DE19635236C1 - Gewichtsausgleichsvorrichtung, insbesondere für eine medizinische Röntgeneinrichtung - Google Patents
Gewichtsausgleichsvorrichtung, insbesondere für eine medizinische RöntgeneinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gewichtsausgleichsvorrichtung,
insbesondere für eine medizinische Röntgeneinrichtung, mit
einer von einem Gehäuse zumindest teilweise gekapselten, in
diesem an einer feststehenden Welle drehbar gelagerten Trom
mel mit einem integrierten, die Trommel vorspannenden ersten
Federelement, und einem mit einem Gewicht belasteten, in ei
ner trommelseitigen Nut geführten und auf- oder abwickelbaren
ersten Seil.
Derartige Gewichtsausgleichsvorrichtungen werden beispiels
weise auf dem Medizinsektor dafür verwendet, um einen an ei
ner deckenseitig geführten Teleskopsäule angeordneten Rönt
genstrahler hinsichtlich seines Eigengewichts derart aus zu
gleichen, daß er manuell oder mit geringem Aufwand maschinell
höhenverstellbar ist. Eine solche Vorrichtung ist in
DE 43 11 702 A1 beschrieben. Die Funktion der Vorrichtung ist
dabei derart, daß bedingt durch die Vorspannung des Federele
ments eine der Gewichtskraft entgegenwirkende Kraft am Seil
angreift, was zu einem Eigengewichtsausgleich führt. Hiermit
ist ein relativ einfaches und nur einen geringen Kraftaufwand
erforderndes Bewegen des Gewichts möglich. Dabei sind an eine
derartige Gewichtsausgleichsvorrichtung insbesondere in si
cherheitstechnischer Hinsicht eine Reihe von Voraussetzungen
zu stellen. Denn es soll ausgeschlossen sein, daß bei einem
etwaigen Defekt der Vorrichtung das Gewicht unkontrolliert
und ungebremst absinkt und so einerseits das Gewicht selbst
bzw. die dieses aufweisende Einrichtung zu Schaden kommen
kann, gleichermaßen aber natürlich auch ein beispielsweise
unterhalb des Gewichts liegender Patient. Ein Defekt kann da
bei sowohl am Federelement wie auch am Seil auftreten. Eine
Gewichtsausgleichsvorrichtung, die diesen Sicherheitsanforde
rungen vollumfänglich gerecht wird, ist im Stand der Technik
aber nicht bekannt.
Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, eine Ge
wichtsausgleichsvorrichtung anzugeben, die bei einem etwaigen
Defekt ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.
Dieses Problem wird bei einer Gewichtsausgleichsvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit den Merkmalen des
Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Gewichtsausgleichsvorrichtung zeichnet
sich vorteilhaft durch jeweils zweifaches Vorsehen der erfor
derlichen Elemente, nämlich der Federelemente und der Seile
aus. Das Vorsehen eines zweiten Federelements, das zum ersten
parallel arbeitet, ist dahingehend vorteilhaft, daß bei einem
etwaigen Defekt eines Federelements das andere voll wirksam
ist und die hängende fast zumindest teilweise ausgleicht, so
daß diese nur mit ca. 0,5 g nach unten sinken kann. Bei le
diglich einem Federelement würde das Gewicht dagegen unge
bremst absinken. Durch die Zuordnung einer eigenen Siche
rungseinrichtung wird dabei dieses Absinken mit besonderem
Vorteil wegmäßig begrenzt, nämlich so lange, bis die Siche
rungseinrichtung greift. Das heißt, daß mit der erfindungsge
mäßen Vorrichtung bei einem Federelementbruch es gewährlei
stet ist, daß ein vergleichsweise langsames und wegstrecken
mäßig sehr kurzes Absinken sichergestellt ist, so daß etwaige
Beschädigungen der Einrichtung oder eines Patienten od. dgl.
hierdurch vorteilhaft vermieden sind.
