DE19634670A1 - Gurtanordnung zum Tragen eines handgeführten Arbeitsgerätes - Google Patents
Gurtanordnung zum Tragen eines handgeführten ArbeitsgerätesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gurtanordnung zum Tragen eines
handgeführten Arbeitsgerätes, insbesondere eines Frei
schneidegerätes oder dgl. durch einen Benutzer nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE-A 40 38 096 ist eine gattungsgemäße Gurtanord
nung für eine Rodungssäge bekannt, bei der zur Verbindung
der vorderen Enden der Schultergurte mit dem Seitengurt
eine auf Höhe des Brustbeines des Benutzers liegende
Schloßplatte vorgesehen ist, an der auch das eine Ende des
Tragbandes der Tragplatte eingehängt ist. Die Gurtanordnung
gewährleistet zwar einen festen, unverlierbaren Sitz, ver
teilt die einseitig am Tragband angehängte Last aber un
gleichmäßig auf die Schultern des Benutzers. Außerdem wird
die unmittelbar zur Krafteinleitung in die Schultergurte
vorgesehene Schloßplatte als einengend empfunden, da sie
auf das Brustbein drückt und die Atmung des Benutzers be
hindert; weiblichen Benutzern ist das Tragen einer der
artigen Gurtanordnung nicht zuzumuten. Auch treten beim An
legen der Gurtanordnung Probleme bei der Handhabung auf, da
in der Schloßplatte mehrere Einstecköffnungen vorgesehen
sind, die verwechselt werden können.
Aus der US-A 4,776,504 ist eine Trageeinrichtung bekannt,
welche aus einer U-förmigen Kunststoffplatte besteht, deren
Schenkel die Schultergurte bilden. Die freien Enden der
Schenkel müssen vor dem Brustbein des Benutzers miteinander
verbunden werden; das Tragband der Tragplatte ist zwischen
dem Ende eines Schultergurtes und einem Rückenabschnitt der
Kunststoffplatte befestigt. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Benutzers ist ein Ausgleichsband vorgesehen. Da
durch kann zwar die Last annähernd gleichmäßig auf die
Schultern verteilt werden, jedoch wirkt das Ausgleichsband
einseitig auf den Körper des Benutzers. Außerdem wird der
Brustraum durch die auf Höhe des Brustbeines verbundenen
Schultergurte eingeengt; weibliche Personen können aufgrund
des Gurtverlaufes mit dieser bekannten Trageeinrichtung
nicht arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsge
mäße Gurtanordnung zum Tragen eines handgeführten Arbeits
gerätes derart weiterzubilden, daß im Brustbereich des Be
nutzers keine unangenehmen Belastungen auftreten und eine
gleichmäßige Lastverteilung auf die Schultern des Benutzers
möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Da die freien, vorderen Enden der Schultergurte von dem je
weils vorderen Ende des Beckengurtes und des Seitengurtes
getrennt liegen, also nicht mit anderen Gurtenden der Gurt
anordnung verbunden sind, bleibt der Brustbereich des Be
nutzers frei. Die Atmung des Benutzers ist nicht behindert,
da im Brustbereich keine Kräfte eingeleitet werden; der
Gurt eignet sich insbesondere für weibliche Benutzer, die
ohne Einschränkung bei angelegtem Gurt bequem arbeiten kön
nen.
Der zur Tragplatte offene Beckengurt wird aufgrund der Ver
bindung mit dem Tragband der Tragplatte derart mit der Ge
wichtskraft des Arbeitsgerätes beaufschlagt, daß der
Beckengurt ähnlich einem angelegten Gürtel fest auf der
Hüfte auf liegt, wodurch sich eine weitgehend gleichmäßige
Lastverteilung im Hüftbereich ergibt.
