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DE19629870A1 - Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin

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Publication number
DE19629870A1
DE19629870A1 DE19629870A DE19629870A DE19629870A1 DE 19629870 A1 DE19629870 A1 DE 19629870A1 DE 19629870 A DE19629870 A DE 19629870A DE 19629870 A DE19629870 A DE 19629870A DE 19629870 A1 DE19629870 A1 DE 19629870A1
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DE
Germany
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acid
phosphonomethylglycine
alkali
stage
salts
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Withdrawn
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DE19629870A
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English (en)
Inventor
Thomas Dr Neumann
Frank Dr Fleischer
Juergen Dr Graefe
Benedikt Dr Hammer
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
SKW Trostberg AG
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Publication date
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/3804Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)] not used, see subgroups
    • C07F9/3808Acyclic saturated acids which can have further substituents on alkyl
    • C07F9/3813N-Phosphonomethylglycine; Salts or complexes thereof

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin aus Aminomethylphosphonsäure oder einem ihrer Salze.
N-Phosphonomethylglycin (Glyphosate) wird seit den 70er Jahren als systemisches Herbizid verwendet. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung des pflanzlichen Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-synthetase (EPSP-Synthetase) und damit der Synthese von aromatischen Aminosäuren.
Von den vielen Synthesen, die zwischenzeitlich für N-Phosphonomethylglycin entwickelt worden sind, haben u. a. auch solche Reaktionen technische Bedeutung erlangt, bei denen eine Amin-Komponente durch Umsetzung mit Formaldehyd oder mit Formaldehyd und Cyanwasserstoff hydroxymethyliert bzw. cyanmethyliert wird.
Allgemein bekannt ist der Nachteil, daß bei der Hydroxymethylierung und Cyanmethylierung von primären Aminen in der Regel Gemische von mono- und disubstituierten Produkten gebildet werden.
So wird auch gemäß dem polnischen Patent PL 156933 bei der Umsetzung von Aminomethylphosphonsäure mit Formalin und Natriumcyanid bei einem pH-Wert von 10 und nachfolgender Hydrolyse der zunächst gebildeten Nitrile neben dem Hauptprodukt N-Phosphonomethylglycin auch N-Phosphonomethyliminodiessigsäure als Nebenprodukt erhalten. In der US-Patentschrift 4,221,583 wird die Umsetzung von Aminomethyl­ phosphonsäure mit Formaldehyd und Natriumcyanid bei pH-Werten von 6,6 bis 9,7 beschrieben, wobei N-Phosphonomethylglyconitril mit einer Ausbeute von nur 65% entsteht.
Bei der Hydroxymethylierung und analogen Reaktionen von primären Aminen sollte sich die Bildung von disubstituierten Produkten vermeiden lassen, wenn in das Amin temporär eine Schutzgruppe eingefährt wird. Ein entsprechendes Beispiel für die Synthese von N-Phosphonomethylglycin aus Glycin findet sich in der EP-Patentschrift 112580. Glycin wird dabei durch Umsetzung mit Natriumcarbonat zunächst in das Natrium-Salz der entsprechenden Carbamidsäure und nachfolgend mit Formalin und Diethylphosphit in N-(O,O′-Diethylphosphonomethyl)glyconitril überfährt, aus dem durch Hydrolyse N-Phosphonomethylglycin erhältlich ist; allerdings liegt auch bei dieser Vorgehensweise die Ausbeute mit 36% äußerst niedrig.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin zu entwickeln, welches die genannten Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist, sondern mit geringem technischen Aufwand die Herstellung dieser Verbindung in hoher Ausbeute und guter Reinheit ermöglicht.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man
  • a) Aminomethylphosphonsäure oder eines ihrer Salze in Wasser ggf. unter Zusatz von Alkalilaugen mit einem Alkalicarbonat und/oder -hydrogencarbonat bzw. mit Kohlendioxid und einer Alkalilauge umsetzt,
  • b) das dabei gebildete Alkalisalz der N-Phosphonomethylcarbamidsäure nachfolgend mit Formaldehyd hydroxymethyliert,
  • c) die so erhaltenen Salze der N-Hydroxymethyl-N-phosphonomethyl­ carbamidsäure ggf. unter Zusatz einer Alkalilauge mit Cyanwasserstoff und/oder einem Cyanid umsetzt und
  • d) abschließend die dabei gebildeten Salze des N-Carboxy-N-phosphonomethylglyconitrils unter Zusatz von Säuren durch Hydrolyse und Decarboxylierung in N-Phosphonomethylglycin überführt.
Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, daß man auf diese Weise mit einem vergleichsweise geringen technischen Aufwand N-Phosphonomethylglycin in ausgezeichneter Ausbeute mit hoher Reinheit herstellen kann. Inbesondere hat sich gezeigt, daß N-Phosphonomethyl­ iminodiessigsäure während der Reaktion nur zu sehr geringen Anteilen (< 0,5%) gebildet wird und in dem isolierten N-Phosphonomethylglycin nicht enthalten ist.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung erfolgt also die Herstellung von N-Phosphonomethylglycin aus Aminomethylphosphonsäure in mehreren Schritten, wobei allerdings auf die Isolierung von Zwischenstoffen verzichtet und der gesamte Prozeß als Eintopf-Reaktion durchgefährt werden kann.
Im ersten Schritt a) wird Aminomethylphosphonsäure oder eines ihrer Salze in Wasser - ggf. unter Zusatz von Alkalilaugen - mit einem Alkalicarbonat und/oder -hydrogencarbonat bzw. mit Kohlendioxid und einer Alkalilauge umgesetzt, wobei unter Carboxylierung der Amino-Gruppe Salze der N-Phosphonomethylcarbamidsäure der Formel (I) entstehen:
Da die Umsetzung in Wasser erfolgt, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, ein wasserlösliches Alkalicarbonat oder/und -hydrogencarbonat einzusetzen, wobei insbesondere Natrium- und Kalium-Salze - z. T. auch in Form ihrer Hydrate - verwendet werden können. Aus gleichen Gründen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, als Alkalilaugen Natron- oder Kalilauge einzusetzen. Anstelle des direkten Einsatzes von Alkalicarbonaten oder/und -hydrogencarbonaten kann auch so vorgegangen werden, daß man Aminomethylphosphonsäure in Wasser mit Kohlendioxid und einer Alkalilauge umsetzt.
Es ist als erfindungswesentlich anzusehen, daß man den Reaktionsschritt a) in Wasser durchfährt, wobei der pH-Wert in weiten Grenzen variiert werden und Werte zwischen 7 und 14, vorzugsweise zwischen 9 und 11, aufweisen kann. Bei Einsatz von Alkalicarbonaten oder/und -hydrogencarbonaten kann eine Einstellung gewünschter höherer pH-Werte durch Zugabe von Alkalilauge realisiert werden.
Das Molverhältnis von Aminomethylphosphonsäure bzw. eines ihrer Salze zu Alkalicarbonat bzw. -hydrogencarbonat kann ebenfalls in weiten Grenzen variiert werden. Als besonders vorteilhaft hat es sich aber erwiesen, ein Molverhältnis von 0,9 bis 1,2 zu wählen und zur Einstellung des gewünschten pH-Werts vor oder während der Reaktion entsprechende Mengen einer Alkalilauge zuzusetzen.
Bei dem Reaktionsschritt a) ist die Reaktionstemperatur relativ unkritisch und liegt vorzugsweise zwischen 0 und 80°C. Zu hohe Temperaturen sollten jedoch vermieden werden, so ansonsten eine Decarboxylierung der Carbamidsäure bzw. ihrer Salze erfolgen kann. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird deshalb eine Reaktionstemperatur von 10 bis 30°C gewählt.
Auch die Konzentration des Reaktionsgemisches in der Reaktionsstufe a) ist weitgehend unproblematisch. Vorzugsweise wird in einem Konzentrationsbereich von 10 bis 30 Gew.-% bezogen auf die eingesetzte Aminomethylphosphonsäure bzw. das entsprechende Salz gearbeitet.
Im Reaktionsschritt b) wird das nach a) gebildete Salz der N-Phosphonomethylcarbamidsäure ohne Isolierung mit Formaldehyd unter Bildung eines Salzes der N-Hydroxymethyl-N-phosphonomethylcarbamid­ säure der Formel (II)
umgesetzt, wobei ggf. durch gleichzeitige Zugabe einer Lauge - vorzugsweise werden Natronlauge und Kalilauge verwendet - der pH-Wert auf Werte von 7 bis 14, vorzugsweise 9 bis 11, eingestellt wird.
Formaldehyd kann dabei als wäßrige Lösung (Formalin) oder in Form von Paraformaldehyd eingesetzt werden. Das Molverhältnis von Formaldehyd zu der in a) eingesetzten Aminomethylphosphonsäure wird dabei vorzugsweise zwischen 0,9 und 1,2 gewählt.
