DE19636400A1 - Zylinder mit zwei Betätigungskammern und Ausrücklager mit einem solchen Zylinder - Google Patents
Zylinder mit zwei Betätigungskammern und Ausrücklager mit einem solchen ZylinderInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Druckzylin
der.
Die Erfindung betrifft im einzelnen einen Druckzylin
der, insbesondere zur Betätigung des Ausrücklagers
einer Membranfederkupplung für Kraftfahrzeuge, in der
Ausführung, bei der einer Betätigungskammer mit ver
änderlichem Volumen ein Druckmedium zugeleitet wird,
um die Verschiebung eines Kolbens von vorn nach hinten
zu steuern.
Es ist bekannt, einen hydraulischen Zylinder zur
Betätigung eines Ausrücklagers zu verwenden.
Nach einer aus der EP-A-0 354 268 bekannten Anordnung
handelt es sich bei dem Zylinder, der im Innern des
Kupplungsgehäuses angeordnet ist, um einen ringförmi
gen Zylinder.
Der Zylinder soll die axiale Verschiebung des inneren
radialen Endes der Finger der Membranfeder über ein
Ausrücklager herbeiführen, um das Ausrücken der Kupp
lung zu bewirken.
Im einzelnen umfaßt in diesem Dokument der Druck
zylinder, insbesondere zur Betätigung des Ausrück
lagers einer Membranfederkupplung für Kraftfahrzeuge,
einen Kolben, eine axial ausgerichtete Laufbuchse,
eine bewegliche ringförmige Wand, die auf ihrer zum
Kolben gerichteten Rückseite einen ersten ringförmigen
Abschnitt und einen zweiten ringförmigen Abschnitt in
konzentrischer Anordnung umfaßt, sowie ringförmige,
zylindrische und koaxiale Kammern, und zwar zwei
Betätigungskammern mit veränderlichem Volumen, die
axial hintereinander angeordnet sind und einerseits
eine erste Kammer, der ein Druckmedium zur Betätigung
der Verschiebung des Kolbens von vorn nach hinten
zugeleitet wird und die axial vorn durch einen orts
festen Boden und hinten durch die besagte bewegliche
Wand dicht begrenzt ist, und andererseits eine zweite
Kammer, die axial vorn durch den ersten ringförmigen
Abschnitt der Rückseite der besagten beweglichen Wand
und hinten durch den Kolben dicht begrenzt ist, sowie
eine Zwischenkammer enthalten, die koaxial um die
zweite Kammer herum angeordnet und vorn durch den
zweiten ringförmigen Abschnitt der Rückseite der
besagten beweglichen Wand dicht begrenzt ist, wobei
die besagte zweite Kammer und die besagte Zwischen
kammer radial durch die axial ausgerichtete zylindri
sche Laufbuchse getrennt sind und wobei der besagte
Kolben im Innern der zweiten Kammer verschiebbar
gelagert ist.
Der axiale Bauraumbedarf dieses Zylinders ist sehr
groß, da er außerdem einen hydraulisch betätigten
Kolben umfaßt. Außerdem kann keine Welle durch ihn
hindurchgehen.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine neue
Bauart eines solchen Zylinders vorzuschlagen, der im
Vergleich zum Hub seines Kolbens einen minimalen
axialen Bauraumbedarf aufweisen soll und durch den
eine Welle hindurchgehen kann.
Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung einen Zylinder
der vorgenannten Art vor, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Betätigungskammer radial durch zwei axial
ausgerichtete, ortsfeste, zylindrische innere bzw.
äußere Wände begrenzt ist, daß die Zwischenkammer
axial hinten durch einen ortsfesten, ringförmigen
Querboden begrenzt ist, daß die besagte Laufbuchse
axial mit der besagten beweglichen Wand verschiebbar
ist und eine vordere Verbindungsfläche mit der besag
ten beweglichen Wand umfaßt, die die beiden konzentri
schen ringförmigen Abschnitte der Rückseite der beweg
lichen Wand trennt und die mit Durchgängen versehen
ist, um die Umfüllung des Druckmediums zwischen der
Zwischenkammer und der zweiten Kammer zu ermöglichen,
so daß Verschiebungen der dichten beweglichen Wand
Volumenänderungen in der dichten Zwischenkammer bewir
ken, wobei eine Vergrößerung des Volumens der ersten
Kammer eine Verringerung des Volumens der Zwischen
kammer bewirkt, die mit der zweiten Kammer verbunden
ist, so daß die Verschiebungen der beweglichen Wand
eine Umfüllung des Druckmediums von der Zwischenkammer
in die zweite Kammer und umgekehrt herbeiführen.
