DE19637769C1 - System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr - Google Patents
System und Verfahren für den bargeldlosen ZahlungsverkehrInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein System und ein Verfahren
für den bargeldlosen Zahlungsverkehr von Konto zu Konto mit
Hilfe einer Überweisungsvorrichtung, die Eingabe- und Aus
gabemedien aufweist, einer von dieser automatisch lesbaren,
einen Speicher mit festen Daten enthaltenden Berechtigungs
karte und einem Speicherlesegerät, das als Eingangsmedium eine
Leseinstallation für die Berechtigungskarte und als Ausgangs
medium einen Kabelanschluß aufweist.
Systeme mit Überweisungsvorrichtung und Berechtigungskarte,
insbesondere mit unmittelbarer Leitungsverbindung zur zustän
digen Bank, sind vielfach bekannt. Sie werden an Tankstellen,
bei Kaufhaus-Kassen usw. eingesetzt. Die Eingabe der Zahlungs
daten erfolgt durch das Kassenpersonal zumeist per Tastatur,
jedoch ist auch die Eingabe über einen von der Ware oder ihrer
Verpackung abgelesenen Strichcode bekannt, der zur Erkennung
und Identifizierung der Ware sowie für Buchhaltungsvorgänge
dient. Das Einlesen der Karte dient zum Registrieren der
Käuferdaten, während der eigentliche Zahlungsvorgang entweder
per Lastschrift (Unterschrift des Kunden nötig) oder über
Abbuchung geschieht.
Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist auch durch private oder
gewerbliche Bankkunden auf dem Wege der Datenfernübertragung
über Kabel, insbesondere über Modem und Telefonleitung oder
über das ISDN (digitales Netz mit integrierten Diensten)
bekannt.
Für spezielle Anwendungen sind auch Speicherkarten bekannt,
die ein vorbezahltes Guthaben enthalten, insbesondere für
Fernsprechautomaten, neuerdings auch als Bargeldkarte.
Ein Großteil der Bankkunden, insbesondere der Privatkunden,
bedient sich jedoch nach wie vor des beleggebundenen Zahlungs
verkehrs. Die Bearbeitung und der Transport der Belege ist
aber zeit- und kostenintensiv, da erhebliche Personal- und
Sachkosten anfallen. In der internen Kostenrechnung der Banken
hat die Bearbeitung beleggebundener Zahlungsanweisungen,
nämlich von Schecks und Überweisungen, einen wachsenden ko
stentreibenden Einfluß. Der Übergang zu den Möglichkeiten des
elektronischen Zahlungsverkehrs ist indessen bei einem gewis
sen Anteil der beteiligten Verkehrskreise nicht durchführbar,
da die Technik dieses Zahlungsverkehrs doch eine gewisse
Geräteausstattung, Anpassung und laufende Übung voraussetzt.
Demgegenüber soll durch die Erfindung durch die Einführung
eines einfachen, preiswerten Mediums, das leicht bedienbar
ist, der beleggebundene Zahlungsverkehr auch solchen Teilneh
mern am Geldverkehr ermöglicht werden, die bisher gegenüber
den bisherigen Techniken Hemmungen hatten.
Dies wird, ausgehend von einem System der eingangs genannten
Art, gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Berechti
gungskarte einen als nicht flüchtigen Schreib-Lese-Speicher
ausgebildeten Speicher zum Speichern der Daten von Überwei
sungsaufträgen aufweist. Vorzugsweise hat der Speicher der
Berechtigungskarte Speicherplatz für eine Mehrzahl von Über
weisungsaufträgen, und umfassen die Eingabemedien der Über
weisungsvorrichtung einen Strichcodeleser und eine alphanume
rische Tastatur.
