DE19638445A1 - Verfahren zur Herstellung von N,N-Dimethyl-N-alkylamin oder N,N-Dimethyl-N-alkenylamin - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N,N-Dimethyl-N-alkylamin oder N,N-Dimethyl-N-alkenylaminInfo
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Description
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
N,N-Dimethyl-N-alkylamins oder N,N-Dimethyl-N-alkenylamins
Genauer ausgedrückt betrifft diese Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung eines N,N-Dimethyl-N-alkylamins oder N,N-
Dimethyl-N-alkenylamins mit hoher Qualität und mit einer
guten Farbtonstabilität.
Aliphatische Amine, die sich von Rindertalg, Kokosnußöl und
Palmöl ableiten, sind Zwischenprodukte, die für industrielle
Anwendungen und für die Anwendungen zuhause wichtig sind.
Insbesondere werden N,N-Dimethyl-N-alkylamine oder
-alkenylamine in quartäre Ammoniumsalze oder andere Formen
überführt und als Weichmacher für Fasern, Antistatikmittel
und Spülbasismittel in großem Umfang verwendet.
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethyl-N-
alkylaminen oder -alkenylaminen ist eine direkte Aminierung
eines höheren Alkohols mit Dimethylamin in der Gegenwart
eines Aminierungskatalysators (USP 4,625,063 und JP-A-62-
149646). Jedoch sind die durch ein solches Verfahren
erhaltenen Produkte problematisch, weil die Produkte selbst
in saurem Zustand gefärbt sind oder bei deren Ableitung dazu
neigen, gefärbt zu werden.
Ein Ziel dieser Erfindung liegt daher darin, ein Verfahren
zur Herstellung eines N,N-Dimethyl-N-alkylamins oder N,N-
Dimethyl-N-alkenylamins mit hoher Qualität und guter
Farbtonstabilität anzugeben.
Die Erfinder haben als ein Ergebnis einer intensiven
Untersuchung festgestellt, daß das oben erwähnte Problem
gelöst werden kann, indem nur Wasserstoffgas eingeführt wird,
wenn die Reaktionsrate des höheren Alkohols einen bestimmten
Grad oder mehr erreicht und indem die Temperatur dieser
Wasserstoffbehandlung niedriger gemacht wird als die
Temperatur, bei der der höhere Alkohol und Ethylamin reagiert
werden.
Diese Erfindung gibt ein Verfahren zur Herstellung eines N,N-
Dimethyl-N-alkylamins oder eines N,N-Dimethyl-N-alkenylamins
an, in dem ein höherer Alkohol und Dimethylamin reagiert
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in der
Gegenwart eines Katalysators unter einem Druck von
atmosphärischem Druck bis 100 atm bei einer Temperatur von
150 bis 250°C unter Einführen von Dimethylamingas und
Wasserstoffgas zu dem Reaktionssystem durchgeführt wird. Die
Reaktion wird durchgeführt, während das durch die Reaktion
erzeugte Wasser aus dem Reaktionssystem entfernt wird. Danach
folgt einer der folgenden Schritte: (1) Stoppen des
Einführens von nur dem Dimethylamingas zu dem Reaktionssystem
und weitere Reaktion bei einer Temperatur, die um 20 bis
150°C niedriger ist als die obige Rekationstemperatur; (2)
Stoppen des Einführens von nur dem Dimethylamingas in das
Reaktionssystem, während die Reaktionstemperatur um 20 bis
150°C weniger als die Reaktionstemperatur, die oben erwähnt
ist, erniedrigt wird; oder (3) Stoppen der Einführung von nur
dem Dimethylamingas in das Reaktionssystem unmittelbar nach
der Erniedrigung der Reaktionstemperatur, die um 20 bis 150°C
niedriger ist als die Reaktionstemperatur, die oben erwähnt
ist, und weitere Reaktion. Der obige Schritt (1) ist
bevorzugt.
Nachfolgend wird diese Erfindung detailliert beschrieben.
