DE19627844C1 - Elektromagnetisches Relais und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Elektromagnetisches Relais und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit
- - einem ersten Gehäuseteil, der eine Spule sowie einen die Spule durchsetzenden, außerhalb der Spule an deren beiden Enden Polbleche bildenden Kern trägt,
- - einem zweiten Gehäuseteil, in welchem mindestens ein Feder träger sowie mindestens ein Gegenkontaktelement verankert sind, wobei der Federträger eine mit dem Gegenkontaktele ment zusammenwirkende Kontaktfeder trägt, und
- - einem Anker, der mit der Kontaktfeder verbunden ist und die Polbleche unter Bildung von Arbeitsluftspalten überbrückt. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstel lung eines solchen Relais.
In der EP 0 531 890 A1 ist ein Schaltrelais beschrieben, wel
ches grundsätzlich einen Aufbau der eingangs genannten Art
aufweist. Die beiden Gehäuseteile bilden dort allerdings kein
geschlossenes Gehäuse, sondern es handelt sich lediglich um
eine Basis, die vorzugsweise eine Leiterplatte mit angeform
ter Seitenwand ist, und einen Deckelteil, zwischen denen auch
nach dem Zusammenfügen ein großer Gehäusespalt offen bleibt.
Vorzugsweise ist das dortige Relais als Vielfachrelais mit
einer Reihe von nebeneinander liegenden Magnetsystemen ausge
bildet, wobei eine gemeinsame Kernpolplatte auf dem Sockel
liegt und eine Reihe von senkrecht abstehenden Kernabschnit
ten bildet, auf die jeweils eine Spule aufgesteckt ist. Jedes
System besitzt außerdem einen U-förmigen Anker, der an der
Kernpolplatte gelagert ist und mit der Kontaktfeder die Spule
rahmenförmig umschließt. Der Deckelteil weist Schlitze mit
eingesteckten Gegenkontaktelementen und Federträgern auf, wo
bei diese Schlitze ebenfalls nicht dicht sind. Eine Justie
rung der Kontakte erfolgt dort offensichtlich durch die große
Gehäuseöffnung im Bereich der Kontakte.
Aus der WO 91/07770 ist bereits ein Relais bekannt, bei dem
das Magnetsystem im oberen Bereich eines Gehäuses befestigt
ist, während ein Kontaktsystem von der offenen Unterseite her
soweit eingeschoben wird, bis bei erregtem Magnetsystem der
Kontakt schließt. Nachdem dieses Kontaktsystem zur Erzeugung
eines gewünschten Überhubes um einen vorgegebenen Betrag wei
ter eingeschoben wurde, wird es in dem Gehäuse befestigt. Auf
diese Weise werden bereits bei der Montage Fertigungstoleran
zen ausgeglichen, so daß eine nachträgliche Justierung nicht
mehr erforderlich ist.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Relais der ein
gangs genannten Art mit flachem Aufbau zu schaffen, das für
unterschiedliche Größen und Anwendungen konzipiert ist und
das bei Anwendung entsprechender Fertigungsverfahren in gro
ßen Stückzahlen sehr kostengünstig hergestellt werden kann.
