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DE19637769C1 - System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr - Google Patents

System und Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr

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DE19637769C1
DE19637769C1 DE1996137769 DE19637769A DE19637769C1 DE 19637769 C1 DE19637769 C1 DE 19637769C1 DE 1996137769 DE1996137769 DE 1996137769 DE 19637769 A DE19637769 A DE 19637769A DE 19637769 C1 DE19637769 C1 DE 19637769C1
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Michael Dr Schoenemann
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APS ADVANCED PAYMENT SYSTEMS A
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    • GPHYSICS
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein System und ein Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr von Konto zu Konto mit Hilfe einer Überweisungsvorrichtung, die Eingabe- und Aus­ gabemedien aufweist, einer von dieser automatisch lesbaren, einen Speicher mit festen Daten enthaltenden Berechtigungs­ karte und einem Speicherlesegerät, das als Eingangsmedium eine Leseinstallation für die Berechtigungskarte und als Ausgangs­ medium einen Kabelanschluß aufweist.
Systeme mit Überweisungsvorrichtung und Berechtigungskarte, insbesondere mit unmittelbarer Leitungsverbindung zur zustän­ digen Bank, sind vielfach bekannt. Sie werden an Tankstellen, bei Kaufhaus-Kassen usw. eingesetzt. Die Eingabe der Zahlungs­ daten erfolgt durch das Kassenpersonal zumeist per Tastatur, jedoch ist auch die Eingabe über einen von der Ware oder ihrer Verpackung abgelesenen Strichcode bekannt, der zur Erkennung und Identifizierung der Ware sowie für Buchhaltungsvorgänge dient. Das Einlesen der Karte dient zum Registrieren der Käuferdaten, während der eigentliche Zahlungsvorgang entweder per Lastschrift (Unterschrift des Kunden nötig) oder über Abbuchung geschieht.
Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist auch durch private oder gewerbliche Bankkunden auf dem Wege der Datenfernübertragung über Kabel, insbesondere über Modem und Telefonleitung oder über das ISDN (digitales Netz mit integrierten Diensten) bekannt.
Für spezielle Anwendungen sind auch Speicherkarten bekannt, die ein vorbezahltes Guthaben enthalten, insbesondere für Fernsprechautomaten, neuerdings auch als Bargeldkarte.
Ein Großteil der Bankkunden, insbesondere der Privatkunden, bedient sich jedoch nach wie vor des beleggebundenen Zahlungs­ verkehrs. Die Bearbeitung und der Transport der Belege ist aber zeit- und kostenintensiv, da erhebliche Personal- und Sachkosten anfallen. In der internen Kostenrechnung der Banken hat die Bearbeitung beleggebundener Zahlungsanweisungen, nämlich von Schecks und Überweisungen, einen wachsenden ko­ stentreibenden Einfluß. Der Übergang zu den Möglichkeiten des elektronischen Zahlungsverkehrs ist indessen bei einem gewis­ sen Anteil der beteiligten Verkehrskreise nicht durchführbar, da die Technik dieses Zahlungsverkehrs doch eine gewisse Geräteausstattung, Anpassung und laufende Übung voraussetzt.
Demgegenüber soll durch die Erfindung durch die Einführung eines einfachen, preiswerten Mediums, das leicht bedienbar ist, der beleggebundene Zahlungsverkehr auch solchen Teilneh­ mern am Geldverkehr ermöglicht werden, die bisher gegenüber den bisherigen Techniken Hemmungen hatten.
Dies wird, ausgehend von einem System der eingangs genannten Art, gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Berechti­ gungskarte einen als nicht flüchtigen Schreib-Lese-Speicher ausgebildeten Speicher zum Speichern der Daten von Überwei­ sungsaufträgen aufweist. Vorzugsweise hat der Speicher der Berechtigungskarte Speicherplatz für eine Mehrzahl von Über­ weisungsaufträgen, und umfassen die Eingabemedien der Über­ weisungsvorrichtung einen Strichcodeleser und eine alphanume­ rische Tastatur.
Mit dem erfindungsgemäßen System ist ein Verfahren zum bar­ geldlosen Zahlungsverkehr durchführbar, bei dem der Zahlungs­ pflichtige zuhause in Ruhe seine Überweisungsaufträge in die Karte speichert und elektronisch auslesbar zur Bank bringt, und zwar weiterhin gemäß einer vorzugsweisen Durchführungsform so, daß, wenn der Rechnungssteller seine Rechnungen mit einem Strichcode versieht, der mindestens die allgemeinen Daten des Rechnungsstellers, vorzugsweise aber zusätzlich auch noch rechnungsindividuelle Daten umfaßt, der Kunde mit Hilfe des optionalen Strichcodelesers des Systems diese Daten in die Überweisungsvorrichtung einliest und sie im Rahmen eines Überweisungsauftrags über den Speicher der Berechtigungskarte seiner Bank übergibt. Die Karte dient hierbei als Transferkar­ te, die die schriftlichen Überweisungsaufträge ersetzt. Eben­ falls kann die Währung der Überweisung automatisch auf der Karte eingesetzt werden, dies wird in besonderem Maße bei der Einführung des Euro eine Rolle spielen können.