Dank der Erfindung läßt sich der axiale Bauraumbedarf
des Zylinders auf einfache und zuverlässige Weise
verringern. Die Zwischenkammer bildet hier einen
Behälter, der die zweite Kammer umgibt. Aus diesem
Grund ist der Boden dieser Kammer ortsfest ausgeführt
und die Laufbuchse fest mit der beweglichen Wand
verbunden.
In der EP-A-0 354 268 besteht der Boden der Zwischen
kammer aus einem beweglichen Kolben, auf den Rückhol
federn einwirken, wobei die Laufbuchse verschiebbar
auf einer Zentriervorrichtung der beweglichen Wand
gelagert ist. In diesem Dokument wird ein Verschleiß
ausgleich angestrebt, und die Getriebeeingangswelle
kann nicht durch den Zylinder hindurchgehen. Außerdem
wirkt der Kolben auf einen Ausrückhebel ein, der mit
dem Ausrücklager verbunden ist. Durch den Zylinder
gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Getriebe
eingangswelle hindurchgehen, und er kann mit seinem
Kolben direkt auf das Ausrücklager einwirken.
Nach anderen Merkmalen der Erfindung ist folgendes
vorgesehen:
- - Der Zylinder umfaßt ein Innenrohr, dessen zylindri sche Außenwand die erste und zweite Kammer radial nach innen begrenzt, und ein axial ausgerichtetes zylindri sches Außengehäuse mit einer zylindrischen Innenboh rung, das die erste Kammer und die Zwischenkammer radial nach außen begrenzt, wobei die ringförmige Wand dicht verschiebbar zwischen dem Innenrohr und dem zylindrischen Außengehäuse gelagert ist.
- - Die vordere Querwand der ersten Kammer ist einstüc kig mit dem Innenrohr ausgeführt.
- - Der hintere Querboden der als Behälter ausgebildeten Zwischenkammer ist einstückig mit dem zylindrischen Außengehäuse ausgeführt.
- - Der Kolben ist ringförmig ausgebildet und axial verschiebbar am Innenrohr und im Innern der zweiten Kammer gelagert, wobei er an einem Ausrücklager zur Anlage kommt, dessen Verschiebungen er betätigt.
- - Das Innenrohr umfaßt an seinem hinteren axialen Ende einen radialen Bund, der einen Endanschlag für die Betätigung des Kolbens bildet.
Außerdem schlägt die Erfindung ein hydraulisch betä
tigtes Ausrücklager vor, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschiebungen des Ausrücklagers durch einen
Zylinder gemäß den Lehren der Erfindung betätigt
werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung,
zu deren Verständnis auf die beigefügten Zeichnungen
verwiesen wird, auf denen folgendes dargestellt ist
Fig. 1 zeigt eine schematische Axialteilschnitt
ansicht einer Kraftfahrzeugkupplung.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht zu Fig. 1,
die insbesondere den Betätigungszylinder des Ausrück
lagers in eingerückter Stellung der Kupplung dar
stellt.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2, in
der die Kupplung in ausgerückter Stellung dargestellt
ist.
In Figur ist eine Kraftfahrzeugkupplung 10 darge
stellt, die zwischen einer (nicht dargestellten)
Ausgangswelle des Fahrzeugmotors und einer (nicht
dargestellten) Eingangswelle eines Getriebes 21 einge
baut wird.
Diese Kupplung umfaßt eine Schwungscheibe 12, die
durch Schrauben 22 an der Abtriebswelle des Motors
befestigt wird.
Im einzelnen umfaßt die Kupplung 10 axial hintereinan
der eine Schwungscheibe 12, eine Kupplungsscheibe 14,
eine Druckplatte 16, eine Membranfeder 18 und einen
Kupplungsdeckel 20 zur Abdeckung des gesamten Kupp
lungsmechanismus.
Die Kupplungsscheibe 14 umfaßt an ihrem Außenumfang
Reibbeläge 26, die an jeder ihrer Seiten angeordnet
sind und die zwischen der Schwungscheibe 12 und der
Druckplatte 16 eingespannt werden, um die Übertragung
des Motordrehmoments an das Getriebe zu ermöglichen.
Dazu umfaßt die Kupplungsscheibe 14 an ihrem radialen
Innenumfang eine genutete Nabe 28, die den drehenden
Antrieb der Getriebeeingangswelle herbeiführt.