Gleiches gilt hinsichtlich des erfindungsgemäß vorgesehenen
zweiten Seiles, welches ebenfalls die bei Defekt beispiels
weise des ersten Seils fallende Last abfängt. Da dieses zwei
te, als Fangseil ausgebildete Seil in der Regel etwas länger
bemessen ist als das die Last tragende Seil, z. B. durch Bil
dung einer Schlaufe, die sich im Falle eines Defekts des er
sten Seils löst, wobei ihre Länge den maximalen Fallweg be
grenzt, ist mit der Sicherungseinrichtung, die bei Bruch des
ersten Seiles tätig wird, es gewährleistet, daß das Seil ei
nerseits um den Differenzbetrag der Seillängen absinkt und
dann vom zweiten Seil getragen wird, andererseits aber bei
hinreichend schnellem Zugriff der Sicherungseinrichtung diese
ein weiteres Absinken als um den Längendifferenzbetrag vor
teilhaft verhindert. Die erfindungsgemäße Gewichtsausgleichs
vorrichtung stellt damit ein vollumfängliches Sicherheitssy
stem dar, das bei jedwedem Defekt eine hinreichende Sicherung
gegen ein gefährdendes Absinken des Gewichts bietet.
Erfindungsgemäß kann dabei vorgesehen sein, daß die Siche
rungseinrichtungen als an der Trommel angeordnete Rastein
richtungen ausgeführt sind und federbeaufschlagte, zwischen
einer eingefahreren Nichtarbeitsstellung und einer am Trom
melaußenmantel vorspringenden Arbeitsstellung bewegbare Rast
mittels aufweisen, die mit an der im wesentlichen zylinderför
migen Gehäuseinnenwandung ausgebildeten, vorzugsweise rippen
förmigen Rastvorsprüngen zusammenwirken, wobei sie über das
jeweilige intakte Federelement bzw. Seil in der Nichtarbeits
stellung gehalten und bei Defekt desselben freigegeben wer
den. Durch die erfindungsgemäße Verwendung von federbeauf
schlagten Rasteinrichtungen ist einerseits mit besonderem
Vorteil ein rasches Eingreifen der Sicherungseinrichtung rea
lisiert. Zum anderen ist dies dadurch gewährleistet, daß die
jeweilige Sicherungseinrichtung direkt mit dem jeweiligen Fe
derelement bzw. Seil gekoppelt ist, so daß ein Defekt unmit
telbar und ohne Zwischenschaltung etwaiger weiterer Elemente
zum Betätigung der Sicherungseinrichtung führt.
Vor allem dann, wenn beispielsweise bei einer Röntgeneinrich
tung der Röntgenstrahler bis knapp oberhalb des Patienten
herabgefahren ist, ist es erforderlich, zur Bergung des Pati
enten nach einem etwaigen Defekt, wenn also die Sicherungs
einrichtung greift, das Gewicht wieder nach oben fahren zu
können, so daß der Patient beispielsweise von dem Tisch stei
gen kann. Um dies zu gewährleisten, kann erfindungsgemäß fer
ner vorgesehen sein, daß die Rastmittel und Rastvorsprünge
derart ausgebildet sind, daß bei ihrem Zusammenwirken die
Trommel bezüglich des Gehäuses lediglich in eine Richtung
drehbar ist. Vorteilhaft bewirkt ein Eingreifen also ein
Sperren in lediglich eine Richtung, nämlich in die das Absin
ken des Gewichts verhindernde Richtung. In der anderen Rich
tung ist die Trommel innerhalb des Gehäuses aber beweglich,
so daß sie nach oben gefahren werden kann, wobei vorteilhaft
bedingt durch die Anordnung mehrerer Rastvorsprünge ein kon
tinuierliches Einrasten bei weiterem Nach-oben-Schieben und
damit ein Sichern gewährleistet ist. Da unabhängig von der
Art des Defekts das das Gewicht tragende Seil stets durch
Wirkung zumindest eines Federelements nachgezogen wird,
bleibt das Gewicht damit vorteilhaft in der angehobenen Posi
tion stehen.
