DE19639617A1 - Airbagvorrichtung - Google Patents
AirbagvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Airbagvorrichtung mit einem entlang eines Dachholms eines
Fahrzeugs verankerten Airbag, der im gefüllten Zustand sich seitlich im Fahrzeug zwi
schen Sitzposition und seitlicher Innenraumbegrenzung zumindest im Fensterbereich
erstreckt und aus einem nicht flexiblen Material besteht und mit Verankerungsstellen am
vorderen und hinteren Ende des Airbags, zwischen denen der aufgeblasene Airbag im
gespannten Zustand für einen seitlichen Aufprallschutz, insbesondere im Kopfbereich,
im gespannten Zustand gehalten ist. Eine derartige Airbagvorrichtung ist aus der
EP 0 694 444 A2 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Airbagvorrichtung zu schaffen, welche mit
einfachen Mitteln im aufgeblasenen Zustand zwischen den vorderen und hinteren Ver
ankerungsstellen zum Auffangen von seitlich einwirkenden Kräften sicher aufgespannt
ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein vorderes und/oder hinte
res Airbagteil mit der am Fahrzeug jeweils zugeordneten Verankerungsstelle über we
nigstens eine beim Aufblasen des Airbags im wesentlichen gleichzeitig in ihrem Quer
schnitt ausdehnbare schlauchförmige Spanneinrichtung verbunden ist bzw. sind, deren
Länge durch die Querschnittsausdehnung verkürzbar ist.
Hierdurch wird erreicht, daß im Ruhezustand die schlauchförmige Spanneinrichtung in
gleicher Weise wie der Airbag verdeckt entlang einer Karosseriebegrenzung, insbeson
dere entlang eines Dachholms und/oder entlang einer Fahrzeugsäule und/oder entlang
einer Fensterbrüstung angeordnet werden kann.
In vorteilhafter Weise erreicht man in Kombi- oder Karavanfahrzeugen jeglicher Art eine
einwandfreie Abspannung des Airbags zwischen der vorderen, insbesondere im Bereich
der A-Säule, vorgesehenen Verankerungsstelle und einer Verankerungsstelle, die im
Bereich der D-Säule des Kombi- bzw. Karavanfahrzeugs vorgesehen sein kann. Durch
diese Spannanordnung kann der Airbag sich bis über die C-Säule hinaus erstrecken, so
daß ein Seitenaufprallschutz, insbesondere im Kopfbereich, auch im Bereich der C-
Säule in Kombi- bzw. Karavanfahrzeugen, bei denen die C-Säule relativ schmal bemes
sen ist, erreicht werden kann. Wenn die schlauchförmige Spanneinrichtung im Ruhezu
stand, in welcher sie auf ihre volle Länge ausgedehnt ist, im Bereich der Fensterbrü
stung zwischen der C-Säule und der D-Säule mit Verankerung im Bereich der D-Säule
und ferner entlang der C-Säule zum Dachholm hin, entlang welchem der Airbag im Ru
hezustand untergebracht ist, angeordnet wird, erreicht man auch bei praktisch voll gefüll
tem Laderaum im Kombi- bzw. Karavanfahrzeug eine einwandfreie Fixierung des bei
spielsweise nach einem Crash gefüllten und entfalteten Airbags zwischen der D-Säule
und der A-Säule des Fahrzeugs. Die Spanneinrichtung besitzt in bevorzugter Weise ein
schlauchförmiges, mit dem Airbag und der Verankerungsstelle am Fahrzeug verbunde
nes und aus Maschen gebildetes Korsett aus einem zugfesten Material, dessen Länge
durch die Ausdehnung der Maschen in Schlauchumfangsrichtung bei der Quer
schnittsausdehnung verkürzt wird. Durch die Ausdehnung der Korsettmaschen in
Schlauchumfangsrichtung verringert sich die Ausdehnung der jeweiligen Maschen in
Schlauchlängsrichtung, so daß die Gesamtlänge des schlauchförmigen Korsetts verkürzt
wird. Zur Querschnittsausdehnung eignet sich ein in seinem Querschnitt durch Aufbla
sen ausdehnbarer Schlauch, der im Korsettinnern angeordnet ist. Der Schlauch kann
dabei beispielsweise durch einen Gasgenerator im wesentlichen gleichzeitig mit dem
Airbag aufgeblasen werden. Wenn das Schlauchinnere mit dem Airbaginneren verbun
den ist, kann das Aufblasen des Schlauches mit Hilfe desselben Gasgenerators bzw.
derselben Gasgeneratoren erfolgen, mit denen der Airbag aufgeblasen wird. Es kann
auch eine separate Gasquelle für das Aufblasen des Schlauches vorgesehen sein.
