DE19635784C2 - Sicherheitstransportbehälter mit einer Alarmanlage und einer Sicherungstechnik für den Transport von Geld und Wertgegenständen - Google Patents
Sicherheitstransportbehälter mit einer Alarmanlage und einer Sicherungstechnik für den Transport von Geld und WertgegenständenInfo
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Abstract
Die Aufgabe der Erfindung, eine mit Ergreifen des Handgriffes sich selbst schärfende elektronische Sicherung für Transportbehälter, die beim Loslassen des Griffes, bevor diese entschärft worden ist, ein Auslösen einer weiteren Sicherungstechnik bewirkt, so zu verbessern, daß diese Entschärfung mittels eines externen, elektronischen, auf die interne elektronische Sicherung einwirkenden Schaltelementes erfolgt, wurde dadurch gelöst, daß eine die Überwachungsschaltung ansteuernde passive HF-Erkennungstechnik, welche aus einer im Transportbehälter angeordneten Sende-Empfangseinrichtung und einem vom Transportbehälter getrennten Transponder zur Entschärfung der Alarmanlage besteht, vorgesehen ist. Die Erfindung wird an Sicherheitstransportbehältern für Geld und Wertgegenstände wirksam.
Description
Die Erfindung betrifft einen Sicherheitstransportbehälter für den
Transport von beispielsweise in Safebags verwahrtem Geld und von
Wertgegenständen, der mit einer Alarmanlage und einer nach dem
Auslösen der Alarmanlage und Fortdauer des Alarms von dieser
ausgelöst das Transportgut kennzeichnenden Sicherungstechnik
ausgestattet ist, wobei sowohl die Alarmanlage als auch die
Sicherungstechnik bei einem räuberischen Angriff auf die den
Transportbehälter von Hand transportierende Person, in der
Absicht, dieser denselben zu entwenden, spätestens beim Versuch
des Öffnens des Handkoffers durch einen Unberechtigten in
Funktion gesetzt werden.
Es sind bereits als Handkoffer ausgebildete Sicherheitstransport
behälter, die eine akustische und optische Alarmanlage und eine
von dieser angesteuerte, bei einem Ereignis eines unberechtigten
Zugriffs auf den Handkoffer das darin enthaltene Transportgut
kennzeichnende Sicherungstechnik besitzen, bekannt, mit denen
vorwiegend Geld, in Safebags verwahrt, und/oder Wertgegenstände
transportiert werden.
Die Alarmanlage und die Sicherungstechnik werden gleichzeitig
automatisch von einer den Transportbehälter befördernden Person
in Funktion gesetzt, d. h. scharfgeschaltet, wobei diese Scharf
schaltung von der den Transport vollziehenden Person nicht,
sondern nur von einer über eine besondere Legitimation verfüg
enden Person aufgehoben werden kann.
Nach der DE 29 26 153 A1 ist ein solcher gesicherter Transport
koffer bekannt, der mit einem elektronischen Überwachungssystem
zum Transport von Geld und sonstigen Wertsachen ausgerüstet ist.
Das elektronische Überwachungssystem aus dieser Lehre verfügt
über Funktionskreise, wobei einer der Inbetriebsetzung desselben
und der andere zur Sicherung des Inhaltes des Koffers gegen einen
unbefugten Zugriff dient. Die Betätigung der Funktionskreise er
folgt über vorgesehene, mechanisch zu betätigende Schlösser.
Vorgesehene Überwachungsmittel (Griffschalter, Reissleinen
schalter und Deckelaufbruchschalter) werden dabei über ein Schloß
in einem Funktionskreis aktiviert, wobei ein Inbetriebsetzen nach
Einschaltbetätigung durch eine Schlüsselanlage über einen
vorgesehenen Griffschalter erfolgt. Die Deaktivierung der elek
tronischen Überwachungsanlage erfolgt nach Inbetriebsetzung über
die schlüsselbetätigten Funktionskreise.
