DE19638783A1 - Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn - Google Patents
Maschine und Verfahren zur Herstellung einer MaterialbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstel
lung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder
Kartonbahn, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1,
außerdem ein Verfahren zur Herstellung einer Mate
rialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, ge
mäß Oberbegriff des Anspruchs 13.
Maschinen und Vorrichtungen der genannten Art sind
bekannt. Bei der Herstellung von Bahnen der hier
angesprochenen Art tritt häufig das Problem auf,
daß das Querprofil der Bahn große Unterschiede auf
weist. Beispielsweise ist die Feuchtigkeit einer
Papierbahn beim Durchlaufen der Trockenpartie einer
Papierherstellungsmaschine in der Mitte deutlich
größer als in den Randbereichen der Bahn. Dadurch
entstehen starke Spannungskräfte innerhalb der Ma
terialbahn, die häufig einen Bahnabriß hervorrufen,
was zu Maschinenstillstandszeiten führt. Aber auch,
wenn es zu keinem Bahnabriß kommt, ergibt sich
durch die Spannungen innerhalb der Materialbahn
eine verschlechterte Qualität des fertigen Pro
dukts.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Maschine
und ein Verfahren zur Herstellung einer Material
bahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, zu
schaffen, die diese Nachteile nicht aufweisen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Maschine zur
Herstellung einer Materialbahn vorgeschlagen, die
die in Anspruch 1 genannten Merkmale umfaßt. Die
Maschine zeichnet sich dadurch aus, daß die Breite
einer zusätzlichen Trockenvorrichtung in Abhängig
keit davon gewählt wird, wo die Trockenvorrichtung
- in Maschinenlaufrichtung gesehen - innerhalb der
Maschine angeordnet ist. Mit anderen Worten: die
Breite der Trockenvorrichtung ist beispielsweise
kleiner, wenn diese in der Mitte der Maschine zur
Herstellung der Materialbahn angeordnet ist, als
wenn die Anordnung am Ende der Maschine erfolgt.
Bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Ma
schine, das sich dadurch auszeichnet, daß die
Breite der Trockenvorrichtung in Abhängigkeit vom
Trocknungsgrad der Materialbahn gewählt wird und
daß die Breite mit zunehmendem Trocknungsgrad zu
nimmt. Die Materialbahn wird also im trockenen Zu
stand vorzugsweise auf ganzer Breite von der
Trockenvorrichtung getrocknet, während in einem Zu
stand, in dem der Feuchtigkeitsgehalt der Bahn
höher ist, bevorzugt die Mitte der Materialbahn
getrocknet wird, um das Feuchtequerprofil der Bahn
zu verbessern und um damit Spannungen abzubauen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Ma
schine ist vorgesehen, daß die Breite der Trocken
vorrichtung einstellbar ist. Dadurch ist eine An
passung der zusätzlichen Trocknung durch die vor
zugsweise symmetrisch zur Bahnmitte angeordneten
Trockenvorrichtung, vorzugsweise in den Randberei
chen, möglich, beispielsweise um das Eigenschafts-Querprofil
der Materialbahn zu korrigieren oder um
die Breite der Trockenvorrichtung an unterschied
liche Materialbahnbreiten anzupassen. Die justier
bare Trockenvorrichtung weist insbesondere den
Vorteil auf, daß Ungleichmäßigkeiten im Material
bahneigenschafts-Querprofil asymmetrisch ausgegli
chen werden können, das heißt, daß die Trockenvor
richtung beziehungsweise deren Randbereiche vor
zugsweise so verstellbar sind, daß die Mitte der
Trockenvorrichtung in Richtung eines Randbereichs
der Materialbahn verlagerbar ist.
Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel
der Maschine, das sich dadurch auszeichnet, daß die
Trockenvorrichtung in einem Bereich angeordnet ist,
in dem die Materialbahn von dem Transportband abge
deckt ist. Bei einer derartigen Anordnung der
Trockenvorrichtung wird die Materialbahn getrock
net, während ein unkontrollierter Schrumpf vermie
den wird, weil die Bahn zwischen Transportband und
beispielsweise einem Trockenzylinder fest einge
spannt ist. Dadurch stellt sich in vorteilhafter
Weise neben einer Erhöhung der Trocknungsleistung
auch eine Vergleichmäßigung der Trocknung der
Materialbahn über deren Breite ein.
