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DE19631301A1 - Farbkammerrakel für eine Druckmaschine - Google Patents

Farbkammerrakel für eine Druckmaschine

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Publication number
DE19631301A1
DE19631301A1 DE19631301A DE19631301A DE19631301A1 DE 19631301 A1 DE19631301 A1 DE 19631301A1 DE 19631301 A DE19631301 A DE 19631301A DE 19631301 A DE19631301 A DE 19631301A DE 19631301 A1 DE19631301 A1 DE 19631301A1
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doctor blade
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ink chamber
box
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DE19631301A
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GORTER CORNELIS NUNSPEET NL
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GORTER CORNELIS NUNSPEET NL
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Priority to US08/903,715 priority patent/US5862756A/en
Priority to DE69701430T priority patent/DE69701430D1/de
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Priority to AT97202411T priority patent/ATE190558T1/de
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Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/02Ducts, containers, supply or metering devices
    • B41F31/027Ink rail devices for inking ink rollers

Landscapes

  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Farbkammerrakel für eine Druckmaschine, mit einem eine Farbkammer bilden­ den Rakelkasten, mit mindestens zwei am Rakelkasten be­ festigten Rakelmessern, die eine im Betriebszustand zum Außenumfang eines Druckzylinders oder einer Farbübertra­ gungswalze weisende, sich über die Länge des Rakel­ kastens erstreckende Öffnung begrenzen, mit zwei jeweils am Stirnende des Rakelkastens abnehmbar angeordneten, die Farbkammer abdichtenden Stirnenddeckeln und mit Mit­ teln zur Zu- und Abführung von Farbe, wobei jeder Stirn­ enddeckel einen starren Deckelgrundkörper und ein von diesem gehaltertes, sich an die Rakelmesser und an den zwischen diesen liegenden Bereich des Außenumfanges des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze anlegendes Dichtelement umfaßt.
Farbkammerrakeln der genannten Art sind aus der Druck­ technik aufgrund ihres weitverbreiteten Einsatzes allge­ mein bekannt. Ein für den Druckbetrieb wesentlicher As­ pekt bei derartigen Farbkammerrakeln ist die Abdichtung der Stirnenden der Farbkammerrakel gegen einen uner­ wünschten Austritt von Farbe. Dabei muß sowohl das Stirn­ ende der innerhalb der Farbkammerrakel ausgebildeten Farbkammer abgedichtet werden als auch eine Abdichtung im Bereich der beiden Rakelmesserenden und des dazwi­ schen liegenden Bereiches des Außenumfanges des Druckzy­ linders oder der Farbübertragungswalze erfolgen, wobei die letztgenannte Abdichtung die schwierigere Problem­ stellung darstellt. Bisher ist es bei bekannten Farbkam­ merrakeln üblich, deren stirnenden mit je einem starren Stirnenddeckel nach Art einer Flanschdichtung zu ver­ schließen, wobei dieser Deckel aber den Bereich, der dem Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungs­ walze unmittelbar benachbart ist, ausspart. Für diesen Bereich ist ein elastischer Kunststoffkörper als Dicht­ element vorgesehen, der an der zum Inneren der Farbkam­ merrakel weisenden Seite des Stirnenddeckels gehaltert ist. Die zum Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze weisende Stirnseite des Kunststoff­ körpers ist an die Rundung des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze angepaßt; im Anschluß an diese Run­ dung folgen zwei schräg verlaufende Seitenflanken, deren Neigung der Ausrichtung der Rakelmesser angepaßt ist. Die Rückseite des Kunststoffkörpers ist in der Regel gradlinig ausgeführt und bildet eine Ansatzfläche zur Halterung des Kunststoffkörpers am Stirnenddeckel. Die Abdichtung erfolgt dann in der Weise, daß der Kunststoff­ körper mit einer gewissen Vorspannung zwischen dem ihn haltenden Stirnenddeckel und den an seinen Seitenflanken anliegenden Rakelmessern eingespannt wird. Aufgrund sei­ ner Elastizität paßt sich der Kunststoffkörper dann an die zum Inneren der Farbkammer weisenden Flächen der Rakelmesser sowie an den Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze an. Aus praktischen Erfah­ rungen ist aber bekannt, daß diese Anpassung nur für eine begrenzte Zeit im laufenden Betrieb anhält; nach einer gewissen Betriebszeit kommt es nämlich an der in Laufrichtung des Druckzylinders oder der Farbübertra­ gungswalze liegenden Seitenflanke des Kunststoffkörpers zu einem Eindringen und Verschleppen von Farbe, die auf­ grund der durch die Reibung zwischen Druckzylinder bzw. Farbübertragungswalze und Kunststoffkörper entstehenden Wärme eingedickt wird und sich mehr und mehr in dem immer weiter werdenden Spaltraum zwischen der Seitenflan­ ke des Kunststoffkörpers und der Innenseite des Rakelmes­ sers sammelt. Außerdem kann ein Verschleiß des Kunst­ stoffkörpers in seinem Kontaktbereich mit dem Druckzylin­ der oder der Farbübertragungswalze nicht wirkungsvoll ausgeglichen werden, weil die Rakelmesser einen Vorschub des Kunststoffkörpers zum Druckzylinder oder zur Farb­ übertragungswalze hin unterbinden. Hierdurch verliert der Kunststoffkörper in diesem Bereich seine Dichtwir­ kung und es kommt nach und nach zu einem zunehmend stär­ keren Durchtritt von Farbe aus dem Inneren der Farbkam­ mer nach außen. Ein solcher Farbaustritt ist unerwünscht und teilweise sogar für die Qualität der Druckprodukte oder die Einsatzbereitschaft der Druckmaschine schäd­ lich. Um den Farbaustritt zu vermeiden, muß in relativ kurzen Abständen der Kunststoffkörper ersetzt werden, was jeweils eine Unterbrechung des Druckbetriebes und eine teilweise Zerlegung der Farbkammerrakel erfordert, die nur nach vorheriger Entleerung der Farbe aus der Farbkammer erfolgen kann. Schließlich ist als Nachteil noch zu erwähnen, daß der Kunststoffkörper aufgrund der von seinen schräg verlaufenden Seitenflanken auf die In­ nenseite der Rakelmesser ausgeübten Kräfte letztere aus ihrem gradlinigen Verlauf herausdrückt. Diese Abweichung der Rakelmesser vom gewünschten gradlinigen Verlauf führt zu einer Vergrößerung des Rakelspalts im Bereich der Rakelmesserenden und so zu einer Vergrößerung der in diesem Bereich des Druckzylinders oder der Farbübertra­ gungswalze auf diese abgegebenen Farbe. Dies hat eine un­ gleichmäßige Farbsättigung beim späteren Druck zur Fol­ ge, was eine Qualitätsminderung darstellt.
Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Farbkammerrakel der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die auf­ geführten Nachteile nicht mehr auftreten und die insbe­ sondere eine verbesserte Abdichtung im Bereich ihrer Stirnenden bietet mit der längere unterbrechungsfreie Einsatzzeiten ohne Farbleckagen erreichbar sind und bei der ein gleichbleibend gleichmäßiger Farbauftrag gewähr­ leistet ist. Weiterhin soll ein bedarfsweise erforderli­ cher Austausch des Dichtelementes schnell und einfach durchgeführt werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch eine Farbkammerrakel der eingangs genannten Art, die da­ durch gekennzeichnet ist, daß das Dichtelement durch ei­ ne flache zweilagige Dichtplatte gebildet ist, deren dem Rakelkasten zugewandte ersten Lage aus einem weichelasti­ schen flexiblen Material und deren dem Rakelkasten abge­ wandte zweite Lage aus einem geringelastischen, festen Material besteht, und daß im montierten Zustand die Dichtplatte mit einer diese an das Stirnende des Rakel­ kastens und an das Stirnende der Rakelmesser andrücken­ den ersten Kraft und mit einer in Richtung zum Außenum­ fang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze weisenden zweiten Kraft belastet ist.
Vorteilhaft ist bei der erfindungsgemäßen Farbkammerra­ kel die Abdichtung nicht nur auf das Stirnende des Rakel­ kastens sondern auch auf das Stirnende der Rakelmesser verlegt. Hierzu sind zweckmäßig der Rakelkasten und die Rakelmesser an ihren Enden bündig miteinander ausge­ führt, um störende Stufen im Dichtbereich zu vermeiden. Hierdurch wird jedes Risiko ausgeschlossen, daß ver­ schleppte Farbe durch Keilwirkung einen Spaltraum zwi­ schen der Innenseite des einen Rakelmessers und der daran anliegenden Bereiche des Dichtelementes bildet. Die erste, aus einem weichelastischen flexiblen Material bestehende Lage der Dichtplatte sorgt weiterhin dafür, daß die Dichtplatte insgesamt relativ zum Rakelkasten und zu den Rakelmessern in einem gewissen Umfang beweg­ lich bleibt, ohne daß die Dichtfunktion dabei verloren geht. Diese Beweglichkeit wird insbesondere dazu ge­ nutzt, die Dichtplatte in Richtung ihrer Plattenebene zum Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertra­ gungswalze hin zu bewegen, so daß hier ständig eine selbsttätige Nachstellung erfolgt, auch wenn sich der am Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungs­ walze anliegende Stirnkantenbereich der Dichtplatte nach und nach abnutzt. Die neben der ersten Lage vorgesehene zweite Lage aus festem Material sorgt für eine ausrei­ chende Formbeständigkeit und für die notwendige Kraftauf­ nahmefähigkeit. Da außerdem die Dichtplatte praktisch keine die Rakelmesser aus ihrer gewünschten Lage heraus­ bewegenden Kräfte auf diese ausübt, wird ein sehr gleich­ mäßiger Farbauftrag auch im Bereich der Enden der Rakel­ messer sichergestellt. Auch die Rakelmesser-Abnutzung verläuft aus diesem Grund vollkommen gleichmäßig, so daß auch hierdurch zu einer langen störungsfreien Einsatz­ zeit mit gleichbleibend gutem Druckergebnis beigetragen wird.
Eine erste bevorzugte Ausgestaltung der Dichtplatte der Farbkammerrakel sieht vor, daß die erste Lage und die zweite Lage der Dichtplatte plattenförmig mit im wesent­ lichen übereinstimmendem Umriß ausgeführt sind.