Bei dem Reaktionsschritt b) ist die Reaktionstemperatur relativ unkritisch und liegt vorzugsweise zwischen 0 und 80°C. Zu hohe Temperaturen sollten jedoch vermieden werden, da ansonsten eine Decarboxylierung von N-Hydroxymethyl-N-phosphonomethylcarbamidsäure bzw. ihrer Salze erfolgen kann. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird deshalb eine Reaktionstemperatur von 10 bis 30°C eingestellt.
Nachfolgend wird im Reaktionsschritt c) das nach b) gebildete Salz der N-Hydroxymethyl-N-phosphonomethylcarbamidsäure ohne vorherige Isolierung in wäßriger alkalischer Lösung mit Cyanwasserstoff oder einem Cyanid zu einem Salz des N-Carboxy-N-phosphonomethylglyconitrils der Formel (III) umgesetzt.
Bei Verwendung von Cyaniden empfiehlt sich insbesondere der Einsatz von wasserlöslichen Alkalicyaniden, z. B. Natrium- oder Kaliumcyanid. Das Molverhältnis von Cyanwasserstoff bzw. Cyanid zu der in a) eingesetzten Aminomethylphosphonsäure wird dabei vorzugsweise in einem Molverhältnis von 0,9 bis 1,5 gewählt.
Bei der Durchführung des Reaktionsschrittes c) werden Reaktionstemperatur und pH-Wert vorzugsweise so gewählt, daß sie den Bedingungen für den Reaktionsschritt b) entsprechen und eine ggf. aufwendige Änderung der Reaktionsführung nicht notwendig ist. Wenn erforderlich oder gewünscht, kann der pH-Wert durch gleichzeitige Dosierung einer Lauge - vorzugsweise Natronlauge oder Kalilauge - konstant gehalten werden.
Abschließend wird im Reaktionsschritt d) des erfindungsgemäßen Verfahrens das nach c) gebildete Salz des N-Carboxy-N-phosphono­ methylglyconitrils mit Säuren behandelt. Dabei bildet sich unter Decarboxylierung und Hydrolyse der Nitril-Gruppe das gewünschte N-Phosphonomethylglycin (IV).
Als Säuren werden dabei vorzugsweise gängige anorganische oder organische Säuren verwendet, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure und Phosphorsäure bzw. Ameisensäure und Essigsäure. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird konzentrierte wäßrige Salzsäure eingesetzt, wobei das Molverhältnis zu der in a) eingesetzten Aminomethylphosphonsäure ca. 4 bis 8 beträgt.
Die Reaktionsstufe d) wird vorzugsweise bei einer Temperatur von 80 bis 120°C durchgeführt, um eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit zu gewährleisten.
Aus dem nach d) erhaltenen Reaktionsgemisch kann N-Phosphonomethylglycin nach bekannten Methoden isoliert werden, wobei sich folgende zwei Wege als besonders vorteilhaft erwiesen haben: Zunächst wird das Reaktionsgemisch von der wäßrigen Salzsäure nach bekannten Methoden befreit und der Rückstand in heißem Wasser aufgenommen sowie der pH-Wert mit Basen, insbesondere Natronlauge, auf 1,5 bis 3,0 eingestellt. Beim Abkühlen fällt das gewünschte Reaktionsprodukt in Form von feinkristallinem Pulver aus, das ggf. mit Wasser nachgewaschen und im Vakuum getrocknet werden kann.
Alternativ zu dieser Aufarbeitungsmethode kann man nach Entfernen von überschüssigen Salzen das in heißem Wasser gelöste N-Phosphonomethylglycin mit Methanol versetzen, wobei beim Abkühlen dann das Produkt als feinkristallines Pulver anfällt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin, das sich aus mehreren Reaktionsschritten zusammensetzt, aber - wie oben beschrieben - in einfacher Weise als Eintopf-Reaktion durchgeführt werden kann und mit relativ geringem Aufwand zur Hersteilung im technischen Maßstab geeignet ist, erhält man diese Verbindung in Ausbeuten bis zu ca. 88% d. Th. (bezogen auf Aminomethylphosphonsäure) und in einer Reinheit von ca. 97 bis 98%.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1
In 35 g Wasser werden 11,1 g (0, 1 Mol) Aminomethylphosphonsäure suspendiert und mit 25%iger Natronlauge bis zum pH = 2,6 versetzt. Bei 20°C gibt man 28,9 g (0,1 Mol) Natriumcarbonat-Dekahydrat zu, wobei nach beendeter Zugabe der pH-Wert der Lösung mit 25%iger Natronlauge auf 10 eingestellt wird. Innerhalb von 38 Min. versetzt man die Reaktionslösung bei ca. 20°C gleichzeitig mit 11,0 g einer 30%igen Formalin-Lösung und 25%iger Natronlauge (pH = 10). Nach beendeter Zugabe sind insgesamt 20 g (0,12 Mol) 25%ige Natronlauge verbraucht. Zu der 20°C warmen Lösung tropft man über einen Zeitraum von 11 Min. 2,97 g (0,11 Mol) Blausäure zu und läßt 2 h bei Raumtemperatur stehen, wobei der pH-Wert während und nach der Zugabe der Blausäure bei 10 bleibt.
Zur Hydrolyse versetzt man die Reaktionsmischung vorsichtig mit 79 g (0,8 Mol) einer 37%igen wäßrigen Salzsäure. Nach beendeter Gasentwicklung erhitzt man 6 h zum Rückfluß. Anschließend dampft man das Reaktionsgemisch bis zur Trockne ein. Der verbleibende Rückstand wird mit 68 g 37%iger Salzsäure digeriert, filtriert und das Filtrat eingedampft. Den Rückstand aus dem eingedampften Filtrat nimmt man in ca. 60 ml siedendem Wasser auf, gibt die klare Lösung zu 60 ml Methanol und kühlt auf ca. 5°C, wobei ein feinkristallines Pulver anfällt. Dieses wird abfiltriert und mit ca. 58 g Wasser chloridfrei gewaschen und dann im Vakuum bei ca. 50°C getrocknet.
Man erhält 12,8 g (77,5% d. Th. bezogen auf Aminomethylphosphonsäure) N-Phosphonmethylglycin mit einem titrimetrisch bestimmten Gehalt von 97,7%. In den vereinigten wäßrigen Filtraten sind nach der ionenchromatographischen Analyse noch 10,5% N-Phosphonomethylglycin enthalten, die auf übliche Weise isoliert werden können.
Beispiel 2
In 35 g Wasser werden 11,1 g (0,1 Mol) Aminomethylphosphonsäure suspendiert und mit 25%iger Natronlauge bis zum pH = 2,6 versetzt. Bei 20°C gibt man 28,9 g (0, 1 Mol) Natriumcarbonat-Dekahydrat zu, wobei nach beendeter Zugabe der pH-Wert der Lösung mit 25%iger Natronlauge auf 10 eingestellt wird. Innerhalb von 40 Min. versetzt man die Reaktionslösung bei ca. 21°C gleichzeitig mit 3,3 g (0,11 Mol) Paraformaldehyd und 25%iger Natronlauge (pH = 10). Nach beendeter Zugabe sind insgesamt 18,2 g (0,11 Mol) 25%ige Natronlauge verbraucht. Zu der 21°C warmen Lösung tropft man über einen Zeitraum von 11 Min. 2,97 g (0,11 Mol) Blausäure zu und läßt 1 h bei Raumtemperatur stehen, wobei der pH-Wert während und nach der Zugabe der Blausäure bei 10 bleibt.
Zur Hydrolyse versetzt man die Reaktionsmischung vorsichtig mit 79 g (0,8 Mol) einer 37%igen wäßrigen Salzsäure. Nach beendeter Gasentwicklung erhitzt man 6 h zum Rückfluß. Anschließend dampft man das Reaktionsgemisch bis zur Trockne ein. Der verbleibende Rückstand wird mit 68 g 37%iger Salzsäure digeriert, filtriert und das Filtrat eingedampft. Den Rückstand aus dem eingedampften Filtrat nimmt man in ca. 65 ml siedendem Wasser auf, gibt die klare Lösung zu 65 ml Methanol und kühlt auf ca. 5°C, wobei ein feinkristallines Pulver anfällt. Dieses wird abfiltriert, mit ca. 72 g Wasser chloridfrei gewaschen und dann im Vakuum bei ca. 50°C getrocknet.
Man erhält 12,7 g (76,7% d. Th. bezogen auf Aminomethylphosphonsäure) N-Phosphonmethylglycin mit einem titrimetrisch bestimmten Gehalt von 97,3%. In den vereinigten wäßrigen Filtraten sind nach der ionenchromatographischen Analyse noch 8,7% N-Phosphonomethylglycin enthalten, die auf übliche Weise isoliert werden können.
Beispiel 3
In 35 g Wasser werden 11,1 g (0,1 Mol) Aminomethylphosphonsäure suspendiert. Bei 20°C gibt man 28,9 g (0,1 Mol) Natriumcarbonat-Dekahydrat zu, wobei nach beendeter Zugabe der pH-Wert der Lösung mit 25%iger Natronlauge auf 10 eingestellt wird. Innerhalb von 35 Min. versetzt man die Reaktionslösung bei ca. 22°C gleichzeitig mit 3,3 g (0,11 Mol) Paraformaldehyd und 25%iger Natronlauge. Nach beendeter Zugabe sind insgesamt 15,9 g (0,1 Mol) 25%ige Natronlauge verbraucht. Zu der 22°C warmen Lösung tropft man über einen Zeitraum von 10 Min. 2,97 g (0,11 Mol) Blausäure zu und läßt 2 h bei Raumtemperatur stehen, wobei der pH-Wert während und nach der Zugabe der Blausäure bei 10 bleibt.
