DE19627017A1 - Verfahren zur selektiven Ablagerung eines Metallfilms - Google Patents
Verfahren zur selektiven Ablagerung eines MetallfilmsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
selektiven Ablagerung eines Metallfilms, und betrifft
insbesondere ein Verfahren, bei welchem ein guter
elektrischer Kontakt mit einer unter dem Metallfilm liegenden
Schicht erzielt wird, sowie eine hohe Selektivität des
Wachstums des Metallfilms.
Ein hoher Integrationsgrad von Halbleitervorrichtungen wurde
durch die Miniaturisierung von Bauelementen der Vorrichtungen
erzielt. Allerdings traten beim Herstellungsverfahren für
derartige Halbleitervorrichtungen verschiedene Probleme auf,
die nachstehend erläutert sind. Beispielsweise beim
Verdrahtungsvorgang wurde die Breite der Verdrahtung klein,
infolge einer Verkleinerung aufgrund geänderter Designregeln
entsprechend der Miniaturisiserung, und es erhöhte sich das
Streckungsverhältnis (Tiefe/Breite eines Kontaktloches) eines
Kontaktlochs zum Verbinden einer oberen Verdrahtungsschicht
mit einer unteren Verdrahtungsschicht. Wenn eine Schicht aus
einer Al-Si-Cu-Legierung in einem Kontaktloch unter
Verwendung des üblichen Sputterverfahrens erzeugt wurde,
wurde die Ausbildung einer verläßlichen Verdrahtung
schwierig, da am Boden des Kontaktloches die Verdrahtung
Risse aufweisen oder sogar brechen kann.
Als Verfahren zur Lösung des aufgrund des hohen
Streckungsverhältnisses eines derartigen Kontaktlochs
auftretenden Problems werden einige Verfahren vorgeschlagen,
bei welchen ein leitfähiges Verdrahtungsmaterial das
Kontaktloch einbettet und dann flach ausgebildet wird. Als
ein derartiges Verfahren ist die selektive chemische
Dampfablagerungstechnik (CVD: Chemical Vapor Deposition)
bekannt, bei welchem selektiv ein Metallfilm beispielsweise
aus Wolfram (W) nur in dem Kontakt ausgebildet wird. Diese
Technik ist deswegen bedeutsam, da selbst bei einem tiefen
Kontaktloch ein Metallfilm vom Boden des Kontaktlochs aus
wachsen kann.
Das selektive CVD-Verfahren wird nachstehend erläutert.
Ein Isolierfilm wird auf einem Halbleitersubstrat
ausgebildet, auf welchem eine Halbleitervorrichtung oder ein
Halbleiterelement ausgebildet werden soll, und wenn ein
Kontaktloch zur Herstellung einer elektrischen Verbindung
durch reaktives Ionenätzen (RIE) geöffnet wird, so bildet
sich eine durch RIE beschädigte Schicht am Boden des
Kontaktloches aus. Der Grund für die Ausbildung einer
derartigen, durch RIE beschädigten Schicht ist folgender.
Nachdem ein Photolack aufgebracht und ein gewünschtes Muster
auf dem Isolierfilm durch ein optisches Belichtungsverfahren
hergestellt wurde, wird das Kontaktloch unter Verwendung
eines RIE-Verfahrens dadurch geöffnet, daß die Abschnitte des
Isolierfilms geätzt werden, die nicht durch den Photolack
geschützt sind. Wenn der Isolierfilm beispielsweise
Siliziumoxid ist, dann wird eine Ätzung unter Verwendung
einer Gasmischung durchgeführt, die Fluoratome enthält,
beispielsweise CF₄.
Da bei diesem RIE-Verfahren bin Plasma verwendet wird,
gelangen elektrische oder ionische Teilchen auf das Substrat.
Rückstände des CH-Systems aus dem Photolack sowie F oder C,
die aus dem Gasplasma stammen, bleiben am Boden des
Kontaktloches zurück. Dann wird der an der Substratoberfläche
verbliebene Photolack nach Öffnung des Kontaktloches
entfernt. Das Entfernen des Photolacks wird gewöhnlich durch
eine elektrische Entladung unter Verwendung eines
Sauerstoffgases durchgeführt, um den Photolack durch Einsatz
eines Sauerstroffradikals (O*) zu veraschen. Auch der Boden
des Kontaktloches wird bei diesem Veraschungsvorgang
oxidiert. Eine durch RIE beschädigte Schicht wird infolge des
RIE-Vorgangs und des Veraschungsvorgangs erzeugt.
Wenn eine durch eine RIE beschädigte Schicht am Boden des
Kontaktlochs vorhanden ist, erfolgt kein Wachstum des durch
das selektive CVD-Verfahren erzeugten Metallfilms, da die
durch RIE beschädigte Schicht als Isolierfilm wirkt. Daher
muß die durch RIE beschädigte Schicht vor dem Wachstum des
Metallfilms entfernt werden.
Es gibt ein Verfahren zur Entfernung einer durch RIE
beschädigten Schicht durch eine naßchemische Bearbeitung mit
HF und dergleichen. Nach der naßchemischen Bearbeitung wird
jedoch das Substrat mit reinem Wasser gewaschen und in einer
N₂-Atmosphäre getrocknet, und wird normalerweise der
Atmosphäre ausgesetzt, wenn es zur Vorrichtung zur
Durchführung der selektiven CVD befördert wird. Durch diesen
Transport in der Atmosphäre wird erneut eine natürliche
Oxidschicht auf der Oberfläche des Substrats erzeugt, obwohl
eine reine Metalloberfläche oder eine reine
Halbleiteroberfläche durch die naßchemische Bearbeitung
freigelegt wurde. Wenn eine natürliche Oxidschicht vorhanden
ist, verschlechtern sich die elektrischen Eigenschaften, da
ein Metallfilm durch das natürliche Oxid aufwächst. Das
Verfahren mit naßchemischer Bearbeitung wurde daher in der
Praxis nicht eingesetzt.
Nach der Entfernung der durch RIE beschädigten Schicht und
Freilegung der reinen Oberflächen muß daher ein Metallfilm
auf der reinen Oberfläche hergestellt werden, ohne daß diese
der Atmosphäre ausgesetzt wird.
Ein Beispiel für ein derartiges Verfahren ist in der
japanischen Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 60-96931
(Dokument 1) beschrieben. Bei diesem Verfahren wird selektiv
W ausgebildet, nach Freilegen mit einem Gasplasma, um die
durch RIE beschädigte Schicht zu entfernen. Dieses Verfahren
ist besonders wirksam, wenn ein Sputtervorgang bei der durch
RIE beschädigten Schicht mit Argonionen, die von einer
elektrischen Entladung erzeugt werden, oder mit Argon-Gas
durchgeführt wird.
Allerdings erfolgt das Sputtern nicht nur am Boden des
Kontaktlochs, sondern auch auf der Oberfläche des
Siliziumoxids. Beim Sputtern tritt das Phänomen auf, daß
Atome mit niedrigem Gewicht zuerst gesputtert werden
(selektives Sputtern). Bei einer Siliziumoxidschicht erfolgt
zuerst das Sputtern von Sauerstoffatomen (O), und nach dem
Sputtern sind an der Oberfläche zusätzliche Siliziumatome
vorhanden, die nicht dem richtigen stöchiometrischen
Verhältnis entsprechen. Dieses überflüssige Si erzeugt eine
freie Bindung, und es kann keine selektive Ablagerung eines
Metallfilms erzielt werden.
Der Mechanismus für die selektive Ablagerung eines W-Films,
der einen derartiger Metallfilme darstellt, ist beschrieben
in Ito et al, "Japanese Journal of Applied Phisics, 30, Nr.
7, Seiten 1525 bis 1529 (1991)", (Dokument 2).
Wesentlich bei der selektiven Ablagerung ist, daß sich
Elektronen zum WF₆ bewegen, welches von der Oberfläche des
Substrats absorbiert wurde, und eine Absorption und
Dissoziation beginnen, und hierdurch eine
Kristallkeimbildungsschicht erzeugt wird. Die freie Bindung
des Si-Atoms weist ein ungepaartes Elektron auf, und wirkt
als Elektronendonator, und daher erfolgt ein Wachstum von W
auf der Oberfläche. Aus diesem Grund ist es schwierig, die
selektive Ablagerung eines W-Films durch das Verfahren der
japanischen Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 60-96931
durchzuführen.
Angesichts dieser Situation wird ein Verfahren zum Absättigen
der auf einem Isolierfilm erzeugten freien Bindung in der
japanischen Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 2-38568
(Dokument 3) vorgeschlagen. Bei diesem Verfahren wird nach
Durchführung einer Plasmaätzung der behandelten
Substratoberfläche durch Argongas und dergleichen zum
Reinigen ein Substrat einer gewünschten Gasatomsphäre
ausgesetzt, und wird die freie Bindung durch O, N, F oder OH
abgesättigt. Daher wird ein guter Metallfilm ausgebildet.
