils dann zugeordneten Spannfläche 43 bzw. 44
der zweiten Spannbacke 9 einstellbar sind.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, ist zwischen
der Spannfläche 45 und beispielsweise der Spannfläche 43
ein entsprechendes Werkstück 46 einspannbar, wobei mit
tels des Einstellexzenters 27 die Lage der zweiten Spann
backe 9 auf dem Backenfutter 2 variabel einstellbar und
mittels der Klemmschrauben 24 und auch der Klemmschraube
30 fixierbar ist. Für die Axialverstellung weist die
zweite Spannbacke 9 ein zentrales Langloch 47 auf, durch
dessen axiale Ausdehnung der maximale Stellbereich der
zweiten Spannbacke 9 bestimmt ist. Die Spannbacke 9 ist
dabei derart ausgestaltet, daß im montierten Zustand die
Klemmschraube 24 versenkt in einer entsprechenden lang
lochartigen, abgesetzten Ausnehmung 48 in der zweiten
Spannbacke 9 angeordnet ist.
Aus Fig. 3 ist gleichfalls erkennbar, daß die erste
Spannbacke 8 mit ihrem Betätigungsabschnitt 11 und ihrem
Spannhebelabschnitt 10 auf dem Lagerzapfen 16 annähernd
spielfrei drehbar gelagert ist. Der Einschraubzylinder 17
ist in eine entsprechende Gewindebohrung 49 des Backen
futters 2 eingeschraubt und steht mit einem Versorgungs
kanal 50 des Backenfutters 2 in Verbindung. Der Versor
gungskanal 50 ist mit den Anschlußbohrungen 33, 34 und 35
de Backenfutters 2 verbunden. Von diesen Anschlußbohrun
gen 33, 34 und 35 führen entsprechende Druckkanäle 51 und
52 zum Versorgungskanal 50 des Backenfutters 2.
Zur Befestigung des Backenfutters 2 auf der Grundplatte 3
sind entsprechende Montageschrauben 53 vorgesehen, mit
tels welcher das Backenfutter 2 festsitzend und auswech
selbar auf der Grundplatte 3 angeschraubt ist. Zur
Druckölversorgung ist bei dem vorliegenden Ausführungs
beispiel gemäß den Fig. 1 bis 4 die Grundplatte 3 vorge
sehen, welche über ihren Anschlußkanal 37 mit Drucköl
versorgbar ist. Der Anschlußkanal 37 steht dabei über den
Druckkanal 36 mit dem Druckkanal 52 des Backenfutters 2
in Verbindung, so daß der Einschraubzylinder 17 in einfa
cher Weise mit Drucköl versorgbar ist. Bei dieser Art der
Druckölversorgung sind entsprechend die weiteren An
schlußbohrungen 33, 34 und 35 mittels entsprechender Ver
schlußschrauben verschlossen, so daß keinerlei Drucköl
verlust auftreten kann. In Fig. 1 und 2 sind solche Ver
schlußschrauben 81, 82 beispielhaft dargestellt. Die
Druckölversorgung über den Anschlußkanal 37 bzw. den
Druckkanal 52 können selbstverständlich auch die An
schlußbohrungen 33 und 34 Verwendung finden, wobei in
diesem Fall die entsprechenden anderen Anschlußbohrungen
33 und 35 mittels entsprechender Verschlußschrauben zu
verschließen sind.
Durch diese wahlweise vorgesehene Druckölversorgung ist
das Backenfutter 2 bzw. die gesamte Spannvorrichtung 1
äußerst variable einsetzbar, wobei mehrere Backenfutter 2
in beliebigen Anordnungen miteinander kombinierbar sind.
Anstatt der Befestigung des Backenfutters 2 auf der
Grundplatte 3 mittels der Montageschrauben 53, können
auch Spannpratzen vorgesehen sein, welche auf der Ober
seite 54 der Grundplatte 3 aufschraubbar sind und über
die am Backenfutter 2 vorgesehenen Spannflächen 55 und 56
das Backenfutter 2 klemmend auf der Grundplatte 3 halten.