Der Kupplungsdeckel 20 ist durch seine äußere Umfangs
kante 30 drehfest mit der Schwungscheibe 12 verbunden,
was hier anhand von (nicht dargestellten) Schrauben
erfolgt, die durch eine radiale Randleiste 1 des
Kupplungsdeckels 20 eingesetzt sind, der die Reib
beläge 26, die Druckplatte 16 und die Membranfeder 18
umschließt.
Die Membranfeder 18 weist auf an sich bekannte Weise
einen äußeren Umfangsteil 32 in Form einer Tellerfeder
und einen Mittelteil auf, der durch radiale Schlitze,
die innen in die mittige Öffnung 36 der Membranfeder
18 münden, in radiale Finger 34 unterteilt ist.
Die Membranfeder 18 hat in unbelastetem Zustand eine
in etwa kegelstumpfartige Form und kommt mit ihrem
äußeren Umfangsteil 32 an der Druckplatte 16 zur
Anlage, um die besagte Druckplatte 16 axial in Rich
tung der Schwungscheibe 12 zu beanspruchen, wobei sie
am Kupplungsdeckel 20 zur Anlage kommt, um die Reib
beläge 26 zwischen der Schwungscheibe 12 und der
Druckplatte 16 einzuspannen.
Am Kupplungsdeckel 20 sind Distanzbolzen 30 befestigt,
die Kippauflagestellen auf einem Kreis der Membran
feder 18 bilden, so daß sich die Membranfeder, wenn
das innere radiale Ende 40 der Finger 34 durch einen
Ausrücker mit Kugellager 42 axial von rechts nach
links, mit Blick auf die Figuren, beansprucht wird,
verformt (kippt), wobei sich ihr Außenumfang (32)
durch Hebelwirkung von der Druckplatte 16 löst.
Die Kupplungsscheibe 14 ist dann auf der Getriebe
eingangswelle axial frei verschiebbar, um jede Ver
bindung mit der Schwungscheibe 12 der Motorwelle zu
unterbrechen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen eine detailliertere Dar
stellung der hydraulischen Betätigungsvorrichtung für
die Verschiebungen des Ausrücklagers 42, das koaxial
um die Getriebeeingangswelle vor der Membranfeder 18
angeordnet ist, das heißt rechts von der in den
Figuren dargestellten Membranfeder.
Die hydraulische Betätigungsvorrichtung für die Ver
schiebungen des Ausrücklagers 42 ist in Form eines
hydraulischen Zylinders 44 in konzentrischer Bauweise
ausgeführt, durch den die Getriebeeingangswelle hin
durchgeht.
Der Zylinder 44 umfaßt ein Innenrohr 46, das an seinem
vorderen axialen Ende mit einem radialen Bund 48 mit
einer axialen Biegung 148 versehen ist, um ihn in der
Innenbohrung eines Lagers 23 des Getriebes 21 zu
zentrieren.
Der Zylinder 44 umfaßt außerdem ein zylindrisches
Außengehäuse 50 in hohlzylindrischer Ausführung und
einen, hier rohrförmigen, Kolben 52, der am Ausrücker
mit Kugellager 42 anliegt und dessen Verschiebungen
betätigt. Der Kolben 52 trägt hier das Ausrücklager 42
und ist axial verschiebbar am Innenrohr 46 im Innern
einer nachstehend beschriebenen zweiten Kammer 66
gelagert.
Nach einem ersten Aspekt der Erfindung umfaßt der
Zylinder 44 außerdem eine bewegliche ringförmige Wand
54, die zusammen mit dem vorderen radialen Bund 48
axial eine erste hydraulische Kammer 56 begrenzt, die
sich radial zwischen dem Innenrohr 46 und dem zylin
drischen Außengehäuse 50 erstreckt. Dieses Gehäuse 50
ist insgesamt rohrförmig ausgeführt.
Die erste Kammer 56 wird somit radial durch zwei axial
ausgerichtete, ortsfeste zylindrische Wände begrenzt,
und zwar durch das Außengehäuse 50 und das Innenrohr
46, die konzentrisch angeordnet sind.
Das zylindrische Außengehäuse 50 umfaßt auf an sich
bekannte Weise einen Zuleitungskanal 58, der in die
erste Kammer 56 mündet und der eine Verbindung zwi
schen dieser Kammer und einem Einlaß 60 für das von
einem Geber, etwa einem Hauptzylinder, kommende Druck
medium, etwa Hydrauliköl, herstellt.