Weiterhin wird in der japanischen Patentveröffentlichung
(Kokai) Nr. 1-201938 ein Verfahren zur selektiven Ablagerung
eines Metallfilms nach Atzung eines Öffnungsteils eines
Kontaktloches vorgeschlagen, welches in einem Film aus
Aluminiumoxid oder eine SiO₂-Schicht unter Verwendung eines
Gasplasmas, welches Chlorid enthält, beispielsweise BCl₃,
ausgebildet wird.
Bei diesem Verfahren ist es möglich, den Kontaktwiderstand am
Kontaktloch zu verringern, da der Isolierfilm, der an der
Oberfläche des Kontaktlochs erzeugt wird, entfernt werden
kann, ohne die Oberfläche des Aluminiumoxidfilms oder SiO₂-
Schicht zu beschädigen, unter Verwendung eines chlorhaltigen
Gases.
Allerdings haben die vorliegenden Erfinder herausgefunden,
daß es schwierig ist, eine hohe Selektivität und einen guten
Metallfilm zu erzielen, selbst wenn die voranstehend
genannten Verfahren bei der selektiven CVD eingesetzt werden.
Bei der vorliegenden Erfindung wird zur Lösung der
voranstehend geschilderten Probleme ein guter elektrischer
Kontakt zwischen einem Metallfilm, der durch selektive CVD
erzeugt wird, und dem darunterliegenden Abschnitt erzielt,
beispielsweise einem Si-Substrat, am Boden des Kontaktloches,
welches in dem Isolierfilm ausgebildet wird, und wird darüber
hinaus eine hohe Selektivität des Metallfilms in Bezug auf
den Isolierfilm zur Verfügung gestellt.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur selektiven
Ablagerung eines Metallfilms in einer Öffnung einer
Isolierschicht auf einem Halbleitersubstrat zur Verfügung,
wobei die Öffnung eine Oberfläche zumindest entweder einer
Metallschicht, oder einer Halbleiterschicht, oder des
Halbleitersubstrats freilegt, wobei das Verfahren folgende
Schritte umfaßt: eine Oberfläche der Isolierschicht und der
durch die Öffnung freigelegten Oberfläche wird einem
Gasplasma ausgesetzt, welches aus zumindest entweder einem
Inertgas oder Sauerstoff besteht; die Isolierschicht wird
einem Gas ausgesetzt, welches Halogentatome mit Ausnahme von
Fluoratomen aufweist; und in der Öffnung der Isolierschicht
wird selektiv ein Metallfilm abgelagert.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus
welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht und ein Diagramm zur Erläuterung
des Grundprinzips der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Aufsicht zur Erläuterung des Grundprinzips
der Erfindung;
Fig. 3 ein Diagramm mit einer Darstellung der Beziehung
zwischen der Anlaßtemperatur und der Menge an
übrigbleibendem Chlor;
Fig. 4 eine Aufsicht zur Erläuterung des Grundprinzips
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 eine Aufsicht auf eine Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 6 eine Schnittansicht mit einer Darstellung des
Vorgangs zur selektiven Herstellung eines W-Films
bei einem ersten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 ein Diagramm der Abhängigkeit des
Kontaktwiderstands von der Kontaktgröße, zur
Verdeutlichung der Auswirkungen der ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 8 ein Diagramm der Verdrahtungskurzschlußausbeute
bei einer ersten Aluminiumschicht, um die Effekte
der ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zu verdeutlichen;
Fig. 9 eine Schnittansicht des selektiven
Herstellungsvorgangs für einen W-Film gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 10 ein Diagramm der Abhängigkeit des
Kontaktwiderstands von der Kontaktgröße zur
Verdeutlichung der Auswirkungen der zweiten
Ausführungsform;
Fig. 11 ein Diagramm mit einer Darstellung der
Kurzschlußausbeute bei einer ersten
Aluminiumschicht, zur Verdeutlichung der
Auswirkungen bei der zweiten Ausführungsform der
Erfindung;
Fig. 12 eine Teilansicht einer Vorrichtung, die bei einer
dritten Ausführungsform der Erfindung eingesetzt
wird;
Fig. 13 eine Schnittansicht des selektiven
Herstellsungsvorgangs für einen W-Film gemäß der
dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung; und
Fig. 14 eine Schnittansicht des selektiven
Herstellungsvorgangs für einen W-Film gemäß einer
vierten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Bevor die bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens beschrieben werden, erfolgt nachstehend eine
eingehende Untersuchung der der Erfindung zugrundeliegenden
Mechanismen.
Wie voranstehend erwähnt wird, nachdem ein Kontaktloch in
einem Isolierfilm mittels RIE unter Verwendung eines
Photolackmusters als Maske und nachfolgender Veraschung des
belichteten Photolackmusters mit einem Sauerstoffplasma und
dergleichen hergestellt wurde, eine durch RIE beschädigte
Schicht oder eine Oxidschicht eines darunterliegenden
Abschnitts am Boden des Kontaktloches erzeugt.
Wenn in diesem Zustand ein Substrat einer Plasmaatmosphäre
aus einem Inertgas oder Wasserstoffgas ausgesetzt wird,
werden die durch RIE beschädigte Schicht am Boden des
Kontaktloches und die Oxidschicht des darunterliegenden
Abschnitts durch den Sputtereffekt oder eine chemische
Reaktion von Ionen oder Radikalen entfernt, die durch das
Plasma erzeugt werden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die
Oberfläche des Isolierfilms geätzt, so daß sie aktiv wird.
Insbesondere bei einem starken Sputtereffekt tritt an der
Oberfläche des Isolierfilms ein hoher Gehalt an Silizium (Si)
auf, und sind zahlreiche freie Bindungen vorhanden.
Wenn dieses Substrat einer Gasatmosphäre ausgesetzt wird, die
kein Plasma ist, und Halogenatome mit Ausnahme von Fluor
enthält, wird die Oberfläche des Isolierfilms durch
Verbindungen einschließlich der Wasserstoffatome oder durch
versetzte Bestandteile der Verbindungen abgesättigt.
Besonders gut lagern sich Halogenatome an der Oberfläche an,
auf welcher die freien Bindungen vorhanden sind.
Da andererseits am Boden des Kontaktloches die durch RIE
beschädigte Schicht und-die Oxidschicht entfernt wurden, sind
keine freien Bindungen vorhanden. Verbindungen, die
Halogenatome enthalten, liegen daher in einem Zustand vor, in
welchem die physikalische Absorption schwach ist.
Nachdem das Substrat durch die voranstehend geschilderten
Vorgänge bearbeitet wurde, wird ein Metallfilm wie
beispielsweise ein W-Film mittels CVD unter Verwendung eines
Gases aus WF₆ und SiH₄ hergestellt. Die Absorption von WF₆ und
SiH₄ an dem Isolierfilm wird durch die Verbindungen
gesteuert, welche die Halogenatome enthalten, die zur
Absättigung dienen, oder durch die Halogenatome auf dem
Isolierfilm, und die Ablagerung von W-Teilchen auf dem
Isolierfilm wird unterdrückt. Eine Substitutionsreaktion
zwischen WF₆ und der Verbindung, welche das Halogenatom
enthält, welches pyhsikalisch absorbiert wird, wird gefördert
und W wächst auf, mit hoher Selektivität, am Boden des
Kontaktloches.
Der Mechanismus der hochselektiven CVD des Metallfilms gemäß
der vorliegenden Erfindung wird von den Erfindern auf der
Grundlage folgender Überlegungen und Erkenntnisse erläutert.
Zuerst wird ein Modell wie freie Bindungen von Si, die durch
Chlor (Cl) abgesättigt werden, überlegt. Weiterhin wird
jeweils die Stabilisierungsenergie des Cl-Si-Modells
(vorliegende Erfindung), wobei freie Bindungen von Si durch
Chloratome (Cl) abgesättigt werden, sowie für das F-Si-Modell
(Stand der Technik) berechnet, bei welchem freie Bindungen
von Si durch Fluoratome (F) abgesättigt werden, wenn WF₆
zugführt wird.
Fig. 1(a) zeigt eine Anordnung, wenn sich ein Molekül x2
einem System eines Atoms x1 annähert, welches durch ein
Substratabtom M abgesättigt ist.