Aus der WO 94/19215 ist es bekannt, den Airbag aus einem aufblasbaren Schlauch aus
elastischem Material zu bilden, der zur Verkürzung seiner Längsausdehnung außen ein
Gewebe aufweist, dessen Maschen sich beim Aufblasen verkürzen. Bei dieser bekann
ten Airbaganordnung wird jedoch in Kauf genommen, daß das Airbagmaterial aus einem
elastischen zumindest zweilagigen Material besteht, wodurch nicht nur eine Erhöhung
des Materialaufwandes für den Airgag, sondern auch eine Beeinträchtigung der Airbag
wirkung aufgrund der Elastizität des Materials in Kauf genommen wird. Bei der Auswahl
des Airbagmaterials ist man zur Erzielung einer optimalen Airbagwirkung zu einem
nichtelastischem Material gekommen, welches in der Praxis ausschließlich eingesetzt
wird. Auch bei der Erfindung wird ein nichtelastisches Airbagmaterial mit den in der Pra
xis bewährten Eigenschaften für den Airbag zum Einsatz gebracht. Die Verspannung
des Airbags ist nicht in das Airbagmaterial integriert, sondern wird bei der Erfindung
durch die zwischen dem jeweiligen Airbagende und der fahrzeugfesten Verankerungs
stelle wirksamen sich selbst verkürzenden schlauchförmigen Spanneinrichtung erreicht.
Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel in Ruheposition;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel in Ruheposition;
Fig. 3 die Anordnung der beiden Ausführungsbeispiele in den Fig. 1 und 2 in
Spannposition;
Fig. 4 eine Ausführungsform zum Füllen des Airbags und eines bei der Spann
einrichtung zum Einsatz kommenden in seinem Querschnitt erweiterbaren
schlauchförmigen Körpers;
Fig. 5 ein aus Maschen bestehendes Korsett im Ruhezustand, welches für die
Spanneinrichtung zum Einsatz kommen kann; und
Fig. 6 das Korsett der Fig. 5 in gespanntem Zustand.
In den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 und 2 ist im normalen Betriebszustand des
Fahrzeugs ein Airbag 1 längs eines Dachholmes 10 des Fahrzeugs in verdeckter Anord
nung untergebracht, wie es beispielsweise aus der EP 0 694 444 A2 bekannt ist. Der
Airbag ist an einem vorderen Airbagteil 4 mit einer fahrzeugfesten vorderen Veranke
rungsstelle im Bereich einer A-Säule 11 am Fahrzeug verankert. Ferner ist der Airbag an
seinem hinteren Airbagteil 5 mit einer hinteren Verankerungsstelle 3 im Bereich einer D-
Säule 12 des Fahrzeugs (Kombi- bzw. Karavanfahrzeug) verbunden. Zwischen dem
vorderen und dem hinteren Airbagteil 4 und 5 und den jeweiligen zugeordneten fahr
zeugfesten Verankerungsstellen 2 und 3 an der A-Säule 11 und der D-Säule 12 erstrecken
sich schlauchförmige Spanneinrichtungen 6. Die schlauchförmige Spanneinrichtung
6 zwischen dem vorderen Airbagteil 4 und der vorderen Verankerungsstelle 2 kann in
bestimmten Anwendungsfällen auch wegfallen. Es kann auch eine Spanneinrichtung
vorgesehen sein, deren Länge sich nicht verändert, wenn der Airbag 1 aus dem darge
stellten Ruhezustand in den in der Fig. 3 dargestellten gefüllten und entfalteten Zustand,
beispielsweise nach einem Crash, gebracht wird.