Da die vorderen Enden der Schultergurte weder miteinander
noch mit anderen Gurtenden, sondern nur über die Verbin
dungsbänder mit der Rückenplatte verbunden sind, liegen sie
ähnlich den Schultergurten eines Rucksackes am Körper des
Benutzers an; das An- und Ablegen der Gurtanordnung ist be
sonders einfach.
Vorteilhaft ist das vordere Ende des Seitengurtes mit dem
vorderen Ende des Beckengurtes über ein Ausgleichsband ver
bunden, an dem das Tragband befestigt ist. Über das Aus
gleichsband erfolgt so eine Lastverteilung in den Becken
gurt und den Seitengurt, wobei die in den Seitengurt ein
geleitete Last über die Rückenplatte auf die Schultergurte
abgeleitet wird. Bevorzugt ist am Ausgleichsband ein frei
in Längsrichtung des Ausgleichsbandes verschiebbares Be
festigungsglied eingehängt, an dem das Tragband angreift.
Dadurch ist ohne Einstellarbeiten eine Anpassung der Gurt
längen an die Größe und die Gestalt unterschiedlicher Be
nutzer gegeben. Auch bei Körperbewegungen erfolgt über das
verschiebbar am Ausgleichsband angreifende Befestigungs
glied sogleich eine entsprechend angepaßte Lastaufteilung,
so daß auch bei längerer Benutzung des Gurtes die optimale
Lastverteilung auf den Beckengurt und die Schultergurte
beibehalten bleibt.
Zweckmäßig ist das Befestigungsglied Teil einer Steck
kupplung, deren Gegenstück an dem zugewandten Ende des
Tragbandes festliegt. Das so ausgebildete Gurtschloß ist
die einzige aufzutrennende Verbindung zum An- oder Ablegen
der Gurtverbindung. Der so geschaffene einfache Aufbau ge
währleistet, daß auch Erstbediener den Gurt ohne weitere
Anweisung funktionsrichtig anlegen können, wobei die
Rückenplatte die Lage des Gurtes vorbestimmt. Die Einzel
gurte sind verwindungssteif mit der Rückenplatte verbunden,
so daß die Gurtanordnung auch im abgelegten Zustand weit
gehend die beim Anlegen erforderliche Lage beibehält und
ein falsches Anlegen damit vermieden werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den wei
teren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in
der ein nachfolgend im einzelnen beschriebenes Ausführungs
beispiel der Erfindung dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung einen bekannten
Gurt zum Tragen eines Arbeitsgerätes durch einen
Benutzer,
Fig. 2 in schematischer räumlicher Darstellung eine erfin
dungsgemäße Gurtanordnung zum Tragen eines handge
führten Arbeitsgerätes,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf ein Gurtschloß,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf
ein Längeneinstellglied für ein Tragband,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5.
In Fig. 1 ist ein einfacher Traggurt 3 gemäß dem Stand der
Technik am Anmeldetag gezeigt. Der Traggurt 3 dient dem
Tragen eines Arbeitsgerätes, das im gezeigten Ausführungs
beispiel ein Freischneidegerät 1 bzw. eine Motorsense ist.
Der Traggurt 3 wird über die linke Schulter des Benutzers 2
gelegt und weist eine auf der rechten Seite des Benutzers
vorgesehene Einhängeöse 13, Karabinerhaken oder dgl. auf,
in die das Arbeitsgerät mit einer Einhängevorrichtung 11
eingehängt wird. Die Einhängevorrichtung 11 ist etwa im
Schwerpunkt des Arbeitsgerätes 1 vorgesehen.
