DE19638987A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Komponente einer Turbine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Komponente einer TurbineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Bearbeitung eines Werkstückes, insbesondere einer Komponente
einer Turbine, mittels eines Werkzeuges, das durch eine NC-ge
steuerte Werkzeugmaschine verfahren wird, wobei in das Werk
stück mehrere ähnliche und/oder gleiche, auch konturmäßig ähn
liche und/oder gleiche Flächen einzubringen sind.
Ein Werkstück, in das die zu bearbeitenden Flächen mehrmals,
jedoch jeweils an unterschiedlichen Stellen einzubringen sind,
ist auf verschiedene Arten und Weisen herstellbar. Zur Erleich
terung der notwendigen Steuerung von Werkzeugmaschinen haben
deren Hersteller eigene programmierbare Steuerungen entwickelt,
die an die speziellen Bedürfnisse eines Anwenders einer Werk
zeugmaschine angepaßt sind. Eine dieser Steurungen ist unter
dem Namen "SINUMERIK" der SIEMENS AG bekannt. Der im folgenden
beschriebene Stand der Technik ist in einer Programmieranlei
tung zur Steuerung "SINUMERIK 850/880", Ausgabe Dezember 1987,
nachlesbar.
Eine mit einer "SINUMERIK" ausgerüstete Werkzeugmaschine ver
fügt über einen Maschinennullpunkt. Dieser ist ein konstruk
tionsmäßig festgelegter Nullpunkt des Koordinatensystems der
Werkzeugmaschine. Ein weiterer Nullpunkt ist der Werkstücknull
punkt. Dieser ist frei wählbar. Er berücksichtigt die Werk
stückvermaßung und ist einprogrammierbar. Der Abstand zwischen
diesem Maschinennullpunkt und dem Werkstücknullpunkt ist als
Nullpunktverschiebung definiert und über die Steuerung ein
stellbar.
Die Steuerung hat weiterhin einen oder mehrere Speicher mit je
weiligen Speicherbereichen. Der oder die Speicher sind in soge
nannte Kanäle aufgeteilt, wobei ein zentraler Programmspeicher
vorhanden ist. Zu den Kanälen sind verschiedene Maschinenein
heiten einer Werkzeugmaschine, wie beispielsweise unterschied
liche Schlitten, Revolver oder Lader jeweils zuordbar. Für jede
Maschineneinheit kann ein Bearbeitungsprogramm über den zentra
len Programmspeicher eingelesen und im jeweilig zugeordneten
Kanal abgespeichert werden.
Ein Bearbeitungsprogramm gibt u. a. die Bewegung eines Werkzeu
ges in die verschiedenen Bewegungsachsen der Werkzeugmaschine
vor. Die Bewegung entlang der Bewegungsachsen läßt sich immer
auf ein Koordinatensystem der Werkzeugmaschine zurückführen.
Die Verfahrbewegung in Bezug zu einem bestimmten Punkt in einem
Koordinatensystem ist durch eine absolute oder sogenannte in
krementale Programmierung möglich. Während das Absolutmaß sich
auf einen bestimmten Nullpunkt bezieht, gibt ein Inkrement den
zu verfahrenden Weg an. Das Vorzeichen des Inkrementes bestimmt
dabei die Verfahrrichtung. Die Aneinanderreihung mehrerer In
kremente ergibt die Kettenbemaßung, nach der das Werkzeug ver
fahren wird.
Die Steuerung "SINUMERIK" ermöglicht es weiterhin, ein Bearbei
tungsprogramm in Haupt- und Unterprogramme aufzuspalten. Diese
können untereinander abweichend eine Absolutbemaßung oder Ket
tenbemaßung aufweisen. Die sogenannte Parameter-Programmierung
erlaubt außerdem, in einem Programm einer Adresse einen Zahlen
wert zuzuordnen. Der Parameter steht dabei in dem Programm
stellvertretend für eine Variable.
Bei der Fertigung von Turbinen sowie den dazugehörigen Kompo
nenten, wie dem Gehäuse oder den Schaufeln, wird ein Werkzeug
über die Steuerung so verfahren, daß ein Abgleich des Weges im
mer in Bezug zu den Absolutkoordinaten stattfindet. Diese be
ziehen sich auf einen Punkt, an dem das Werkzeug in Bezug zu
dem festeingespannten Werkstück eingerichtet worden ist: dem
Werkstücknullpunkt. Eine derartige Bearbeitung erfordert eine
umfangreiche Programmierung entsprechender NC-gesteuerter Werk
zeugmaschinen. Für jedes individuelle Werkstück ist ein eigenes
Programm nötig. Abweichungen der Bearbeitung, sei es beispiels
weise durch Verwendung anderer Werkzeuge oder anderer Schnitt
geschwindigkeiten, erfordern einen gewissen Aufwand zur Ände
rung des Programmes zur Steuerung der Werkzeugmaschine.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit
dem ein Werkzeug einfach gesteuert werden kann, um auch sich
wiederholende Geometrien an unterschiedlichen Koordinaten des
Werkstückes einbringen zu können. Das Verfahren soll einfach
auszuführen und auf verschiedene Werkstücke und/oder Geometrien
leicht anpaßbar sein. Weiterhin ist eine Vorrichtung zu schaf
fen, die eine flexible Bearbeitung unterschiedlicher Werkstücke
ermöglicht.
