DE19631068A1 - Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation von Polyester - Google Patents
Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation von PolyesterInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschleunigung
der Polykondensation, insbesondere der Festphase-Polykondensation von
Polyester durch Modifizierung des Polyesters.
Polyester wird durch Veresterung oder Umesterung und nachfolgende
Schmelze-Polykondensation hergestellt. Die Reaktionsgeschwindigkeit der
Schmelze-Polykondensation wird durch Katalysatoren, wie Antimon-,
Titan- oder Germanium-Verbindungen, und durch die Diffusionsge
schwindigkeit des abgespaltenen Glykols, die, ihrerseits durch das
angewandte Vakuum und die Umwälzung der Schmelze bestimmt wird,
beeinflußt (US-Patent 3 499 873).
Für einige Anwendungsfälle, wie Getränkeflaschen und technische Garne,
schließt sich eine Kristallisation und Polykondensation in fester Phase
an (US-Patente 4 064 112, 4 263 425, 5 362 844).
Die Reaktionsgeschwindigkeit der Festphase-Kondensation wird durch die
Reaktionstemperatur, die mittlere Diffusionslänge im Polyester-
Granulatkorn, die Gasgeschwindigkeit und die Katalysator- und Stabi
lisatorkonzentration beeinflußt. Im allgemeinen wirken Katalysatoren,
wie Antimon, Germanium und Titan, beschleunigend und Phosphorverbin
dungen, wie H₃PO₄ und H₃PO₃, verzögernd, da sie mit den Katalysatoren
inaktive Komplexe bilden. Um bei Polyethylenterephthalat (PET) und
niedrig modifiziertem PET eine Viskositätserhöhung von etwa 0,6 dl/g
auf 0,8 dl/g zu erzielen, sind etwa 1 bis 2 h Kristallisation und 10
bis 15 h Festphase-Polykondensation bei etwa 180 bis 210°C erforder
lich.
Eine deutliche Beschleunigung der Festphase-Polykondensation wird durch
Zusatz von 0,1 bis 1 Gew.-% Tetracarbonsäuredianhydrid, insbesondere
Pyromellitsäuredianhydrid erreicht, wenn dieses nach der Schmelze-Poly
kondensation in die Polyesterschmelze eingemischt wird (EP-Patent
0 422 282, PCT-Anmeldungen WO 92/17519, WO 92/17522 und WO 93/08226).
Nachteilig hierbei ist, daß bedingt durch die vier reaktiven Gruppen
des Dianhydrids und die relativ hohe Zusatzmenge eine meist uner
wünschte, starke Vernetzung des Polyesters auftritt. Außerdem sind
diese Dianhydride toxisch, und ihre homogene Einmischung in die viskose
Polyester-Schmelze erfordert einen erheblichen technischen Aufwand.
Es ist des weiteren bekannt, bei der Polyesterherstellung ausschließ
lich nach dem Umesterungsverfahren, vor der Polykondensation Carboxy
phosphonsäure-Verbindungen der Formel
zur Komplexierung des Umesterungskatalysators zuzusetzen, wobei R₁, R₂,
R₃ gleich Alkyl (US-Patent 4 254 018, EP 0699 700 A, JP 49-125 494 A)
bzw. gleich -H oder Alkyl (US-Patent 3 169 944) ist. Der Zusatz von 500
bis 50 000 ppm (in den Beispielen 2000 bis 4500 ppm) Phosphor als
Carboxyphosphonsäure-Verbindung vorstehender Formel, wobei R₁, R₂ und R₃
gleich Kohlenwasserstoffrest oder -H ist, zu Beginn der Veresterung
oder Umesterung, nachfolgende Polykondensation sowie Verspinnen und
Verstrecken ergibt Polyesterfasern mit verbesserter Flammfestigkeit
(US-Patent 4 086 208). Keines dieser Schutzrechte beschreibt eine
erhöhte Polykondensationsrate und/oder die Festphase-Polykondensation
von carboxyphosphonsäurehaltigem Polyester.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein weiteres Verfahren zur
Beschleunigung der Schmelze-Polykondensation und insbesondere der
Festphase-Polykondensation von Polyester zur Verfügung zu stellen,
wobei die Eigenschaften des Polyesters möglichst wenig beeinträchtigt
werden sollten.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Be
schleunigung der Polykondensation, insbesondere der Festphase-
Polykondensation von Polyester, welcher durch Veresterung mindestens
einer Dicarbonsäure mit mindestens einem Diol, Vorkondensation und
Schmelzephase-Polykondensation in Gegenwart von bekannten Katalysatoren
und üblichen Zusätzen sowie Granulierung, Kristallisation und
Festphase-Polykondensation erhalten wird, gelöst, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß dem Veresterungs-Gemisch vor der
Vorkondensation eine Carboxyphosponsäure-Verbindung
der Formel
wobei zwei der Gruppen R¹, R² und R³ gleich -H und die dritte Gruppe
gleich -H oder C1-10-Alkyl, -Cycloalkyl oder -Aryl und R gleich C1-10-
Alkylen, -Cycloalkylen oder -Arylen ist, in einer 30 bis 900 ppm,
vorzugsweise 60 bis 500 ppm Phosphor, bezogen auf Polyester, ent
sprechenden Menge zugesetzt wird.
