DE19640558A1 - Schließzylinderbetätigbares Treibstangenschloß - Google Patents
Schließzylinderbetätigbares TreibstangenschloßInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein schließzylinderbetätigbares
Treibstangenschloß mit einem den Schließbart des als
Freilaufzylinder ausgebildeten Schließzylinders umfas
senden Zahnkranz, welcher einen Schließzylinder-Durch
steckspalt besitzt und welcher mit zwei Abtriebszahnrä
dern kämmt, deren Drehbewegung unter Zwischenschaltung
weiterer Untersetzungszahnräder über einen Treibstan
gen-Anschlußschieber zur Treibstangenverlagerung dient,
mit einem vor- und zurückschließbaren Riegel und mit
einer drückernußbetätigbaren Falle, wobei ein Arm der
Drückernuß am Fallenschwanz angreift sowie mit einem
als Schwenkhebel ausgebildeten Bewegungsübertragungs
glied zwischen Drückernuß und Treibstangen-Anschluß
schieber, welches in der vorgeschlossenen Riegelstel
lung bei Drückerbetätigung verschwenkt und den Treib
stangen-Anschlußschieber in die der zurückgeschlossenen
Riegelstellung entsprechende Verlagerungsstellung über
führt.
Ein Treibstangenschloß der in Rede stehenden Art ist
bekannt aus der DE 38 23 504 C1, wobei der Schließbart
des Freilaufzylinders bei Schließdrehung den Zahnkranz
antreibt und über diesen das Untersetzungsgetriebe,
welches seinerseits über eine Zahnstange den Riegel
vorschließt und andererseits an einer Zahnstange des
Treibstangen-Anschlußschiebers angreift und diesen in
die Verriegelungsstellung verlagert. Desweiteren ist
der Drückernuß eine Außenverzahnung zugeordnet, die mit
einem weiteren Zahngetriebe kämmt. Letzteres umfaßt
ein unmittelbar mit der Drückernuß in Zahneingriff
stehendes Zahnrad, welches mit einem weiteren Zahnrad
kämmt. Dieses steht über einen Freigang mit einem als
Zahnsegment gestalteten Schwenkhebel in Zahneingriffs
verbindung, wobei die Verzahnung des Schwenkhebel s mit
einer weiteren Verzahnung des Treibstangen-Anschluß
schiebers zusammenwirkt.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrun
de, ein Treibstangenschloß der in Rede stehenden Art in
herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestal
ten, daß die zwischen Drückernuß und Treibstangen-An
schlußschieber zwischengeschalteten Bauteile zur
Erzielung einer Panikfunktion auf ein Minimum reduziert
sind.
Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei
einem schließzylinderbetätigbaren Treibstangenschloß
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf
abgestellt ist, daß das Bewegungsübertragungsglied ein
am Fallenschwanz angelenkter Schwenk-Winkelhebel ist,
dessen Scheitel sich an einer schloßgehäusefesten rück
seitigen Gleitfläche abstützt und dessen freier Arm den
Treibstangen-Anschlußschieber beaufschlagt.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildun
gen der erfinderischen Lösung.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein Treibstangen
schloß der in Rede stehenden Art gegeben, bei welchem
die Bauteile zur Erzielung einer Panikfunktion auf ein
Minimum reduziert sind. Dies begünstigt eine kostenspa
rende Herstellung. Es ist lediglich ein Zahngetriebe
vorzusehen. Bezüglich desselben handelt es sich um das
Untersetungsgetriebe, mittels welchem sowohl der Treib
stangen-Anschlußschieber als auch der Riegel verlager
bar sind. Bezüglich des Bewegungsübertragungsgliedes
handelt es sich in einfacher Weise um einen am Fallen
schwanz angelenkten Schwenk-Winkelhebel, welcher unmit
telbar mit dem Treibstangen-Anschlußschieber zusammen
wirkt. Der Schwenk-Winkelhebel kann als Stanzbauteil
ausgebildet sein derart, daß sich dessen Scheitel an
einer schloßgehäusefesten rückseitigen Gleitfläche
abstützt. Diese Ausgestaltung läßt auch gegenüber der
Bauform gemäß Stand der Technik eine größere Toleranz
zu. Es muß nicht auf eine so große Maßhaltigkeit Rück
sicht genommen werden wie bei einem Zahngetriebe.