Eine in dieser Hinsicht alternative Ausgestaltung der Dichtplatte der Farbkammerrakel sieht vor, daß die zwei­ te Lage der Dichtplatte plattenförmig ausgeführt ist und daß die erste Lage der Dichtplatte streifen- oder strang­ förmig ausgeführt und entsprechend der Kontur der Farb­ kammer des Rakelkastens und der Kontur der Stirnenden der Rakelmesser auf der zweiten Lage angeordnet ist. Bei dieser zweiten Ausgestaltung der Dichtplatte kann insbe­ sondere kostengünstiges Material für die erste Lage der Dichtplatte eingesetzt werden und es ist bei Bedarf ein einfacher Austausch der ersten Lage möglich. Wenn ein solcher Austausch vorgesehen ist, ist bevorzugt die er­ ste Lage in einer in der zweiten Lage angebrachten Nut klemmend gehaltert, so daß ohne weitere Hilfsmittel ein Lösen und ein Anbringen einer neuen ersten Lage möglich ist.
Ein besonders gut geeignetes Material für die erste Lage der Dichtplatte ist ein geschlossenzelliger Schaumstoff oder ein Weichgummi, da diese Materialien einerseits die notwendige Flexibilität und Elastizität aufweisen und an­ dererseits die gewünschte Dichtwirkung auch bei kleinen relativen Bewegungen zwischen der Dichtplatte und dem Rakelkasten sowie den Rakelmessern beibehalten.
Das Material für die zweite Lage der Dichtplatte ist be­ vorzugt ein fester Kunststoff, da dieser zur Aufnahme der für die Funktion der Dichtplatte nötigen Kräfte ge­ eignet ist und da er außerdem ohne Beschädigung des Außenumfanges des Druckzylinders oder der Farbübertra­ gungswalze in Gleitkontakt mit diesem gebracht werden kann.
Die beiden Lagen der Dichtplatte sind zweckmäßig über ihre gesamte Kontaktfläche miteinander verbunden, bei­ spielsweise verklebt oder verschweißt oder, insbesondere bei streifen- oder strangförmiger erster Lage, ineinan­ der eingelassen, so daß sich ein praktisch einstückiges Bauteil ergibt.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Dichtplatte an ihrer zum Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertra­ gungswalze weisenden Kante mit einer dem Außenumfangradi­ us angepaßten kreisabschnittsförmigen Kontur ausgeführt ist, entlang welcher im Neuzustand der Dichtplatte deren ersten Lage gegenüber der zweiten Lage geringfügig vor­ springt. Durch diese Gestaltung der Dichtplatte wird er­ reicht, daß von Anfang an eine zuverlässige Abdichtung zwischen der Dichtplatte und dem Außenumfang des Druckzy­ linders oder der Farbübertragungswalze erreicht wird, auch wenn sich die feste Lage der Dichtplatte noch nicht durch Einschleifen an die exakte Kontur des Außenumfan­ ges des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze vollkommen angepaßt hat. Mit zunehmender Betriebszeit paßt sich die feste Lage der Dichtplatte immer genauer an die Außenumfangsfläche des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze an, so daß diese mehr und mehr die Dichtfunktion übernehmen kann, auch wenn sich parallel dazu die weichelastische, flexible Lage der Dichtplatte schon abnutzt. Dies trägt mit zu einer langen Standzeit der Dichtplatte bei.
Eine weitere Ausgestaltung der Farbkammerrakel sieht vor, daß die Dichtplatte in ihrer zweiten Lage neben einem oder neben beiden Rakelmessern außerhalb der Farb­ kammerkontur (je) eine von der kreisabschnittsförmigen Kontur ausgehende konkave bis halbkreisförmige Ausneh­ mung aufweist. Diese Ausnehmung dient dazu, einen Aufnah­ meraum für kleinere Farbmengen zu bilden, die im laufen­ den Betrieb einer Druckmaschine zwischen Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze und der an diesem anliegenden Stirnkante der Dichtplatte gelangen. Die aufgrund der dort auftretenden Reibung entstehende Wärme läßt die flüchtigen Anteile der Farbe verdunsten, wonach die Feststoffe und die schwerflüchtigen Teile der Farbe zurückbleiben und einen pastösen Zustand anneh­ men. Dabei bildet die Kante der Ausnehmung, auf die der Druckzylinder oder die Farbübertragungswalze in ihrem Betrieb zuläuft, eine Art Schaber, der die hier pastöse Farbe von der Oberfläche des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze abnimmt und im Bereich der Ausneh­ mung sammelt. Da aufgrund der verbesserten Abdichtung nur kleine Farbmengen durchtreten können, genügt es im laufenden Betrieb der zugehörigen Druckmaschine, von Zeit zu Zeit die sich dort bildenden pastösen Farbansamm­ lungen abzunehmen.
Um den Zusammenhalt zwischen der ersten und der zweiten Lage der Dichtplatte zu verbessern, kann die erste, weichelastische Lage der Dichtplatte in ihrem zum Inne­ ren des Rakelkastens weisenden nichtdichtenden Flächen­ bereich mit einer dritten, festen Lage abgedeckt sein. Diese Gestaltung bietet die Möglichkeit, die erste, weichelastische Lage zwischen der festen zweiten und der festen dritten Lage einzuspannen. Hierzu können bei­ spielsweise Verbindungsmittel, wie Nieten oder Schrau­ ben, die die beiden festen Lagen unter Zwischenlage der weichelastischen ersten Lage gegeneinander verspannen, verwendet werden, so daß in diesem Fall auf eine flächi­ ge Verklebung oder Verschweißung zwischen der ersten und der zweiten Lage verzichtet werden kann.