Diese als Handkoffer ausgebildeten Sicherheitstransportbehälter
sind kistenförmig ausgebildet und weisen eine scharfkantige Form
mit einem seitlichen Deckel, der eine Beschickungsöffnung ver
schließt, auf. In der den Handkoffer nach oben abschließenden
Fläche ist eine Eingriffmulde vorgesehen, in der sich der Hand
griff des Handkoffers befindet. In dieser Eingriffmulde ist eine
Lichtschranke oder ein Sensor untergebracht, die/der beim Er
fassen des Handkoffergriffes durch eine Person eine batterie
gespeiste elektronische Schaltung für die Alarmanlage und für die
Sicherungstechnik des Handkoffers scharfschaltet. Bei einem
Loslassen dieses Griffes, beispielsweise durch den Einfluß eines
Dritten, der denjenigen bedroht, der mit der Beförderung dieses
Sicherheitskoffers gerade befaßt ist, werden dann durch die in
dem Handkoffer untergebrachte spezielle elektronische Schaltung
die Alarmanlage und die Sicherungstechnik in Funktion gesetzt.
Damit wird zunächst ein akustisches Signal abgegeben und dann
eine Rauchpatrone als optisches Signal gezündet. Sofern der Alarm
fortbesteht, d. h. dieser nicht durch einen Berechtigten durch das
Entschärfen der elektronischen Schaltung beendet wird, wird
unmittelbar nach Ablauf eines Zeitintervalles das Explodieren
eines Farbstoffgefäßes, das ebenfalls in dem Handkoffer
untergebracht ist, ausgelöst, wodurch das sich in dem Sicher
heitstransportbehälter befindliche Papiergeld gefärbt und für den
weiteren Gebrauch unbrauchbar gemacht wird.
Zwecks einer Beschickung mit oder einer Entnahme von Transportgut
muß die elektronische Schaltung, die die vorgenannte Alarmanlage
und Sicherungstechnik aktiviert, sofern diese durch das Ergreifen
des Handgriffes scharfgeschaltet worden ist, durch hierzu berech
tigte Personen entschärft werden.
Als Energiequelle für die elektronische Schaltung sowie für die
Alarmanlage und Sicherungstechnik wird eine aufladbare Batterie
verwendet, wobei der Ladezustand kontrolliert wird und die
Aufladung der Batterie außerhalb des Einsatzes des Handkoffers
erfolgt.
Es ist eine elektronische Schaltung für einen als Handkoffer aus
gebildeten Sicherheitstransportbehälter, die eine akustische und
optische Alarmanlage und eine Sicherungstechnik vorgenannter Art
betätigt, bekannt geworden, die nach einer Scharfschaltung über
ein Sicherheitsschloß deaktiviert werden kann. Dieses Sicher
heitsschloß arbeitet nach dem für Banksafeanlagen bekannten
Prinzip. Ein Betätigen dieses Schlosses ist nur mit mehreren ver
schiedenen Schlüsseln, die außerdem nur in einer bestimmten
Reihenfolge benutzt werden dürfen, bedienbar, wobei ganz be
stimmte vorgegebene Schlüsselstellungen durch Drehen der ein
zelnen Schlüssel eingehalten werden müssen. Sofern diese vorge
gebene Regelmäßigkeit in der Handhabung der für dieses Schloß
bestimmten Schlüssel eingehalten wird, kann das Schloß betätigt
und die elektronische Schaltung deaktiviert werden. Jede fehler
hafte Schlüsselbetätigung führt zum Auslösen der Alarmanlage der
Sicherungstechnik, d. h. zum Ertönen eines akustischen
Alarmsignals und der Abgabe eines optischen Signals durch das
Zünden einer Rauchpatrone und dem Explodieren der das Trans
portgut einfärbenden Farbpatrone. Dies erschwert die Benutzung
dieses Sicherheitstransportbehälters auch für die dazu befugten
Personen. Außerdem müssen sowohl die Person, die den Handkoffer
transportieren soll, sowie die Person, die den Handkoffer, bzw.
