DE19631137C1 - Verfahren zur Korrektur von Bildfehlern, Röntgendiagnoseanlage zur Durchführung des Verfahrens und Festkörperdetektor zur Verwendung in einer Röntgendiagnoseanlage - Google Patents
Verfahren zur Korrektur von Bildfehlern, Röntgendiagnoseanlage zur Durchführung des Verfahrens und Festkörperdetektor zur Verwendung in einer RöntgendiagnoseanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Korrektur der sich
im Rahmen einer Röntgendiagnosemessung aus dem Memory-Effekt
einer strahlungsempfindlichen Struktur, insbesondere in Form
eines Photodioden-Arrays eines die Strahlung empfangenden
Festkörperdetektors ergebenden Bildfehler bei sich ändernder
Betriebsart mit sich ändernden Strahlungsdosen, bei dem ein
Korrekturbild ermittelt wird, das von dem mittels des Fest
körperdetektors ermittelten Detektorbild subtrahiert wird,
insbesondere bei einer Änderung von einer Betriebsart mit
hoher Strahlungsdosis zu einer Betriebsart mit geringer
Strahlungsdosis.
In der Röntgendiagnostik werden heutzutage in zunehmendem
Maße Festkörperdetektoren eingesetzt, die die bisher weitläu
fig verwendeten Film-/Folien-Systeme bzw. die Röntgenbildver
stärker/ Fernseh-Kette-Systeme ablösen. Derartige Festkörper
detektoren, wie sie bei einer in der WO 96/16510 beispiels
weise beschriebenen Bildaufnahmevorrichtung verwendet werden,
sind auf Basis eines Halbleiterelements aufgebaut, in welchem
abhängig von der Art des Festkörperdetektors die entsprechen
den strahlungssensitive Struktur ausgebildet ist. Ein Ausfüh
rungsbeispiel eines derartigen Festkörperdetektors ist eine
Photodiodenmatrix aus amorphen Silizium. Die Funktionsweise
dieses Festkörperdetektors beruht darauf, daß bei Auftreffen
einer Strahlung auf eine der im Halbleiter ausgebildeten Pho
todioden Ladungsträger abhängig von der Art und Intensität
der einfallenden Strahlung generiert werden. Da die Photodi
oden in der Regel nur im sichtbaren Bereich empfindlich sind,
ist häufig eine Szintillationsschicht, in der Regel eine
Cäsiumjodid-Schicht zur Umwandlung der Röntgenquanten, für
welche die Photodiode unempfindlich ist, in sichtbares Licht
vorgelagert.
Die Verwendung von solchen Festkörperdetektoren hat gegenüber
den bisher verwendeten Systemen eine Reihe von Vorteilen,
beispielsweise die geringe Baugröße und das geringe Gewicht.
Ferner sind keine Hochspannungselemente und -phasen nötig,
auch ist der Leistungsbedarf geringer. Auch treten keine geo
metrischen Verzerrungen bei günstigeren Grobkontrasteigen
schaften auf.
Ein wesentliches Problem dieses Festkörperdetektoren stellt
aber der sogenannte Memory-Effekt dar. Ursache für diesen
Effekt sind im Halbleitermaterial ausgebildete "Traps" soge
nannte Ladungsträgerfallen, die einen Teil der durch Belich
tung erzeugten Ladungsträger einfangen und erst mit der Zeit
durch entsprechende Energieaktivierung beispielsweise infolge
thermischer Vorgänge wieder freigeben. Das bedeutet, daß die
durch eine vorangegangene Belichtung erzeugten Ladungsträger
nicht vollständig im darauffolgenden Auslesezyklus abgebaut
werden, vielmehr verbleibt eine Anzahl an Ladungsträgern ein
gefangen in den Traps zurück. Diese werden erst in späteren
Auslesezyklen nach und nach abgebaut und addieren sich als
sogenanntes "Restbild" jedesmal zum aktuellen Bildsignal.
Dieser Vorgang tritt bei jedem neuen Bild in einer fortlau
fenden Sequenz auf, so daß sich die Effekte überlagern.
Werden Bildsequenzen mit konstanter Strahlungsdosis und somit
auch mit einer gleichbleibenden elektronischen Auslesever
stärkung aufgenommen, ist der Memory-Effekt unkritisch, da
das jeweilige Restbild nach ungefähr 160 msec. bereits auf
etwa 3% abgeklungen ist, er liefert folglich nur einen ver
nachlässigbaren Beitrag zu den nachfolgenden Bildern. Eine
Korrektur des Effekts ist zur Erzielung einer ausreichenden
Bildqualität hier nicht erforderlich. Wird dagegen eine
Sequenz mit hoher Strahlungsdosis betrieben, was bedeutet,
daß infolge der hohen Dosis eine Vielzahl an Ladungsträgern
generiert werden und infolgedessen eine niedrige elektroni
sche Ausleseverstärkung ausreichend ist, und unmittelbar
danach auf eine niedrige Strahlungsdosis, die zur Erreichung
eines ausreichenden Kontrastes eine hohe elektronische Ausle
severstärkung bedingt, umgeschaltet, so ist ein deutlich
langsames abklingendes Restbild zu beobachten, welches die
Bildsequenz bei niedriger Dosis deutlich überlagert. In die
sem Fall kann das abklingende Restbild, das von der hohen
Aufnahmedosis herrührt, bis zu einigen Sekunden nach dem
Umschaltmoment noch so groß sein, wie das durch die niedrige
Strahlungsdosis erzeugte Nutzbild. Eine Korrektur ist hier
unbedingt erforderlich, um die unmittelbar nach dem Umschal
ten erhaltenen Bildsignale nutzen zu können. Eine derartige
Betriebsart, nämlich die Änderung von einer hohen zu einer
niedrigen Strahlungsdosis, ist in der Praxis sehr häufig, und
wird beispielsweise angewandt, um bei niedriger Strahlungsdo
sis zunächst unter Schonung des Patienten eine Patienten- oder
Arbeitsgerätspositionierung vorzunehmen, beispielsweise
um einen Katheder in ein Herzkranzgefäß einzuführen. Die
Positionierung läßt sich im sogenannten "Durchleuchtungs- oder
Fluorobetrieb" hinreichend feststellen. Nach erfolgter
Positionierung wird der Aufnahmebetrieb bei hoher Strahlungs
dosis gefahren, beispielsweise unter Zugabe eines Kontrast
mittels. Anschließend wird beispielsweise zur Entfernung des
Katheders oder zur Umpositionierung desselben wieder in den
niedrig strahlenden Fluorobetrieb umgeschaltet.