Die Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des An
spruches 1 und einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspru
ches 18 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildun
gen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Ein Verfahren zur Bearbeitung eines Werkstückes, insbesondere
einer Komponente einer Turbine, mittels eines Werkzeuges, das
durch eine NC-gesteuerte Werkzeugmaschine verfahren wird, wobei
in das Werkstück mehrere ähnliche und/oder gleiche, auch kon
turmäßig ähnliche und/oder gleiche Flächen einzubringen sind,
weist die folgenden Schritte auf:
- a. Abgleich des Werkzeuges am Werkstück,
- b. Erfassung und/oder Eingabe einer Position des Werkzeuges in ersten Koordinaten, die in Bezug von Werkzeug zu Werkstück stehen,
- c. Anfahren des Werkzeuges in einen Punkt (O), der zumindest in der Nähe einer der zu bearbeitenden Flächen liegt, im Koordinatensystem der ersten Koordinaten,
- d. Erfassung und Speicherung der Position des Werkzeuges im Punkt (O) in zweiten Koordinaten, die in Bezug von Werkzeug zu Werkzeugmaschine stehen,
- e. Bearbeiten der einzubringenden Fläche des Werkstückes ent sprechend der vorgebbaren Parameter unter Berücksichtigung des Koordinatensystemes der zweiten Koordinaten.
Ein derartiges Verfahren erlaubt eine größtmögliche Flexibili
tät, um auch einander ähnelnde Flächen und/oder Konturen ohne
weiteren Aufwand in ein oder verschiedene Werkstücke einzubrin
gen.
Die Erfassung der ersten Koordinaten der Position des Werkzeu
ges sowie der zweiten Koordinaten erfolgt beispielsweise über
geeignete Wegaufnehmer der Steuerungsmittel sowie Speicherungs
mittel der Werkzeugmaschine. Ein Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist es, daß so ein Fixpunkt zwischen der Position
des Werkzeuges in Bezug zum Werkstück bei jedem Verfahrweg er
halten bleibt. Eine Zuordnung zwischen momentaner Position des
Werkzeuges und der zu bearbeitenden Fläche ist dadurch immer
gegeben. Eine Speicherung der Position in den ersten und/oder
zweiten Koordinaten stellt sicher, daß auf diese Position des
Werkzeugs jederzeit zurückgegriffen werden kann. Bei einer Stö
rung des Bearbeitungsablaufes, beispielsweise bei einem Strom
ausfall oder einem Werkzeugbruch, verfährt das Werkzeug vor
teilhaft in die zuletzt gespeicherten Koordinaten. Ein neuer
Koordinatenabgleich zwischen Werkstück und Werkzeug ist dann
nicht nötig. Vielmehr kann die Steuerung der Werkzeugmaschine,
von der letzten in ersten und/oder zweiten Koordinaten gespei
cherten Position ausgehend, das Werkzeug nach Beseitigung der
Störung oder Unterbrechung programmgemäß weiterverfahren.
Die Zuordnung eines relativen Nullpunktes zur Position des
Werkzeuges im Punkt (O) in Verbindung mit vorgebbaren Parame
tern ermöglicht es, den Verfahrweg des Werkzeuges zur Bearbei
tung einer einzubringenden Fläche an verschiedenen Positionen
am Werkstück zu wiederholen, ohne daß der frühere hohe Aufwand
zur Steuerung nötig ist. Im Sinne der Erfindung ist unter dem
Begriff "vorgebbarer Parameter" insbesondere ein Platzhalter
einer Variable der einprogrammierbaren Steuerung zu verstehen,
dem ein Wert zuweisbar ist. Es sind aber auch Anweisungen, die
ein Verhalten der Steuerung bzw. der Werkzeugmaschine auslösen,
unter diesem Begriff zu verstehen. Die Nutzung von Platzhal
tern, die erst in Verbindung mit den Wertzuweisungen ein präzi
ses Verhalten der Steuerung bzw. damit verbundener Teile, wie
Motoren, Ventile o.a. auslösen, bildet ein vorteilhaftes erfin
dungsgemäßes Verfahren, unterschiedliche oder ähnliche Geome
trien in flexibler Weise in ein Werkstück einzubringen.
In einer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt vor dem Schritt d.
der Start eines Bearbeitungsprogrammes für die zu bearbeitende
Fläche, welches vorgebbare Parameter mit entsprechenden Wertzu
weisungen enthält. Vorteilhaft ist es, eine Eingabe und/oder
Auswahl vorgebbarer Parameter mit entsprechender Wertzuweisung
vorzunehmen, anhand derer die Bearbeitung durchgeführt wird.
Dadurch kann die Bearbeitung sehr stark automatisiert werden.
Insbesondere ist es bei schon in einem Speicher vorhandenen
und/oder übertragbaren Bearbeitungsprogrammen möglich, in ihnen
eine jeweils geeignete Auswahl an vorgebbaren Parametern
und/oder Wertzuweisungen zu treffen, mit denen die bestmöglich
ste Bearbeitung der Fläche erfolgt. Gerade bei Änderungen im
Material oder bei Bearbeitung von Gußstücken mit jeweils unter
schiedlichen Materialübermaßen hat der Bediener der Werkzeug
maschine so die Möglichkeit, flexibel während der Gesamtbear
beitung reagieren zu können.