Um die weiter oben erwähnten Kräfte, die für die Funk­ tion der Dichtplatte nötig sind, möglichst einfach auf diese ausüben zu können, ist vorgesehen, daß der Deckel­ grundkörper eine der zweiten Lage der Dichtplatte zuge­ wandte ebene Andruckfläche sowie einen die zweite Lage der Dichtplatte an ihrer dem Druckzylinder oder der Farb­ übertragungswalze abgewandten Kante hintergreifenden An­ drucksteg aufweist. Die so gestaltete Dichtplatte ist da­ mit in der Lage, sowohl eine in Richtung senkrecht zur Ebene der Dichtplatte wirkende Kraft als auch eine in Richtung der Ebene der Dichtplatte zu dem Druckzylinder oder der Farbübertragungswalze hin wirkende Kraft auf die Dichtplatte zu übertragen, wobei dennoch eine ein­ fache Form des Deckelgrundkörpers gewahrt bleibt.
Um mit geringem technischen Aufwand eine zuverlässige Funktion der Farbkammerrakel, insbesondere ihrer Abdich­ tungen, zu gewährleisten, wird weiter vorgeschlagen, daß die erste und die zweite Kraft durch je eine Federanord­ nung aufbringbar sind. Die Federanordnungen können je­ weils durch eine oder auch mehrere Federn gebildet sein, wobei durch Auswahl geeigneter Federn die Kräfte auf die gewünschten Werte einstellbar sind. Die Federanordnungen können dabei z. B. mechanische oder pneumatische oder hy­ draulische Federn sein.
Um Fertigungs- und Eigenschaftstoleranzen der Dichtplat­ te oder weiterer beteiligter Bauelemente der Farbkammer­ rakel ausgleichen zu können, können die Federanordnungen hinsichtlich der von ihnen ausgeübten Kräfte verstellbar ausgeführt sein, z. B. durch Verstellung ihrer Vorspan­ nung mittels Stellschrauben oder durch Veränderung eines pneumatischen oder hydraulischen Drucks.
Hinsichtlich der Lage und Unterbringung der Federanord­ nungen bieten sich zwei bevorzugte Möglichkeiten an. Die erste Möglichkeit besteht darin, daß der Deckelgrundkör­ per in zwei über eine der beiden oder über beide Federan­ ordnungen verbundene Körperteile unterteilt ist, wobei der eine Körperteil die Dichtplatte hält und wobei der andere Körperteil abnehmbar mit dem Rakelkasten verbun­ den ist.
Eine zweite diesbezügliche Möglichkeit besteht darin, daß zwischen dem Deckelgrundkörper und dem Rakelkasten oder fest mit diesem verbundenen Teilen eine der beiden oder beide Federanordnungen vorgesehen ist/sind.
Um die Anbringung des Stirnenddeckels und der zugehöri­ gen Dichtplatte an den Stirnenden der Farbkammerrakel möglichst schnell und einfach durchführen zu können, wird vorgeschlagen, daß an jedem Stirnende des Rakel­ kastens eine Schiebeführung zur Aufnahme und Halterung je eines Stirnenddeckels vorgesehen ist, in die der Stirn­ enddeckel bei von dem Druckzylinder oder der Farbübertra­ gungswalze entferntem Rakelkasten von dessen dem Druck­ zylinder oder der Farbübertragungswalze zugewandter Sei­ te her einschiebbar ist. Im einfachsten Falle ist damit das Abbauen des Stirnenddeckels allein dadurch möglich, daß die Farbkammerrakel von dem zugehörigen Druckzylin­ der oder von der zugehörigen Farbübertragungswalze ent­ fernt wird. Wenn während des Entfernens der Farbkammerra­ kel vom Druckzylinder oder der Farbübertragungswalze das Bestehenbleiben der Abdichtung der Stirnenden der Farb­ kammer gewünscht ist, kann die Schiebeführung auch noch eine zusätzliche Sperre oder Hemmung aufweisen, die erst nach ihrer Lösung das Herausziehen des Stirnenddeckels aus der Schiebeführung gestattet.