Ferner wird ein Ausführungsbeispiel der Maschine
bevorzugt, das sich dadurch auszeichnet, daß die
Trockenvorrichtung als Blasvorrichtung oder Infra
rot-Trockeneinrichtung ausgebildet ist.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den übri
gen Unteransprüchen.
Die obengenannte Aufgabe wird auch durch ein Ver
fahren gelöst, das die in Anspruch 13 genannten
Schritte umfaßt. Das Verfahren zeichnet sich da
durch aus, daß die Breite des getrockneten Bereichs
der Materialbahn in Abhängigkeit von dem - in Ma
schinenlaufrichtung gesehen - Trocknungsort gewählt
wird. Je weiter der Trocknungsort am Ende der Ma
schine zur Herstellung einer Materialbahn gewählt
wird, um so breiter ist der von der zusätzlichen
Trockenvorrichtung getrocknete Bereich der Mate
rialbahn.
Bevorzugt wird eine Ausführungsform des Verfahrens,
das sich dadurch auszeichnet, daß die Breite des
getrockneten Bereichs in Abhängigkeit vom Trock
nungsgrad der Materialbahn gewählt wird. Die Breite
des Bereichs nimmt dabei mit zunehmendem Trock
nungsgrad zu.
Bevorzugt wird schließlich eine Ausführungsform des
Verfahrens, die sich dadurch auszeichnet, daß die
Trockenvorrichtung als Blasvorrichtung ausgebildet
ist und daß die Beblasung mit heißer trockener Luft
erfolgt. Diese ist relativ kostengünstig be
reitzustellen.
Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben
sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich
nung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt stark
schematisiert einen Ausschnitt aus einer Maschine
zur Herstellung einer Materialbahn in perspektivi
scher Darstellung.
Die im folgenden beschriebene Maschine kann für die
Herstellung verschiedenster Materialbahnen einge
setzt werden. Im folgenden wird rein beispielhaft
davon ausgegangen, daß es sich hier um eine Papier-
oder Kartonbahn handelt. Die hier dargestellte Pa
piermaschine wird im folgenden kurz mit Maschine 1
bezeichnet. Sie umfaßt eine Trockenpartie mit min
destens einer Trockengruppe 3 mit einer Anzahl von
Trockenzylindern 5, 7, 9 und 11, deren Mittelpunkte
in einer ersten gedachten Ebene E1 angeordnet sind.
Unterhalb der Trockenzylinder sind Leitwalzen 13,
15 und 17 angeordnet, deren Mittelpunkte auf einer
gedachten zweiten Ebene E2 liegen und die jeweils
einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Troc
kenzylindern zugeordnet sind. Die Ebenen E1 und E2
sind in einem Abstand hier parallel zueinander an
geordnet, so daß eine Materialbahn 19 gemeinsam mit
einem hier gestrichelt angedeuteten Transportband
21 mäanderförmig um-die Trockenzylinder und Leit
walzen geführt werden kann. Das Transportband 21
wird auch als Trockensieb oder -filz bezeichnet.
Die in der Figur dargestellte Trockengruppe 3 ist
als sogenannte einreihige Trockengruppe ausgebil
det. Denkbar ist es auch, eine sogenannte zweirei
hige Trockengruppe zu realisieren, bei der zwei
Reihen von Trockenzylindern vorgesehen sind, deren
Mittelpunkte auf parallel zueinander in einem Ab
stand angeordneten Ebenen liegen. In der Regel wer
den bei zweireihigen Trockengruppen den oberen und
unteren Zylinderreihen getrennte Transportbänder
zugeordnet, die durch bekannte Umlenkwalzen so ge
führt werden, daß die Materialbahn mäanderförmig um
die Trockenzylinder der oberen und unteren Reihe
geführt wird, während das Transportband der oberen
Zylinderreihe und das der unteren Zylinderreihe
getrennt voneinander geführt werden.