In Fig. 1 (a) ist das Atom M Silizium (Si), das Molekül X2
ist WF₆, und das Atom X1 ist entweder Chlor oder Fluor. Die
Bezeichnung "Cl-Si-F" wird in dem Fall verwendet, in welchem
X1 Chlor ist, und ein Symbol "F-Si-F" wird in jenem Fall
verwendet, in welchem X1 Fluor ist. WF₆ wird in diesen
Symbolen durch ein F-Atom bezeichnet. Dies liegt daran, daß
sich das W-Atom im Zentrum einer oktahedrischen
Molekülanordnung befindet, und die Fluoratome (F) jeweils an
den Spitzen des Oktaheders liegen, wodurch Fluor zuerst in
Wechselwirkung tritt, wenn es sich an Cl-Si oder F-Si
annähert.
Da sich Energiedaten bezüglich der Substratoberfläche des
Systems Cl-Si-F (x1 = Cl, x2 = WF₆, und M = Si) und des
Systems F-Si-F (X1 = F, x2 = WF₆, und M = Si) nicht ermitteln
lassen, werden die Konstanten für SiCl, SiF, ClF und F₂ in
der Gasphase zur Berechnung der Kombinationskoeffizienten von
Si-Cl, Si-F, Cl-F und F-F verwendet. Die Daten wurden
entnommen aus der JANF Thermo Table (Horikoshi
Forschungsinstitut). Weiterhin wurde ein Morsepotential für
Si-Cl, Si-F, Cl-F und F-F angenommen, und wurde die Energie
des Gesamtsystems als Gesamtenergie jeder Kombination
berechnet.
Als Beispiel ist die potentialle Energie des Systems Cl-Al-F
(x1 = Cl, x2 = WF₆, und M = Al) in Fig. 1(b) gezeigt. Auf
der Horizontalachse RA1-F ist die Entfernung von Al-F
aufgetragen, und auf der Vertikalachse RM-c1 die Entfernung
Al-Cl. Jede Linie in Fig. 1(b) ist eine Aquipotentiallinie.
Aus Fig. 1(b) geht hervor, daß dort ein Potentialtopf
vorhanden ist, in welchem die Energie minimal wird, wobei
R(Al-F) etwa 1,8 Å beträgt, und R(Al-Cl) etwa 2,2 Å.
Fig. 2 zeigt Potentialkurven des Systems Cl-Si-F (xl = Cl,
x2 = WF₆, und M = Si) und des Systems F-Si-F (x1 = F, x2 =
WF₆, und M = Si). Zusätzlich ist zu Vergleichszwecken in
Fig. 2 auch die Energie für W-F dargestellt.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, reagiert das System F-Si-F
leichter mit WF₆ als das System Cl-Si-F. Wenn daher freie
Bindungen von Si durch F abgesättigt werden, erfolgt ein
einfaches Aufwachsen von W, verglichen mit der Absättigung
durch Cl. Diese Erläuterung stimmt mit den
Versuchsergebnissen überein, die nachstehend erläutert
werden.
Nachstehend wird ein Verfahren zur Herstellung eines
Metallfilms gemäß der vorliegenden Erfindung erläutert,
welches gegenüber dem im Dokument 3 geschilderten Verfahren
Vorteile bietet.
Um eine durch RIE beschädigte Schicht am Boden des
Kontaktloches zu entfernen, wird RIE unter Einsatz von BCl₃
verwendet. RIE mit BCl₃ wird 60 bis 120 Sekunden lang unter
folgenden Bedingungen durchgeführt: 100 Sccm (Standard
Kubikzentimeter pro Minute), ein Druck von 0,5 Pa, und eine
RF-Ausgangsleistung von 100 W. Allerdings bleiben Chlor und
Bor am Boden des Kontaktloches übrig, und wächst kein W auf.
Daher erfolgt eine Wärmebehandlung des Substrats bei einer
Temperatur von 200 bis 400° und eine Entfernung von Chlor an
der Oberfläche des Metalls, und dann erfolgt ein Wachstum von
W.
Um die Beziehung der Temperatur der Wärmebehandlung und der
Chlormenge zu untersuchen, die am Boden des Kontakts
übrigbleibt, wird ein Al-Legierungsfilm über einem gesamten
Substrat hergestellt, und mittels RIE unter Einsatz von BCl₃
geätzt. Dann wurde eine 300 Sekunden lange Wärmebehandlung
bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt. Die Menge an
übrigbleibendem Cl, die durch Atomabsorptionsspektro-
Photometrie bestimmt wird, ist in Fig. 3 gezeigt.
Obwohl die Menge an verbleibendem Cl linear bis zu einer
Temperatur von 400° für die Wärmebehandlung abnimmt, wird
ein konstanter Wert erreicht, wenn in Fig. 3 400°
überschritten werden. Dies läßt sich daraus verstehen, daß
die Sublimationstemperatur von AlCl₃ etwa 370° beträgt.
Berücksichtigt man, daß ein gutes Aufwachsen von W erfolgt,
nachdem eine Wärmebehandlung mit 300° oder mehr durchgeführt
wurde, wenn die Menge an verbleibendem Chlor kleiner als etwa
70 ng/cm² ist, so stellt sich heraus, daß eine gute selektive
CVD durchgeführt werden kann.
Allerdings wird Restchlor auf SiO₂ ebenfalls bei dieser
Wärmebehandlung entfernt, und dann sind freie Bindungen von
Si auf der Oberfläche des SiO₂ vorhanden. Daher tritt ein
Wachstum von W auf dieser Oberfläche auf. Dies ist der Grund
dafür, daß bei dem Verfahren nach dem Stand der Technik keine
Ausbildung eines W-Films mit ausreichender Selektivität
möglich war.
Fig. 4 zeigt ähnlich berechnete Potentialkurven für die
voranstehend genannten Systeme Cl-Al-F (x1 = Cl, x2 = WF₆,
und M = Al) sowie F-Al-F (x1 = F, x2 = WF₆, und M = Al). Da
die Energie des Systems Cl-Al-F größer als die Energie des
Systems W-F ist, ist eine erhebliche Energie erforderlich, so
daß die Dissoziation-Absorption weitergeht, wenn Cl auf der
Oberfläche von Al verbleibt. Da die Energie des Systems F-Al-
F kleiner als die Energie des W-F-Systems ist, wird WF₆
spontan auf der Oberfläche absorbiert, die durch F
abgesättigt ist.
Nunmehr werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen die
bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
erläutert.
Der Erfinder führte folgenden Versuch durch, um die
Auswirkungen der zweistufigen Vorbehandlung gemäß der
vorliegenden Erfindung zu untersuchen. Eine Wärmeoxidschicht
mit einer Dicke von 0,1 µm auf einem gesamten Si-Wafer mit
einem Durchmesser von 6 Zoll (1 Zoll = 25,4 mm) wird erzeugt,
und es wird W in einer Dicke von 0,5 µm auf der Oberfläche
des Oxids dadurch hergestellt, daß WF₆-Gas und SiH₄-Gas
eingelassen werden, nachdem eine Vorbehandlung des Wärmeoxids
durch vier verschiedene Verfahren dargeführt wurde. Die
Anzahl an W-Teilchen, die sich auf dem Wärmeoxid abgelagert
hatten, wurde mit einem Teilchenzähler gemessen, und die
Selektivität wurde durch folgende Kriterien bewertet.
Anzahl an W-Teilchen größer oder gleich 400:
schlechte Selektivität.
schlechte Selektivität.
Anzahl an W-Teilchen 100 bis 400:
beeinträchtigte Selektivität.
beeinträchtigte Selektivität.
Anzahl an W-Teilchen kleiner gleich 100:
gute Selektivität.
gute Selektivität.
Folgende vier verschiedene Verfahren wurden als
Vorbehandlungsverfahren eingesetzt.
- (1) Keine Vorbehandlung
- (2) Plasmabearbeitung mit BCl₃ und dann Wärmebehandlung (Temperatur 350°)
- (3) Sputtern in einer Ar-Atomosphäre dann F₂-Bearbeitung
- (4) Sputtern in einer Ar-Atmosphäre dann Bearbeitung mit BCl₃
Hierbei ist (4) eine Vorbehandlung gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben.
(1): Schlechte Selektivität
(2): Beeinträchtigte Selektivität
(3): Beeinträchtigte Selektivität
(4): Gute Selektivität.
(1): Schlechte Selektivität
(2): Beeinträchtigte Selektivität
(3): Beeinträchtigte Selektivität
(4): Gute Selektivität.
