DE19626212C2 - Ölsaugfilter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Öl-Saugfilter, insbe
sondere für Automatik-Getriebe, mit einem den Fil
ter aufnehmenden Gehäuse, das eine Ölansaugöffnung
an dessen Unterseite aufweist.
Solche Filter sind allgemein bekannt. Sie dienen
dazu, das beispielsweise aus einer Ölwanne ange
saugte Öl von Verunreinigungen zu befreien. Dafür
ist der Öl-Saugfilter mit seiner Ölansaugöffnung
nach unten zeigend in der Ölwanne beziehungsweise
einem Ölsumpf angeordnet. Das Öl wird somit von der
Unterseite des Gehäuses aus durch den Filter in
einen an der Oberseite des Gehäuse angeordneten
weiterführenden Kanal gesaugt.
Dabei gelangen auch Luftbläschen, die sich an der
Unterseite des Gehäuses ansammeln, mit in den Fil
ter und letztlich auch zur Pumpe. Die Luftbläschen
selbst entstehen durch sich in der Ölwanne drehende
Teile, beispielsweise Zahnräder eines Automatik-Ge
triebes, die Luft in das Öl "hineinschlagen", be
ziehungsweise durch Spritzöl, das zur Kühlung ver
wendet wird.
Die mit eingesaugte Luft führt nun in der Pumpe zu
einer erhöhten Geräuschbildung und zu einem erhöh
ten Pumpenverschleiß.
Aus der DE 39 06 313 A1 ist ein Ölfilter mit einem
zweiteiligen Gehäuse bekannt. Zwischen dem unteren
Gehäuseteil und dem oberen Gehäuseteil ist ein
Filter angeordnet, der von mehreren, an der Grund
fläche des unteren Gehäuseteils befestigten Halte
rungsvorsprüngen beabstandet zur Grundfläche gehal
ten wird. Zur Verstärkung eines Ansaugabschnitts
sind Verstärkungsrippen vorgesehen, die im Inneren
des Gehäuses auf der Grundfläche des unteren Gehäu
seteils befestigt sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen
Öl-Saugfilter anzugeben, der zu einer Verringerung des
Pumpenverschleißes und zu einer Verminderung der
Geräuschentwicklung beiträgt.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des An
spruchs 1 gelöst. Dadurch, daß an der Unterseite
des Gehäuses randoffene Sicken vorgesehen sind, die
von in das Innere des Gehäuses hineinragenden Rip
pen gebildet werden, wird das Ansammeln von Luft
bläschen an der Unterseite des Gehäuses verhindert.
Hierdurch werden sowohl der Pumpenverschleiß ver
ringert als auch die Geräuschentwicklung vermin
dert. Die in das Innere des Gehäuses hineinragenden
Rippen verstärken zusätzlich das Gehäuse des Öl
saugfilters, der somit einen einfachen Aufbau auf
weist und kostengünstig herstellbar ist.
Die Luftableitvorrichtung ist vorzugsweise als Ring
ausgebildet, der die Ansaugöffnung vollständig um
gibt, wobei die Mantelfläche des Rings quer zur Un
terseite des Gehäuses verläuft.
Ist die Ölansaugöffnung in einem Randbereich der
Unterseite des Gehäuses angeordnet, so werden die
Vorteile der Erfindung auch dann erreicht, wenn die
Luftableitvorrichtung nicht die vollständige An
saugöffnung umgibt sondern nur den Teil, der der
Unterseitenmitte zugewandt ist. Es gelangen zwar
somit Luftbläschen aus dem Randbereich mit in den
Filter. Da dieser Randbereich im Vergleich zu der
gesamten Fläche der Unterseite gering ist, ist auch
die Luftbläschenmenge so gering, daß eine deutliche
Geräuschverminderung erreicht wird. Sollte sich un
terhalb des Filters eine starke Strömung ausbilden,
liegt die Luftableitvorrichtung so, daß die Luft
blasen nicht in den Filter gespült werden, also auf
der Seite, die die Strömung zuerst erreicht. In
diesem Fall muß die Ansaugöffnung nicht unbedingt
im Randbereich der Unterseite des Gehäuses angeord
net sein.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine Längser
streckung, das heißt Höhe der Luftableitvorrichtung
von mindestens 3 mm herausgestellt, da die sich an
der Unterseite bildende Luftbläschenschicht in der
Regel nicht mehr als 3 mm beträgt.
Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel des Öl
saugfilters, das sich dadurch auszeichnet, daß der
Ölansaugöffnung und/oder einer auf der Oberseite
des Gehäuses vorgesehenen Ölabflußöffnung eine
Ölumlenkeinrichtung zugeordnet ist, die das den
Filter durchströmende Öl so umlenkt, daß sich eine
gleichmäßige Durchströmung des Filters ergibt. Da
durch wird verhindert, daß sich im Inneren des Ge
häuses ansammelnde Luftbläschen, die sich zu großen
Luftblasen zusammenschließen, zusammen mit dem an
gesaugten Öl aus dem Filter ausströmen.
Der Bildung großer Luftblasen wird durch die
gleichmäßige Durchströmung des Filters entgegenge
wirkt.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung er
geben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbei
spiels mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
Ölansaugfilters in einer Ölwanne und
Fig. 2a, 2b eine schematische Darstellung eines wei
teren Ausführungsbeispiels eines Ölan
saugfilters.
In Fig. 1 ist ein Ölsaugfilter 1 zusehen, der in
nerhalb einer mit Öl gefüllten Ölwanne 3 angeordnet
ist.
Der Ölsaugfilter 1 umfaßt ein Gehäuse 5, das aus
zwei Teilen 7 und 9 zusammengesetzt ist. Diese bei
den tellerförmigen Gehäuseteile sind aufeinanderge
setzt und mittels einer Umbördelung 11 der Ränder
miteinander fixiert.
Innerhalb des Gehäuses 5 liegt ein lediglich sche
matisch gezeigter Filter 13, der einen Innenraum 15
des Gehäuses 5 im wesentlichen ausfüllt.
An einer unten liegenden Grundfläche 17 des Gehäu
seteils 9 ist eine Öffnung 19 in den Innenraum 15
ausgebildet. Diese Öffnung 19 liegt im gezeigten
Ausführungsbeispiel in einem Randbereich der Grund
fläche 17.
Diametral gegenüber ist in einer nach oben gerich
teten Grundfläche 21 des oberen Gehäuseteils 7 eine
weitere Öffnung 23 vorgesehen, die in einen Kanal
25 mündet.
Dieser rein schematisch dargestellte Kanal 25 ist
an der Grundfläche 21 angebracht und führt zu einer
nicht dargestellten Pumpe.
Die unten liegende Öffnung 19 ist von einem Ring 27
umgeben, dessen Längsachse 29 im wesentlichen senk
recht auf der Grundfläche 17 steht.
Der Ring 27 ist an seinem einen Ende fest mit der
Grundfläche 17 des unteren Gehäuseteils 9 verbunden
und erstreckt sich mindestens 3 mm in Längsrichtung
nach unten. Eine Mantelfläche 31 des Rings 27 sorgt
somit dafür, daß die in den Innenraum 15 mündende
Einlaßöffnung niveaumäßig tiefer liegt als die
Grundfläche 17 des unteren Gehäuseteils 9.
Fig. 1 läßt darüber hinaus Luftbläschen 33 er
kennen. Diese Luftbläschen entstehen durch rotie
rende Teile, beispielsweise eines Automatik-Getrie
bes, die das Öl verwirbeln und damit Luft einbrin
gen. Diese Luftbläschen 33 steigen aufgrund ihres
spezifischen Gewichts nach oben an die Öloberflä
che. Die von unterhalb der Grundfläche 17 aufstei
genden Luftbläschen 33 gelangen jedoch nicht sofort
an die Öloberfläche sondern sammeln sich an der
Grundfläche 17. Dabei entsteht eine Luftschicht bei
der sich kleine Luftbläschen zu großen zusammen
schließen.
