DE19631291A1 - Isolationsverkleidung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Isolationsverkleidung im
Innern einer Gas führenden Leitungsanordnung gemäß den
Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es zählt zum Stand der Technik, Gasweichen und die an
diese angeschlossenen Abgaskanäle (Leitungsanordnungen)
im Innern mit einer Isolationsverkleidung zu versehen.
Eine Innenisolation bietet den Vorteil einer kostengün
stigen Erstellung ganzer Abgassysteme sowie einer gerin
geren Belastung, bezogen auf die durchweg hohen Betriebs
temperaturen.
Das Isolationsmaterial wird meistens in einer Dicke von
ca. 200 mm vorgesehen. Es besteht in der Regel aus kera
mischen Fasern oder aus Steinwolle.
Kanalseitig wird das Isolationsmaterial mit Gasleitble
chen aus Edelstahl abgedeckt. Diese Gasleitbleche haben
im Bereich der begehbaren Flächen eine Dicke von etwa
3 mm, wohingegen an den Seiten und an den Decken Gasleit
bleche mit Dicken <2 mm zur Anwendung gelangen. Zur
Festlegung der Gasleitbleche an den Wandungen des Gehäu
ses einer Leitungsanordnung werden zunächst Edelstahl
stifte mit einem Durchmesser von 12 mm bis 16 mm mit der
Gehäusewandung schweißtechnisch verbunden. Im Regelfall
werden die Edelstahlstifte in einem gleichmäßigen
rechteckförmigen Raster von etwa 300 mm vorgesehen. Bei
Gasgeschwindigkeiten, die höher als 30 m/s liegen, kann
sich der Abstand benachbarter Edelstahlstifte aber auf
200 mm und weniger verringern.
Die freien Enden der Edelstahlstifte sind mit Gewinden
versehen. Diese Gewindeenden durchsetzen Bohrungen in den
Gasleitblechen. Mit Hilfe von im Durchmesser vergleichs
weise großen Abdeckscheiben und Muttern werden dann die
Gasleitbleche so in Richtung auf die Wandungen des Gehäu
ses verlagert, daß das Isolationsmaterial um ca. 10 mm
verpreßt wird. Anschließend werden die Muttern durch
Schweißpunkte gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert.
Die von den Edelstahlstiften durchsetzten Bohrungen in
den Gasleitblechen sind so groß, daß sie Wärmedehnungen
der Gasleitbleche ausgleichen können.
Ein Nachteil der bekannten Isolationsverkleidung bildet
der Sachverhalt, daß die hohe Gastemperatur im Innern des
Gehäuses über die Edelstahlstifte auf die Wandungen über
tragen wird, so daß nicht nur die Wandungen insgesamt
eine erhöhte Temperatur aufweisen, sondern im Bereich der
Edelstahlstifte eine Vielzahl von heißen Punkten vorhan
den ist, die für das Betriebspersonal zwangsläufig ein
Verletzungsrisiko in sich bergen.
Obwohl über die von den Edelstahlstiften durchsetzten
Bohrungen in den Gasleitblechen sichergestellt sein soll,
daß sich die Gasleitbleche in ihren Erstreckungsebenen
dehnen und zusammenziehen können, wird dennoch in der
Praxis häufig beobachtet, daß die Gasleitbleche erhebli
chen Verwerfungen ausgesetzt sind. Diese werden durch
einen extrem schnellen Temperaturanstieg aufgrund der
vergleichsweise geringen Dicke der Gasleitbleche hervor
gerufen mit der Folge, daß eine Wärmedehnung der Gasleit
bleche von Bohrung zu Bohrung durch Verhaken und somit
letztlich durch Festpunktbildung nicht mehr erfolgen
kann. Die Gasleitbleche werden dann stark ausgebeult und
bieten folglich dem strömenden heißen Gas Angriffsflä
chen, über die es die Gasleitbleche von den Wandungen zu
mindest lösen, wenn nicht sogar völlig abreißen kann.
