DE19634972A1 - Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und Fadenliefergerät - Google Patents
Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und FadenliefergerätInfo
- Publication number
- DE19634972A1 DE19634972A1 DE19634972A DE19634972A DE19634972A1 DE 19634972 A1 DE19634972 A1 DE 19634972A1 DE 19634972 A DE19634972 A DE 19634972A DE 19634972 A DE19634972 A DE 19634972A DE 19634972 A1 DE19634972 A1 DE 19634972A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- brake band
- thread
- bend
- small
- braking
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000012528 membrane Substances 0.000 abstract description 17
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 abstract 2
- 239000000806 elastomer Substances 0.000 abstract 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 8
- 230000006870 function Effects 0.000 description 5
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 3
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 3
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 2
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 208000035859 Drug effect increased Diseases 0.000 description 1
- 230000006399 behavior Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 230000002045 lasting effect Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000004044 response Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 238000009941 weaving Methods 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/34—Handling the weft between bulk storage and weft-inserting means
- D03D47/36—Measuring and cutting the weft
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/34—Handling the weft between bulk storage and weft-inserting means
- D03D47/36—Measuring and cutting the weft
- D03D47/361—Drum-type weft feeding devices
- D03D47/364—Yarn braking means acting on the drum
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 und ein Fadenliefergerät gemäß Patentan
spruch 16.
Bei einer aus PCT/EP94/00476 bekannten Vorrichtung dieser Art
ist der kleindurchmeßrige Endbereich der Membrane derart mit
dem Bremsband verbunden, daß sich die Ringmembrane vom groß
durchmeßrigen Rand des Bremsbandes nach außen erstreckt. In
dem die Ringmebrane mit ihrer Ringhalterung entgegen der Ab
zugsrichtung des Fadens versetzt wird, gerät sie unter eine
Biege- und Zugbelastung, aus der die axiale Kraftbelastung
für das Bremsband resultiert, mit welcher das Bremsband gegen
die Abzugsfläche angelegt wird. Die Ringmembrane vereinigt in
sich die Federfunktion zum Anlegen des Bremsbandes und die
Funktion eines Übertragungskörpers, der die axiale Kraftbela
stung von der Ringhalterung auf das Bremsband überträgt. In
der Praxis kann sich bei dieser Anordnung aufgrund einer
Fehlzentrierung des Bremsbandes auf der Abzugsfläche entlang
der angenähert linienförmigen Berührungszone zwischen dem
Bremsband und der Abzugsfläche eine ungleichmäßige Bremswir
kung für den Faden einstellen. Ferner verwindet sich das
Bremsband im Durchgangsbereich des Fadens, unter der Rei
bungskraft und der Abdrückkraft des Fadens lokal gegen die
Abzugsrichtung des Fadens, was ein gleichmäßiges Spannungsni
veau im abgezogenen Faden erschwert.
Bei anderen Vorrichtungen (US-A 5 409 043, US-A 5 316 051)
wird bei Verwendung eines Bremsbandes die axiale Kraftbela
stung durch einen Hohlkörper mit der Form eines Kegelstumpfes
auf das innen in den Hohlkörper eingeklebte Bremsband über
tragen. Der Hohlkörper wird von außen durch eine Federanord
nung oder eine Ringmembrane abgestützt, die in axialer Rich
tung des Speicherkörpers elastisch, in Radialrichtung hinge
gen relativ starr ist. Der Hohlkörper ist hingegen in axialer
Richtung steif und in radialer Richtung elastisch, so daß
sich das flexible Bremsband trotz der axialen Kraftbelastung
lokal im Durchgangsbereich des Fadens verformen kann. Dieser
Aufbau ist vielteilig. Der Hohlkörper wird hoch belastet und
neigt zum Ermüden. Die Vorrichtung beansprucht relativ viel
Platz.
Bei einer anderen aus DE-U 94 06 102 bekannten Vorrichtung
ist auf die Außenseite des Bremsbandes ein Schaumstoffring
aufgeklebt, der im großdurchmeßrigen Ende eines starren, ke
gelstumpfförmigen Hohlkörpers gehalten ist. An dem Hohlkörper
greift eine Federeinrichtung an, die die axiale Kraftbela
stung für das Bremsband erzeugt. Infolge der relativ kräfti
gen Federanordnung wird der weiche Schaumstoffring stark de
formiert, wodurch die Beweglichkeit des flexiblen Bremsbandes
eingeschränkt ist. Das Bremsband liegt auf der kegeligen Ab
zugsfläche des Speicherkörpers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art sowie ein Fadenliefergerät zu
schaffen, bei denen entlang der Berührungszone zwischen dem
Bremsband und der Abzugsfläche eine gleichmäßige Bremswirkung
erzeugbar und im abgezogenen Faden ein weitestgehend konstan
tes Spannungsniveau einhaltbar ist.
Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentan
spruchs 1 gelöst.
Die Vorrichtung ist platzsparend und besteht aus nur zwei
Teilen. Aufgrund der Umbiegung des kleindurchmeßrigen Endbe
reiches der Ringmembrane wird das Bremsband nicht mehr gegen
die Abzugsfläche gezogen, sondern dagegen geschoben. Das
Bremsband zentriert sich im Betrieb dank der Umbiegung ein
wandfrei, wodurch die Bremswirkung entlang der Berührungszone
gleichmäßig bleibt. Es ist vorstellbar, daß das Bremsband un
ter der Reibungskraft und der Abdrückkraft des Fadens eine
Tendenz entwickelt, den Kegelspitzenwinkel im Durchgangsbe
reich des Fadens lokal zu vergrößern, d. h. sich in Abzugs
richtung zu verwinden. Dadurch würde bei einer starken, vom
Faden auf das Bremsband ausgeübten Belastung, wie sie bei
spielsweise bei einer starken Beschleunigung des Fadens oder
bei einer hohen Abzugsgeschwindigkeit auftritt, zwischen der
Abzugsfläche und dem Bremsband ein sichelförmiger Zwischen
raum geöffnet, in dem der Abzugswiderstand für den Faden
nachläßt. In solchen Betriebsphasen, in denen ohnedies durch
die Beschleunigung oder die hohe Abzugsgeschwindigkeit die
Spannung im abgezogenen Faden erhöht wird, würde nur mehr ein
vernachlässigbarer Beitrag zur Spannungserhöhung von der
Bremsvorrichtung hinzugefügt. Hingegen würde bei einer gerin
gen vom Faden auf das Bremsband ausgeübten Belastung der Ke
gelspitzenwinkel des Bremsbandes im Durchgangsbereich des Fa
dens lokal verkleinert und die Bremswirkung erhöht, um durch
diese erhöhte Bremswirkung die dann an sich geringe Faden
spannung anzuheben. Dies kann zum Konstanthalten der Faden
spannung im abgezogenen Faden beitragen. Die Vorrichtung er
bringt dadurch einen Selbstkompensations-Effekt, d. h., die
Bremswirkung wird selbsttätig verringert, wenn die Fadenspan
nung steigt, und wird selbsttätig erhöht, wenn die Fadenspan
nung sinkt. Bei gegebenen Außenabmessungen der Ringhalterung
wird durch den Querschnittsverlauf der Ringmembrane ein opti
mal großer radialer Erstreckungsbereich der Ringmembrane für
die Verformung genutzt. Da sich der Verbindungsbereich auf
einem optimal kleinen Durchmesser befindet, wird die Eigenbe
weglichkeit oder Flexibilität des Bremsbandes so wenig wie
möglich durch die Ringmembrane beeinträchtigt, wobei die Um
biegung nach innen die korrekte Selbstzentrierung des Brems
bandes an der Abzugsfläche begünstigt.
Die einwandfreie Zentrierung des Bremsbandes und die Kon
stanthaltung des Spannungsniveaus sind gemäß Anspruch 2 aus
geprägt.
Gemäß Anspruch 3 liegt der hauptsächliche Kraftbelastungs-Über
tragungsbereich von der Ringmembrane auf das Bremsband
innerhalb des Durchmessers der Berührungszone zwischen dem
Bremsband und der Abzugsfläche. Dadurch verwindet sich das
Bremsband, das zweckmäßigerweise ein sehr dünner, flexibler
Metallkörper ist, im Durchgangsbereich des Fadens unter stär
kerer Fadenbelastung unter lokaler Vergrößerung des Kegel
spitzenwinkels in Abzugsrichtung. Dies trägt zur Konstanthal
tung der Fadenspannung bei.
Ein günstiges dynamisches Verhalten ergibt sich bei der Aus
führungsform gemäß Anspruch 4.