Um die sich aus dem Memory-Effekt ergebenden Bildfehler kor
rigieren zu können, ist beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung EP 0 642 264 A1 ein Verfahren beschrieben, bei wel
chem von dem Detektorbild, also von dem gelieferten Bildsi
gnal, fortlaufend ein Korrekturbild subtrahiert wird. Dieses
Korrekturbild wird entweder basierend auf einer Simulation
der physikalischen Vorgänge, die für den Memory-Effekt und
das Abklingen der Ladungsträger verantwortlich sind oder
durch reine Berechnung ermittelt. Da das Abklingverhalten und
damit das Restbild aber von einer Vielzahl von Faktoren, bei
spielsweise der Dosis, der Zeitdauer und dem Zeitpunkt der
vorangegangenen Röntgenschüsse und natürlich auch von der Art
des verwendeten Festkörperdetektors abhängig sind, ist eine
Korrektur insbesondere in dem Extrembereich bei der Umschal
tung der Betriebsart mit dem in der europäischen Patentanmel
dung EP 0 642 264 A1 genannten Verfahren nur schwer möglich.
Der Erfindung liegt somit das Problem zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art anzugeben, welches eine Korrektur
der Memory-Effekt-bedingten Bildfehler im Bereich des Änderns
der Strahlungsdosis ermöglicht.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Verfahren der ein
gangs genannten Art vorgesehen, daß zur Ermittlung des Kor
rekturbilds zunächst zumindest ein im wesentlichen unmittel
bar vor oder nach der Änderung der Betriebsart und damit der
Strahlungsdosis vom Festkörperdetektor geliefertes Bildsignal
aufgenommen wird, das anschließend mit wenigstens einer im
wesentlichen synchron zur Aufnahme zumindest des unmittelbar
vor der Änderung gelieferten Bildsignals gemessenen, dem
zeitlichen Abklingverhalten der dem Bildsignal entsprechenden
elektrischen Ladung in der strahlungsempfindlichen Struktur
des Festkörperdetektors im wesentlichen entsprechenden
Abklingkurve gewichtet wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also ein Korrektur
bild dadurch erzeugt, daß ein bestimmtes, zeitlich im
Umschaltbereich geliefertes Bildsignal, das einem entspre
chenden Ladungsträgerzustand des Festkörperdetektors ent
spricht, aufgenommen wird und mit einer parallel dazu ermit
telten, dem Ladungsträgerzustand wie er im Festkörperdetektor
unmittelbar vor der Änderung vorliegt, entsprechenden
Abklingkurve gewichtet wird. Die Abklingkurve stellt also ein
Maß für die bei hoher Strahlungsdosis generierten Ladungs
träger und ihr Abklingverhalten dar, welches sich für die
nachfolgende Bildsequenz, die bei niedriger Strahlungsdosis
aufgenommen wird, fortsetzt und die aufgenommenen Bildsignale
dieser Sequenz überlagert. Die Korrektur erfolgt also direkt
anhand einer gemessenen, dem tatsächlichen Ladungsträgerzu
stand unmittelbar vor der Änderung entsprechenden Abkling
kurve, welche über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen
wird.
Erfindungsgemäß wird als das vor der Änderung aufgenommene
Bildsignal ein bei Belichtung mit Röntgenstrahlung erzeugtes
Bildsignal verwendet, als das nach der Änderung aufgenommene
Bildsignal wird demgegenüber ein ohne Belichtung mit Röntgen
strahlung erzeugtes Bildsignal, also ein Dunkelbild, verwen
det. Folglich sind zwei erfindungsgemäße Verfahrensmodi zu
unterscheiden, nämlich einmal der, daß das Korrekturbild
basierend auf wenigstens einem unmittelbar vor Änderung
gelieferten Bildsignal, welches anschließend mit der ihm
zugehörigen Abklingkurve gewichtet wird, erzeugt wird. Alter
nativ dazu kann das Korrekturbild auch basierend auf einem
nach Änderung der Strahlungsdosis aufgenommenem Bildsignal,
welches mit der dem Hochdosisladungszustand vor Änderung ent
sprechenden Abklingkurve gewichtet wird, erzeugt werden,
wobei in diesem Fall das spätere Bildsignal als Dunkelsignal
aufgenommen werden muß, so daß dieses Bildsignal quasi den
momentanen Dunkel-Ladungsträgerzustand wiedergibt, also
letztlich die infolge des Memory-Effekts gebundenen und zeit
lich verzögert erst abfließenden Ladungen. Je nachdem, wel
ches dieser verschiedenen Bildsignale verwendet wird, erhält
man vorteilhaft ein Korrekturbild, welches von dem bei nied
riger Strahlungsdosis erhaltenen Detektorbild im Rahmen der
Korrektur subtrahiert wird, so daß sich bei jedem der Verfah
rensmodi der Memory-Effekt bedingte Bildfehler korrigieren
läßt.