Fig. 5(a) zeigt eine Übersicht einer CVD-Vorrichtung, die
bei der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
verwendet wird. Fig. 5(b) ist eine Seitenansicht einer
Vakuumkammer 301. Die Vorrichtung besteht aus vier
Vakuumkammern 101, 201, 301 und 401. Die Funktion jeder
dieser Vakuumkammern ist nachstehend angegeben. Die
Vakuumkammer 101 dient dazu, von Atmosphärenbedingungen aus
das Substrat unter Vakuum zu setzen, die Vakuumkammer 201
dient dazu, das Substrat zu jeder Vakuumkammer zu befördern,
die Vakuumkammer 301 dient dazu, eine Reinigungsbearbeitung
oder Reinigung des Substrats durchzuführen, bevor ein
Wachstum eines Metallfilms wie beispielsweise W erfolgt, und
die Vakuumkammer 401 dient zum Aufwachsenlassen des
Metallfilms.
Nachstehend wird jede Vakuumkammer im einzelnen erläutert.
Eine Turbo-Molekularpumpe und eine geeignete Vorpumpe (die
ohne Flüssigkeiten arbeitet) (nicht in Fig. 5(a) gezeigt)
sind über Absperrschieber an die Vakuumkammer 101
angeschlossen. Die Kammer 101 wird durch diese Pumpen
evakuiert. Der Waferhalter 102 zur Anbringung eines Substrats
ist im Zentrum der Vakuumkammer 101 angeordnet. Weiterhin ist
eine Quelle für trockenes N₂ (nicht in Fig. 5(a) gezeigt),
welche trockenes N₂ liefert, um den Druck zwischen dem
Niederdruckzustand und Atmosphärendruck in der Vakuumkammer
101 zu steuern, an die Vakuumkammer 101 über ein
Absperrventil 105 angeschlossen.
Nach Einströmen trockenen N₂ in die Vakuumkammer 101 und
Erreichen von Atmosphärendruck wird ein Substrat 103 auf den
Waferhalter 102 aufgesetzt, und die Kammer 101 auf 10-1 Pa
oder weniger unter Verwendung einer Vorpumpe und einer Turbo-
Molekularpumpe evakuiert. Zur geeigneten Zeit wird der
Absperrschieber 104 geöffnet, der bislang die Vakuumkammer
101 von der Vakuumkammer 201 getrennt hat, und wird das
Substrat 103 von der Vakuumkammer 101 in die Vakuumkammer 201
befördert.
Die Vakuumkammer 201 ist mit einem Roboterarm versehen, und
dieser Roboterarm befördert ein Substrat in jede dieser
Vakuumkammern. Weiterhin wird die Vakuumkammer 201 immer auf
zumindest 10-6 Pa durch die Vorpumpe und die Turbo-
Molekularpumpe evakuiert, so daß keine gegenseitige
Restgasmischung aus den Vakuumkammern 101, 301 und 401
auftritt. Nach Öffnen des Absperrschiebers 104 und
Beförderung des Substrats 103 aus der Vakuumkammer 101 in die
Vakuumkammer 102 wird der Absperrschieber 104 geschlossen,
das Innere der Vakuumkammer 201 erneut evakuiert, wobei der
Druck in der Vakuumkammer 201 auf 10-5 Pa oder weniger
eingestellt wird, dann wird ein Absperrschieber 202 geöffnet,
und das Substrat 103 in die Vakuumkammer 301 befördert.
Die Vakuumkammer 301 stellt einen Raum für die
Reinbearbeitung des Substrats vor der Ausbildung von W dar,
und wird durch eine Vorpumpe und eine Turbo-Molekularpumpe
(nicht in Fig. 5(a) gezeigt) evakuiert, die über einen
Absperrschieber 302 angeschlossen sind. Ein Waferhalter 303
zum Haltern des Substrats 103 ist ziemlich genau im Zentrum
der Vakuumkammer 301 angeordnet. Das Substrat 103 wird aus
der Vakuumkammer 201 herausbefördert, und auf den Waferhalter
303 aufgesetzt.
Gasleitungen 304, 305 und 306 zum Liefern von
Vorbehandlungsgasen sind jeweils an die Vakuumkammer 301
angeschlossen. Die Gasleitungen liefern H₂, Cl₂ bzw. Ar über
das Absperrventil 306, 307 bzw. 308, die in Fig. 5(a)
dargestellt sind.
Die Vakuumkammer 401 ist ein Raum zur Herstellung eines
Metallfilms auf dem Substrat 103 und wird durch eine Vorpumpe
und eine Turbo-Molekularpumpe (nicht in Fig. 5(a) gezeigt)
evakuiert, die über einen Absperrschieber 402 angeschlossen
sind. Ein Waferhalter 403 mit einer keramischen
Heizvorrichtung zum Haltern und Erhitzen des Substrats 103
ist im Zentrum der Vakuumkammer 401 vorgesehen. Das Substrat
103, welches eine Reinbearbeitung in der Kammer 301 erfahren
hat, wird durch die Vakuumkammer 201 zur Vakuumkammer 401
befördert, und auf die keramische Heizvorrichtung des Halters
403 aufgesetzt.
Gasleitungen 404 und 405 zum Liefern von Materialgasen sind
an die Vakuumkammer 401 angeschlossen. Die Gasleitungen
liefern WF₆ bzw. SiH₄ über ein Absperrventil 406 bzw. 407.
Wie aus Fig. 5(b) hervorgeht, sind in der Vakuumkammer 301
eine HF-Elektrode 310, die an eine Hochfrequenzversorgung 312
mit 13,56 MHz angeschlossen ist, sowie eine der Elektrode 310
gegenüberliegende Elektrode 311 vorgesehen, die an Masse
angeschlossen ist.
Für die Reinbearbeitung wird zuerst das Innere der
Vakuumkammer 301 evakuiert, bis ein Druck von 10-5 Pa oder
weniger in der Vakuumkammer 301 vorhanden ist.
Dann wird das Ventil 309 geöffnet, und 100 cc/Minute Ar-Gas
eingelassen, und der Druck in der Vakuumkammer 301 wird auf
5,0 mPa eingestellt. Wenn Hochfrequenzenergie mit 13,56 MHz
an die Elektroden 311 und 310 in diesem Zustand angelegt
wird, wird durch eine elektrische Entladung ein Ar-Plasma
erzeugt. Das Oxid auf der Oberfläche des Substrats 103 kann
durch das Ar-Plasma entfernt werden. Nachdem diese
Reinigungsbearbeitung des Substrats fertig ist, wird die
Zufuhr von Ar gestoppt, und dann wird das Ventil 308
geöffnet, um Cl₂ in die Kammer 301 einzulassen. Zu diesem
Zeitpunkt wird keine Spannung an die Elektorden 311 und 310
angelegt, so daß keine Plasmaerzeugung durch eine elektrische
Entladung auftritt. Durch diesen Vorgang wird Cl an der
Substratoberfläche absorbiert.
Daraufhin wird das Substrat 103 zur Vakuumkammer 401
befördert, und auf die keramische Heizvorrichtung 403
aufgesetzt. Die keramische Heizvorrichtung wird so geregelt,
daß die Substrattemperatur auf 220° eingestellt wird. Dann
werden die Absperrventile 406, 407 geöffnet, 20 cc/Minute von
WF₆ und 14 cc/Minute von SiH₄ in die Kammer 401 drei Minuten
lang eingelassen. Zu dieser Zeit bildet sich ein Film aus
Wolfram (W) mit einer Dicke von etwa 1,2 µm in den
ausgewählten Bereichen des Substrats 103.
Der selektive Herstellungsvorgang für den W-Film wird unter
Bezugnahme auf Fig. 6 erläutert.
In Fig. 6 sind Schnittdarstellungen zur Erläuterung des
selektiven Herstellungsvorgangs für einen W-Film gemäß der
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Zuerst wird, wie in Fig. 6(a) gezeigt ist, ein SiO₂-Film 501
in einer Dicke von 100 nm auf dem Si-Substrat 103
ausgebildet. Dann wird durch Sputtern ein Al-Si-Cu-Film 502
in einer Dicke von 400 nm auf dem SiO₂-Film 501 hergestellt,
und wird mit einem gewünschten Verdrahtungsmuster versehen,
durch ein optisches Belichtungsverfahren und reaktive
Ionenätzung.
Dann wird ein Film 503 in einer Dicke von 1,4 um durch ein
TEOS-O₂-Plasma auf dem SiO₂-Film 501 und dem Al-Si-Cu-Film
502 abgelagert. Ein Kontaktloch 504 zur Erzielung einer
elektrischen Verbindung mit der Al-Si-Cu-Verdrahtung 502 wird
an einem gewünschten Ort des SiO₂-Films 503 durch ein
optisches Belichtungsverfahren und reaktive Ionenätzung
hergestellt. Die reaktive Ionenätzung des SiO₂-Films 503 wird
mit einem Ätzmittel auf Fluorbasis durchgeführt.