Größere Spalte zwischen gelösten Gasleitblechen oder aus
der Isolationsverkleidung sogar herausgerissene Gasleit
bleche sind indessen gleichbedeutend mit einem Verlust
der Isolation, so daß die in der Regel aus einem einfa
chen Kohlenstoffstahl der Güteklasse St 37 bestehenden
Wandungen des Gehäuses durch das heiße Gas exponiert wer
den. Das Material der Wandungen kann ausglühen mit der
Folge, daß das Gehäuse seine statische Tragfähigkeit ver
liert.
Die schweißtechnische Verbindung der Edelstahlstifte mit
den Wandungen des Gehäuses kann unter Einsatz von
Schweißschußgeräten oder mit Hilfe der Elektroden
schweißung durchgeführt werden. Der Einsatz von Schweiß
schußgeräten hat sich in der Vergangenheit insofern nicht
zufriedenstellend bewährt, als Edelstahlstifte häufig ab
gerissen sind. Abgerissene Edelstahlstifte bedeuten je
doch wiederum eine Lockerung der Gasleitbleche mit der
Gefahr, daß diese zumindest gelöst oder sogar aus ihrer
Betriebslage ganz herausgerissen werden. Das Verschweißen
der Edelstahlstifte mit Elektroden hat sich zwar bewährt,
ist jedoch außerordentlich arbeitsintensiv. Zur Gewähr
leistung einer betriebssicheren Isolationsverkleidung
wurde dennoch die Elektrodenschweißung vorgezogen. Der
Aufwand hierfür ist aber, insbesondere unter Kostenge
sichtspunkten, extrem hoch.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, eine Isolationsverkleidung zu schaffen,
die mit vergleichsweise geringem technischen Aufwand her
stellbar ist und während des Betriebs unter Ausschluß der
Gefährdung des Betriebspersonals weder durch den Gasdruck
in der Leitungsanordnung noch durch die Gastemperatur in
ihrer Funktion beeinträchtigt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in
den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten
Merkmalen.
Die Gasleitbleche werden nunmehr über Klemmschienen mit
ihren Randbereichen linienförmig so auf Tragschienen la
georientiert, daß auch plötzliche Temperaturanstiege oder
Temperaturverminderungen nicht zu Verwerfungen der Gas
leitbleche führen können. Diese haben stets die Möglich
keit, sich in ihren Erstreckungsebenen auszudehnen und
zusammenzuziehen. Die Klemmschienen werden mittels
Schraubbolzen und Muttern an die Tragschienen herangezo
gen. Bevorzugt erstrecken sich sowohl die Tragschienen
als auch die Klemmschienen über mehrere Gasleitbleche,
jedenfalls stets über die Stoßbereiche von mindestens
zwei Gasleitblechen. In den Gasleitblechen befinden sich
keine Bohrungen mehr. Sie sind in der Fläche vollkommen
geschlossen. Zu ihrer Stabilisierung weisen die Gasleit
bleche aber entsprechende Sickungen auf. Die durch die
besondere Lagerung und Ausgestaltung erzielte Verwin
dungssteifheit der Gasleitbleche ermöglicht es dann, in
der Fläche größere Gasleitbleche als im Stand der Technik
einzusetzen. Hiermit wird der Fertigungsaufwand merklich
verringert.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht
darin, daß über die die Tragschienen mit den Wandungen
des Gehäuses verbindenden, eine geringe Wärmeleitfähig
keit aufweisenden Distanzkörper keine derart hohen Tempe
raturen mehr auf die Wandungen übertragen werden, daß
eine Gefährdung des Betriebspersonals zu befürchten wäre.
Im Prinzip kann man nunmehr durchweg von kalten Gehäuse
wandungen sprechen. Durch den Einsatz von entsprechend
biege- und verwindungssteifen Tragschienen brauchen diese
auch nur in größeren Abständen über Distanzkörper mit den
Wandungen verbunden werden. Dieses senkt außerordentlich
den schweißtechnischen Aufwand im Vergleich zum Stand der
Technik, wo eine Vielzahl von Edelstahlstiften mit den
Wandungen verschweißt werden müssen. Durch die Mehrglied
rigkeit der Distanzkörper können jetzt deren einzelnen
Distanzglieder vom Material her gezielt einerseits auf
das Material der Tragschienen und andererseits auf den
Werkstoff der Wandungen des Gehäuses abgestimmt werden.