Dadurch wird der Aufbau des Schlosses robuster und
macht das Schloß störungsunanfälliger. Die Verschwen
kung des Schwenk-Winkelhebels ist aus der Rückverlage
rung der Falle abgeleitet. Bei einer Einzugsverlage
rung des Fallenschwanzes in üblicher Weise mit der
Drückernuß erfolgt demgemäß zwangsläufig das Verschwen
ken des Schwenk-Winkelhebels, wobei dessen freier Arm
den Treibstangen-Anschlußschieber - die Verriegelungs
stellung vorausgesetzt - beaufschlagt verbunden damit,
daß sowohl die Falle als auch der Riegel sowie die mit
dem Treibstangen-Anschlußschieber gekuppelte Treibstan
ge in die Freigabestellung bewegt wird. Damit beim
lediglichen Zuziehen der Tür nicht der Schwenk-Winkelhe
bel verlagert werden muß, ist eine Zweiteiligkeit des
Fallenschwanzes vorgesehen, wobei die beiden Teile
gegeneinander verschieblich sind. Im Detail sieht dies
so aus, daß der rückwärtige, vom Nußarm beaufschlagte
Teil am Bewegungsübertragungsglied angreift und der
vordere Teil den Fallenkopf trägt und bei Drückerbetäti
gung zusammen mit dem rückwärtigen Teil verlagert
wird. Beim Zuziehen der Tür verlagert sich der Fallen
kopf ausschließlich nur mit dem vorderen Teil entgegen
der Kraft einer Kallenfeder. Herstellungstechnisch
vereinfachend wirkt sich die Maßnahme aus, daß die
schloßgehäusefeste rückwärtige Gleitfläche von der
Schloßkasten-Rückwand gebildet ist, so daß keine zusätz
liche Stützfläche einzubeziehen ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäß gestalteten
Treibstangenschlosses mit Panikfunktion bei
abgenommener Schloßdecke, wobei der Riegel die
zurückgeschlossene Stellung einnimmt,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung,
wobei abweichend von dieser das Untersetzungs
getriebe fortgelassen ist,
Fig. 3 das Treibstangenschloß in seiner vorgeschlosse
nen Stellung mit veranschaulichtem Unterset
zungsgetriebe,
Fig. 4 die gleiche Darstellung wie Fig. 3, wobei das
Untersetzungsgetriebe nicht veranschaulicht
ist,
Fig. 5 den Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 eine Ansicht des Treibstangenschlosses mit
veranschaulichtem Übersetzungsgetriebe, wobei
durch Drückerbetätigung sowohl die Falle als
auch der Riegel zurückgezogen sind und
Fig. 7 die Darstellung wie Fig. 6, jedoch bei fortge
lassenem Untersetzungsgetriebe.
Das dargestellte Treibstangenschloß besitzt ein mit
einer Stulpe 1 verbundenes Schloßgehäuse. Rückseitig
führt sich in der Stulpe 1 eine obere und eine untere
aus dem Schloßgehäuse 2 austretende Treibstange 3 bzw.
4. Letztere sind mit nicht veranschaulichten Riegel
gliedern versehen, die mit rahmenseitigen Gegenschließ
teilen zusammenwirken.
Im oberen Bereich des Schloßgehäuses 2 ist eine Falle 5
geführt. Deren Fallenkopf 6 ist mit einem zweiteiligen
Fallenschwanz 7 verbunden. Dies sieht so aus, daß der
vordere Teil 8 des Fallenschwanzes 7 den Fallenkopf 6
trägt, während am rückwärtigen Teil 9 ein Nußarm 10
einer Drückernuß 11 angreift. Die Drückernuß 11 ist
mit einem weiteren Nußarm 12 versehen. Dieser wird
über einen parallel zur Stulpe 1 verlaufenden Schieber
13 entgegen Uhrzeigerrichtung von einer Druckfeder 14
beaufschlagt.