Das Backenfutter 2 ist dabei in unterschiedlichen geome
trischen Lagen auf der Grundplatte 3 befestigbar. So kann
beispielsweise das Backenfutter 2 horizontal auf die
Grundplatte 3 gelegt werden und mit dieser verschraubt
werden. In dieser Lage dienen zwei Zentrierbohrungen 78,
79 zu lagegenauen Positionierung des Backenfutters 2 auf
der Grundplatte 3. Desweiteren kann das Backenfutter 2
auch um eine um 90° um dessen Querachse gedrehte Lage auf
die Grundplatte 3 montiert werden. Damit sind unter
schiedliche Spannmöglichkeiten für Werkstücke unter
schiedlicher Formgebung und Ausrichtung in einfacher Wei
se erreichbar. Zur Montage sind dabei beispielsweise die
in den Fig. 1 und 2 sichtbaren Gewindebohrungen 80 vorge
sehen.
Werden mehrere Backenfutter 2 unmittelbar nebeneinander
auf einer Grundplatte 3 positioniert, so können die Bac
kenfutter 2 über ihre Zentrierbohrungen 78, 79 z. B. mit
tels einer Gewindestange (in der Zeichnung nicht darge
stellt) miteinander verschraubt werden, so daß die gesam
te Spannvorrichtung 1 eine stabile Einheit zum präzisen
Aufspannen eines Werkstücke bildet.
Die Einstellung der maximalen Spannbreite bzw. der mini
malen Spannbreite und somit die Anpassung an entsprechen
de Werkstückquerschnitte eines Werkstückes 46 ist dabei
mittels des Einstellexzenters 27 in einfacher Weise er
reichbar, indem dieser in Richtung des Pfeiles 57 (Fig.
4) drehbar ist und somit die zweite Spannbacke 9 in Rich
tung des Pfeiles 58 zum Verändern des Spannabstandes A
zwischen der Spannfläche 45 der ersten Spannbacke 8 und
der Spannfläche 43 der zweiten Spannbacke 9 variabel ein
stellbar ist. Der Verstellbereich über diesen Exzenter 27
beträgt dabei durch entsprechende Ausbildung des Langlo
ches 47 der Spannbacke 9 und der Ausgestaltung des Ein
stellexzenters 27 bis zu 45 mm.
Durch die Ausbildung der ersten Spannbacke 8 als Spannhe
bel wird dabei ein maximaler Spannhebelweg von bis zu 10
mm, vorzugsweise zwischen 5 und 6 mm, erreicht. Wie aus
Fig. 3 ersichtlich ist, wird die erste Spannbacke 8 durch
den Druckstift 18 und die entsprechend zugeordnete
Schraubenfeder 20 bei unbelastetem Einschraubzylinder 17
in ihrer Ausgangslage gehalten. Durch Aktivieren des Ein
schraubzylinders 17 drückt dieser mit seinem Druckkolben
60 gegen den Betätigungsabschnitt 11 der ersten Spannbac
ke 8, so daß diese sich um den Lagerzapfen 16 dreht und
mit ihrem Spannhebelabschnitt 10 das Werkstück 46 ent
sprechend zwischen den Spannflächen 45 der ersten Spann
backe 8 und der Spannfläche 43 der zweiten Spannbacke 9
klemmend gehalten wird.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist der Lagerzapfen 16
von der inneren Stirnwand 94 des Backenfutters 2 einen
größeren horizontalen Abstand auf als die Spannfläche 45
des Spannhebelabschnittes 10. Durch diesen Abstandsunter
schied wird ein sogenannter Niederspanneffekt beim Spann
vorgang des Werkstückes 46 erreicht, da bei der Schwenk
bewegung der ersten Spannbacke 8 um den Lagerzapfen 16
die Spannfläche 45 eine vertikal nach unten gegen die
Auflagefläche 42 der zweiten Spannbacke 9 gerichtete Be
wegungskomponente ausführt. Dadurch wird das Werkstück
beim Spannvorgang einerseits durch die horizontalen Bewe
gungskomponente der Spannfläche 45 gegen die Spannfläche
43 der zweiten Spannbacke 9 und gleichzeitig durch die
vertikale Bewegungskomponente gegen die Auflagefläche 42
der zweiten Spannbacke 9 gepreßt, so daß das Werkstück 46
sicher aufgespannt ist.