Mit dem erfindungsgemäßen System ist ein Verfahren zum bar
geldlosen Zahlungsverkehr durchführbar, bei dem der Zahlungs
pflichtige zuhause in Ruhe seine Überweisungsaufträge in die
Karte speichert und elektronisch auslesbar zur Bank bringt,
und zwar weiterhin gemäß einer vorzugsweisen Durchführungsform
so, daß, wenn der Rechnungssteller seine Rechnungen mit einem
Strichcode versieht, der mindestens die allgemeinen Daten des
Rechnungsstellers, vorzugsweise aber zusätzlich auch noch
rechnungsindividuelle Daten umfaßt, der Kunde mit Hilfe des
optionalen Strichcodelesers des Systems diese Daten in die
Überweisungsvorrichtung einliest und sie im Rahmen eines
Überweisungsauftrags über den Speicher der Berechtigungskarte
seiner Bank übergibt. Die Karte dient hierbei als Transferkar
te, die die schriftlichen Überweisungsaufträge ersetzt. Eben
falls kann die Währung der Überweisung automatisch auf der
Karte eingesetzt werden, dies wird in besonderem Maße bei der
Einführung des Euro eine Rolle spielen können.
In der Bank selbst steht ein der Überweisungsvorrichtung
entsprechendes Gerät mit einer Karten-Lese-Installation und
mit Kabelverbindung direkt zur Bank-Buchungseinrichtung, oder
ein Nur-Speicherlesegerät, beide zum Zweck des Lesens der
bespeicherten Berechtigungskarten, die die Kunden eingeben,
nachdem sie zu Hause ihre Überweisungsaufträge aufgespeichert
haben, und vorzugsweise ebenfalls mit einem Strichcodeleser,
mit dessen Hilfe der einzelne Kunde auch unmittelbar seine
mitgebrachten Rechnungen erledigen kann. Vorzugsweise umfaßt
das Speicherlesegerät auch eine Speicherlöscheinrichtung zum
selektiven Löschen der Daten einzelner Überweisungen, die also
nach Einlesung und Freigabe, gegebenenfalls auch nach soforti
gem Druck eines Belegs, auf der Berechtigungskarte gelöscht
werden. Diese Einrichtung kann gegebenenfalls auch zusätzlich
in vorhandenen Geräten installiert werden.
Die Überweisungsvorrichtung, gegebenenfalls auch das Speicher
lesegerät, sind vorzugsweise noch mit einem internen Speicher,
einem Drucker und/oder einer darstellenden Anzeigevorrichtung
für die Daten der einzelnen Überweisungsaufträge ausgestattet,
um eine Wiederholung, eine Überprüfung bzw. eine Bestätigung
der Erledigung der einzelnen Rechnung zu ermöglichen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfin
dung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevor
zugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeich
nung. Die einzige Figur zeigt schematisch eine Ausführungsform
des Systems und die Durchführung des Verfahrens.
Ein wichtiger Bestandteil des Systems und ein Vehikel für
gespeicherte Daten von Überweisungsaufträgen ist eine Karte
1, die zugleich ein Berechtigungsausweis und eine Über
weisungsauftrags-Transferkarte ist.
Die Karte 1 enthält eine Speicherung von individualisierenden
Daten auf einem Magnetstreifen 2, wobei zu diesen Daten Name,
Bankleitzahl und Kontonummer des Zahlungspflichtigen sowie
gegebenenfalls Berechtigungsschlüssel gehören, und einen
weiteren Speicherbereich mit Schreib-Lese-Charakteristik,
nämlich eine Speichereinrichtung 3 wie beispielsweise einen
Speicherchip, der in die Karte 1 integriert ist und in den man
Daten, die eine Überweisung betreffen, schreiben kann. Zweck
mäßigerweise ist die im hier beschriebenen System verwendete
Berechtigungs- und Transferkarte 1 eine kombinierte Karte,
nämlich zugleich eine Scheckkarte oder eine Kreditkarte.