Im folgenden werden anhand einer Zeichnung eine Farbkam­ merrakel nach dem Stand der Technik sowie ein Ausfüh­ rungsbeispiel der Erfindung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Farbkammerrakel gemäß dem Stand der Technik in einer Ansicht auf ihren Endbereich,
Fig. 2 eine Farbkammerrakel gemäß Erfindung in einer Ansicht auf ihre vordere, einem Druckzylinder oder einer Farbübertragungswalze zugewandten Seite,
Fig. 3 die Farbkammerrakel aus Fig. 2 in Draufsicht von oben,
Fig. 4 einen Stirnenddeckel der Farbkammerrakel gemäß Fig. 2 und Fig. 3 in einem demontierten Zu­ stand in Ansicht auf seine dem Rakelkasten der Farbkammerrakel zugewandte Flachseite,
Fig. 5 eine einen Teil des Stirnenddeckels gemäß Fig. 4 bildende Dichtplatte in Ansicht auf ihre von dem Rakelkasten abgewandte Flachseite, und
Fig. 6 einen geänderten Stirnenddeckel in einer Dar­ stellung entsprechend der Fig. 4.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine Farbkammerrakel 1, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist, in einer An­ sicht auf ihren rechten Endbereich. Die Farbkammerrakel 1 besteht im wesentlichen aus einem Rakelkasten 10, der die äußere Begrenzung der Farbkammerrakel 1 bildet. Im Inneren des Rakelkastens 10 ist eine Farbkammer ausgebil­ det, deren Kontur durch gestrichelte Linien mit der Be­ zugsziffer 14 angedeutet ist. In der Mitte der dem Be­ trachter zugewandten Seite der Farbkammerrakel 1 ist eine Öffnung 13 erkennbar, die sich über die gesamte Län­ ge des Rakelkastens 10 erstreckt. Diese Öffnung dient zur Ausgabe von Farbe auf die Außenumfangsfläche eines Druckzylinders oder einer Farbübertragungswalze, die hier nicht dargestellt ist. Oben und unten ist die Öff­ nung 13 durch je ein Rakelmesser 11, 12 begrenzt, die ihrerseits mittels Halteleisten 11′, 12′ lösbar mit dem Rakelkasten 10 verbunden, hier verschraubt sind. Alter­ nativ ist eine Klemmung der Rakelmesser 11, 12 möglich.
An dem in Fig. 1 sichtbaren rechten Stirnende der Farb­ kammerrakel 1 ist ein Stirnenddeckel 2 flanschartig ge­ gen das Stirnende des Rakelkastens 10 gesetzt. Weiterhin umfaßt der Stirnenddeckel 20 ein Dichtelement 20′, das nahe dem Ende der beiden Rakelmesser 11, 12 hinter die­ sen innerhalb der Farbkammer 14 angeordnet ist. Der dem Betrachter zugewandte sichtbare Teil des Dichtelementes 20′, das durch einen elastischen Kunststoffkörper gebil­ det ist, besitzt eine Rundung, die an den Außenumfang des Druckzylinders oder Farbübertragungswalze angepaßt ist. Von den Enden dieses gerundeten Bereiches verläuft das Dichtelement 20′ mit zwei schrägen Flankenbereichen parallel zur Hinterseite der Rakelmesser 11, 12. Wie durch Pfeile an dem sichtbaren Teil des Dichtelementes 20′ angedeutet, wird durch die Rotation des Druckzylin­ ders oder der Farbübertragungswalze, im vorliegenden Bei­ spiel im Kontaktbereich mit der Farbkammerrakel von un­ ten nach oben, Farbe in den Zwischenraum zwischen dem Außenumfang des Druckzylinders oder Farbübertragungswal­ ze einerseits und der am Außenumfang anliegenden Stirn­ seite des Dichtelementes 20′ eingearbeitet. Diese Farbe gelangt, wie durch gestrichelte Pfeile angedeutet ist, in den Spaltraum zwischen der oberen schrägen Flanke des Dichtelementes 20′ und der Rückseite des oberen Rakelmes­ sers 11, wobei sich dort infolge der Reibungswärme und der dadurch bewirkten Verdunstung der leichten flüchti­ gen Farbbestandteile pastöse Farbansammlungen bilden, die durch eine Keilwirkung die Dichtfunktion des Dicht­ elementes 20′ mindern und schließlich zu Farbleckagen führen, die unerwünscht sind.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt eine Farbkammerrakel 1, die in ihrem Aufbau im wesentlichen mit der Farbkammerrakel 1 gemäß Fig. 1 übereinstimmt, nun aber mit einem ande­ ren Stirnenddeckel 2 ausgestattet ist.
Auch bei der Farbkammerrakel 1 gemäß Fig. 2 ist dem Be­ trachter die Öffnung 13 für die Farbübertragung auf den Druckzylinder oder die Farbübertragungswalze zugewandt. Nach oben und unten schließen sich die Rakelmesser 11, 12 sowie deren Halteleisten 11′, 12′ an. Die äußere Be­ grenzung der Farbkammerrakel 1 bildet auch hier der Ra­ kelkasten 10, innerhalb dessen die Farbkammer 14 liegt.
Der Stirnenddeckel 2 der Farbkammerrakel 1 gemäß Fig. 2 besteht im wesentlichen aus einem Deckelgrundkörper 25 und einer von diesem gehaltenen Dichtplatte 20. Die Dichtplatte 20 besteht aus zwei unterschiedlichen Lagen, nämlich einer ersten, dem Rakelkasten 10 zugewandten Lage 21 aus einem weich-elastischen flexiblen Material und einer zweiten Lage 22 aus einem gering-elastischen, festen Material, die dem Rakelkasten abgewandt ist. Die Flächenerstreckung der Dichtplatte 20 ist dabei so ge­ wählt, daß sie zumindest die Farbkammer 14 mit ausrei­ chendem Überstand zuverlässig abdeckt. Über die Außenkon­ tur des Rakelkastens 10 muß die Dichtplatte 20 nicht hinausragen.
Der Deckelgrundkörper 25 ist im vorliegenden Ausführungs­ beispiel in zwei Körperteile 26, 27 unterteilt, die ge­ geneinander beweglich ausgeführt sind und zwischen denen eine erste Federanordnung 28, hier aus mehreren Schrau­ benfedern bestehend, angebracht ist. Der erste Körper­ teil 26 besitzt eine ebene Andruckfläche 261, mit der er an der ihm zugewandten Flachseite der Dichtplatte 20, ge­ nauer von deren zweiter Lage 22, anliegt.