Es gibt außerdem die Möglichkeit, Trockengruppen so
aufzubauen, daß Trockenzylinder in mehr als zwei
Reihen übereinander, auch V-förmig, angeordnet
sind. Für die weitere Beschreibung ist es letztlich
belanglos, wie die Trockengruppe im einzelnen aus
gebildet ist.
Die Maschine 1 weist ein Anzahl von Trockenvor
richtungen 23, 25, 27 und 29 auf, die in dem in der
Figur dargestellten Ausführungsbeispiel als Blas
vorrichtungen 31, 33, 35 und 37 ausgebildet sind.
Über die Blasvorrichtungen 31, 33, 35 und 37 wird
ein gasförmiges Medium ausgetragen. Die Blasvor
richtungen weisen hier vier Blasrohre 39, 41, 43
und 45 auf, die sich quer zur - durch einen
Doppelpfeil angedeuteten - Maschinenlaufrichtung er
strecken und die jeweils eine Blasdüsenanordnung 47
umfassen. Diese kann als Auslaßschlitz ausgebildet
sein, der sich über die Länge der Blasrohre
erstreckt, oder einzelne Auslaßöffnungen umfassen,
die in die Blasrohre eingebracht sind. Die Blasdü
senanordnung 47 ist so ausgebildet, daß mit Hilfe
der Blasrohre 39, 41, 43 und 45 eine Beblasung der
Materialbahn 19 möglich ist. Die Blasvorrichtungen
31, 33, 35 und 37 können als Alternative zu den
Blasrohren 39, 41, 43 und 45 auch sogenannte Hoch
leistungshauben umfassen, die die Materialbahn mit
einem gasförmigen Medium beaufschlagen.
Die Blasvorrichtungen 31, 33, 35 und 37 sind mit
einer hier nicht dargestellten Quelle verbunden,
die ein unter Überdruck stehendes gasförmiges Me
dium bereitstellt, vorzugsweise trockene heiße
Luft.
Die Blasrohre 39, 41, 43 und 45 sind verschieden
lang ausgebildet und in diesem Ausführungsbeispiel
symmetrisch zu einer parallel zur Maschinenlauf
richtung angeordneten, gedachten Mittellinie der
Maschine 1 ausgerichtet. Das heißt, die Mittellinie
fällt mit der Mitte der Blasrohre 39, 41, 43 und 45
zusammen.
Abweichend von dem in der Figur dargestellten
Ausführungsbeispiel können die Trockenvorrichtungen
23, 25, 27 und 29 auch als Infrarot-Trockenein
richtungen ausgebildet sein, die die Materialbahn
mit Wärme beaufschlagen. Die Anordnung und Posi
tionierung der Infrarot-Trockeneinrichtungen
innerhalb der Maschine entsprechen dabei der der
vorstehend beschriebenen Blasvorrichtungen. Die
Infrarot-Trockeneinrichtungen weisen insbesondere
den Vorteil auf, daß kein zusätzliches Wärmeträger
medium benötigt wird und daß die Wärme durch Strah
lung auf die Materialbahn aufgebracht wird. Hier
durch ist der Aufbau der Trockenvorrichtung verein
facht, da auf Versorgungsleitungen, die beispiels
weise bei Blasvorrichtungen diese mit dem gasför
migen Medium versorgen, verzichtet werden kann.
Aus der Figur ist ersichtlich, daß die Breite der
Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 verschieden
ist. Links ist die schmalste Trockenvorrichtung 23
und rechts die breiteste Trockenvorrichtung 29
vorgesehen. Die Breite der Trockenvorrichtungen ist
in Abhängigkeit von der - in Maschinenlaufrichtung
gesehen - Anordnung beziehungsweise Positionierung
der Trockenvorrichtung gewählt.
In der Figur ist der Breitenzuwachs der aufeinander
folgenden Blasvorrichtungen relativ groß. Dies ist
hier jedoch stark übertrieben dargestellt.