Eine sogenannte Verschmutzungsschicht 505 ist am Boden des
Kontaktloches und auf der Oberfläche der Al-Si-Cu-Verdrahtung
502 nach der Öffnung des Kontakts vorhanden. Diese
Verschmutzungsschicht 505 besteht aus einem
Kohlenwasserstoffilm, der das Reaktionsprodukt eines
Photolacks und von Fluor (F) darstellt, eine durch RIE
beschädigte Schicht, die durch Implantierung von F-Ionen und
O-Ionen erzeugt wird, oder eine Oxidschicht, die durch ein
Sauerstoffplasma erzeugt wird, die zur Veraschung eines
Photolacks verwendet wird.
Selbst wenn daher ein W-Film am Boden des Kontaktlochs in
einem Zustand erzeugt wird, in welchem eine derartige,
beschädigte Schicht 505 vorhanden ist, ist keine selektive
Ausbildung des W-Films möglich.
Bei der vorliegenden Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird zur Entfernung der beschädigten Schicht 505
zuerst das Substrat 103 auf den Waferhalter 102 in der in
Fig. 5 gezeigten Vakuumkammer 101 aufgesetzt. Das Innere der
Vakuumkammer 101 wird evakuiert, um einen Druck von 5 × 10-4
Pa oder mehr einzustellen. Dann wird der Absperrschieber 104
geöffnet, und das Substrat 103 in die Vakuumkammer 201
befördert. Dann wird der Absperrschieber 104 geschlossen, und
das Innere der Vakuumkammer 102 weiter evakuiert. Wenn der
Druck in der Vakuumkammer 102 10-9 Pa oder mehr erreicht,
wird der Absperrschieber 202 geöffnet, und das Substrat 103
in die Vakuumkammer 301 befördert, und auf den Waferhalter
303 aufgesetzt.
Dann wird das Absperrventil 309 geöffnet, und Ar-Gas in einer
Menge von 100 cc/Minute eingelassen, und der Druck in der
Vakuumkammer 301 auf 5 mPa eingestellt. In diesem Zustand
werden an die Elektrode 310 über einen Zeitraum von 10 bis 60
Sekunden eine Hochfrequenzleistung von 50 bis 150 W bei einer
Frequenz von 13,56 MHz angelegt. Zwischen den Elektroden 310
und 311 bildet sich ein Ar-Plasma aus, und Ar⁺-Ionen werden
an den Waferhalter 303 angezogen, welcher eine negative
Elektrode bildet (in Fig. 6(b) gezeigt). Ar⁺-Ionen werden
elektrisch beschleunigt, stoßen mit der Substratoberfläche
zusammen, und ätzen die Oberfläche. Auch die beschädigte
Schicht 505, die am Boden des Kontaktlochs vorhanden ist,
wird geätzt (Fig. 6(c)).
Da das Sputtern mit Ar ein Vorgang ist, bei welchem eine
physikalische Ätzung erfolgt, ist Si auf der Oberfläche des
Siliziumoxids 503 vorhanden. Die Al-Si-Cu-Oberfläche am Boden
des Kontaktloches weist keine derartige aktive Kombination
auf, da es sich um einen Metallfilm handelt (Fig. 6 (c)).
Dann wird, nachdem die Hochfrequenz zwischen den Elektroden
abgeschaltet und die Zufuhr des Ar-Gases unterbrochen wird,
das Absperrventil 305 geöffnet, und wird Cl₂-Gas mit 100
cc/Minute in die Vakuumkammer 301 eingelassen, so daß sich
ein Druck von 0,8 Pa einstellt. Hierbei erfolgt keine
elektrische Entladung von Cl₂. Dieser Vorgang wird 30 bis 60
Sekunden lang durchgeführt. Durch diesen Vorgang werden Cl-
Atome oder Cl₂-Moleküle an der Oberfläche des Siliziumoxids
103 absorbiert. Insbesondere Chlor wird fest an den freien
Bindungen von Si absorbiert, so daß die freien Bindungen
durch Chlor abgesättigt werden. Obwohl Chlor auch auf der Al-
Si-Cu-Oberfläche am Boden des Kontaktloches absorbiert wird,
wird der Hauptanteil nur physikalisch absorbiert, mit
schwacher Absättigung durch Chlor bei Zimmertemperatur (Fig.
6(d)).
Das Substrat 103 in diesem Zustand wird von der Vakuumkammer
301 durch die Vakuumkammer 201 in die Vakuumkammer 401
befördert, und auf die keramische Heizvorrichtung 402 in der
Vakuumkammer 401 aufgesetzt. Das Substrat wird in einem
vorbestimmten Zeitraum auf eine gewünschte Temperatur
eingeregelt. Beispielsweise nach einer Einstellung des
Substrats 103 auf 220° werden die Absperrventile 406 und 407
geöffnet, und werden WF₆ mit 20 cc/Minute und Silan (SiH₄)
mit 14 cc/Minute 3 Minuten lang eingelassen (Fig. 6(e)).
Dann wird die Zufuhr von WF₆ und SiH₄ unterbrochen, und das
Innere der Vakuumkammer 401 evakuiert. Wenn sich in der
Vakuumkammer 201 ein Druck von etwa 5 × 10-6 Pa oder weniger
eingestellt hat, wird der Absperrschieber 203 geöffnet, und
das Substrat 103 in die Vakuumkammer 201 befördert. Wenn dann
in der Vakuumkammer 201 ein Druck von 5 × 10-9 Pa oder
weniger erreicht ist, wird der Absperrschieber 104 geöffnet,
und das Substrat 103 in die Vakuumkammer 101 befördert, und
auf den Waferhalter 103 aufgesetzt. In diesem Zustand wird
der Absperrschieber des Pumpsystems geschlossen, welches die
Vakuumkammer 101 evakuiert, dann wird das Ventil 105
geöffnet, trockener Stickstoff (N₂) in die Vakuumkammer 101
eingelassen, und hierdurch im Inneren der Kammer
Atmosphärendruck erzeugt, und dann wird das Substrat 103 nach
außerhalb der Kammer 101 befördert.
Wenn dieses Substrat 103 durch SEM untersucht wird, so zeigt
sich, daß ein W-Film mit ausreichender Selektivität in einer
Dicke von 1,2 µm in dem Kontaktloch hergestellt wurde.
Nach Ausbildung des Al-Si-Cu-Films auf dem Substrat 103, aus
welchem der W-Film erzeugt wurde, und nachdem der Al-Si-Cu-
Film mit einem Muster versehen wurde, wurden die elektrischen
Eigenschaften gemessen. Die Ergebnisse sind in Fig. 7
gezeigt.
Fig. 7 zeigt die Abhängigkeit des Kontaktwiderstands einer
Anordnung aus W/Al-1%Si-0,5%Cu von den Abmessungen des
Kontaktloches. Die Tiefe des Kontaktloches beträgt 0,6 µm,
und es war möglich, die Kontakteigenschaften auch bei einer
Al-Si-Cu/Al-Si-Cu-Anordnung, bei welcher kein eingebettetes W
vorhanden war, als Vergleichsbeispiel mit idealem
Widerstandswert zu messen. Wie aus Fig. 7 hervorgeht,
beträgt der Kontaktwiderstand der Anordnung aus W/Al-Si-Cu
etwa das 1,2-fache des Vergleichsbeispiels.
Fig. 8 zeigt die elektrische Kurzschlußausbeute zwischen
Al-Drähten, wenn Al-Drähte auf W ausgebildet wurden, das
vollständig in einem Kontaktloch mit einer Breite von 0,5 µm
vorhanden war. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die
Kurzschlußausbeute wesentlich verbessert, verglichen mit dem
Verfahren (Vergleichsbeispiel) nach dem Stand der Technik.
Dies ist deswegen bedeutsam, da die Erzeugung von W-Körnchen
auf dem Isolierfilm gesteuert wird.
Die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 9 erläutert.
Die Isolierung von Bauteilen auf einem Substrat 601 aus
Silizium (Si) wird durch das gewöhnliche LOCOS-Verfahren
(lokale Oxidation von Silizium) durchgeführt. Das
Bezugszeichen 602 bezeichnet einen Feldisolationsfilm, der
durch LOCOS ausgebildet wird. Nach Ausbildung einer
Gateisolierschicht 603 auf dem Siliziumsubstrat 601 werden
eine Polysiliziumschicht 604 und eine Schicht 605 aus
Wolframsilizid (WSix) abgelagert und mit einem Muster
versehen. Auf diese Weise wird die Gateelektrode erzeugt.
Dann erfolgt eine Implantierung mit N⁻-Ionen bei dem
Siliziumsubstrat 601 unter Verwendung der Gateelektrode als
Maske, und es wird eine N⁻-Diffusionsschicht auf der
Oberfläche des Siliziumsubstrats 601 erzeugt. Dann wird eine
Seitenwand 605 aus SiO₂ an der Seite der Gateelektrode
hergestellt. Die Gateelektrode und die Seitenwand 605 als
Maske werden für einen nächsten Ionenimplantierungsschritt
verwendet, der bei dem Siliziumsubstrat 601 durchgeführt
wird. Hierdurch wird eine N⁺-Diffusionsschicht 607 an der
Oberfläche des Siliziumsubstrats 601 erzeugt (Fig. 9(a)).