Besitzt die Werkzeugmaschine einen Werkzeuggeometriespeicher
vergleichbar dem der "SINUMERIK", so wird die Position des
Werkzeuges im Punkt (O) im Schritt d. dort gespeichert. Während
üblicherweise beim Einspannen eines Werkzeuges in eine NC-Ma
schine in diesem Speicher die Vermaßung des Werkzeuges für die
Steuerung hinterlegt und anschließend das Werkzeug in Absolut
maßen verfahren wird, erhält die Werkzeugsteuerung der Werk
zeugmaschine nun eine neue quasi Nullpunktdefinition für den
Punkt, an dem die Bearbeitung der Fläche beginnen soll. Es wird
damit eine Deckung dieses Werkstücknullpunktes mit der soge
nannten Nullage der zu bearbeitenden Fläche, beispielsweise ei
ner Nut, erzielt. Der nun bei der Bearbeitung zu verfahrende
Weg muß nicht mehr in Koordinaten des ersten Koordinatensystems
eingegeben werden. Es genügt nun, aus beispielsweise einer
Werkstattzeichnung des zu bearbeitenden Werkstückes den relativ
zu verfahrenden Weg von dieser Nullage aus, einzugeben und an
zuzeigen. Die ersten Koordinaten, die vorteilhafterweise an ei
ner für die Bearbeitungsachsen externen Positionieranzeige dar
gestellt werden, gehen dann somit nicht verloren. Dadurch er
leichtert sich die Umsetzung von Bemaßungen in einer Werkstatt
zeichnung in einzugebende Verfahrmaße für den Bediener und/oder
Programmierer der NC-Maschine erheblich. Auch wird die Auswahl
der zu nutzenden vorgebbaren Parameter und/oder Wertzuweisungen
erleichtert, da die Umrechnung eines Abmaßes aus der Werkstatt
zeichnung in ein Verfahrmaß der NC-Maschine in Bezug von zu ei
nem Werkstücknullpunkt entfällt. Eine entsprechende Positio
nieranzeige kann auch an einer NC-Maschine nachgerüstet werden.
In einer vorteilhaften Weise der Erfindung erfolgt nach dem
Schritt e. der Bearbeitung der einzubringenden Fläche, eine Er
fassung der momentanen Koordinaten der Position des Werkzeuges
erfolgt. So kann festgestellt werden, ob diese mit entsprechen
den vorgegebenen Maßen übereinstimmen. Eine weiter Ausgestal
tung der Erfindung sieht daher vor, daß die Position des Werk
zeuges nicht nur überprüft, sondern gegebenenfalls auch korri
giert wird. Dieses vermeidet sich fortpflanzende Fehler bei der
nacheinander folgenden Bearbeitung von einzubringenden Flächen
in ein Werkstück. Das Werkzeug ist daher insbesondere im
Schritt c. dann auch auf einen Startpunkt verfahrbar, der
gleichzeitig Ausgangspunkt für die nachfolgende Bearbeitung des
Werkstückes ist.
Durch einen Abgleich der Position des Werkzeuges wird auch bei
vielfältigen zu bearbeitenden Flächen gewährleistet, daß Abwei
chungen zwischen der Ist- und Sollposition bemerkt werden. Ins
besondere wenn das Werkzeug im Schritt c. auf einen Punkt ge
fahren wird, der mit dem Startpunkt der zu bearbeitenden Fläche
übereinstimmt, wird bei einer Überprüfung und gegebenenfalls
notwendigen Korrektur ein Abweichen verhindert. Eine Sicher
stellung der Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur erfolgt
vorteilhafterweise, indem zumindest der Schritt e. des Bearbei
tens der Fläche erst nach Auslösung eines Signales zur Bestäti
gung einer korrekten Position des Werkzeuges erfolgt. Dieses
kann aber auch schon vorher, beispielsweise vor der Koordina
tenspeicherung der Position des Werkzeuges in ersten Koordina
ten erfolgen. Der Ablauf der Schritte ist auch vorteilhafter
weise auf jeden Einzelfall anpaß- und austauschbar. Auch ist es
möglich, den Abgleich des Werkstückes nicht direkt am Werkstück
selbst vorzunehmen, sondern an einem anderen Punkt. Jedoch
sollte dieser einen Bezug zu einem festen Punkt am Werkstück
haben.