Im Rahmen der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, daß die
Abklingkurve im Rahmen einer Referenzmessung ermittelt wird.
Das heißt, daß gemäß dem vorliegenden Verfahren keine Simula
tion oder Berechnung der Korrektur zugrundeliegt, sondern es
sich um eine auf einer realen Messung basierende Korrektur
handelt. Diese Referenzmessung kann erfindungsgemäß derge
stalt sein, daß ein Referenzmeßbereich, der eine der strah
lungsempfindlichen Struktur des Festkörperdetektors ver
gleichbare strahlungsempfindliche Struktur aufweist, insbe
sondere mit Licht einer sichtbares Licht emittierenden Licht
quelle bestrahlt wird, wobei dessen dem jeweiligen momentanen
Ladungszustand entsprechende Ausgangssignal zur Ermittlung
der Abklingkurve gemessen wird. Vorteilhaft wird also ein
Referenzmeßbereich verwendet, der dem bildsensitiven Bereich
des Festkörperdetektors in seinen physikalischen bzw. meß
technischen Parametern ähnlich ist. Parallel zur Bestrahlung
des Festkörperdetektors wird also mit besonderem Vorteil auch
der Referenzmeßbereich bestrahlt, so daß synchron Ladungs
träger in diesem generiert werden und ein entsprechender
Ladungszustand erzeugt wird. Da auch der Referenzmeßbereich
ein entsprechendes ladungszustandsbedingtes Ausgangssignal
liefert, kann einfachst anhand des Ausgangssignals die
Abklingkurve dieses Ladungszustands, welcher dem im Fest
körperdetektor vorhandenen vergleichbar ist, aufgenommen und
anhand dessen die Abklingkurve ermittelt. Als besonders
zweckmäßig hat es sich hierbei erwiesen, wenn als Referenz
meßbereich ein Teil der strahlungsempfindlichen Struktur des
Festkörperdetektors selbst verwendet wird, das heißt, der
Referenzbereich ist direkt am Festkörperdetektor selbst aus
gebildet. Alternativ dazu kann natürlich der Referenzmeßbe
reich eine externe strahlungsempfindliche Struktur sein.
Damit der in der der strahlungsempfindlichen Struktur des
Referenzmeßbereichs erzeugte Ladungszustand dem tatsächli
chen, im Festkörperdetektor vorhandenen Ladungszustand weit
gehend entspricht, kann auf Basis der Erfindung ferner vorge
sehen sein, daß die Lichtquelle synchron mit einem die Rönt
genstrahlung erzeugenden Generator getriggert wird, womit es
sich erreichen läßt, daß betreffend die Generation der
Ladungsträger gleiche Zeitparameter einstellbar sind. Denn
infolge der Triggerung der den Referenzmeßbereich bestrah
lenden Lichtquelle anhand des Generatorsignals wird die
Lichtquelle in dem Moment aktiv, wenn auch der Generator
aktiviert wird, was bedeutet, daß zeitparallel sowohl Licht
quanten als auch Röntgenquanten auf den jeweiligen strah
lungssensitiven Bereich appliziert werden und folglich zeit
parallel jeweils Ladungsträger generiert werden.
Da, wie bereits eingangs beschrieben, die Intensität des
emittierten Lichts sich auf die Anzahl der generierten
Ladungsträger auswirkt, und da bei unterschiedlichen Inten
sitäten infolge des dadurch verschiedenen Generationsver
haltens unterschiedliche Abklingverhalten möglich sind, kann
im Rahmen der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß die
Intensität des von der Lichtquelle emittierten Lichts im
wesentlichen proportional zu der Dosis der Röntgenstrahlung
ist. Vorteilhaft ist also die Lichtquellenintensität mit der
Röntgenstrahlungsintensität gekoppelt, so daß gewährleistet
ist, daß beide Bereiche mit vergleichbaren, definierten
Intensitäten bestrahlt werden und folglich ein vergleichbares
Generationsverhalten realisierbar ist. Mit besonderem Vorteil
wird also durch die röntgenimpulssynchrone und die dosis
proportionale Lichtquellensteuerung erreicht, daß die Photo
dioden des Referenzmeßbereichs mit den gleichen Zeitpara
metern und Intensitätsverhältnissen wie die Photodioden der
strahlungsempfindlichen Struktur des Festkörpers belichtet
werden. Als Folge hieraus ergibt sich ein Ausgangssignal des
Referenzbereichs, welches dem Abklingverhalten im Bildbereich
des Festkörperdetektors entspricht.