das Geld in Empfang nehmen soll, jeweils über einen entsprech
enden Schlüsselsatz verfügen. Auch muß dieser entsprechende Satz
von Schlüsseln jeweils - solange er nicht benötigt wird - vor dem
Zugriff Unberechtigter gesichert aufbewahrt werden. Ein weiterer
Mangel einer durch eine Sicherheitsschloßanlage deaktivierbaren
elektronischen Schaltung besteht darin, daß die Berechtigten die
Schlüsselbedienung nicht beherrschen und eine Fehlbedienung zur
Auslösung der vorhandenen Alarmanlage und der Auslösung der
Sicherungstechnik führen kann. Auch ist infolge des Verlustes
oder der Beschädigung eines Schlüssels von denen, die zur
Bedienung erforderlich sind, jeweils das Sicherheitsschloß aus
zuwechseln.
Ein weiterer, bekanntgewordener Sicherheitstransportbehälter für
Geld- und Wertgegenstandstransporte ist mit einer elektronischen
Schaltung ausgestattet, die ebenfalls durch Erfassen des Hand
koffergriffes "geschärft" wird und damit eine akustische und op
tische Alarmanlage und eine Sicherungstechnik der oben be
schriebenen Art aktiviert wird. Hier wird zum Deaktivieren der
elektronischen Schaltung ein Schloß mit einem elektronisch
codierten Schlüssel benutzt. Der Mangel besteht hier darin, daß
der Code des elektronischen Schlüssels mit den heute bekannten
Mitteln ausgelesen werden kann. Damit kann der Sicherheitstrans
portbehälter entwendet werden und die elektronische Schaltung in
den kurzen Zeitintervallen bis zum Auslösen der Alarmanlage bzw.
der nachgeordneten Sicherungstechnik deaktiviert werden. Da
durch erfüllt der Sicherheitstransportbehälter nicht mehr seine
Funktion.
Weiterhin ist es möglich, das zum Deaktivieren eingesetzte
Sicherheitsschloß durch einen Empfänger zu ersetzen, der unter
Nutzung von codierten Signalen vom Geldtransportfahrzeug aus
funkferngesteuert wird. Damit ist es möglich, die Deaktivierung
vor Ort unabhängig von den Personen vorzunehmen, die das Trans
portgut in Empfang zu nehmen haben, wobei die Auflassung zur Ab
gabe des Decodiesingals durch eine sich in dem Transportfahrzeug
aufhaltende Transportperson über Funk zu erfolgen hat.
Nach der EP 0 166 024 A1 ist ein solcher Werttransportkoffer
bekannt, bei dem die Sicherung des Transportgutes durch eine
elektronische Einrichtung (wie auch in der Lösung nach der DE 29 26 153 A1)
vorgenommen wird, wobei jedoch die Aktivierung der
Sicherheits- und Alarmanlage, d. h. der elektronischen Aus
werteeinrichtung über einen externen Sender, d. h. über eine
externe Funk-/Sendeeinrichtung gesteuert erfolgt.
Die Entschärfung der elektronischen Schaltung des Sicherheits
transportbehälters kann ordnungsgemäß lediglich über Funksignale
ausgelöst werden, wozu ein entsprechend Berechtigter, d. h. der
Fahrer des zugehörigen Geldtransportfahrzeuges oder derjenige,
der zum Empfang des Geldes berechtigt ist, ein entsprechendes
Signal über einen dazu vorhandenen einzuschaltenden Sender
abgeben muß.
Diese Art der Aufhebung der Scharfschaltung der elektronischen
Schaltung und damit verbundenen Deaktivierung der Alarmanlage und
der Sicherungstechnik des bekannten Sicherheitstransportbe
hälters hat den Mangel, daß über die gegenwärtig diesbezüglich
gegebenen Möglichkeiten ein Unberechtigter ermitteln kann, welche
Funksignale erforderlich sind, um diese Aufhebung der Scharf
schaltung zu erwirken bzw. das signalgebende Geldtransport
fahrzeug so zu beschädigen, daß ein Signalabgabe über Funk un
möglich ist. Dadurch ist eine Sicherheit der Personen, die dieses
Geld bzw. Wertgegenstände mit diesem Sicherheitstransportbe
hälter befördern müssen, nicht mehr gewährleistet. Es können
Dritte mit Hilfe der vorgenannten Möglichkeiten die elektronische
Schaltung der Alarmanlage und der Sicherungstechnik des
Handkoffers entschärfen und der Person, die den Handkoffer
befördert, diesen entreißen.