Ganz rechts in Fig. 2 ist eine Schiebeführung 3 angedeu­ tet, die im Hintergrund nicht sichtbar mit der Rückseite des Rakelkastens 10 fest verbunden ist. Durch den sicht­ baren zweiten Schenkel 31 der Schiebeführung 3 verläuft eine Vorspannschraube 38, die mit ihrem Stirnende an dem zweiten Körperteil 27 anliegt. Durch Verstellen dieser Vorspannschraube 38 läßt sich die von der Federanordnung 28 auf den ersten Körperteil 26 des Deckelgrundkörpers 25 ausgeübte Kraft einstellen. Auf diese Weise wird im montierten Zustand des Stirnenddeckels 2 eine Kraft auf die Dichtplatte 20 ausgeübt, die diese in Richtung zum stirnende des Rakelkastens 10 und zum Stirnende der bei­ den Rakelmesser 11, 12 drückt. Hierdurch erfolgt die ge­ wünschte Abdichtung der Farbkammer nach außen hin.
Gleichzeitig sorgt die Dichtplatte 20 mit ihrer in Fig. 2 dem Betrachter zugewandten Stirnkante für eine Abdich­ tung gegen den Außenumfang des zugehörigen Druckzylin­ ders oder der zugehörigen Farbübertragungswalze, die hier ebenfalls nicht dargestellt ist. Die Dichtplatte 20 besitzt hierzu an ihrer in Fig. 2 dem Betrachter zuge­ wandten Stirnkante eine kreisabschnittsförmige Kontur, die an den Umfangsradius des Druckzylinders oder Farb­ übertragungswalze angepaßt ist. Durch eine zweite Kraft wird die Dichtplatte 20 in Richtung zu dem zugehörigen Druckzylinder oder der zugehörigen Farbübertragungswalze gedrückt, wozu hinter dem ersten Körperteil 26 des Deckelgrundkörpers 25 eine weitere Feder 29 angeordnet ist, die sich mit ihrem anderen Ende an dem im Hinter­ grund liegenden ersten Schenkel 30 der Schiebeführung 3 abstützt.
Die Anordnung der zweiten Feder 29 sowie deren Funktion sind besonders deutlich in Fig. 3 erkennbar. Der Blick des Betrachters fällt nun auf die in Fig. 2 nach oben liegenden Seite der Farbkammerrakel 1 mit ihrem Farb­ kasten 10. Am unteren Rand von Fig. 3 ist nun das obere Rakelmesser 11 mit seiner Halteleiste 11′ sichtbar, auf die nach unten hin die Öffnung 13 folgt.
Mit dem Rakelkasten 10 fest verbunden ist die Schiebefüh­ rung 30, die in Draufsicht eine L-Form aufweist. Deren erster Schenkel 30 ist fest mit der Rückseite des Rakel­ kastens 10 verbunden. Durch diesen ersten Schenkel 30 verläuft eine zweite Vorspannschraube 29, die zur Ein­ stellung der Vorspannung der zweiten Feder 29 dient, die in Richtung der Ebene der Dichtplatte 20 auf diese über den ersten Körperteil 26 des Deckelgrundkörpers 25 wirkt. Hierzu ist der erste Körperteil 26 des Deckel­ grundkörpers 25 mit einem Andrucksteg 262 an seiner in Fig. 3 linken oberen Kante ausgebildet, wobei der An­ drucksteg 262 die an ihm anliegende hintere Stirnkante 24′ der zweiten Lage 22 der Dichtplatte 2 hintergreift.
Die zuvor anhand von Fig. 2 beschriebene kreisabschnitts­ förmige Kontur 24 der Dichtplatte 20 weist in Fig. 3 nun nach unten.
Zusätzlich zur ersten und zweiten Lage 21, 22 kann die Dichtplatte 20 noch eine dritte Lage 23 umfassen, die in Fig. 2 durch die Öffnung 13 teilweise sichtbar ist und die in Fig. 3 völlig verdeckt ist und deshalb nur in gestrichelten Linien eingezeichnet ist. Die dritte Lage 23 besteht vorzugsweise ebenso wie die zweite Lage 22 aus einem festen Material und erstreckt sich dabei aber nur über den nichtdichtenden Bereich der zum Rakelkasten 10 weisenden Oberfläche der ersten Lage 21 der Dichtplat­ te 20. Hierdurch wird die erste Lage 21 insbesondere gegen eine vorzeitige Loslösung von der zweiten Lage 22 geschützt und es kann außerdem mittels durch die zweite und dritte Lage verlaufender Verbindungsmittel die zwei­ te Lage 22 zwischen den beiden anderen Lagen eingespannt werden.
In Fig. 2 sind mit der Bezugsziffer 122 zwei Ausnehmun­ gen in der in Fig. 2 dem Betrachter zugewandten Stirn­ kante der zweiten Lage 22 der Dichtplatte 20 bezeichnet, die zur Aufnahme von gegebenenfalls doch noch durch die Abdichtung hindurchgeriebenen kleinen Farbmengen dienen. Ihre genaue Lage und Kontur geht aus den Fig. 4 und 5 näher hervor.