Um eine fehlerhafte Bearbeitung eines Werkstückes zu vermeiden,
ist weiterhin vorgesehen, daß eine Eingabe eines vorgebbaren
Parameters und/oder eine Wertzuweisung an einen vorgebbaren Pa
rameter überprüft wird. Wird nun ein Überschreiten einer Vor
gabe für diese Eingabe festgestellt, sieht dann eine Ausgestal
tung der Erfindung vor, daß diese Eingabe nicht angenommen
wird. Vorteilhaft ist auch, wenn das Überschreiten einer Vor
gabe dem Bediener oder auch der NC-Steuerung selbst angezeigt
wird. Dann ist eine Korrektur der Eingabe möglich, so daß die
Bearbeitung ohne Fehler vonstatten geht. Die Vorgaben können
beispielsweise Schrittgeschwindigkeiten für das Werkzeug, Ab
maße oder ähnliches sein.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die vor
gebbaren Parameter, entsprechend denen die einzubringende Flä
che bearbeitet wird, in einen nicht flüchtigen Speicher fest
eingegeben, aus dem sie abrufbar sind. Zu jedem Parameter kann
eine entsprechende Wertzuweisung je nach zu bearbeitendem Werk
stück vorgenommen werden. Dadurch wird das Verfahren sehr fle
xibel handhabbar. Eine Vielzahl an vorgebbaren Parametern kann
fest im Speicher verbleiben, eine Anpassung an zu bearbeitende
Werkstücke mit ähnlichen und/oder gleichen Flächen bzw. Kontu
ren erfolgt über die Auswahl der relativen Parameter sowie über
die Wertzuweisungen. Eine Vielzahl an Grundprogrammen, vorgeb
baren Parametern und/oder Wertzuweisungen ist beispielsweise
auch in der Art einer Bibliothek zusammenfaßbar. Diese wird
dann auf einem computerlesbaren Speichermedium und/oder Daten
träger festgehalten und somit für jeweils unterschiedliche NC-
Maschinen nutzbar gemacht.
Die Erfindung ermöglicht weiterhin eine günstige Nutzung be
reits vorhandener Speicher einer Steuerung, wobei über die Auf
teilung der zu speichernden Daten auf verschiedene Speicher
bzw. Speicherbereiche erreicht wird, den Speicherbedarf zu ver
kleinern. Dazu weist das Verfahren in einer vorteilhaften Aus
gestaltung die Erfassung der der Position des Werkzeuges in er
sten Koordinaten in einem ersten Speicher oder Speicherbereich
auf, während die Speicherung der Position des Werkzeuges in
zweiten Koordinaten in einem zweiten Speicher oder Speicherbe
reich erfolgt.
Das Zuordnen eines relativen Nullpunktes im Schritt d. zum
Punkt (O) erfolgt dann in einer Ausgestaltung im zweiten Spei
cher oder Speicherbereich zu der Position des Werkzeuges, wo
durch der zur Verfügung zu stellende Speicherbedarf weiter ver
kleinerbar ist. Das Zuordnen der Koordinaten zu der Position
nach Bearbeitung einer Fläche erfolgt vorteilhafterweise eben
falls im ersten Speicher oder Speicherbereich. Anstatt wie frü
her das komplette Bearbeitungsprogramm für das Werkstück aus
einem Speicher abrufen zu müssen, ermöglicht eine derartige
Verteilung zwischen verschiedenen Speichern bzw. Speicherberei
chen eine zweckmäßige Auslegung und Nutzung der NC-Steuerung
einer Werkzeugmaschine. Je nach Bedarf der Steuerung können na
türlich auch mehrere Speicher bzw. Speicherbereiche genutzt
werden. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn ein vorgeb
barer Parameter in den zweiten Speicher bzw. Speicherbereich
eingegeben wird und die Wertzuweisung an den vorgebbaren Para
meter über den ersten Speicher oder Speicherbereich erfolgt.
Die Eingabe kann manuell über geeignete Eingabemittel wie Ta
staturen erfolgen oder auch mittels eines angeschlossenen Com
puters.
Weitere Vorteile und Eigenschaften eines bevorzugten Ausfüh
rungsbeispieles der Erfindung werden anhand der folgenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 9 die Ausarbeitung einer Schaufel
nut in einem Turbinengehäuse,
Fig. 10 eine Aufteilung der zu bearbeitenden Fläche der
Schaufelnut entsprechend den Fig. 1 bis 9 in
vorgebbare Parameter und
Fig. 11 eine Steuerung einer NC-Machine in vereinfach
ter Darstellung.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem Turbinengehäuse 1, in
dem sich schon eine fertigbearbeitete Schaufelnut 2 befindet.
Die Kontur 3 der Schaufelnut 2 wird in mehreren Arbeitsschrit
ten erstellt. Ein vorteilhaftes Verfahren entsprechend der Er
findung erlaubt es, mehrere gleiche oder gleich-artige Nuten 2
insbesondere auch in einem teilbaren Turbinengehäuse 1 einzu
bringen, wobei dann durch eine Teilungsebene des Turbinengehäu
ses 1 eine Nut 2 durchläuft. Diese Nut 2 wird durch Vorstechen
vorbearbeitet, anschließend wird eine Stemmnut eingebracht,
woran sich das Erweitern und Fertigbearbeiten der Nut an
schließt. Die Nut wird danach ausgekammert, um schließlich ein
Vor- und Fertigbearbeiten der Stegbreite der Nut zu ermögli
chen. Dann werden die Kantenbrüche hergestellt und die Nutkon
tur ist fertig bearbeitet. In Fig. 1 ist das Vorstechen der
Halsbreite H sowie das Vorstechen der Einlassungsbreite E mit
dem Grund G durch einen gegenüber den anderen Zeichnungsstri
chen dickeren Strich als zu bearbeitende Fläche B im Vollmate
rial dargestellt. Das Werkzeug 4 zur Bearbeitung der herzustel
lenden Fläche B befindet sich auf der sogenannten Nullage O.