In der Bank selbst steht ein der Überweisungsvorrichtung entsprechendes Gerät mit einer Karten-Lese-Installation und mit Kabelverbindung direkt zur Bank-Buchungseinrichtung, oder ein Nur-Speicherlesegerät, beide zum Zweck des Lesens der bespeicherten Berechtigungskarten, die die Kunden eingeben, nachdem sie zu Hause ihre Überweisungsaufträge aufgespeichert haben, und vorzugsweise ebenfalls mit einem Strichcodeleser, mit dessen Hilfe der einzelne Kunde auch unmittelbar seine mitgebrachten Rechnungen erledigen kann. Vorzugsweise umfaßt das Speicherlesegerät auch eine Speicherlöscheinrichtung zum selektiven Löschen der Daten einzelner Überweisungen, die also nach Einlesung und Freigabe, gegebenenfalls auch nach soforti­ gem Druck eines Belegs, auf der Berechtigungskarte gelöscht werden. Diese Einrichtung kann gegebenenfalls auch zusätzlich in vorhandenen Geräten installiert werden.
Die Überweisungsvorrichtung, gegebenenfalls auch das Speicher­ lesegerät, sind vorzugsweise noch mit einem internen Speicher, einem Drucker und/oder einer darstellenden Anzeigevorrichtung für die Daten der einzelnen Überweisungsaufträge ausgestattet, um eine Wiederholung, eine Überprüfung bzw. eine Bestätigung der Erledigung der einzelnen Rechnung zu ermöglichen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfin­ dung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevor­ zugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeich­ nung. Die einzige Figur zeigt schematisch eine Ausführungsform des Systems und die Durchführung des Verfahrens.
Ein wichtiger Bestandteil des Systems und ein Vehikel für gespeicherte Daten von Überweisungsaufträgen ist eine Karte 1, die zugleich ein Berechtigungsausweis und eine Über­ weisungsauftrags-Transferkarte ist.
Die Karte 1 enthält eine Speicherung von individualisierenden Daten auf einem Magnetstreifen 2, wobei zu diesen Daten Name, Bankleitzahl und Kontonummer des Zahlungspflichtigen sowie gegebenenfalls Berechtigungsschlüssel gehören, und einen weiteren Speicherbereich mit Schreib-Lese-Charakteristik, nämlich eine Speichereinrichtung 3 wie beispielsweise einen Speicherchip, der in die Karte 1 integriert ist und in den man Daten, die eine Überweisung betreffen, schreiben kann. Zweck­ mäßigerweise ist die im hier beschriebenen System verwendete Berechtigungs- und Transferkarte 1 eine kombinierte Karte, nämlich zugleich eine Scheckkarte oder eine Kreditkarte.
Der Zahlungspflichtige hat zu Hause eine Überweisungsvor­ richtung 5, beispielsweise mit einer Grundfläche, die maximal die Ausmaße 21.15 cm2 (DIN A5) hat. Für die Eingabe in die Überweisungsvorrichtung 5 weist diese einen Strichcodeleser 6 auf, der beim beschriebenen Beispiel als Lasergriffel dar­ gestellt ist, mit dem der Benützer über den Strichcode streicht. Alternativ kommen auch Leseleisten, Leserollen oder dergleichen in Frage. Der Strichcodeleser 6 ist über ein Kabel 7 an den Gerätekörper der Überweisungsvorrichtung 5 ange­ schlossen, oder direkt in den Gerätekörper integriert. Als weitere Eingabemöglichkeit hat diese eine Tastatur 8, wobei die Zeichnung nur deren einfachste Form, nämlich eine rein numerische Tastatur, zeigt. Zweckmäßiger ist eine alphanumeri­ sche Tastatur, mit der auch Text eingegeben werden kann. Schließlich ist als Eingabe noch eine Kartenleseinstallation 9 für die in einen Einsteckschlitz 10 einschiebbare Karte 1 vorhanden.