Die bewegliche ringförmige Wand 54 ist quer ausgerich
tet und umfaßt auf ihrer zum Kolben 52 gewandten
Rückseite 62 eine zylindrische Laufbuchse 64, die sich
axial von der beweglichen Wand 54 aus nach hinten
erstreckt, das heißt nach links mit Blick auf die
Figuren.
Die rohrförmig ausgeführte zylindrische Laufbuchse 64
hat einen mittleren Radius, der zwischen dem Radius
des Innenrohrs 46 und dem des zylindrischen Außenge
häuses 50 liegt, so daß die zylindrische Laufbuchse 64
die beiden konzentrischen, ringförmigen zylindrischen
Kammern 66, 68 untereinander begrenzt, die axial nach
vorn durch zwei konzentrische ringförmige Abschnitte
61 und 63 der Rückseite 62 der beweglichen Wand be
grenzt werden, die durch die zylindrische Laufbuchse
64 voneinander getrennt sind.
Eine dieser Kammern, die zweite Kammer 66 im Sinne der
Erfindung, wird radial durch das Innenrohr 46 (durch
die zylindrische Außenwand dieses Rohrs) und durch die
Laufbuchse 64 begrenzt, während sie axial vorn durch
die bewegliche Wand 54 und hinten durch den ringförmi
gen zylindrischen Kolben 52 begrenzt wird, der in
Abhängigkeit von den Volumenänderungen der zweiten
Kammer 66 axial dicht verschiebbar zwischen dem Innen
rohr 46 und der Laufbuchse 64 gelagert ist.
Wie im einzelnen in Fig. 2 zu erkennen ist, wird die
andere der Kammern 66, 68, die sogenannte Zwischen
kammer 68, radial durch die zylindrische Laufbuchse 64
und durch das zylindrische Gehäuse 50 (durch dessen
zylindrische Innenbohrung) begrenzt, während sie axial
vorn durch die bewegliche Wand 54 und hinten durch
einen Querboden 70 begrenzt wird, der einstückig mit
dem zylindrischen Gehäuse 50 ausgeführt ist und der
eine Öffnung für die Führung der zylindrischen Außen
fläche 72 der zylindrischen Laufbuchse 64 aufweist.
Zwischen dem Querboden 70 und der Außenfläche 72 der
zylindrischen Laufbuchse 64 ist eine Dichtung 74
angeordnet, um die Abdichtung der äußeren zweiten
Kammer 68 zu gewährleisten. Die Kammern 66, 68 und 56
sind ringförmig zylindrisch und koaxial ausgeführt.
Der Zylinder 44 ist daher konzentrisch ausgebildet, da
die Getriebeeingangsweile durch ihn hindurchgehen
kann. Darüber hinaus sind das Gehäuse 50 und das Rohr
46 koaxial angeordnet, um die vorerwähnten Kammern 66,
68, 56 zu bilden. Das Gehäuse 50 und das Rohr 46
gehören zu dem ortsfesten Teil des Zylinders. Dabei
ist zu beachten, daß die drei Kammern 56, 66, 68 ein
veränderliches Volumen aufweisen, daß die Zwischen
kammer 68 koaxial um die zweite Kammer 66 herum ange
ordnet ist und daß die erste 56 und die zweite Kammer
66 radial nach innen durch die Außenwand des Rohrs 46
begrenzt sind, während die Zwischenkammer 68 und die
erste Kammer 56 radial nach außen durch die Innenboh
rung des Gehäuses 56 begrenzt sind.
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung sind Verbin
dungsöffnungen 76 vorgesehen, die an der Vorderseite
der zylindrischen Laufbuchse 64, in Höhe ihrer Ver
bindung mit der beweglichen Wand 54, angeordnet sind.
Diese, hier quer ausgerichteten, Verbindungsöffnungen
76 sind gleichmäßig über den gesamten Umfang der Lauf
der Zwischenkammer 68 zur zweiten Betätigungskammer 66
und umgekehrt strömen kann, unabhängig von der relati
ven axialen Position der Bauteile. Die Laufbuchse 64
ist hier fest mit der beweglichen Wand 54 verbunden,
wobei sie einstückig mit dieser ausgeführt ist.
Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, werden die bewegliche
Wand 54 und der Kolben 52 des Zylinders 44, wenn sich
das Ausrücklager 42 in axial zurückgefahrener Stellung
befindet, das heißt wenn die Membranfeder 18 die
Druckplatte 16 in Richtung der Schwungscheibe 12
beaufschlagen kann, um den Kraftfluß zwischen Motor
und Getriebe herzustellen, durch die Membranfeder 18
zu ihrer ganz zurückgefahrenden Position hin beauf
schlagt, in der die Volumina der ersten Kammer 56 und
der zweiten Kammer 66 minimal ausfallen, während die
Zwischenkammer 68 ihr maximales Volumen aufweist, um
eine Druckmediumreserve zu bilden, deren Zweck weiter
unten erläutert wird.