Unter Ausbildung von TiN-Ti durch Sputtern erfolgt dann eine
Wärmebehandlung des Substrats 601 in einer Atmosphäre aus
Stickstoff N₂ über einen Zeitraum von 30 Minuten bei 600°.
Infolge dieser Wärmebehandlung reagieren Ti und Si auf der
Oberfläche des Substrats 601 miteinander. TiN und Ti, welches
nicht reagiert hat, werden durch eine Bearbeitung mit einer
gemischten Lösung aus H₂SO₄ und H₂O₂ entfernt, so daß nur die
TiSi₂-Schicht 608 auf der Diffusionsschicht 607 übrigbleibt.
Dann wird in SiO₂-Film 609 in einer Dicke von 1,4 µm
abgelagert.
Dann wird ein Kontaktloch 610 zur Erzielung einer
elektrischen Verbindung an einem gewünschten Ort auf dem
SiO₂-Film 609 unter Verwendung eines optischen
Belichtungsverfahrens und reaktiver Ionenätzung hergestellt.
Die reaktive Ionenätzung des SiO₂-Films 609 wird unter
Verwendung eines Ätzmittels auf Fluorbasis durchgeführt. Eine
sogenannte Verschmutzungsschicht oder beschädigte Schicht 611
ist am Boden des Kontaktloches vorhanden (Fig. 9 (b)) . Selbst
wenn ein W-Film in dem Zustand erzeugt wurde, in welchem eine
derartige Verschmutzungsschicht 611 vorhanden ist, könnte der
W-Film nicht selektiv nur in dem Kontaktloch erzeugt werden.
Das Substrat 601 mit dem Kontaktloch 610 wird auf den
Waferhalter 303 der in Fig. 5 gezeigten Vorrichtung
aufgesetzt. Dann wird das Absperrventil 309 geöffnet, und
wird Ar-Gas in einer Menge von 100 cc/Minute eingelassen. Der
Druck in der Vakuumkammer 301 wird auf 5 mPa eingestellt, und
Hochfrequenz mit 13,56 MHz und 50 bis 100 W wird an die
Elektrode 310 über einen Zeitraum von 10 bis 60 Sekunden
angelegt.
Hierdurch wird ein Ar-Plasma zwischen den Elektroden 310 und
311 erzeugt. Ar⁺ wird von dem Waferhalter 303 angezogen,
welcher die negative Seite der Elektrode 310 bildet. Ar⁺-
Ionen werden elektrisch beschleunigt, stoßen mit der
Oberfläche des Substrats zusammen, und ätzen die Oberfläche.
Auch die beschädigte Schicht 611 am Boden des Kontaktloches
610 wird geätzt (Fig. 9(c)).
Mehrere aktive, freie Bindungen 612 von Si sind auf der
Oberfläche des Siliziumoxids 609 vorhanden (Fig. 9(d)). Die
TiSi₂-Oberfläche am Boden des Kontaktloches 610 weist keine
derartigen aktiven, freien Bindungen auf, da es sich um einen
Metallfilm handelt.
Nachdem das Anlegen der Hochfrequenz an die Elektroden 310,
311 und die Zufuhr von Ar-Gas abgebrochen wurden, läßt man
das Substrat auf Zimmertemperatur abkühlen. Dann wird Cl₂ mit
100 cc/Minute in die Vakuumkammer 301 eingelassen, so daß
sich ein Druck von 0,8 Pa einstellt. Zu diesem Zeitpunkt
erfolgt keine elektrische Entladung von Cl₂. Dieser Vorgang
wird 30 bis 60 Sekunden lang durchgeführt. Durch diesen
Vorgang werden Chloratome (Cl) oder Cl₂-Moleküle an der
Oberfläche des Siliziumoxids 609 absorbiert. Insbesondere
Chloratome werden fest an den freien Bindungen 612 des Si
absorbiert, so daß die freien Bindungen 612 abgesättigt
werden. Obwohl Chloratome auch an der TiSi₂-Oberfläche am
Boden des Kontaktlochs absorbiert werden, werden die meisten
von ihnen nur physikalisch absorbiert, unter schwacher
Absättigung durch Chlor bei Zimmertemperatur (Fig. 9(e)).
In diesem Zustand wird das Substrat 601 von der Vakuumkammer
301 über die Vakuumkammer 201 in die Vakuumkammer 401
befördert, und auf die keramsiche Heizvorrichtung 402 in der
Vakuumkammer 401 aufgesetzt.
Nach einer Einstellung der Temperatur des Substrats 601 auf
220° (als Beispiel) werden die Absperrventile 406, 407
geöffnet, und werden 14 cc/Minute Silan (SiH₄) und 20
cc/Minute WF₆ in die Kammer 401 etwa vier Minuten lang
eingelassen.
Dann wird die Zufuhr von WF₆ und SiH₄ unterbrochen, und das
Innere der Vakuumkammer 401 evakuiert. Hat sich ein Druck in
der Vakuumkammer 201 von 5 × 10-9 Pa oder weniger
eingestellt, so wird der Absperrschieber 104 geöffnet, und
das Substrat 601 in die Vakuumkammer 101 befördert. Wenn dann
in der Vakuumkammer 101 ein Druck von 5 × 10-6 Pa oder
weniger eingestellt wird, und der Absperrschieber 203
geöffnet wird, wird das Substrat 601 in die Vakuumkammer 201
befördert, und auf den Waferhalter 103 aufgesetzt.
In diesem Zustand wird der Absperrschieber 104 des
Pumpsystems geschlossen, welches das Innere der Vakuumkammer
101 evakuiert, das Ventil 105 wird geöffnet, und trockenes N₂
in die Vakuumkammer 101 eingelassen. Im Inneren der Kammer
101 wird Atmosphärendruck eingestellt, und das Substrat 601
wird aus der Kammer 101 entnommen.
Wird dieses Substrat 601 mittels SEM untersucht, so stellt
sich heraus, daß ein W-Film mit einer Dicke von 1,4 µm mit
ausreichender Selektivität in dem Kontaktloch hergestellt
wurde. Nach Ausbildung eines Al-Si-Cu-Films auf dem Substrat
601, auf welchem der W-Film erzeugt wurde, und nachdem der
Al-Si-Cu-Film mit einem Muster versehen wurde, werden die
elektrischen Eigenschaften gemessen. Die Ergebnisse sind in
Fig. 10 angegeben.
Fig. 10 zeigt die Abhängigkeit des Kontaktwiderstands der
W/TiSi₂/N⁺-Si-Anordnung und der W/TiSi₂/P⁺-Si-Anordnung von
den Abmessungen des Kontaktloches. Die Tiefe des
Kontaktloches beträgt 0,6 µm, und dies ermöglichte es, die
Kontakteigenschaften auf sichere Weise auch bei einer
Anordnung zu messen, bei welcher keine Einbettung mit W
erfolgte, als Vergleichsbeispiel. In diesem Fall ist der
Kontaktwiderstand der W/Al-Si-Cu-Anordnung etwa ebenso groß
wie der Kontaktwiderstand einer Al/TiN/N⁺-Si-Anordnung,
welche das Vergleichsbeispiel darstellt. Wie aus Fig. 10
hervorgeht, kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine
stabile Charakteristik erhalten werden.
Fig. 11 zeigt die elektrische Kurzschlußausbeute zwischen
Al-Drähten, die vollständig auf W hergestellt werden, und
selektiv bei einer Breite des Kontaktlochs von 0,5 µm
hergestellt werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist
die Kurzschlußausbeute wesentlich verbessert, verglichen mit
dem Verfahren (Vergleichsbeispiel) nach dem Stand der Technik
Nr. 3. Dies ist deswegen wesentlich, da die Erzeugung von W-
Körnchen auf dem Isolierfilm gesteuert wird.
Obwohl bei der voranstehenden Ausführungsform 2 ein Plasma
durch Einlassen von Ar erzeugt wird, gibt es entsprechende
Auswirkungen, nämlich Entfernen der Verschmutzungsschicht
oder der beschädigten Schicht 611, wenn statt Ar nunmehr H₂
(Wasserstoff) verwendet wird. Beispielsweise wird
Wasserstoffgas in einer Menge von 10 bis 200 cc/Minute
eingelassen, und der Druck in der Vakuumkammer 301 auf 0,1
bis 1,0 Pa eingestellt, und wird Hochfrequenz mit 13,56 MHz
und 50 bis 150 W an die Elektrode auf der Seite des
Waferhalters 10 bis 60 Sekunden lang angelegt. Bei diesem
Vorgang werden innerhalb des Plasmas H⁺-Ionen erzeugt, und
erfolgt eine chemische Ätzung der beschädigten Schicht 611
durch Wasserstoffradikale.
Zusätzlich wird die SiO₂-Oberfläche ebenfalls geätzt, wie bei
der vorherigen Ausführungsform, da zahlreiche freie Bindungen
auf der Oberfläche des Substrats erzeugt werden. Um eine
selektive W-Herstellung zu erzielen, muß daher das Substrat
in einer Atmosphäre behandelt werden, welche Halogenatome
enthält, wie bei der vorherigen Ausführungsform erläutert
wurde.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird ein
Wasserstoffgasplasma statt eines Inertgasplasmas verwendet.
Fig. 12 zeigt eine Kammer, bei welcher die Vakuumkammer 301
von Fig. 5(b) so abgeändert ist, daß Wasserstoffradikale
durch eine elektrische Mikrowellenentladung von
Wasserstoffgas erzeugt werden können.
Eine Vorpumpe und eine Turbo-Molekularpumpe (nicht in Fig.
12 gezeigt) sind über den Absperrschieber 302 an die
Vakuumkammer 301 angeschlossen. Durch diese Pumpen wird die
Vakuumkammer 301 evakuiert. Ein Waferhalter 315 zum Haltern
eines Substrats ist im Zentrum der Vakuumkammer 301
angeordnet, und das Substrat 103, welches aus der
Vakuumkammer 201 hierin transportiert wird, wird auf den
Waferhalter 315 aufgesetzt. Gasleitungen zum Liefern von
Vorbehandlungsgasen sind an die Vakuumkammer 301
angeschlossen.
Gasleitungen 316 und 320 sind an die Vakuumkammer 301
angeschlossen. Diese Gasleitungen liefern H₂ bzw. Cl₂ über
das Absperrventil 317 bzw. 321. Die Gasleitung 312, welche H₂
an die Vakuumkammer 301 liefert, ist an das Rohr 318
angeschlossen, welches aus Al₂O₃ besteht, und die
Resonanzleitung 319 zum Liefern elektrischer
Mikrowellenenergie an das H₂-Gas ist an der Leitung 318
vorgesehen. Die Mikrowellenstromversorgung ist in Fig. 12
nicht gezeigt.
Das Substrat 103 wird von der Vakuumkammer 201 her befördert
und auf den Waferhalter 315 in der Vakuumkammer 301
aufgesetzt. In diesem Zustand wird H₂-Gas für die Bearbeitung
eingelassen, und ein Plasma durch Anlegen von Hochfrequenz an
das Resonanzrohr 319 erzeugt, welches an Hochfrequenz von
13,56 MHz angeschlossen ist. Die Substratoberfläche wird
durch H₂-Radikale behandelt, die durch das Plasma erzeugt
werden.
In Fig. 13 sind Schnittansichten zur Erläuterung des
selektiven Herstellungsvorgangs für den W-Film gemäß
Ausführungsform 3 der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die
benutzte Probe ist ebenso wie bei der ersten Ausführungsform.
Substrat 701 aus Silizium (Si), Oxidfilm 702, Al-Si-Cu-Film
703, und Plasma-SiO₂-Film 704, Kontaktloch 705 und
Verschmutzungsschicht 706 werden entsprechend der in Fig. 1
gezeigten ersten Ausführungsform erzeugt (Fig. 13 (a)).
Zuerst wird das Substrat 701 auf den Waferhalter 102 in der
in Fig. 5 gezeigten Vakuumkammer 101 aufgesetzt. Das
Substrat 701 wird in die Vakuumkammer 301 über die
Vakuumkammern 101, 102 befördert, und auf den Waferhalter 315
in der Vakuumkammer 301 aufgesetzt. Daraufhin wird das Innere
der Vakuumkammer 301 auf einen Druck von 1 × 10-5 Pa oder
weniger evakuiert. Dann wird ein Schieber 317 geöffnet, und
H₂ in einer Menge von 100 cc/Minute eingelassen, bis sich ein
Druck in der Vakuumkammer 301 von 5,0 mPa einstellt. Wenn in
diesem Zustand an das Resonanzrohr 319 Hochfrequenzenergie
mit 50 bis 150 W und 13,56 MHz angelegt wird, wird eine
elektrische Entladung erzeugt, und ein Wasserstoffplasma
erzeugt. Durch dieses Wasserstoffplasma erzeugte
Wasserstoffradikale gelangen zur Substratoberfläche und ätzen
den Oxidfilm auf der Substratoberfläche (Fig. 13 (b)).
Nach einer 10 bis 60 Sekunden langen Ätzung durch das
Wasserstoffplasma ist die Verschmutzungsschicht 706 auf den
Al-Si-Cu-Film 703 vollständig entfernt (Fig. 13 (c)) . Dann
wird die Zufuhr von H₂ unterbrochen, ein Ventil 321 geöffnet,
und Cl₂ in einer Menge von 100 cc/Minute eingelassen. Der
Druck in der Vakuumkammer 301 wird auf 0,8 Pa eingestellt.
Hierbei wird keine elektrische Entladung bei dem Cl₂
durchgeführt. Dieser Vorgang wird über einen Zeitraum von 30
bis 60 Sekunden durchgeführt. Durch diesen Vorgang werden
Cl-Atome oder Cl₂-Moleküle auf der Oberfläche des
Siliziumoxids absorbiert (Fig. 13(c)).
Besonders Chlor wird fest an den freien Bindungen von Si
absorbiert, so daß die freien Bindungen durch Chlor
abgesättigt werden. Obwohl Chlor auch an der Al-Si-Cu-
Oberfläche am Boden des Kontaktlochs absorbiert wird, handelt
es sich hier hauptsächlich nur um eine physikalische
Absorption mit schwacher Absättigung durch Chlor bei
Zimmertemperatur (Fig. 13 (d)).
In diesem Zustand wird das Substrat 701 von der Vakuumkammer
301 durch die Vakuumkammer 201 in die Vakuumkammer 401
befördert, und auf die keramische Heizvorrichtung 402 in der
Vakuumkammer 401 aufgesetzt. Das Substrat wird über einen
vorbestimmten Zeitraum auf eine gewünschte Temperatur
eingeregelt. Beispielsweise nach Einstellung der Temperatur
des Substrats auf 220° werden die Absperrventile 406 und 407
geöffnet, und 20 cc/Minute WF₆ bzw. 14 cc/Minute Silan (SiH₄)
drei Minuten lang eingelassen.
Dann wird die Zufuhr von WF₆ und SiH₄ unterbrochen, und das
Innere der Vakuumkammer 401 evakuiert. Wenn sich in der
Vakuumkammer 201 ein Druck von 5 × 10-9 Pa oder weniger
eingestellt hat, wird der Absperrschieber 104 geöffnet, und
das Substrat 701 in die Vakuumkammer 101 befördert. Wenn dann
in der Vakuumkammer 501 ein Druck von 5 × 10-6 Pa oder
weniger herrscht, wird der Absperrschieber 203 geöffnet, und
das Substrat 701 in die Vakuumkammer 201 befördert, und auf
den Waferhalter 103 aufgesetzt.
In diesem Zustand wird der Absperrschieber des Pumpsystems
geschlossen, welches die Vakuumkammer 101 evakuiert, dann
wird das Ventil 105 geöffnet, trockener N₂ in die
Vakuumkammer 101 eingelassen, bis sich im Inneren der Kammer
101 Atmosphärendruck einstellt, und dann wird das Substrat
701 aus der Kammer 101 nach außen entnommen.
Untersucht man dieses Substrat 701 durch SEM, so stellt sich
heraus, daß ein W-Film mit ausreichender Selektivität in
einer Dicke von 1,2 µm in dem Kontaktloch hergestellt wurde.
Dann wird ein Al-Si-Cu-Film ausgebildet und mit einem Muster
versehen, und dann werden die elektrischen Eigenschaften
gemessen. Es können stabile elektrische Eigenschaften erzielt
werden. Darüber hinaus läßt sich eine deutliche Verbesserung
der Kurzschlußausbeute erzielen. Dies ist deswegen
wesentlich, da die Erzeugung von W-Körnern auf dem
Isolierfilm gesteuert bzw. verringert wird.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird ein
Wasserstoffgasplasma statt eines Plasmas aus einem Inertgas
verwendet. Zur Durchführung des Verfahrens gemäß
Ausführungsform 4 kann eine ähnliche Vorrichtung eingesetzt
werden, wie sie bezüglich der Ausführungsform 3 erläutert
wurde.