Die Übertragung der Kraftbelastung auf das Bremsband erfolgt
gemäß Anspruch 5 sehr gleichmäßig. Die Ringmembrane ist in
der Umbiegung sehr nachgiebig, so daß die Eigenbeweglichkeit
des Bremsbandes unter der Belastung des Fadens so wenig wie
möglich behindert wird. Andererseits unterstützt die bogen
förmige Umbiegung die Selbstzentrierung des Bremsbandes auf
der Abzugsfläche.
Herstellungstechnisch ist es gemäß Anspruch 6 zweckmäßig, zu
mindest die beiden Ränder des Bremsbandes frei zu lassen.
Gemäß Anspruch 7 wird die Selbstzentrierung des Bremsbandes
verbessert.
Gemäß Anspruch 8 wird die Eigenbeweglichkeit bzw. Flexibili
tät des Bremsbandes nur minimal behindert.
Gemäß Anspruch 9 wird die außenliegende Umbiegung bei der
Übertragung der Kraftbelastung auf das Bremsband erheblich
verformt. Die Verformungsbewegungen und die in diesem Bereich
auftretenden Kräfte sind jedoch vom Bremsband so weit ent
fernt, daß sie das korrekte Arbeiten des Bremsbandes in sei
ner Bremsfunktion nicht beeinträchtigen.
Gemäß Anspruch 10 werden sozusagen die beiden Umbiegungen
durch den Verbindungsabschnitt voneinander entkoppelt.
Gemäß Anspruch 11 wird diese Entkopplung durch wenigstens ei
ne weitere konzentrische Wellung verstärkt.
Die Umbiegung der Ringmembrane kann gemäß Anspruch 12 an der
Außenseite und/oder an der Innenseite des Bremsbandes befe
stigt sein. Kleben oder Vulkanisieren führen zu sehr homoge
nen und dauerhaft haltbaren Verbindungsbereichen. Wird die
Umbiegung an der Innenseite des Bremsbandes befestigt, dann
greift die Umbiegung um den kleindurchmeßrigen Rand des
Bremsbandes herum. Gegebenenfalls erfolgt die Verbindung di
rekt am kleindurchmeßrigen Rand des Bremsbandes.
Der gemäß Anspruch 13 in einem Bereich um etwa 120°, z. B.
zwischen 90 und 140°, liegende Kegelspitzenwinkel des Brems
bandes führt zu einem feinfühligen Ansprechen der Vorrichtung
auf Beschleunigungen oder Verzögerungen des Fadens. Bei prä
ziser Selbstzentrierung des Bremsbandes an der Abzugsfläche
ergibt sich ein weitestgehend konstantes Spannungsniveau im
abgezogenen Faden.
Gemäß Anspruch 14 liegt zwischen dem Bremsband und der Ab
zugsfläche ein angenähert linienförmiger Berührungsbereich
vor, in dem der Faden gebremst wird. Zum Bremsspalt führt ein
sich allmählich verengender Einlaß, was für den bei der Ab
zugsbewegung (Ballonbildung) auch quer zu seiner Laufrichtung
bewegten Faden günstig ist. Ferner liegt ein sich allmählich
erweiternder Auslaßbereich stromab des Bremsspalts vor, in
welchem sich der ablaufende Faden bewegen kann.
Günstige kinematische Verhältnisse ergeben sich bei der Aus
führungsform gemäß Anspruch 15. Der Verbindungsabschnitt mit
der außenliegenden Umbiegung kann eine zusätzliche wünschens
werte Funktion erfüllen, nämlich die eines Ballonbegrenzers,
durch den der Faden bei hoher Abzugsgeschwindigkeit daran ge
hindert wird, sich zu weit von der Oberfläche des Speicher
körpers abzuheben.
Bei dem Fadenliefergerät gemäß Anspruch 16 wird dank einer
einwandfreien Selbstzentrierung des Bremsbandes ein weitest
gehend konstantes Spannungsniveau im abgezogenen Faden er
reicht. Die Vorrichtung läßt sich auf geringem Bauraum im Fa
denliefergerät unterbringen.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungs
gegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil eines Längsschnittes eines Fadenlieferge
räts mit einer Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens,
Fig. 2a-d Detailvarianten im Schnitt.