Wenn der Kraftfluß zwischen Motor und Getriebe unter
brochen werden soll, ist die axiale Verschiebung des
Ausrücklagers 42 nach hinten zu bewirken, das dabei
das innere radiale Ende 40 der radialen Finger 34 der
Membranfeder 18 beansprucht, so daß durch eine Hebel
wirkung um die durch die Distanzbolzen 38 gebildete
Kippauflagestellen der äußere Umfangsteil 32 der
Membranfeder 18 von der Druckplatte 16 gelöst wird, um
die reibschlüssige Übertragung des Drehmoments zwi
schen der Schwungscheibe 12 und der Kupplungsscheibe
14 zu unterbrechen.
Dazu leitet eine (nicht dargestellte) Zuleitungsvor
richtung das Druckmedium durch den Zuleitungseinlaß 60
und den Zuleitungskanal 58 für das (gasförmige oder
flüssige) Druckmedium in die erste Kammer 56 ein,
wodurch eine Verschiebung der beweglichen Wand 54 und
der zylindrischen Laufbuchse 64 axial nach hinten
bewirkt wird.
Die Verschiebung der beweglichen Wand 54, hier axial
nach hinten, hat eine Verringerung des Volumens der
als Reserve dienenden Zwischenkammer 68 zur Folge,
wodurch die Umfüllung des anfänglich in der Zwischen
kammer 68 enthaltenen Druckmediums durch die Verbin
dungsöffnungen 76 in die zweite Kammer 66 herbeige
führt wird.
Auf diese Weise bewirkt eine axiale Verschiebung der
beweglichen Wand 54 nach außen eine axiale Verschie
bung des Kolbens nach hinten, die einerseits durch die
Verschiebung der beweglichen Wand 54 und andererseits
durch eine Vergrößerung des Volumens der zweiten
Kammer 66 bedingt ist, welche auf den Zustrom des
Druckmediums durch die Zuleitungsöffnungen 76 zurück
zuführen ist.
Dadurch fällt der Hub des Kolbens 52 größer als der
Verstellweg der beweglichen Wand 54 aus.
Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, in welcher der Zylin
der 44 in maximal ausgefahrener Position dargestellt
wird, erreichen die erste Kammer 56 und die zweite
Kammer 66 in dieser Konstellation ihr maximales Volu
men, während das Volumen der Zwischenkammer 68 minimal
ausfällt.
Der Wert der axialen Verschiebung des Kolbens 52 im
Verhältnis zur beweglichen Wand 54 verändert sich in
Abhängigkeit vom Verhältnis der jeweiligen Querschnit
te der Zwischenkammer 68 und der zweiten Kammer 66.
Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbei
spiel wurden die jeweiligen Querschnitte der Zwischen
kammer 68 und der zweiten Kammer 66 in etwa gleich
gewählt, so daß eine Verschiebung der beweglichen Wand
54 im Verhältnis zum vorderen radialen Bund 48 eine in
etwa gleiche Verschiebung des Kolbens 52 im Verhältnis
zur beweglichen Wand 54 und damit eine in etwa doppelt
so große Verschiebung des Kolbens 52 im Verhältnis zum
ortsfest ausgeführten vorderen radialen Bund 48 be
wirkt.
Wie man bei einem Vergleich der in den Fig. 2 und 3
dargestellten Endpositionen des Kolbens 52 feststellen
kann, ist der Hub des Kolbens 52 in etwa gleich der
doppelten axialen Außenabmessung des Zylinders 44 in
eingefahrener Position.
Im Vergleich zu einem einfachen Zylinder nach dem
Stand der Technik wird das Verhältnis des Hubs zur
axialen Außenabmessung somit verdoppelt.
Das gleiche Verhältnis Hub/Außenabmessung hätte auch
anhand eines Zylinders mit zwei konzentrischen Kammern
erzielt werden können; derartige Zylinder ermöglichen
jedoch keine ebenso große Schnelligkeit bei der Kupp
lungsbetätigung.
In dem erfindungsgemäßen Zylinder 44 ist die Geschwin
digkeit des Kolbens 52 doppelt so groß wie die der
beweglichen Wand 54, da die zweite Kammer 66 nicht
durch die erste Kammer 56 befüllt wird, sondern mit
Druckmedium, das anfänglich bereits im Innern der
Zwischenkammer 68 enthalten war.