Anstatt einer hydraulischen Betätigung über den Ein
schraubzylinder 17 mit seinem Druckkolben 59 kann auch
eine mechanische Stelleinrichtung in Form einer in den
Betätigungsabschnitt 11 der ersten Spannbacke 8 einge
schraubten Druckschraube 85 vorgesehen sein, wie dies in
Fig. 3 in gestrichelten Linien dargestellt ist. Beim
Spannvorgang wird die Druckschraube 85 durch den Betäti
gungsabschnitt 11 hindurch geschraubt und stützt sich an
einer Stützfläche des Backenfutters 2 ab. Diese Stützflä
che kann dabei durch eine Anschlagschraube gebildet sein,
welche anstatt des Einschraubzylinders 17 in das Backen
futter 2 eingeschraubt ist. Durch diese mechanische Stel
leinrichtung ist die erfindungsgemäße Spannvorrichtung
auch in Werkstätten einsetzbar, in welchen keine hydrau
lische Druckversorgung zur Verfügung steht.
Es versteht sich, daß anstatt einer hydraulischen Betäti
gung auch eine pneumatische Betätigung der ersten Spann
backe 8 vorgesehen sein kann.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer er
findungsgemäßen Spannvorrichtung 1/1, welche vier bau
gleiche Backenfutter 2/1, 2/2, 2/3 und 2/4 aufweist. Die
Backenfutter 2/1 bis 2/4 sind definiert auf einer größe
ren Grundplatte 3/1 befestigt. Die Position der Backen
futter 2/1 bis 2/4 ist dabei in Abhängigkeit von der
Formgebung eines zu bearbeitenden bzw. zu spannenden
Werkstückes 60 (in Phantomlinien) gewählt.
Wie Fig. 5 zeigt, können zwei Backenfutter 2/1 und 2/2
unmittelbar benachbart nebeneinander angeordnet sein, so
daß das Werkstück 60 durch die Spannbacken 8/1, 8/1 und
8/2, 9/2 der Backenfutter 2/1 und 2/2 auf einer größeren
Länge festsitzend spannbar ist. Im Bereich zwischen den
Backenfuttern 2/2 und 2/3 weist das Werkstück 60 einen
größeren Querschnitt 61 auf. Da bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel der Stellweg der zweiten Spannbacke
nicht ausreicht um diesen erweiterten Querschnitt auf
spannen zu können, ist das Backenfutter 2/3 in seitlichem
Abstand zum Backenfutter 2/2 auf der Grundplatte 3/1 an
geordnet. In einem weiteren noch größeren Abstand ist das
Backenfutter 2/4 zum Backenfutter 2/3 auf der Grundplatte
3/1 angeordnet, so daß das relativ kompliziert geformte
Werkstück 60 in Einzelbereichen festsitzend mittels der
erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 1/1 spannbar ist und
somit auf einer Werkzeugmaschine bearbeitbar ist.
Die Druckölversorgung erfolgt bei dem vorliegenden Aus
führungsbeispiel über eine Druckölkanal 62, welcher einen
vertikal nach oben gerichteten Verbindungsabschnitt 63
aufweist. Dieser Verbindungsabschnitt 63 steht mit dem
Druckkanal 52 des Backenfutters 2/1 über eine Steckver
bindung 38 in druckdichter Verbindung. Für die Drucköl
versorgung des zweiten Backenfutters 2/2 ist eine zweite
Steckverbindung 64 vorgesehen, mittels welcher die quer
verlaufenden Anschlußbohrungen 34/1 und 34/2 der Backen
futter 2/1 und 2/2 dicht miteinander verbunden sind. Um
zu verhindern, daß aus den Anschlußbohrungen 34/1 bzw.