Das heißt, daß die wandungsseitigen Distanzglieder der
Distanzkörper wie auch das Gehäuse aus einem einfachen
Kohlenstoffstahl, z. B. der Güteklasse St 37, bestehen
können, so daß die schweißtechnische Verbindung dieser
Distanzglieder mit den Wandungen keine Probleme aufwirft.
Hingegen können die kanalseitigen Distanzglieder in An
passung an die hohen Temperaturen ausgesetzten Tragschie
nen demgegenüber aus einem deren wärmetechnische Bean
spruchungen berücksichtigenden Material bestehen.
Aufgrund der Mehrgliedrigkeit der Distanzkörper ist es
außerdem gewährleistet, daß die Distanzglieder jedes Di
stanzkörpers begrenzt relativ zueinander verschwenken
können. Somit kann den temperaturbedingten Längenverände
rungen der Tragschienen und der mit diesen über die
Schraubbolzen und Muttern verbundenen Klemmschienen in
vollem Umfang Rechnung getragen werden.
Die Erfindung gestattet es ferner, durchweg ebene Gas
leitbleche zu verwenden, wenn die Leitungsanordnungen im
Querschnitt rechteckige Gaskanäle aufweisen. Die in den
Eckbereichen der Gaskanäle anzuordnenden Gasleitbleche
brauchen dann lediglich einmal um 90° abgekantet zu wer
den. Denkbar sind aber auch Gasleitbleche für die Eckbe
reiche, die hier mit einem geeigneten Radius gerundet
sind. Ferner können die Gasleitbleche gekrümmt sein, wenn
die Gaskanäle der Leitungsanordnung einen kreisrunden
Querschnitt besitzen.
Der einwandfreien Lageorientierung der Gasleitbleche die
nen die Merkmale des Anspruchs 2. Danach sind die Ränder
der Gasleitbleche bis auf die Eckbereiche in Richtung auf
den Gaskanal rechtwinklig abgekantet. Die ausgesparten
Eckbereiche dienen der Durchführung der zu den Wandungen
des Gehäuses gerichteten Schenkel der im Querschnitt
U-förmigen Klemmschienen. Die Schenkel der Klemmschienen
bestimmen folglich die Verlagerungs- und Ausdehnungsmög
lichkeiten der Gasleitbleche in ihren Erstreckungsebenen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird in den
Merkmalen des Anspruchs 3 gesehen. Danach sind die der
Lageorientierung der Klemmschienen und Gasleitbleche die
nenden Schraubbolzen mit ihren Köpfen auf den Innenseiten
der Stege der mit ihren Schenkeln zu den Wandungen des
Gehäuses gerichteten Tragschienen festgeschweißt. Dies
ermöglicht eine werksseitige Vorfertigung. Die Schäfte
der Schraubbolzen durchsetzen dann Bohrungen in den Ste
gen der Klemmschienen. Der Durchmesser dieser Bohrungen
ist so gehalten, daß eine spannungsfreie Verlagerung der
Klemmschienen zu den Gasleitblechen und zu den Tragschie
nen gewährleistet werden kann. Zur Lagesicherung der mit
den Schraubbolzen zusammenwirkenden Muttern werden diese
nach der Fixierung der Gasleitbleche durch Schweißpunkte
unverdrehbar festgelegt.
Entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 4 können die
Tragschienen mit ihren Schenkeln auch zum Gaskanal ge
richtet sein. Die Gasleitbleche liegen dann auf den
Schmalseiten der Schenkel der Tragschienen. Auf diese
Weise bilden die Tragschienen zugleich Wasserab
laufkanäle. Zu diesem Zweck können die Tragschienen mit
einer entsprechenden Neigung verlegt werden. Die Trag
schienen sind dann mit einem entsprechenden Dränagesystem
des Gehäuses flüssigkeitsleitend verbunden.