Ein mit einer Vorrichtung B zum Bremsen eines Fadens Y ausge
stattetes Fadenliefergerät F, vorzugsweise ein Fadenlieferge
rät für Projektil- oder Greiferwebmaschinen, weist ein sche
matisch angedeutetes Gehäuse 1 mit einem Antriebsmotor 2 für
ein Aufwickelorgan 3 sowie einen stationären Speicherkörper S
auf. Am Gehäuse 1 ist ein Gehäuseausleger 8 vorgesehen. Der
Faden Y wird von einer nicht-dargestellten Vorratsspule abge
zogen, von links in Fig. 1 in das Gehäuse 1 ein- und durch
das Aufwickelorgan 3 hindurchgeführt, das bei der Drehbewe
gung des Antriebsmotors 2 den Faden Y in Windungen tangential
auf die Oberfläche 5 des Speicherkörpers aufwickelt
(Fadenvorrat 4). Nicht-dargestellte Einrichtungen erteilen
den Fadenwindungen eine Vorschubbewegung in Fig. 1 nach
rechts. Am freien Frontende des Speicherkörpers S ist eine
konvex gekrümmte Abzugsfläche 6 vorgesehen, die konzentrisch
zur Achse des Speicherkörpers S verläuft. Koaxial zum Spei
cherkörper S ist ein Fadenleitorgan 7 vorgesehen, durch wel
ches der über die Abzugsfläche 6 umgelenkte und durch die
Vorrichtung B hindurchgezogene und dabei wie ein Uhrzeiger um
die Abzugsfläche 6 umlaufende Faden axial abgezogen wird.
Eine Ringhalterung 11, die einen Tragring 12 abstützt, ist an
einem Schwenkzapfen 9 angebracht, der im Ausleger 8 mittels
einer Verstellvorrichtung 10 annähernd parallel zur Achse des
Speicherkörpers S verstellbar ist. Der Tragring 12 stützt ei
ne Ringmembran R, z. B. aus elastomerem oder gummiartigem Ma
terial, ab, die im Querschnitt annähernd S-förmig ausgebildet
ist. Der kleindurchmeßrige Innenbereich der Ringmembrane R
ist mit einem kegelstumpfförmigen Bremsband T verbunden, das
zweckmäßigerweise aus dünnem Metallblech 19 besteht und sehr
flexibel, dabei jedoch zugfest, ist.
Die Ringmembrane weist einen äußeren Halteringflansch 13 auf,
der mit dem Tragring 12 verbunden ist, und an den sich eine
außenliegende Umbiegung 14 anschließt. Die Umbiegung 14 ist
über einen nach außen bogenförmig gekrümmten Verbindungsab
schnitt 15 mit einer weiteren gegensinnigen Umbiegung 17 ver
bunden, die nach Art eines 180°-Bogens ausgebildet ist und
mit einem Endteil 18 durch Kleben oder Vulkanisieren mit dem
Bremsband T verbunden ist. Bei der gezeigten Ausführungsform
sind der innere und der äußere Rand 20, 21 des Bremsbandes T
frei. Im Verbindungsabschnitt 15 könnte wenigstens eine wei
tere Wellung W geformt sein. Das Bremsband T bildet eine in
Umfangsrichtung kontinuierliche, verschleiß- und hitzefeste
Bremsfläche 22, die entlang einer Berührungszone 23 auf der
Abzugsfläche 6 aufliegt. Die Ränder 20 und 21 des im Quer
schnitt geradlinigen Bremsbandes T befinden sich im Abstand
von der Abzugsfläche 6. Der Hauptteil des Verbindungsberei
ches zwischen der Umbiegung 17 bzw. dem Endteil 18 und dem
Bremsband T befindet sich innerhalb des Durchmessers des Be
rührungsbereiches 23.
In Abhängigkeit von der mit dem Fadenliefergerät verarbeite
ten Fadenqualität wird die axiale Position der Ringhalterung
11 so eingestellt, daß sich ein vorbestimmter axialer Anpreß
druck für das Bremsband T ergibt. Sobald der zwischen dem
Bremsband T und der Abzugsfläche 6 durchgehende Faden Y abge
zogen wird, wobei er zusätzlich zwischen dem Bremsband T und
der Abzugsfläche 6 nach Art eines Uhrzeigers umläuft, wird
das Bremsband lokal im Durchgangsbereich des Fadens Y ver
formt. Es kann sich eine sichelförmige Öffnung angrenzend an
den Faden bilden. Der Endteil 18 und die Umbiegung 17 beein
trächtigen diese Eigenbeweglichkeit des Bremsbandes T nicht.