Die Nullage O befindet sich im Schnittpunkt der mit x und z be
zeichneten und eingezeichneten Achsen einer Drehmaschine. Bei
dieser Nullage O handelt es sich um eine definierte Position
des Startpunktes, an die das Werkzeug 4 entsprechend der nach
folgend zu bearbeitenden Nut 2 herangefahren wird. Das Anfahren
des Werkzeuges 4 zur Nullage O erfolgt in einem Absolutsystem
einer NC-gesteuerten Werkzeugmaschine. Dazu kann das Werkzeug 4
ohne eine Voreinstellung an der Werkzeugmaschine ausgemessen
werden. An dieser ist hierfür beispielsweise ein festangebautes
optisches oder anderes Meßsystem installiert. Die geometrischen
Daten des Fadenkreuzes des Meßsystems sind in Bezug auf einen
Werkzeugmaschinennullpunkt als geschützte Parameter in einem
Speicher hinterlegt. Der Bediener fährt nun das Werkzeug 4 in
das Fadenkreuz des optischen Meßsystems. Mittels eines geeigne
ten Signales über beispielsweise eine Funktionstaste wird ein
entsprechendes Unterprogramm zur Werkzeugvermessung aufgerufen.
Mittels eines Displays kann dann der Bediener aufgefordert wer
den, eine Eingabe der entsprechenden Werkzeugkorrekturnummer zu
machen. Unter der Werkzeugkorrekturnummer sind diejenigen Kor
rekturwerte zu finden, die sich aus den Abstandsmaßen des opti
schen Meßsystems zum Werkzeugmaschinennullpunkt und den aktu
ellen Ist-Werten des Werkzeuges 4 ergeben. Diese können über
geeignete Nummerisierung dem Werkzeug 4 zugeordnet und in einem
entsprechenden Werkzeugkorrekturspeicher abgelegt werden. Beim
Start eines NC-Programmes für die Bearbeitung der Kontur 3 wer
den die momentanen Absolutkoordinaten der Position des Werkzeu
ges 4 erfaßt. Anschließend wird das Werkzeug 4 zur Nullage O
verfahren. Ist diese erreicht, werden die Absolutkoordinaten
des Werkzeuges 4 gespeichert, sodann dieser Position der rela
tive Nullpunkt als Nullage O zugeordnet. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt vor der Speicherung der
Absolutkoordinaten eine Überprüfung der Koordinaten des Werk
zeuges 4. Erst nach einer gegebenenfalls durchgeführten Korrek
tur und Auslösen eines Freisignals wird ein nächster Verfah
rensschritt durch die Steuerung der Werkzeugmaschine ausge
führt. Der dargestellten Kontur 3 der Schaufelnut 2 ist in die
ser erfindungsgemäßen Ausgestaltung eine entsprechende Pro
grammnummer zugeordnet, über die ein zugeordnetes Bearbeitungs
programm aus einem Speicher der Steuerung abrufbar ist. Vor
teilhafterweise befindet sich dieses Programm in einem anderen
Speicher bzw. Speicherbereich als der Bereich der Absolutwert
erfassung der Koordinaten des Werkzeugs. So kann beispielsweise
ein Arbeitsspeicher der Steuerung freigehalten werden für aus
zuführende Arbeitsschritte, während ein anderer Speicher der
Steuerung als Parkspeicher für abzulegende Werte oder Daten
dient. Nach Abschluß des Vorstechens wird das Werkzeug 4 vor
teilhafterweise schließlich wieder in eine Nullage O verfahren,
so daß eine Überprüfung der Position bzw. ein nächster Bearbei
tungsschritt erfolgen kann.
Fig. 2 zeigt als zu bearbeitende Fläche B der Kontur 3 der
Schaufelnut 2 im Turbinengehäuse 1 eine Stemmnut, die ausge
dreht wird. Aufgrund dieser nun zu bearbeitenden Fläche B ist
gegebenenfalls ein Werkzeugwechsel notwendig. Weist die Werk
zeugmaschine eine Werkzeugwechselmöglichkeit beispielsweise in
Form eines Revolverkopfes auf, so kann der entsprechende Werk
zeugabgleich zu Beginn des Bearbeitungsvorganges der Kontur 3
schon erfolgt sein. Ein anderes erfindungsgemäßes Verfahren
sieht vor, den Werkzeugabgleich bei jedem Werkzeugwechsel extra
vorzunehmen und das dann neue Werkzeug anschließend wiederum in
eine Nullage O anzufahren.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen das Fertigdrehen der Halsbreite H,
der Einlassungsbreite E, wobei die entsprechend zu bearbeitende
Fläche B in Fig. 3 vorgedreht und in Fig. 4 fertiggedreht
wird. Dazu wird wieder das gleiche Werkzeug 4 wie in der Fig.
1 verwendet. Relative vorgebbare Parameter und Wertzuweisungen,
die dem Werkstück 4 zugeordnet sind, übernimmt die Steuerung
der Werkzeugmaschine durch Zugriff auf die entsprechende, das
Werkzeug charakterisierende Speicheradresse.