Bei Verwendung nur eines einzigen Meßbereichs erhält man auch
nur eine Abklingkurve. Dies setzt voraus, daß das Abkling
verhalten der Photodioden in allen Strahlungsdosisbereichen
gleich ist. Ist dies jedoch nicht der Fall, das heißt, stellt
sich bereichsmäßig beispielsweise bei einer niedrigeren
applizierten Röntgenstrahlungsdosis ein anderes Abkling
verhalten als bei einer höheren applizierten Dosis ein und
weichen folglich die Abklingkurven dieser Bildstellen mit
unterschiedlicher Aufnahmedosis stark voneinander ab, müßten
mehrere Referenzmeßbereiche vorgesehen sein, das heißt, es
müßte also jeweils einer derartigen Bildstelle ein eigener
Referenzmeßbereich zugeordnet sein. Um dem gerecht zu werden,
kann basierend auf der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß
bei lokal unterschiedlichem zeitlichen Abklingverhalten bei
lokal verschiedener Strahlungsdosis in der strahlungsempfind
lichen Struktur des Festkörperdetektors mehrere Abkling
kurven, gegebenenfalls unter Verwendung mehrerer Referenz
meßbereiche mit entsprechenden Lichtquellen ermittelt werden,
die im Rahmen der Gewichtung den entsprechenden lokalen
Bereichen, die anhand der Grauwerte des aufgenommenen Bild
signals definierbar sind, zugeordnet werden. Der zur Inten
sitätsteuerung der jeweiligen Lichtquelle, von denen jeweils
eine einem der Referenzmeßbereiche zugeordnet ist, verwendete
Proportionalitätsfaktor kann erfindungsgemäß in Abhängigkeit
des lokalen Abklingverhaltens des jeweiligen Bereichs der
strahlungsempfindlichen Struktur, welchem die jeweilige
Abklingkurve zuzuordnen ist, gewählt werden. Das heißt, auch
hier wird dosisproportional gesteuert, jedoch mit unter
schiedlichen Proportionalitätsfaktoren, bedingt durch die
Beziehung zwischen der Röntgenstrahlungsdosis und der Licht
quellenintensität. Man erhält somit vorteilhaft für verschie
dene Strahlungsdosen (und damit Helligkeiten) während der
Bildaufnahmesequenz die zugehörigen Abklingkurven, wobei
anschließend abhängig von ihrem Grauwert die Pixel des
Bildsignals individuell mit der dazugehörigen Abklingkurve
gewichtet werden.
Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren betrifft die Erfindung
ferner eine Röntgendiagnoseanlage zur Durchführung des Ver
fahrens, umfassend einen Festkörperdetektor mit einer strah
lungsempfindlichen Struktur, der mit einer von einer gene
ratorbetriebenen Strahlungsquelle emittierten Strahlung
bestrahlt wird, einen mit diesem kommunizierenden Bildspei
cher zum Speichern von dem mittels des Festkörperdetektors
ermittelten Detektorbilds entsprechenden Bildsignalen, und
eine Korrektureinrichtung zur Korrektur des sich aus dem
Memory-Effekt der strahlungsempfindlichen Struktur des Fest
körperdetektors ergebenden Bildfehlers durch Subtraktion
eines ermittelten Korrekturbilds von dem Detektorbild. Diese
Röntgendiagnoseanlage zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch
aus, daß wenigstens ein von wenigstens einer Lichtquelle
bestrahlbarer Referenzmeßbereich vorgesehen ist, der eine der
strahlungsempfindlichen Struktur des Festkörperdetektors ver
gleichbare strahlungsempfindliche Struktur aufweist, und der
ein seinem jeweiligen Ladungszustand entsprechendes Ausgangs
signal liefert, welches zur Ermittlung einer dem zeitlichen
Abklingverhalten der einem im wesentlichen synchron ermit
telten Bildsignal entsprechenden elektrischen Ladung in der
strahlungsempfindlichen Struktur des Festkörperdetektors im
wesentlichen entsprechenden Abklingkurve dient.
Erfindungsgemäß kann der Referenzmeßbereich, wie bereits
beschrieben, ein Teil der strahlungsempfindlichen Struktur
selbst sein. Da die Ladungsträger im Referenzmeßbereich, der
hier in den Detektor integriert ist, allein durch das von der
Lichtquelle emittierte Licht generiert werden sollen, nicht
jedoch von der gegebenenfalls auftreffenden Röntgenstrahlung
bzw. indirekt durch die von einer etwa zwischengeschalteten
Szintillationsschicht erzeugte Strahlung, kann auf Basis der
Erfindung ferner vorgesehen sein, daß der Referenzmeßbereich
für die von der Röntgenstrahlungsquelle emittierte Strahlung
unempfindlich ist, um auf diese Weise zu gewährleisten, daß
eine definierte, allein von der Lichtquelle gesteuerte
Ladungsträgergeneration realisierbar ist. Um dies zu errei
chen, kann erfindungsgemäß zwischen dem Referenzmeßbereich
und die Röntgenstrahlungsquelle eine die Röntgenstrahlung
absorbierende Schicht, insbesondere eine Bleischicht gebracht
werden, wobei diese vorzugsweise direkt auf dem Festkörper
detektor angeordnet ist. Der Referenzmeßbereich wird also
mittels der Bleischicht umfänglich abgeschirmt.
Alternativ dazu, oder natürlich auch zusätzlich, kann vor
gesehen sein, daß der Festkörperdetektor lediglich im rönt
genstrahlensensitiven Bereich eine die auftreffende Röntgen
strahlung in für die strahlungsempfindliche Struktur absor
bierbare Strahlung wandelnde Szintillationsschicht aufweist,
diese ist also im Referenzmeßbereich entfernt worden oder gar
nicht erst aufgebracht. Auch in diesem Fall trifft auf den
Referenzmeßbereich lediglich die von der Lichtquelle emit
tierte Strahlung, eine röntgenstrahlenseitige Fremdstrahlung
wird vorteilhaft ausgeblendet.
Um Strahlungsstreueffekte zu vermeiden, kann auf Basis der
Erfindung ferner vorgesehen seien, daß der Referenzmeßbereich
gegenüber dem übrigen Bereich des Festkörperdetektors abge
schirmt ist, insbesondere die Bereichsgrenze für Licht- und/oder
Röntgenstrahlung undurchlässig ist. Hierdurch wird
vorteilhaft einerseits vermieden, daß beispielsweise von der
Szintillationsschicht emittierte Strahlung gestreut wird und
auf den Referenzmeßbereich trifft, andererseits wird vermie
den, daß von der Lichtquelle emittierte Strahlung auf den
Bildbereich des Festkörperdetektors trifft und auf diese
Weise das Bildsignal verfälscht.