Der Zahlungspflichtige hat zu Hause eine Überweisungsvor
richtung 5, beispielsweise mit einer Grundfläche, die maximal
die Ausmaße 21.15 cm2 (DIN A5) hat. Für die Eingabe in die
Überweisungsvorrichtung 5 weist diese einen Strichcodeleser
6 auf, der beim beschriebenen Beispiel als Lasergriffel dar
gestellt ist, mit dem der Benützer über den Strichcode
streicht. Alternativ kommen auch Leseleisten, Leserollen oder
dergleichen in Frage. Der Strichcodeleser 6 ist über ein Kabel
7 an den Gerätekörper der Überweisungsvorrichtung 5 ange
schlossen, oder direkt in den Gerätekörper integriert. Als
weitere Eingabemöglichkeit hat diese eine Tastatur 8, wobei
die Zeichnung nur deren einfachste Form, nämlich eine rein
numerische Tastatur, zeigt. Zweckmäßiger ist eine alphanumeri
sche Tastatur, mit der auch Text eingegeben werden kann.
Schließlich ist als Eingabe noch eine Kartenleseinstallation
9 für die in einen Einsteckschlitz 10 einschiebbare Karte 1
vorhanden.
Die Rechnung 11 eines Rechnungsstellers enthält einen Strich
code 12. Der Strichcode umfaßt in einer standardisierten Form
bei einer einfacheren Anwendung des Systems feste Angaben über
den Rechnungssteller, nämlich seinen Namen, seine Bankleitzahl
und seine Kontonummer, was fest auf dem Rechnungsformular
aufgedruckt sein kann; oder bei einer differenzierteren Form
zusätzlich die Rechnungsnummer und den Rechnungsbetrag, was
voraussetzt, daß der Strichcode bei der Rechnungserstellung
jeweils entsprechend den Rechnungsdaten mit ausgedruckt wird;
oder, noch differenzierter, zusätzlich noch das Rechnungsdatum
und den Netto-Rechnungsbetrag abzüglich Skonto bei Bezahlung
bis zu einem gegebenen weiteren Datum; weitere differenzieren
de Daten, Ergänzungen oder Aufteilungen der Rechnungsdaten
sind möglich. Dieser Strichcode ist mit Hilfe des
Strichcodelesers 6 in die Überweisungsvorrichtung 5 einlesbar.
Als Ausgabeeinrichtungen hat die Überweisungsvorrichtung 5
eine Anzeigevorrichtung 17, auf der die Eingaben sofort ge
prüft werden können, einen Drucker 18, der die Vorgänge mit
schreibt und es dem Kunden ermöglicht, seine Eingaben auch
später noch zu überprüfen, einen Kabelausgang 19, der - gege
benenfalls über ein Modem - die an sich bekannte Datenfern
übertragung per Leitung zur Bank ermöglicht, beispielsweise
über den Telefonstecker, und schließlich eine Kartenschreib
installation 20, die ebenfalls an den Einsteckschlitz 10
anschließt.
Der zahlungspflichtige Rechnungsempfänger schiebt seine Karte
1 in den Einsteckschlitz 10 der Überweisungsvorrichtung 5 ein.
Diese prüft die Berechtigung.
Hat er eine nichtkodierte Rechnung, so muß er mit Hilfe der
Tastatur 8 alle Daten, die den Zahlungsempfänger und die
Rechnung betreffen, eingeben. Die eigenen Daten, nämlich Name,
Bankleitzahl und Kontonummer, des Zahlenden entnimmt die
Überweisungsvorrichtung der Karte 1.
Hat die Rechnung einen einfachen Strichcode 12, nämlich einen,
der nur den Namen, die Bankleitzahl und die Kontonummer des
Zahlungsempfängers angibt, so werden diese mit Hilfe des
Strichcodelesers 6 eingegeben. Der Zahlende muß dann noch
Rechnungsnummer und Rechnungsbetrag eintippen.
Ist der Strichcode 12 jedoch ein kompletter Strichcode, so
entfallen auch die letzteren manuellen Eingaben, da sie über
den Strichcodeleser 6 automatisch übernommen und in die Vor
richtung 5 eingegeben werden.
Auf der Anzeigevorrichtung 17 kann der Zahlende die Angaben
überprüfen und im Drucker 18 kann er sich einen Eingabebericht
drucken lassen.
Die Überweisungsvorrichtung 5 kann entsprechend Eingabebefeh
len, die über die Tastatur 8 eingegeben werden, oder auch
automatisch die Eingabedaten über die Kartenschreibinstalla
tion 20 auf die Karte 1 geben. Je nach Programmierung kann für
diesen Vorgang noch die Eingabe einer persönlichen Identifi
zierungsnummer (PIN) erforderlich sein. Die Überweisungsvor
richtung 5 kann intern einen nicht-flüchtigen Speicher enthal
ten, in den die Daten oder einzelne Daten von Überweisungsauf
trägen gespeichert und aus dem sie wieder abgerufen werden
können. Dies erleichtert sich wiederholende Zahlungen.
Es sei angenommen, daß die Karte 1 in ihrem Speicher die
Kapazität zum Speichern von einer Vielzahl von Überweisungen
hat. Der Zahlende gibt mit minimalem persönlichem Zeitaufwand,
insbesondere wenn es sich um Rechnungen mit den Strichcode 12
handelt, eine oder mehrere Überweisungen ein und nimmt sie auf
der Karte 1 gespeichert wieder heraus, um mit der Karte in der
Tasche zu seiner Bank oder zu einem anderen Ort, an dem eine
angepaßte Überweisungsvorrichtung 5 oder ein reines Karten
speicherlesegerät 30 aufgestellt und angeschlossen ist, seine
Überweisungen abzugeben.
Das Kartenspeicherlesegerät 30 umfaßt, ähnlich wie die Über
weisungsvorrichtung 5, einen Einsteckschlitz 31 für die Karten
1, eine Tastatur 32 und eine Anzeigvorrichtung in Form eines
Monitors 33. Zur Verbindung mit der Bank-Buchungseinrichtung
25 existiert eine Steckverbindung 34, außerdem ist das Spei
cherlesegerät 30 mit einem Belegdrucker 35 verbunden. Bei
dieser Ausstattung kann der Zahlende seine bespeicherte Karte
1 in den Einsteckschlitz 31 einschieben, am Monitor 33 die
Vorgänge beobachten und sich am Belegdrucker 35 Belege für die
einzelnen Überweisungen ausdrucken lassen, während die Über
weisungen von der Karte 1 gelesen und über die Steckverbindung
34 unmittelbar an die Buchungseinrichtung 25 gesendet werden.
Zweckmäßigerweise ist das Speicherlesegerät 30 so program
miert, daß nach erfolgreichem Auslesen der einzelnen Über
weisungsaufträge diese selbständig von der Karte gelöscht
werden.
Der Vorgang ist also - je nach Geschwindigkeit des Beleg
druckers, wenn ein solcher in Anspruch genommen wird - bank
seitig innerhalb kürzester Zeit automatisch abgewickelt, so
daß der Bankkunde, wenn überhaupt, dann nur mit kalkulierbaren
kurzen Wartezeiten rechnen muß.
Die Tastatur 32 dient der Eingabe von Befehlen wie Beleg
drucken, Überspringen einzelner Überweisungen, von denen
mittlerweile wieder Abstand genommen werden soll, und/oder,
je nach Programmierung, wiederum der Eingabe einer Geheim
nummer oder persönlichen Identifizierungsnummer.
In nicht dargestellter Weise kann das in der Bank aufgestellte
Gerät 30 auch seinerseits mit einem Strichcodeleser entspre
chend dem Leser 6 der Überweisungsvorrichtung 5 ausgestattet
sein, so daß der Kunde, der keine eigene Überweisungsvor
richtung 5 hat, doch seine mitgebrachten strichkodierten
Rechnungen nach Einschieben seiner Karte 1 mittels Überstrei
chen des Strichcodes beleglos und schnell erledigen kann.