Fig. 5 und Fig. 6 zeigen das sogenannte Auskammern der Schau
felnut 2. Die Kontur 3 wird durch das Werkzeug 4 fertigbearbei
tet, wobei ein Nachbearbeiten des Nutgrundes 5 nicht mehr nötig
ist. Der Anschnitt 6 für die später herzustellende Stegbreite
der Kontur 3 wird entweder mit demselben Werkzeug 4 oder mit
einem anderen hergestellt. Dessen für die Steuerung kennzeich
nende vorgebbare Parameter sind abrufbar eingespeichert. Die
Bearbeitung, die in Fig. 5 erfolgt, wird ebenfalls in Fig. 6
durchgeführt, jedoch nun seitenverkehrt. Erfindungsgemäß werden
die gleichen Parameter mit gleicher Wertzuordnung eingesetzt,
wobei nur die Seitenverkehrtheit berücksichtigt zu werden
braucht. Nach einem entsprechenden Werkzeugwechsel wird an
schließend wieder eine Nullage O angefahren, bei der die Posi
tion des Werkzeuges 4 festgestellt, überprüft, gegebenenfalls
korrigiert und dessen Absolutkoordinaten gespeichert werden.
Dann erfolgt die Zuordnung des relativen Nullpunktes zu dieser
Position der Nullage O, wodurch der Werkstücknullpunkt mit der
Nullage der Schaufelnut 2 wieder in Übereinstimmung gebracht
wird für den nächsten Bearbeitungsschritt.
Fig. 7 und Fig. 8 zeigen die zu bearbeitende Fläche B, bei
der der Anschnitt 6 aus Fig. 5 bzw. 6 zur Stegbreite 7 der
Schaufelnut 2 vor - und fertigbearbeitet wird. Die Wertzuwei
sungen an die gleichen vorgebbaren Parameter ändern sich dafür
nicht. Bei einem mehrteiligen Gehäuse einer Turbomaschine, bei
dem eine Schaufelnut 2 in einer Teilungsebene des Gehäuses
liegt, wurden bisher nach dem Auskammern der Schaufelnut 2, wie
in Fig. 5 und 6 dargestellt, die Teile des Turbinengehäuses 1
getrennt. Dieses war nötig, um die nachfolgenden Bearbeitungs
schritte genau kontrollieren zu können. Eine Trennung der Teile
ist nun durch Einsatz des erfindungsgemäßen Bearbeitungsverfah
rens nicht mehr unbedingt notwendig. Durch die nun mögliche Ge
häusebearbeitung bei zusammengesetztem Gehäuse in Verbindung
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren durch den Einsatz von
Nullagen bei der Steuerung des oder der Werkzeuge und damit der
Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Koordinaten bei
Einsatz neuer Werkzeuge kann die Bearbeitungszeit überraschen
derweise um etwa 50% reduziert werden. Ein Grund dafür ist die
Erleichterung des Werkzeugwechsels. Durch den Abgleich ist für
jedes Werkzeug gewährleistet, daß die Bearbeitung der zu bear
beitenden Fläche B mit den vorgegebenen Werten bzw. relativen
Parametern erfolgt. Werden Abweichungen festgestellt, so sind
diese dann an der jeweiligen Nullage O korrigierbar.
Fig. 9 zeigt als die zu bearbeitenden Flächen B die Kantenbrü
che 8; das Werkzeug 4 verfährt dazu wiederum auf eine Nullage
Q, um dann die Fläche B zu bearbeiten.
Fig. 10 zeigt eine vorteilhafte Ausgestaltung der Zuordnung
vorgebbarer Parameter zu einer Schaufelnutkontur 2. Jede zu be
arbeitende Fläche B erhält einen vorgebbaren relativen Parame
ter R20 bis R30, wobei einzubringende Radien ebenfalls erfaßt
sind. Diese Parameter sind in einem Speicher und/oder Unterpro
gramm fest eingegeben. Bei Zuweisung von jeweiligen Werten wie
Schnittiefe, Vorschub, Drehzahl, Schneidradius, Werkzeugbreite
und anderen kann jede beliebige Schaufelnut 2 mit einer ent
sprechenden Kontur 3 erzeugt werden. Eine Kombination verschie
dener Parameter R20 bis R30 ist natürlich erweiter- wie auch
verkleinerbar zur Erzeugung anderer Konturen. Dieses erfolgt
vorteilhaft in zusammengestellten Unterprogrammen, die über ein
Hauptprogramm zur Steuerung der Werkzeugmaschine abgerufen wer
den. Auf diese Weise läßt sich die Speicherbelegung einer Werk
zeugmaschine vorteilhaft ausnutzen, denn während die vorgebba
ren Parameter fest gespeichert sind, brauchen nur ihre entspre
chenden Wertzuweisungen für ein Werkstück beispielsweise über
das Hauptprogramm zugeordnet werden. Ein Arbeitsspeicher muß
dann nicht über das komplette Programm verfügen, sondern benö
tigt nur die jeweiligen Zuweisungen mit Angabe der entsprechen
den Parameternummern.
Fig. 11 zeigt eine Steuerung 9 in schematischer und verein
fachter Darstellung. Eine zentrale Speichereinheit 10 ist mit
zwei Speichern 11 und 12 verbunden, wobei die Schaltung um ent
sprechende Schalterbausteine erweiterbar ist. Diese Option ist
durch die Strichelung 13 angedeutet. Die zentrale Speicherein
heit 10 kann ein oder mehrere Steuerungsprogramme aufnehmen.
