DE19630211A1 - Spielfeldbande - Google Patents
SpielfeldbandeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung, ins
besondere zur Verwendung in Sporthallen, zum lösbaren
Befestigen von auf dem Boden eines Sportplatzes aufge
stellten Einrichtungen, insbesondere von Bandenelementen
oder Sportgeräten. Sie bezieht sich insbesondere auf
Böden, die eine im wesentlichen glatte Oberfläche auf
weisen, wie ein Spielfeld oder dessen angrenzender Be
reich. Solche Spielfelder sind überwiegend in Sporthallen
anzutreffen, da Spielfelder im Freien zumeist eine
relativ rauhe Oberfläche aufweisen. Es sind jedoch auch
Sportplatzböden im Freien bekannt, die ähnlich glatt wie
ein Hallenboden sind.
Nach dem Stand der Technik werden bedarfsweise aufge
stellte Sportgeräte entweder mit rutschhemmenden Unter
lagen versehen und ohne Befestigung an dem gewünschten
Ort aufgestellt, beispielsweise Sprungbretter, Seitpferde
oder Sprungkästen oder in als Steckbuchsen ausgebildeten
Bodenhülsen verankert, beispielsweise Netzpfosten, wobei
die Bodenhülsen bei Nichtgebrauch mittels eines Deckels
verschließbar sind. Bei Sportgeräten, die nur mit rutsch
hemmenden Unterlagen aufgestellt sind, hat sich heraus
gestellt, daß sie nicht immer hinreichend gegen Verrut
schen gesichert sind, beispielsweise wenn der Boden
feucht ist.
Eine sichere Verbindung wird dagegen in der Regel bei
Bodenhülsen, wie sie beispielsweise aus den Druck
schriften DE-OS 26 37 518 und DE-AS 27 49 718 bekannt sind,
erzielt. Die Bodenhülsen sind jedoch in anderer Hinsicht
nachteilig. Ihre Montage erfordert einen relativ hohen
Aufwand und verursacht erhebliche Kosten. Ferner sind die
durch Bodenhülsen geschaffenen Befestigungspunkte fest
vorgegeben und können nicht bedarfsweise an andere Stel
len versetzt werden. Zudem ist bekannt, daß es Probleme
bereitet, den Deckel mit ähnlichen elastischen Eigen
schaften wie den Bodenbelag auszubilden. Ebenso geht von
den Deckeln eine Unfallgefahr aus, beispielsweise wenn
sie sich unvorhergesehenerweise von der Bodenhülse lösen
oder es versäumt wird, eine nicht benötigte Bodenhülse zu
verschließen. Auch Deckel in Gebrauch befindlicher Boden
hülsen, die in der Nähe der Bodenhülse abgelegt werden,
bilden eine Unfallgefahr.
In der Druckschrift DE-OS 25 50 238 wurden tragbare Sockel
platten zum Aufstellen von Netzpfosten vorgeschlagen.
Diese haben sich aufgrund der großen Stellfläche und des
hohen Gewichts nicht durchgesetzt.
Spielfeldbanden werden nach dem Stand der Technik mit dem
Boden fest verschraubt, beispielsweise mit Dübelankern in
Gewindehülsen gemäß dem Dokument DE-U1 8814094.6. Bei be
kannten Spielfeldbanden ist der Montageaufwand sehr groß,
so daß die Kosten für die Aufstellung und Befestigung
einer Bande erheblich ins Gewicht fallen. Ferner können
die gebräuchlichen Spielfeldbanden aufgrund ihrer festen
Montage weder bedarfsweise aufgestellt und abgebaut
werden, noch kann ihre Aufstellung variabel verändert
werden. Sie können auch nicht im Bedarfsfall von einem
Sportplatz zu einem anderen transportiert und dort auf
gestellt werden.