Weiterhin ist durch die Firmenschrift eines Herstellers für
gesicherte Transportkoffer ein System bekannt geworden, mit dem
der Geld- und Werttransport in gesicherten Handkoffern, die in
Serienfahrzeugen transportiert werden können, erfolgt und womit
einerseits eine Unerpressbarkeit des Boten erreicht und
andererseits eine Gefahr beseitigt wird, daß der Bote selbst sich
des Kofferinhaltes bemächtigt. Hierzu wurde ein gesicherter
Handkoffer entwickelt, der mit einer elektronischen Überwachungs
schaltung ausgerüstet ist, in der der zeitliche Ablauf eines
Botenganges programmiert ist. Bei Störungen im individuellen
zeitlichen Ablauf eines Botenganges, der in dieser Überwachungs
schaltung einprogrammiert ist, wird ein akustischer Alarm aus
gelöst und anschließend der Kofferinhalt zerstört.
Zur Realisierung des Transportsystems verfügt das Transportfahr
zeug über eine Überwachungsanlage für eine bestimmte Anzahl von
zu transportierenden, gesicherten Handkoffern, an die dann die
einzelnen Handkoffer im leeren, geschlossenen Zustand über Kabel
angeschlossen werden können. Nach Aktivierung der Überwachungs
anlage durch einen verschlüsselten Code wird ein Protokoll für
jeden Handkoffer angelegt und der Bewegungszustand eines jeden
Handkoffers wird automatisch durch die Überwachungsanlage abge
fragt und protokolliert. Ist der Handkoffer über die Kabelver
bindung mit der Überwachungsanlage verbunden, wird außerdem der
Zustand desselben ermittelt, d. h. es wird protokolliert, ob der
Handkoffer einen Inhalt aufweist und ob die Batterie in demselben
geladen ist. Bei Abnahme des Handkoffers von der Überwachungsan
lage, um diesen zu benutzen, wird dieses protokolliert. Wird der
Koffer beim Kunden geöffnet und gegebenenfalls beladen wird durch
Schließen des Kofferdeckels die Alarmanlage des Handkoffers ge
schärft und der Handgriff muß unverzüglich ergriffen werden. So
fern der Handkoffer anschließend nicht innerhalb einer defi
nierten Zeitspanne wieder an die im Fahrzeug vorhandenen Über
wachungsanlage angeschlossen wird, wird zuerst ein akustischer
und dann ein optischer Alarm ausgelöst, wobei zum optischen Alarm
eine Rauchbombe gezündet wird. Nach diesen Alarmen wird der In
halt des Handkoffers eingefärbt und dadurch unbrauchbar gemacht.
Diese Überwachungsanlage dokumentiert das Kommen und Gehen der
Handkoffer und sorgt gleichzeitig für eine programmierbare
Ablauf-Vorgabe für eine entsprechende Sicherheit der Handkoffer,
die im Fahrzeug verbleiben, während der Bote mit einem anderen
gesicherten Handkoffer zu einem Kunden unterwegs ist. Der Bote
hat selbst keine Möglichkeit, einen gefüllten Handkoffer zu
öffnen oder die Ablauf-Vorgabe zu beeinflussen.
Nach der DE 295 19 427 U1 ist eine Anlage zur Handhabung von
Vorgängen zur Übergabe von Wertbehältern mit einer Registrierung
derselben an Geldübergabetresoren bekannt, wobei das Öffnen und
das Sichern des Inhaltes des Tresors hier nicht über eine durch
Transponder gesteuerte elektronische Schaltung erfolgt. Nach
dieser Lehre wird ein Transponder nach dem bekannten Verwendungs
zweck zur Zählung von Vorgängen eingesetzt. Hierzu ist ein Wert
behälter mit einem Transponder versehen und der Tresor, in dem
die Wertbehälter eingegeben werden, ist mit einer Transponder-
Lese-Schreibstation ausgerüstet.