Dazu können das Gehäuse 50 und/oder die Wand 54 mit
einem nicht dargestellten Verschluß versehen sein, um
die Kammern 66, 68 befüllen zu können.
Nach einem anderen Aspekt der Erfindung ist das Innen
rohr 46 an seinem hinteren axialen Ende mit einem
äußeren radialen Bund 78 versehen, der einen Endan
schlag für den Kolben 52 bildet.
Auf an sich bekannte Weise ist eine Vorspannschrauben
feder 79 um den Zylinder 44 herum, zwischen dem zylin
drischen Außengehäuse 50 und dem Ausrücker mit Kugel
lager 42 angeordnet, um das Ausrücklager 42 ständig in
Anlage an die radialen Finger 40 der Membranfeder 18
zu beaufschlagen. Dadurch steht das Ausrücklager 42
stets mit der Membranfeder 18 in Berührung.
Darüber hinaus ist ein Dichtungsbalg 80 um den Zylin
der 44 und die Feder 79 herum, zwischen dem zylindri
schen Gehäuse 50 und dem Ausrücklager 42 angeordnet,
um zu verhindern, daß Verunreinigungen die Verschie
bung des Kolbens 52 im Verhältnis zur Laufbuchse 64
und die Verschiebung der Laufbuchse 64 im Verhältnis
zum zylindrischen Gehäuse 50 beeinträchtigen können.
Der erfindungsgemäß Zylinder 44, mit seinem Führungs
rohr 46, seinem zylindrischen Außengehäuse 50, seiner
beweglichen Wand 54 und seinem Kolben 52, kann zusam
men mit dem Ausrücklager 42, der Vorspannfeder 79 und
dem Balg 80 eine eigenständige Baugruppe bilden, die
unabhängig von der eigentlichen Kupplung am Getriebe
21 eingebaut werden kann.
Vor dem Einbau des Zylinders 44 an seinem ortsfesten
Teil, hier am Getriebegehäuse, beaufschlagt die Vor
spannfeder 79 den Kolben 52 in Richtung des Endan
schlags 78 und das Gehäuse 50 in Anlage an den Bund 48
des Innenrohrs 46.
Desweiteren ist zu beachten, daß die Vorderseite des
Gehäuses 50 für die Aufnahme des Bunds 48 des Rohrs 46
eingekerbt ist und daß eine Dichtung zwischen dem Rohr
46 und dem Bund 48 eingefügt ist. Der Außenumfang des
Bunds 48 ermöglicht die Zentrierung des Gehäuses 50.
Dieses Gehäuse 50 weist (nicht dargestellte) Ösen für
seine Befestigung am Getriebegehäuse auf, so daß nach
dem Einbau der Bund 48 des Rohrs 46 zwischen dem
Gehäuse 50 und dem Getriebegehäuse eingeklemmt wird.
Das Rohr 46 hat eine geringere Dicke als das Gehäuse
50, wobei es axial länger als dieses ausgeführt ist.
Dadurch kann der radiale Bauraumbedarf des konzen
trisch ausgeführten Zylinders 44 verringert werden.
Der Bund 48 des Rohrs 46 kann natürlich mittels Ver
schraubung oder als Variante mittels Auffalzung an der
vorderen Wand des Gehäuses 50 befestigt werden. Als
Variante kann der Bund 48 dicht am Gehäuse 50 und am
Rohr 46 angesetzt werden. In allen Fällen ist das Rohr
46 vorteilhafterweise getrennt vom Gehäuse 50 ausge
führt, wodurch sich das besagte Gehäuse einfach her
stellen läßt, vor allem der Querboden 70 und der Kanal
58, der mit einem geneigten Teil versehen ist, was
alles zu einer Verringerung des axialen Bauraumbedarfs
des Zylinders 44 beiträgt. Das Kugellager 42 ist mit
Blechringen ausgeführt.
Hier ist der Innenring des Kugellagers 42 profiliert,
um punktuell auf das innere Ende 40 der Finger 34 der
Membranfeder einzuwirken. Der Außenring dieses Kugel
lagers ist mit einer zur axialen Symmetrieachse des
Zylinders 44 gerichteten inneren radialen Randleiste
für die Anlage am Kolben 52 und mit einer in entgegen
gesetzter Richtung zu der besagten Achse gerichteten
äußeren radialen Randleiste für die Anlage der Vor
spannfeder 79 und für die Anbringung des Balgs 80
mittels Aufstecken versehen.