Neben der Ausführungsform, gemäß welcher der Referenzmeßbe
reich integriert ist, kann erfindungsgemäß der Referenzbe
reich eine zum Festkörperdetektor externe strahlungsempfind
liche Struktur sein. Diese Alternative, die also die kom
plette Herauslösung des Meßbereichs aus dem Detektor-Array
beinhaltet, ist dahingehend von Vorteil, als der Referenz
bereich räumlich getrennt vom Detektor-Array angeordnet
werden kann, also außerhalb des Röntgenstrahlenbereichs und
lichtdicht gekapselt an beliebiger Stelle des gesamten
Systems. Vorteilhaft ist ferner, daß auf die Manipulation des
Bildaufnahme-Arrays wie beispielsweise die Bleiabdeckung,
oder aber Licht- und Röntgenstrahlenabschirmungen verzichtet
werden kann.
Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, daß mehrere
Referenzmeßbereiche, gegebenenfalls mit jeweils eigenen
Lichtquellen ausgebildet oder vorgesehen sind, wobei diese - wie
auch ein einzelner Referenzmeßbereich - bevorzugt am Rand
oder in einer Ecke des Detektors angeordnet sein sollten,
sofern die Referenzmeßbereiche integriert ausgebildet sind.
Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die oder
jede Lichtquelle mittels eines Schaltmittels reversibel zu- oder
abschaltbar ist, das heißt, daß die Lichtquelle bei
spielsweise beim Umschalten von hoher Strahlungsdosis auf
niedrige Strahlungsdosis automatisch ausgeschaltet wird,
folglich die Belichtung des Referenzmeßbereichs beendet wird
und lediglich das abklingende Ausgangssignal, das den sich
ändernden Ladungsträgerzustand im Referenzmeßbereich angibt,
gemessen wird.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann vorgesehen
sein, daß die oder jede Lichtquelle synchron zu dem Rönt
genstrahlengenerator triggerbar ist, um die bereits beschrie
bene Röntgenimpulssynchronizität zu realisieren. Um auch eine
dosisproportionale Lichtquellensteuerung zu ermöglichen, kann
auf Basis der Erfindung ferner vorgesehen sein, daß die
Intensität der von der oder den Lichtquellen emittierten
Strahlung, gegebenenfalls für jede Lichtquelle einzeln,
proportional zu der applizierten Röntgenstrahlendosis
einstellbar ist.
Die Erfindung betrifft ferner einen Festkörperdetektor zur
Verwendung in einer Röntgendiagnoseanlage wie beschrieben,
mit einer strahlungsempfindlichen Struktur, vorzugsweise in
Form eines Photodioden-Arrays, und gegebenenfalls einer die
ser Schicht vorgeschalteten Szintillationsschicht zum Wandeln
der applizierten Röntgenstrahlung in eine von der strahlungs
sensitiven Schicht absorbierbare Strahlung. Dieser Festkör
perdetektor zeichnet sich durch wenigstens einen röntgen
strahlen-unempfindlichen Referenzmeßbereich aus, welcher zur
Erzeugung von elektrischen Ladungen von wenigstens einer
Lichtquelle bestrahlbar ist, und der ein seinem jeweiligen
Ladungszustand entsprechendes Ausgangssignal liefert, welches
zur Ermittlung einer dem zeitlichen Abklingverhalten der
einem im wesentlichen synchron ermittelten Bildsignal ent
sprechenden, von einer Röntgenstrahlungsbelichtung resul
tierenden elektrischen Ladung in der strahlungsempfindlichen
Struktur des röntgenstrahlen-empfindlichen Bereichs des Fest
körperdetektors im wesentlichen entsprechenden Abklingkurve
dient.
Im Bereich des Referenzmeßbereichs, vorzugsweise direkt auf
dem Festkörperdetektor, kann eine die Röntgenstrahlung absor
bierende Schicht, insbesondere eine Bleischicht angeordnet
sein, um diesen Bereich gegenüber Röntgenstrahlen unempfind
lich zu machen. Alternativ hierzu kann der Festkörperdetektor
lediglich im röntgenstrahlensensitiven Bereich eine die auf
treffende Röntgenstrahlung in für die strahlungsempfindliche
Struktur absorbierbare Strahlung wandelnde Szintillations
schicht aufweisen. Daneben kann der Referenzmeßbereich erfin
dungsgemäß gegenüber dem übrigen Bereich des Festkörperdetek
tors abgeschirmt sein, insbesondere die Bereichsgrenze für
Licht- und/oder Röntgenstrahlen undurchlässig sein.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus dem im folgenden beschriebenen Beispiel
sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt ein schaltplanartiges
Schema, das den erfindungsgemäßen Verfahrensablauf und in
grober Struktur den Aufbau einer entsprechenden Röntgen
diagnostikanlage bzw. des Festkörperdetektors wiedergibt.
Wie der Zeichnung zu entnehmen ist, wird mittels einer Rönt
genstrahlungsquelle 1 mittels eines gesteuerten Röntgen
generators 2 eine Röntgenstrahlung 3 generiert, welche nach
Durchstrahlen eines zu durchleuchtenden Objekts auf einen
Festkörperdetektor 4 trifft. Dieser Festkörperdetektor 4
zeigt einen Bereich mit einer strahlungssensitiven Struktur 5
beispielsweise in Form eines Photodioden-Arrays, welcher eine
Szintillationsschicht 6 vorgeschaltet ist, mittels welcher
die Röntgenstrahlung, gegenüber welcher die strahlungs
empfindliche Struktur, beispielsweise die Photodioden,
unempfindlich sind, in sichtbares, von der strahlungsempfind
lichen Struktur 5 absorbierbare Strahlung umgewandelt wird.