Ein Steuerungsprogramm ist vorteilhafterweise so ausgestaltet,
daß es ein oder mehrere Programmodule aufweist. Eine vorteil
hafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß ein erfin
dungsgemäßer Verfahrensschritt b. einem ersten Programmodul und
der erfindungsgemäße Schritt d. einem zweiten Programmodul zu
geordnet ist. Während das eine Programmodul in Absolutbemaßung
ausgestaltet ist, weist das andere eine Bemaßung mittels rela
tiver, vorgebbarer Parameter auf. Insbesondere ist so ein er
stes Programmodul werkstückindividuell ausgestaltet, während
das zweite Programmodul werkstückunabhängig ausgestaltet ist.
Das zweite Programmodul ist in dieser Weise mit relativen, vor
gebbaren Parametern gestaltbar. Die Wertzuweisung zu den rela
tiven Parametern erfolgt entsprechend dem jeweils zu bearbei
tenden Werkstück über das erste Programmodul. Zur flexiblen Ge
staltung der Bearbeitung verschiedener Werkstücke, in die glei
che oder ähnliche Konturen einzubringen sind, weist die Steue
rung die Speicher 11 und 12 voneinander getrennt auf. Dabei
kann es sich auch um voneinander getrennte Speicherbereiche ei
nes einzigen Speichers handeln, solange nur zumindest einer der
Speicher bzw. Speicherbereiche zur nicht flüchtigen Datenspei
cherung von relativen, vorgebbaren Parametern geeignet ist.
Während so ein Hauptprogramm für die Bearbeitung eines Werk
stückes in dem ersten Speicher 11 eingegeben ist, kann dieses
über geeignete Datenübertragungswege mit entsprechenden Unter
programmen aus dem zweiten Speicher 12 verbunden werden. Die
Steuerung 9 ist dann in der Lage, entsprechend zu steuernde
Einrichtungen der Vorrichtung wie den dargestellten Motor 14 zu
verfahren. Der Motor 14 wiederum verfährt beispielsweise das
Werkzeug 4 in die gewünschte Nullage.
Die Erfindung schafft nicht nur eine hohe Oberflächenqualität
sowie große Maßgenauigkeit, sondern die Fertigungszeiten, bei
spielsweise von Gehäusen, verringern sich erheblich. Bei dem
dargestellten Beispiel der Einbringung von Schaufelnuten auf
verschiedenen Koordinaten in ein Turbinengehäuse kann die
Durchlaufzeit um über 20% mittels eines erfindungsgemäßen Be
arbeitungsverfahrens reduziert werden. Auch ergibt sich eine
deutlich bessere Handhabung von Bearbeitungsprogrammen für den
Bediener der NC-Maschine. Eine Erstellung immer neuer Bearbei
tungsprogramme für neue Werkstücke entfällt durch die mögliche
Auswahl der vorgebbaren Parametern aus einer Programmbiblio
thek. Bisher notwendig gewesene Programmierzeiten sind einge
spart. Die Erfindung ist aber nicht auf die Bearbeitung von
Turbomaschinengehäusen beschränkt. Vielmehr bietet sie sich
auch zur Bearbeitung von Schaufelfüßen und anderen Teilen einer
Turbomaschine an.
Claims (23)
1. Verfahren zur Bearbeitung eines Werkstückes (1),
insbesondere einer Komponente einer Turbine, mittels eines
Werkzeuges (4), das durch eine NC-gesteuerte Werkzeugmaschine
verfahren wird, wobei in das Werkstück (1) mehrere ähnliche
und/oder gleiche, auch konturmäßig ähnliche und/oder gleiche
Flächen (B) einzubringen sind, mit den folgenden Schritten
- a) Abgleich des Werkzeuges (4) am Werkstück (1),
- b) Erfassung und/oder Eingabe einer Position des Werkzeuges (4) in ersten Koordinaten, die in Bezug von Werkzeug (4) zu Werkstück (1) stehen,
- c) Anfahren des Werkzeuges (4) in einen Punkt (O), der zumindest in der Nähe einer der zu bearbeitenden Flächen (B) liegt, im Koordinatensystem der ersten Koordinaten,
- d) Erfassung und Speicherung der Position des Werkzeuges im Punkt (O) in zweiten Koordinaten, die in Bezug von Werkzeug (4) zu Werkzeugmaschine stehen,
- e) Bearbeiten der einzubringenden Fläche (B) des Werkstückes (1) entsprechend der vorgebbaren Parameter unter Berücksichtigung des Koordinatensystemes der zweiten Koordinaten.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Schritt d. der Start eines Bearbeitungsprogrammes für die zu
bearbeitende Fläche (B) erfolgt, welches vorgebbare Parameter
mit entsprechenden Wertzuweisungen enthält.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Eingabe
und/oder Auswahl vorgebbarer Parameter mit entsprechender Wert
zuweisung erfolgt, anhand derer die Bearbeitung durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Speiche
rung der Position des Werkzeuges im Punkt (O) im Schritt d. in
einem Werkzeuggeometriespeicher erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß nach Bearbei
tung der einzubringenden Fläche (B) eine Erfassung der momenta
nen Koordinaten der Position des Werkzeuges (4) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Position
des Werkzeuges (4) überprüft und gegebenenfalls korrigiert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
der Schritt e. erst nach einer Auslösung eines Signales zur Be
stätigung einer korrekten Position des Werkzeuges (4) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeb
baren Parameter in einen nicht flüchtigen Speicher eingegeben
werden, aus dem sie abrufbar sind.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß nach einer
Unterbrechung der Bearbeitung der zu bearbeitenden Fläche das
Bearbeitungsprogramm an gleicher Stelle mit der Bearbeitung
fortfährt, wobei vorgebbare Parameter und/oder Wertzuweisungen
an einen vorgebbaren Parameter änderbar sind.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Erfassung der ersten Koordinaten der Position des Werkzeuges (4) in einem ersten Speicher oder Speicherbereich und