Die Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieses Standes
der Technik die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungs
vorrichtung zu schaffen, mittels der Bandenelemente und
Sportgeräte im Bedarfsfall sicher, variabel, einfach und
kostengünstig aufgestellt und bei Nichtgebrauch wieder
entfernt werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Befestigungsvorrich
tung, insbesondere zur Verwendung in Sporthallen, zum
lösbaren Befestigen von auf dem Boden eines Sportplatz es
aufgestellten Einrichtungen, insbesondere von Banden
elementen oder Sportgeräten, vorgeschlagen, die erfin
dungsgemäß die Besonderheit aufweist, daß sie ein ela
stisch gedichtetes Haltemittel umfaßt, das an dem Boden
durch Vakuumkräfte befestigbar und mittels mechanischer
Befestigungs- oder Abspannelemente mit der Einrichtung
verbindbar ist. Als Dichtmittel kommen alle bei Vakuum
halterungen gebräuchlichen Dichtungen, insbesondere
Dichtungsringe und Dichtungslippen, in Betracht.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde überraschen
derweise festgestellt, daß die schwierigen Anforderungen
bei Einrichtungen wie Bandenelementen oder Sportgeräten
durch Vakuumhaltemittel wie Vakuumsauger, Saugnäpfe usw.
gelöst werden können, ohne daß, wie bisher für erforder
lich gehalten wurde, in aufwendiger Weise Bodenhülsen
gesetzt werden.
Nach einem ersten vorteilhaften Merkmal wird vorgeschla
gen, daß die Befestigungsvorrichtung eine manuell betä
tigbare, vorzugsweise an dem Haltemittel angeordnete
Pumpe zur Vakuumerzeugung umfaßt. Diese Ausbildung hat
gegenüber einem durch bloßes Andrücken befestigbaren
saugnapfähnlichen Haltemittel den Vorteil, daß die Haft
fläche des Haltemittels größer ausgelegt werden kann,
wodurch eine größere Haftkraft erzielt wird, ohne daß
dabei ein hoher technischer Aufwand zum Anbringen des
Haltemittels auf dem Boden erforderlich wäre.
Eine zweite, vorteilhafte Ausbildung ist darin zu sehen,
daß die Befestigungsvorrichtung eine elektrische Vakuum
pumpe umfaßt, die mittels einer Vakuumleitung mit dem
Haltemittel verbindbar ist. Dies ist insbesondere dann
vorteilhaft, wenn viele erfindungsgemäße Befestigungs
vorrichtungen eingesetzt werden, beispielsweise bei einer
Spielfeldbande, da in diesem Fall der technische Mehr
aufwand durch eine einfachere Montage und einen verein
fachten Betrieb gerechtfertigt ist. Nach einem zusätz
lichen, vorteilhaften Merkmal kann vorgesehen sein, daß
Steuermittel vorgesehen sind, mit denen die Vakuumkräfte
durch Einstellen des Unterdrucks einstellbar sind. Auf
diese Weise kann eine flexible Einstellung der Haltekraft
des Haltemittels am Boden vorgenommen und den jeweiligen
Erfordernissen angepaßt werden. Auf diese Weise ist es
zum Beispiel zur Vermeidung von Körper- oder Material
schäden möglich, aus Sicherheitsgründen bei Junioren eine
gegenüber Senioren verringerte Haltekraft des Halte
mittels einzustellen, beispielsweise bei einem Banden
element, um zu gewährleisten, daß sich bei Überschreiten
einer bestimmten, mittels des Unterdrucks einstellbaren
Grenzbelastung das Haltemittel löst.
Ein anderes vorteilhaftes Ausbildungsmerkmal besteht
darin, daß das Haltemittel oder das Vakuumsystem ein
Sicherheitsventil aufweist, das die Vakuumleitung bei
Überschreiten eines Grenzdrucks verschließt. Hierdurch
wird vermieden, daß im Falle eines Lecks in dem Halte
mittel bzw. dessen elastischer Dichtung durch einen
Lufteinbruch der Druck im Vakuumsystem einen dem Grenz
druck entsprechenden Sicherheitsgrenzwert übersteigt.
Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn mittels eines
Vakuumsystems mehrere Haltemittel gepumpt werden, da dann
durch den Ausfall eines Haltemittels nicht sämtliche
anderen an das Vakuumsystem angeschlossenen Haltemittel
betroffen sind. Beim Auftreten eines Lecks in einem
Haltemittel wird der Druck im Vakuumsystem kurzfristig
bis auf den Grenzdruck ansteigen, bei dem das Sicher
heitsventil schließt. Da auch hier noch ein Vakuum auf
rechterhalten wird, bleibt die Haltefunktion der anderen,
intakten Haltemittel, wenn auch mit reduzierter Halte
kraft, aufrechterhalten. Vorteilhafterweise ist das
Sicherheitsventil so ausgebildet, daß es sich nach dem
Überschreiten des Grenzdrucks nicht von selbst wieder
öffnet, um einen erneuten Lufteinbruch in das Vakuum
system zu verhindern und um zu gewährleisten, daß die
Vakuumpumpe den Sollunterdruck wieder erzeugt.
Eine andere, bevorzugte Ausbildung besteht darin, daß
mindestens zwei unabhängige Vakuumsysteme vorgesehen
sind. Ein solches Mehrkreissystem, bei dem jeweils eine
Vakuumpumpe unabhängig von anderen Vakuumpumpen bestimmte
Haltemittel bepumpt, hat den Vorteil, daß auch beim
völligen Ausfall eines aus Vakuumpumpe, Vakuumleitung und
Haltemittel bestehenden Vakuumsystems die von den anderen
Vakuumsystemen erzeugte Haltekraft aufrechterhalten
bleibt.
Eine bevorzugte Ausbildung des Befestigungselements
besteht darin, daß das Haltemittel einen plattenförmigen
Grundkörper umfaßt, dessen Unterseite eine im wesent
lichen ebene Auflagefläche zum Auflegen auf den Boden
bildet und der an der Unterseite eine elastische Dichtung
aufweist, die mit dem Grundkörper und dem Boden einen
abpumpbaren Unterdruckraum umgrenzt. Das Merkmal der im
wesentlichen ebenen Auflagefläche ist dabei so zu ver
stehen, daß auf der Unterseite des plattenförmigen Grund
körpers keine Überstände vorhanden sind, die das Auflie
gen auf dem Boden in der Weise behindern, daß der Unter
druckraum nicht mehr bepumpbar ist. Es ist möglich, an
der Unterseite Abstandselemente vorzusehen, die dafür
sorgen, daß der gesamte Unterdruckraum bis zu der Dich
tung bepumpbar ist und der zum Abpumpen der Luft erfor
derliche Strömungsweg freigehalten wird. In diesem Fall
bilden die Unterseiten der Überstände bzw. Stege die im
wesentlichen ebene Auflagefläche zum Auflegen auf den
Boden. Alternativ können in der Unterseite des Grund
körpers Nuten, Bohrungen oder andere Öffnungen und Kanäle
zum Abpumpen der Luft aus dem Unterdruckraum beim Auf
liegen des Grundkörpers auf dem Boden vorgesehen sein.
Durch die Größe des Luftdrucks von ca. 10 N/cm² ist es
möglich, bei entsprechend großer wirksamer Fläche des
Unterdruckraums große Haltekräfte zu erzeugen. Die Halte
kraft beträgt vorteilhafterweise mehr als 1 kN, bevorzugt
mehr als 10 kN (entsprechend 100 cm² bzw. 1000 cm²).
Zur Befestigung des Haltemittels, beispielsweise eines
plattenförmigen Grundkörpers, an dem zu befestigenden
Bandenelement oder Sportgerät kann beispielsweise ein
Befestigungswinkel vorgesehen sein.
In manchen Ausführungsformen kann es vorteilhaft sein,
wenn das Haltemittel nicht fest und starr mit der Ein
richtung verbunden ist, sondern nur zum Abspannen der
Einrichtung dient. Dies kann insbesondere dann vorteil
haft sein, wenn sich die Befestigungsvorrichtung in einer
größeren Entfernung von der Einrichtung befindet, die
Befestigungsvorrichtung nur eine in einer Richtung wir
kende Zugkraft auf die Einrichtung ausüben soll oder die
Einrichtung in Richtung auf das Befestigungsmittel nach
giebig sein soll. Ein derartiges Abspannelement kann
beispielsweise ein seil- oder kettenartiges Verbindungs
element umfassen.
Ein anderes vorteilhaftes Ausführungsmerkmal besteht
darin, daß ein zwischen der Einrichtung und dem Halte
mittel wirkender Stützausleger vorgesehen ist, der zur
Stabilisierung dient.
Die Vorteile einer Befestigungsvorrichtung nach dieser
Erfindung gegenüber dem Stand der Technik bestehen darin,
daß sie ohne Bodenhülsen, d. h. ohne aufwendige Vorar
beiten an dem Boden, leicht und fest haftend an dem Boden
anbringbar und leicht lösbar ist. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß die Haltekraft einstellbar ist. Ferner
wird ermöglicht, die befestigten Einrichtungen an anderen
Orten variabel aufzustellen. Es ist sogar möglich, die
Einrichtungen in anderen Sporthallen aufzubauen, was bis
lang wegen eventuell unterschiedlich ausgebildeter Boden
hülsen nicht gewährleistet und insbesondere mit fest ver
ankerten Spielfeldbanden in keinem Fall durchführbar war.
Auf diese Weise können bei bedarfsweiser Aufstellung
einer Spielfeldbande in verschiedenen Sporthallen die
Anschaffungskosten für mehrere, fest verschraubte Banden
eingespart werden.
Die folgenden Ausführungsbeispiele der Erfindung lassen
weitere vorteilhafte Merkmale und Besonderheiten erken
nen, die anhand der schematischen Darstellung in den
Zeichnungen im folgenden näher beschrieben und erläutert
werden.
Es zeigen
Fig. 1 einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen
Spielfeldbande,
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Bandenelement,
Fig. 3 eine Einzelheit zu Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine Abwandlung zu Fig. 3,
Fig. 5 eine weitere Einzelheit zu Fig. 1 und 2,
Fig. 6 einen Schnitt zu Fig. 5,
Fig. 7 eine Unteransicht eines Sprungbretts,
Fig. 8 eine Seitenansicht zu Fig. 7,
Fig. 9 eine Seitenansicht eines Recks,
Fig. 10 eine Aufsicht zu Fig. 9,
Fig. 11 eine Seitenansicht eines Netzes und
Fig. 12 eine Aufsicht zu Fig. 11.
Der in Fig. 1 dargestellte Ausschnitt einer erfindungs
gemäßen Spielfeldbande 1 umfaßt zwei Bandenelemente 2,
die auf dem Boden 21 eines Spielfelds aufgestellt sind.
Die Bandenelemente 2 umfassen jeweils eine Prallfläche 3,
eine Handleiste 4, eine Bodenleiste 5 und zwei Seitenlei
sten 6. Die Spielfeldbande 1 ist mit der von dem Spiel
feld abgewandten Seite dargestellt.
Zum Befestigen der Bandenelemente 2 an dem Boden 21 des
Spielfelds dienen die Befestigungsvorrichtungen 7. Sie
umfassen jeweils einen plattenförmigen Grundkörper 8, der
elastisch gedichtet ist und mittels Vakuumkräften an dem
Boden 21 befestigt ist. Ferner sind jeweils an den Sei
tenleisten 6 Stützausleger 9 angebracht, die an der
Unterseite eine Ausnehmung aufweisen, welche die Grund
körper 8 überspannt.
Die jeweils aneinanderliegenden Stützausleger 9 benach
barter Bandenelemente 2 sind mittels einer Gewindestange
10 mit einem Grundkörper 8 verbunden. Die Gewindestange
10 ist dabei in dem Grundkörper 8 verankert und trägt auf
ihrer Oberseite ein die beiden Stützausleger 9 übergrei
fendes Verbindungsstück 11, das mittels einer Stellmutter
18 befestigt ist.
Die Grundkörper 8 werden mittels einer Vakuumleitung 12
abgepumpt und haften aufgrund der dabei wirkenden Vakuum
kräfte auf dem Boden. Zum Abpumpen dient die Vakuumlei
tung 12, die in der Bodenleiste 5 verläuft und mittels
einer nicht dargestellten Vakuumpumpe bepumpt wird. Aus
Sicherheitsgründen sind die benachbarten Grundkörper 8 an
voneinander unabhängige Vakuumsysteme angeschlossen, so
daß auch bei einem eventuellen Ausfall eines Systems die
Bande 1 insgesamt noch ihre Funktion erfüllt. Ein Banden
element 2 besteht aus Sicherheitsgründen überwiegend,
d. h. vorzugsweise die Prallfläche 3, die Handleiste 4,
die Bodenleiste 5, die Abdeckung 13 und die Seitenleiste
6 sowie der Grundkörper 8 und die Stützausleger 9 aus
einem schlagfesten, bruchsicheren Kunststoff, insbeson
dere Makrolon®.
Die Fig. 2 zeigt das Bandenelement 2 der Fig. 1 in einer
Explosionsdarstellung. Man erkennt, daß das Bandenelement
2 aus der Prallfläche 3, der Handleiste 4, der Boden
leiste 5, zwei Seitenleisten 6 und einer Abdeckung 13
zusammengesetzt ist. Die Bodenleiste 5 dient zur Bildung
eines Kanals, in dem die Vakuumleitung 12 verlegt ist.
Sie wird durch Durchgangslöcher 15 in den Seitenleisten 6
geführt. Die senkrechten Seitenleisten 6 dienen der Ver
stärkung des Bandenelements 2. Sie sind aus Stabilitäts
gründen in den Endbereichen der Prallfläche 3 angeordnet
und bilden mit der Handleiste 4 und der Bodenleiste 6
einen Versteifungsrahmen. An den Seitenleisten 6 sind
mittels Registerbändern 17 die Stützausleger 9 der
Befestigungsvorrichtungen 7 angelenkt. Damit ist es
möglich, die Stützausleger 9 an das Bandenelement 2 zu
schwenken, wenn das Bandenelement 2 gelagert oder trans
portiert wird. Hierdurch wird die Handhabung erleichtert
und der Platzbedarf vermindert. Insbesondere sind die
Bandenelemente 2 mit angeschwenkten Stützauslegern 9
nebeneinander stellbar oder aufeinander stapelbar.
In einer anderen, nicht dargestellten Ausbildung könnte
der Stützausleger 9 auch mit einer Kante an dem Grund
körper 8, zum Beispiel schwenkbar, befestigt sein und mit
einer anderen Kante mit der Seitenleiste 6 verbindbar
sein.
Die Stützausleger 9 weisen Nuten 14 zur Aufnahme der Ge
windestange 10 auf, so daß sie, wenn sie von dem Verbin
dungsstück 11 zusammengehalten werden, flächig aufeinan
derliegen.
Zur Aufstellung der Bandenelemente 2 bzw. der aus diesen
gebildeten Spielfeldbande 1 werden die Grundkörper 8 an
dem Boden 21 befestigt. Hierzu werden sie durch die
Vakuumdurchführungen 16 über die Vakuumleitung 12 abge
pumpt. Durch Anziehen einer Stellmutter 18 auf der Gewin
destange 10 werden mittels des Verbindungsstücks 11 die
zwei angrenzenden Stützausleger 9 zusammengehalten und
gleichzeitig in Richtung auf den Grundkörper 8 gezogen.
Der Grundkörper 8 befindet sich in der Ausnehmung an der
Unterseite des Stützauslegers 9, der mittels eines end
seitigen Fußes auf dem Boden 21 aufsteht. Dadurch ist das
Bandenelement 2 sicher auf dem Boden befestigt und kann
dennoch im Bedarfsfall leicht demontiert und abtranspor
tiert werden.
Die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht auf eine Befesti
gungsvorrichtung 7 der Fig. 2. Sie unterscheidet sich von
der in Fig. 2 dargestellten Ausführung dadurch, daß die
Gewindestange 10 durch ein seil- oder kettenartiges
Verbindungselement ersetzt ist. Hierdurch kann gegebenen
falls eine gewisse Nachgiebigkeit der Befestigungsvor
richtung 7 erzielt werden oder die Montage wegen der
Möglichkeit des Ausgleichs von Toleranzen vereinfacht
sein.
Die auf der Oberseite der Prallfläche 3 angeordnete Hand
leiste 4 und die auf der Unterseite der Prallfläche 3
angeordnete Bodenleiste 5 sind auf der dem Spielfeld
zugewandten Seite abgerundet. Auf der von dem Spielfeld
abgewandten Seite weisen sie einen solchen Überstand
gegenüber der Prallfläche 3 auf, daß das Bandenelement 2
mit angeklappten Stutzauslegern 9 stapelbar ist. Um dabei
ein seitliches Verrutschen der übereinander gestapelten
Bandenelemente 2 zu verhindern, sind die Handleiste 4 und
die Bodenleiste 5 auf der von dem Spielfeld abgewandten
Seite so profiliert, daß die entsprechenden Abrundungen
auf der dem Spielfeld zugewandten Seite eines anderen,
gestapelten Bandenelements 2 darin seitlich geführt
werden.
In Fig. 4 ist in einer Explosionsdarstellung eine abge
wandelte Ausführung zu Fig. 3 dargestellt. Dabei ist der
Stützausleger 9 an der Seitenleiste 6 mittels zweier
Bolzen 30, die in Bohrungen 31 in der Handleiste 4, der
Bodenleiste 5 und dem Stützausleger 9 eingreifen,
schwenkbar angelenkt. Der übrige Aufbau entspricht dem
der Fig. 3, wobei der Übersichtlichkeit halber das Grund
element 8 nicht dargestellt ist.
Die Fig. 5 zeigt eine Aufsicht auf einen Grundkörper 8
mit einer etwas abgewandelten äußeren Kontur. Auf der
Unterseite ist eine Nut 14 eingelassen, in die eine
Dichtung 20 einlegbar ist. In die Vakuumdurchführung 16
ist ein Schließventil 23 zum Verschließen der Vakuum
leitung 12 eingesetzt, das beim Unterschreiten eines
Grenzabstands des Grundkörpers 8 vom Boden 21 geöffnet
und beim Überschreiten des Grenzabstands geschlossen ist.
Die Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A′ der
Fig. 5. Die im wesentlichen ebene Unterseite des auf den
Boden 21 aufgelegten Grundkörpers 8, die in die Nut 14
eingelassene Dichtung 20 und der Boden 21 umgrenzen einen
Unterdruckraum 19, der mittels der Vakuumleitung 12 ab
pumpbar ist. Das Schließventil 23 ist so ausgebildet, daß
beim Ablegen des Grundkörpers 8 auf den Boden 21 die
Vakuumleitung 12 verschlossen ist und der Unterdruckraum
19 nicht bepumpt wird. Der Grundkörper 8 wird in dieser
Stellung nur durch sein Eigengewicht, nicht jedoch durch
Vakuumkräfte auf dem Boden 21 gehalten. Der Grundkörper 8
kann dann noch zur Justage seitlich verschoben werden.
Durch Belastung des Grundkörpers 8, beispielsweise mit
dem Fuß neben dem Schließventil 23, kommt der Steuer
bolzen in dem Schließventil 23 in Kontakt mit dem Boden
21, wodurch das Schließventil 23 öffnet. Der Unterdruck
raum 19 wird dann abgepumpt und der Grundkörper 8 ist
durch Vakuumkräfte auf dem Boden 21 befestigt. Der Druck
auf den Grundkörper 8 ist somit nur zum Auslösen der
Befestigung erforderlich und kann nach dem ersten Anpum
pen des Unterdruckraums 19 sofort beendet werden.
Das in der Fig. 6 dargestellte Verbindungsstück ist mit
tels eines seilartigen Verbindungselements mit dem Grund
körper 8, in dem eine Verankerungsplatte eingelassen ist,
verbunden. Die manuell, ohne Werkzeug betätigbare Stell
mutter 18 drückt über eine Feder 19 auf das Verbindungs
stück 11, wodurch erforderlichenfalls die Befestigungs
vorrichtung 7 eine geringe Nachgiebigkeit aufweisen kann.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in einer schematischen Unter
ansicht bzw. Seitenansicht ein Sprungbrett 24, das eine
erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 7 aufweist,
mittels derer das Sprungbrett 24 an dem Boden 21 befe
stigbar ist. Der Grundkörper 8 ist fest mit dem Boden
auflageteil des Sprungbretts 24 verbunden und über die
Vakuumleitung 12 und die Vakuumdurchführung 16 abpumpbar,
wodurch das Sprungbrett 24 fest auf dem Boden 21 gehalten
wird.
Die Fig. 9 zeigt eine schematische Seitenansicht eines
Recks 25, das mit zehn erfindungsgemäßen Befestigungsvor
richtungen 7 an dem Boden 21 befestigt ist. Je eine Be
festigungsvorrichtung 7a ist mit einem Pfosten 26 mittels
eines mechanischen Befestigungselements fest verbunden.
Acht weitere Befestigungsvorrichtungen 7b sind über Ab
spannelemente, die ein Stahlseil 27 mit einem Spannschloß
28 umfassen, mit den oberen Enden der Pfosten 26 verbun
den. Auf diese Weise ist es möglich, das Reck 25 fest und
hoch belastbar ohne Steckbuchsen auf dem Boden 21 aufzu
stellen.
Die Fig. 10 zeigt eine schematische Aufsicht auf das Reck
25 der Fig. 9. In dieser Darstellung erkennt man, daß die
Befestigungsvorrichtungen 7a, die fest mit den Pfosten 26
verbunden sind, unmittelbar seitlich neben den Pfosten 26
angeordnet sind. Die Befestigungsvorrichtung 7b, welche
die Pfosten 26 über Stahlseile 27 abspannen, sind weiter
nach außen gerückt, um einen günstigeren Winkel zur Spit
ze der Pfosten 26 zu bilden. Die Vakuumleitungen 12 sind
der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Die Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht auf ein Netz 29, das
zwischen zwei Pfosten 26 gespannt ist. Zur Befestigung je
eines Pfostens 26 dienen eine Befestigungsvorrichtung 7a,
die mit einem Stützausleger 9 mit dem Pfosten 26 verbun
den ist, und eine weitere Befestigungsvorrichtung 7b, die
über ein Stahlseil 27 und ein Spannschloß 28 mit dem obe
ren Ende des Pfostens 26 verbunden ist.
Die Fig. 12 zeigt eine Aufsicht auf die Fig. 11. Man er
kennt, daß ein weiterer Stützausleger 9a an dem Pfosten
26 angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
1 Spielfeldbande
2 Bandenelement
3 Prallfläche
4 Handleiste
5 Bodenleiste
6 Seitenleiste
7 Befestigungsvorrichtung
8 Grundkörper
9 Stützausleger
10 Gewindestange
11 Verbindungsstück
12 Vakuumleitung
13 Abdeckung
14 Nut
15 Durchgangsloch
16 Vakuumdurchführung
17 Registerband
18 Stellmutter
19 Unterdruckraum
20 Dichtung
21 Boden
22 Feder
23 Schließventil
24 Sprungbrett
25 Reck
26 Pfosten
27 Stahlseil
28 Spannschloß
29 Netz
30 Bolzen
31 Bohrung
2 Bandenelement
3 Prallfläche
4 Handleiste
5 Bodenleiste
6 Seitenleiste
7 Befestigungsvorrichtung
8 Grundkörper
9 Stützausleger
10 Gewindestange
11 Verbindungsstück
12 Vakuumleitung
13 Abdeckung
14 Nut
15 Durchgangsloch
16 Vakuumdurchführung
17 Registerband
18 Stellmutter
19 Unterdruckraum
20 Dichtung
21 Boden
22 Feder
23 Schließventil
24 Sprungbrett
25 Reck
26 Pfosten
27 Stahlseil
28 Spannschloß
29 Netz
30 Bolzen
31 Bohrung
Claims (24)
1. Befestigungsvorrichtung (7), insbesondere zur Verwen
dung in Sporthallen, zum lösbaren Befestigen von auf
dem Boden (21) eines Sportplatzes aufgestellten Ein
richtungen, insbesondere von Bandenelementen (2) oder
Sportgeräten,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein elastisch gedichtetes Haltemittel umfaßt, das
an dem Boden (21) durch Vakuumkräfte befestigbar und
mittels mechanischer Befestigungs- oder Abspann
elemente mit der Einrichtung verbindbar ist.
2. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine manuell betätigbare
Pumpe zur Vakuumerzeugung umfaßt.
3. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine elektrische Vakuumpumpe
umfaßt, die mittels einer Vakuumleitung (12) mit dem
Haltemittel verbindbar ist.
4. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sie Steuermittel umfaßt, mit
denen die Vakuumkräfte durch Einstellen des Unter
drucks einstellbar sind.
5. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vakuumsystem der Befesti
gungsvorrichtung (7) ein Sicherheitsventil umfaßt,
das die Vakuumleitung (12) beim Überschreiten eines
Grenzdrucks verschließt.
6. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel ein Schließventil
(23) zum Verschließen der Vakuumleitung (12) auf
weist, das beim Unterschreiten eines Grenzabstands
des Haltemittels vom Boden (21) geöffnet und beim
Überschreiten des Grenzabstands geschlossen ist.
7. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei unabhängige
Vakuumsysteme vorgesehen sind.
8. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel einen platten
förmigen Grundkörper (8) umfaßt, dessen Unterseite
eine im wesentlichen ebene Auflagefläche zum Auflegen
auf den Boden (21) bildet und der an der Unterseite
eine elastische Dichtung (20) aufweist, die mit dem
Grundkörper (8) und dem Boden (21) einen abpumpbaren
Unterdruckraum (19) umgrenzt.
9. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haltemittel mittels eines
Befestigungswinkels mit der Einrichtung verbindbar
ist.
10. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Befestigungs- oder Abspann
element eine Gewindestange (10) oder ein seil- oder
kettenartiges Verbindungselement umfaßt.
11. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Stützausleger (9) auf
weist, der mit einer Kante an der Einrichtung befe
stigt und mit einer anderen Kante mit dem Haltemittel
verbindbar ist.
12. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützausleger (9) schwenkbar
an der Einrichtung angelenkt und an diese anklappbar
ist.
13. Befestigungsvorrichtung (7) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Stützausleger (9) auf
weist, der mit einer Kante an dem Haltemittel und mit
einer anderen Kante mit der Einrichtung verbindbar
ist.
14. Bandenelement (2) für eine Spielfeldbande (1) zur
Abgrenzung eines Spielfelds mit miteinander lösbar
verbindbaren Bandenelementen (2), dadurch gekenn
zeichnet, daß es ein oder mehrere Befestigungs
vorrichtungen (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 13
aufweist.
15. Bandenelement (2) nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß es an der Oberseite eine Handleiste (4)
aufweist, die auf der dem Spielfeld zugewandten Seite
abgerundet ist und auf der von dem Spielfeld abge
wandten Seite einen solchen Überstand gegenüber der
Prallfläche (3) aufweist, daß das Bandenelement (2)
waagerecht ablegbar, insbesondere stapelbar ist.
16. Bandenelement (2) nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß es an der Unterseite eine Bodenleiste
(5) aufweist.
17. Bandenelement (2) nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bodenleiste (5) eine Abdeckung (13)
zur Bildung eines geschlossenen oder teilweise
offenen Kanals zum Verlegen einer Vakuumleitung (12)
aufweist.
18. Bandenelement (2) nach den Ansprüchen 15 und 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Handleiste (4) und
die Bodenleiste (5) auf der von dem Spielfeld abge
wandten Seite derart profiliert sind, daß die dem
Spielfeld zugewandte Seite der Handleiste (4) oder
der Bodenleiste (5) eines anderen, gestapelten
Bandenelements (2) darin seitlich geführt ist.
19. Bandenelement (2) nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß es in mindestens einem der in der
Längsrichtung gelegenen Endbereiche eine senkrechte
Seitenleiste (6) aufweist.
20. Bandenelement (2) nach Anspruch 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (7), ins
besondere ein Stützausleger (9) der Befestigungs
vorrichtung (7), an der Seitenleiste (6) befestigt
ist.
21. Bandenelement (2) nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß es überwiegend aus einem schlagfesten,
bruchsicheren Kunststoff besteht.
22. Spielfeldbande (1) mit Bandenelementen (2) nach
Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte
Haltemittel an voneinander unabhängige Vakuumsysteme
angeschlossen sind.
23. Sportgerät, insbesondere Netz (29), Reck (25),
Sprungbrett (24) oder Seitpferd, dadurch gekennzeich
net, daß es eine oder mehrere Befestigungsvorrich
tungen (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 auf
weist.
24. Verwendung einer Befestigungsvorrichtung (7) mit
einem elastisch gedichteten Haltemittel, das an einem
Boden durch Vakuumkräfte befestigbar und mittels
mechanischer Befestigungs- oder Abspannelemente mit
auf dem Boden aufgestellten Einrichtungen verbindbar
ist, zum bedarfsweisen Befestigen von Einrichtungen,
insbesondere von Bandenelementen (2) oder Sport
geräten auf dem Boden (21) eines Sportplatzes, ins
besondere in einer Sporthalle.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19630211A DE19630211C2 (de) | 1996-07-26 | 1996-07-26 | Spielfeldbande |
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|---|---|
| DE19630211A1 true DE19630211A1 (de) | 1998-01-29 |
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