Die U-förmige Profilierung der die Distanzkörper bilden
den Distanzglieder entsprechend den Merkmalen des An
spruchs 5 ermöglicht auf der einen Seite eine einwand
freie Verschweißung der wandseitigen Distanzglieder mit
den Wandungen des Gehäuses und auf der anderen Seite eine
gegenseitige Führung der Distanzglieder eines Distanzkör
pers sowie der kanalseitigen Distanzglieder an den Trag
schienen. Außerdem können die Distanzglieder jeweils
eines Distanzkörpers über ihre Schenkel begrenzt gelenkig
miteinander und die kanalseitigen Distanzglieder über
ihre Schenkel mit den Schenkeln der Tragschienen begrenzt
gelenkig verbunden werden. Hierfür gelangen bevorzugt
Schraubbolzen und Muttern zur Anwendung. Diese werden
nach einer definierten Vorspannung letztlich zur Lagesi
cherung verschweißt. Außerdem sind die von den Schraub
bolzen durchsetzten Bohrungen in den Schenkeln der Di
stanzglieder und der Tragschienen so bemessen, daß span
nungsfreie Verlagerungen der Bauteile zueinander sicher
gestellt sind. Die Schraubbolzen erstrecken sich quer zu
den Tragschienen, um ein Verschwenken der Distanzglieder
eines Distanzkörpers relativ zueinander sowie der kanal
seitigen Distanzglieder relativ zu den Tragschienen zu
ermöglichen.
Sowohl die mit ihren Schenkeln zu den Wandungen des Ge
häuses gerichteten Tragschienen als auch die mit ihren
Schenkeln zum Gaskanal gerichteten Tragschienen liegen
zwischen den Schenkeln der kanalseitigen Distanzglieder.
Zur Durchführung der Tragschienen sind dann die Stege der
kanalseitigen Distanzglieder um etwa die Höhe der Trag
schienenschenkel ausgeklinkt. Dieses Ausklinken kann beim
Herstellen der bevorzugt aus Edelstahlblechen gestanzten
und U-förmig umgeformten Distanzglieder erfolgen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung be
steht in den Merkmalen des Anspruchs 6. Die wärmeisolie
renden Schichten in den Kontaktbereichen der ineinander
greifenden Distanzglieder einerseits bzw. der kanalseiti
gen Distanzglieder und der Tragschienen andererseits
senkt die Größe des Wärmeübergangs von den Gasleitblechen
auf die Wandungen des Gehäuses derart, daß an den Wandun
gen keine unzulässigen Temperaturen herrschen, die das
Betriebspersonal gefährden könnten. Im Prinzip ist eine
Wärmeübertragung nur über die linienförmigen Kontaktbe
reiche der Schraubbolzen mit den von ihnen durchsetzten
Bohrungen in den Schenkeln der Distanzglieder und der
Tragschienen möglich.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der wärmeiso
lierenden Schichten wird gemäß Anspruch 7 darin gesehen,
daß diese aus Keramikbändern bestehen. Hiermit können
alle Kontaktbereiche innerhalb der Distanzkörper sowie
zwischen den Distanzkörpern und den Tragschienen abge
deckt werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch eine Lei
tungsanordnung für heiße Abgase;
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung eine Teilansicht
auf die Innenverkleidung der Leitungsanord
nung gemäß dem Pfeil II der Fig. 1;
Fig. 3 in nochmals vergrößerter perspektivischer
Darstellung einen Querschnitt durch die Fig.
2 entlang der Linie III-III;
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend derjenigen der
Fig. 3 gemäß einer weiteren Ausführungsform;
Fig. 5 ebenfalls in der Perspektive ein Gasleitblech
und
Fig. 6 in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt VI
der Fig. 1.
In der Fig. 1 ist mit 1 eine heißes Abgas führende Lei
tungsanordnung bezeichnet. Hierbei kann es sich um eine
Gasweiche handeln.