Der erfindungsgemäß verwendete Katalysator kann jeglicher
Aminierungskatalysator sein, der üblicherweise verwendet
wird, jedoch ist im Hinblick auf die Ausbeute und Qualität
ein Katalysator bevorzugt, der ein Element der Gruppe VIII
enthält. Beispiele des Elementes der Gruppe VIII umfassen Fe,
Co, Ni, Ra, Rh und Pd. Weiterhin umfaßt der erfindungsgemäß
verwendete Katalysator Katalysatoren, die Kupfer und eines
der Übergangsmetallelemente der vierten Periode (mit Ausnahme
von Cr) enthalten, wobei die Katalysatoren ebenfalls ein
Element der Platinmetalle der Gruppe VIII enthalten können.
Als Übergangsmetallelement der vierten Periode ist zumindest
eines, ausgewählt aus Nickel, Cobalt und Zink bevorzugt,
bevorzugt wird Nickel oder Zink insbesondere bevorzugt. Als
Platinmetalle der Gruppe VIII ist zumindest eines, ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend Platin, Palladium und Ruthenium
bevorzugt, Palladium oder Ruthenitim sind insbesondere
bevorzugt.
In dem erfindungsgemäß verwendeten Katalysator sind die
Gewichtsverhältnisse der Metallatome von (Kupfer)/(dem
Übergangmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von
Cr))/(das Platinelement der Gruppe VIII) 0,1 bis 10/1/0 bis
0,5; innerhalb dieses Bereiches können die gewünschten N,N-
Dimethyl-N-alkylamine oder -alkenylamine gemäß dieser
Erfindung effektiv erzeugt werden.
Verschiedene Formen können als geeigneter Katalysator für
diese Erfindung ausgewählt werden. Zum Beispiel kann der
Katalysator zwei oder drei Komponenten aus Kupfer und einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von
Cr) oder Kupfer, ein Übergangsmetallelement der vierten
Periode (mit Ausnahme von Cr) und ein Platinmetall der Gruppe
VIII enthalten. Wenn diese Komponenten in dem Reaktionssystem
als Katalysatorzusammensetzung existieren, entfalten diese
Komponenten die Wirkung durch ihre gegenseitige
Wechselwirkung, und die Zusammensetzung hat selbst eine
essentielle katalytische Funktion.
Der Aktivierungsvorgang ist bei der Reaktion des höheren
Alkohols, des Dimethylamingases und Wasserstoffgases
erforderlich, jedoch sind die Unterschiede der Metallformen
vor dem Aktivierungsvorgang und Zustände davon in dem System
nach dem Aktivierungsvorgang erfindungsgemäß nicht spezifisch
beschränkt, mit der Ausnahme, daß die katalytischen
Leistungen der Kombination aus Kupfer und einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von
Cr) oder der Kombination von Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von
Cr) und einem Platinelement der Gruppe VIII durch den
Aktivierungsvorgang entwickelt werden.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren bestehen die bevorzugten
Formen des Katalysators darin, daß Metallkomponenten homogen
auf angemessenen Trägern getragen werden, und zwar im
Hinblick auf die Stabilisierung der Katalysatormetalle, d. h.
im Hinblick auf die Fixierung der aktiven Oberfläche und der
Dauerhaftigkeit gegenüber der Katalysatorvergiftung.
Wenn die zwei oder drei Komponenten aus Kupfer, einem
Übergangsmetallelement der vierten Periode (mit Ausnahme von
Cr) und einem Platinmetall der Gruppe VIII auf einem Träger
getragen werden, können konventionelle Träger für
Katalysatoren als geeignete Träger verwendet werden. Zum
Beispiel können Alumina, Silica-Alumina, Magnesia,
Titandioxid, Diatomeenerde, Siliziumdioxid, Aktivkohle und
natürlicher und synthetischer Zeolith verwendet werden. Die
Menge der Katalysatormetalle, die auf dem Träger getragen
sind, kann willkürlich gewählt werden, jedoch ist sie
normalerweise 5 bis 70 Gew.% bezogen auf den Träger
bevorzugt.
Verschiedene Trageverfahren können zum Tragen dieser zwei
oder drei Metallkomponenten ausgewählt werden und umfassen
das copräzipitationsverfahren, das Präzipitationsverfahren
und das Ionenaustauschverfahren.
Beispiele des Aktivierungsvorgangs des Katalysators gemäß
dieser Erfindung umfassen Reduktionsvorgänge unter Verwendung
eines Reduktionsmittels wie Wasserstoffgas, Formalin und
Natriumborhydrid.
Die Menge des erfindungsgemäß verwendeten Katalysators ist
bevorzugt 0,05 bis 10 Gew.%, mehr bevorzugt 0,1 bis 2 Gew.%,
bezogen auf den höheren Alkohol.
Der als Ausgangsmaterial erfindungsgemäß verwendete höhere
Alkohol ist ein linearer oder verzweigter, gesättigter oder
ungesättigter aliphatischer Alkohol mit 8 bis 36
Kohlenstoffatomen. Beispiele des Alkohols umfassen
Octylalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Stearylalkohol,
Behenylalkohol, Oleylalkohol und deren Mischungen; und
verzweigte Alkohole wie Fine Oxo Alkohol 180, 180N
(hergestellt von Nissan Chemical Industries Ltd.), Diadol 18G
(hergestellt von Mitsubishi Chemical Industries Ltd.) und
Dovanol 231 (hergestellt von Mitsubishi Petrochemical Co.,
Ltd.).
Erfindungsgemäß ist es ebenfalls notwendig, daß Wasserstoff
in das Reaktionssystem eingeführt und das durch die Reaktion
gebildete Wasser aus dem Rekationssystem entfernt wird,
während die Rekation fortgesetzt wird. Das Verfahren zur
Entfernung des Wassers aus dem Reaktionssystem ist entweder
absatzweise oder kontinuierlich.
Während ein zuvor, zum Beispiel mit Wasserstoffgas
reduzierter Katalysator erfindungsgemäß verwendet werden
kann, kann die Reduktion des Katalysators durch Führen des
Katalysators, der noch nicht reduziert ist, in den Reaktor
zusammen mit der Zufuhr des höheren Alkohols als
Ausgangsmaterial und durch Erhöhen der Temperatur auf
Rekationstemperatur, während das Wasserstoffgas eingeführt
wird, durchgeführt werden. Die Menge des Wasserstoffgases,
das eingeführt wird, ist 1 bis 100 cm³/h, bevorzugt 10 bis 50
cm³/h zu 1 g des höheren Alkohols als Ausgangsmaterial. Das
erwähnte Volumen bezieht sich auf den atmosphärischen Druck.
Wenn zum Beispiel bei einem Druck von 3 atm gearbeitet wird,
wird das Volumen auf 1/3 reduziert.
Um das Ziel dieser Erfindung zu erreichen, wird der
Dimethylamingehalt in dem Gas, das zur Eliminierung des
erzeugten Wassers aus dem Rekationssystem entfernt wird
(nachfolgend mit Entfernungsgas bezeichnet) so eingestellt,
daß es 1 bis 50 Vol.%, bevorzugt 5 bis 30 Vol.% gemäß dieser
Erfindung ausmacht.
Zusätzlich muß die erfindungsgemäße Reaktion bei einem Druck
von atmosphärischem Druck von 100 atm. bei einer Temperatur
von 150 bis 250°C des Reaktionssystems durchgeführt werden.
Wenn der Druck und die Tempratur in den angegebenen Bereich
fallen, kann das Ziel dieser Erfindung erreicht werden.
Wenn weiterhin die Reaktionsrate des höheren Alkohols 90 bis
99%, bevorzugt 93 bis 98% erreicht, läuft einer der folgenden
Schritte ab: (1) Stoppen der Einfuhr von nur dem
Dimethylamingas in das Reaktionssystem und weitere Reaktion
bei einer Temperatur, die um 20 bis 150°C niedriger ist als
die obige Rekationstemperatur; (2) Stoppen der Einfuhr von
nur dem Dimethylamingas in das Reaktionssystem, während die
Reaktionstemperatur erniedrigt wird, so daß sie um 20 bis
150°C niedriger ist als die Rekationstemperatur, die oben
erwähnt ist, und weitere Reaktion; oder (3) Stoppen der
Einfuhr von nur dem Dimethylamingas in das Rekationssystem
unmittelbar nach der Erniedrigung der Reaktionstemperatur um
20 bis 150°C weniger als die Reaktionstemperatur, die oben
erwähnt ist, und weitere Rekation. Die Temperatur, die
niedriger ist als die oben erwähnte Rekationstemperatur, ist
bevorzugt 160 bis 185°C. Durch diesen Schritt kann ein N,N-
Dimethyl-N-alkylamin oder N,N-Dimethyl-N-alkenylamin mit
einer guten Farbtonstabilität erhalten werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird nachfolgend erläutert.
Der höhere Alkohol als Ausgangsmaterial und Katalysator
werden in einen Reaktionskessel gegeben, der mit einem
Einführrohr für das Wasserstoffgas oder Stickstoffgas und mit
einer Reinigungssäule ausgerüstet ist. Die Menge des
zuzugebenden Katalysators ist willkürlich, liegt aber
üblicherweise in dem Bereich von 0,05 bis 10 Gew.%, bezogen
auf den zugegebenen Alkohol. Wenn die Katalysatorreduktion in
dem Reaktionssystem durchgeführt wird, wird der innere Gehalt
des Reaktionssystems durch Stickstoffgas ersetzt, dann wird,
während Wasserstoffgas eingeführt wird, die Temperatur bis
zur Reduktionstemperatur erhöht, die für 0,5 bis 3 Stunden
gehalten wird. Die Reduktion wird üblicherwiese bei 160 bis
250°C durchgeführt. Nach der Katalysatorreduktion werden die
vorgeschriebene Reaktionstemperatur und der Druck eingestellt.
Die Reaktionstemperatur ist 150 bis 250°C, bevorzugt 180 bis
230°C. Der Reaktionsdruck ist atmosphärischer Druck bis 100
atm, bevorzugt atmosphärischer Druck bis 30 atm. Danach wird
das Wasserstoffgas mit einer konstanten Flußrate eingeführt.
Die Menge des in das Rekationssystem eingeführten
Wasserstoffgases ist 1 bis 100 cm³/h, bezogen auf 1 g des
höheren Alkohols als Ausgangsmaterial.
Dann wird das Dimethylamin eingeführt, und die Reaktion wird
gestartet. Die Einführmenge des Dimethylamingases wird so
eingestellt, daß der Dimethylamingehalt in dem Entfernungsgas
1 bis 50 Vol.% ist. Von der Reaktion werden Proben genommen,
wobei eine Gaschromatographie verwendet wird. Wenn 90 bis 99%
des höheren Alkohols reagiert haben, läuft einer der
folgenden Schritte ab: (1) Stoppen der Einfuhr von nur dem
Dimethylamingas in das Reaktionssystem und weitere Reaktion
bei einer Temperatur, die um 20 bis 150°C niedriger ist als
die obige Rekationstemperatur; (2) Stoppen der Einfuhr von
nur dem Dimethylamingas in das Reaktionssystem, während die
Reaktionstemperatur erniedrigt wird, so daß sie um 20 bis
150°C niedriger ist als die Rekationstemperatur, die oben
erwähnt ist, und weitere Reaktion; oder (3) Stoppen der
Einfuhr von nur dem Dimethylamingas in das Rekationssystem
unmittelbar nach der Erniedrigung der Reaktionstemperatur, so
daß diese um 20 bis 150°C niedriger ist als die
Reaktionstemperatur, die oben erwähnt ist, und weitere
Reaktion. Vorzugsweise kann die Rekation bei einer
Temperatur, die um 25 bis 100°C, bevorzugt 30 bis 50°C
niedriger ist als die erste Rekationstemperatur, für 0,1 bis
5 Stunden, insbesondere für 0,5 bis 2 Stunden ablaufen. Wenn
nur das Wasserstoffgas eingeführt wird, muß die
Rekationstemperatur nicht konstant gehalten werden und kann
innerhalb des oben erwähnten Bereiches variieren. Nach
Vollendung der Reaktion wird der Katalysator durch Filtration
entfernt, und eine Reinigung durch Destillation wird
angewandt, unter Erhalt des Produktes N,N,-Dimethyl-N-
alkylamin oder -alkenylamin.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Beispiele detailliert erläutert.
Die Herstellung der in den Beispielen verwendeten
Katalysatoren wird nachfolgend angegeben.
Kupfer-Nickel (Katalysator A), Kupfer-Nickel-Ruthen
(Katalysator B) und Kupfer-Zink-Ruthen (Katalysator C) wurden
wie folgt hergestellt.
Synthetischer Zeolith wurde in einen 1 Liter Kolben gegeben.
Dazu wurde eine Lösung gegeben, worin Kupfernitrat und
Nickelnitrat in einer ausreichenden Menge Wasser aufgelöst
waren, so daß das Atomgewichtsverhältnis von Cu : Ni 4 : 1 ist.
Die Temperatur der Mischung wurde während des Rührens erhöht.
Bei einer Tempratur von 90°C wurde eine 10%ige wäßrige
Na₂CO₃-Lösung graduell tropfenweise zu dem Kolben gegeben.
Nach 1-stündigem Halten der Lösung wurde das Präzipitat
filtriert, mit Wasser gewaschen, für 10 Stunden bei 100°C
getrocknet und für 3 Stunden bei 600°C gebacken. Das
resultierende Metalloxid war auf dem Träger in einer Menge
von 50 Gew.% getragen, bezogen auf den Träger.
Titandioxid wurde in einen 1 Liter Kolben gegeben. Dazu wurde
eine Lösung gegeben, worin Kupfernitrat, Nickelnitrat und
Ruthenchlorid in Wasser aufgelöst waren, so daß das
Atomgewichtsverhältnis von Cu:Ni:Ru gleich 5 : 1:0,02 war. Die
Temperatur der Mischung wurde unter Rühren erhöht. Bei der
Temperatur von 90°C wurde eine 10%-ige wäßrige Na₂CO₃-Lösung
graduell tropfenweise zu dem Kolben gegeben. Nach Halten für
1 Stunde wurde das Präzipitat filtriert, mit Wasser
gewaschen, bei 100°C für 10 Stunden getrocknet und für 3
Stunden bei 600°C gebacken. Das resultierende Metalloxid war
auf dem Träger in einer Menge von 50 Gew.% getragen, bezogen
auf den Träger.
Synthetischer Zeolith wurde in einer 1 Liter Kolben gegeben.
Dazu wurde eine Lösung gegeben, worin Kupfernitrat,
Zinknitrat und Ruthenchlorid in Wasser aufgelöst waren, so
daß das Atomgewichtsverhältnis von Cu:Zn:Ru 8 : 2:0,01 war. Die
Temperatur der Mischung wurde unter Rühren erhöht. Bei einer
Tempratur von 90°C wurde eine 10%-ige wäßrige Na₂CO₃ Lösung
graduell tropfenweise zu dem Kolben gegeben. Nach Halten für
1 Stunde wurde das Präzipitat filtriert, mit Wasser
gewaschen, bei 100°C für 9 Stunden getrocknet und für 1
Stunde bei 600°C gebacken. Das resultierende Metalloxid war
auf dem Träger in einer Menge von 50 Gew.% getragen, bezogen
auf den Träger.
1200 g Stearylalkohol (Kalcohl-80, hergestellt von Kao
Corporation) und 6 g (0,5 Gew.% bezogen auf den Alkohol als
Ausgangsmaterial) des Katalysators A, B oder C wurden in
einen trennbaren 2 Liter Kolben gegeben. Während die Mischung
gerührt wurde, wurde das Innere des Systems durch Stickstoff
ersetzt, und die Temperatur wurde erhöht. Als die Temperatur
100°C erreichte, wurde Wasserstoffgas in das System bei einer
Flußrate von 20 l/h unter Verwendung eines Flußmeters
geblasen, und die Temperatur wurde auf 180°C erhöht. Diese
Temperatur wurde für 30 Minuten gehalten. Danach wurde die
Temperatur auf 200°C erhöht. Dann wurde das Dimethylamingas
so eingeführt, daß der Dimethylamingehalt in dem
Entfernungsgas 20 Volumen% war, wobei die Reaktion unter
atmosphärischem Druck gestartet wurde. Als die Reaktionsrate
des Alkohols 95% erreichte, wurde mit der Einfuhr des
Dimethylamingases gestoppt. Nur Wasserstoff wurde für etwa 1
Stunde bei der in Tabelle 1 gezeigten Temperatur eingeführt.
Danach wurde der Katalysator durch Filtration entfernt, und
das resultierende N,N-Dimethyl-N-stearylamin wurde im
Hinblick auf den Farbton unter Salzsäurebedingung (N,N-
Dimethyl-N-stearylamin : Salzsäure = 2 : 1
(Gewichtsverhältnis)) durch ein Lovibond-Colorimter
untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
Vergleichsbeispiele wurden unter Verwendung des Katalysators
A für den Fall, bei dem die Wasserstoffbehandlung ohne Senken
der Tempratur durchgeführt wurde, und für den Fall
durchgeführt, bei dem die Wasserstoffbehandlung bei einer
Temperatur von 40°C erfolgte. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 gezeigt.
In der Auswertung des Farbtones in dieser Erfindung müssen
die Werte 10 oder weniger, bevorzugt 5 oder weniger sein.
Wie durch die Ergebnisse gezeigt ist, wurde festgestellt, daß
N,N-Dimethyl-N-alkylamin oder N,N-Dimethyl-N-alkenylamin mit
hoher Qualität und ausgezeichneter Farbtonstabilität durch
das erfindungsgemäße Verfahren erzeugt werden können.
Der in Tabelle 2 angegebene höhere Alkohol und Dimethylamin
wurden auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 in der Gegenwart
des Katalysators A bei einer Rekationstemperatur von 210°C
reagiert, wobei die Wasserstoffbehandlung bei 180°C erfolgte.
Das resultierende N,N-Dimethyl-N-alkylamin wurde im Hinblick
auf den Farbton unter saurer Bedingung auf gleiche Weise wie
bei Beispiel 1 untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
gezeigt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann N,N-Dimethyl-N-
alkylamin oder N,N-Dimethyl-N-alkenylamin mit einer
ausgezeichneten Farbtonstabilität und mit höher Qualität
erzeugt werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Erzeugung von N,N-Dimethyl-N-alkylamin
oder -alkenylamin durch Reaktion eines höheren Alkohols und
Dimethylamin unter folgenden Bedingungen:
- (a) Reaktion in der Gegenwart eines Katalysators;
- (b) Reaktion des höheren Alkohols und des Dimethylamins bei atmosphärischem Druck bis 100 atm;
- (c) Reaktion bei 150 bis 250°C;
- (d) Reaktion unter Entfernung des durch die Reaktion erzeugten Wassers aus dem Reaktionssystem durch Einführen von Dimethylamingas und Wasserstoffgas; und
- (e) wenn die Reaktionsrate des höheren Alkohols 90 bis 99% erreicht hat:
- (1) Stoppen der Einfuhr von nur dem Dimethylamingas in das Reaktionssystem und weitere Rekation bei einer Temperatur, die um 20 bis 150°C niedriger ist als die obige Reaktionstemperatur;
- (2) Stoppen der Einfuhr von nur dem Dimethylamingas in das Rekationssystem, während die Temperatur erniedrigt wird, so daß sie um 20 bis 150°C niedriger ist als die oben erwähnte Rekationstemperatur, und weitere Reaktion; oder
- (3) Stoppen der Einfuhr von nur dem Dimethylamingas in das Reaktionssystem unmittelbar nach dem Absenken der Temperatur um 20 bis 150°C weniger als die oben erwähnte Reaktionstemperatur, und weitere Reaktion.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
worin der Katalysator ein Element der Gruppe VIII als eine
essentielle Komponente umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
worin das Gewichtsverhältnis der Metallatome von Kupfer/dem
Übergangsmetall der vierten Periode der Gruppe VIII mit
Ausnahme von Cr/das Platinmetall der Gruppe VIII in dem
Bereich von 0,1 bis 10/1/0 bis 0,5 in dem Katalysator ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
worin die Reaktionstemperatur bei der Einführung von nur dem
Wasserstoffgas in das Reaktionssystem um 25 bis 100°C weniger
ist als die Reaktionstemperatur bei der Einfuhr des
Dimethylamingases und Wasserstoffgases.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
worin die Menge des in das Reaktionssystem eingeführten
Wasserstoffgases 1 bis 100 cm³/h ist, bezogen auf 1 g des
höheren Alkohols als Ausgangsmaterial.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
worin die Reaktion durchgeführt wird, während die Menge des
Dimethylamins, das in dem Gas enthalten ist, das aus dem
Reaktionssystem zur Eliminierung des erzeugten Wassers
entfernt wird, auf 1 bis 50 Volumen% des freigesetzten Gases
eingestellt wird.
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1996
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