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DE19638783A1 - Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn - Google Patents

Maschine und Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn

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Publication number
DE19638783A1
DE19638783A1 DE1996138783 DE19638783A DE19638783A1 DE 19638783 A1 DE19638783 A1 DE 19638783A1 DE 1996138783 DE1996138783 DE 1996138783 DE 19638783 A DE19638783 A DE 19638783A DE 19638783 A1 DE19638783 A1 DE 19638783A1
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DE
Germany
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drying
drying device
material web
web
machine according
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Withdrawn
Application number
DE1996138783
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English (en)
Inventor
Reinhold Wiedeburg
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Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
Original Assignee
Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
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Publication date
Application filed by Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH filed Critical Voith Sulzer Papiermaschinen GmbH
Priority to DE1996138783 priority Critical patent/DE19638783A1/de
Publication of DE19638783A1 publication Critical patent/DE19638783A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F5/00Dryer section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F5/02Drying on cylinders
    • D21F5/04Drying on cylinders on two or more drying cylinders
    • D21F5/042Drying on cylinders on two or more drying cylinders in combination with suction or blowing devices
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B13/00Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
    • F26B13/007Treating a particular portion of the web or plate, e.g. the edge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstel­ lung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1, außerdem ein Verfahren zur Herstellung einer Mate­ rialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, ge­ mäß Oberbegriff des Anspruchs 13.
Maschinen und Vorrichtungen der genannten Art sind bekannt. Bei der Herstellung von Bahnen der hier angesprochenen Art tritt häufig das Problem auf, daß das Querprofil der Bahn große Unterschiede auf­ weist. Beispielsweise ist die Feuchtigkeit einer Papierbahn beim Durchlaufen der Trockenpartie einer Papierherstellungsmaschine in der Mitte deutlich größer als in den Randbereichen der Bahn. Dadurch entstehen starke Spannungskräfte innerhalb der Ma­ terialbahn, die häufig einen Bahnabriß hervorrufen, was zu Maschinenstillstandszeiten führt. Aber auch, wenn es zu keinem Bahnabriß kommt, ergibt sich durch die Spannungen innerhalb der Materialbahn eine verschlechterte Qualität des fertigen Pro­ dukts.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Maschine und ein Verfahren zur Herstellung einer Material­ bahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweisen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Maschine zur Herstellung einer Materialbahn vorgeschlagen, die die in Anspruch 1 genannten Merkmale umfaßt. Die Maschine zeichnet sich dadurch aus, daß die Breite einer zusätzlichen Trockenvorrichtung in Abhängig­ keit davon gewählt wird, wo die Trockenvorrichtung - in Maschinenlaufrichtung gesehen - innerhalb der Maschine angeordnet ist. Mit anderen Worten: die Breite der Trockenvorrichtung ist beispielsweise kleiner, wenn diese in der Mitte der Maschine zur Herstellung der Materialbahn angeordnet ist, als wenn die Anordnung am Ende der Maschine erfolgt.
Bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Ma­ schine, das sich dadurch auszeichnet, daß die Breite der Trockenvorrichtung in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad der Materialbahn gewählt wird und daß die Breite mit zunehmendem Trocknungsgrad zu­ nimmt. Die Materialbahn wird also im trockenen Zu­ stand vorzugsweise auf ganzer Breite von der Trockenvorrichtung getrocknet, während in einem Zu­ stand, in dem der Feuchtigkeitsgehalt der Bahn höher ist, bevorzugt die Mitte der Materialbahn getrocknet wird, um das Feuchtequerprofil der Bahn zu verbessern und um damit Spannungen abzubauen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Ma­ schine ist vorgesehen, daß die Breite der Trocken­ vorrichtung einstellbar ist. Dadurch ist eine An­ passung der zusätzlichen Trocknung durch die vor­ zugsweise symmetrisch zur Bahnmitte angeordneten Trockenvorrichtung, vorzugsweise in den Randberei­ chen, möglich, beispielsweise um das Eigenschafts-Querprofil der Materialbahn zu korrigieren oder um die Breite der Trockenvorrichtung an unterschied­ liche Materialbahnbreiten anzupassen. Die justier­ bare Trockenvorrichtung weist insbesondere den Vorteil auf, daß Ungleichmäßigkeiten im Material­ bahneigenschafts-Querprofil asymmetrisch ausgegli­ chen werden können, das heißt, daß die Trockenvor­ richtung beziehungsweise deren Randbereiche vor­ zugsweise so verstellbar sind, daß die Mitte der Trockenvorrichtung in Richtung eines Randbereichs der Materialbahn verlagerbar ist.
Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel der Maschine, das sich dadurch auszeichnet, daß die Trockenvorrichtung in einem Bereich angeordnet ist, in dem die Materialbahn von dem Transportband abge­ deckt ist. Bei einer derartigen Anordnung der Trockenvorrichtung wird die Materialbahn getrock­ net, während ein unkontrollierter Schrumpf vermie­ den wird, weil die Bahn zwischen Transportband und beispielsweise einem Trockenzylinder fest einge­ spannt ist. Dadurch stellt sich in vorteilhafter Weise neben einer Erhöhung der Trocknungsleistung auch eine Vergleichmäßigung der Trocknung der Materialbahn über deren Breite ein.
Ferner wird ein Ausführungsbeispiel der Maschine bevorzugt, das sich dadurch auszeichnet, daß die Trockenvorrichtung als Blasvorrichtung oder Infra­ rot-Trockeneinrichtung ausgebildet ist.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den übri­ gen Unteransprüchen.
Die obengenannte Aufgabe wird auch durch ein Ver­ fahren gelöst, das die in Anspruch 13 genannten Schritte umfaßt. Das Verfahren zeichnet sich da­ durch aus, daß die Breite des getrockneten Bereichs der Materialbahn in Abhängigkeit von dem - in Ma­ schinenlaufrichtung gesehen - Trocknungsort gewählt wird. Je weiter der Trocknungsort am Ende der Ma­ schine zur Herstellung einer Materialbahn gewählt wird, um so breiter ist der von der zusätzlichen Trockenvorrichtung getrocknete Bereich der Mate­ rialbahn.
Bevorzugt wird eine Ausführungsform des Verfahrens, das sich dadurch auszeichnet, daß die Breite des getrockneten Bereichs in Abhängigkeit vom Trock­ nungsgrad der Materialbahn gewählt wird. Die Breite des Bereichs nimmt dabei mit zunehmendem Trock­ nungsgrad zu.
Bevorzugt wird schließlich eine Ausführungsform des Verfahrens, die sich dadurch auszeichnet, daß die Trockenvorrichtung als Blasvorrichtung ausgebildet ist und daß die Beblasung mit heißer trockener Luft erfolgt. Diese ist relativ kostengünstig be­ reitzustellen.
Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich­ nung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt stark schematisiert einen Ausschnitt aus einer Maschine zur Herstellung einer Materialbahn in perspektivi­ scher Darstellung.
Die im folgenden beschriebene Maschine kann für die Herstellung verschiedenster Materialbahnen einge­ setzt werden. Im folgenden wird rein beispielhaft davon ausgegangen, daß es sich hier um eine Papier- oder Kartonbahn handelt. Die hier dargestellte Pa­ piermaschine wird im folgenden kurz mit Maschine 1 bezeichnet. Sie umfaßt eine Trockenpartie mit min­ destens einer Trockengruppe 3 mit einer Anzahl von Trockenzylindern 5, 7, 9 und 11, deren Mittelpunkte in einer ersten gedachten Ebene E1 angeordnet sind. Unterhalb der Trockenzylinder sind Leitwalzen 13, 15 und 17 angeordnet, deren Mittelpunkte auf einer gedachten zweiten Ebene E2 liegen und die jeweils einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Troc­ kenzylindern zugeordnet sind. Die Ebenen E1 und E2 sind in einem Abstand hier parallel zueinander an­ geordnet, so daß eine Materialbahn 19 gemeinsam mit einem hier gestrichelt angedeuteten Transportband 21 mäanderförmig um-die Trockenzylinder und Leit­ walzen geführt werden kann. Das Transportband 21 wird auch als Trockensieb oder -filz bezeichnet.
Die in der Figur dargestellte Trockengruppe 3 ist als sogenannte einreihige Trockengruppe ausgebil­ det. Denkbar ist es auch, eine sogenannte zweirei­ hige Trockengruppe zu realisieren, bei der zwei Reihen von Trockenzylindern vorgesehen sind, deren Mittelpunkte auf parallel zueinander in einem Ab­ stand angeordneten Ebenen liegen. In der Regel wer­ den bei zweireihigen Trockengruppen den oberen und unteren Zylinderreihen getrennte Transportbänder zugeordnet, die durch bekannte Umlenkwalzen so ge­ führt werden, daß die Materialbahn mäanderförmig um die Trockenzylinder der oberen und unteren Reihe geführt wird, während das Transportband der oberen Zylinderreihe und das der unteren Zylinderreihe getrennt voneinander geführt werden.
Es gibt außerdem die Möglichkeit, Trockengruppen so aufzubauen, daß Trockenzylinder in mehr als zwei Reihen übereinander, auch V-förmig, angeordnet sind. Für die weitere Beschreibung ist es letztlich belanglos, wie die Trockengruppe im einzelnen aus­ gebildet ist.
Die Maschine 1 weist ein Anzahl von Trockenvor­ richtungen 23, 25, 27 und 29 auf, die in dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel als Blas­ vorrichtungen 31, 33, 35 und 37 ausgebildet sind. Über die Blasvorrichtungen 31, 33, 35 und 37 wird ein gasförmiges Medium ausgetragen. Die Blasvor­ richtungen weisen hier vier Blasrohre 39, 41, 43 und 45 auf, die sich quer zur - durch einen Doppelpfeil angedeuteten - Maschinenlaufrichtung er­ strecken und die jeweils eine Blasdüsenanordnung 47 umfassen. Diese kann als Auslaßschlitz ausgebildet sein, der sich über die Länge der Blasrohre erstreckt, oder einzelne Auslaßöffnungen umfassen, die in die Blasrohre eingebracht sind. Die Blasdü­ senanordnung 47 ist so ausgebildet, daß mit Hilfe der Blasrohre 39, 41, 43 und 45 eine Beblasung der Materialbahn 19 möglich ist. Die Blasvorrichtungen 31, 33, 35 und 37 können als Alternative zu den Blasrohren 39, 41, 43 und 45 auch sogenannte Hoch­ leistungshauben umfassen, die die Materialbahn mit einem gasförmigen Medium beaufschlagen.
Die Blasvorrichtungen 31, 33, 35 und 37 sind mit einer hier nicht dargestellten Quelle verbunden, die ein unter Überdruck stehendes gasförmiges Me­ dium bereitstellt, vorzugsweise trockene heiße Luft.
Die Blasrohre 39, 41, 43 und 45 sind verschieden lang ausgebildet und in diesem Ausführungsbeispiel symmetrisch zu einer parallel zur Maschinenlauf­ richtung angeordneten, gedachten Mittellinie der Maschine 1 ausgerichtet. Das heißt, die Mittellinie fällt mit der Mitte der Blasrohre 39, 41, 43 und 45 zusammen.
Abweichend von dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel können die Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 auch als Infrarot-Trockenein­ richtungen ausgebildet sein, die die Materialbahn mit Wärme beaufschlagen. Die Anordnung und Posi­ tionierung der Infrarot-Trockeneinrichtungen innerhalb der Maschine entsprechen dabei der der vorstehend beschriebenen Blasvorrichtungen. Die Infrarot-Trockeneinrichtungen weisen insbesondere den Vorteil auf, daß kein zusätzliches Wärmeträger­ medium benötigt wird und daß die Wärme durch Strah­ lung auf die Materialbahn aufgebracht wird. Hier­ durch ist der Aufbau der Trockenvorrichtung verein­ facht, da auf Versorgungsleitungen, die beispiels­ weise bei Blasvorrichtungen diese mit dem gasför­ migen Medium versorgen, verzichtet werden kann.
Aus der Figur ist ersichtlich, daß die Breite der Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 verschieden ist. Links ist die schmalste Trockenvorrichtung 23 und rechts die breiteste Trockenvorrichtung 29 vorgesehen. Die Breite der Trockenvorrichtungen ist in Abhängigkeit von der - in Maschinenlaufrichtung gesehen - Anordnung beziehungsweise Positionierung der Trockenvorrichtung gewählt.
In der Figur ist der Breitenzuwachs der aufeinander folgenden Blasvorrichtungen relativ groß. Dies ist hier jedoch stark übertrieben dargestellt.
Die Breite der Trockenvorrichtung wird vorzugsweise in Abhängigkeit von dem auch als Trockengehalt be­ zeichneten Trocknungsgrad der Materialbahn 19 ge­ wählt, wobei die Materialbahn 19 beim Durchlaufen der Trockenpartie von links nach rechts immer troc­ kener wird und damit der Trocknungsgrad von links nach rechts zunimmt. Entsprechend nimmt hier auch die Breite der Trockenvorrichtungen 23; 25, 27 und 29 von links nach rechts zu.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform der Maschine 1, bei der Trockenvorrichtungen erst ab einem Trocknungsgrad von 55% bis 85%, vorzugsweise von 60% bis 80%, eingesetzt werden. Besonders be­ währt hat es sich, die Trockenvorrichtung ab einem Trocknungsgrad von etwa 70% einzusetzen und zunächst nur den mittleren Bereich der Materialbahn 19 zu trocknen, da hier der - über die Breite der Bahn gesehen - größte Feuchtigkeitsgehalt gegeben ist. Betrachtet man das Feuchtequerprofil einer Ma­ terialbahn, so zeigt sich, daß die Feuchtigkeit von der Mitte zum Bahnrand abnimmt und dadurch Spannun­ gen in der Bahn aufgebaut werden. Durch die Troc­ kenvorrichtungen wird sichergestellt, daß eine gleichmäßigere Trocknung der Materialbahn 19 gege­ ben ist und daß Spannungen abgebaut werden.
Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbei­ spiel sind die Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 etwa im oberen Scheitelpunkt der Trockenzylinder 5, 7, 9 und 11 vorgesehen. Es ist jedoch auch mög­ lich, Trockenvorrichtungen versetzt zum Scheitel­ punkt der Trockenzylinder anzuordnen oder aber diese auch im Bereich der Leitwalzen 13, 15 und/oder 17 vorzusehen. Ferner ist es möglich, die Trockenvorrichtungen am Transportband in dessen Rückführbereich vorzusehen, also in dem Bereich, in dem das Transportband vom Ende der Trockengruppe an deren Anfang zurückgeführt wird. Dabei erwärmt die Trockenvorrichtung daß Transportband, bevor es mit der Materialbahn zusammengeführt wird. Das erwärmte Transportband gibt, während es gemeinsam mit der Materialbahn durch die Trockengruppe geführt wird, seine Wärme ab, wodurch die Bahn getrocknet wird. Abweichend von der hier dargestellten Ausfüh­ rungsform ist es möglich, jeweils mehrere Trocken­ vorrichtungen hintereinander an einem Trockenzylin­ der vorzusehen. Zusätzlich ist es möglich, nicht jedem Trockenzylinder einer Trockengruppe bezie­ hungsweise Trockenpartie einer Maschine 1 eine Trockenvorrichtung zuzuordnen.
Bevorzugt wird die Materialbahn 19 getrocknet, während diese zwischen dem Transportband 21 und der Oberfläche eines Trockenzylinders 5, 7, 9 oder 11 geführt und damit fest eingespannt ist. Es wird da­ mit der während der Trocknung eintretende Quer­ schrumpf so behindert, daß sich gleichmäßige Eigen­ schaften über die gesamte Materialbahnbreite ein.
Um die Trockenwirkung der Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 so auszulegen, daß sich ein optimales Trocknungs- und Feuchtequerprofil der Materialbahn ergibt, werden die Trockenvorrichtungen vorzugswei­ se so ausgelegt, daß bei einer als Blasvorrichtung ausgebildeten Trockenvorrichtung die Menge des aus­ geblasenen Mediums und bei einer als Infrarot-Trocken­ einrichtung ausgebildeten Trockenvorrich­ tung die Wärmeintensität zum Rande der Trockenvor­ richtung hin abnimmt. Es ergeben sich somit keine Feuchtigkeits- beziehungsweise Trockengradsprünge innerhalb der Materialbahn, die hohe Schrumpfgra­ dienten und schließlich auch einen Bahnabriß bewir­ ken könnten.
Die Menge der aus den Blasvorrichtungen ausgebrach­ ten Luft und die Intensität der durch die Blasvor­ richtungen vorgenommene zusätzliche Trocknung wird in Abhängigkeit von der Art der Materialbahn ge­ wählt. Das gleiche gilt auch für als Infrarot-Trocken­ einrichtungen ausgebildete Trockenvorrich­ tungen, das heißt, die zur Trocknung der Material­ bahn aufgebrachte Wärmemenge ist ebenfalls ein­ stellbar und wird anhand der vorstehend genannten Kriterien gewählt.
Es ist möglich, die Trockenvorrichtungen 23, 25, 27 und 29 mit breiteneinstellbaren Randbereichen zu versehen. Unter "breiteneinstellbar" soll in diesem Zusammenhang die Möglichkeit verstanden werden, die Intensität der Trocknung beziehungsweise die auf die Bahn aufgebrachte Wärmemenge der jeweiligen Trockenvorrichtung in deren Randbereichen bei­ spielsweise in Abhängigkeit des Eigenschafts-Quer­ profils der Materialbahn anzupassen. Dies kann durch eine Verlagerung beziehungsweise Verstellung der Trockenvorrichtung oder durch eine Regelung der aus der Trockenvorrichtung austretenden Wärme rea­ lisiert werden.
Anhand der Figur soll auch auf das Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Pa­ pier- oder Kartonbahn, eingegangen werden. Auch hier wird rein beispielhaft unterstellt, daß es sich hier um eine Papierherstellungsmaschine han­ delt.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß die Papier- beziehungsweise Materialbahn 19 innerhalb einer Maschine 1 in einem bestimmten Breitenbereich getrocknet wird. Die Breite des von der zusätz­ lichen Trockenvorrichtung getrockneten Bereichs hängt davon ab, in welchem Abschnitt sich die Mate­ rialbahn 19 innerhalb der Maschine 1 befindet. Die Breite ist also abhängig von dem - in Maschinenlauf­ richtung gesehenen - Trocknungsort. Die Breite des von der zusätzlichen Trockenvorrichtung getrockne­ ten Bereichs ist am Ende einer Trockenpartie 3 größer als in einem davorliegenden Bereich.
Die Breite des von der zusätzlichen Trockenvor­ richtung getrockneten Bereichs wird in Abhängigkeit von dem Trocknungsgrad der Materialbahn gewählt und zwar so, daß mit zunehmendem Trocknungsgrad die Breite des getrockneten Bereichs zunimmt. Vorzugs­ weise wird die Materialbahn ab einem Trocknungsgrad von 55% bis 85%, insbesondere von 60% bis 80%, zu­ sätzlich getrocknet. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, die Materialbahn 19 ab einem Trocknungsgrad von circa 70% zusätzlich zu trocknen und von da an immer breitere Bereiche der Materialbahn 19 durch zusätzliche Trockenvorrich­ tungen zu trocknen.
Bevorzugt wird die Materialbahn 19 in einem Bereich durch die zusätzliche Trockenvorrichtung getrock­ net, in dem sie unter einem Transportband 21 ge­ führt und damit festgehalten ist. Ein Querschrumpf der Materialbahn im Wirkungsbereich der Trockenvor­ richtung wird damit wirksam unterbunden.