Die beiden Teile 8 und 9 sind gegeneinander verschieb
lich angeordnet. Das vordere Teil 8 ist zwischen zwei
zueinander beabstandeten Vorsprüngen 15, 16 des rückwär
tigen Teils 9 geführt. Gleichzeitig begrenzen diese
Vorsprünge 15, 16 die Vorverlagerung des den Fallenkopf
6 tragenden vorderen Teils 8. Zur Vorverlagerung des
Fallenkopfes 5 dient eine Fallenfeder 17, welche von
einem vom Schloßboden 18 ausgehenden Stehzapfen 19
getragen ist. Der Fallenkopf 6 durchgreift eine forman
gepaßte Durchbrechung 20 der Stulpe 1.
Unterhalb der Falle 5 ist im Schloßgehäuse 2 ein Riegel
21 geführt, dessen Riegelkopf 21′ eine querschnittsange
paßte Durchbrechung 22 der Stulpe 1 durchgreift.
Der Schloßboden 18 und die dazu parallel angeordnete
Schloßdecke 23 haltern zwischen sich eine Trägerplatte
T. Diese lagert in ihrem unteren Bereich in einer der
Schloßdecke 23 zugekehrten Bohrung 24 einen Zahnkranz
25. Die Bohrung 24 wird von einer Schließzylinder-Einstecköffnung
26 gekreuzt. Dieselbe ist der Außenkon
tur eines strichpunktiert veranschaulichten Profil-Schließzylinders
27 angepaßt. Die Drehachse des Zylin
derkerns 28 liegt exzentrisch zur Drehachse des Zahn
kranzes 25, und zwar unterhalb derselben.
Der Zahnkranz 25 besitzt einen radial gerichteten Durch
steckspalt 29 für den Schließbart 30 des Profil-Schließ
zylinders 27. Bezüglich des Profil-Schließzylinders 27
handelt es sich um einen sogenannten Freilaufzylinder
mit bei abgezogenem Schlüssel frei drehbarem Schließ
bart 30, welcher bei Schlüsseleinschub mit dem Zylinder
kern 28 gekuppelt ist.
Mit der Außenverzahnung des Zahnkranzes 25 kämmen zwei
Abtriebszahnräder 31, 32 eines Untersetzungsgetriebes.
Deren nicht näher bezeichnete Lagerzapfen gehen ein
stückig von der Trägerplatte T aus. Trotz des Schließ
zylinder-Durchsteckspaltes 29 ist erreicht, daß der
Zahnkranz 25 mit mindestens einem Abtriebszahnrad 31
bzw. 32 kämmt. Die Drehung derselben wird unter Zwi
schenschaltung weiterer Untersetzungszahnräder 33 bis
37 auf ein Endrad 38 übertragen. Die diesbezüglichen
Achszapfen für diese Untersetzungszahnräder sind eben
falls Bestandteil der Trägerplatte T. Somit beinhaltet
diese sämtliche Zahntrieb-Funktionseinheiten.
Das Endrad 38 kämmt mit einer parallel zur Stulpe 1
geführten Zahnstange 39 eines Treibstangen-Anschluß
schiebers 40, welcher im oberen Bereich des Schloßgehäu
ses 2 geführt ist und die obere Treibstange 3 trägt.
Hierzu geht von dem Treibstangen-Anschlußschieber 40
eine obere Abwinklung 41 aus, die in geeigneter Weise
mit der Treibstange 3 verbunden ist.
In paralleler Gegenüberlage zur Zahnstange 39 ist eine
weitere Zahnstange 42 geführt, welche sich parallel zur
zuvor genannten Zahnstange 39 erstreckt. Die Zahnstan
ge 42 ist Bestandteil eines weiteren Treibstangen-An
schlußschiebers 43, welcher im unteren Bereich des
Schloßgehäuses 2 geführt ist und die untere Treibstange
4 trägt. Auf diese Weise werden durch das Endrad 38
des Untersetzungsgetriebes die Treibstangen-Anschluß
schieber 40, 43 gegensinnig angetrieben und damit die
Treibstangen 3, 4.
Der Treibstangen-Anschlußschieber 40 steuert unter
Zwischenschaltung eines Schwenkhebels 44 den Riegelaus
schluß in der Weise, daß zunächst der Treibstangen-An
schlußschieber 40 dem Riegelausschluß vorläuft und
danach die Mitnahme des Riegels 21 erfolgt. Hierdurch
können zuerst die treibstangenseitigen Riegelglieder in
Eingriff treten und ein Anziehen der Tür bewirken, so
daß dann der Riegel 21 behinderungsfrei in die ihm
zugeordnete Schließblechausnehmung einfahren kann.