Die Erfindung bezweckt die Sicherung von in Sicherheitstrans
portbehältern zu beförderndem, wertvollem Transportgut vor dem
Zugriff unbefugter Personen, d. h. eine Benutzung desselben durch
eine nicht befugte Person absolut erkennende Sicherungstechnik,
die nur durch Befugte entschärfbar ist und beim Zugriff auf den
Transportkoffer durch Unbefugte eine Einrichtung einschaltet, die
z. B. ein akustisches Alarmsignal auslöst und gleichzeitig ein
optisches Alarmsignal durch Zündung einer Rauchgaspatrone sowie
eine Unbrauchbarmachung des Transportgutes vornimmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektronische
Sicherung für Transportkoffer, die sich selbst schärft, sobald
der Koffergriff mittels einer Hand eines Menschen erfaßt wird,
und die ein Auslösen von Sicherungsmaßnahmen einer weiteren
Sicherungstechnik bewirkt, sobald der Koffergriff losgelassen
wird, bevor diese elektronische Sicherung entschärft worden ist,
so zu verbessern, daß diese Entschärfung mittels eines externen,
elektronischen Schaltelementes, das auf die interne elektronische
Sicherung einwirkt, erfolgt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Transpondertechnik zur Deakti
vierung der über eine elektronische Überwachungsschaltung durch
Erfassen des Tragegriffs sich automatisch und unwiderruflich
scharfschaltenden Alarmanlage und Sicherungstechnik in einem
Sicherheitstransportbehälter verfügt über eine einfache Hand
habung im Umgang mit derartigen Transportbehältern sowohl beim
Kunden als auch durch den Boten, der diesen zu transportieren
hat. Zur Sicherheit der Transpondertechnik gegenüber einer
mißbräuchlichen Handhabung bietet die mit einem Mikroprozessor
versehene elektronische Überwachungsschaltung noch die Mög
lichkeit, die Lesbarkeit auf bestimmte Transpondercodierungen zu
beschränken. Das ist dann von Bedeutung, wenn ein bestimmter
Transponder verlorengegangen ist oder ein Kunde, dem dieser
Transponder zugeteilt worden war, nicht mehr bedient wird, aber
den Transponder mißbräuchlich beabsichtigt zu nutzen.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 Einen als Sicherheitstransportbehälter ausge
bildeten Handkoffer in Seitenansicht
Fig. 2 Einen Handkoffer im Schnitt nach Fig. 1
Fig. 3 Ein Blockschaltbild des Sicherheitssystems
des Sicherheitstransportbehälters nach Fig. 1
Ein mit einem Sicherheitssystem ausgerüsteter und als Handkoffer
ausgebildeter Sicherheitstransportbehälter 1; 2; 4; 5; 6, der
für den Transport von Geld und/oder Wertgegenständen (nicht ge
zeigt) bestimmt ist, besteht aus einem rechteckigen Behälter 1.
Dieser ist mit einem der Beladung dienenden Deckel 2 an der
Frontseite 3 und einem Behälteroberteil 4 versehen. Das Behälter
oberteil 4 weist eine Eingriffsmulde 5 auf, in der ein mit dem
Behälteroberteil 4 fest verbundener Tragegriff 6 angeordnet ist.
Der rechteckige Behälter 1 und das Behälteroberteil 4 weisen ab
gerundete Ecken 7 und abgerundete Kanten 8 auf. Hierdurch wird
erreicht, daß die Kollisionsgefahrgefahr mit Möbeln und dgl. so
wie ein Hängenbleiben an Kleidungsstücken beim Transport des
Handkoffers reduziert werden und ein hierdurch hervorgerufenes
Entreißen desselben aus der Hand des Boten vermieden wird.
Weiterhin ist in dem Behälteroberteil 4 das Sicherheitssystem des
Handkoffers untergebracht. Neben dem Tragegriff 6 ist in dieser
Eingriffsmulde 5 noch eine als Griffsensor ausgebildete ver
deckte Infrarotlichtschranke angebracht, mittels der eine das
Sicherheitssystem ansteuernde, elektronische Überwachungsschal
tung, die einen Mikroprozessor aufweist, durch bloßes Ergreifen
des Tragegriffs 6 scharfgeschaltet wird. In dem Behälteroberteil
4 ist ferner zur Energieversorgung des Sicherheitssystems eine
über Fremdeinspeisung aufladbare, nicht dargestellte Batterie
untergebracht. Der Deckel 2 ist mit einem als mechanischer
Deckelschalter ausgebildeten Deckelsensor versehen, der das Ver
schließen des Deckels 4 erfaßt und der zentralen elektronischen
Überwachungsschaltung meldet. Eine Ladezustandskontrollanzeige
signalisiert den Batterieladezustand durch eine optische und
akustische Anzeige. Sofern die Batterie voll geladen ist,
leuchtet kein Signal auf. Sobald die Batterie nahezu entladen
ist, wird dieser Ladezustand durch Aufleuchten einer LED-Anzeige
in "Grün" angezeigt und es ertönt gleichzeitig ein Aufmerk
samkeitston. Ist die Batterie entladen, leuchtet eine LED-Anzeige
in "Rot" auf und es ertönt ein Dauerton. Zwecks Aufladung der
internen Batterie muß bei geschlossenem Deckel 2 zuerst im
entschärften Zustand der elektronischen Überwachungsschaltung ein
Hauptschalter in eine "Aus"-Stellung gebracht und dann der Deckel
2 geöffnet werden, damit der sich im Sicherheitstransport
behälter befindende Zustandsschalter auf "Laden" geschaltet
werden kann. Über eine Kabelverbindung ist sodann ein Laden der
Batterie möglich. Nach Abschluß des Ladevorganges und Abtrennung
des Einspeisekabels muß der Hauptschalter auf "Ein" geschaltet
werden. Nach Ablauf einer internen Prüfzeit erfolgt nach
erfolgreichem Systemcheck die Freigabe des Sicherheitstrans
portbehälters für den Einsatz. Nunmehr muß der Zustandsschalter
von "Laden" auf "Transport" umgeschaltet werden, wobei der
Handkoffer ungeschärft aber transportbereit ist. Hiernach er
folgt eine automatische Abfrage aller Sensoren, des Deckel
sensors, des Griffsensors und eines, die Berechtigung für den
Zugang zum Sicherheitstransportbehälter im scharfgeschalteten
Zustand signalisierenden passiven HF-Identifikationssystems. Als
Antwortgeber wird ein Transponder eingesetzt, der, ohne eine
eigene Stromversorgung zu benötigen, auf Anforderung durch eine
Bestrahlung desselben mit einer HF-Welle, durch ein mit der
Überwachungsschaltung verbundenes HF-Identifikationssystem, eine
Kennung fälschungssicher aussendet. Kann diese Kennung gelesen
werden durch die sich im Sicherheitstransportbehälter befindende
elektronische Überwachungsschaltung, kann der verschlossene
Deckel 2 des Handkoffers geöffnet werden.