Dabei soll aufgrund der Konstruktion eine hohe Genauigkeit
bereits in der Fertigung erreicht werden, so daß auch ohne
nachträgliche Justierung die Relaiskennwerte mit nur geringen
Streuungen eingehalten werden.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel bei einem derartigen Relais
derart erreicht, daß die beiden Gehäuseteile als annähernd
wannenförmige Halbschalen aus Kunststoff mit ihren Rändern
abdichtend zusammengefügt sind, während die Anschlüsse für
die Spulenwicklung und für die Kontaktelemente jeweils durch
die Wand ihres zugehörigen Gehäuseteiles nach außen geführt
sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Relais bilden die beiden Halbscha
len nicht nur ein leicht abzudichtendes Gehäuse, sondern sie
dienen auch als Träger für die Funktionselemente des Relais,
wobei diese Funktionselemente, also das Magnetsystem im einen
Teil und das Kontaktsystem in dem anderen Teil bereits bei
der Fertigung der jeweiligen Halbschale sehr genau positio
niert werden können. Vorzugsweise stehen die Haupt-Fügeebenen
zwischen beiden Gehäuseteilen senkrecht zur Schaltbewegung
der Kontaktfeder, so daß durch das Zusammenfügen der beiden
Gehäuseteile der Abstand zwischen Magnetsystem und Kontakten
eingestellt werden kann. Besonders einfach werden die Fixie
rung der Funktionsteile im Gehäuse und die Abdichtung der An
schlüsse dadurch erreicht, daß diese in die jeweilige Gehäu
se-Halbschale eingebettet sind. Die Fügeebenen bestehen aus
Kunststoff, vorzugsweise thermoplastischem Kunststoff, so daß
eine dichte Verbindung, beispielsweise mit Ultraschall, auf
einfache Weise zu bewerkstelligen ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Magnetsystem
aus einem U-förmigen Kern-Jochblech, welches vorzugsweise
ebenso wie mindestens zwei Spulenanschlüsse in einen Kunst
stoff-Spulenkörper eingebettet sind. Die an beiden Enden des
Kerns ausgebildeten Polbleche erstrecken sich dann senkrecht
zur Spulenachse in den Bereich neben der Spule, wo sie von
einem neben der Spule liegenden Anker überbrückt werden. Die
ser Anker kann mehr oder weniger als ebenes Blech ausgebildet
sein bzw. an beiden Enden in unterschiedliche Höhen abge
kröpft sein, um mit entsprechend ebenfalls in der Höhe ver
setzten Polblechen zusammenzuwirken. Auf diese Weise kann der
Raum im Gehäuse für die Unterbringung der Kontakte und der
verschiedenen Anschlüsse optimal ausgenutzt werden. Eine L-förmige
Kontaktfeder, die sich mit einem Schenkel stirnseitig
vor der Spule und mit dem anderen Schenkel neben der Spule
unter oder über dem Anker erstreckt, ergibt auf engem Raum
eine große Federlänge; der Anker ist vorzugsweise im Über
gangsbereich zwischen beiden Federschenkeln an der Kontaktfe
der befestigt.
Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des Relais besteht
darin, daß der erste Gehäuseteil durch erfindungsgemäßen Ein
betten der Spule mit dem Kern einschließlich der Spulenan
schlüsse gewonnen wird,
daß der zweite Gehäuseteil durch Einbetten des Federträgers und mindestens einen Gegenkontaktelementes gewonnen wird, daß die mit dem Anker verbundene Kontaktfeder mit dem Feder träger verbunden wird, und
daß dann die beiden Gehäuseteile mit ihren Rändern aufeinan dergelegt und verbunden werden. Vorzugsweise wird dabei auch der Spulenkörper bereits vorher durch Einbetten des Kerns und der Spulenanschlüsse gebildet, wobei nach dem Wickeln der Spule und nach dem Verbinden der Spulenenden mit den Spulen anschlüssen durch eine zweite Einbettung der erste Gehäuse teil hergestellt wird. Vor dem Zusammenfügen der beiden Ge häuseteile wird der Anker mit der Kontaktfeder verbunden, wo bei je nach dem Anwendungsfall eine elektrisch leitende Ver bindung durch Schweißen oder dergleichen oder eine isolieren de Verbindung durch Umspritzen möglich ist. Die Kontaktfeder wird dann an dem im zweiten Gehäuseteil verankerten Federträ ger elektrisch leitend befestigt, beispielsweise durch Schweißen oder auch über eine Steckbefestigung.