34/2 sowie den mit diesen in Verbindung stehenden eben
falls querverlaufenden Anschlußbohrungen 33/1 bzw. 33/2
im Betrieb Drucköl austreten kann, sind die Anschlußboh
rungen 33/1, 33/2 sowie die Anschlußbohrungen 34/1 und
34/2 außenseitig mittels Verschlußschrauben 65 bzw. 66
dicht verschlossen.
Durch diese Art der gewählten Druckölversorgung ist eine
einfache Druckölversorgung insbesondere des zweiten Bac
kenfutters 2/2 gewährleistet, ohne daß eine unnötig kom
plizierte Druckkanalanordnung in der Grundplatte 3/1 vor
gesehen werden muß. Die Abdichtung des Druckkanales 52/2
des zweiten Backenfutters 2/2 zur Grundplatte 3/1 hin
kann dabei beispielsweise durch einer O-Ringdichtung er
folgen, welche koaxial zum Druckkanal 52/2 des Backenfut
ters 2/2 zwischen dem Backenfutter 2/2 und der Grundplat
te 3/1 angeordnet ist. Zur weiteren Druckversorgung der
beiden anderen Backenfutter 2/3 und 2/4 ist eine Drucköl
versorgung vorgesehen, welche identisch ausgebildet ist,
wie die Druckölversorgung des Backenfutters 2/1. D. h. der
Druckölkanal 62 setzt sich bis zu den Backenfuttern 2/3
und 2/4 in der Grundplatte 3/1 fort und ist über jeweils
eine entsprechende Querbohrung und Steckverbindung mit
dem zugehörigen Druckölkanal der Backenfutter 2/3 und 2/4
verbunden.
Wie das Ausführungsbeispiel aus den Fig. 5 und 6 zeigt,
ist sind die identisch ausgebildeten Backenfutter 2/1 bis
2/4 äußerst variabel einsetzbar, wobei deren Einsatzbe
reich durch eine entsprechende Ausgestaltung der Grund
platte 3/1 variabel erweiterbar ist.
So zeigt beispielsweise Fig. 7 ein weiteres Ausführungs
beispiel, bei welchem lediglich zwei Backenfutter 2/5 und
2/6 auf einer ausgebildeten Grundplatte 3/2 festsitzend
angeordnet sind. Diese beiden Backenfutter 2/5 und 2/6
der Spannvorrichtung 1/2 sind sowohl seitlich als auch in
axialer Richtung zueinander versetzt auf der Grundplatte
3/2 angeordnet und dienen zur klemmenden Aufnahme bei
spielsweise eines in Phantomlinien dargestellten Werk
stückes 66. Bei diesem Werkstück 66 kann es sich bei
spielsweise um einen Griff einer Zange eines medizini
schen Instrumentes handeln, welches spanabhebend auf ei
ner Werkzeugmaschine bearbeitet werden soll. Es wird
deutlich, daß das Werkstück 66 einerseits zwischen den
Spannbacken 8/5 und 9/5 des Backenfutters 2/5 mit seinem
einen Ende fest eingespannt ist, wobei der Abstand zwi
schen den Spannflächen 43/5 und 45/5 durch Drehen des
Einstellexzenters 27/5 und damit durch gleichzeitiges
Verschieben der zweiten Spannbacke 9/5 auf die entspre
chenden Abmessungen des Werkstückes 66 angepaßt ist.
Durch Beaufschlagung des im Backenfutter 2/5 angeordneten
Einschraubzylinders (in der Zeichnung nicht sichtbar)
wird das Werkstück 66 mit seinem entsprechenden Endab
schnitt 67 sicher gehalten. Die Spannkräfte, welche durch
die erste Spannbacke 8 aufbringbar sind, betragen dabei
bei einem Öldruck von ca. 500 bar bis zu etwa 5,5 kN.