Das Freischneidegerät 1 weist einen Antriebsmotor 4 auf,
der im Ausführungsbeispiel ein Verbrennungsmotor, nämlich
ein Zweitaktmotor ist. Der Antriebsmotor 4 treibt eine in
einem gebogenen Führungsrohr 5 gelagerte Antriebswelle, die
einen am unteren Endabschnitt 6 des Führungsrohres 5 gehal
tenen Schneidkopf 7 antreibt. Im gezeigten Ausführungsbei
spiel ist der Schneidkopf 7 ein Fadenschneider, der min
destens einen radial vom Schneidkopf 7 abstehenden Fadenab
schnitt 8 aufweist, der als Schneidwerkzeug dient. Anstelle
des Fadenabschnittes 8 kann auch ein Schneidblatt, ein
Kreissägeblatt oder dgl. eingesetzt werden. Oberhalb des
Schneidkopfes 7 ist ein sich über einen Teilumfang er
streckender Schutzschild 9 angeordnet, der mittels einer
Manschette 10 am Endabschnitt 6 des Führungsrohres 5 be
festigt ist. Ein am Führungsrohr 5 befestigter, lenker
artiger Griff 12 dient zur Führung des Freischneidegerätes;
an ihm sind eventuell notwendige Bedienungselemente für den
Antriebsmotor 4 angeordnet.
Zur Erzielung einer symmetrischen Lastverteilung auf die
Schultern des Benutzers 2 ist die erfindungsgemäße Gurtan
ordnung 20 gemäß Fig. 2 vorgesehen. Die Gurtanordnung be
steht aus einer Rückenplatte 21, die zur Übertragung von
Schubkräften bevorzugt aus Kunststoff, insbesondere einem
mäßig weichen Kunststoff, besteht. Im Bereich der Schulter
blätter des Benutzers 2 sind im oberen Bereich 21a der
Rückenplatte 21 Schultergurte 31, 32 befestigt. In dem Be
festigungsbereich 30 der Schultergurte 31, 32 an der
Rückenplatte 21 ist ferner das erste, hintere Ende 41 eines
Seitengurtes 40 festgelegt, der vom oberen Bereich 21a der
Rückenplatte 21 seitlich schräg abwärts nach vorne ver
läuft, wobei das vordere Ende 42 des Seitengurtes 40 etwa
im unteren Bereich des Brustkorbes des Benutzers 2 endet.
Unterhalb des Seitengurtes 40 ist ein in Richtung zu einer
Tragplatte 19 offener Beckengurt 50 angeordnet, der im Be
reich seines hinteren Endes 51 im Fußbereich 21b der
Rückenplatte 21 festgelegt ist. Im gezeigten Ausführungs
beispiel verjüngt sich die Rückenplatte 21 von dem oberen
Befestigungsbereich 21a in Richtung der Hochachse 15 des
Benutzers 2 nach unten zu ihrem Fußbereich. Das vordere En
de 52 des Beckengurtes 50 endet etwa unterhalb des Brust
korbes des Benutzers 2; im gezeigten Ausführungsbeispiel
liegt das Ende 42 des Seitengurtes 40 nahe benachbart zu
dem Ende 52 des Beckengurtes 50.
Gemäß der Erfindung ist das vordere Ende 42 des Seitengur
tes 40 mit dem vorderen Ende 52 des Beckengurtes 50 über
ein Ausgleichsband 45 verbunden. Das Ausgleichsband 45 hat
eine fest vorgegebene, unveränderbare Länge und ist auf dem
Ende 42 des Seitengurtes 40 bzw. dem Ende 52 des Beckengur
tes 50 unlösbar befestigt, insbesondere aufgenäht.
An dem Ausgleichsband ist längenverstellbar das eine Ende
18 eines Tragbandes 17 angeordnet, welches in seinem mitt
leren Bereich an der seitlich vom Benutzer 2 liegenden
Tragplatte 19 befestigt und mit seinem anderen Ende 16 am
hinteren Ende 51 des Beckengurtes längenverstellbar festge
legt ist. Die Tragplatte 19 könnte auch längsverschiebbar
an dem in diesem Fall durch sie durchgeschleiften ein
teiligen Tragband 17 gehalten sein. Der Benutzer 2 kann
also die Tragplatte 19 bei der dargestellten Ausführung
durch Schnellverstellen der Tragbandenden 16 und 18 oder
alternativ durch Verschieben entlang des Tragbandes 17 in
die für ihn geeignete Position bringen. Die Tragplatte 19
besteht zweckmäßig aus einem elastischen, insbesondere
weich elastischen Material, so daß sie sich an den Ober
schenkel des Benutzers 2 anschmiegen kann. An der Trag
platte 19 ist die Einhängeöse 13 für das Arbeitsgerät, näm
lich das Freischneidegerät 1 vorgesehen (vgl. Fig. 1).