Die Breite der Trockenvorrichtung wird vorzugsweise
in Abhängigkeit von dem auch als Trockengehalt be
zeichneten Trocknungsgrad der Materialbahn 19 ge
wählt, wobei die Materialbahn 19 beim Durchlaufen
der Trockenpartie von links nach rechts immer troc
kener wird und damit der Trocknungsgrad von links
nach rechts zunimmt. Entsprechend nimmt hier auch
die Breite der Trockenvorrichtungen 23; 25, 27 und
29 von links nach rechts zu.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform der
Maschine 1, bei der Trockenvorrichtungen erst ab
einem Trocknungsgrad von 55% bis 85%, vorzugsweise
von 60% bis 80%, eingesetzt werden. Besonders be
währt hat es sich, die Trockenvorrichtung ab einem
Trocknungsgrad von etwa 70% einzusetzen und
zunächst nur den mittleren Bereich der Materialbahn
19 zu trocknen, da hier der - über die Breite der
Bahn gesehen - größte Feuchtigkeitsgehalt gegeben
ist. Betrachtet man das Feuchtequerprofil einer Ma
terialbahn, so zeigt sich, daß die Feuchtigkeit von
der Mitte zum Bahnrand abnimmt und dadurch Spannun
gen in der Bahn aufgebaut werden. Durch die Troc
kenvorrichtungen wird sichergestellt, daß eine
gleichmäßigere Trocknung der Materialbahn 19 gege
ben ist und daß Spannungen abgebaut werden.
Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbei
spiel sind die Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und
29 etwa im oberen Scheitelpunkt der Trockenzylinder
5, 7, 9 und 11 vorgesehen. Es ist jedoch auch mög
lich, Trockenvorrichtungen versetzt zum Scheitel
punkt der Trockenzylinder anzuordnen oder aber
diese auch im Bereich der Leitwalzen 13, 15 und/oder
17 vorzusehen. Ferner ist es möglich, die
Trockenvorrichtungen am Transportband in dessen
Rückführbereich vorzusehen, also in dem Bereich, in
dem das Transportband vom Ende der Trockengruppe an
deren Anfang zurückgeführt wird. Dabei erwärmt die
Trockenvorrichtung daß Transportband, bevor es mit
der Materialbahn zusammengeführt wird. Das erwärmte
Transportband gibt, während es gemeinsam mit der
Materialbahn durch die Trockengruppe geführt wird,
seine Wärme ab, wodurch die Bahn getrocknet wird.
Abweichend von der hier dargestellten Ausfüh
rungsform ist es möglich, jeweils mehrere Trocken
vorrichtungen hintereinander an einem Trockenzylin
der vorzusehen. Zusätzlich ist es möglich, nicht
jedem Trockenzylinder einer Trockengruppe bezie
hungsweise Trockenpartie einer Maschine 1 eine
Trockenvorrichtung zuzuordnen.
Bevorzugt wird die Materialbahn 19 getrocknet,
während diese zwischen dem Transportband 21 und der
Oberfläche eines Trockenzylinders 5, 7, 9 oder 11
geführt und damit fest eingespannt ist. Es wird da
mit der während der Trocknung eintretende Quer
schrumpf so behindert, daß sich gleichmäßige Eigen
schaften über die gesamte Materialbahnbreite ein.
Um die Trockenwirkung der Trockenvorrichtungen 23,
25, 27 und 29 so auszulegen, daß sich ein optimales
Trocknungs- und Feuchtequerprofil der Materialbahn
ergibt, werden die Trockenvorrichtungen vorzugswei
se so ausgelegt, daß bei einer als Blasvorrichtung
ausgebildeten Trockenvorrichtung die Menge des aus
geblasenen Mediums und bei einer als Infrarot-Trocken
einrichtung ausgebildeten Trockenvorrich
tung die Wärmeintensität zum Rande der Trockenvor
richtung hin abnimmt. Es ergeben sich somit keine
Feuchtigkeits- beziehungsweise Trockengradsprünge
innerhalb der Materialbahn, die hohe Schrumpfgra
dienten und schließlich auch einen Bahnabriß bewir
ken könnten.