Die beschleunigende Wirkung der erfindungsgemäß zuzusetzenden Carboxy
phosphonsäure-Verbindung auf die Polykondensation war völlig über
raschend und aus dem Stand der Technik nicht abzuleiten. Bei ansonsten
gleichen Bedingungen wird die gleiche Viskosität des Polyesters bei der
Schmelze-Polykondensation nach einer bis zu 10% kürzeren Verweilzeit
oder bei einer bis zu 3°C niedrigeren Temperatur und bei der
Festphase-Polykondensation sogar nach einer mindestens 30% kürzeren
Verweilzeit oder bei einer bis zu 20°C niedrigeren Temperatur
erreicht. In den eingangs angeführten Schutzrechten ist ein derartiger
Effekt nicht erwähnt, vielmehr wird bei dem Umesterungsverfahren eine
Verzögerung angedeutet (US-Patente 4 086 208 und 3 169 944). Die bei
dem Verfahren der Erfindung beobachtete, beschleunigende Wirkung dürfte
in der Verwendung von Carboxyphosphonsäure-Verbindungen mit mindestens
zwei freien Säuregruppen und in der Beschränkung auf die Polyester-
Herstellung nach dem Direkt-Veresterungs-Verfahren begründet sein. Die
Beispiele des angeführten Standes der Technik beziehen sich hingegen
auf vollveresterte Carboxyphosponsäure-Verbindungen ohne freie
Säuregruppen und/oder auf das Umesterungs-Verfahren. Bei dem einzigen
Beispiel mit einer nicht-veresterten Carboxyphosphonsäure (US-Patent
3 169 944) erfolgt die Zugabe nach der Umesterungsreaktion zur Desakti
vierung des Umesterungs-Katalysators.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polyester zeichnen
sich durch eine hohe Brillanz und eine geringe Trübung aus.
Überraschenderweise verringern sich die in nephelometrischen Trübungs
einheiten gemessenen Trübungswerte (Methode siehe Beispiele) während
der Festphase-Polykondensation teilweise sehr deutlich, während sie bei
herkömmlichem Polyester im Bereich der Meßgenauigkeit gleich bleiben.
Der erfindungsgemäße Polyester ist daher für die Herstellung von
Getränkeflaschen und Klarsichtverpackungen besonders gut geeignet.
Die Herstellung des Polyesters erfolgt in an sich bekannter Weise,
kontinuierlich oder diskontinuierlich, durch Direktveresterung von
Terephthalsäure oder 2,6-Naphthalindicarbonsäure mit Ethylenglykol,
nachfolgende Vorkondensation und Schmelze-Polykondensation, wobei
erfindungsgemäß dem Reaktionsgemisch vor der Vorkondensation, zu Beginn
oder während der Veresterung, vorzugsweise wenn etwa 50-80% der
Carboxylgruppen der polyesterbildenden Dicarbonsäure(n) verestert sind,
eine Carboxyphosphonsäure-Verbindung zugesetzt wird. Der Veresterungs
grad (U) kann hierbei aus der Verseifungszahl (VZ) und der Säurezahl
(SZ) des Reaktionsgemisches gemäß U = (VZ-SZ) · 100/VZ berechnet werden.