Der Riegel 21 besitzt an seinem Riegelschwanz 21′′ eine
Tourenöffnung 45 zum Eintritt des freien Endes des
Schwenkhebels 44. Letzterer lagert um einen material
einheitlich mit der Trägerplatte T ausgebildeten Zapfen
46. Konzentrisch zu diesem ist der Schwenkhebel 44 mit
einem Zahnsegment 47 ausgestattet, dessen Zähne mit
einer der Zahnstange 39 nachgeordneten Zahnleiste 48
zusammenwirken. Bei zurückgeschlossenem Riegel 21
besteht kein Zahneingriff zwischen der Zahnleiste 48
und dem Zahnsegment 47 des Schwenkhebels 44.
An seinem oberen Ende formt der untere Treibstangen-An
schlußschieber 43 eine quer zu seiner Verlagerungsrich
tung verlaufende Anschlagschulter 49 zum Zusammenwirken
mit einem Wechselhebel 50. Derselbe lagert um einen an
der Trägerplatte T befindlichen Stehzapfen 62. Nahe
desselben formt der Wechselhebel 50 eine Gegenschulter
51, welche bei Wechselhebelbetätigung von der Anschlag
schulter 49 beaufschlagt wird. Das obere freie Ende
des Wechselhebels 50 greift in eine Aussparung 52 des
rückwärtigen Teils 9 des Fallenschwanzes 7 ein.
Der rückwärtige Teil 9 setzt sich oberseitig in einen
Fortsatz 53 fort. An diesem befindet sich ein Gelenk
zapfen 54, an dem ein Bewegungsübertragungsglied 55
zwischen Drückernuß 11 und Treibstangen-Anschlußschie
ber 40 angreift. Bezüglich des Bewegungsübertragungs
gliedes 55 handelt es sich um einen Schwenk-Winkelhe
bel, dessen Scheitel 56 sich an einer Gleitfläche einer
Schloßkasten-Rückwand 57 abstützt. Der freie Arm 58
des Schwenk-Winkelhebels trägt einen Steuervorsprung 59
zum Zusammenwirken mit einer Mitnahmeschulter 60 der
Abwinklung 41 des Treibstangen-Anschlußschiebers 40.
Gebildet ist die Mitnahmeschulter 60 von dem Grund
einer nach oben hin offenen Aussparung 61 dieser Abwink
lung 41.
In der unverriegelten Stellung des Treibstangenschlos
ses stützt sich der Steuervorsprung 59 am eintrittssei
tigen Ende dieser Aussparung 61 ab. Es wäre jedoch
auch möglich, das Bewegungsübertragungsglied 55 mittels
einer auf dem Gelenkzapfen 54 angeordneten Drehfeder in
Uhrzeigerrichtung zu belasten, welche dann herbeigeführ
te Stellung durch den sich an der Schloßkastenrückwand
57 abstützenden Scheitel 56 des Bewegungsübertragungs
gliedes 55 begrenzt wird. Dann befindet sich der Steu
ervorsprung in Gegenüberlage zur Mitnahmeschulter 60.
Es stellt sich folgende Wirkungsweise ein:
Ist die mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Schloß versehene Tür zugezogen, so befindet sich ausschließ lich die Falle 5 in Eingriffsstellung zu einem türrah menseitigen Gegenschließteil. Von der Türaußenseite kann mittels des zum Schließzylinder 27 zugehörigen Schlüssels die Falle 5 zurückgezogen werden. Bei der entsprechenden Schließdrehung nimmt der Schließbart 30 den Zahnkranz 25 in Uhrzeigerrichtung mit. Über das Endrad 38 des Untersetzungsgetriebes erfährt der Treib stangen-Anschlußschieber 43 eine Aufwärtsverlagerung, wobei dessen Anschlagschulter 49 gegen die Gegenschul ter 51 des Wechselhebels 50 stößt, diesen verschwenkt und damit über diesen die Falle 5 in Schloßeinwärtsrich tung zieht. Gleichzeitig fährt der Treibstangen-An schlußschieber 43 gegen eine dem Anlenkzapfen 62 zuge ordnete, als Drehfeder ausgebildete Rückstellfeder 63, welche nach Schlüsselbetätigung den Treibstangen-An schlußschieber 43 in seine Ausgangsstellung zurück führt. Ebenfalls macht über das Endrad 48 der andere Treibstangen-Anschlußschieber 40 eine geringfügige Vertikalverlagerung, welche jedoch ohne Einfluß bleibt.