Die Menge der aus den Blasvorrichtungen ausgebrach
ten Luft und die Intensität der durch die Blasvor
richtungen vorgenommene zusätzliche Trocknung wird
in Abhängigkeit von der Art der Materialbahn ge
wählt. Das gleiche gilt auch für als Infrarot-Trocken
einrichtungen ausgebildete Trockenvorrich
tungen, das heißt, die zur Trocknung der Material
bahn aufgebrachte Wärmemenge ist ebenfalls ein
stellbar und wird anhand der vorstehend genannten
Kriterien gewählt.
Es ist möglich, die Trockenvorrichtungen 23, 25, 27
und 29 mit breiteneinstellbaren Randbereichen zu
versehen. Unter "breiteneinstellbar" soll in diesem
Zusammenhang die Möglichkeit verstanden werden, die
Intensität der Trocknung beziehungsweise die auf
die Bahn aufgebrachte Wärmemenge der jeweiligen
Trockenvorrichtung in deren Randbereichen bei
spielsweise in Abhängigkeit des Eigenschafts-Quer
profils der Materialbahn anzupassen. Dies kann
durch eine Verlagerung beziehungsweise Verstellung
der Trockenvorrichtung oder durch eine Regelung der
aus der Trockenvorrichtung austretenden Wärme rea
lisiert werden.
Anhand der Figur soll auch auf das Verfahren zur
Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Pa
pier- oder Kartonbahn, eingegangen werden. Auch
hier wird rein beispielhaft unterstellt, daß es
sich hier um eine Papierherstellungsmaschine han
delt.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß die
Papier- beziehungsweise Materialbahn 19 innerhalb
einer Maschine 1 in einem bestimmten Breitenbereich
getrocknet wird. Die Breite des von der zusätz
lichen Trockenvorrichtung getrockneten Bereichs
hängt davon ab, in welchem Abschnitt sich die Mate
rialbahn 19 innerhalb der Maschine 1 befindet. Die
Breite ist also abhängig von dem - in Maschinenlauf
richtung gesehenen - Trocknungsort. Die Breite des
von der zusätzlichen Trockenvorrichtung getrockne
ten Bereichs ist am Ende einer Trockenpartie 3
größer als in einem davorliegenden Bereich.
Die Breite des von der zusätzlichen Trockenvor
richtung getrockneten Bereichs wird in Abhängigkeit
von dem Trocknungsgrad der Materialbahn gewählt und
zwar so, daß mit zunehmendem Trocknungsgrad die
Breite des getrockneten Bereichs zunimmt. Vorzugs
weise wird die Materialbahn ab einem Trocknungsgrad
von 55% bis 85%, insbesondere von 60% bis 80%, zu
sätzlich getrocknet. Als besonders vorteilhaft hat
es sich herausgestellt, die Materialbahn 19 ab
einem Trocknungsgrad von circa 70% zusätzlich zu
trocknen und von da an immer breitere Bereiche der
Materialbahn 19 durch zusätzliche Trockenvorrich
tungen zu trocknen.
Bevorzugt wird die Materialbahn 19 in einem Bereich
durch die zusätzliche Trockenvorrichtung getrock
net, in dem sie unter einem Transportband 21 ge
führt und damit festgehalten ist. Ein Querschrumpf
der Materialbahn im Wirkungsbereich der Trockenvor
richtung wird damit wirksam unterbunden.
Nach allem wird deutlich, daß mit Hilfe der Ma
schine 1 beziehungsweise mit dem hier beschriebenen
Verfahren der Verlauf des trocknungsbedingten Quer
schrumpfs und der davon abhängigen Materialbahnei
genschaften über die Bahnbreite sehr gleichmäßig
wird. Qualitäts- und Eigenschaftsunterschiede der
Materialbahn über ihre Breite können damit weitge
hend verhindert werden. Das bisher einstellbare
Querprofil der Materialbahn, das von der Mitte zum
Rand der Materialbahn deutliche Unterschiede zeigt,
wird dabei auf einfache und kostengünstige Weise
vergleichmäßigt. Es ist im übrigen denkbar, beste
hende Maschinen beziehungsweise Papierherstellungs
maschinen mit Beblasungsvorrichtungen der hier an
gesprochenen Art nachzurüsten und das Verfahren da
mit auch in bestehenden Maschinen durchzuführen.