Eine axial wirksame Federscheibe 2 ist in einer Aus
kehlung eingesetzt, die in das freie Ende des Kolbens
52 eingearbeitet ist, um die innere Randleiste des
Außenrings des Kugellagers 42 in Anlage an eine Schul
ter des Kolbens 52 zu beaufschlagen.
Diese Federscheibe 2, die hier als gewölbte Feder
scheibe ausgeführt ist, mit geneigten Ansätzen, die in
die besagte Auskehlung des Kolbens 52 eingesetzt sind,
übt natürlich auf die besagte innere Randleiste eine
Kraft aus, die größer als die Kraft ist, welche durch
die Vorspannfeder auf die äußere Randleiste des Außen
rings des Kugellagers 42 ausgeübt wird, um die vorer
wähnte Baugruppe zu bilden.
Das Ausrücklager 42 ist daher als selbstzentrierendes
Lager ausgeführt, wobei ein radiales Spiel zwischen
der besagten inneren Randleiste und dem Außenumfang
gegenüber der besagten inneren Randleiste besteht.
Als Variante kann das Kugellager fest auf den Kolben
52 aufgesteckt werden.
Einer der Ringe des Kugellagers 42 kann einstückig mit
dem Kolben 52 ausgeführt sein, so daß das Ausrücklager
nicht unbedingt selbstzentrierend sein muß.
Die Strukturen können natürlich auch umgekehrt werden,
wobei der Außenring dann für das Zusammenwirken mit
der Membranfeder drehend gelagert ist, während der
Innenring ortsfest ausgeführt und mit der besagten
inneren und äußeren Randleiste versehen ist.
Der Kolben 52 ist natürlich vorn mit einer Dichtung
174 versehen, um die zweite Kammer abzudichten. Diese
fest mit dem Kolben 52 verbundene Dichtung weist zwei
Dichtlippen auf, um mit dem Außenumfang des Rohrs 46
bzw. mit dem Innenumfang der Laufbuchse 64 zusammen
zuwirken.
Diese Dichtung 174 enthält mittig einen Ansatz für das
Zusammenwirken mit der beweglichen Wand 54 in der in
Fig. 2 dargestellten Position und zur Eindämmung der
Geräusche.
Die bewegliche Wand 54 umfaßt Runddichtringe 163 an
ihrem inneren und äußeren Umfang für das Zusammenwir
ken mit der Innenbohrung des Gehäuses 50 bzw. mit dem
Außenumfang des Rohrs 46. In Kombination mit der
Dichtung 74 sind die Kammern 56, 66, 68 dadurch ab
gedichtet.
Wie mit hinreichender Deutlichkeit aus der Beschrei
bung und aus den Zeichnungen hervorgeht, bildet die
Zwischenkammer 68 einen Behälter, der die zweite
Kammer 66 umgibt. Diese Kammern 66, 68 sind axial
ausgerichtet, ebenso wie die zylindrische Innenbohrung
des zylindrischen Außengehäuses 50, das insgesamt
rohrförmig ausgeführt ist.
Die ringförmige Wand 54 ist quer ausgerichtet. Das
Außengehäuse 50 und das Innenrohr 46 sind entgegen
gesetzt eingebaut, da sich die hintere Querrandleiste
70 radial zur Symmetrieachse des Zylinders 44 er
streckt, während sich der vordere radiale Bund 48
radial in entgegengesetzter Richtung zu der besagten
Achse erstreckt. Anstelle einer einstückigen Ausfüh
rung mit dem Rohr 46 kann der Anschlag 78 beispiels
weise durch Aufklemmen am Rohr 46 angesetzt sein,
wobei er dann eine Auskehlung für die Aufnahme von
Rastansätzen aufweist, mit denen der Anschlag an
seinem Innenumfang versehen ist. Das am Kolben 52
angeordnete Ausrücklager 42 kann einfach auf diesem
aufliegen.