Der in Richtung zur Tragplatte 19 offene Beckengurt 50 wird
zur Kraftübertragung durch das Tragband 17 geschlossen, wo
bei die in Pfeilrichtung 14 wirkende Gewichtskraft des Ar
beitsgerätes 1 ein festes Anliegen des Beckengurtes 50 an
der Hüfte des Benutzers 2 sicherstellt. Der Beckengurt 50
liegt somit ähnlich einem Gürtel am Körper des Benutzers 2
an, so daß die Last über seine ganze Länge gleichmäßig ver
teilt wird.
Das dem Ausgleichsband 45 zugewandte Ende 18 des Tragbandes
17 ist an einem Befestigungsglied 47 eingehängt, welches in
Längsrichtung des Ausgleichsbandes 45 verschiebbar ist. Das
Ausgleichsband 45 ist mit Spiel durch das Befestigungsglied
durchgeschleift. Zweckmäßig ist das Befestigungsglied 47
als leicht zu öffnendes, rastbares Einsteckschloß ausgebil
det, wie es in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Der am
Ausgleichsband 45 längsverschiebbar gehaltene Teil 48 ist
als Steckkupplung ausgebildet, deren Gegenstück 49 an dem
Ende 18 des Tragbandes 17 festgelegt ist. Dabei ist das
Tragband 17 zweckmäßig längenverstellbar an dem Gegenstück
49 befestigt. Wie Fig. 2 zeigt, trägt das Gegenstück 49
seitliche Rastklinken 44, die in seitliche Rastöffnungen 46
der Steckkupplung einschnappen. Das Steckschloß ist dann
geschlossen. Werden die Rastklinken seitlich niederge
drückt, kommen sie aus den Rastöffnungen 46 frei mit der
Folge, daß das Tragband 17 vom Ausgleichsband 45 gelöst
ist. Die erfindungsgemäße Gurtanordnung ist dadurch offen
und kann angelegt bzw. abgelegt werden. Das Öffnen und
Schließen der gesamten Gurtanordnung nur mittels der Steck
kupplung 47 ist möglich, weil die freien, vorderen Enden 33
der Schultergurte 31 und 32 sowohl von dem vorderen Ende 52
des Beckengurtes 50 als auch von dem vorderen Ende 42 des
Seitengurtes 40 getrennt liegen. Zwischen dem vorderen Ende
42 des Seitengurtes 40 und den Enden 33 der Schultergurte
31 und 32 besteht somit ebensowenig eine direkte Verbindung
wie zwischen dem vorderen Ende 52 des Beckengurtes 50 und
den vorderen Enden 33 der Schultergurte 31 und 32. Die vor
deren Enden 33 der Schultergurte 31 und 32 sind lediglich
über seitliche Verbindungsbänder 35 mit der Rückenplatte 21
verbunden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die hin
teren Enden 36 der Verbindungsbänder 35 im Fußbereich 21b
der Rückenplatte 21 befestigt; zweckmäßig sind die Enden 36
nahe der Rückenplatte 21 am Beckengurt 50 festgelegt. Die
anderen, vorderen Enden 37 der Verbindungsbänder 35 sind
über je ein Längeneinstellglied 25 jeweils an dem freien,
vorderen Ende 33 der Schultergurte 31 und 32 befestigt. Das
Längeneinstellglied 25 ist in den Fig. 5 und 6 darge
stellt und besteht im wesentlichen aus einer Schnalle, wel
che über eine Befestigungsschlaufe 23 an dem Ende 33 des
Schultergurtes unverlierbar befestigt ist. Die Schlaufe 23
umschlingt einen Haltesteg 22 und ist mit ihren Enden auf
dem Schultergurt festgenäht.