Das einem Federelement zugeordnete Rastmittel kann erfin
dungsgemäß als Rastklinke ausgebildet sein, die in die Nicht
arbeitsstellung in die Trommel durch ein am Federelement an
geordnetes Eingriffsmittel, das beim Vorspannen des Federele
ments in ein an der Rastklinke vorgesehenes Gegenstück ein
greift, einklappbar ist. Das einem Seil zugeordnete Rastmit
tel kann erfindungsgemäß ebenfalls als Rastklinke ausgebildet
sein, an der ein in die das Seil führende Nut ragender feder
beaufschlagter Stift od. dgl. angeordnet ist, der vom intakten
Seil in den Nutgrund gedrückt wird, dabei die Rastklinke ein
fahrend. Neben den sicherheitstechnischen Vorteilen der Rast
mittel kommt diesen zugleich mit besonderem Vorteil eine Hin
weisfunktion zu, da dann, wenn ein Rastmittel bei Defekt be
tätigt ist, bei einer Bewegung des Gewichts nach oben, die
dann als einzige noch zulässig ist, ein deutliches Geräusch
ähnlich einer Ratsche durch das Überfahren der verschiedenen
Rastvorsprünge hörbar ist, so daß ein Defekt signalisiert
wird. Im übrigen zeigt sich ein Defekt dadurch, daß sich das
Gewicht nicht mehr nach unten ziehen läßt.
Ein weiteres Problem bei derartigen Gewichtsausgleichsvor
richtungen liegt in der Geräuschentwicklung bei Betätigung
derselben. Diese wird einerseits durch das Laufen der Seile
in den Nuten bedingt, andererseits durch das Arbeiten der Fe
dern. Um dem hinsichtlich der Seilarbeit entgegenzuwirken,
kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Nuten zur Dreh
achse unter einem Winkel, ausgerichtet auf einen Fixpunkt,
vorzugsweise den Auflagepunkt des jeweiligen Seils auf einer
nachgeschalteten Umlenkrolle verlaufen. Bei dieser Ausfüh
rungsform kann das Seil damit aus der Nut ohne allzu große
Reibung an den Nutwänden laufen, da diese hinsichtlich des
Fluchtpunktes, der beispielsweise von einer nachgeschalteten
Umlaufrolle gebildet wird, ausgerichtet sind, was zu einer
deutlichen Geräuschminderung führt.
Um auch eine Geräuschdämpfung bei Betätigung der Federelemen
te zu erzielen, kann auf Basis der Erfindung vorgesehen sein,
daß ober- und/oder unterseitig der Federelemente und/oder
zwischen den Federelementen reibungsmindernde Scheiben aus
Kunststoff angeordnet sind, die verhindern, daß die einzelnen
Windungen der bandförmigen Federelemente aneinander kanten
seitig reiben oder miteinander verhaken bzw. an der Trommel
reiben. Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß zwischen den
Windungen jedes Federelements ein Kunststoffband angeordnet
ist, das die Reibung der einzelnen Windungen aneinander vor
teilhaft dämpft. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann jedes
Federelement ferner erfindungsgemäß eine reibungsmindernde
Beschichtung, insbesondere mit Gleitlack oder Teflon aufwei
sen.
Um einen exakten, den tatsächlichen Gegebenheiten entspre
chenden Gewichtsausgleich realisieren zu können, kann im Rah
men der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß der Verlauf
(Kennlinie) zumindest der das erste Seil führenden Nut in Ab
hängigkeit der Kennlinie der Federelemente und des Gewichts
gewählt wird, so daß mit einer derartigen Nutführung bedingt
durch die von ihr vorgegebenen Hebel in Verbindung mit dem
von den Federelementen ausgeübten Drehmoment ein sehr präzi
ser Ausgleich möglich ist.
Um die Verwendung ein und derselben Gewichtsausgleichsvor
richtung zum Ausgleich unterschiedlicher Lasten in gewissen
Grenzbereichen zu ermöglichen, kann auf Basis der Erfindung
ferner vorgesehen sein, daß die Nuten auf zur Drehachse un
terschiedlich beabstandeten Bahnen verlaufen. Da der Abstand
des Nutgrundes zur Drehachse für den letztlich gegebenen He
bel ursächlich ist, der wiederum in die Ausgleichswirkung
eingeht, ist es bedingt durch einen entsprechend höhenmäßig
unterschiedlichen Nutverlauf möglich, unterschiedliche Ge
wichte ausgleichen zu können. Das das Gewicht tragende erste
Seil wird vorteilhaft einfach in die entsprechende Nut einge
legt, die für den Ausgleich eines bestimmten Gewichtes ausge
legt ist, das zweite Seil läuft dann in der jeweils anderen
Nut. Die Sicherheitsfunktion wird hierdurch nicht beeinträch
tigt, da die Lage der Nut für die Sicherheitsfunktion nicht
von Bedeutung ist.