Nach allem wird deutlich, daß mit Hilfe der Ma­ schine 1 beziehungsweise mit dem hier beschriebenen Verfahren der Verlauf des trocknungsbedingten Quer­ schrumpfs und der davon abhängigen Materialbahnei­ genschaften über die Bahnbreite sehr gleichmäßig wird. Qualitäts- und Eigenschaftsunterschiede der Materialbahn über ihre Breite können damit weitge­ hend verhindert werden. Das bisher einstellbare Querprofil der Materialbahn, das von der Mitte zum Rand der Materialbahn deutliche Unterschiede zeigt, wird dabei auf einfache und kostengünstige Weise vergleichmäßigt. Es ist im übrigen denkbar, beste­ hende Maschinen beziehungsweise Papierherstellungs­ maschinen mit Beblasungsvorrichtungen der hier an­ gesprochenen Art nachzurüsten und das Verfahren da­ mit auch in bestehenden Maschinen durchzuführen.

Claims (20)

1. Maschine zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit einer we­ nigstens eine Trockengruppe mit mindestens einem Trockenzylinder und einer Leitwalze aufweisenden Trockenpartie, durch die die Materialbahn gemeinsam mit einem Transportband hindurchgeführt wird, wobei die Trockenpartie wenigstens eine zusätzliche, der Trocknung der Materialbahn dienende, sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn erstreckende, Troc­ kenvorrichtung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) in Abhängigkeit von dem - in Maschinenlaufrichtung ge­ sehen - Anbringungsort der Trockenvorrichtung ge­ wählt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Breite der Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad der Mate­ rialbahn (19) gewählt wird und daß die Breite mit zunehmendem Trocknungsgrad zunimmt.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Breite der Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) einstellbar ist.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor­ richtung (23, 25, 27, 29) ab einem Trocknungsgrad von 55% bis 85%, vorzugsweise von 60% bis 80% und ins­ besondere von circa 70%, vorgesehen ist.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor­ richtung (23, 25, 27, 29) so angeordnet ist, daß die Materialbahn (19) in einem abgedeckten Bereich getrocknet wird.
6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor­ richtung (23, 25, 27, 29) einem Trockenzylinder (5, 7, 9, 11) der Trockengruppe (3) zugeordnet ist).
7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvor­ richtung (23, 25, 27, 29) dem Transportband (21) zuge­ ordnet ist.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Blasvorrichtung (31, 33, 35, 37) ausgebildet ist.
9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des aus­ geblasenen Mediums zum Rand der Blasvorrichtung (31, 33, 35, 37) abnimmt.
10. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasvorrich­ tung (31, 33, 35, 37) mit heißer trockener Luft be­ aufschlagt wird.
11. Maschine nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Infrarot-Trockeneinrichtung ausgebildet ist.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß die Intensität der Infrarotstrahlung zum Rand der Infrarot-Trockeneinrichtung abnimmt.
13. Verfahren zur Herstellung einer Materialbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, bei dem in­ nerhalb einer Trockenpartie eine Materialbahn mit einer zusätzlichen Trockenvorrichtung getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des getrockneten Bereichs der Materialbahn (19) in Ab­ hängigkeit von dem -in Maschinenlaufrichtung gese­ hen- Trocknungsort gewählt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Breite des getrockneten Bereichs in Abhängigkeit vom Trocknungsgrad der Materialbahn (19) gewählt wird und mit zunehmendem Trocknungs­ grad zunimmt.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Materialbahn (19) ab einem Trocknungsgrad von 55% bis 85%, vorzugsweise von 60% bis 80% und insbesondere von 70%, getrocknet wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Ma­ terialbahn (19) im Bereich eines Trockenzylinders (5, 7, 9, 11) getrocknet wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die In­ tensität der Trocknung zum Rand des getrockneten Bereichs abnimmt.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Blasvorrich­ tung (31, 33, 35, 37) ausgebildet ist und daß die unter einem Transportband (21) verlaufende Mate­ rialbahn (19) beblasen wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Beblasung mit heißer, trockener Luft erfolgt.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenvorrichtung (23, 25, 27, 29) als Infrarot-Troc­ keneinrichtung ausgebildet ist und daß die Mate­ rialbahn durch Wärmestrahlung getrocknet wird.
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