Claims (7)
1. Druckzylinder, insbesondere zur Betätigung des Aus
rücklagers (42) einer Kupplung (10) mit Membranfeder
(18) für Kraftfahrzeuge, umfassend einen Kolben (52),
eine axial ausgerichtete zylindrische Laufbuchse (64),
eine bewegliche ringförmige Wand (54), die auf ihrer
zum Kolben (52) gerichteten Rückseite (62) einen
ersten ringförmigen Abschnitt (61) und einen zweiten
ringförmigen Abschnitt (63) in konzentrischer Anord
nung umfaßt, sowie ringförmige, zylindrische und
koaxiale Kammern (56, 66, 68), und zwar zwei Betäti
gungskammern mit veränderlichem Volumen (56, 66), die
axial hintereinander angeordnet sind und einerseits
eine erste Kammer (56), der ein Druckmedium zur Betä
tigung der Verschiebung des Kolbens (52) von vorn nach
hinten zugeleitet wird und die axial vorn durch einen
ortsfesten Boden (48) und hinten durch die besagte
bewegliche Wand (54) dicht begrenzt ist, und anderer
seits eine zweite Kammer (66), die axial vorn durch
den ersten ringförmigen Abschnitt (61) der Rückseite
(62) der besagten beweglichen Wand (54) und hinten
durch den Kolben (52) dicht begrenzt ist, sowie eine
Zwischenkammer (68) enthalten, die koaxial um die
zweite Kammer (66) herum angeordnet und vorn durch den
zweiten ringförmigen Abschnitt (63) der Rückseite (62)
der besagten beweglichen Wand (54) dicht begrenzt ist,
wobei die besagte zweite Kammer (66) und die besagte
Zwischenkammer (68) radial durch die axial ausgerich
tete zylindrische Laufbuchse (64) getrennt sind und
wobei der besagte Kolben (52) im Innern der zweiten
Kammer (66) verschiebbar gelagert ist , dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Betäti
gungskammer (56) radial durch zwei axial ausgerich
tete, ortsfeste, zylindrische innere bzw. äußere Wände
(50, 46) begrenzt ist, daß die Zwischenkammer (68)
axial hinten durch einen ortsfesten, ringförmigen
Querboden (70) begrenzt ist, daß die besagte Lauf
buchse (64) axial mit der besagten beweglichen Wand
(54) verschiebbar ist und eine vordere Verbindungs
fläche mit der besagten beweglichen Wand (54) umfaßt,
die die beiden konzentrischen ringförmigen Abschnitte
(61, 63) der Rückseite (62) der beweglichen Wand (54)
trennt und die mit Durchgängen (76) versehen ist, um
die Umfüllung des Druckmediums zwischen der Zwischen
kammer (68) und der zweiten Kammer (66) zu ermögli
chen, so daß Verschiebungen der dichten beweglichen
Wand (54) Volumenänderungen in der dichten Zwischen
kammer (68) bewirken, wobei eine Vergrößerung des
Volumens der ersten Kammer (56) eine Verringerung des
Volumens der Zwischenkammer (68) bewirkt, die mit der
zweiten Kammer (66) verbunden ist, so daß die Ver
schiebungen der beweglichen Wand (54) eine Umfüllung
des Druckmediums von der Zwischenkammer (68) in die
zweite Kammer (66) und umgekehrt herbeiführen.
2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß er koaxial ein Innenrohr
(46), dessen zylindrische Außenwand die erste (56) und
zweite Kammer (66) radial nach innen begrenzt, und ein
axial ausgerichtetes zylindrisches Außengehäuse (50)
mit einer zylindrischen Innenbohrung umfaßt, das die
erste Kammer (56) und die Zwischenkammer (68) radial
nach außen begrenzt, und daß die ringförmige Wand (54)
dicht verschiebbar zwischen dem Innenrohr (46) und dem
zylindrischen Außengehäuse (50) gelagert ist.
3. Zylinder nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die vordere Querwand (48)
der ersten Kammer (56) einstückig mit dem Innenrohr
(46) ausgeführt ist.
4. Zylinder nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der hintere Querboden
(70) der Zwischenkammer (68) einstückig mit dem zylin
drischen Außengehäuse (50) ausgeführt ist.
5. Zylinder nach einem der Ansprüche 2 bis 4 , da
durch gekennzeichnet, daß der
Kolben (52) ringförmig ausgebildet und axial ver
schiebbar am Innenrohr (46) und im Innern der zweiten
Kammer (66) gelagert ist, und daß er an einem Aus
rücklager (42) zur Anlage kommt, dessen Verschiebungen
er betätigt.
6. Zylinder nach einem der Ansprüche 2 bis 5 , da
durch gekennzeichnet, daß das
Innenrohr (46) an seinem hinteren axialen Ende einen
radialen Bund (78) umfaßt, der einen Endanschlag für
die Betätigung des Kolbens (52) bildet.
7. Hydraulisch betätigtes Ausrücklager zu einer Mem
branfederkupplung für Kraftfahrzeuge , dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschiebungen
des Ausrücklagers durch einen Zylinder nach einem der
vorangehenden Ansprüche betätigt werden.
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