Fig. 4 der Zeichnung zeigt den Stirnenddeckel 2 gemäß den Fig. 2 und 3 in einem vom Rakelkasten 10 der Farb­ kammerrakel 1 demontierten Zustand, wobei in Fig. 4 dem Betrachter die Seite des Stirnenddeckels 2 zugewandt ist, die im montierten Zustand zum Rakelkasten 10 weist. Dem Betrachter zugewandt ist damit die erste Lage 21 der Dichtplatte 20, die, wie Fig. 4 besonders deutlich zeigt, eine rechteckige Grundform aufweist. Die in Fig. 4 nach rechts weisende Stirnkante der Dichtplatte 20 ist zur Anpassung an einen hier nicht dargestellten Druckzy­ linder oder eine Farbübertragungswalze mit der kreisab­ schnittsförmigen Kontur 24 ausgebildet. Die übrigen Stirn­ kanten der Dichtplatte 20 verlaufen gradlinig. Die in Fig. 4 linke Stirnkante 24′ der Dichtplatte 20 wird von dem Andrucksteg 262 des ersten Körperteils 26 des hier im übrigen durch die Dichtplatte 20 verdeckten Deckel­ grundkörpers 25 hintergriffen. Hinter dem Andrucksteg 262 ragt das freie Ende der zweiten Feder 29 nach außen.
Weiterhin fällt in Figur der Blick des Betrachters auf die dritte Lage 23 der Dichtplatte 20, wobei hier deut­ lich erkennbar wird, daß die dritte Lage 23 sich nur über den nichtdichtenden Bereich der ersten Lage 21 der Dichtplatte 20 erstreckt. Der dichtende Bereich der er­ sten Lage 21 verläuft entlang einer mit der Ziffer 14 bezeichneten gestrichelten Linie, die die Begrenzung der Farbkammer darstellt. Außerdem dichtet die erste Lage 21 gegen die Stirnenden der Rakelmesser 11, 12 ab, deren La­ ge relativ zur Dichtplatte 20 ebenfalls durch gestrichel­ te Linien, die mit den Ziffern 11 und 12 versehen sind, angedeutet ist.
Schließlich ist aus Fig. 4 entnehmbar, daß im Bereich der kreisabschnittsförmigen Kontur 24 die erste Lage 21 der Dichtplatte 20 gegenüber der zweiten Lage 22, die hier im Hintergrund liegt, etwas nach außen vorragt. Dieser in der Zeichnung übertrieben groß dargestellte Überstand beträgt in der Realität zwischen etwa 0,1 und 0,3 mm, wobei diese Maß materialabhängig ist.
Nahe dem Ende der kreisabschnittsförmigen Kontur 24 ist oben und unten jeweils eine der Ausnehmungen 122 durch gestrichelte Linien angedeutet, da diese Ausnehmungen 122 nur in der hier verdeckten zweiten Lage 22 der Dicht­ platte 20 vorgesehen sind.
Fig. 5 der Zeichnung zeigt die Dichtplatte 20 nun von der in Fig. 4 nach hinten weisenden Seite. In Fig. 5 fällt also der Blick des Betrachters auf die Flachseite der zweiten Lage 22; die erste Lage 21 aus dem weich­ elastischen Material weist nun nach hinten. Die Lage der Rakelmesser 11, 12 ist auch in Fig. 5 durch gestrichel­ te Linien mit den Bezugsziffern 11, 12 angedeutet. Hier wird besonders deutlich, daß die beiden nun direkt sicht­ baren Ausnehmungen 122 außerhalb des von den Rakelmes­ sern 11, 12 begrenzten Bereiches der kreisabschnittsförmi­ gen Kontur 24 liegen.
Fig. 6 der Zeichnung schließlich zeigt eine geänderte Ausführung der Dichtplatte 20 in gleicher Ansicht wie in Fig. 4. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist bei der Dichtplatte 20 gemäß Fig. 6 nur die zweite Lage 22 plattenförmig ausgeführt, wogegen die erste Lage 21 hier in Form eines Streifens auf der zwei­ ten Lage 22 angebracht ist. Die erste Lage 21 ist dabei in ihrem Verlauf an die Kontur 14 der Farbkammer und an die Kontur der Rakelmesser 11, 12 angepaßt, die jeweils in gestrichelten Linien angedeutet sind. Auf diese Weise kann für die erste Lage 21 ein relativ kostengünstiges, streifen- oder strangförmiges Material "von der Rolle" verwendet werden, was insbesondere Kosteneinsparungen er­ gibt, wenn häufig die erste Lage 21 erneuert werden muß. Die erste Lage 21 ist entweder auf die zweite Lage 22 aufgeklebt oder in der dem Betrachter in Fig. 6 zuge­ wandten Fläche der zweiten Lage 22 ist eine Nut ange­ bracht, in die die erste Lage 21 eingelegt, vorzugsweise eingeklemmt ist. Für eine solche Klemmung eignet sich insbesondere eine hinterschnittene Nut, beispielsweise eine Schwalbenschwanznut oder eine T-Nut. In ihren übri­ gen Teilen entspricht die Dichtplatte 20 gemäß Fig. 6 derjenigen in Fig. 4; auf die weiteren Bezugsziffern in Fig. 6 wird deshalb auf die Beschreibung der Fig. 4 verwiesen.