Abhängig von der Intensität der auftreffenden Röntgen
strahlung 3 und folglich der Intensität der mittels der
Szintillationsschicht 6 umgewandelten Lichtstrahlung werden
in der strahlungsempfindlichen Struktur in den einzelnen
photoempfindlichen Elementen Ladungsträger generiert, deren
Anzahl intensitätsabhängig ist. Auf diese Weise wird inner
halb der Struktur 5 ein Bild in Form der Ladungsträger
verteilung erzeugt. Die in den jeweiligen Photodioden, also
den einzelnen Bildpixeln gespeicherten Ladungen können zur
Sichtbarmachung des Bildes ausgelesen werden, das heißt, der
Festkörperdetektor liefert ein auslesbares Bildsignal 7.
Wie der Zeichnung ferner zu entnehmen ist, ist am Festkör
perdetektor 4 ein zweiter Bereich ausgebildet, ein Referenz
meßbereich 8. Dieser Referenzmeßbereich 8 besitzt ebenfalls
eine strahlungsempfindliche Struktur 9, die, da integriert,
die gleiche ist wie die strahlungsempfindliche Struktur 5 des
bildsensitiven Bereichs des Festkörperdetektors 4. Auf der
der Röntgenstrahlungsquelle zugewandten Seite des Referenz
meßbereichs 8 ist eine Bleiabdeckung 10 angeordnet, um die
Struktur 9 gegenüber der auftreffenden Röntgenstrahlung 3
abzuschirmen, so daß diese für Röntgenstrahlung unempfindlich
ist. Dem Referenzmeßbereich 8 zugeordnet ist eine Lichtquelle
11, die Lichtquanten 12 in Richtung des Referenzmeßbereichs 8
emittiert. Diese Lichtquelle 11 ist, wie durch die Verbindung
13 dargestellt, mit dem Röntgengenerator 2 verbunden und
folglich über diesen triggerbar, das heißt, ihr Betrieb ist
über den Röntgengenerator schaltbar. Zusätzlich ist ein
Schaltmittel 14 vorgesehen, dessen Funktion nachfolgend
erläutert wird. Bestrahlt nun die Lichtquelle 11 den Refe
renzmeßbereich 8, so werden auch hier Ladungsträger gene
riert, wobei auch hier der Ladungszustand in Form eines Aus
gangssignals 15 auslesbar ist. Die Lichtquelle 11 bestrahlt
im gezeigten Beispiel den Referenzmeßbereich von der hinteren
Seite des Festkörperdetektors 11, was möglich ist, da die
Photodiodenmatrix auf einer Glasplatte angebracht ist.
Wird nun die Röntgendiagnostikanlage im Aufnahmebetrieb
betrieben, das heißt, wird mit hoher Röntgenstrahlendosis
gearbeitet, um ein exaktes Bild von der zu durchstrahlenden
Struktur zu erhalten, ist das Schaltmittel 14 geschlossen,
was dazu führt, daß die Lichtquelle 11 - über den Röntgen
strahlengenerator zeitsynchron und Intensitätskonform gesteu
ert - Lichtquanten emittiert. Dies hat zur Folge, daß ein
Ausgangssignal 15 auslesbar ist. Parallel dazu ist, da auch
eine Röntgenstrahlung 3 appliziert wird, auch ein Bildsignal
auslesbar. Dieses Bildsignal wird unter Zwischenschaltung
eines weiteren Schaltmittels 16 einem Bildspeicher 17 zuge
führt, in welchem es abgespeichert wird. Das Schaltmittel 16
ist im Betriebsmodus mit hoher Strahlungsintensität geschlos
sen, das heißt, das Bildsignal wird im Bildspeicher abgelegt.
Wird nun eine Betriebsänderung durchgeführt, also in einen
Durchleuchtungs- oder Fluoromodus umgeschalten, bei dem mit
einer niedrigen Röntgenstrahlendosis gearbeitet wird, wird
das Schaltmittel 14 geöffnet, was zur Folge hat, daß die
Lichtquelle 11 ausgeschaltet wird. Das vom Referenzmeßbereich
8 gelieferte Ausgangssignal 15 klingt langsam ab, wie durch
die Abklingkurve 18 angedeutet ist. Das abklingende Meßsignal
wird als Abklingkurve aufgezeichnet, welche ein Maß für das
Abklingverhalten der innerhalb der Struktur 5 des bildsen
sitiven Bereichs des Festkörperdetektors 4 synchron erzeugten
Ladungsträger ist. Da in der Struktur 5 ebenfalls von der
hohen Röntgenstrahlungsdosis resultierende Ladungsträger
gespeichert sind, die nach dem Auslesen des letzten Bildsi
gnals 7 noch nicht abgebaut wurden, und erst langsam abklin
gen, und die folglich ein nachfolgendes, bei niedriger Strah
lungsdosis gemessenes Bild in nachteiliger Weise überlagern,
da sie zu einer fehlerhaften, weil nicht der tatsächlich
applizierten Röntgenstrahlung entsprechenden Ladungsträger
verteilung führen, ist es erforderlich, das bei niedriger
Strahlungsdosis gemessene Bildsignal 7 zu korrigieren. Zu
diesem Zweck wird das im Bildspeicher 17 unmittelbar vor der
Änderung des Betriebsmodus aufgenommene Bildsignal aus dem
Bildspeicher ausgelesen und mit der Abklingkurve 18 gewich
tet, wie durch das Symbol 19 dargestellt. Durch diese Gewich
tung kann ein zeitkoordiniertes Korrekturbild ermittelt wer
den, welches anschließend dem bei niedriger Strahlungsdosis
ermittelten Bildsignal 7, das nunmehr infolge der Öffnung des
Schaltmittels 16 nicht mit dem Bildspeicher zugeführt wird,
sondern direkt in eine Korrektureinrichtung 20 gegeben wird,
gegenübergestellt und vom Bildsignal 7 subtrahiert werden, um
auf diese Weise ein korrigiertes Bild zu erhalten.