Die Rechnung 11 eines Rechnungsstellers enthält einen Strich­ code 12. Der Strichcode umfaßt in einer standardisierten Form bei einer einfacheren Anwendung des Systems feste Angaben über den Rechnungssteller, nämlich seinen Namen, seine Bankleitzahl und seine Kontonummer, was fest auf dem Rechnungsformular aufgedruckt sein kann; oder bei einer differenzierteren Form zusätzlich die Rechnungsnummer und den Rechnungsbetrag, was voraussetzt, daß der Strichcode bei der Rechnungserstellung jeweils entsprechend den Rechnungsdaten mit ausgedruckt wird; oder, noch differenzierter, zusätzlich noch das Rechnungsdatum und den Netto-Rechnungsbetrag abzüglich Skonto bei Bezahlung bis zu einem gegebenen weiteren Datum; weitere differenzieren­ de Daten, Ergänzungen oder Aufteilungen der Rechnungsdaten sind möglich. Dieser Strichcode ist mit Hilfe des Strichcodelesers 6 in die Überweisungsvorrichtung 5 einlesbar.
Als Ausgabeeinrichtungen hat die Überweisungsvorrichtung 5 eine Anzeigevorrichtung 17, auf der die Eingaben sofort ge­ prüft werden können, einen Drucker 18, der die Vorgänge mit­ schreibt und es dem Kunden ermöglicht, seine Eingaben auch später noch zu überprüfen, einen Kabelausgang 19, der - gege­ benenfalls über ein Modem - die an sich bekannte Datenfern­ übertragung per Leitung zur Bank ermöglicht, beispielsweise über den Telefonstecker, und schließlich eine Kartenschreib­ installation 20, die ebenfalls an den Einsteckschlitz 10 anschließt.
Der zahlungspflichtige Rechnungsempfänger schiebt seine Karte 1 in den Einsteckschlitz 10 der Überweisungsvorrichtung 5 ein. Diese prüft die Berechtigung.
Hat er eine nichtkodierte Rechnung, so muß er mit Hilfe der Tastatur 8 alle Daten, die den Zahlungsempfänger und die Rechnung betreffen, eingeben. Die eigenen Daten, nämlich Name, Bankleitzahl und Kontonummer, des Zahlenden entnimmt die Überweisungsvorrichtung der Karte 1.
Hat die Rechnung einen einfachen Strichcode 12, nämlich einen, der nur den Namen, die Bankleitzahl und die Kontonummer des Zahlungsempfängers angibt, so werden diese mit Hilfe des Strichcodelesers 6 eingegeben. Der Zahlende muß dann noch Rechnungsnummer und Rechnungsbetrag eintippen.
Ist der Strichcode 12 jedoch ein kompletter Strichcode, so entfallen auch die letzteren manuellen Eingaben, da sie über den Strichcodeleser 6 automatisch übernommen und in die Vor­ richtung 5 eingegeben werden.
Auf der Anzeigevorrichtung 17 kann der Zahlende die Angaben überprüfen und im Drucker 18 kann er sich einen Eingabebericht drucken lassen.
Die Überweisungsvorrichtung 5 kann entsprechend Eingabebefeh­ len, die über die Tastatur 8 eingegeben werden, oder auch automatisch die Eingabedaten über die Kartenschreibinstalla­ tion 20 auf die Karte 1 geben. Je nach Programmierung kann für diesen Vorgang noch die Eingabe einer persönlichen Identifi­ zierungsnummer (PIN) erforderlich sein. Die Überweisungsvor­ richtung 5 kann intern einen nicht-flüchtigen Speicher enthal­ ten, in den die Daten oder einzelne Daten von Überweisungsauf­ trägen gespeichert und aus dem sie wieder abgerufen werden können. Dies erleichtert sich wiederholende Zahlungen.
Es sei angenommen, daß die Karte 1 in ihrem Speicher die Kapazität zum Speichern von einer Vielzahl von Überweisungen hat. Der Zahlende gibt mit minimalem persönlichem Zeitaufwand, insbesondere wenn es sich um Rechnungen mit den Strichcode 12 handelt, eine oder mehrere Überweisungen ein und nimmt sie auf der Karte 1 gespeichert wieder heraus, um mit der Karte in der Tasche zu seiner Bank oder zu einem anderen Ort, an dem eine angepaßte Überweisungsvorrichtung 5 oder ein reines Karten­ speicherlesegerät 30 aufgestellt und angeschlossen ist, seine Überweisungen abzugeben.