Fig. 14 zeigt Schnittansichten zur Erläuterung des
selektiven Herstellungsvorgangs für einen W-Film gemäß
Ausführungsform 4 der vorliegenden Erfindung.
Ein Oxidfilm 803, der ein Kontaktloch 804 aufweist, wird auf
einem Siliziumsubstrat (Si-Substrat) 801 hergestellt. Eine
Diffusionsschicht 802 wird an der Oberfläche des Substrats
801 dort ausgebildet, wo das Kontaktloch 804 freiliegt. Dann
wird eine TiSi₂-Schicht 805 an der Oberfläche der
Diffusionsschicht 802 hergestellt. Eine in dem letzten
Vorgang erzeugte Verschmutzungsschicht 806 ist in der
Oberfläche der TiSi₂-Schicht 805 vorhanden (Fig. 14 (a)).
Zuerst wird das Substrat 801 auf den Waferhalter 102 in der
in Fig. 5 gezeigten Vakuumkammer 101 aufgesetzt. Das
Substrat 801 wird in die Vakuumkammer 301 über die
Vakuumkammern 101, 102 befördert, und auf den Waferhalter 315
in der Vakuumkammer 301 aufgesetzt. Dann wird das Innere der
Vakuumkammer 301 evakuiert auf einen Druck von 1 × 10-5 Pa
oder weniger. Dann wird ein Ventil 317 geöffnet, und H₂ in
einer Menge von 100 cc/Minute eingelassen, und wird der Druck
in der Vakuumkammer 301 auf 5,0 mPa eingestellt. Wenn in
diesem Zustand an das Resonanzrohr 319 Hochfrequenzenergie
mit 50 bis 150 W bei 13,56 MHz angelegt wird, wird eine
elektrische Entladung hervorgerufen, und ein
Wasserstoffplasma erzeugt. Durch dieses Wasserstoffplasma
erzeugte Wasserstoffradikale gelangen zur Oberfläche des
Substrats, und der Oxidfilm auf der Substratoberfläche wird
geätzt (Fig. 14 (b)).
Nach einer 10 bis 60 Sekunden langen Ätzung durch das
Wasserstoffplasma ist die Verschmutzungsschicht 806 auf dem
Al-Si-Cu-Film 803 vollständig entfernt (Fig. 14 (c)). Dann
wird die Zufuhr von H₂ gestoppt, ein Ventil 321 geöffnet, und
Cl₂ in einer Menge von 100 cc/Minute eingelassen. Der Druck
in der Vakuumkammer 301 wird auf 0,8 Pa eingestellt. Zu
diesem Zeitpunkt wird keine elektrische Entladung von Cl₂
durchgeführt. Dieser Vorgang dauert 30 bis 60 Sekunden lang
an. Durch diesen Vorgang werden Cl-Atome oder Cl₂-Moleküle
auf der Oberfläche des Siliziumoxids absorbiert (Fig. 14(c)).
Besonders Chlor wird fest an den freien Bindungen von Si
absorbiert, so daß die freien Bindungen durch Chlor
abgesättigt werden. Obwohl Chlor auch an der Al-Si-Cu-
Oberfläche am Boden des Kontaktlochs absorbiert wird, handelt
es sich hier hauptsächlich um eine physikalische Absorption
unter schwacher Absättigung durch Chlor bei Zimmertemperatur
(Fig. 14(d)).
In diesem Zustand wird das Substrat 801 von der Vakuumkammer
301 aus über die Vakuumkammer 201 in die Vakuumkammer 401
befördert, und wird auf die keramische Heizvorrichtung 402 in
der Vakuumkammer 401 aufgesetzt. Das Substrat wird innerhalb
einer vorbestimmten Zeit auf eine gewünschte Temperatur
eingeregelt. Beispielsweise nach Einstellung der Temperatur
des Substrats 701 auf 220° werden die Absperrventile 406,
407 geöffnet, und drei Minuten lang 20 cc/Minute WF₆ bzw.
14 cc/Minute Silan (SiH₄) eingelassen.
Dann wird die Zufuhr von WF₆ und SiH₄ unterbrochen, und das
Innere der Vakuumkammer 401 evakuiert. Wenn in der
Vakuumkammer 201 ein Druck von 5 × 10-9 Pa oder weniger
eingestellt wurde, wird der Absperrschieber 104 geöffnet, und
das Substrat 801 in die Vakuumkammer 101 befördert. Wenn sich
dann in der Vakuumkammer ein Druck von 5 × 10-6 Pa oder
weniger eingestellt hat, wird der Absperrschieber 203
geöffnet, und das Substrat 701 in die Vakuumkammer 201
befördert, und auf den Waferhalter 103 aufgesetzt.
In diesem Zustand wird der Absperrschieber des Pumpsystems
geschlossen, welches die Vakuumkammer 101 evakuiert, das
Ventil 105 wird geöffnet, trockener N₂ wird in die
Vakuumkammer 101 eingelassen, bis sich im Inneren der Kammer
101 Atmosphärendruck einstellt, und dann wird das Substrat
801 aus der Kammer 101 nach außen entnommen.
Wird dieses Substrat 801 durch SEM untersucht, so stellt sich
heraus, daß ein W-Film mit ausreichender Selektivität in
einer Dicke von 1,2 µm in dem Kontaktloch hergestellt wurde.
Nach Erzeugung eines Al-Si-Cu-Films auf dem Substrat und
entsprechende Mustererzeugung werden dann die elektrischen
Eigenschaften gemessen. Es lassen sich stabile elektrische
Eigenschaften erzielen. Darüber hinaus kann die
Kurzschlußausbeute wesentlich verbessert werden. Dies ist
deswegen beachtlich, da die Erzeugung von W-Körner auf dem
Isolierfilm gesteuert bzw. verringert wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wie voranstehend
erläutert umfaßt die zweistufige Vorbehandlung die Schritte,
daß ein Substrat einer Plasmaatmosphäre aus einem Inertgas
oder Wasserstoffgas ausgesetzt wird, und daraufhin einer
Gasatmosphäre ausgesetzt wird, welche Halogenatome mit
Ausnahme von Fluor enthält. Durch diese beiden
Vorbehandlungsschritte wird selektiv ein Metallfilm am Boden
einer Öffnung erzeugt, die in einem Isolierfilm vorgesehen
ist.
Claims (9)
1. Verfahren zur selektiven Ablagerung eines Metallfilms in
einer Öffnung einer Isolierschicht, die auf einem
Halbleitersubstrat vorgesehen ist, wobei die Öffnung die
Oberfläche zumindest entweder einer Metallschicht, einer
Halbleiterschicht oder des Halbleitersubstrats freilegt,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Aussetzen einer Oberfläche einer Isolierschicht und der durch die Öffnung freigelegten Oberfläche einem Gasplasma, welches zumindest entweder ein Inertgas oder Wasserstoff enthält;
Aussetzen der Isolierschicht einem Gas, welches Halogenatome abgesehen von Fluoratomen enthält; und
selektives Ablagern eines Metallfilms in der Öffnung der Isolierschicht.
Aussetzen einer Oberfläche einer Isolierschicht und der durch die Öffnung freigelegten Oberfläche einem Gasplasma, welches zumindest entweder ein Inertgas oder Wasserstoff enthält;
Aussetzen der Isolierschicht einem Gas, welches Halogenatome abgesehen von Fluoratomen enthält; und
selektives Ablagern eines Metallfilms in der Öffnung der Isolierschicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gas,
welches Halogenatome mit Ausnahme von Fluor enthält, ein
Gas aus der Gruppe ist, welche Cl₂, BCl₃, HCl und CCl₄
umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
des Aussetzens eines Halbleitersubstrats gegenüber dem
Gasplasma und dem Gas, welches Halogenatome mit Ausnahme
von Fluoratomen enthält, kontinuierlich in derselben
Vakuumkammer durchgeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Metallfilm aus zumindest einem Metall besteht, welches
aus der Gruppe stammt, die W, Ti, Mo und Cu umfaßt.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Inertgas
Ar oder He ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
des Aussetzens des Halbleitersubstrats dem Gas, welches
Halogenatome mit Ausnahme von Fluoratomen enthält, bei
einer Substrattemperatur von -30 bis 60 Grad
durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
des Aussetzens des Halbleitersubstrats dem Halogenatome
mit Ausnahme von Fluoratomen enthaltenden Gas bei einer
Substrattemperatur von 10 bis 30 Grad durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
der Ablagerung eines Metallfilms bei einer
Substrattemperatur von 180 bis 260 Grad durchgeführt
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt
der Ablagerung eines Metallfilms bei einer
Substrattemperatur von 200 bis 220 Grad durchgeführt
wird.
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