Durch entsprechendes Festziehen der Klemmschrauben 24/5
sowie 30/5 werden sowohl die zweite Spannbacke 9/5 als
auch der Einstellexzenter 27/5 festsitzend sicher am Bac
kenfutter 2/5 gehalten. Durch die Verwendung des Ein
stellexzenters 27/5 ist dabei eine feinfühlige, genaue
Abstandseinstellung zwischen der ersten Spannbacke 8/5
und der zweiten Spannbacke 9/5 in einfacher Weise sicher
durchführbar.
Das zweite Backenfutter 2/2 ist mit seiner zweiten Spann
backe 9/6 und seinem Einstellexzenter 27/6 auf die Form
gebung des zweiten Endabschnittes 68 des Werkstückes 66
eingestellt, so daß das Werkstück 66 klemmend zwischen
den entsprechenden Spannflächen 43/6 und 45/6 sicher ge
halten wird. Die Einstellung der Lagen der Spannbacken
9/5 und 9/6 der beiden Backenfutter 2/5 und 2/6 ist dabei
derart aufeinander abgestimmt, daß das aufgespannte Werk
stück 66 verzugsfrei sicher gehalten wird und damit eine
präzise Bearbeitung des Werkstückes 66 auf einer Werk
zeugmaschine sichergestellt ist.
In den Fig. 8 und 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 1/3 dargestellt,
welche drei Backenfutter 2/7, 2/8 und 2/9 aufweist. Die
Backenfutter 2/7, 2/8 und 2/9 sind auf einer Grundplatte
3/3 angeordnet und werden über flexible Hydraulikleitun
gen 69, 70 mit Hydraulikdruck versorgt. Bei dem darge
stellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Grundversorgung
mit Hydrauliköl über die Grundplatte 3/3, welche bei
spielsweise das Backenfutter 2/7 mit Hydraulikdruck ver
sorgt. Von dem Backenfutter 2/7 werden dann über die Hy
draulikleitungen 69 und 70 die beiden anderen Backenfut
ter 2/8 und 2/9 mit Hydraulikdruck versorgt.
Der Anschluß der Hydraulikleitungen 69 und 70 erfolgt
beispielsweise an den Anschlußbohrungen 34/8 bzw. 34/9,
wie dies beispielhaft aus Fig. 8 ersichtlich ist. Die An
schlußbohrungen 34/7 und 34/9 der Backenfutter 2/7 und
2/9 sind auf der den Hydraulikleitungen 69 und 70 jeweils
gegenüberliegenden Seiten durch mit entsprechenden Ver
schlußschrauben 71 und 72 verschlossen.
Die in Fig. 8 dargestellten Backenfutter 2/7 bis 2/9 sind
jeweils rechtwinklig zueinander auf der Grundplatte 3/3
angeordnet und dienen zur festen Aufspannung eines Werk
stückes 73, welches eine mehrfach abgebogene Form auf
weist. Die Backenfutter 2/7 und 2/8 sind derart auf der
Grundplatte 3/3 angeordnet, daß ihre Spannbacken 8/7, 9/7
bzw. 8/8, 9/8 nach oben gerichtet der Grundplatte 3/3 ge
genüberliegen.
Das dritte Backenfutter 2/9 ist auf der Grundplatte 3/3
um 90° gedreht angeordnet, so daß deren Spannbacken 8/9
bzw. 9/9 zum ersten Backenfutter 2/7 hin ausgerichtet
sind. Das Backenfutter 2/9 dient mit seinen Spannbacken
8/9 und 9/9 zum Einspannen eines horizontal verlaufenden
Endabschnittes 74 des Werkstückes 73, welcher durch den
abgebogenen Verlauf des Werkstückes 73 tiefer liegt als
das übrige Werkstück 73. Das Werkstück 73 ist in seinem
weiteren Verlauf derart ausgeformt, daß es mit seinem
mittleren Abschnitt 75 im Spannfutter 2/8 und mit seinem
zweiten Endabschnitt 76 im Backenfutter 2/7 fest einge
spannt ist.