Die Leitungsanordnung 1 umfaßt ein Gehäuse 2 mit einem
Rahmen 3 aus horizontal und vertikal verlaufenden
rechteckigen Hohlprofilen 4, die endseitig miteinander
verschweißt sind, sowie aus in den Längsebenen der Sei
tenwände des Rahmens 3 zwischen die Hohlprofile 4 ge
schweißten trapezförmig abgekanteten Versteifungsblechen
5. Diese bilden somit die Wandung des Gehäuses 2.
Das Gehäuse 2 besitzt eine innere Isolationsverkleidung
6, welche aus wandseitigem Isolationsmaterial 7, wie bei
spielsweise Steinwolle, und aus kanalseitigen Gasleitble
chen 8 besteht.
Wie die Fig. 1 bis 5 bei gemeinsamer Betrachtung zu
erkennen geben, sind die quadratisch ausgebildeten Gas
leitbleche 8 mit einer kreuzförmigen Sickung 9 und rand
seitigen Abkantungen 10 versehen. Die Abkantungen 10 er
strecken sich nicht über die gesamten Seitenlängen der
Gasleitbleche 8. Vielmehr bleiben die Eckbereiche 11 frei
von Abkantungen 10. Im Einbauzustand weisen die randsei
tigen Abkantungen 10 in Richtung zum Gaskanal 12.
Die Gasleitbleche 8 liegen frei beweglich auf im Quer
schnitt U-förmigen Tragschienen 13, 13a, die sich in
Längs- und Querrichtung des Gaskanals 12 erstrecken
(Fig. 1 bis 6). Die Stege 14 der Tragschienen 13, 13a
verlaufen parallel zu den Gasleitblechen 8, während bei
der Ausführungsform der Fig. 3 die Schenkel 15 zu den
Wandungen 5 des Gehäuses 2 gerichtet sind. Bei der Aus
führungsform der Fig. 4 sind die Schenkel 15a der Trag
schienen 13a zum Gaskanal 12 gerichtet.
Die Abkantungen 10 der Gasleitbleche 8 werden von den
Schenkeln 16 U-förmiger Klemmschienen 17 übergriffen. Die
Klemmschienen 17 erstrecken sich in den Längsebenen der
Tragschienen 13, 13a. Sie besitzen auch ihre Länge.
Auf den Innenseiten der Stege 14 der Tragschienen 13 sind
in Längsrichtung der Tragschienen 13 versetzt die Köpfe
18 von Schraubbolzen 19 festgeschweißt (Fig. 3). Die Ge
windeschäfte 20 der Schraubbolzen 19 durchsetzen Bohrun
gen 21 in den Stegen 22 der Klemmschienen 17. Der Durch
messer der Bohrungen 21 ist deutlich größer als der
Durchmesser der Gewindeschäfte 20. Mittels Muttern 23
können die Klemmschienen 17 gegen die Tragschienen 13 ge
zogen werden, so daß dann die Gasleitbleche 8 zwar lage
orientiert, ansonsten aber frei beweglich in ihren Er
streckungsebenen sind.
Die Muttern 23 können nach der Lageorientierung der Gas
leitbleche 8 durch Punktschweißung unverdrehbar festge
legt werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 sind die Köpfe 18 der
Schraubbolzen 19 auf die Außenseiten der Stege 14 ge
schweißt.
Jede Tragschiene 13, 13a wird von mehreren Distanzkörpern
24, 24a getragen (Fig. 3 und 4). Die Distanzkörper 24,
24a bestehen jeweils aus zwei U-förmig profilierten Di
stanzgliedern 25, 25a, 26, 26a die ineinander geschach
telt sind. Die wandseitigen Distanzglieder 25, 25a sind
aus einfachem Kohlenstoffstahl, wie z. B. St 37, gefertigt
und an den Innenflächen der Wandungen 5 des Gehäuses 2
durch Schweißung festgelegt. Die kanalseitigen, aus Edel
stahl bestehenden Distanzglieder 26, 26a sind über
Schraubbolzen 27 und Muttern 28 mit den wandseitigen Di
stanzgliedern 25, 25a begrenzt gelenkig verbunden. Die
Schraubbolzen 27 durchsetzen ausreichend große Bohrungen
29 in den Schenkeln 30, 31 der Distanzglieder 25, 25a,
26, 26a. Außerdem ist im Kontaktbereich der Schenkel 30,
31 der beiden Distanzglieder 25, 25a, 26, 26a ein
Keramikband 32 als Wärmeisolierung zwischen die Schenkel
30, 31 eingegliedert.