- - die Erfassung der zweiten Koordinaten der Position des Werkzeuges in einem zweiten Speicher oder Speicherbereich erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zuordnen
von vorgebbaren Parametern im zweiten Speicher oder Speicher
bereich zu einer Position des Werkzeuges (4) erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß vorgebbare Pa
rameter mit und/oder ohne Wertzuweisung aus einem Speicher
abgerufen werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Eingabe
eines vorgebbaren Parameters und/oder eine Wertzuweisung an
einen vorgebbaren Parameter überprüft wird, wobei
vorteilhafterweise bei Überschreiten einer Vorgabe für diese
Eingabe die Eingabe nicht angenommen wird und/oder als
unzulässig angezeigt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
mehrere gleiche oder gleichartige Nuten (2) insbesondere in
einem teilbaren Gehäuse (1) eingebracht werden, wobei
insbesondere durch eine Teilungsebene des Gehäuses (1) eine Nut
(2) durchläuft, mit den folgenden Schritten
- - Vorbearbeiten der Nut (2) durch Vorstechen,
- - Einbringen der Stemmnut,
- - Erweitern und Fertigbearbeiten der Nut (2),
- - Auskammern der Nut (2),
- - Vor- und Fertigbearbeiten einer Stegbreite (7) der Nut (2) und
- - Einbringen von Kantenbrüchen (8).
15. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aus
kammern der Nut (2) die Teile des Gehäuses (1) getrennt werden.
16. Anwendung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche zur Bearbeitung von Gehäusen (1) oder anderen Teilen
für eine Turbomaschine, wobei die einzubringende Fläche (B)
vorbearbeitet und fertigbearbeitet wird.
17. Computer-lesbarer Datenträger mit Computerprogramm, das
dazu verwendet wird, eine NC-Steuerung zu veranlassen, nach
einem der vorhergehenden Ansprüche zu funktionieren.
18. Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstückes (1), wobei
die Vorrichtung eine Steuerung (9) aufweist, der ein das
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16 definierendes
Steuerungsprogramm zugeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steue
rungsprogramm in der Weise ausgestaltet ist, daß es zumindest
für den Schritt c. ein erstes Programmodul und für den Schritt
e. ein zweites Programmodul aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Pro
grammodul werkstückindividuell ausgestaltet ist und daß das
zweite Programmodul in der Weise werkstückunabhängig
ausgestaltet ist, daß es mit den vorgebbaren Parametern
bearbeitet wird.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung
zwei voneinander getrennte Speicher (10, 11, 12) und/oder Spei
cherbereiche aufweist, wobei zumindest ein Speicher (10, 11,
12) zur nichtflüchtigen Datenspeicherung geeignet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die Program
module in getrennten Speichern (10, 11, 12) und/oder Speicher
bereichen eingespeichert sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Programmo
dule untereinander zur Datenübertragung verbunden sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996138987 DE19638987A1 (de) | 1996-09-23 | 1996-09-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Komponente einer Turbine |
| PCT/DE1997/002021 WO1998013736A1 (de) | 1996-09-23 | 1997-09-10 | Verfahren zur bearbeitung eines werkstückes, insbesondere einer komponente einer turbine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996138987 DE19638987A1 (de) | 1996-09-23 | 1996-09-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Komponente einer Turbine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19638987A1 true DE19638987A1 (de) | 1998-04-02 |
Family
ID=7806610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996138987 Withdrawn DE19638987A1 (de) | 1996-09-23 | 1996-09-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Komponente einer Turbine |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19638987A1 (de) |
| WO (1) | WO1998013736A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1004950A1 (de) * | 1998-11-23 | 2000-05-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zur Programmierung eines Automatisierungssystems |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH480688A (de) * | 1962-05-14 | 1969-10-31 | Gen Electric | Vorrichtung zur selbsttätigen Werkzeugversetzungskorrektur bei der Werkzeuglageregeleinrichtung einer numerisch programmgesteuerten Werkzeugmaschine |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4428055A (en) * | 1981-08-18 | 1984-01-24 | General Electric Company | Tool touch probe system and method of precision machining |
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| DE4030185A1 (de) * | 1990-09-24 | 1992-03-26 | Siemens Ag | Verfahren zum kalibrieren eines motorisch angetriebenen werkzeuges in bezug auf ein mit diesem zu bearbeitendes werkstueck sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
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1996
- 1996-09-23 DE DE1996138987 patent/DE19638987A1/de not_active Withdrawn
-
1997
- 1997-09-10 WO PCT/DE1997/002021 patent/WO1998013736A1/de not_active Ceased
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| EP1004950A1 (de) * | 1998-11-23 | 2000-05-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren zur Programmierung eines Automatisierungssystems |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1998013736A1 (de) | 1998-04-02 |
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