Wie aus den Ausführungsbeispielen ersichtlich ist, ist
die erfindungsgemäße Spannvorrichtung 1, 1/1, 1/2 und 1/3
äußerst variabel einsetzbar. Dies wird insbesondere da
durch erreicht, daß die Backenfutter 2 bis 2/9 äußerst
variabel auf einer entsprechend ausgebildeten Grundplatte
3 bis 3/3 anordenbar sind und somit gewährleistet ist,
daß Werkstücke unterschiedlichster Formgebung durch die
erfindungsgemäßen Spannvorrichtungen 1 bis 1/3 aufspann
bar sind. Es ist dabei auch vorgesehen, daß das Backen
futter 2 beispielsweise mit einer seiner seitlichen Plan
flächen 77 (Fig. 2) auf der Grundplatte 3 befestigbar
ist, so daß eine weitere Spannmöglichkeit für Werkstücke
erreichbar ist.
Durch die variable Einstellbarkeit der Spaltbreite zwi
schen den Spannbacken 8, 9 bzw. 8/1 bis 8/9 bzw. 9/1 bis
9/9 sind die Backenfutter 2 bis 2/9 unterschiedlichen
Querschnittsprofilen von Werkstücken anpaßbar, so daß
auch ohne unterschiedliche Anordnung der Spannbacken bzw.
einer Anordnung von Backenfuttern 2 bis 2/9, welche sämt
lich unmittelbar benachbart angeordnet sind, auch Werk
stücke, beispielsweise Griffe einer Zange od. dgl., durch
die Einstellbarkeit festspannbar sind.
Claims (12)
1. Spannvorrichtung bestehend aus wenigstens einem Bac
kenfutter, das eine erste Spannbacke aufweist, welche
zum Spannen eines Werkstückes gegen eine zweite
Spannbacke bewegbar ist und das Werkstück im aufge
spannten Zustand zwischen den Spannbacken durch eine
von der ersten Spannbacke aufgebrachten Klemmkraft
klemmend gehalten ist, wobei die Lage der zweiten
Spannbacke relativ zur ersten Spannbacke einstellbar
und die zweite Spannbacke in ihrer jeweils einge
stellten Position festsitzend am Backenfutter fixier
bar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Backenfutter (2, 2/1, 2/2, 2/3, 2/4, 2/5,
2/6, 2/7, 2/8, 2/9) ebene Begrenzungsflächen (77, 88)
mit Zentrierbohrungen (6, 7, 78, 79) und/oder ebene
Begrenzungsflächen (86, 87, 88) mit Positioniernuten
(89, 90, 91) aufweist, mit welchen das Backenfutter
(2, 2/1, 2/2, 2/3, 2/4, 2/5, 2/6, 2/7, 2/8, 2/9) zum
Aufspannen von Werkstücken (46, 60, 73) unterschied
licher Größe und Form in unterschiedlichen Lagen und
Ausrichtungen auf einer Grundplatte (3, 3/1, 3/2,
3/3) zum positionsgenauen Fixieren des Werkstückes
(46, 60, 73) wahlweise positionierbar ist.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Backenfutter (2 bis 2/9) etwa kas
settenartig ausgebildet ist und eine im wesentlichen
quaderförmige Grundform aufweist und auf der Grund
platte (3, 3/1, 3/2, 3/3) mittels einer Schraubver
bindung oder Spannpratzen befestigbar ist, und
daß die Grundplatte (3, 3/1, 3/2, 3/3) auf einer
Werkzeugmaschine definiert positionierbar ist.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Spannbacke (8, 8/1, 8/2,
8/3, 8/4, 8/5, 8/6, 8/7, 8/8, 8/9) als Spannhebel
ausgebildet ist und zum Betätigen der ersten Spann
backe (8 bis 8/9) ein hydraulischer Einschraubzylin
der (17) vorgesehen ist, welcher im Backenfutter (2
bis 2/9) integriert angeordnet ist.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Backenfutter (2 bis 2/9) mehrere
Hydraulikbohrungen (33, 34, 34/1, 34/9, 35, 50, 51,
52, 52/2) aufweist, über welche der Einschraubzylin
der (17) wahlweise mit Druck beaufschlagbar ist.
5. Spannvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Druckversorgung des Backenfut
ters (2 bis 2/9) wahlweise über die Grundplatte (3,
3/1, 3/2, 3/3) oder über eine separate Hydraulikver
sorgungsleitung (69, 70) erfolgt, welche direkt mit
dem Backenfutter (2 bis 2/9) hydraulisch koppelbar
ist.
6. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Backenfutter
(2/1, 2/2) unmittelbar nebeneinander auf der Grund
platte (3/1) anordenbar sind, und
daß jeweils zwei benachbarte Backenfutter (2/1, 2/2)
über eine hydraulische Steckverbindung (38) gleich
zeitig mit Druck beaufschlagbar sind.
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Backenfutter (2
bis 2/4) vorgesehen sind, die in unterschiedlichen
oder gleichmäßigen Abständen voneinander auf der
Grundplatte (3/1) positionierbar sind, und
daß die Backenfutter (2 bis 2/4) über die Grundplatte
(3/1) gleichzeitig mit Druck beaufschlagbar sind.
8. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Spannbacke (8 bis 8/9)
als Spannhebel mit einem Betätigungsabschnitt (11)
ausgebildet ist, und
daß zum Betätigen der ersten Spannbacke (8 bis 8/9)
eine Druckschraube (85) vorgesehen ist, welche durch
den Betätigungsabschnitt (11) hindurchgeschraubt ist
und sich beim Spannvorgang an einer Stützfläche des
Backenfutters (2 bis 2/9) abstützt.
9. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der Soll
position der zweiten Spannbacke (9, 9/1, 9/2, 9/3,
9/4, 9/5, 9/6, 9/7, 9/8, 9/9) am Backenfutter (2 bis
2/9) ein Einstellexzenter (27, 27/5, 27/6) vorgesehen
ist, welcher mittels einer Klemmschraube (30, 30/5)
in seiner eingestellten Lage fixierbar ist, und
daß die zweite Spannbacke (9 bis 9/9) mittels einer
Klemmschraube (24) am Backenfutter (2 bis 2/9) in ih
rer Sollposition fixierbar ist.
10. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der Soll
position der zweiten Spannbacke eine Stellschraube
vorgesehen ist, mittels welcher die zweite Spannbacke
relativ zum Backenfutter axial verschiebbar und in
ihrer Sollposition fixierbar ist.
11. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Spannen eines ein-
oder mehrfach abgebogen ausgebildeten Werkstückes
(60, 73) mehrere Backenfutter (2/5 bis 2/9) auf einer
Grundplatte (3/2, 3/3) versetzt zueinander anordenbar
sind.
12. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spannbacke (9
bis 9/9) unterschiedliche axiale Längen aufweist und
zur Einstellung unterschiedlicher Spannweiten in ver
schiedenen Grundpositionen am Backenfutter (2 bis
2/9) feststellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996141985 DE19641985C2 (de) | 1996-10-11 | 1996-10-11 | Flexible Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996141985 DE19641985C2 (de) | 1996-10-11 | 1996-10-11 | Flexible Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19641985A1 DE19641985A1 (de) | 1998-04-30 |
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996141985 Expired - Fee Related DE19641985C2 (de) | 1996-10-11 | 1996-10-11 | Flexible Spannvorrichtung für Werkzeugmaschinen |
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| Country | Link |
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