daß der zweite Gehäuseteil durch Einbetten des Federträgers und mindestens einen Gegenkontaktelementes gewonnen wird, daß die mit dem Anker verbundene Kontaktfeder mit dem Feder träger verbunden wird, und
daß dann die beiden Gehäuseteile mit ihren Rändern aufeinan dergelegt und verbunden werden. Vorzugsweise wird dabei auch der Spulenkörper bereits vorher durch Einbetten des Kerns und der Spulenanschlüsse gebildet, wobei nach dem Wickeln der Spule und nach dem Verbinden der Spulenenden mit den Spulen anschlüssen durch eine zweite Einbettung der erste Gehäuse teil hergestellt wird. Vor dem Zusammenfügen der beiden Ge häuseteile wird der Anker mit der Kontaktfeder verbunden, wo bei je nach dem Anwendungsfall eine elektrisch leitende Ver bindung durch Schweißen oder dergleichen oder eine isolieren de Verbindung durch Umspritzen möglich ist. Die Kontaktfeder wird dann an dem im zweiten Gehäuseteil verankerten Federträ ger elektrisch leitend befestigt, beispielsweise durch Schweißen oder auch über eine Steckbefestigung.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist auch darin zu se
hen, daß beim Fügen der beiden Gehäuseteile der Kontaktüber
hub eingestellt werden kann, indem beispielsweise beim Fügen
die Durchzugsspannung des Ankers gemessen und dann der Füge
vorgang beim Erreichen eines vorgegebenen elektrischen
Kennwertes der Durchzugsspannung - der ein Maß für die Ab
brandgröße bzw. den Überhub des Kontaktes ist - unterbrochen
wird. Anstelle der Verbindung über Ultraschall oder ein son
stiges Schweißverfahren können die beiden Halbschalen aber
auch mit anderen Technologien, beispielsweise durch Kleben,
Klemmen, Vergießen oder mittels einer im Zweikomponenten-
Spritzgießverfahren angespritzten Elastomerdichtung abgedich
tet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen an
hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäß gestaltetes Relais mit teilweise
aufgeschnittenem Gehäuse,
Fig. 2 eine Spule für das Relais von Fig. 1,
Fig. 3 eine durch Umspritzen der Spule gewonnene erste Halb
schale,
Fig. 4 eine zweite Halbschale mit eingesetztem Anker,
Fig. 5 die zweite Halbschale von Fig. 4 ohne Anker in
Draufsicht,
Fig. 6 einen mit einer Kontaktfeder verschweißten Anker,
Fig. 7 einen mit der Kontaktfeder durch Umspritzen verbunde
nen Anker,
Fig. 8 die zweite Halbschale in Draufsicht mit Anker und
aufgesteckter Kontaktfeder,
Fig. 9 einen Schnitt IX-IX aus Fig. 8, jedoch mit zusätz
lich aufgesetzter erster Halbschale,
Fig. 10 ein etwas gegenüber Fig. 1 abgewandeltes Relais
beim Fügen der beiden Halbschalen,
Fig. 11 eine weitere Abwandlung des Relais von Fig. 1 mit
geänderter Anschlußkonfiguration.
Das in den Fig. 1 bis 5 gezeigte Relais besteht aus einer
ersten Halbschale 1 und einer zweiten Halbschale 2, wobei die
Halbschale 1 durch Umspritzen einer Spule 3 und die zweite
Halbschale durch Umspritzen eines Federträgers 21 sowie zwei
er Gegenkontaktelemente 22 und 23 gebildet ist. An dem Feder
träger 21 ist eine L-förmige Kontaktfeder 4 befestigt, die
ihrerseits einen Anker 5 trägt. Der annähernd Z-förmig abge
bogene Anker 5 bildet mit seinen Enden jeweils Arbeits
luftspalte mit zwei Polflächen 63 und 64 der Polbleche 61 und
62, die Teil eines U-förmigen Kerns 6 sind, wobei aber das
Polblech 62 aus der Kernebene nach oben abgekröpft ist.
Bei der Herstellung wird zunächst die Spule gewonnen, indem
der Mittelabschnitt des Kerns 6 mit thermoplastischem Kunst
stoff umspritzt wird, wodurch ein Spulenkörper 31 gebildet
wird. Die Polbleche 61 und 62 werden dabei freigehalten. Au
ßerdem werden in den Spulenkörper zwei Spulenanschlüsse 32
und 33 mit eingespritzt, und zwar so, daß nicht nur die nach
außen gerichteten Anschlußstifte 32a und 33a, sondern auch
die inneren, zur Kontaktierung der Wicklungsenden bestimmten
Verbindungsflächen 32b und 33b frei von der Einbettung blei
ben. Nach dem Aufbringen einer Spulenwicklung 34 auf den Spu
lenkörper werden deren Enden mit den Verbindungsflächen 32b
und 33b verbunden. Die Wicklungsenden werden dabei geschützt
hinter Rippen 35 in Kanälen 36 des Spulenkörpers geführt. An
schließend wird die gesamte Spule nochmals umspritzt, um so
die erste Halbschale gemäß Fig. 3 zu gewinnen. Die Polflä
chen 63 und 64 der Polbleche 61 und 62 bleiben auch von die
ser Umspritzung frei, während die übrigen Teile, insbesondere
auch die Spulenwicklung 34, in den Kunststoff 11 der ersten
Halbschale 1 eingebettet werden. Die Spulenanschlußstifte 32a
und 33a sind in dieser erneuten Einbettung dicht nach außen
geführt, wo sie gemäß Fig. 1 oder Fig. 3 nach unten abge
winkelt oder in nicht dargestellter Weise auch zur Bildung
von SMT-Anschlüssen in eine waagerechte Ebene abgekröpft wer
den können.
Die zweite Halbschale 2 wird, wie bereits erwähnt, durch Um
spritzen des Federträgers 21 sowie der Gegenkontaktelemente
22 und 23 gewonnen, wobei ein Hohlraum für die Spule und für
die bewegliche Anker-Kontaktfedereinheit freigespart ist. Die
Gegenkontaktelemente besitzen dabei jeweils einen dicht zur
Außenseite geführten Anschlußstift 22a bzw. 23a, während im
Inneren jeweils ein Festkontaktabschnitt 32b bzw. 33b mit ei
ner Edelmetall-Kontaktschicht 32c bzw. 33c versehen ist. Im
vorliegenden Beispiel ist das Kontaktmaterial als Inlay in
die Oberfläche des jeweiligen Kontaktelementes hineinplat
tiert, so daß eine Abdeckung beim Umspritzen leicht möglich
ist. Ansonsten wären auch andere Technologien zur Aufbringung
des Kontaktmaterials denkbar. Anstelle der zwei Gegenkontakt
elemente 22 und 23 könnte natürlich auch nur ein Gegenkon
taktelement zur Bildung eines Öffners oder eines Schließers
vorgesehen werden.
Die L-förmig gestaltete Kontaktfeder 4 besitzt einen ersten
Federschenkel 41, der sich stirnseitig vor der Spule er
streckt, sowie einen zweiten Federschenkel 42, der sich seit
lich neben der Spule unterhalb des Ankers erstreckt und einen
beweglichen Kontakt 43 trägt. Der erste Federschenkel 41 ist
über einen nach oben abgewinkelten Befestigungslappen 44 an
dem Federträger 21 über eine Schweißverbindung 46 gemäß Fig. 4
oder über eine Klemmkralle 45 gemäß Fig. 8 befestigt.
Durch diese Verbindungstechnik ist die Befestigungshöhe der
Kontaktfeder 4 auf dem Federträger 21 variabel, wodurch auch
die Lage des zweiten Federschenkels 42 gegenüber den Gegen
kontaktelementen eingestellt werden kann. Auf diese Weise
kann die Anker-Rückstellkraft bzw. die Ruhekontaktkraft wäh
rend des Montagevorgangs zum Ausgleich von Toleranzen beein
flußt werden.
Vor der Befestigung der Kontaktfeder an dem Federträger 21
wird sie mit dem Anker 5 verbunden, was beispielsweise gemäß
Fig. 6 über eine Schweißverbindung 51 elektrisch leitend ge
schehen kann. Soll eine Isolierung zwischen der Kontaktfeder
und dem Magnetsystem erreicht werden, so kann die Verbindung
durch eine Isolierstoff-Umhüllung 52 gemäß Fig. 7 vorgenom
men werden.
Beim Zusammenfügen der beiden Halbschalen 1 und 2 (siehe
Fig. 9) greift eine Umfangswand 12 schachtelförmig über den
unteren Gehäuseteil 2, der zu diesem Zweck einen innen umlau
fenden Steg 24 aufweist. Um eine genaue Justierung der Ab
stände zwischen Magnetsystem und Kontaktsystem zu erreichen,
besitzt einer der Gehäuseteile außerdem eine umlaufende Rippe
25, die während des Fügens mittels Ultraschall deformiert
wird und die dichte Verbindung zwischen beiden Halbschalen
herstellt. Beim Fügen der beiden Halbschalen wird dabei die
Durchzugsspannung des Ankers gemessen, wobei der Anker an die
Polflächen 63 und 64 der Polbleche 61 und 62 angezogen wird.