Die Verseifungszahl wird durch Verseifung mit Kaliumhydroxid in
n-Propanol und potentiometrische Titration und die Säurezahl durch
potentiometrische Titration in Dimethylformamid bestimmt.
Dicarbonsäure und/oder Ethylenglykol können zu einem geringen Teil
durch andere Dicarbonsäuren und/oder Diole, wie beispielsweise
Isophthalsäure, Terephthalsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, 2,6-
Naphthalindicarbonsäure, p-Hydroxybenzoesäure, 4,4′-Biphenyldicarbon
säure, Adipinsäure, Diethylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,4-Cyclohexan
dimethanol, Polyglykol mit einem Molekulargewicht unter 1000, ersetzt
sein. Der Anteil dieser Comonomere sollte etwa 10 Masse-% im Polyester
nicht überschreiten, da andernfalls die mechanischen und thermischen
Eigenschaften gegenüber denen von Polyethylenterephthalat oder
-naphthalat zu stark verschlechtert werden. Bevorzugter Polyester ist
Polyethylenterephthalat mit 0,8 bis 2,0 Masse-% Diethylenglykol (im
Prozeß gebildetes und gegebenenfalls zugesetztes), 1,0 bis 5,0 Masse-%
eines aus der Isophthalsäure, 2,6-Napthalindicarbonsäure, p-Hydroxy
benzoesäure und 1,4-Cyclohexandimethanol umfassenden Gruppe aus
gewählten Comonomers und 0 bis 1000 ppm Pentaerythrit, jeweils bezogen
auf Polyester. Die Kondensation erfolgt in Gegenwart üblicher Kata
lysatoren, wie Antimon-, Titan- und/oder Germanium-Verbindungen.
Tri- oder tetrafunktionelle Alkohole, Carbonsäuren oder Hydroxycarbon
säuren können in geringen Mengen bis zu maximal 1000 ppm dem Reaktions
gemisch, bevorzugt während der Veresterung, zugesetzt werden. Auch
Kobaltsalze als Blautöner, Farbstoffe und Pigmente (Titandioxid) sowie
gegebenenfalls zusätzliche, herkömmliche Stabilisatoren, wie
phosphorige Säure, Phosphorsäure oder deren Ester, können in üblicher
Weise zugegeben werden. Normalerweise werden derartige Stabilisatoren
aber nicht benötigt, da die Carboxyphosphonsäure-Verbindungen selbst
stabilisierend wirken.
Nach der Schmelzepolykondensation wird der Polyester in bekannter Weise
granuliert und das Granulat zunächst einer Kristallisation bei etwa 140
bis 230°C bei Polyethylenterephthalat bzw. bis etwa 265°C bei Poly
ethylennaphthalat und anschließend einer Festphase-Polykondensation bei
170 bis 230°C, bevorzugt 180 bis 210°C bei Polyethylenterephthalat
bzw. bis etwa 265°C bei Polyethylennaphthalat in einer sich inert
verhaltenden Atmosphäre unterworfen.
Durch die entsprechend frühe Zugabe der Carboxyphosphonsäure-Verbindung
zum Polyester-Synthesegemisch wird ein vollständiger Einbau der
Carboxyphosphonsäure-Verbindung in das Polyestermolekül unter
Ausbildung von Langkettenverzweigungen gewährleistet. Außerdem führt
der Einbau in das Polymermolekül zu einer permanenten, thermischen und
thermooxidativen Stabilisierung des Polyesters.
Als Carboxyphosphonsäure-Verbindung wird bevorzugt die freie Säure
eingesetzt, wobei R eine C1-10-Alkylen-, -Cycloalkylen- oder -Arylen-
Gruppe, insbesondere eine Ethylengruppe ist. Eine der drei Säuregruppen
kann auch als C1-10-Alkyl-, -Cycloalkyl- oder -Aryl-Estergruppe,
insbesondere als Ethylestergruppe vorliegen. Hierbei kann die
veresterte Gruppe sowohl die Carboxylgruppe als auch eine der sauren
Gruppen der Phosphonsäure sein. Die Copolymerisation und Langketten
verzweigung erfolgt in diesem Fall sowohl durch Direktveresterung als
auch durch Umesterung. Da die Veresterung leichter abläuft als die
nichtkatalysierte Umesterung, ist so eine gewisse Steuerung der
Verzweigungsart möglich.