Das in das Längeneinstellglied 25 eingeschlaufte Ende 37
des Verbindungsbandes 35 umgreift einen Klemmsteg 24, wo
durch das Verbindungsband 35 in einfacher Weise längenver
stellbar an den Schultergurt angeschlossen ist.
Mit einem entsprechenden Längeneinstellglied 25 ist das
Ende 16 des Tragbandes 17 mit dem Beckengurt 50 nahe dem Fußbe
reich 21b der Rückenplatte 21 verbunden, wodurch das Trag
band 17 an seinem Ende 16 längenverstellbar ist. Das Trag
band 17 ist so an beiden Enden 16 und 18 längenverstellbar
gehalten, wodurch eine optimale Einstellmöglichkeit an Ge
stalt und Größe unterschiedlicher Benutzer 2 möglich ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Tragband 17 mit
seinem der Rückenplatte zugewandten Ende 16 im Bereich des
hinteren Endes 51 des Beckengurtes 50 an diesem festgelegt.
Dabei kann das Längeneinstellglied 25 unmittelbar auf dem
hinteren Ende 51 des Beckengurtes befestigt sein. Die An
bindung des Tragbandes 17 an die Rückenplatte 21 erfolgt
somit über einen Abschnitt des Beckengurtes 50. Im ge
zeigten Ausführungsbeispiel überragt das Ende 51 des
Beckengurtes 50 die Rückenplatte 21 in Richtung zur Trag
platte 19. Um die Lastaufteilung zu optimieren ist vorge
sehen zwischen dem hinteren Ende 51 des Beckengurtes 50
und dem Befestigungsbereich 30 der Schultergurte 31, 32 an
der Rückenplatte 21 ein verbindendes Lastband 43 fester
Länge vorzusehen. Bevorzugt ist das Lastband 43 dabei am
hinteren Ende 41 des Seitengurtes 40 festgelegt, wobei das
hintere Ende 41 des Seitengurtes 40 zweckmäßig im Be
festigungsbereich 30 der Schultergurte 31 und 32 auf diesen
festliegt. Dabei liegen das hintere Ende des Beckengurtes
50 und das hintere Ende 41 des Seitengurtes 40 in Richtung
der Hochachse 15 des Benutzers mit Abstand zueinander an
der Rückenplatte 21.
An dem Beckengurt 50 kann auch eine Werkzeugtasche be
festigt werden (nicht dargestellt), wofür eine Schlaufe
oder ein Karabinerhaken am Beckengurt angeordnet sein kann.
Die erfindungsgemäße Gurtanordnung gemäß Fig. 2 besteht
ausschließlich aus flexiblen und/oder elastischen Teilen,
so daß die Bewegungsfreiheit des Benutzers 2 kaum einge
schränkt wird. Insbesondere der Brustbereich des Bedieners
bleibt frei, so daß die Atmung nicht beeinträchtigt ist.
Auch weiblichen Benutzern ist mit der erfindungsgemäßen
Gurtanordnung ein ausreichender Tragkomfort geboten, wobei
die seitlich angreifende Gewichtskraft des Arbeitsgerätes
gleichmäßig auf die Schultern verteilt wird. Die Schultern
werden also trotz der unsymmetrischen Krafteinleitung
symmetrisch belastet.
Aufgrund der Anordnung der Verbindungsbänder 35 kreuzt auf
der von Tragplatte 19 abgewandten Seite des Benutzers das
eine Verbindungsband 35 den Seitengurt 40. Zweckmäßig liegt
der Seitengurt am Körper des Benutzers 2 an und das Verbin
dungsband 35 liegt auf dem Seitengurt 40 auf.
Claims (17)
1. Gurtanordnung zum Tragen eines handgeführten Arbeitsge
rätes, insbesondere eines Freischneidegerätes oder
dgl., durch einen Benutzer, mit einer Rückenplatte (21)
und daran befestigten Schultergurten (31, 32) sowie
einem von der Rückenplatte (21) seitlich nach vorne
verlaufenden Seitengurt (40), der mit seinem vorderen
Ende (42) etwa im unteren Bereich des Brustkorbes des
Benutzers (2) endet, und mit einer seitlichen Tragplat
te (19), die über ein Tragband (17) mit der Rücken
platte (21) und dem Seitengurt (40) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Seitengurtes
(40) ein in Richtung zur Tragplatte (19) offener
Beckengurt (50) angeordnet ist, der im Bereich seines
hinteren Endes (51) am Fußbereich (21b) der Rücken
platte (21) festgelegt ist und dessen vorderes Ende
(52) etwa unterhalb des Endes (42) des Seitengurtes
(40) liegt und mit dem Tragband (17) der Tragplatte
(19) verbunden ist, und daß die freien, vorderen Enden
(33) der Schultergurte (31, 32) voneinander und von dem
vorderen Ende (52) des Beckengurtes (50) und dem vor
deren Ende (42) des Seitengurtes (40) getrennt liegen
und über seitliche Verbindungsbänder (35) mit dem Fuß
bereich (21b) der Rückenplatte (21) verbunden sind.
2. Gurtanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende (42) des
Seitengurtes (40) und das vordere Ende (52) des Becken
gurtes (50) über ein Ausgleichsband (45) miteinander
verbunden sind, an dem das Tragband (17) befestigt ist.
3. Gurtanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgleichsband (45) ein
frei in dessen Längsrichtung verschiebbares Befesti
gungsglied (47) eingehängt ist, an dem das Tragband
(17) angreift.
4. Gurtanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsglied (47)
Teil einer Steckkupplung (48) ist, deren Gegenstück
(49) an dem Tragband (17) festliegt.
5. Gurtanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragband (17) längen
verstellbar an dem Gegenstück (49) befestigt ist.
6. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragband (17) mit
seinem der Rückenplatte (21) zugewandten Ende (16) im
Bereich des hinteren Endes (51) des Beckengurtes (50)
festliegt.
7. Gurtanordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragband (17) über ein
Längeneinstellglied (25) im Bereich des hinteren Endes
(51) des Beckengurtes (50) gehalten ist.
8. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (19) mittels
des vorzugsweise einteiligen Tragbandes (17) verstell
bar gehalten ist.
9. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (19) aus
einem elastischen, insbesondere weichelastischen Ma
terial besteht.
10. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9
dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Verbindungs
bänder (35) jeweils mit einem Längeneinstellglied (25)
an dem zugehörigen vorderen Ende (33) des Schultergur
tes (31, 32) festgelegt sind.
11. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Rückenplatte
(21) das hintere Ende (51) des Beckengurtes (50) und
das Befestigungsende (41) des Seitengurtes (40) in Hö
henrichtung der Rückenplatte (21) mit Abstand zueinan
der liegen.
12. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Seitengurt (40) im Be
festigungsbereich (30) der Schultergurte (31, 32) an
die Rückenplatte (21) anschließt.
13. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Lastband (43) das hin
tere Ende (51) des Beckengurtes (50) mit dem Befesti
gungsbereich (30) der Schultergurte (31, 32) an der
Rückenplatte (21) verbindet.
14. Gurtanordnung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lastband (43) am hin
teren Ende (41) des Seitengurtes (40) befestigt ist.
15. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenplatte (21)
elastisch, aber zur Stützung der Gurtanordnung genügend
biegesteif ist.
16. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gurte (31, 32, 40, 50)
weitgehend verwindungssteif sind.
17. Gurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Beckengurt (50) eine
Werkzeugtasche zu haltern ist.
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