Das Kartenspeicherlesegerät 30 umfaßt, ähnlich wie die Über­ weisungsvorrichtung 5, einen Einsteckschlitz 31 für die Karten 1, eine Tastatur 32 und eine Anzeigvorrichtung in Form eines Monitors 33. Zur Verbindung mit der Bank-Buchungseinrichtung 25 existiert eine Steckverbindung 34, außerdem ist das Spei­ cherlesegerät 30 mit einem Belegdrucker 35 verbunden. Bei dieser Ausstattung kann der Zahlende seine bespeicherte Karte 1 in den Einsteckschlitz 31 einschieben, am Monitor 33 die Vorgänge beobachten und sich am Belegdrucker 35 Belege für die einzelnen Überweisungen ausdrucken lassen, während die Über­ weisungen von der Karte 1 gelesen und über die Steckverbindung 34 unmittelbar an die Buchungseinrichtung 25 gesendet werden. Zweckmäßigerweise ist das Speicherlesegerät 30 so program­ miert, daß nach erfolgreichem Auslesen der einzelnen Über­ weisungsaufträge diese selbständig von der Karte gelöscht werden.
Der Vorgang ist also - je nach Geschwindigkeit des Beleg­ druckers, wenn ein solcher in Anspruch genommen wird - bank­ seitig innerhalb kürzester Zeit automatisch abgewickelt, so daß der Bankkunde, wenn überhaupt, dann nur mit kalkulierbaren kurzen Wartezeiten rechnen muß.
Die Tastatur 32 dient der Eingabe von Befehlen wie Beleg­ drucken, Überspringen einzelner Überweisungen, von denen mittlerweile wieder Abstand genommen werden soll, und/oder, je nach Programmierung, wiederum der Eingabe einer Geheim­ nummer oder persönlichen Identifizierungsnummer.
In nicht dargestellter Weise kann das in der Bank aufgestellte Gerät 30 auch seinerseits mit einem Strichcodeleser entspre­ chend dem Leser 6 der Überweisungsvorrichtung 5 ausgestattet sein, so daß der Kunde, der keine eigene Überweisungsvor­ richtung 5 hat, doch seine mitgebrachten strichkodierten Rechnungen nach Einschieben seiner Karte 1 mittels Überstrei­ chen des Strichcodes beleglos und schnell erledigen kann.
Das System erweist sich also für sämtliche Beteiligten als vorteilhaft: für den Rechnungssteller, der mit schnellerem Geldeingang, genauerer Zahlung und niedrigeren Buchungsgebüh­ ren der Bank rechnen kann; dem zahlenden Kunden, der keine Belege ausfüllen muß, die Zahlung von zu Hause erledigen kann, keine Schreibfehler und Irrtümer befürchten muß, seine Zah­ lungsvorgänge registrieren kann und ebenfalls in den Genuß geringerer Buchungsgebühren kommt; und für die Bank, die den beleglosen Zahlungsverkehr fördert und an die der Rechnungs­ steller und der Zahlende durch die Vorgabe im Strichcode gebunden sind.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Sicherheit im Zahlungs­ verkehr.
Auf der Chipkarte, die von der Hausbank geliefert wird, befin­ det sich der elektronische Schlüssel für den Nutzer zum Verschlüsseln der von ihm in Auftrag gegebenen Überweisung. Wird die Karte nicht direkt im Schalterraum seiner Hausbank genutzt, sondern beispielsweise per Telekommunikationsein­ richtung übertragen, so kann es für einen unbefugten Dritten praktisch unmöglich gemacht werden, etwa durch Abhören der Leitung herauszufinden, welche Überweisungen wohin getätigt werden sollen, oder gar die Nachricht mißbräuchlich zu manipu­ lieren. Hierfür gibt es bekannte Verfahren, wie die DSE-Ver­ schlüsselung (Data Encryption Standard), die Blöcke von 64 Bit mit einem Schlüssel der Länge 56 Bit verschlüsselt (symme­ trische Verschlüsselung), oder die RSA-Verschlüsselung, die ohne das Wissen um einen Schlüssel praktisch unumkehrbar ist (benannt nach den Initialen seiner Entwickler Rivest, Shamir und Adleman).
Die Eingabe einer herkömmlichen für jede Überweisung neu zu verwendende Nummer (herkömmliches Verfahren über BTX) kann entfallen. Sollte ein unbefugter Dritter in den Besitz der Chipkarte kommen, so kann die mißbräuchliche Verwendung durch das Eingeben einer PIN-Nummer (persönlichen Identifizierungs- Nummer) wirkungsvoll verhindert werden. Es ist praktisch unmöglich (nur mit extrem hohem Aufwand und der Zerstörung der Chipkarte), die PIN-Nummer zu erfahren. Diese PIN-Nummer ist für den Berechtigten zur Autentifikation vom Berechtigten nur einmal nach dem Einschalten der zuvor beschriebenen Anlage einzugeben.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, daß die Aufträge mit den öffentlichen Schlüsseln verschiedener Banken zu verschlüsseln. Will beispielsweise der Nutzer eine Überweisung von seiner Bank A auf das Konto des Rechnungsstellers überweisen und hat nur die Möglichkeit, seine Chipkarte über die Bank B (Schal­ terhalle der Bank B oder auch Telekommunikationsanschluß zur Bank B) zu nutzen, so kann die Bank B die Überweisungen voll­ automatisch in einfachster Weise bearbeiten und an die Bank A weiterleiten. Beispielsweise könnte nach der Entschlüsselung durch die Bank B nur der Name der Bank A sowie eine weitere mit dem Schlüssel der Bank A verschlüsselte Nachricht zur Verfügung stehen. Für die Bank B wäre es hiermit möglich, die Überweisung weiterzuleiten, ohne daß es ihr möglich ist, den Absender oder gar den Inhalt, z. B. die Anzahl der Überweisun­ gen und Höhe der Überweisung, zu entschlüsseln. Natürlich ist es je nach Wunsch möglich, nach dem gleichen Verfahren weitere Informationen für die Bank B zur Verfügung zu stellen (z. B. Name des Auftraggebers). Für einen außenstehenden Angreifer, der beispielsweise die Telefonleitung zwischen dem berechtig­ ten Nutzer und der Bank B abhört, ist es praktisch unmöglich, die entscheidenden Informationen zu entnehmen oder gar die Nachricht zu eigenem Nutzen zu fälschen.
Dieses Verfahren kann selbstverständlich auch zu einer wei­ tergehenden Anonymisierung genutzt werden. Die Banken können elektronische "Banknoten" mit fortlaufenden Identifikations­ nummern herausgeben, die verschlüsselt telefonisch oder per Bankautomat in der Schalterhalle auf die Chipkarte gespielt werden. Mit dem oben ausgeführten Verschlüsselungsverfahren können nun Rechnungen (wie mit Bargeld) beglichen werden, wobei letztlich die Banken nur noch zu prüfen haben, ob eine elektronische Banknote mit ihrer Identifikationsnummer schon eingelöst worden ist.
Alle hier beschriebenen Verfahren sind in jedem Fall erheblich sicherer als etwa die bisherige Vorgehensweise über BTX.

Claims (11)

1. System für den bargeldlosen Zahlungsverkehr von Konto zu Konto mit einer Überweisungsvorrichtung (5), die Eingabe- und Ausgabemedien aufweist, einer von dieser automatisch lesbaren, einen Speicher mit festen Daten enthaltenden Berechtigungskarte (1) und einem Speicherlesegerät (30), das als Eingangsmedium eine Leseinstallation für die Berechtigungskarte (1) und als Ausgangsmedium einen Kabelanschluß (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Berechtigungskarte (1) einen als nicht flüchtigen Schreib-Lese-Speicher ausgebildeten Speicher zum Spei­ chern der Daten von Überweisungsaufträgen aufweist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher der Berechtigungskarte (1) Speicherplatz für eine Mehrzahl von Überweisungsaufträgen hat.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Eingabemedium eine Lese-Installation (9) zum Lesen des Speichers der Daten der Überweisungsaufträge enthält.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Ein­ gabemedium einen Strichcodeleser (6) enthält.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) als Ein­ gabemedium eine alphanumerische Tastatur (8) enthält.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder das Speicherlesegerät (30) einen Speicher für die Daten von Überweisungsaufträgen aufweisen.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder das Speicherlesegerät (30) einen Anschluß für einen Drucker (18, 35) aufweisen.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Überweisungsvorrichtung (5) und/oder das Speicherlesegerät (30) eine Anzeigevorrichtung (17, 33) aufweisen.
9. Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Hilfe des Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Überweisungsvorrichtung (5) eingegebenen Daten in dieser auf die Berechtigungs­ karte (1) gespeichert werden, die Berechtigungskarte von einem bei der Bank aufgestellten Speicherlesegerät (30) gelesen wird und die Daten in einer Buchungseinrichtung (25) abgearbeitet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Rechnungen, von denen Daten in die Überweisungsvorrichtung (5) eingegeben werden, mit einem Strichcode (12) versehen werden, der mindestens die allgemeinen Daten des Rechnungsstel­ lers kodiert umfaßt, und daß mit Hilfe eines Strichcode­ lesers (6) des Systems diese Daten in die Überweisungs­ vorrichtung (5) eingelesen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Strichcode versehenen Rechnungen mit einem solchen Strichcode (12) versehen werden, der zusätzlich zu den allgemeinem Daten auch noch rechnungsindividuelle Daten kodiert enthält.
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