Das System erweist sich also für sämtliche Beteiligten als
vorteilhaft: für den Rechnungssteller, der mit schnellerem
Geldeingang, genauerer Zahlung und niedrigeren Buchungsgebüh
ren der Bank rechnen kann; dem zahlenden Kunden, der keine
Belege ausfüllen muß, die Zahlung von zu Hause erledigen kann,
keine Schreibfehler und Irrtümer befürchten muß, seine Zah
lungsvorgänge registrieren kann und ebenfalls in den Genuß
geringerer Buchungsgebühren kommt; und für die Bank, die den
beleglosen Zahlungsverkehr fördert und an die der Rechnungs
steller und der Zahlende durch die Vorgabe im Strichcode
gebunden sind.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Sicherheit im Zahlungs
verkehr.
Auf der Chipkarte, die von der Hausbank geliefert wird, befin
det sich der elektronische Schlüssel für den Nutzer zum
Verschlüsseln der von ihm in Auftrag gegebenen Überweisung.
Wird die Karte nicht direkt im Schalterraum seiner Hausbank
genutzt, sondern beispielsweise per Telekommunikationsein
richtung übertragen, so kann es für einen unbefugten Dritten
praktisch unmöglich gemacht werden, etwa durch Abhören der
Leitung herauszufinden, welche Überweisungen wohin getätigt
werden sollen, oder gar die Nachricht mißbräuchlich zu manipu
lieren. Hierfür gibt es bekannte Verfahren, wie die DSE-Ver
schlüsselung (Data Encryption Standard), die Blöcke von 64 Bit
mit einem Schlüssel der Länge 56 Bit verschlüsselt (symme
trische Verschlüsselung), oder die RSA-Verschlüsselung, die
ohne das Wissen um einen Schlüssel praktisch unumkehrbar ist
(benannt nach den Initialen seiner Entwickler Rivest, Shamir
und Adleman).
Die Eingabe einer herkömmlichen für jede Überweisung neu zu
verwendende Nummer (herkömmliches Verfahren über BTX) kann
entfallen. Sollte ein unbefugter Dritter in den Besitz der
Chipkarte kommen, so kann die mißbräuchliche Verwendung durch
das Eingeben einer PIN-Nummer (persönlichen Identifizierungs-
Nummer) wirkungsvoll verhindert werden. Es ist praktisch
unmöglich (nur mit extrem hohem Aufwand und der Zerstörung der
Chipkarte), die PIN-Nummer zu erfahren. Diese PIN-Nummer ist
für den Berechtigten zur Autentifikation vom Berechtigten nur
einmal nach dem Einschalten der zuvor beschriebenen Anlage
einzugeben.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, daß die Aufträge mit den
öffentlichen Schlüsseln verschiedener Banken zu verschlüsseln.
Will beispielsweise der Nutzer eine Überweisung von seiner
Bank A auf das Konto des Rechnungsstellers überweisen und hat
nur die Möglichkeit, seine Chipkarte über die Bank B (Schal
terhalle der Bank B oder auch Telekommunikationsanschluß zur
Bank B) zu nutzen, so kann die Bank B die Überweisungen voll
automatisch in einfachster Weise bearbeiten und an die Bank
A weiterleiten. Beispielsweise könnte nach der Entschlüsselung
durch die Bank B nur der Name der Bank A sowie eine weitere
mit dem Schlüssel der Bank A verschlüsselte Nachricht zur
Verfügung stehen. Für die Bank B wäre es hiermit möglich, die
Überweisung weiterzuleiten, ohne daß es ihr möglich ist, den
Absender oder gar den Inhalt, z. B. die Anzahl der Überweisun
gen und Höhe der Überweisung, zu entschlüsseln. Natürlich ist
es je nach Wunsch möglich, nach dem gleichen Verfahren weitere
Informationen für die Bank B zur Verfügung zu stellen (z. B.
Name des Auftraggebers). Für einen außenstehenden Angreifer,
der beispielsweise die Telefonleitung zwischen dem berechtig
ten Nutzer und der Bank B abhört, ist es praktisch unmöglich,
die entscheidenden Informationen zu entnehmen oder gar die
Nachricht zu eigenem Nutzen zu fälschen.
Dieses Verfahren kann selbstverständlich auch zu einer wei
tergehenden Anonymisierung genutzt werden. Die Banken können
elektronische "Banknoten" mit fortlaufenden Identifikations
nummern herausgeben, die verschlüsselt telefonisch oder per
Bankautomat in der Schalterhalle auf die Chipkarte gespielt
werden. Mit dem oben ausgeführten Verschlüsselungsverfahren
können nun Rechnungen (wie mit Bargeld) beglichen werden,
wobei letztlich die Banken nur noch zu prüfen haben, ob eine
elektronische Banknote mit ihrer Identifikationsnummer schon
eingelöst worden ist.
Alle hier beschriebenen Verfahren sind in jedem Fall erheblich
sicherer als etwa die bisherige Vorgehensweise über BTX.
Claims (11)
1. System für den bargeldlosen Zahlungsverkehr von Konto zu
Konto mit einer Überweisungsvorrichtung (5), die Eingabe-
und Ausgabemedien aufweist, einer von dieser automatisch
lesbaren, einen Speicher mit festen Daten enthaltenden
Berechtigungskarte (1) und einem Speicherlesegerät (30),
das als Eingangsmedium eine Leseinstallation für die
Berechtigungskarte (1) und als Ausgangsmedium einen
Kabelanschluß (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Berechtigungskarte (1) einen als nicht flüchtigen
Schreib-Lese-Speicher ausgebildeten Speicher zum Spei
chern der Daten von Überweisungsaufträgen aufweist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Speicher der Berechtigungskarte (1) Speicherplatz für
eine Mehrzahl von Überweisungsaufträgen hat.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Eingabemedium
eine Lese-Installation (9) zum Lesen des Speichers der
Daten der Überweisungsaufträge enthält.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Ein
gabemedium einen Strichcodeleser (6) enthält.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Ein
gabemedium eine alphanumerische Tastatur (8) enthält.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder
das Speicherlesegerät (30) einen Speicher für die Daten
von Überweisungsaufträgen aufweisen.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder
das Speicherlesegerät (30) einen Anschluß für einen
Drucker (18, 35) aufweisen.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder
das Speicherlesegerät (30) eine Anzeigevorrichtung (17,
33) aufweisen.
9. Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Hilfe
des Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die in die Überweisungsvorrichtung
(5) eingegebenen Daten in dieser auf die Berechtigungs
karte (1) gespeichert werden, die Berechtigungskarte von
einem bei der Bank aufgestellten Speicherlesegerät (30)
gelesen wird und die Daten in einer Buchungseinrichtung
(25) abgearbeitet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
Rechnungen, von denen Daten in die Überweisungsvorrichtung (5)
eingegeben werden, mit einem Strichcode (12) versehen werden,
der mindestens die allgemeinen Daten des Rechnungsstel
lers kodiert umfaßt, und daß mit Hilfe eines Strichcode
lesers (6) des Systems diese Daten in die Überweisungs
vorrichtung (5) eingelesen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die mit dem Strichcode versehenen Rechnungen mit einem
solchen Strichcode (12) versehen werden, der zusätzlich
zu den allgemeinem Daten auch noch rechnungsindividuelle
Daten kodiert enthält.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996137769 DE19637769C1 (de) | 1996-09-16 | 1996-09-16 | System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr |
| PCT/EP1997/005071 WO1998011518A2 (de) | 1996-09-16 | 1997-09-16 | System und verfahren für den bargeldlosen zahlungsverkehr |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996137769 DE19637769C1 (de) | 1996-09-16 | 1996-09-16 | System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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| DE1996137769 Expired - Fee Related DE19637769C1 (de) | 1996-09-16 | 1996-09-16 | System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr |
Country Status (2)
| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |