DE19628556A1 - Vorrichtung zur Entnahme und Zuführung von Formteilen - Google Patents
Vorrichtung zur Entnahme und Zuführung von FormteilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme und
Zuführung von Formteilen, insbesondere Blechformteilen,
aus bzw. in Bearbeitungsmaschinen, insbesondere Pressen,
und/oder zur Übergabe dieser Teile von einer Bearbei
tungsmaschine in eine Folgebearbeitungsmaschine.
Derartige Vorrichtungen - auch "Feeder" - genannt, sind
in vielfältiger Ausführung bekannt und finden insbeson
dere bei der Blechverformung an mechanischen oder hy
draulischen Pressen Verwendung. Ihr Einsatz hat sich vor
allem in Pressenstraßen bewährt, die aus mehreren hin
tereinander aufgestellten Pressen bestehen, in denen in
Folge die verschiedenen Verformungsschritte bis zum End
produkt, beispielsweise Blechteile für die Automobilin
dustrie, durchgeführt werden. Dazu ist es erforderlich,
daß die Werkstücke nach der Beendigung eines Verfor
mungsschritts der jeweiligen Presse entnommen und in die
Folgepresse eingelegt werden. Um diese aufwendigen
Übergabearbeiten zu mechanisieren bzw. zu automatisie
ren, sind die genannten Feeder entwickelt worden, mit
denen gegenüber manuellem Betrieb die Ausbringung erheb
lich erhöht werden konnte. Dabei gibt es grundsätzlich
zwei Bauarten.
Bei der einen Bauart ist in Richtung des Werkstückflus
ses oberhalb des Pressendurchgangs beidseitig an jeder
Presse ein Feeder befestigt. Die Werkstückaufnahme, die
aus einer geeigneten Tragkonstruktion mit beispielsweise
Saugnäpfen oder Greifern besteht, ist an einem
Schwenkarmparallelogramm befestigt, das wiederum an ei
nem vertikal auf einer fest mit der Presse verbundenen
Führungsschiene bewegbaren Schlitten angelenkt ist.
Durch gesteuerte Überlagerung der Vertikalbewegung und
der Schwenkarmbewegung ist es möglich, mit der Werk
stückaufnahme zwischen die Verformungswerkzeuge der
Presse zu gelangen und dieser ein zu verformendes Werk
stück zuzuführen oder ein verformtes zu entnehmen.
Diese Bauart benötigt zwischen den einzelnen Pressen und
auch vor der ersten und hinter der letzten Presse eine
Zwischenablage, auf der das Werkstück - im Falle der
Übergabe von einer Presse zur anderen mit einem aus
gangsseitig an der vorgeordneten Presse befestigten Fee
der - abgelegt und dann vom nächsten Feeder, der ein
gangsseitig an der Folgepresse angeordnet ist, aufge
nommen und in diese eingelegt wird. Abgesehen davon, daß
die Notwendigkeit jeweils zweier Feeder pro Presse zu
einem erheblichen baulichen Aufwand führt und zudem
durch die Zwischenablage relativ viel Zeit für die Über
gabe des Werkstücks von einer Presse zur nächsten benö
tigt wird, muß zwischen den Pressen genügend Raum zur
Verfügung gestellt werden, um die Zwischenablage zuzu
lassen und der Ausladung der Feeder durch den Schwenkra
dius des Hebelparallelogramms Rechnung zu tragen, das
für eine orientierte, durch die Schwenkbewegung unbe
einflußte Werkstückausrichtung erforderlich ist.
Um den durch die Zweifachanordnung von Feedern an jeder
Presse bedingten maschinellen Aufwand, der auch doppelte
Wartungsarbeiten bedingt, zu vermindern und die Über
gabezeiten zu verkürzen, ist bei der zweiten Feeder-
Bauart als Grundkonzeption eine Überlagerung horizon
taler und vertikaler Bewegungen vorgesehen. Dabei über
spannt eine Traverse den Zwischenraum zwischen zwei
Pressen, an deren einander zugekehrten Stirnseiten sie
endseitig oberhalb der Pressenwerkzeuge befestigt sein
kann. Die sich zwischen zwei benachbarten Pressen er
streckende Traverse kann jedoch auch auf separaten Stüt
zen gelagert sein.
Auf der Traverse ist horizontal ein Wagen verfahrbar,
der eine Führungsschiene od. dgl. besitzt, auf der ein
Tragarm für die Werkstückaufnahme vertikal verfahrbar
ist. Dieser im wesentlichen horizontal ausgerichtete, an
seinem freien Ende die Werkstückaufnahme tragende Arm
muß eine Länge besitzen, die die Werkstückaufnahme bis
in den Bereich zwischen den Pressenwerkzeugen gelangen
läßt. Bei einer bekannten Version dieser Bauart ist zur
Vermeidung der ansonsten erforderlichen horizontalen
Drehbewegung des Tragarms, die wegen der durch die hori
zontale Schwenkbewegung gegebenen seitlichen Ausladung
auch seitlich der Pressenreihe relativ viel Raum benö
tigt, eine Doppelarmkonzeption vorgeschlagen worden, bei
der der Tragarm in Richtung des Werkstückflusses sich
beidseitig vom Fahrwagen aus erstreckt und an jedem Ende
eine Werkzeugaufnahme trägt. Dadurch erübrigt sich eine
horizontale Drehbewegung und es kann lediglich durch ho
rizontales Hin- und Herfahren jeweils eine Werkzeugauf
nahme in jeweils eine der zugeordneten Pressen gelangen.
Wenngleich diese bekannten Feeder-Konzepte bereits Vor
teile gegenüber z. B. Robotern oder gewöhnlichen Trans
fereinrichtungen besitzen, wie beispielsweise die in
Pressen-Betrieben erforderliche Robustheit und durch die
steifen Führungen eine wesentlich höhere Langlebigkeit,
sowie den jeweiligen Erfordernissen anpaßbare variable
Einbauformen, wie hängend, stehend, seitlich verschieb
bar, benötigen die bekannten Ausführungen immer noch
relativ viel Platz zwischen den einzelnen Pressen und
bei manchen Versionen auch seitlich der Pressenreihe.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Feeder
der eingangs genannten Art zu schaffen, der bei gerin
gerem Platzbedarf optimale und damit insbesondere auch
zeitsparende Bewegungsabläufe garantiert und eine va
riable Ausrichtung des Werkstücks ermöglicht. Zur Lösung
werden erfindungsgemäß die im Hauptanspruch angegebenen
Merkmale vorgeschlagen.
Mit der Erfindung werden in vielfacher Hinsicht überra
schende Vorteile erzielt. Durch die Kombination von zwei
translatorischen und einer rotatorischen Bewegungsachse
können die horizontalen, die vertikalen und die Schwenk
bewegungen derart überlagert werden, daß die Entnahme
des Werkstücks aus einer Presse und dessen Übergabe an
die Folgepresse auf kürzestem Weg in kürzester Zeit er
folgen kann. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung die
Reduzierung des Abstandes zwischen zwei benachbarten
Pressen bis auf Schwenkarmlänge bzw. Schwenkradius. Wei
terhin wirkt sich die erfindungsgemäß für die Schwenkbe
wegungen vorgeschlagene vertikale Bewegungskomponente
energiegünstig aus, da insbesondere bei der bevorzugten
Ausführung, bei der die Schwenkachse horizontal ver
läuft, quasi ein "Durchpendeln" erfolgt, wenn das Werk
stück der vorgeordneten Presse entnommen worden ist und
an die nachfolgende übergeben wird. Die Erdanziehung
wirkt dann zunächst beschleunigend und in der zweiten
Hälfte des "Durchpendelns" abbremsend auf das Werkstück.
In bevorzugter Ausführungsweise läßt sich die Erfindung
durch eine horizontal ausgerichtete, im Einbauzustand
endseitig an zwei benachbarten Pressen ortsfest, vor
zugsweise oberhalb des Pressendurchgangs befestigte Tra
verse realisieren, die einen auf ihr horizontal ver
fahrbaren Wagen mit einer vertikal verfahrbaren Hubsäule
trägt, an deren freiem Ende über eine in ihrer Längs
richtung von der Vertikalen abweichend ausgerichtete
Schwenkachse ein Schwenkarm befestigt ist, der an seinem
freien Ende die Werkstückaufnahme trägt. Die Werkstück
aufnahme kann als Greifer, in Form einer Zange, einem
Magneten oder einer Saugerspinne bzw. einem Einzelsauger
sein.
Der Anwendungsbereich für den erfindungsgemäßen Feeder
kann noch dadurch erweitert werden, daß zusätzlich zum
Schwenkgelenk eine weitere sphärisch, beispielsweise als
Kardan- oder Kugelgelenk ausgebildete Achse installiert
ist, so daß auch im Drei- oder Mehreck aufgestellte
Maschinen bedient werden können und zudem ge
wünschtenfalls bei in Reihe aufgestellten Maschinen ein
seitliches Ausfahren und damit eine Zwischenentnahme
möglich sind.
Wenn nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der
Schwenkarm teleskopierbar ist, lassen sich die Überga
bewege und damit die Abstände zwischen zwei benachbarten
Pressen noch weiter verkürzen, andererseits aber auch
die Reichweite des Feeders relativ verlängern.
Um das Werkstück in einfacher Weise lagegerecht überge
ben zu können, ist die Werkstückaufnahme vorzugsweise
schwenkbar mit dem Schwenkarm verbunden. Dies kann auf
vielfältige Art geschehen. So könnte beispielsweise der
Greifer direkt am freien Ende des Schwenkarms pendelnd
aufgehängt sein. Damit wäre zwar aufgrund der Schwer
kraft für den gesamten Übergabeweg eine konstante Aus
richtung möglich, jedoch keine gezielte Ausrichtung,
insbesondere möglicherweise erwünschte Schräglage, ganz
abgesehen davon, daß unter gewissen Bedingungen der Be
wegungsabläufe auch ein "Aufschaukeln" eintreten könnte.
Bevorzugt schlägt die Erfindung ein die Werkstückauf
nahme tragendes Schwenkgelenk vor, das schwenkbar am
freien Ende des Schwenkarms befestigt ist. Dieses
Schwenkgelenk eröffnet verschiedene Möglichkeiten für
die Manipulation des Werkstücks bzw. seiner Aufnahme.
So kann zunächst durch eine Zwangssteuerung, beispiels
weise durch einen Ketten- oder Bandtrieb, der zwischen
den beiden Schwenkachsen bzw. darauf festgemachten Zahn
rädern diese umschlingend verläuft, dafür gesorgt wer
den, daß bei der Bewegung des ersten Schwenkarms aus ei
ner Endposition (z. B. Entnahmeposition) in seine andere
Endposition (z. B. Ablageposition) der zweite Schwenkarm
immer vertikal und damit das Werkstück konstant in sei
ner Ausgangslage verbleibt.
Die Manipulation der Teilelage kann dabei rotatorisch um
die Drehachse z₁ erfolgen. Durch Integration eines wei
teren Gelenkes im Schwenkgelenk können zusätzlich Rota
tionen um die Achsen z₂ und z₃ erfolgen.
Andererseits ist es jedoch auch möglich, der vorstehend
beschriebenen Relativbewegung zwischen den zwei
Schwenkarmen, die für eine konstante Vertikalausrichtung
des zweiten Schwenkarms sorgt, eine Bewegungskomponente
zu überlagern, die zu einer gezielten Kippbewegung im
zweiten Schwenkarm führt, so daß die Werkstückaufnahme
und damit das Werkstück selbst beliebig orientiert
eingestellt werden können. Dazu kann beispielsweise ein
Zahnriemen von einem Servomotor über ein auf der ersten
Schwenkachse gelagertes Zahnrad angetrieben werden, wo
bei der Zahnriemen andernends mit einem direkt oder in
direkt drehfest mit dem zweiten Schwenkarm verbundenes
Riemenrad oder Zahnrad kämmt.
Anhand der beigefügten Zeichnungen wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Feeder zwischen zwei
Pressen einer Pressenstraße, in schematischer
Seitenansicht, und zwar in Entnahme- und Zwi
schenposition;
Fig. 2 den Feeder gemäß Fig. 1 in detaillierterer,
schematischer Darstellung;
Fig. 3 den Feeder gemäß Fig. 1 in Draufsicht; und
Fig. 4 eine vereinfachte Stirnansicht auf eine Presse
in Produktionsrichtung.
Wenngleich der erfindungsgemäße Feeder nachfolgend am
Beispiel seines Einbaus zwischen zwei Folgepressen einer
Pressenreihe beschrieben wird, beschränkt sich seine
Anwendung keinesfalls darauf, sondern ist sein Einsatz
überall dort möglich, wo Werkstücke in Behandlungssta
tionen gegeben oder von einer solchen zu einer anderen
oder aus solchen entnommen werden sollen, wobei die Art
der Bearbeitung allenfalls von untergeordneter Bedeutung
ist. Im vorliegenden Beispiel bestehen die Werkstücke
aus Blechteilen, die in Pressen verformt werden sollen
und beispielsweise in der Automobilindustrie Verwendung
finden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der insgesamt mit F be
zeichnete Feeder zwischen zwei Pressen 1 und 2 mit je
weils Ober- und Unterwerkzeugen 1a, 2a bzw. 1b, 2b an
geordnet. Die Produktionsrichtung zeigt der Pfeil A an.
Der Feeder F besteht im wesentlichen aus einer Traverse
3, die mit ihren Enden an den einander zugekehrten
Stirnflächen der Pressen 1 und 2 oder auf einem separa
ten Aufnahmebock befestigt ist und einen auf ihr hori
zontal verfahrbaren Wagen 4 trägt.
An dieser Stelle sei nochmals betont, daß jeder Feeder
nur einen Fahrwagen 4 benötigt und in der Darstellung
gemäß Fig. 1 lediglich zur Verdeutlichung und Vereinfa
chung der Beschreibung der Feeder in zwei zuvor erwähn
ten Positionen dargestellt ist.
Der Fahrwagen 4 besitzt eine vertikal verstellbare Hub
säule 5, an deren unterem Ende ein Schwenkarm 6 gelagert
ist, an dessen freiem Ende die Halterung 7 für das
Werkstück 8 angelenkt ist.
Somit ermöglicht die Erfindung die Überlagerung dreier
Bewegungskomponenten, nämlich entsprechend dem Doppel
pfeil x horizontal, entsprechend dem Doppelpfeil y ver
tikal und schließlich entsprechend dem Bogenpfeil z in
im wesentlichen in einer Vertikalebene verlaufender
Schwenkrichtung. Darüber hinaus kann der Schwenkbewegung
z, wie nachfolgend anhand des Ausführungsbeispiels in
Fig. 2 noch erläutert werden wird, eine weitere
Schwenkbewegung z₁ überlagert werden.
Dazu ist ein zweites Schwenkgelenk 9 vorgesehen, das am
freien Ende des Schwenkarms 6 angelenkt ist. Zur Aus
richtung des Schwenkgelenks 9 besteht zwischen den bei
den Schwenkachsen 11 (Verbindungsachse zwischen der Hub
säule 5 und dem Schwenkarm 6) und 12 (Verbindungsachse
zwischen dem Schwenkarm 6 und dem Schwenkgelenk 9) eine
Wirkverbindung. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist
dies ein die beiden Achsen koppelnder Zahnriemen 13. Im
einfachsten Fall trägt die drehfest mit der Hubsäule 5
verbundene Achse 11 ein ebenfalls drehfestes Zahnrad 14,
das mit dem Zahnriemen 13 kämmt. Die drehfest mit dem
Schwenkgelenk 9 verbundene Schwenkachse 12 trüge in
diesem Fall ein nicht dargestelltes, ebenfalls
drehfestes Zahnrad desselben Durchmessers wie das Rie
menrad 14, so daß beim Verschwenken des Schwenkarms 6 um
(D1 der Zahnriemen 13 seine Umschlingungsposition relativ
zum Riemenrad 14 um ω2 ändert, was sich bei gleichem
Durchmesser des nicht dargestellten Zahnrades im Bereich
des Schwenkgelenks durch identische Winkelverstellung ω3
des Schwenkgelenks 9 gegenüber dem Schwenkarm 6 äußert,
d. h. das Schwenkgelenk 9 bleibt auf dem gesamten
Schwenkweg des Schwenkarms 6 mit der an ihm aufgehängten
Halterung 7 in vertikaler Position.
Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, das Rie
menrad 14 drehbar auf der Schwenkachse 11 anzuordnen, so
daß es relativ sowohl zur Hubsäule 5 als auch zum
Schwenkarm 6 verstellt werden kann mit der Möglichkeit,
es über einen nicht dargestellten Servomotor anzutrei
ben, so daß der Schwenkbewegung ω1 des Schwenkarms 6
eine Rotationsbewegung ω2 des Zahnrades oder Riemenrades
14 überlagert werden kann, die zu einer Rotationsbewe
gung ω3 führt, deren Größe vom Übersetzungsverhältnis
des Riemenrades 14 zur entsprechenden Verzahnung auf der
zweiten Schwenkachse 12 abhängig ist, und die dazu
führt, daß das Schwenkgelenk 9 nicht, wie beim zuvor be
schriebenen Beispiel, seine ausgerichtete, vorzugsweise
Vertikalposition während des gesamten Übergabevorganges
und während der Aufnahme bzw. Ablage des Werkstücks
beibehält, sondern gezielt in beliebige Winkelstellung
gebracht werden kann; dadurch kann der Werkstückhalte
rung 7 (im vorliegenden Fall eine Saugerspinne) eine
Kipp- und Schwenkbewegung erteilt werden, die eine
beliebige gewünschte Orientierung des Werkstückes
insbesondere im Bereich zwischen den jeweiligen
Werkzeugen 1a, b oder 2a, b der Pressen 1 bzw. 2 gestat
tet.