Aus den Fig. 1, 2 und 3 ergibt sich, daß im Ruhezustand die Länge der schlauch
förmigen Spanneinrichtung 6 größer bemessen sein muß als im entfalteten Zustand des
Airbags in der Fig. 3. Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt
sich die schlauchförmige Spanneinrichtung 6 zwischen dem hinteren Airbagteil 5 und der
fahrzeugfesten Verankerungsstelle 3 im Bereich der D-Säule 12 zunächst entlang einer
C-Säule 13 bis in Höhe einer Fensterbrüstung 14 eines hinteren Fensters im Karavan-
Fahrzeug und ferner entlang der Fensterbrüstung 14 bis zur fahrzeugfesten Veranke
rungsstelle 3.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die schlauchförmi
ge Spanneinrichtung 6 zwischen dem hinteren Airbagteil 5 und der fahrzeugfesten Ver
ankerungsstelle 3 zunächst entlang dem hinteren Verlauf des Dachholmes 10 und an
schließend entlang der D-Säule 12 zur Verankerungsstelle 3. Bei beiden Ausführungs
beispielen ist die hintere Verankerungsstelle 3 etwa in Höhe der Fensterbrüstung 14
angeordnet.
Das Füllen des Airbags 1 wird beispielsweise durch einen Crash veranlaßt. In bevorzug
ter Weise erfolgt das Füllen des Airbags 1 mit Hilfe von einem oder mehreren Gasgene
ratoren, wobei das Füllgas durch eine Lanze 16 (Fig. 4), welche sich durch das Innere
des Airbags, vorzugsweise ebenfalls entlang dem oberen Dachholm 10 erstreckt und in
das Airbaginnere gerichtete Öffnungen 17, 18 aufweist. Eine derartige Anordnung ist in
der deutschen Patentanmeldung 196 27 181.9 beschrieben und auch aus der
EP 0 694 444 A2 bekannt.
Die Lanze 16 besitzt eine weitere Öffnung 19, von welcher aus das Füllgas zur
schlauchförmigen Spanneinrichtung 6 geführt wird. Ein Gasgenerator 20 kann bei
spielsweise am hinteren Ende der Lanze 16 vorgesehen sein. Es ist jedoch auch mög
lich, den Gasgenerator im Bereich der C-Säule gegebenenfalls unterhalb der Fenster
brüstung 14 vorzusehen und ein Verbindungsrohr entlang der C-Säule zur Lanze 16 zu
führen. Zur definierten Führung des Füllgases von der Öffnung 19 zur schlauchförmigen
Spanneinrichtung 6 kann im Airbag ein entsprechender Abnäher 21 vorgesehen sein.
Die schlauchförmige Spanneinrichtung 6 ist so ausgebildet, daß sie in ihrem Querschnitt,
der eine runde, ovale oder auch flache Form aufweisen kann, einen mit dem Airbagin
nenraum verbundenen Hohlraum aufweist, in welchen das Füllgas eingeleitet werden
kann. Beim Einleiten des Füllgases erweitert sich der Querschnitt der schlauchförmigen
Spanneinrichtung 6. Durch diese Querschnittserweiterung wird eine Längenverkürzung
der Schlauchform der Spanneinrichtung 6 bewirkt. Das Aufblasen der Spanneinrichtung
6 erfolgt im wesentlichen gleichzeitig mit dem Füllen des Airbags 1, so daß bei entfalte
tem und gefülltem Airbag (Fig. 3 und 4) die schlauchförmige Spanneinrichtung 6 ihre
Spannfunktion, bei welcher der Abstand zwischen dem hinteren Airbagteil 5 und der
hinteren fahrzeugfesten Verankerungsstelle 3 festgelegt wird, erfüllt. In gleicher Weise
wird diese Funktion auch von der Spanneinrichtung 6 erfüllt, welche sich zwischen der
vorderen fahrzeugfesten Verankerungsstelle 2 und dem vorderen Airbagteil 4 erstreckt.
Bei der in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des Airbags 1 ist eine vordere
Spanneinrichtung nicht erforderlich. Der Airbag 1 ist im wesentlichen direkt mit der vor
deren Verankerungsstelle 2 verbunden. Wie schon erläutert, kann zwischen der vorde
ren Verankerungsstelle 2 und dem vorderen Airbagteil 4 auch eine vorzugsweise relativ
kurz bemessene in ihrer Länge unveränderbare Spanneinrichtung, beispielsweise in
Bandform, vorgesehen sein.