Bei der Ausführungsform der Fig. 3 umfassen die dem
Gaskanal 12 zugewandten Enden der Distanzglieder 26 die
Schenkel 15 der Tragschienen 13 und sind mit diesen über
Schraubbolzen 33 und Muttern 34 verbunden. Bei der Aus
führungsform der Fig. 4 umgreifen die Schenkel 31 der
kanalseitigen Distanzglieder 26a ebenfalls die Schenkel
15a der Tragschienen 13a. Außerdem sind die Stege der
kanalseitigen Distanzglieder 26a im Höhenbereich der
Schenkel 15a der Tragschienen 13a bei 36 ausgeklinkt. Auf
diese Weise können die kanalseitigen Distanzglieder 26,
26a sowohl zu den wandseitigen Distanzgliedern 25, 25a
als auch zu den Tragschienen 13, 13a begrenzte Schwenkbe
wegungen durchführen. Die auf die Schraubbolzen 33 ge
drehten Muttern 34 werden nach Lageorientierung durch
Punktschweißung fixiert.
Auch zwischen die Schenkel 31 der kanalseitigen Distanz
glieder 26, 26a und die Schenkel 15, 15a der Tragschienen
13, 13a werden Keramikbänder 32 eingegliedert, um eine
Wärmeübertragung in unzulässiger Größenordnung zu verhin
dern.
Aus der Fig. 5 ist ein Eckbereich der Leitungsanordnung
1 gemäß Fig. 1 erkennbar. Es ist hierbei veranschau
licht, daß in den Eckbereichen die Gasleitbleche 8a ge
rundet oder gemäß 8b rechtwinklig abgekantet sein können.
Bezugszeichenliste
1 Leitungsanordnung
2 Gehäuse v. 1
3 Rahmen v. 2
4 Hohlprofile
5 Versteifungsbleche
6 Isolationsverkleidung
7 Isolationsmaterial
8 Gasleitbleche
8a Gasleitbleche
8b Gasleitbleche
9 Sickung
10 Abkantungen
11 Eckbereich v. 8, 8a, 8b
12 Gaskanal
13 Tragschienen
13a Tragschienen
14 Stege v. 13, 13a
15 Schenkel v. 13
15a Schenkel v. 13a
16 Schenkel v. 17
17 Klemmschienen
18 Köpfe v. 19
19 Schraubbolzen
20 Gewindeschäfte v. 19
21 Bohrungen in 22
22 Stege v. 17
23 Muttern
24 Distanzkörper
24a Distanzkörper
25 Distanzglied
25a Distanzglied
26 Distanzglied
26a Distanzglied
27 Schraubbolzen
28 Muttern
29 Bohrungen in 30 u. 31
30 Schenkel v. 25, 25a
31 Schenkel v. 26, 26a
32 Keramikbänder
33 Schraubbolzen
34 Muttern
35 Stege v. 26, 26a
36 Ausklinkungen v. 26, 26a.
2 Gehäuse v. 1
3 Rahmen v. 2
4 Hohlprofile
5 Versteifungsbleche
6 Isolationsverkleidung
7 Isolationsmaterial
8 Gasleitbleche
8a Gasleitbleche
8b Gasleitbleche
9 Sickung
10 Abkantungen
11 Eckbereich v. 8, 8a, 8b
12 Gaskanal
13 Tragschienen
13a Tragschienen
14 Stege v. 13, 13a
15 Schenkel v. 13
15a Schenkel v. 13a
16 Schenkel v. 17
17 Klemmschienen
18 Köpfe v. 19
19 Schraubbolzen
20 Gewindeschäfte v. 19
21 Bohrungen in 22
22 Stege v. 17
23 Muttern
24 Distanzkörper
24a Distanzkörper
25 Distanzglied
25a Distanzglied
26 Distanzglied
26a Distanzglied
27 Schraubbolzen
28 Muttern
29 Bohrungen in 30 u. 31
30 Schenkel v. 25, 25a
31 Schenkel v. 26, 26a
32 Keramikbänder
33 Schraubbolzen
34 Muttern
35 Stege v. 26, 26a
36 Ausklinkungen v. 26, 26a.
Claims (7)
1. Isolationsverkleidung im Innern einer Gas führenden
Leitungsanordnung (1), insbesondere einer Gasweiche,
welche aus wandseitigem Isolationsmaterial (7) und
aus kanalseitigen Gasleitblechen (8, 8a, 8b) besteht,
die unter Verpressung des Isolationsmaterials (7)
mittels Schraubbolzen (19) und Muttern (23) an den
Wandungen (5) des Gehäuses (2) der Leitungsanordnung
(1) festlegbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die druckstabil gesickten
rechteckig gestalteten Gasleitbleche (8, 8a, 8b) mit
tels randseitig wirksamer Klemmschienen (17) sowie
den Schraubbolzen (19) und den Muttern (23) zwar la
georientiert, ansonsten aber in ihren Erstreckungsebe
nen frei beweglich mit ihren Randbereichen auf Trag
schienen (13, 13a) liegen, welche über das Isola
tionsmaterial (7) durchsetzende, eine geringe Wärme
leitfähigkeit aufweisende mehrgliedrige Distanzkörper
(24, 24a) mit den Wandungen (5) des Gehäuses (2) ver
bunden sind.
2. Isolationsverkleidung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gasleitbleche
(8, 8a, 8b) bis auf ihre Eckbereiche (11) in Richtung
auf den Gaskanal (12) randseitig abgekantet und hier
von zu den Wandungen (5) des Gehäuses (2) gerichteten
Schenkeln (16) der U-förmig ausgebildeten Klemmschie
nen (17) übergriffen sind.
3. Isolationsverkleidung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Aussparungen (36) in den Distanzkörpern (24)
durchsetzenden Tragschienen (13) U-förmig mit zu den
Wandungen (5) des Gehäuses (2) gerichteten Schenkeln
(15) ausgebildet und die Schraubbolzen (19) auf den
Innenseiten ihrer Stege (14) festgeschweißt sind,
während die Schäfte (20) der Schraubbolzen (19)
Bohrungen (21) in den Stegen (22) der Klemmschienen
(17) mit Spiel durchsetzen.
4. Isolationsverkleidung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Aussparungen (36) in den Distanzkörpern (24a) durch
setzenden Tragschienen (13a) U-förmig mit zum Gaska
nal (12) gerichteten Schenkeln (15a) ausgebildet und
die Schraubbolzen (19) auf den Außenseiten ihrer
Stege (14) festgeschweißt sind, während die Schäfte
(20) der Schraubbolzen (19) Bohrungen (21) in den
Stegen (22) der Klemmschienen (17) mit Spiel durch
setzen.
5. Isolationsverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Distanzkörper (24, 24a) jeweils aus zwei
ineinandergesteckten und begrenzt gelenkig miteinan
der verbundenen U-förmigen Distanzgliedern (25, 25a,
26, 26a) bestehen, von denen die wandseitigen Di
stanzglieder (25, 25a) an die Wandungen (5) des Ge
häuses (2) geschweißt und die kanalseitigen Distanz
glieder (26, 26a) begrenzt gelenkig mit den Schenkeln
(15, 15a) der Tragschienen (13, 13a) verbunden sind.
6. Isolationsverkleidung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß in
die Kontaktbereiche einerseits zwischen den Schenkeln
(30, 31) der wand- und kanalseitigen Distanzglieder
(25, 25a, 26, 26a) und andererseits zwischen den ka
nalseitigen Distanzgliedern (26, 26a) und den Trag
schienen (13, 13a) Wärme isolierende Schichten (32)
eingegliedert sind.
7. Isolationsverkleidung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wärme isolieren
den Schichten (32) aus Keramikbändern gebildet sind.
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|---|---|---|---|
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