Claims (20)
1. Maschine zur Herstellung einer Materialbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit einer we
nigstens eine Trockengruppe mit mindestens einem
Trockenzylinder und einer Leitwalze aufweisenden
Trockenpartie, durch die die Materialbahn gemeinsam
mit einem Transportband hindurchgeführt wird, wobei
die Trockenpartie wenigstens eine zusätzliche, der
Trocknung der Materialbahn dienende, sich quer zur
Laufrichtung der Materialbahn erstreckende, Troc
kenvorrichtung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite der Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) in
Abhängigkeit von dem - in Maschinenlaufrichtung ge
sehen - Anbringungsort der Trockenvorrichtung ge
wählt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Breite der Trockenvorrichtung (23, 25,
27, 29) in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad der Mate
rialbahn (19) gewählt wird und daß die Breite mit
zunehmendem Trocknungsgrad zunimmt.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Breite der Trockenvorrichtung
(23, 25, 27, 29) einstellbar ist.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor
richtung (23, 25, 27, 29) ab einem Trocknungsgrad von
55% bis 85%, vorzugsweise von 60% bis 80% und ins
besondere von circa 70%, vorgesehen ist.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor
richtung (23, 25, 27, 29) so angeordnet ist, daß die
Materialbahn (19) in einem abgedeckten Bereich
getrocknet wird.
6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor
richtung (23, 25, 27, 29) einem Trockenzylinder (5, 7,
9, 11) der Trockengruppe (3) zugeordnet ist).
7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor
richtung (23, 25, 27, 29) dem Transportband (21) zuge
ordnet ist.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung
(23, 25, 27, 29) als Blasvorrichtung (31, 33, 35, 37)
ausgebildet ist.
9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des aus
geblasenen Mediums zum Rand der Blasvorrichtung
(31, 33, 35, 37) abnimmt.
10. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasvorrich
tung (31, 33, 35, 37) mit heißer trockener Luft be
aufschlagt wird.
11. Maschine nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung (23, 25,
27, 29) als Infrarot-Trockeneinrichtung ausgebildet
ist.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Intensität der Infrarotstrahlung zum
Rand der Infrarot-Trockeneinrichtung abnimmt.
13. Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, bei dem in
nerhalb einer Trockenpartie eine Materialbahn mit
einer zusätzlichen Trockenvorrichtung getrocknet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des
getrockneten Bereichs der Materialbahn (19) in Ab
hängigkeit von dem -in Maschinenlaufrichtung gese
hen- Trocknungsort gewählt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Breite des getrockneten Bereichs
in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad der Materialbahn
(19) gewählt wird und mit zunehmendem Trocknungs
grad zunimmt.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Materialbahn (19) ab einem
Trocknungsgrad von 55% bis 85%, vorzugsweise von
60% bis 80% und insbesondere von 70%, getrocknet
wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Ma
terialbahn (19) im Bereich eines Trockenzylinders
(5, 7, 9, 11) getrocknet wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die In
tensität der Trocknung zum Rand des getrockneten
Bereichs abnimmt.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Blasvorrich
tung (31, 33, 35, 37) ausgebildet ist und daß die
unter einem Transportband (21) verlaufende Mate
rialbahn (19) beblasen wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Beblasung mit heißer, trockener
Luft erfolgt.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Infrarot-Troc
keneinrichtung ausgebildet ist und daß die Mate
rialbahn durch Wärmestrahlung getrocknet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996138783 DE19638783A1 (de) | 1996-09-21 | 1996-09-21 | Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn |
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| DE1996138783 DE19638783A1 (de) | 1996-09-21 | 1996-09-21 | Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19638783A1 true DE19638783A1 (de) | 1998-03-26 |
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| DE1996138783 Withdrawn DE19638783A1 (de) | 1996-09-21 | 1996-09-21 | Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19638783A1 (de) |
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