Ist die mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Schloß versehene Tür zugezogen, so befindet sich ausschließ lich die Falle 5 in Eingriffsstellung zu einem türrah menseitigen Gegenschließteil. Von der Türaußenseite kann mittels des zum Schließzylinder 27 zugehörigen Schlüssels die Falle 5 zurückgezogen werden. Bei der entsprechenden Schließdrehung nimmt der Schließbart 30 den Zahnkranz 25 in Uhrzeigerrichtung mit. Über das Endrad 38 des Untersetzungsgetriebes erfährt der Treib stangen-Anschlußschieber 43 eine Aufwärtsverlagerung, wobei dessen Anschlagschulter 49 gegen die Gegenschul ter 51 des Wechselhebels 50 stößt, diesen verschwenkt und damit über diesen die Falle 5 in Schloßeinwärtsrich tung zieht. Gleichzeitig fährt der Treibstangen-An schlußschieber 43 gegen eine dem Anlenkzapfen 62 zuge ordnete, als Drehfeder ausgebildete Rückstellfeder 63, welche nach Schlüsselbetätigung den Treibstangen-An schlußschieber 43 in seine Ausgangsstellung zurück führt. Ebenfalls macht über das Endrad 48 der andere Treibstangen-Anschlußschieber 40 eine geringfügige Vertikalverlagerung, welche jedoch ohne Einfluß bleibt.
Das Zurückziehen der Falle 5 von der Türinnenseite ist
mittels eines strichpunktiert veranschaulichten Türdrücker
64 möglich. Bei seiner abwärtsgerichteten Verlage
rung wird über den Nußarm 10 der Drückernuß 11 die
Falle 5 in Einwärtsrichtung gezogen, und zwar entgegen
der Kraft der Fallenfeder 17.
Das Vorschließen des Riegels 21 bei geschlossener Tür
verlangt eine Schließdrehung des Schließbartes 30 entge
gen Uhrzeigerrichtung. Über den Zahnkranz 25 und das
Untersetzungsgetriebe werden dabei die Treibstangen-An
schlußschieber 40, 43 gegenläufig bewegt, und zwar der
obere Treibstangen-Anschlußschieber 40 nach oben und
der andere Treibstangen-Anschlußschieber 43 nach un
ten. Nach einer gewissen Verlagerung des Treibstangen-Anschlußschiebers
40 tritt dessen Zahnleiste 48 in
Zahneingriff zum Zahnsegment 47 des Schwenkhebels 44,
woraufhin dieser in Uhrzeigerrichtung verschwenkt und
über die Tourenöffnung 45 den Riegel 21 ausschließt,
und zwar in die Stellung gemäß Fig. 3 und 4. Der
Schwenkhebel 44 erstreckt sich dann mit seinem freien
Ende im Bereich einer der Tourenöffnung 45 zuge
ordneten Sperrschulter 65 und bildet demgemäß eine Rück
drücksperre für den Riegel 21. Ferner ist bei der
Aufwärtsverlagerung des Treibstangen-Anschlußschiebers
40 der Steuervorsprung 59 vollständig in die Aussparung
61 eingetaucht und liegt vor der Mitnahmeschulter 60
des Treibstangen-Anschlußschiebers 40.