Mit der Erfindung werden somit für die Werkstückhalte
rung insgesamt drei Schwenk- bzw. Rotationsbewegungen
z₁, z₂ und z₃ erreicht, die einander und auch der Haupt
schwenkbewegung z überlagert werden können, wie die Fig.
1, 3 und 4 deutlich zeigen. Die Schwenkbewegung z₁ wurde
zuvor ausführlich anhand Fig. 1 erläutert. Fig. 3 zeigt
die Möglichkeit horizontaler Schwenkbewegungen der
Halterung 7 bzw. des Werkstücks 8, die in verschwenkter
Position gestrichelt dargestellt ist. Fig. 4 zeigt
schematisch durch die gestrichelte Schräglage von
Halterung 7 bzw. Werkstück 8 deren Verschwenkbarkeit
gegen die Horizontale quer zur Produktionsrichtung.
Die vorstehenden Ausführungen, insbesondere die Erläu
terungen zum dargestellten Ausführungsbeispiel zeigen,
daß mit der Erfindung eine Optimierung der Übergabevor
gänge zwischen zwei Bearbeitungsstationen, insbesondere
zwischen zwei Pressen nicht nur hinsichtlich der er for
derlichen Zeit sondern auch der räumlichen Verhältnisse
bei gleichzeitig äußerst flexibler Anpaßbarkeit an Aus
richtungsprobleme unter Vermeidung von Handlingfehlern
erreicht wird.
Claims (18)
1. Vorrichtung zur Entnahme und Zuführung von Formtei
len, insbesondere Blechformteilen, aus bzw. in Be
arbeitungsmaschinen, insbesondere Pressen, und/oder
zur Übergabe dieser Teile von einer Bearbeitungsma
schine in eine Folgebearbeitungsmaschine mit
- - einer Werkstückaufnahme (7),
- - einer im wesentlichen vertikalen Bewegungsachse (y),
- - einer im wesentlichen horizontalen Bewegungs achse (x) und
- - mindestens einer Achse (z) für Schwenkbewegun gen mit vertikaler Bewegungskomponente.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine horizontal ausgerichtete, im Einbauzustand end
seitig an zwei benachbarten Pressen (1, 2) ortsfest
befestigte Traverse (3), die einen auf ihr horizon
tal verfahrbaren Wagen (4) mit einer vertikal ver
fahrbaren Hubsäule (5) trägt, an deren freiem Ende
über eine in ihrer Längsrichtung von der Vertikalen
abweichend ausgerichtete Schwenkachse (11) ein
Schwenkarm (6) befestigt ist, der an seinem freien
Ende die Werkstückaufnahme (7) trägt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schwenkachse (11) horizontal
verläuft.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ge
kennzeichnet durch ein sphärisches Schwenkgelenk.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwenkgelenk ein Kardangelenk ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwenkgelenk ein Kugelgelenk ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ge
kennzeichnet durch einen teleskopierbaren Schwenkarm
(6).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Werkstückaufnahme (7)
schwenkbar mit dem Schwenkarm (6) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ge
kennzeichnet durch ein zweites, die Werkstückauf
nahme (7) tragendes Schwenkgelenk (9) am freien Ende
des Schwenkarms (6).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch
eine Schwenkverbindung zwischen dem Schwenkarm (6)
und dem Gelenk (9).
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet
durch eine Wirkverbindung zwischen dem Schwenkarm
und dem Gelenk.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch
eine direkte Kopplung der die Schwenkgelenke bil
denden Achsen (11, 12) durch einen Ketten- oder Rie
mentrieb.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch
einen Zahnriemen (13).
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, gekennzeichnet
durch ein drehfest mit der Hubsäule (5) verbundenes
Rad, insbesondere Riemenrad (14) auf der
Schwenkachse (11) für den Riementrieb (13).
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, ge
kennzeichnet durch einen auf die drehfest mit dem
Schwenkgelenk (9) verbundene Schwenkachse (12) ein
wirkenden Antrieb.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß der Antrieb über den Riementrieb, insbe
sondere über den Zahnriemen (13) auf die Schwenk
achse (12) einwirkt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet
durch einen ein drehbar auf der Schwenkachse (11)
der Hubsäule (5) und des Schwenkarms (6) gelagertes
Rad, insbesondere Riemenrad (14) antreibenden
Servomotor.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, ge
kennzeichnet durch der Hauptschwenkbewegung (2) und
einander überlagerte, um aufeinander senkrecht ste
henden Achsen erfolgende Schwenkbewegungen (z₁, z₂,
z₃) der Halterung (7).
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