Sobald ein vorgegebener Kennwert der Durchzugsspannung als
Maß für die Abbrandgröße bzw. den Überhub des Kontaktes er
reicht ist, wird der Fügevorgang beendet. Das Relais ist da
mit justiert und zugleich abgedichtet.
In Fig. 10 ist eine Variante des Relais von Fig. 1 gezeigt.
In diesem Fall sind die beiden Halbschalen 101 und 102 nicht
in einer einzigen Fügeebene, sondern mit gegeneinander abge
stuften Fügeebenen 103 und 104 verbunden. Der Innenaufbau des
Relais ist der gleiche wie im vorherigen Beispiel, abgesehen
davon, daß ein Gegenkontaktelement, nämlich ein Schließer-
Gegenkontaktblech 105 mit seinem Anschlußstift 105a in die
erste Halbschale mit dem Magnetsystem eingespritzt ist. Beim
Fügen der beiden Halbschalen kann in diesem Fall der Abstand
der Gegenkontakte beeinflußt werden. Bei dieser Variante kön
nen durch eine schieberlose Spritzgießform sowohl Schweiß-,
Niet- als auch Inlay-Kontakte an den Gegenkontaktelementen
vorgesehen werden.
Der Aufbau des Relais gestattet durch die Anwendung der rela
tiv planen Teile auch andere Ausführungsformen der Anschluß
geometrie, so daß die Anschlüsse auch auf nur einer Re
laisseite aus dem Gehäuse austreten können. Eine solche Mög
lichkeit ist in Fig. 11 gezeigt, wobei eine erste Halbschale
110 die Kontaktelemente mit Anschlußstiften 111, 112 und 113
und eine zweite Halbschale 120 das Magnetsystem mit Spulenan
schlußstiften 121 und 122 trägt. Ein solches Relais benötigt
zum Stecken oder zum Löten nur eine kleine Grundfläche. An
stelle der in Fig. 11 gezeigten Lötanschlußstifte könnten
natürlich auch Flachstecker vorgesehen werden. Wie bereits
früher erwähnt wurde, können die Anschlußstifte natürlich
auch als oberflächenmontierbare SMT-Anschlüsse ausgeführt
sein.
Claims (22)
1. Elektromagnetisches Relais mit
- - einem ersten Gehäuseteil (1), der eine Spule (3) sowie ei nen die Spule durchsetzenden, außerhalb der Spule an deren beiden Enden Polbleche (61, 62) bildenden Kern (6) trägt,
- - einem zweiten Gehäuseteil (2), in welchem mindestens ein Federträger (21) sowie mindestens ein Gegenkontaktelement (22, 23) verankert sind, wobei der Federträger (21) eine mit dem Gegenkontaktelement (22, 23) zusammenwirkende Kontaktfe der (4) trägt, und
- - einem Anker (5), der mit der Kontaktfeder (4) verbunden ist und die Polbleche (61, 62) unter Bildung von Arbeits luftspalten überbrückt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gehäuseteile (1, 2) als annähernd wannenförmige
Halbschalen aus Kunststoff mit ihren Rändern abdichtend zu
sammengefügt sind, während die Anschlüsse
(21a, 22a, 23a, 32a, 33a) für die Spulenwicklung (34) und für die
Kontaktelemente (21, 22, 23) jeweils durch die Wand ihres zuge
hörigen Gehäuseteiles (1, 2) nach außen geführt sind.
2. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt-
Fügeebenen zwischen beiden Gehäuseteilen (1, 2) senkrecht zur
Schaltbewegung der Kontaktfeder (4) stehen.
3. Relais nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die aus
einem Spulenkörper (31) mit Wicklung (34) gebildete Spule (3)
zusammen mit dem Kern (6) in den Kunststoff des ersten Gehäu
seteiles (1) - unter Freisparung von Polflächen (63, 64) im
Bereich der Arbeitsluftspalte - eingebettet ist, während der
Federträger (21) und das mindestens eine Gegenkontaktelement
(22, 23) in den Kunststoff des zweiten Gehäuseteiles (2) ein
gebettet sind.
4. Relais nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kern
(6) in den Kunststoff des Spulenkörpers (31) eingebettet ist.