Sobald der Sicherheitstransportbehälter einsatzbereit ist, wird
durch Erfassen des Tragegriffs 6 die Überwachungsschaltung
scharfgeschaltet. Von diesem Zeitpunkt an kann der Sicherheits
transportbehälter nur noch nach vorheriger Abgabe des Berechti
gungsnachweises durch einen Dritten geöffnet werden. Der Nachweis
der Berechtigung wird über einen Transponder geführt. Sofern die
Kennung angenommen wird, kann derjenige, der den Sicherheits
transportbehälter transportiert, den Tragegriff 6 freigeben. Wird
die Hand vom Tragegriff 6 ohne, daß der Nachweis der Berechtigung
für den Zugriff zum Sicherheitstransportbehälter geführt worden
ist, gelöst, dann wird die Alarmanlage aktiviert und nach Durch
lauf eines Zeitintervalles ein akustischer Alarm ausgelöst und,
sofern nicht nach Ertönen dieses akustischen Signals innerhalb
eines definierten Zeitintervalles der Alarmablauf unterbrochen
wird, wird eine Farbpatrone gezündet, wodurch einmal der Alarm
optisch signalisiert und andererseits der Inhalt des Sicherheits
transportbehälters gekennzeichnet wird. Sofern der Alarmablauf
erfolgreich durch ein Wiederergreifen des Tragegriffs 6 gestoppt
worden ist, bleibt die Scharfschaltung der elektronischen Über
wachungsschaltung erhalten und kann nur über die Benutzung eines
Transponders mit einer die Zugriffsberechtigung nachweisenden
Codierung im Transportfahrzeug oder durch den Kunden entschärft
werden. Diese Entschärfung erfolgt, indem der Transponder an eine
hierfür markierte Stelle am Sicherheitstransportbehälter herange
führt wird, was praktisch nur beim Kunden oder im Transportfahr
zeug möglich ist. Danach ist der Deckel 2 entriegelt und läßt
sich öffnen. Nach dieser Entschärfung muß sich die Hand aber
unverzüglich von dem Tragegriff 6 lösen. Sollte das nicht
innerhalb eines definierten Zeitintervalles erfolgen, schärft
sich die elektronische Überwachungsschaltung erneut.
Claims (16)
1. Sicherheitstransportbehälter für den Transport von Geld
oder Wertgegenständen, bestehend aus einem Behälter (1) mit
einem verschließbaren, nur durch einen Berechtigten zu
öffnenden Deckel (2) und einem Behälteroberteil (4), das
mit einem Tragegriff (6) innerhalb eines Griffschutzes (5)
ausgerüstet ist, einer Alarmanlage mit einer das Trans
portgut markierenden Sicherungstechnik, wobei die Alarman
lage von einer sich in einem passiven Ruhestand befind
lichen elektronischen Überwachungsschaltung angesteuert und
mit dem Ergreifen des Tragegriffs (6) sensorgesteuert
unwiderruflich scharfgeschaltet wird und beim Loslassen des
Tragegriffs (6) einen Alarm auslöst und einer die Über
wachungsschaltung ansteuernden passiven HF-Erken
nungstechnik, welche aus einer im Transportbehälter (1)
angeordneten Sende-Empfangseinrichtung und einem vom
Behälter (1) getrennten Transponder zur Entschärfung der
Alarmanlage besteht.
2. Sicherheitstransportbehälter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektronische Überwachungs
schaltung mit einem der Systemsteuerung dienenden
Mikroprozessor im Behälteroberteil (4) angeordnet ist.
3. Sicherheitstransportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder körperlich
getrennt vom Sicherheitstransportbehälter berührungslos als
Zugriffsnachweis benutzt wird, wobei ein ihm eigenes
Kennungssignal mit seinen Daten nach Einlesen durch ein in
der Überwachungsschaltung integriertes Lesegerät als Nach
weis der Zugriffsberechtigung auf den Sicherheitstrans
portbehälter dient.
4. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-Empfangseinrich
tung für die von dem Transponder ausgesandten codierten
Informationen derart ausgebildet ist, daß ein bestimmungs
gemäßes Zusammenwirken nur zustandekommen kann, wenn sich
der Transponder in deren unmittelbarer Nähe befindet.
5. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-Empfangseinrich
tung derart ausgebildet ist, daß die von dieser aus
gestrahlten Signale dazu geeignet sind, vom Transponder in
elektrische Energie umgewandelt zu werden, die ausreicht,
die empfangenen Signale auszuwerten und die codierten
Informationen abzustrahlen.
6. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-Empfangseinrich
tung in Oberflächennähe des Behälteroberteils angebracht
ist.
7. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder als XS-
Karte ausgebildet ist, die über elektronisch unlöschbare,
mittels eines 64-Bit-Codes eingespeicherte, die Zugriffs
berechtigung nachweisende Informationen verfügt.
8. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Transponder
ausgesandten codierten Informationen in einem dort vorge
sehenen, von außen nicht auslesbaren Speicher gespeichert
sind.
9. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder als kontakt
lose Chipkarte ausgebildet ist.
10. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitstransport
behälter als Handkoffer ausgebildet ist und abgerundete
Ecken (7) und Kanten (8) aufweist, und der Griffschutz im
Behälteroberteil (4) als Eingriffsmulde (5) ausgebildet ist,
innerhalb der ein Tragegriff (6) mit dem verdeckt ange
ordneten Sensor vorgesehen ist.
11. Sicherheitstransportbehälter nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der im Griffschutz (5) und/oder am
Tragegriff (6) verdeckt angeordnete Sensor als Infra
rotlichtschranke ausgebildet ist.
12. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Über
wachungsschaltung einen Anzeigenbaustein für die Betriebs
zustände, einen Akustikbaustein der Alarmanlage und eine
von dieser angesteuerte Rauchpatrone steuert.
13. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Transpondersystem als
Lesegerät ausgebildet ist, in das eine Sende-Empfangs
einrichtung einschließlich Datendecoder und. Kommunikations
einheit integriert sind.
14. Sicherheitstransportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Über
wachungsschaltung von einem als Taster ausgebildeten
Deckelsensor, der den Schließzustand des Deckels (2) sig
nalisiert, steuerbar ist.
15. Sicherheitstransportbehälter nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor der elektronischen
Überwachungsschaltung softwaregesteuert programmierbar ist.
16. Sicherheitstransportbehälter nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ansprechbarkeit des Mikroprozessor
der elektronischen Überwachungsschaltung auf definierbare
Codierungen des Transponders einschränkbar programmierbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996135784 DE19635784C2 (de) | 1996-09-04 | 1996-09-04 | Sicherheitstransportbehälter mit einer Alarmanlage und einer Sicherungstechnik für den Transport von Geld und Wertgegenständen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996135784 DE19635784C2 (de) | 1996-09-04 | 1996-09-04 | Sicherheitstransportbehälter mit einer Alarmanlage und einer Sicherungstechnik für den Transport von Geld und Wertgegenständen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19635784A1 DE19635784A1 (de) | 1998-03-05 |
| DE19635784C2 true DE19635784C2 (de) | 2002-10-24 |
Family
ID=7804540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996135784 Expired - Fee Related DE19635784C2 (de) | 1996-09-04 | 1996-09-04 | Sicherheitstransportbehälter mit einer Alarmanlage und einer Sicherungstechnik für den Transport von Geld und Wertgegenständen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19635784C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10127691C2 (de) * | 2001-06-08 | 2003-06-26 | Martin Schmidt | Transportbehältnis mit elektronischem Transportsicherungsmechanismus für Bargeld und Wertgegenstände |
| SE527111C2 (sv) * | 2003-10-09 | 2005-12-27 | Cashguard Ab | Självinnesluten automatisk sedelhanteringsutrustning anpassad för kassasystem |
| DE102011056605A1 (de) | 2011-12-19 | 2013-06-20 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Behälter, insbesondere Wertbehälter |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2926153A1 (de) * | 1978-07-21 | 1980-01-31 | Eugen Gehrer | Gegen entwenden und/oder aufbrechen gesicherter koffer |
| EP0166024A1 (de) * | 1984-06-27 | 1986-01-02 | Ernst A. Humfeldt | Werttransportkoffer |
| DE29519427U1 (de) * | 1995-12-08 | 1996-06-27 | Faust, Holger, 01309 Dresden | Anordnung zur Handhabung von Geldübergabetresoren |
-
1996
- 1996-09-04 DE DE1996135784 patent/DE19635784C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2926153A1 (de) * | 1978-07-21 | 1980-01-31 | Eugen Gehrer | Gegen entwenden und/oder aufbrechen gesicherter koffer |
| EP0166024A1 (de) * | 1984-06-27 | 1986-01-02 | Ernst A. Humfeldt | Werttransportkoffer |
| DE29519427U1 (de) * | 1995-12-08 | 1996-06-27 | Faust, Holger, 01309 Dresden | Anordnung zur Handhabung von Geldübergabetresoren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19635784A1 (de) | 1998-03-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8181 | Inventor (new situation) |
Free format text: STOOF, FRED, 14547 BUSENDORF, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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