Wird der Faden stark beschleunigt oder mit hohem Geschwindig
keitsniveau abgezogen, dann sind die vom Faden auf das Brems
band T ausgeübte Reibungskraft und die Abdrückkraft relativ
hoch. Das Bremsband T kippt im Durchgangsbereich des Fadens
geringfügig z. B. in Abzugsrichtung (Vergrößerung des Kegel
spitzenwinkels α), wodurch die Bremswirkung nachläßt. Bei ge
ringer Fadengeschwindigkeit oder beim Nachlassen der Fadenge
schwindigkeit lassen auch die Kräfte auf das Bremsband nach,
das sich im Durchgangsbereich des Fadens unter Verkleinerung
des Kegelspitzenwinkels α beispielsweise entgegengesetzt zur
Abzugsrichtung verwindet. Dadurch nimmt die Bremswirkung
selbsttätig wieder zu. Die Bremsvorrichtung paßt sich auf
diese Weise selbsttätig den jeweiligen Anforderungen an, um
ein möglichst gleichmäßiges Spannungsniveau im abgezogenen
Faden aufrechtzuerhalten.
Gemäß Fig. 2a befindet sich bei freibleibendem Rand 21 des
Bremsrandes T der Verbindungsbereich zwischen dem Endteil 18
der Umbiegung 17 und dem Bremsband innerhalb des Durchmessers
des Berührungsbereiches 23. Gemäß Fig. 2b greift die Umbie
gung 17 mit dem Endteil 18 sogar um den Rand 21 des Bremsban
des T herum. Gemäß Fig. 2c liegt der Übergang vom Endteil 18
in die Umbiegung 17 beim Rand 21 des Bremsbandes T. Gemäß
Fig. 2D bedeckt der Endteil 18 der Umbiegung 17 nahezu die
gesamte Außenfläche des Bremsbandes T.
Claims (16)
1. Vorrichtung (B) zum Bremsen eines Fadens (Y), mit einer
rotationssymmetrischen Abzugsfläche (6) eines stationären
Speicherkörpers (S) für einen Fadenvorrat (4), aus dem der
Faden (Y) umlaufend über die Abzugsfläche (6) und weiter
durch ein zur Abzugsfläche koaxiales Leitorgan (7) abziehbar
ist, mit einem kegelstumpfförmigen, flexiblen Bremsband (T),
das annähernd koaxial zur Abzugsfläche (6) angeordnet und mit
einer in Umfangsrichtung kontinuierlichen Bremsfläche (22)
axial gegen die Abzugsfläche (6) kraftbelastet ist, und mit
einer elastischen Ringmembrane (R), die am kleindurchmeßrigen
Endbereich kraftübertragend mit dem Bremsband (T) verbunden
und im großdurchmeßrigen Endbereich in einer äußeren Ringhal
terung (11) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
kleindurchmeßrige Endbereich der Ringmembrane (R) in Richtung
zur Abzugsfläche (6) nach innen umgebogen und dort mit dem
Bremsband (T) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Ringmembrane (R) - im Querschnitt - von außen her
mit einem Abstand zum Bremsband (T) an diesem vorbei nach in
nen bis etwa auf die Höhe des kleindurchmeßrigen Randes (21)
des Bremsbandes und erst mit der Umbiegung (17) an das Brems
band (T) hin erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verbindungsbereich zwischen der Umbiegung (17) und dem
Bremsband (T), zumindest zu einem erheblichen Teil innerhalb
des Durchmessers der Berührungszone (23) zwischen der Abzugs
fläche (6) und dem Bremsband (T) liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Übergang vom Verbindungsbereich in die Umbiegung (17) na
he dem oder am kleindurchmeßrigen Rand (21) des Bremsbandes
(T) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der kleindurchmeßrige Endbereich der Ringmembrane (R) bogen
förmig und über annähernd 180° nach innen umgebogen ist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die beiden Ränder (21,
20) des Bremsbandes außerhalb des Verbindungsbereiches mit
der Umbiegung (17) frei liegen.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmembrane (R) ei
nen annähernd S-förmigen Querschnittsverlauf aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandstärke der Ringmembrane (R) zumindest im nach innen
umgebogenen kleindurchmeßrigen Endbereich allmählich abnimmt.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der großdurchmeßrige
Endbereich der Ringmembrane (R), vorzugsweise angrenzend an
einen Halteringflansch (13), nach außen und gegensinnig zur
Umbiegung (17) des kleindurchmeßrigen Endbereichs umgebogen
ist.
10. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Ringmembrane (R) zwischen beiden
Umbiegungen (17, 14) ein nach außen bogenförmig gekrümmter
Verbindungsabschnitt (15) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
im Verbindungsabschnitt (15) wenigstens eine konzentrisch um
laufende Wellung (W) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umbiegung (17) mit der Außenseite und/oder Innenseite des
Bremsbandes (D) verbunden ist, vorzugsweise durch Kleben oder
Vulkanisieren.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kegelspitzenwinkel (α) des Bremsbandes (T) bei etwa 120°
liegt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abzugsfläche (6) konvex gekrümmt ist.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsabschnitt
(15) in etwa konform zur Abzugsfläche (6) verläuft.
16. Fadenliefergerät (F) mit einer Vorrichtung gemäß wenig
stens einem der Ansprüche 1 bis 15 zum Bremsen des auf den
Speicherkörper (S) in Windungen zwischengespeicherten und
überkopf des Speicherkörpers (S) umlaufend zwischen der Ab
zugsfläche (6) und dem Bremsband (T) abgezogenen Fadens (Y).
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19634972A DE19634972A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und Fadenliefergerät |
| KR1019997001665A KR100333101B1 (ko) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | 방적사 제동용 장치 및 방적사 공급 장치 |
| US09/254,194 US6125892A (en) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Yarn feeding apparatus and braking device including an elastic annular membrane |
| DE59705792T DE59705792D1 (de) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Vorrichtung zum bremsen eines fadens und fadenliefergerät |
| CN97198865A CN1087707C (zh) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | 纱线制动装置和导纱器 |
| EP97944805A EP0923502B1 (de) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Vorrichtung zum bremsen eines fadens und fadenliefergerät |
| PCT/EP1997/004698 WO1998008767A1 (de) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Vorrichtung zum bremsen eines fadens und fadenliefergerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19634972A DE19634972A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und Fadenliefergerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19634972A1 true DE19634972A1 (de) | 1998-03-05 |
Family
ID=7804049
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19634972A Withdrawn DE19634972A1 (de) | 1996-08-29 | 1996-08-29 | Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und Fadenliefergerät |
| DE59705792T Expired - Fee Related DE59705792D1 (de) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Vorrichtung zum bremsen eines fadens und fadenliefergerät |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59705792T Expired - Fee Related DE59705792D1 (de) | 1996-08-29 | 1997-08-28 | Vorrichtung zum bremsen eines fadens und fadenliefergerät |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6125892A (de) |
| EP (1) | EP0923502B1 (de) |
| KR (1) | KR100333101B1 (de) |
| CN (1) | CN1087707C (de) |
| DE (2) | DE19634972A1 (de) |
| WO (1) | WO1998008767A1 (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE9700666D0 (sv) * | 1997-02-24 | 1997-02-24 | Iro Ab | Fadenliefergerät und fadenbremse |
| DE19846221A1 (de) * | 1998-10-07 | 2000-04-13 | Iro Patent Ag Baar | Fadenbremse und Fadenliefergerät mit einer Fadenbremse |
| DE19911943A1 (de) * | 1999-03-17 | 2000-09-21 | Iro Patent Ag Baar | Fadenliefergerät und Fadenbremskörper |
| US7153691B2 (en) * | 2002-11-13 | 2006-12-26 | G6 Science Corp. | Method of identifying and assessing DNA euchromatin in biological cells for detecting disease, monitoring wellness, assessing bio-activity, and screening pharmacological agents |
| DE102004045725A1 (de) * | 2004-09-21 | 2006-03-23 | Aktiebolaget Iro | Fadenbremskörper |
| CN103233990B (zh) * | 2013-05-07 | 2015-04-22 | 西北工业大学 | 一种膜片空间系绳制动器 |
| CN106868655B (zh) * | 2017-04-13 | 2023-09-26 | 江西省山星纺机实业有限公司 | 一种环锭纺细纱机叶子板式的假捻装置 |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE69223575T2 (de) * | 1991-09-20 | 1998-04-16 | Lgl Electronics Spa | Selbstregulierende Fadenbremse für eine Schussfadenliefervorrichtung |
| IT1256329B (it) * | 1992-11-23 | 1995-11-30 | Dispositivo di alimentazione di filo | |
| IT1263623B (it) * | 1993-02-23 | 1996-08-27 | Roj Electrotex Nuova Srl | Alimentatore di filo |
| DE4407958A1 (de) * | 1994-03-09 | 1995-09-14 | Iro Ab | Fadenbremsvorrichtung |
| DE9406102U1 (de) * | 1994-04-13 | 1995-08-10 | Sobrevin Société de brevets industriels-Etablissement, Vaduz | Fadenspeicher mit Fadenabzugsbremse |
| EP0840706B2 (de) * | 1995-07-24 | 2003-09-03 | Iro Ab | Fadenliefergerät |
-
1996
- 1996-08-29 DE DE19634972A patent/DE19634972A1/de not_active Withdrawn
-
1997
- 1997-08-28 KR KR1019997001665A patent/KR100333101B1/ko not_active Expired - Fee Related
- 1997-08-28 DE DE59705792T patent/DE59705792D1/de not_active Expired - Fee Related
- 1997-08-28 EP EP97944805A patent/EP0923502B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1997-08-28 CN CN97198865A patent/CN1087707C/zh not_active Expired - Fee Related
- 1997-08-28 US US09/254,194 patent/US6125892A/en not_active Expired - Fee Related
- 1997-08-28 WO PCT/EP1997/004698 patent/WO1998008767A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0923502A1 (de) | 1999-06-23 |
| KR20000035928A (ko) | 2000-06-26 |
| EP0923502B1 (de) | 2001-12-12 |
| DE59705792D1 (de) | 2002-01-24 |
| WO1998008767A1 (de) | 1998-03-05 |
| US6125892A (en) | 2000-10-03 |
| KR100333101B1 (ko) | 2002-04-22 |
| CN1233226A (zh) | 1999-10-27 |
| CN1087707C (zh) | 2002-07-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0963335B1 (de) | Fadenliefergerät und fadenbremse | |
| EP1656317B1 (de) | Spulenwickelvorrichtung | |
| DE102007020805A1 (de) | Darmbremse mit einstellbarer Bremskraft | |
| DE102016005546A1 (de) | Spreizwalze zum seitlichen ausbreiten einer flächigen materialbahn, verfahren zum spreizen einer flächigen materialbahn sowie vorrichtung zum handhaben von flächigen materialbahnen | |
| DE19634972A1 (de) | Vorrichtung zum Bremsen eines Fadens und Fadenliefergerät | |
| EP0755359B1 (de) | Fadenspeicher mit fadenabzugsbremse | |
| DE102016117506B3 (de) | Fadenliefergerät | |
| DE3214128A1 (de) | Pneumatischer greifer | |
| CH623856A5 (de) | ||
| DE3235789C2 (de) | Schwenkbarer Spulenhalter | |
| WO2001083130A1 (de) | Biegevorrichtung für dünnwandige metallrohre | |
| WO2008052371A1 (de) | Haltevorrichtung für kopse und spulen | |
| EP0833969B1 (de) | Fadentransportvorrichtung für eine textilmaschine, insbesondere für eine bandwebmaschine | |
| DE2832763A1 (de) | Stuetzspirale fuer einen schlauch und schlauchanordnung mit stuetzspirale | |
| EP1040068B1 (de) | Fadenspeicher | |
| DE69804535T2 (de) | Selbstregulierende modulierte Fadenbremse für eine Schussfadenliefervorrichtung | |
| EP0842886B1 (de) | Fadenliefergerät | |
| EP0889843B1 (de) | Fadenliefergerat | |
| EP3670411B1 (de) | Spinnspulenträger sowie spreizeinheit für einen spinnspulenträger | |
| EP1658231B1 (de) | Messliefergerät | |
| EP0927139B1 (de) | Fadenbremse | |
| DE102005051706B3 (de) | Luftfeder | |
| DE4411447C2 (de) | Wickeleinrichtung | |
| DE10247506A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer Warenbahn, insbesondere einer Kunststoff-Folienbahn | |
| AT283246B (de) | Vorrichtung für den Überkopfabzug von Feindraht mit großer Geschwindigkeit von einer Spule |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |