DE1962912A1 - Vorrichtung zum Auftragen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von Glastafeln - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von GlastafelnInfo
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Description
- Vorrichtung zum Aufbringen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von Glastafeln Es ist bekannt, Glastafeln in gegenseitigem Abstand unter Einschluß feuchtigkeitsfreier Luft miteinander zu einer Doppelscheibe unter dichtem abschluß an den Rändern zu vereinigen. Außer einer Verklebung im Randbereich, die bisher nicht mit unbedingter Sicherheit über längere Zeitdauer zuverlässig war, wurde auch schon so vorgegangen, daß die Glastafeln im Randbereich eine Metalli@sierung aus Kupfer und Zinn erhielten und denn unter Zwischenlage eines Steges miteinander verlötet wurden. Es wurde hierbei zunächst auf die Glasfläche ein Belag aus Kupfer aufgesprüht und anschließend ein Belag aus Sinn. Der Zinnbelag erlaubt eine erleichterte und sichere Durchführung des Lötvorganges, während der zunächst auf die Glasfläche aufgebrachte Kupferbelag eine zuverlässige Verbindung mit der Glasfläche erst ermöglichte. Das unmittelbare Aufsprühen eines Zinnbelages auf die Glasfläche würde nämlich lediglich zur Bildung einer dünnen Zinnfolie en der Sprühstelle führen, könnte aber eine zuverlässige Verbindung der Zinnbeschichtung mit der Glasfläche nicht gewährleisten. Die ungenügende Haftung mag sich darauf erklären, daß der Schmelzpunkt von Zinn gegenüber dem von Glas sehr niedrig liegt, während der Schmelzpunkt von @upfer verhältnismäßig nahe an dem des Glases liegt und mit Sicherheit bei einer Temperatur, bei der die besprühte Glasfläche bereits eine gewisse Erweichung erfährt, die eine Verankerung der flüssig aufgesprühten Kupferteilchen ermöglicht. Herstellungsmäßig vollzieht sich der Vorgang der Metallisierung, um wirtschaftlich arbeiten zu können, so, daß zunächst durch eine Sprühdüse verflüssigtes Kupfer aufgetragen wird und unmittelbar anschließend durch eine zweite Sprühdüse o.dgl. der Zinnbelag. In den gebräuchlichen Vorrichtungen zur Durchführung dieser arbeit liegen beide Sprühdüsen in geringem Abstand hintereinander, und die Glastafel wird mit ihrem Handbereich unmittelbar unter beiden Düsen, beispielsweise auf einem Rolltisch, entlanggeführt.
- Handelt es sich um eine viereckige Glasplatte, so ist es unvermeidlich, daß im Eckbereich eine Überlappung stattfindet, daß also do#rt der Gesamtbelag etwa die doppelte Stärks erhält. Vor allem aber ist es kaum vermeidbar, daß bei diesem Aufsprühvorgang an dieser oder jener Stelle der @innbelag über die Begrenzung des Kupferbelages her-usragt und dort ohne die Zwischenschicht der Verkupferung auf die Glesfläche gelangt.
- Ist dies im Eckbereich eingetreten, bedeutet dies, dc'ß beim Äuibringen des Metallbelages an den weiteren Rändern der Glasplatte der zunächst aufzubringende Kupferbelag nicht unmittelbar auf die Glasfläche gelangt, sondern daß sich an dieser Stelle dann zwischen der Glasfläche und dem Kupferbelag bereits eine Beschichtung aus @inn befindet. Da dem Zinnbelag eine innige Verbindung mit der Glasfläche fehlt, kann der nachfolgend aufgebrachte Kupferbelag ebenfalls keine zuverlässige Verbindung mit der Glasfläche eingehen, so daß an dIesen Stellen nach Fertigstellung einer Doppelscheibe unter den wechselnden Temperatureinflüssen sogenanntes atmen der Doppelscheibe möglich wird, was auf längere Zeit zum Eindringen feuchtir keitshaltiger luft und einer 3eeinträchtigung der 3eschlagfreiheit solcher Scheiben führen muß.
- Dieser sehr wesentliche Nachteil, der bisher nu@ durch einen erhöhten Herstellungsaufwand oder Nacharbeit -fermieden werden konnte, wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung verhindert, bei welcher In Vorschubrichtung vor der Kupfersprühdüse eine Schabe- oder Drahtbürsteneinrichtung o.dgl. angeordnet ist, die vor dem Aufbringen der Kupferschicht auf der Glasfläche haftende Fremdstoffe von dieser abstreift. Die Vor r-ciltung iSann aus einer scheibenförmigen umlaufenden Drahtbürste bestehen und einer in Vorschubrichtung vor dieser angeordneten, .,uf die Glasfläche gerichteten Flammdüse. Zweckmäßig ist es, wenn die Drehebene der Bürste etwa senkrecht zur Vorschubbewegung angeordnet und Ihre Umdrehung an der Gl-stafe' insbesondere nach deren Rand gerichtet ist0 Vorteilhaft kinn es ferner sein, wenn zwischen der Bürste und der Flammdüse eine isolierende Trennwand vorgesehen ist, und es kann überdies eine Kühlluftdüse o.dgl. für die Drahtbürste vorgesehen sein.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in schematischer Darstellung veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 den Eckbereich einer mit einer Metallisierung im Randbereich versehenen Glastafel in teilweiser Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt nach II-II durch Fig. 1, Fig. 3 in schematischer Seitenansicht eine aus einer @upfer- und einer Zinnsprühdüse bestehende, mit einer umlaufenden Bürste und vorgeschalteter Flammdüse bestehende Vorrichtung.
- In Figuren 1 und 2 ist die Glastafel mit 1 bezeichnet.
- Der im Randbereich aufgesprühte Kupferbelag 2 ist abgedeckt durch einen unmittelbar anschließend aufgesprühten Zinnbelag 3. Sollte im Eckbereich einer Glastafel, wie aus Figuren 1 und 2 ersichtlich, der Zinnbelag 3 etwas in Richtung auf die Richtung der Glastafel 1 über die Kupferbeschichtung 2 hervortreten, so würde beim Aufbrigen der Beläge 2,3 auf die zweite Kante der Glasplatte, wie bei 4 angedeutet, zwischen der Glastafel 1 und der nunmehr im Eckbereich überlappenden Auftragung der Kupferschicht 2 zwischen dieser und der G@astafel 1 eine Zinnbeschichtung 3 zwischen der neu aufgebrachten Kupferbeschichtung 2 und der Glastafel 1 befinden.
- Erfindungsgemäß ist daher nach Fig, 3 die Vorrichtung so aufgebaut, daß sich in an sich bekannter vieise eine Kupfersprü@düse 6 für Zinn in Vorschubr chtun@ nintereinander befindet. Vor der @prühdüse 5 für Kupfer ist jedoch eine scheibenförmige Drahtbürste 7 angeordnet, deren Drehebene zur Vorschubrichtung etwa sen@recht gerichtet ist. Der Antrieb der Drehtbärste kann in bel@ebiger Weise erfolgen. In Vorschubrachtung vor der Drahtbürste 7 ist eine Flammdüse 3 vorgesehen, und es kann zwischen dieser Flammdüse @ und der Drahtb@rste eine isolierende @rennwand 9 angeordnet sein. @berdies besteht die Möglichkeit, für die Drahtbürste 7 eine Kühlung in Form einer Kühlluft-Düse 10 vorzusehen.
- Selbstverständlich bestünde auch die Möglichkeit, die Drehebene der Drahtbürste 7 parallel zur Vorschubrichtung anzuordnen. Die andere Anordnung verdient jedoch unter allen Umständen den Vorzug. Einmal kann bei senkrechter Anordnung der Drehebene der Bürste 7 zur Vorschubrichtung die Flammdüse 8 wesentlich näher an der 3erührungsstelle zwischen der Bürste 7 und der Glastafel 1 angeordnet werden, zum anderen erl-ubt die anordnung der Drehebene in Querrichtung zum Vorschub eine schärfere Begrenzung der Angriffsfläche der Bürste beim Überlaufen einer Überlappungsstelle in Längsrichtung des dort bereits befindlichen, zuerst aufgetragenen Metallbelages, weil eine Drahtbürste durch den @rbentsdruck an der @uflagestelle in unkontrollierbarer keise in Seitenrichtung auseinandergedrängt wird.
- Ohne weiteres besteht die Möglichkeit, anstelle einer Drahtbürsteneinrichtung 7 auch eine Schabeeinrichtung vorzusehen, diese wirde @@@erdings einer erhöhten @@rtung bed@rfen und n@ch einiger Bearbeitungszeit erneut zu schl@rfen oder nachzustellen sein. Für die Wirkungsweise @st es bedeutungs@os, ob - wie dergestellt -die @@@stafel 1 der Gesamtvorrichtung gegenüber auf einem @@@@@sch @@ verschoben wird, oder ob die Glastufe@ 1 @rt@fest gel@gert und die Ges@mtvorrichtung ent@@@@ @hrs@ @@ndes versch@ben wird. Im Folle der Anordnung einer in Querrichtung zum Vorschub um@@ufenden Drahtbürste, ist es zweck@@@ig, wenn die Umdrehung der Bürste en der Berührungsstelle mit der Glest@fs@ @ @@ deren Außenrand gerichtet ist, weil dann etwa abgeschleuierte Fremdte@@chen, wie Zinn, von der @@@@@@che ferngehalten werden.
- Die neuerungsgemäße Vorrichtung verhindert somit in @liererster Linie, daß der Kupferbelag eines nachfolgend zu bearbeitenden Glasplattenrandes an der Überlappungsste @@@ oder kurz vor dieser durch Zinnrdekstände von der Glasfläche getrennt ist und eine ungenügende Bindung an dieser Stelle eintritt. Sie verhindert aber in zweiter Linie auch, daß in M@kbereich eine Verdo@@lung in der Stärke der @stellbeschichtung eintritt, was für die @eiterverarbeitung durch Auflöten eines Steges in bekannter Weise zweifellos zwecknäßiger ist und das Auftreten von @@ nnungen beim Verlöten beseitigt.
Claims (5)
- P a t e n t a n s p r ü c h eVorrichtung zum Aufbringen eines Kupfer- und darauf eines @nnbe@@ges im Rand- und insbesondere @@kbere@ch von Glast@feln, bestehend aus einer oberhalb der Glasflache angeordneten Sprühdüse für Kupfer und einer dahinter angeordneten für Zinn, unter denen die Glastafe@ entlanggeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in Vorschubrichtung vor der Kupfersprühdüse (5) eine Schabe- oder Drahtb@rstene@@richtung (7) o.dgl. angeordnet ist, die vor dem Aufbringen der Kupferschicht (2) auf der Glastafel (1) haftende Fremdstoffe von dieser abstreift.
- 2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine scheibenförmi£e, umlaufende Drahtbürste (7) und eine in Vorschubrichtung vor dieser angeordnete, auf die Glastafel (1) gerichtete Flammdüse (8).
- 3.) Vorrichtung nach i;nsprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehebene der Drahtbürste (7) etwa senkrecht zur Vorschubbewegung angeordnet und ihre Umdrehung an der Glastafel (1) Ansbesondere nach deren Rand gerichtet ist.
- 4.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis @, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Drahtbürste (7) und der Flammdüse (6) eine isolierende Grennwend (9) vorgesehen ist.
- 5.) Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Kühlluft-Düse (10) o.dgl. für die Drahtbürste (7).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691962912 DE1962912A1 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Vorrichtung zum Auftragen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von Glastafeln |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691962912 DE1962912A1 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Vorrichtung zum Auftragen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von Glastafeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1962912A1 true DE1962912A1 (de) | 1971-06-24 |
Family
ID=5753960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691962912 Pending DE1962912A1 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Vorrichtung zum Auftragen eines Kupfer- und Zinnbelages im Rand- und Eckbereich von Glastafeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1962912A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4172547A (en) * | 1978-11-02 | 1979-10-30 | Delgrande Donald J | Method for soldering conventionally unsolderable surfaces |
| US4252847A (en) * | 1978-11-02 | 1981-02-24 | Delgrande Donald J | Stained glass structure |
-
1969
- 1969-12-16 DE DE19691962912 patent/DE1962912A1/de active Pending
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