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Absauganlage für Grillstationen, Herdanlagen u.dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Absauganlage für Grillstationen,
Herdanlagen u.dgl. Derartige Absauganlagen sind in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt, sie bestehen in der Regel aus über der Grillstation, der Herdanlage od.dgl.
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angeordneter Absaughaube mit Sammelkanälen für die verbrauchte Luft
sowie einem oder mehreren Haubenaufsätzen und daran angeschlossenem Absaugkanal.
Absauganlagen werden vorwiegend in kleineren Räumen von Grill- bzw. Imbißbetrieben,
Speæialitäten-Restaurants od.dgl., aber auch in Gewerbeküchen eingebaut. Sie er
gleichen das Zubereiten von Grillgerichten im eigentlichen Gastraum ohne Geruchsbelästigung
der Gäste.
Durch den Schaueffekt des Grillens und der Zubereitung
vor den Augen der Gäste werden darüber hinaus Impulskäufe ausgelöst, die PUr den
Inhaber des betreffenden Lokals zusätzlichen Umsatz bedeuten.
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Die bekannten Absauganlagen haben sich an sich bewährt. Es hat sich
Jedoch herausgestellt, daß insbes. bei Absauganlagen für Grillstationen, Herdanlagen
u.dgl., die in verhältnismäßig kleinen Räumen untergebracht sind, der durch die
starke Absaugung in den betreffenden Räumen entstehende Unterdruck eine ZufUhrung
von Frischluft in den betreffenden Raum erforderlich macht. Die Folge ist, daß Gäste
und Personal über unangenehme Zugerscheinungen klagen. In der kalten Jahreszeit
ist es außerdem notwendig, die von außen zugeführte Kaltluft ständig aufzuheizen,
um eine angenehme Raumtemperatur beizubehalten Das wiederum erfordert zusätzliche
Energiekosten.
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Der Erfindung liegt die Auf gabe zugrunde, anzugeben, wie eine Absauganlage
für Grillstationen, Herdanlagen u.dgl. zu gestalten ist, die die Strömungsverhältnisse
in den entsprechenden Räumen nicht beeinflußt und mit der dennoch die verbrauchte
Luft von Grillstationen, Herdanlagen oder dergl.
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einwandfrei abgesaugt werden kann.
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Die Erfindung betrifft eine Absauganlage für Grillstationen, Herdanlagen
u.dgl., bestehend aus über der Grillstation, der Herdanlage od. dgl. angeordneter
Absauganlage mit Sammelkanälen
für die verbrauchte Luft, einem oder
mehreren Haubenaufsätzen und daran angeschlossenem Absaugkanal. Die Erfindung besteht
darin, daß die Absauganlage zusätzlich ein oder mehrere Haubenaufsätze mit daran
angeschlossenem Frischluftkanal aufweist, wobei dem Frischluftkanal in der Absaughaube
angebrachte Frischluftverteilerkanäle zugeordnet sind. Die Erfindung erreicht damit,
daß von der Absauganlage keine zusätzliche Luft aus den umgebenden Raum mitgerissen
wird und die verbrauchte Luft an Grilstationen, Herdanlagen u.dgl. nach Mischung
mit der frischluft unmittelbar abgesaugt wirX Im einzelnen bestehen mehrere Möglichkeiten
zur weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Absauganlage. Als besonders vorteilhaft
schlägt die Erfindung vor, daß an die Frischluftverteilerkanäle düsenartige Luftaustrittsschlitze
mit zugeordneten Leitvorrichtungen anschließen. Dabei sollen die Leit-Vorrichtungen
als Luftleitlamellen ausgeführt sein. Mit dieser AustUhrung lassen sich Frischluttechleier
erzeugen, die eine Trennung der verbrauchten Luft in der Grillstation bzw. über
der Herdplatte von der umgebenden Raumluft bewirken Dabei kann durch die Einstellung
der Luftleitlamellen die Richtung der aus den Luftaustrittsschlitzen austretenden
Frischluft sehr genau eingestellt werden, Erfindungsgemäß sollen die Luftaustrittsschlitze
von der Bedienungsseite her gesehen vor den Sammelkanälen in der Absaughaube angebracht
sein. Prinzipiell ist es möglich, die Luftaustrittsschlitze an der Unterseite
der
Absaughaube, an den Seitenwänden der Absaughaube oder auch unterhalb der Absaughaube
anzubringen. In jedem Falle wird sich der vor der Absaughaube ausbildende Frischluftschleier
isolierend vor die von der Grillstation bzw. der Herdanlage aufsteigende verbrauchte
Luft legen.
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Zusammen mit der verbrauchten Luft wird dann die Frischluft durch
die Sammelkanäle der Absauganlage über den Absaugkanal ins Freie geführt. Es ist
damit auf jeden Fall sichergestellt, daß die verbrauchte Luft sich nicht mit der
Luft des umgebenden Raumes vermischen kann. Die Strömungsverhältnisse in dem umgebenden
Raum werden durch die erfindungsgemäße Absauganlage nicht mehr beeinflußt, so daß
Zugbelästigung von Gästen oder Bedienungspersonal nicht mehr auftreten kann.
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Im übrigen kann die erfindungsgemäße Absauganlage in bekannter Weise
ausgestaltet sein. So können die Sammelkanäle ohne weiteres in an sich bekannter
Weise durch sogen. Fettfilter abgedeckt sein,es es besteht die Möglichkeit, zusätzliche
Ablageplatten u.dgl. sowie auch Innenbeleuchtung anzuordnen. Selbstverständlich
ist sowohl an dem Absaugkanal als auch an dem Frischluftkanal der erfindungsgemäßen
Absauganlage jeweils ein Ventilator mit entsprechenden Schalt- und Steueranlagen
angeschlossen, so daß auch eine Mengenreglung derzugeführten Frisohluft bzw. der
abzusaugenden verbrauchten Luft verwirklicht werden kann.
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Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen zunächst einmal
darin, daß die erfindungsgemäße Absauganlage als geschlossenes System arbeitet,
das den umgebenden Raum hinsichtlich der Strömungsverhältnisse nicht mehr beeinflußt.
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Dennoch ist eine Beeinträchtigung der Bedienungsmöglichkeit der der
erfindungsgemäßen Absauganlage zugeordneten Grillstationen, Herdanlagen od.dgl.
nicht zu erwarten, da keine störenden wände od.dgl. vorgesehen sind. Es wird vielmehr
eine beachtliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Bedienungspersonal
erreicht, weil auch in unmittelbarer Nähe von Grillstationen oder Herdanlagen, die
mit der erfindungsgemäßen Absauganlage ausgerüstet sind, absolut keine Geruchsbelästigungen
mehr auftreten. Hinzukommt, daß Zugerscheinungen, die insbes. vor Absauganlagen
besonders heftig sind, mit Sicherheit vermieden werden.
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Im folgenden wird anhand einer lediglich als Ausführungsbeispiel dienenden
Zeichnung die Erfindung näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische
Ansicht einer erfindungsgemäßen Absauganiage Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A
durch den Gegenstand nach Fig. 1, Fig. 3 einen Ausschnitt des Gegenstandes nach
Fig. 2 in stark vergrößertem Maßstab.
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Die in den Figuren gezeigte Absauganlage ist oberhalb einer Herdanlage
angeordnet. Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einer Absaughaube 1
mit Sammelkanälen 2 für die verbrauchte Luft und einem Haubenaufsatz 3 sowie daran
angeschlossenem Absaugkanal 4. Zusätzlich ist ein weiterer Haubenauf satz 5 vorgesehen,
an den sich ein Frischluftkanal 6 anschließt, wobei dem Frischluftkanal 6 Frischluftvertellerkanäle
7 zugeordnet sind, die in der Absaughaube 1 angebracht sind. Die Frischluftverteilerkanäle
7 enden in dtlsenartigen Luftaustrittsschlitzen 8, die bei dem Ausführungsbeispiel
an der Unterseite der Absaughaube 1 liegen. Dabei ist die Anordnung so getroffen,
daß die Luftaustrittsschlitze 8 von der Bedienungsseite her gesehen vor den Sammelkanälen
2 der Absaughaube 1 angebracht sind. Die aus den Luftaustrittsschlitzen 8 austretende
Frischluft bildet einen Frischluftschleier, der sich isolierend vor die von der
Herdanlage aufsteigende verbrauchte Luft legt. Die Frischluft mischt sich mit der
verbrauchten Luft und wird dann durch die Sammelkanäle 2 der Absaughaube 1 über
den Absaugkanal 4 ins Freie gefüirt. E sondere, den Luftaustritzsschlitzen 8 zugeordnete
Leitvorrichtungen, die als Luftleitlamellen 9 ausgeführt sind, ermöglichen eine
Änderung der Richtung des aus den Luftaustrittsschlitzen 8 austretenden Luft stromes
und damit eine optimale Einstellung der Richtung des Frischluftschleiers in Bezug
auf die Herdanlage. Im übrigen sind sowohl der Absaugkanal 4 als
auch
der Frischluftkanal 6 an Ventilatoren lo,ll angeschlossen, deren Fördermenge durch
besondere Schalt- und Steueranlagen aufeinander abgestimmt werden kann.
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Bei der im Ausführungsbeispiel gezeigten Absauganlage sind außerdem
die Sammelkanäle 2 der Absaughaube 1 mit sogen.
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Fettfiltern 12 abgedeckt und es sind Ablageplatten 13 sowie nicht
gezeigte Innenbeleuchtung vorgesehen.
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Ansprüche :