Ausgehend von der vorgeschlossenen Stellung des Riegel s
ist es von der Türinnenseite her möglich, das Treibstan
genschloß ohne Schlüsselbetätigung - unter Verwirkli
chung einer Panikfunktion - zu öffnen. Hierzu ist der
Drücker 64 niederzudrücken und damit die Drückernuß 11
zu verschwenken. Deren Nußarm 10 beaufschlagt einen
rückwärtigen Vorsprung 66 des rückwärtigen Teils 9 des
Fallenschwanzes 7 verbunden damit, daß die Falle 5 in
Schloßeinwärtsrichtung gezogen wird. Der Gelenkzapfen
54 zwischen Teil 9 und Bewegungsübertragungsglied 55
verlagert demgemäß seine Position, woraufhin das als
Schwenk-Winkelhebel ausgebildete Bewegungsübertragungs
glied 55 verschwenkt. Der Scheitel 56 stützt sich
dabei an der innenseitigen Gleitfläche der Schloßkasten
rückwand 57 ab, während über den Steuervorsprung 59 im
Zusammenwirken mit der Mitnahmeschulter 60 der Treib
stangen-Anschlußschieber 40 in Abwärtsrichtung bewegt
wird. Über das Endrad 38 des Untersetzungsgetriebes
werden die weiteren Zahnräder desselben gedreht und
damit auch über die Abtriebsräder 31, 32 der Zahnkranz
25. Dies ist möglich, da der Profil-Schließzylinder 27
als Freilaufzylinder gestaltet ist, welcher bei abgezo
genem Schlüssel die Drehbarkeit des Schließbartes 30
gegenüber dem gesperrten Zylinderkern 28 zuläßt. Beide
Treibstangen-Anschlußschieber 40, 43 bewegen sich demzu
folge gegenläufig in ihre Ausgangsstellung, vergl.
Fig. 6 und 7. Während der Abwärtsverlagerung des Treib
stangen-Anschlußschiebers wird über die Zahnleiste 48
und Zahnsegment 47 der Schwenkhebel 44 um seinen Zapfen
46 gedreht. Das freie Ende des Schwenkhebels 44 taucht
in die Tourenöffnung 45 des Riegelschwanzes 21′′ ein
und bewegt den Riegel 21 in Schloßeinwärtsrichtung in
die zurückgeschlossene Lage.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich.
In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser
Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit
aufzunehmen.
Claims (4)
1. Schließzylinderbetätigbares Treibstangenschloß mit
einem den Schließbart (30) des als Freilaufzylinder
ausgebildeten Schließzylinders (27) umfassenden Zahn
kranz (25), welcher einen Schließzylinder-Durchsteck
spalt (29) besitzt und welcher mit zwei Abtriebszahnrä
dern (31, 32) kämmt, deren Drehbewegung unter Zwischen
schaltung weiterer Untersetzungszahnräder über einen
Treibstangen-Anschlußschieber (40) zur Treibstangenver
lagerung dient, mit einem vor- und zurückschließbaren
Riegel (21) und mit einer drückernußbetätigbaren Falle
(5), wobei ein Arm (10) der Drückernuß (11) am Fallen
schwanz (7) angreift sowie mit einem als Schwenkhebel
ausgebildeten Bewegungsübertragungsglied (55) zwischen
Drückernuß (11) und Treibstangen-Anschlußschieber (40)1
welches in der vorgeschlossenen Riegelstellung bei
Drückerbetätigung verschwenkt und den Treibstangen-An
schlußschieber (40) in die der zurückgeschlossenen
Riegelstellung entsprechende Verlagerungsstellung über
führt, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewegungsübertra
gungsglied (55) ein am Fallenschwanz (7) angelenkter
Schwenk-Winkelhebel ist, dessen Scheitel (56) sich an
einer schloßgehäusefesten rückseitigen Gleitfläche
abstützt und dessen freier Arm (58) den Treibstangen-An
schlußschieber (40) beaufschlagt.
2. Treibstangenschloß nach Anspruch 1 oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch eine Zweiteiligkeit des
Fallenschwanzes (7), wobei die beiden Teile (8, 9)
gegeneinander verschieblich sind.
3. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, daß der rückwärtige, vorn Nußarm
(10) beaufschlagte Teil (9) am Bewegungsübertragungs
glied (55) angreift und der vordere Teil (8) den Fallen
kopf (6) trägt und bei Drückerbetätigung zusammen mit
dem rückwärtigen Teil (9) verlagert wird.
4. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, daß die schloßgehäusefeste
rückseitige Gleitfläche von der Schloßkasten-Rückwand
(57) gebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996140558 DE19640558A1 (de) | 1996-10-01 | 1996-10-01 | Schließzylinderbetätigbares Treibstangenschloß |
| EP97114578A EP0834633A1 (de) | 1996-10-01 | 1997-08-22 | Schliesszylinderbetätigbares Treibstangenschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996140558 DE19640558A1 (de) | 1996-10-01 | 1996-10-01 | Schließzylinderbetätigbares Treibstangenschloß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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