Die schlauchförmige Spanneinrichtung 6 kann von einem Material gebildet sein, welches
im Ruhezustand in seiner Längsrichtung auf die hierfür erforderliche Länge (Fig. 1
und 2) gedehnt ist. Beim Füllen des schlauchförmigen Materials wird sein Querschnitt
erweitert, so daß die Länge auf die in den Fig. 3 und 4 gezeigten erforderlichen Ab
stände zwischen dem hinteren bzw. vorderen Airbagteil und den zugeordneten fahrzeug
festen Verankerungsstellen verkürzt wird. Hierfür können herkömmliche textile Materiali
en, welche um einen gasdichten, aufblasbaren Schlauch gelegt sind, verwendet werden.
Bei dem in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen ist um einen
Schlauch 8, dessen Querschnitt aus der Ruheposition (Fig. 1, 2 und 5) in die Spann
position (Fig. 3, 4 und 6) ausdehnbar ist, ein aus Maschen gebildetes Korsett 7 ge
legt. Dieses Korsett 7 kann aus textilem Material bestehen. Der Schlauch 8 kann aus
einem elastischem gummiähnlichem Material bestehen. Es ist jedoch auch möglich, für
den Schlauch 8 das gleiche Material zu verwenden wie für den Airbag 1, wobei der
Schlauch 8 im Ruhezustand innerhalb des Korsetts 7 gefaltet ist und beim Aufblasen in
radialer Richtung des Schlauches sich ausdehnt, wodurch die Längenverkürzung er
reicht wird. Die Längenverkürzung des Korsetts 7 ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
Die Fig. 5 zeigt die Form der Maschen im Ruhezustand, wobei die Ausdehnung der Ma
schen in Längsrichtung der schlauchförmigen Spanneinrichtung 6 länger bemessen sind
als in Umfangsrichtung des Schlauches. Beim Aufblasen des innerhalb des Korsetts 7
angeordneten Schlauches 8 wird die Ausdehnung der Maschen in Schlauchumfangsrich
tung vergrößert, wodurch zwangsläufig die Ausdehnung der Maschen in Schlauchlängs
richtung sich verkürzt. Auf diese Weise erreicht man im wesentlichen gleichzeitig mit
dem Aufblasen des Airbags 1 eine sich selbst verkürzende Spanneinrichtung, welche an
beiden Enden des Airbags oder an einem der beiden Enden des Airbags vorgesehen
sein kann und mit zugeordneten fahrzeugfesten Verankerungsstellen verbunden ist.
Eine bevorzugte Anwendung findet die dargestellte Airbagvorrichtung in Kombi- und
Karavanfahrzeugen sowie in Minivans und Kleinbussen, bei denen insbesondere im
Fensterbereich ein durchgehender seitlicher Aufprallschutz mit Hilfe eines durchgehen
den Airbags, der auch in mehrteiliger Form vorgesehen sein kann, erreicht werden soll.
Ein Seitenaufprallschutz wird dabei auch im Bereich der B-Säule 15 und der C-Säule 13
erreicht, weil diese Karosseriesäulen vom entfalteten und aufgeblasenen Airbag 1 abge
deckt werden. Mit Hilfe der dargestellten sich während des Entfaltens des Airbags sich
selbst verkürzenden Spanneinrichtung erreicht man mit einfachen Mitteln eine sichere
Verspannung des Airbags 1 zwischen der vorderen fahrzeugfesten Verankerungsstelle 2
und der hinteren fahrzeugfesten Verankerungsstelle 3. Bei der in der Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform wird die Verspannung auch bei voll gefülltem Gepäckraum, d. h. bei
auch über die Fensterbrüstung 14 hinausragenden Gepäckstücken, die am hinteren
Seitenfenster anliegen, erreicht.
In bevorzugter Weise besteht das aus Maschen gebildete Korsett 7 aus monophilen
Falschdrähten (Kunststoffdrähten) mit 0,25 mm Durchmesser und insbesondere dop
pelmonophilen Falschdrähten, wie es in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Bei monophi
len Falschdrähten werden zur Maschenbildung vierfach geschlagene Kreuzwebknoten
gebildet und bei doppelmonophilen Falschdrähten achtfach geschlagene Kreuzwebkno
ten.