Zur Hydrolyse versetzt man die Reaktionsmischung vorsichtig mit 79 g (0,8 Mol) einer 37%igen wäßrigen Salzsäure. Nach beendeter Gasentwicklung erhitzt man 6 h zum Rückfluß. Anschließend engt man das Reaktionsgemisch bis zur Trockne ein. Der verbleibende Rückstand wird in ca. 70 g siedendem Wasser aufgenommen und der pH-Wert mit 50%iger Natronlauge auf pH = 2 eingestellt. Beim Abkühlen fällt ein feinkristallines Pulver aus, das abfiltriert und mit ca. 75 g Wasser chloridfrei gewaschen und dann im Vakuum bei ca. 50°C getrocknet wird.
Man erhält 10,7 g (63,9% d. Th. bezogen auf Aminomethylphosphonsäure) N-Phosphonmethylglycin mit einem titrimetrisch bestimmten Gehalt von 95,8%. In den vereinigten wäßrigen Filtraten sind nach der ionenchromatographischen Analyse noch 24% N-Phosphonomethylglycin enthalten. Die Lösung enthält keine N-Phosphonomethyliminodiessigsäure.

Claims (17)

1. Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonomethylglycin, dadurch gekennzeichnet, daß man
  • a) Aminomethylphosphonsäure oder eines ihrer Salze in Wasser ggf. unter Zusatz von Alkalilaugen mit einem Alkalicarbonat und/oder -hydrogencarbonat bzw. mit Kohlendioxid und einer Alkalilauge umsetzt,
  • b) das dabei gebildete Alkalisalz der N-Phosphonomethylcarbamidsäure nachfolgend mit Formaldehyd hydroxymethyliert,
  • c) die so erhaltenen Salze der N-Hydroxymethyl-N- phosphonomethylcarbamidsäure ggf. unter Zusatz einer Alkalilauge mit Cyanwasserstoff und/oder einem Cyanid umsetzt und
  • d) abschließend die dabei gebildeten Salze des N-Carboxy-N-phosphonomethylglyconitrils unter Zusatz von Säuren durch Hydrolyse und Decarboxylierung in N-Phosphonomethylglycin überfährt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalilauge Natron- oder Kalilauge verwendet.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalicarbonat bzw. -hydrogencarbonat die wasserlöslichen Natrium- oder Kaliumverbindungen einsetzt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe a) in wäßriger Lösung bei einem pH-Wert von 7 bis 14, insbesondere 9 bis 11, durchführt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man pro Mol Aminomethylphosphonsäure-(Salz) 0,9 bis 1,2 Mol Alkalicarbonat bzw. -hydrogencarbonat oder CO₂ verwendet.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe a) bei einer Temperatur von 0 bis 80°C, insbesondere 10 bis 30°C, durchführt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Konzentration der wäßrigen alkalischen Lösung in Stufe a) auf 10 bis 30 Gew.-% bezogen auf die Aminomethylphosphonsäure bzw. das entsprechende Salz einstellt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe b) 0,9 bis 1,2 Mol Formaldehyd pro Mol der in Stufe a) eingesetzten Aminomethylphosphonsäure verwendet.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe b) im gleichen pH- und Temperaturbereich durchführt wie Stufe a).
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe c) Blausäure und/oder Cyanid in einer Menge von 0,9 bis 1,5 Mol pro Mol Aminomethylphosphonsäure-(Salz) verwendet.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man Stufe c) im gleichen pH- und Temperaturbereich durchführt wie Stufen).
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Säure durchführt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man als anorganische Säure konzentrierte Salzsäure einsetzt.
14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Hydrolyse die anorganische oder organische Säure in einer Menge von 4 bis 8 Mol pro Mol eingesetzter Aminomethylphosphon­ säure bzw. des entsprechenden Salzes verwendet.
15. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufe c) bei einer Temperatur von 80 bis 120°C durchführt.
16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stufen a), b), c) und d) in Form einer Eintopfreaktion durchführt.
17. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß man das gebildete N-Phosphonomethylglycin nach bekannten Methoden aufarbeitet, isoliert und ggf. trocknet.
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