Alternativ zu der Verwendung des unmittelbar vor Betriebs
modusänderung erhaltenen Bildsignals 7 als Basis für die
Korrekturbildermittlung kann der Modus auch derart sein, daß
nach einer Änderung zunächst das Schaltmittel 16 geschlossen
bleibt, und ein Dunkelbildsignal in den Bildspeicher 17 abge
legt wird, also ein Bildsignal ohne Applikation von Röntgen
strahlung. Dieses Bildsignal entspricht dann dem Restladungs
zustand in der strahlungssensitiven Struktur 5, also der
tatsächlichen Ladungsträgerverteilung, wie sie noch von der
letzten Hochdosisbestrahlung übrig ist. Auch dieses "Dunkel
bild" wird anschließend in entsprechender Weise mit der
Abklingkurve gewichtet, um dann, wenn mit niedriger Strah
lungsdosis belichtet wird, das jeweilige Bildsignal korri
gieren zu können.
Claims (25)
1. Verfahren zur Korrektur der sich im Rahmen einer Rönt
gendiagnosemessung aus dem Memory-Effekt einer strahlungs
empfindlichen Struktur, insbesondere in Form eines Photo
dioden-Arrays eines die Strahlung empfangenden Festkörper
detektors ergebenden Bildfehler bei sich ändernder Betriebs
art mit sich ändernden Strahlungsdosen, bei dem ein Korrek
turbild ermittelt wird, das von dem mittels des Festkörper
detektors ermittelten Detektorbild subtrahiert wird, insbe
sondere bei einer Änderung von einer Betriebsart mit hoher
Strahlungsdosis zu einer Betriebsart mit geringerer Strah
lungsdosis, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ermittlung des Korrekturbilds zunächst zumindest ein
im wesentlichen unmittelbar vor oder nach der Änderung der
Betriebsart und damit der Strahlungsdosis vom Festkörper
detektor geliefertes Bildsignal aufgenommen wird, das
anschließend mit wenigstens einer im wesentlichen synchron
zur Aufnahme zumindest des unmittelbar vor der Änderung
gelieferten Bildsignals gemessenen, dem zeitlichen Abkling
verhalten der dem Bildsignal entsprechenden elektrischen
Ladung in der strahlungsempfindlichen Struktur des Fest
körperdetektors im wesentlichen entsprechenden Abklingkurve
gewichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das vor der Änderung auf
genommene Bildsignal ein bei Belichtung mit Röntgenstrahlung
erzeugtes Bildsignal ist, bzw. das nach der Änderung aufge
nommene Bildsignal ein ohne Belichtung mit Röntgenstrahlung
erzeugtes Bildsignal ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abklingkurve im Rah
men einer Referenzmessung ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Rahmen der Referenzmes
sung ein Referenzmeßbereich, der eine der strahlungsempfind
lichen Struktur des Festkörperdetektors vergleichbare strah
lungsempfindliche Struktur aufweist, insbesondere mit Licht
einer sichtbares Licht emittierenden Lichtquelle bestrahlt
wird, wobei dessen dem jeweiligen momentanen Ladungszustand
entsprechende Ausgangssignal zur Ermittlung der Abklingkurve
gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Referenzmeßbereich ein
Teil der strahlungsempfindlichen Struktur des Festkörper
detektors selbst verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Referenzmeßbereich eine
externe strahlungsempfindliche Struktur verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Licht
quelle synchron mit einem die Röntgenstrahlung erzeugenden
Generator getriggert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Inten
sität des von der Lichtquelle emittierten Lichts im wesent
lichen proportional zu der Dosis der Röntgenstrahlung ist.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei
lokal unterschiedlichem zeitlichen Abklingverhalten bei lokal
verschiedener Strahlungsdosis in der strahlungsempfindlichen
Struktur des Festkörperdetektors mehrere Abklingkurven, gege
benenfalls unter Verwendung mehrerer Referenzmeßbereiche mit
entsprechenden Lichtquellen ermittelt werden, die im Rahmen
der Gewichtung den entsprechenden lokalen Bereichen, die
anhand der Grauwerte des aufgenommenen Bildsignals definier
bar sind, zugeordnet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zur Intensitätssteuerung
der jeweiligen Lichtquelle verwendete Proportionalitätsfaktor
in Abhängigkeit des lokalen Abklingverhaltens des jeweiligen
Bereichs der strahlungsempfindlichen Struktur, welchem die
jeweilige Abklingkurve zuzuordnen ist, gewählt wird.