5. Relais nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß Anschluße
lemente (32, 33) für die Spulenwicklung (34) sowohl in den
Spulenkörper (31) als auch in den Kunststoff des ersten Ge
häuseteiles (1) eingebettet sind.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kern
(6) U-förmig ist, wobei ein Mittelabschnitt die Spule (3)
trägt und zwei Polbleche (61, 62) im wesentlichen senkrecht
zur Spulenachse abstehen und daß der Anker (5) sich im we
sentlichen parallel zur Spulenachse neben der Spule (3) er
streckt und mit beiden Polblechen (61, 62) die Arbeits
luftspalte bildet.
7. Relais nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfeder (4) L-förmig geschnitten ist, so daß sie zwei im
wesentlichen in einer Ebene verlaufende Schenkel (41, 42) be
sitzt, von denen sich der erste stirnseitig vor der Spule und
der zweite seitlich neben der Spule erstreckt, wobei dieser
zweite Schenkel (42) und der Anker (5) parallel übereinander
liegen und im Eckbereich zwischen beiden Schenkeln der Kon
taktfeder verbunden sind.
8. Relais nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
(5) mit der Kontaktfeder (4) metallisch, nämlich durch
Schweißen (51), Nieten oder dergleichen, verbunden ist.
9. Relais nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
(5) mit der Kontaktfeder (4) über eine gemeinsame Isolier
stoff-Umhüllung (52) verbunden ist.
10. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem
zweiten Gehäuseteil (2) zwei Gegenkontaktelemente (22, 23)
verankert sind, die mit der Kontaktfeder (4) einen Umschalt
kontakt bilden.
11. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zwei
tes Gegenkontaktelement (105) in dem ersten Gehäuseteil (101)
verankert ist, welches mit dem in dem zweiten Gehäuseteil
(102) verankerten Gegenkontaktelement (23) und mit der Kon
taktfeder (4) einen Umschaltkontakt bildet.
12. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Gehäuseteile (1, 2) mit abgestuft ausgebildeten Rändern
(103, 104) mindestens zwei gegeneinander parallel versetzte
Trennebenen aufweisen.
13. Verfahren zur Herstellung eines Relais nach einem der An
sprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der erste Gehäuseteil (1) durch Einbetten der Spule (3) mit dem Kern (6) einschließlich der Spulenanschlüsse (32, 33) gewonnen wird,
- - daß der zweite Gehäuseteil (2) durch Einbetten des Feder trägers (21) und mindestens eines Gegenkontaktelementes (22, 23) gewonnen wird,
- - daß die mit dem Anker (5) verbundene Kontaktfeder (4) mit dem Federträger (21) verbunden wird und
- - daß dann die beiden Gehäuseteile (1, 2) mit ihren Rändern aufeinandergelegt und verbunden werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß zunächst
ein Spulenkörper (31) durch Einbetten des Kerns (6) und der
Spulenanschlüsse (32, 33) gebildet wird, daß dieser Spulenkör
per (31) mit einer Spulenwicklung (34) versehen und dann zur
Bildung des ersten Gehäuseteils (1) erneut eingebettet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
(5) mit der Kontaktfeder (4) durch Schweißen verbunden und
letztere dann mit dem Federträger (21) verbunden wird.
16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker
(5) mit der Kontaktfeder (4) durch Einbettung in Isolierstoff
(52) verbunden wird.
17. Relais nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfeder (4) mit dem Federträger (21) durch Schweißen ver
bunden wird.
18. Relais nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kon
taktfeder (4) mit dem Federträger (21) durch Steckbefestigung
verbunden wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusam
menfügen beider Gehäuseteile (1, 2) der Ankerhub und/oder der
Überhub indirekt (elektrisch über die Durchzugsspannung) ge
messen und bei Erreichen einer vorgegebenen Größe der Füge
vorgang beendet wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand
bereich (25) zumindest einer der beiden Halbschalen (1) beim
Fügen bis zum Erreichen des vorgegebenen Überhubes deformiert
wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand
bzw. eine am Rand angeformte Rippe (25) einer der beiden
Halbschalen (1) beim Fügen durch Ultraschall verformt wird.
Priority Applications (8)
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|---|---|---|---|
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