Die Menge an zuzusetzender Carboxyphosphonsäure-Verbindung entspricht
30 bis 900 ppm, vorzugsweise 60 bis 500 ppm Phosphor, bezogen auf
Polyester. Die genaue Menge hängt etwas vom Comonomeranteil und der
Verwendung des Polyesters ab. Für Polyester mit mindestens 95 Masse-%
Ethylenterephthalat-Einheiten werden 100 bis 400 ppm Phosphor
bevorzugt. Bei zu geringer Menge ist die beschleunigende Wirkung auf
die Polykondensation weniger ausgeprägt, während bei zu hoher Menge
die Langkettenverzweigungen zu stark zunehmen und schließlich die
Verarbeitbarkeit beeinträchtigen. Da die Carboxyphosphonsäure-
Verbindungen unter den Bedingungen der Polyester-Synthese weder
flüchtig sind, noch flüchtige Verbindungen bilden, kann die Dosierung
ohne Berücksichtigung eventueller Verluste erfolgen. Auch treten bei
Rückführung von nichtgereinigtem Spaltglykol keine Störungen durch
mitgerissene Carboxyphosponsäure-Verbindungen auf.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen näher erörtert.
Terephthalsäure, Ethylenglykol, Comonomer und Katalysator wurden unter
Rühren homogen vermischt, und das Gemisch in einen auf ca. 265°C
vorgeheizten und zu ca. 30% mit Vorkondensat der vorhergehenden Charge
befüllten Veresterungsreaktor innerhalb von ca. 140 min unter Normal
druck eingespeist, anschließend die Verzweigersubstanz zugesetzt und
während weiteren 30 min bei 265°C und Normaldruck unter Abtrennung des
Reaktionswassers verestert. Nach Zugabe von Cobaltacetat (Co) oder des
Farbstoffes Estofilblau S-RBL der Firma Clariant/FR (Est) als Blautöner
oder von Eastobrite OB-1 der Firma Eastman Chemical Co. als optischer
Aufheller (Opt) sowie von Phosphorsäure als Stabilisator erfolgt die
Vorkondensation unter allmählichem Absenken des Druckes auf 50 mbar
(abs.) und gleichzeitigem Erhöhen der Temperatur auf ca. 275°C
innerhalb von 30 min. Das Vorkondensat wurde durch ein 15 µm-Filter in
den Polykondensationsreaktor transferiert, der Druck innerhalb von
45 min auf weniger als 2 mbar (abs.) gesenkt und bei bis auf etwa
280°C ansteigender Temperatur während 130 min polykondensiert. Danach
wurde der Polyester innerhalb von 20 min aus dem Polykondensations
reaktor ausgetragen und granuliert (Granulatkorn-Gewicht etwa 17 mg).
Das Granulat wurde zunächst 1 h bei 220°C unter trockener Luft
kristallisiert und anschließend 8 h bei 210°C in einem trockenen
Stickstoff-Strom (200 Nl/h) in der Festphase polykondensiert.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Die Ausführung erfolgte in gleicher Weise wie in den Vergleichs
beispielen 1 bis 6, jedoch wurden in den Veresterungsreaktor nach
beendeter Einspeisung des Monomeren-Gemisches die in Tabelle 2
angegebenen Mengen Carboxyethylenphosphonsäure (CEPS) als warme Lösung
in Ethylenglykol eingeführt. Phosphorsäure wurde lediglich, als
zusätzlicher Stabilisator, bei den Beispielen 11 und 12 zugegeben. Alle
anderen Beispiele sind ohne Phosphorsäure-Zusatz. Bei den Beispielen 13
und 14 betrug die Verweilzeit in der Festphase-Polykondensation 10 h,
statt 8 h bei den übrigen Beispielen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Die Intrinsic-Viskosität (I.V.) wurde bei 25°C an einer Lösung von
500 mg Polyester in 100 ml eines Gemisches aus Phenol und 1,2-Dichlor
benzol (3 : 2 Gew.-Teile) gemessen.