11. Röntgendiagnoseanlage zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend einen Fest
körperdetektor mit einer strahlungsempfindlichen Struktur,
der mit einer von einer generatorbetriebenen Strahlungsquelle
emittierten Strahlung bestrahlt wird, einen mit diesem kommu
nizierenden Bildspeicher zum Speichern von dem mittels des
Festkörperdetektors ermittelten Detektorbilds entsprechenden
Bildsignalen, und eine Korrektureinrichtung zur Korrektur des
sich aus dem Memory-Effekt der strahlungsempfindlichen Struk
tur des Festkörperdetektors ergebenden Bildfehlers durch Sub
traktion eines ermittelten Korrekturbilds von dem Detektor
bild, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein von wenigstens einer Lichtquelle (11)
bestrahlbarer Referenzmeßbereich (8) vorgesehen ist, der eine
der strahlungsempfindlichen Struktur (5) des Festkörper
detektors (4) vergleichbare strahlungsempfindliche Struktur
(9) aufweist, und der ein seinem jeweiligen Ladungszustand
entsprechendes Ausgangssignal (15) liefert, welches zur
Ermittlung einer dem zeitlichen Abklingverhalten der einem im
wesentlichen synchron ermittelten Bildsignal (7) entsprechen
den elektrischen Ladung in der strahlungsempfindlichen Struk
tur (5) des Festkörperdetektors (4) im wesentlichen entspre
chenden Abklingkurve (18) verwendbar ist.
12. Röntgendiagnoseanlage nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Referenzmeßbereich
(8) ein Teil der strahlungsempfindlichen Struktur (5) des
Festkörperdetektors (4) ist.
13. Röntgendiagnoseanlage nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Referenzmeßbereich
(8) für die von der Röntgenstrahlungsquelle (1) emittierte
Strahlung (3) unempfindlich ist.
14. Röntgendiagnoseanlage nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Referenz
meßbereich (8) und die Röntgenstrahlungsquelle (1) eine die
Röntgenstrahlung (3) absorbierende Schicht, insbesondere eine
Bleischicht (10) gebracht, vorzugsweise auf dem Festkörper
detektor (4) angeordnet ist.
15. Röntgendiagnoseanlage nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Festkörperdetektor
lediglich im röntgenstrahlensensitiven Bereich eine die auf
treffende Röntgenstrahlung in für die strahlungsempfindliche
Struktur absorbierbare Strahlung wandelnde Szintillations
schicht aufweist.
16. Röntgendiagnoseanlage nach einem der Ansprüche 12 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Referenzmeßbereich gegenüber dem übrigen Bereich des
Festkörperdetektors abgeschirmt ist, insbesondere die
Bereichsgrenze licht- und/oder röntgenstrahlenundurchlässig
ist.
17. Röntgendiagnoseanlage nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Referenzmeßbereich
eine zum Festkörperdetektor externe strahlungsempfindliche
Struktur ist.
18. Röntgendiagnoseanlage nach einem der Ansprüche 11 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Referenzmeßbereiche, gegebenenfalls mit jeweils eige
nen Lichtquellen ausgebildet oder vorgesehen sind.
19. Röntgendiagnoseanlage nach einem der Ansprüche 11 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß
die oder jede Lichtquelle (11) mittels eines Schaltmittels
(14) reversibel zu- oder abschaltbar ist.
20. Röntgendiagnoseanlage nach einem der Ansprüche 11 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß
die oder jede Lichtquelle (11) synchron zu dem Röntgenstrah
lengenerator (2) triggerbar ist.
21. Röntgendiagnoseanlage nach einem der Ansprüche 11 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß
die Intensität der von der oder den Lichtquellen (11) emit
tierten Strahlung (12), gegebenenfalls für jede Lichtquelle
einzeln, proportional zu der applizierten Röntgenstrahlen
dosis einstellbar ist.
22. Festkörperdetektor zur Verwendung in einer Röntgendia
gnoseanlage nach den Ansprüchen 11 bis 21, mit einer strah
lungsempfindlichen Struktur vorzugsweise in Form eines Photo
dioden-Arrays, und gegebenenfalls einer dieser Schicht vorge
schalteten Szintillationsschicht zum Wandeln der applizierten
Röntgenstrahlung in eine von der strahlungssensitiven Schicht
absorbierbare Strahlung, gekennzeichnet durch
wenigstens einen röntgenstrahlen-unempfindlichen Referenz
meßbereich (8), welcher zur Erzeugung von elektrischen Ladun
gen von wenigstens einer Lichtquelle (11) bestrahlbar ist,
und der ein seinem jeweiligen Ladungszustand entsprechendes
Ausgangssignal (15) liefert, welches zur Ermittlung einer dem
zeitlichen Abklingverhalten der einem im wesentlichen syn
chron ermittelten Bildsignal entsprechenden, von einer Rönt
genstrahlungsbelichtung resultierenden elektrischen Ladung in
der strahlungsempfindlichen Struktur (5) des röntgenstrahlen
empfindlichen Bereichs des Festkörperdetektors (4) im wesent
lichen entsprechenden Abklingkurve (18) verwendbar ist.
23. Festkörperdetektor nach Anspruch 22, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich des Referenz
meßbereichs (8), vorzugsweise direkt auf dem Festkörperdetek
tor (4) eine die Röntgenstrahlung (3) absorbierende Schicht,
insbesondere eine Bleischicht (10) angeordnet ist.
24. Festkörperdetektor nach Anspruch 22, dadurch
gekennzeichnet, daß der Festkörperdetektor
lediglich im röntgenstrahlensensitiven Bereich eine die auf
treffende Röntgenstrahlung in für die strahlungsempfindliche
Struktur absorbierbare Strahlung wandelnde Szintillations
schicht aufweist.
25. Festkörperdetektor nach einem der Ansprüche 22 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Referenzmeßbereich gegenüber dem übrigen Bereich des Fest
körperdetektors abgeschirmt ist, insbesondere die Bereichs
grenze licht- und/oder röntgenstrahlenundurchlässig ist.
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