Claims (14)

1. Farbkammerrakel für eine Druckmaschine, mit einem eine Farbkammer bildenden Rakelkasten (10), mit min­ destens zwei am Rakelkasten (10) befestigten Rakel­ messern (11, 12), die eine im Betriebszustand zum Außenumfang eines Druckzylinders oder einer Farbüber­ tragungswalze weisende, sich über die Länge des Ra­ kelkastens (10) erstreckende Öffnung (13) begrenzen, mit zwei jeweils am Stirnende des Rakelkastens (10) abnehmbar angeordneten, die Farbkammer abdichtenden Stirnenddeckeln (2) und mit Mitteln zur Zu- und Ab­ führung von Farbe, wobei jeder Stirnenddeckel (2) einen starren Deckelgrundkörper (25) und ein von die­ sem gehaltertes, sich an die Rakelmesser (11, 12) und an den zwischen diesen liegenden Bereich des Außenumfanges des Druckzylinders oder der Farbüber­ tragungswalze anlegendes Dichtelement umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement durch eine flache zweilagige Dichtplatte (20) gebildet ist, deren dem Rakelkasten (10) zugewandte ersten Lage (21) aus einem weichela­ stischen flexiblen Material und deren dem Rakelka­ sten (10) abgewandte zweite Lage (22) aus einem ge­ ringelastischen, festen Material besteht, und daß im montierten Zustand die Dichtplatte (20) mit einer diese an das Stirnende des Rakelkastens (10) und an das Stirnende der Rakelmesser (11, 12) andrückenden ersten Kraft und mit einer in Richtung zum Außenum­ fang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswal­ ze weisenden zweiten Kraft belastet ist.
2. Farbkammerrakel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die erste Lage (21) und die zweite Lage (22) der Dichtplatte (20) plattenförmig mit im we­ sentlichen übereinstimmendem Umriß ausgeführt sind.
3. Farbkammerrakel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die zweite Lage (22) der Dichtplatte (20) plattenförmig ausgeführt ist und daß die erste Lage (21) der Dichtplatte (20) streifen- oder strangför­ mig ausgeführt und entsprechend der Kontur der Farb­ kammer des Rakelkastens (10) und der Kontur der Stirnenden der Rakelmesser (11, 12) auf der zweiten Lage (22) angeordnet ist.
4. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das die erste Lage (21) der Dichtplatte (20) bildende Material ein ge­ schlossenzelliger Schaumstoff oder ein Weichgummi ist.
5. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß das die zweite Lage (22) der Dichtplatte (20) bildende Material ein fester Kunststoff ist.
6. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtplatte (20) an ihrer zum Außenumfang des Druckzylinders oder der Farbübertragungswalze weisenden Kante mit einer dem Außenumfangsradius angepaßten kreisab­ schnittsförmigen Kontur (24) ausgeführt ist, entlang welcher im Neuzustand der Dichtplatte (20) deren er­ ste Lage (21) gegenüber der zweiten Lage (22) gering­ fügig vorspringt.
7. Farbkammerrakel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich­ net, daß die Dichtplatte (20) in ihrer zweiten Lage (22) neben einem oder neben beiden Rakelmessern (11, 12) außerhalb der Farbkammerkontur (14) (je) eine von der kreisabschnittsförmigen Kontur (24) ausgehen­ de konkave bis halbkreisförmige Ausnehmung (122) auf­ weist.
8. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Lage (21) der Dichtplatte (20) in ihrem zum Inneren des Rakel­ kastens (10) weisenden nichtdichtenden Flächenbe­ reich mit einer dritten, festen Lage (23) abgedeckt ist.
9. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelgrundkör­ per (25) eine der zweiten Lage (22) der Dichtplatte (20) zugewandte ebene Andruckfläche (261) sowie ei­ nen die zweite Lage (22) der Dichtplatte (20) an ihrer dem Druckzylinder oder der Farbübertragungwal­ ze abgewandten Kante (24′) hintergreifenden Andruck-Steg (262) aufweist.
10. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Kraft durch je eine Federanordnung (28, 39) aufbringbar sind.
11. Farbkammerrakel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnungen (28, 29) hinsichtlich der von ihnen ausgeübten Kräfte verstellbar ausgeführt sind.
12. Farbkammerrakel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Deckelgrundkörper (25) in zwei über eine der beiden oder über beide Federanordnun­ gen (28, 29) verbundene Körperteile (26, 27) unter­ teilt ist, wobei der eine Körperteil (26) die Dicht­ platte (20) hält und wobei der andere Körperteil (27) abnehmbar mit dem Rakelkasten (10) verbunden ist.
13. Farbkammerrakel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zwischen dem Deckelgrundkörper (25) und dem Rakelkasten (10) oder fest mit diesem verbundenen Teilen eine der beiden oder beide Feder­ anordnungen (28, 29) vorgesehen ist/sind.
14. Farbkammerrakel nach einem der vorangehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Stirnende des Rakelkastens (10) eine Schiebeführung (3) zur Aufnahme und Halterung je eines Stirnenddeckels (2) vorgesehen ist, in die der Stirnenddeckel (2) bei von dem Druckzylinder oder der Farbübertragungswalze entferntem Rakelkasten (10) von dessen dem Druck­ zylinder oder der Farbübertragungswalze zugewandter Seite her einschiebbar ist.
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