Das während der Polyester-Synthese entstandene Diethylenglykol (DEG)
wurde gaschromatographisch im bei 200°C im Bombenrohr erhaltenen
Umesterungsgemisch von 1 g Polyester mit 30 ml Methanol und 50 mg/l
Zinkacetat ermittelt.
Die Bestimmung des Trübungsgrades in "nephelometrischen Trübungsein
heiten" (NTU) erfolgte an einer 10 gew.-%igen Lösung von Polyester in
Phenol/1,2-Dichlorbenzol (3 : 2 Gew.-Teile) mit einem Nephelometer der
Firma Hach (Typ XR, nach US-Patent 4 198 161) in einer Küvette mit
22,2 mm Durchmesser in Analogie zu der für Wasser gebräuchlichen Norm
DIN 38404, Teil 2. Gemessen wurde die Intensität des Streulichtes im
Vergleich zu einer Formazin-Standardlösung und abzüglich des Wertes des
reinen Lösungsmittels (etwa 0,3 NTU). Polyester mit sehr geringer
Trübung entspricht Werten von weniger als 2 NTU.
Es bedeuten ferner:
IPA: Isophthalsäure
NDA: 2,6-Naphthalindicarbonsäure
PHB: p-Hydroxybenzoesäure
CHDM: 1,4-Cyclohexandimethanol
Penta: Pentaerythrit
PMS: Pyromellitsäure
PK: Polykondensation
NDA: 2,6-Naphthalindicarbonsäure
PHB: p-Hydroxybenzoesäure
CHDM: 1,4-Cyclohexandimethanol
Penta: Pentaerythrit
PMS: Pyromellitsäure
PK: Polykondensation
Claims (7)
1. Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation, insbesondere
der Festphase-Polykondensation von Polyester, welcher durch
Veresterung mindestens einer Dicarbonsäure mit mindestens einem
Diol, Vorkondensation und Schmelzephase-Polykondensation in
Gegenwart von bekannten Katalysatoren und üblichen Zusätzen sowie
Granulierung, Kristallisation und Festphase-Polykondensation
erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Veresterungs-
Gemisch vor der Vorkondensation eine Carboxyphosphonsäure-
Verbindung der Formel
wobei zwei der Gruppen R¹, R² und R³ gleich -H und die dritte
Gruppe gleich -H oder C1-10-Alkyl, -Cycloalkyl oder -Aryl und R
gleich C1-10-Alkylen, -Cycloalkylen oder -Arylen ist, in einer 30
bis 900 ppm Phosphor, bezogen auf Polyester, entsprechenden Menge
zugesetzt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Carboxyphosphonsäure-Verbindung zugesetzt wird, wenn etwa 50 bis
80% der Carboxylgruppen der mindestens einen Dicarbonsäure des
Veresterungsgemisches verestert sind.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Menge an Carboxyphosphonsäure-Verbindung
60 bis 500 ppm Phosphor, bezogen auf Polyester, entspricht.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet daß R gleich -CH₂CH₂- ist.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Polyester ein bis zu 10 Masse-% Comonomer-
Einheiten enthaltendes Polyethylenterephthalat ist.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Polyester ein Polyethylenterephthalat ist, welches 0,8 bis 2,0
Masse-% Diethylenglykol, 1,0 bis 5,0 Masse-% eines aus der
Isophthalsäure, 2,6-Naphthalindicarbonsäure, p-Hydroxybenzoesäure
und 1,4-Cylohexandimethanol umfassenden Gruppe ausgewählten
Comonomers und 0 bis 1000 ppm Pentaerythrit, jeweils bezogen auf
Polyester, enthält.
7. Verwendung des Polyesters gemäß Anspruch 6 zum Formen von
Getränke-Flaschen und Klarsichtverpackungen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19631068A DE19631068B4 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation von Polyester |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19631068A DE19631068B4 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation von Polyester |
Publications (2)
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ID=7801489
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19631068A Expired - Fee Related DE19631068B4 (de) | 1996-08-01 | 1996-08-01 | Verfahren zur Beschleunigung der Polykondensation von Polyester |
Country Status (2)
| Country | Link |
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