Claims (19)
1. Airbagvorrichtung mit einem entlang eines Dachholms eines Fahrzeugs veranker
ten Airbag, der im gefüllten Zustand sich seitlich im Fahrzeug zwischen Sitzposi
tion und seitlicher Innenraumbegrenzung zumindest im Fensterbereich erstreckt
und aus einem nichtflexiblen Material besteht, und mit fahrzeugfesten Veranke
rungsstellen für das vordere und hintere Airbags, zwischen denen der aufgebla
sene Airbag im gespannten Zustand gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein vorderes und/oder hinteres Airbagteil (4, 5) mit der zugeordneten fahrzeug
festen Verankerungsstelle (2, 3) über wenigstens eine beim Aufblasen des Air
bags (1) im wesentlichen gleichzeitig in ihrem Querschnitt ausdehnbare
schlauchförmige Spanneinrichtung (6), deren Länge durch die Querschnittsaus
dehnung verkürzbar ist, verbunden ist bzw. sind.
2. Airbagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannein
richtung (6) ein schlauchförmiges, mit dem Airbag (1) und der Verankerungsstelle
(2, 3) verbundenes, aus Maschen gebildetes Korsett (7) aufweist, dessen Länge
durch Ausdehnung der Maschen in Schlauchumfangsrichtung verkürzbar ist.
3. Airbagvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des
schlauchförmigen Korsetts (7) ein durch im wesentlichen gleichzeitiges Aufblasen
mit dem Airbag (1) in seinem Querschnitt ausdehnbarer Schlauch angeordnet ist.
4. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Airbag (1) in aufgeblasenem Zustand an seiner Oberkante im wesentli
chen über seine gesamte Länge entlang eines Dachholmes (10) am Fahrzeug
verankert ist und die schlauchförmige Spanneinrichtung (6) etwa in Höhe einer
Airbag-Unterkante (9) mit einem jeweiligen Ende des Airbags (1) verbunden ist.
5. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spanneinrichtung (6) im Ruhezustand zumindest teilweise sich entlang
dem sich an den Airbag (1) anschließenden Dachholmbereich erstreckt.
6. Airbagvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannein
richtung (6) im Ruhezustand sich ferner entlang einer Karosseriesäule (12,13)
erstreckt.
7. Airbagvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannein
richtung (6) im Ruhezustand sich zumindest teilweise entlang einer Fensterbrü
stung (14) erstreckt.
8. Airbagvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannein
richtung (6) im Ruhezustand zumindest teilweise, bevorzugt mit ihrem rückwärti
gen Teil entlang der sich zwischen der C-Säule (13) und der D-Säule (12) er
streckenden Fensterbrüstung (14) angeordnet ist.
9. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die schlauchförmige Spanneinrichtung (6) mit einer Verankerungsstelle (3)
im Bereich der D-Säule (12) des Fahrzeugs verbunden ist.
10. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Airbag (1) ein- oder mehrteilig ausgebildet ist und sich zwischen den
Verankerungsstellen (2) und (3) an der A-Säule (11) und der D-Säule (12) ver
spannt ist.
11. Airbagvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch
(8) durch einen Gasgenerator (20) aufblasbar ist.
12. Airbagvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Innen
raum des Schlauches (8) mit dem Airbaginnern verbunden ist und durch einen
den Airbag (1) aufblasbaren Gasgenerator (20) aufblasbar ist.
13. Airbagvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlauch (8) über eine sich durch das Airbag innere sich erstreckende Lanze
(16), über welche der Airbag (1) aufgeblasen wird, aufblasbar ist.
14. Airbagvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Korsett
(7) von einem textilen Gewebe gebildet ist.
15. Airbagvorrichtung nach Anspruch 2 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das
Korsett (7) aus einem von monophilen Falschdrähten gebildeten Gewebe be
steht.
16. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 2,14 und 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Korsett (7) aus doppelmonophilen Falschdrähten gebildet ist.
17. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeich
net, daß das Gewebe Kreuzwebknoten aufweist.
18. Airbagvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung
der Maschen des Gewebes im Falle von monophilen Falschdrähten vierfach ge
schlagene Knoten und im Falle von doppelmonophilen Falschdrähten achtfach
geschlagene Knoten vorgesehen sind.
19. Airbagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Airbag (1) sich nach hinten über die C-Säule (13) hinaus erstreckt und
durch die schlauchförmige Spanneinrichtung (6) mit der im Bereich der D-Säule
(12) vorgesehenen Verankerungsstelle (3) verankert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139617 DE19639617A1 (de) | 1996-09-26 | 1996-09-26 | Airbagvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996139617 DE19639617A1 (de) | 1996-09-26 | 1996-09-26 | Airbagvorrichtung |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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