Um unabhängig von einem etwaigen Defekt ein Feststellen des
Gewichts in einer bestimmten Lage zu ermöglichen, ohne daß
dieses weiter bewegbar ist, z. B. für einen Servicetechniker,
kann am Gehäuse ein mit der Trommel in Wirkungsverbindung
bringbares Feststellmittel, insbesondere ein in wenigstens
eine trommelseitig ausgebildete Ausnehmung eingreifender Bol
zen od. dgl. vorgesehen sein, der erfindungsgemäß manuell
und/oder automatisch insbesondere elektromagnetisch betätig
bar ist.
Um neben einem manuellen Betrieb auch einen automatischen
Verfahrbetrieb des Gewichts zu gewährleisten, kann ein Mit
tel, insbesondere in Form von gehäuseseitigen Gewindebohrun
gen zum direkten Ankoppeln einer motorischen Hubeinrichtung
vorgesehen sein. Das direkte Ankoppeln ermöglicht es, auf die
bis dahin erforderliche externe Umlenkrolle, über die das
Seil geführt wird und an der die Hubeinrichtung angreift, zu
verzichten, vielmehr ist auf diese Weise ein direkter Angriff
an der Trommel ermöglicht, so daß auch kein wie im nachteili
gen Stand der Technik gegebener Seilschlupf mehr auftritt.
Erfindungsgemäß kann eine automatische Bremseinrichtung vor
gesehen sein, umfassend einen elektromagnetisch lüftbaren
Permanentmagneten, der derart angeordnet ist, daß er im
stromlosen Zustand an der Trommel, diese bremsend, angreift,
und im bestromten Zustand eigengewichtsbedingt von der Trom
mel gelöst ist, wobei diese Anordnung insbesondere dahinge
hend zweckmäßig ist, als zum Trennen des Gewichts einerseits
lediglich ein die Entmagnetisierung bewirkender geringer
Strom anzulegen ist, so daß der Magnet vorteilhaft selbstän
dig von der Trommel abfällt und hierzu keine weiteren Mittel
mehr nötig sind. Zum anderen ist gewährleistet, daß bei et
waigem Stromausfall vorteilhaft der Magnet sofort an der
Trommel angreift. Die Trommel selbst kann erfindungsgemäß aus
Kunststoff oder einer Metallegierung, insbesondere einer
Magnesiumlegierung gebildet sein. Weiterhin kann die Trommel
an der Welle fliegend gelagert sein, d. h. lediglich in einem
Punkt, was im Vergleich zu der Zwei-Stellen-Lagerung des
Standes der Technik insbesondere im Hinblick auf die nicht
mehr erforderliche höchst genaue Toleranzeinhaltung etc. von
Vorteil ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung er
geben sich aus dem im folgenden beschriebenen Beispiel sowie
anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrich
tung mit nur teilweise angedeutetem Gehäuse,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Vorrichtung aus Fig. 1 in
Richtung des Pfeils II in Fig. 1, und
Fig. 3 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Gewichts
ausgleichsvorrichtung in Richtung des Pfeils III in
Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine Gewichtsausgleichsvorrichtung 1 bestehend
aus einer im wesentlichen zylinderförmigen Trommel 2, an de
ren einem, kegelstumpfförmigen Ende zwei Nuten 3, 4 einge
fräst sind. In diesen werden zwei Seile 5, 6 geführt, von de
nen eines das eigentliche Tragseil ist, das andere das
Fangseil, das bei einem etwaigen Bruch des ersteren greift.
Die Nuten 3, 4 verlaufen auf einer schneckenförmigen Bahn. Im
Trommelinneren sind zwei Federelemente 7, 8 aus bandförmigen
Federstahl vorgesehen. Die Elemente werden umfangsmäßig von
jeweils einer Bride 9 zusammengehalten. Der gesamte Trommel
apparat ist mittels zweier Kugellager 10 an einer feststehen
den Welle 11, die in einem nur strichpunktiert dargestellten
Gehäuse 12 befestigt ist, drehbar gelagert. Das heißt, daß
bei etwaigem Zug auf ein Seil die Trommel 2 um die Welle 11
dreht. Die zylindrische Trommelausnehmung ist oberseitig mit
einem Deckel 13 gekapselt. Zwischen den Federelementen 7, 8
und an den Übergängen zur Trommel 2 bzw. zum Deckel 13 sind
reibungsmindernde Scheiben 14 aus Kunststoff angeordnet, auf
denen die sich bei Drehung der Trommel 2 bewegenden Kanten
der einzelnen Federwindungen bewegen.
Fig. 1 zeigt ferner eine Sicherungseinrichtung 15, die in
Fig. 1 dem Federelement 8 zugeordnet ist. Eine dem Federele
ment 7 eigene Sicherungseinrichtung 15, die auf der gegen
überliegenden Seite angeordnet ist, ist Fig. 2 zu entnehmen.
Jede Sicherungseinrichtung 15 besteht aus einer Rastklinke
16, die mittels eines Bolzens 17 schwenkbar am zylindrischen
Trommelbereich 18 angeordnet ist, wie insbesondere Fig. 3 zu
entnehmen. Die Rastklinke 16 ist mittels einer Schenkelfeder
19 zwischen einer Nichtarbeitsstellung, in welcher sie in den
Trommelbereich 18 eingeschwenkt ist, und einer Arbeitsstel
lung, in welcher sie von diesem vorspringt, federbeaufschlagt
verschwenkbar. Die Rastklinke 16 greift in ihrer Arbeitsstel
lung, in die sie dann bewegt wird, wenn das ihr zugeordnete
Federelement gebrochen ist, in an der in Fig. 2 ausschnitts
weise dargestellten Gehäuseinnenwandung 20 ausgebildete Rast
vorsprünge 21 ein. Sowohl die Rastklinke 16 als auch die
Rastvorsprünge 21 sind dabei derart ausgebildet, daß eine
Drehung der Trommel 2 in Richtung des Pfeils A in Fig. 2, die
dann erfolgt, wenn das Gewicht absinkt, gesperrt ist. Eine
Bewegung in entgegengesetzter Richtung (Pfeil B in Fig. 2),
die beim Anheben des Gewichts vollzogen wird, ist hingegen
möglich, da die konkrete Ausbildung der Rastvorsprünge 21 ein
ratschenmäßiges Vorbeibewegen der Rastklinke 16 ermöglicht.
Um die Rastklinke 16 in die Nichtarbeitsstellung zu bringen,
ist an dem jeweiligen Federelement im Bereich der Bride 9 ein
vorderseitig keilförmig angeschrägtes Eingriffsmittel 22 vor
gesehen. Nach Einsetzen der Federelemente 7, 8 und nach Befe
stigen ihrer inneren Enden 23 an der Welle 11 wird diese mit
tels eines nicht gezeigten Schneckengetriebes letztlich in
Richtung des Pfeiles B gedreht, um die Federelemente vorzu
spannen. Diese Vorspannung ist erforderlich, damit in jeder
Stellung des Gewichts von den Federelementen eine auf dieses
übertragene Kraft wirkt. Die Drehung der Welle 11 führt zu
eine Bewegung des Eingriffsmittels 22 in Richtung des Pfeils
C, so daß dieses in Richtung der Rastklinke 16 wandert. An
dieser ist ein ebenfalls keilförmig angeschrägtes Gegenstück
24 ausgebildet, in das das Eingriffsmittel 22 eingreift, was
dazu führt, daß die Rastklinke 16 ins Trommelinnere gezogen
wird, sich also in der Nichtarbeitsstellung befindet.
Die Sicherungsfunktion der Rastklinke 16 ist nun derart, daß
sie bei einem etwaigen Bruch des Federelements bedingt durch
die Wirkung der Schenkelfeder 19 wieder in die in Fig. 2 ge
zeigte Arbeitsstellung gedrückt wird. Denn bei einem Feder
bruch entspannt sich das Federelement in Sekundenbruchteilen,
was dazu führt, daß das Eingriffsmittel 22 in die zum Pfeil C
entgegengesetzte Richtung bewegt wird. Hierdurch wird die
Rastklinke 16 freigegeben. Da jedem Federelement 7, 8 eine
eigene Sicherungseinrichtung zugeordnet ist, ist ein Absinken
der Last in jedem Defektfall verhindert.
Fig. 1 zeigt ferner eine einem Seil zugeordnete Sicherungs
einrichtung 25, wobei auch hier für jedes Seil jeweils eine
eigene vorgesehen ist, vgl. Fig. 2. Diese besteht aus einer
Rastklinke 26, die in der ausgefahrenen Stellung ebenfalls in
die Rastvorsprünge 21 eingreift und eine Bewegung sperrt. Die
Rastklinke 26 ist mit einem Stift 27 verbunden, der über eine
Druckfeder 28 federbeaufschlagt in die jeweilige Nut 3, 4
ragt, wie in Fig. 1 gezeigt. Ein in der Nut geführtes, intak
tes Seil drückt diesen Stift in den Nutgrund, was dazu führt,
daß auch die Rastklinke 26 eingefahren wird. Ist nun das Seil
gerissen, wird der Stift 27 freigegeben, so daß er, wie durch
den Doppelpfeil D in Fig. 1 angegeben ist, nach außen in die
Nut gedrückt wird, was ebenfalls zu einem Ausfahren der Rast
klinke 26 und damit zu einem Eingriff mit den Rastvorsprüngen
21, dabei die Trommel sperrend, führt. Da auch diese Siche
rungseinrichtung entsprechend ausgebildet ist, ist auch bei
Eingriff dieser in die Rastvorsprünge 21 ein Verschieben in
Richtung des Pfeils B nach wie vor möglich, da ein Vorbeira
sten längs der Rastvorsprünge gewährleistet ist. Das heißt,
es ist möglich, bei einem etwaigen Seilbruch das Gewicht zur
Bergung eines Patienten nach oben zu schieben.
Fig. 2 zeigt ferner an der Trommelunterseite 29 ausgebildete
Gewindebohrungen 30, die gleichmäßig beabstandet vorgesehen
sind. Diese dienen zum Ankoppeln einer motorischen Hubein
richtung direkt an die Trommel 2, um diese und damit das Ge
wicht motorisch zu bewegen. In der Einbaustellung wird die in
den Fig. 1 und 2 gezeigte Gewichtsausgleichsvorrichtung in
zur gezeigten Lage um 180° gedrehter Stellung angeordnet, so
daß der Deckel 13, an den der nicht gezeigte Permanentmagnet
angreift, den unteren Trommelabschluß bildet.
Claims (17)
1. Gewichtsausgleichsvorrichtung, insbesondere für eine me
dizinische Röntgeneinrichtung, mit einer von einem Gehäuse
zumindest teilweise gekapselten, in diesem an einer festste
henden Welle drehbar gelagerten Trommel mit einem integrier
ten, die Trommel vorspannenden ersten Federelement, und einem
mit einem Gewicht belasteten, in einer trommelseitigen Nut
geführten und auf- oder abwickelbaren ersten Seil, ge
kennzeichnet durch ein zum ersten Federelement
(7) parallelgeschaltetes, unabhängiges zweites Federelement
(8) und ein in einer weiteren trommelseitigen Nut (4) geführ
tes, mit dem Gewicht verbundenes zweites Seil (6), wobei je
dem Federelement (7, 8) und jedem Seil (5, 6) eine bei de
fektbedingtem Ausfall desselben selbständig wirkende separate
Sicherungseinrichtung (15, 25) zum Verhindern eines Absinkens
des Gewichts zugeordnet ist.
2. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Siche
rungseinrichtungen (15, 25) als an der Trommel (2) angeordne
te Rasteinrichtungen ausgeführt sind und federbeaufschlagte,
zwischen einer eingefahrenen Nichtarbeitsstellung und einer
am Trommelaußenmantel vorspringenden Arbeitsstellung bewegba
re Rastmittel aufweisen, die mit an der im wesentlichen zy
linderförmigen Gehäuseinnenwandung (20) ausgebildeten, vor
zugsweise rippenförmigen Rastvorsprüngen (21) zusammenwirken,
wobei sie über das jeweilige intakte Federelement (7, 8) be
ziehungsweise Seil (5, 6) in der Nichtarbeitsstellung gehal
ten und bei Defekt desselben freigegeben werden.
3. Gewichtsausgleichvorrichtung nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Rastmit
tel und die Rastvorsprünge (21) derart ausgebildet sind, daß
bei ihrem Zusammenwirken die Trommel (2) bezüglich des Gehäu
ses lediglich in eine Richtung drehbar ist.
4. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das einem
Federelement (7, 8) zugeordnete Rastmittel als Rastklinke
(16) ausgebildet ist, die in die Nichtarbeitsstellung in die
Trommel (2) durch ein am Federelement (7, 8) angeordnetes
Eingriffsmittel (22), das beim Vorspannen des Federelements
(7, 8) in ein an der Rastklinke (16) vorgesehenes Gegenstück
(24) eingreift, einklappbar ist.
5. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2
bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das einem Seil (5, 6) zugeordnete Rastmittel als Rast
klinke (26) ausgebildet ist, an der ein in die das Seil (5,
6) führende Nut (3, 4) ragender federbeaufschlagter Stift
(27) o. dgl. angeordnet ist, der vom intakten Seil (3, 4) in
den Nutgrund gedrückt wird, dabei die Rastklinke (26) einfah
rend.
6. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Nuten zur Drehachse unter einem Winkel,
ausgerichtet auf einen Fixpunkt, vorzugsweise den Auflage
punkt des jeweiligen Seils auf einer nachgeschalteten Um
lenkrolle verlaufen.
7. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Nuten auf zur Drehachse unterschiedlich be
abstandeten Bahnen verlaufen.
8. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüchen, dadurch gekennzeich
net, daß der Verlauf (Kennlinie) zumindest der das erste
Seil führenden Nut in Abhängigkeit der Kennlinien der Federe
lemente und des Gewichts gewählt ist.
9. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß ober- und/oder unterseitig der Federelemente
(7, 8) und/oder zwischen den Federelementen (7, 8) reibungs
mindernde Scheiben aus Kunststoff angeordnet sind.
10. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß zwischen den Windungen jedes Federelements ein
Kunststoffband angeordnet ist.
11. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß jedes Federelement eine reibungsmindernde Be
schichtung, insbesondere mit Gleitlack oder Teflon aufweist.
12. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß am Gehäuse ein mit der Trommel in Wirkungsver
bindung bringbares Feststellmittel, insbesondere ein in we
nigstens eine trommelseitig ausgebildete Ausnehmungen ein
greifender Bolzen o. dgl. vorgesehen ist.
13. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach Anspruch 12, da
durch gekennzeichnet, daß das Fest
stellmittel manuell und/oder automatisch, insbesondere elek
tromagnetisch betätigbar ist.
14. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß Mittel, insbesondere in Form von gehäuseseiti
gen Gewindebohrungen (30) zum direkten Ankoppeln einer moto
rischen Hubeinrichtung vorgesehen sind.
15. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß eine automatische Bremseinrichtung vorgesehen
ist, umfassend einen elektromagnetisch betätigbaren Perma
nentmagneten, der derart angeordnet ist, daß er im stromlosen
Zustand an der Trommel, diese bremsend, angreift, und im
stromführenden Zustand eigengewichtsbedingt von der Trommel
gelöst ist.
16. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Trommel aus Kunststoff oder einer Metalle
gierung, insbesondere einer Magnesiumlegierung gebildet ist.
17. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Trommel (2) an der Welle (11) nur an einem
Trommelende gelagert ist.
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