Im Betrieb saugt nun die nicht gezeigte Pumpe Öl
aus der Wanne 3 durch den Ring 27 in den Innenraum
15 und dann in den Kanal 25 an. Beim Ansaugen bil
det die Mantelfläche 31 des Rings 27 eine Barriere
für die an der Unterseite 17 angesammelten Luft
bläschen 33, so daß diese nicht in den Innenraum 15
gelangen können.
Somit wird in einfacher aber wirkungsvoller Weise
verhindert, daß zu einer Erhöhung der Geräuschent
wicklung führende Luft mit angesaugt wird.
Selbstverständlich kann der Ring 27 auch andere
Formen aufweisen, sofern eine Barriere die Öffnung
19 umgibt, die ein Hineinschappen von Luftbläschen
33 in den Innenraum 15 verhindert. So genügt es
beispielsweise, daß die Mantelfläche 31 schräg und
nicht senkrecht zur Unterseite 17 verläuft. Eine
sehr gute Geräuschminderung wird auch schon dann
erreicht, wenn die Mantelfläche 31 nicht die ge
samte Öffnung 19 umgibt, sondern lediglich den zu
der Mitte der Grundfläche 17 hin gerichteten Ab
schnitt. In diesem Fall würden zwar die im Randbe
reich 35 angesammelten Luftbläschen aufgrund der
fehlenden Barriere in den Innenraum 15 gesaugt. Da
dieser Randbereich jedoch flächenmäßig sehr klein
ausfällt, ist auch die eingesaugte Luftmenge ver
nachlässigbar klein.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist
die Grundfläche 17 Rippen auf, die in das Gehäu
seinnere hineinragen. Diese Rippen dienen dazu, ein
Filtervlies beabstandet zur Grundfläche zu stützen.
Um zu verhindern, daß sich an der Unterseite der
Grundfläche in den Sicken zu viel Luft ansammelt,
sind diese Sicken zum Gehäuserand hin randoffen
ausgebildet. Dadurch strömt die sich ansammelnde
Luft am Gehäuse vorbei noch oben.
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform des
Filters gezeigt. Sie entspricht im wesentlichen dem
bereits in Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterten
Beispiel, weshalb auf eine nochmalige Beschreibung
der mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichneten
Teile verzichtet wird.
Der Unterschied besteht darin, daß in die Ansaug
öffnung 19 des Filters eine Umlenkeinrichtung 41
von der Oberseite her eingeklipst ist. Diese Um
lenkeinrichtung 41 hat die Aufgabe, das einströ
mende Öl so umzulenken, daß der gesamte Innenraum
des Filters gleichmäßig durchströmt wird. Insbeson
dere soll das Filtervlies 13 gleichmäßig und mit
einer relativ geringen Geschwindigkeit durchströmt
werden.
Die Umlenkeinrichtung 41 ist, wie in Fig. 2b ge
zeigt, halbschalenförmig ausgebildet, wobei in der
Schale längsverlaufende Rippen 43 angebracht sind.
Diese Form bewirkt, daß das einströmende Öl nicht
direkt nach oben zur Öffnung 23 abfließt, sondern
hauptsächlich zur Seite umgelenkt wird.
Auch die Öffnung 23 ist mit einer Umlenkeinrichtung
41 versehen, wobei diese so ausgerichtet ist, daß
sich ein im wesentlichen diametral verlaufender Öl
durchfluß durch den Filter ergibt.
Der Vorteil der Umlenkeinrichtung 41 liegt darin,
daß die gleichmäßige Durchströmung des Innenraums
eine Ansammlung von Luft verhindert. Diese wird
stetig in Form kleiner Luftbläschen abtranspor
tiert. Somit können sich nicht eine Vielzahl von
kleinen Luftbläschen zu einer großen Luftblase zu
sammenschließen, die dann zu negativen Auswirkungen
bezüglich des Geräuschverhaltens der Pumpe führt.
Claims (9)
1. Ölsaugfilter, insbesondere für Automatik-Ge
triebe, mit einem einen Filter (13) aufnehmenden
Gehäuse (5), das eine Ölansaugöffnung (19) an des
sen Unterseite (17) aufweist, dadurch gekennzeich
net, daß an der Unterseite (17) des Gehäuses (5)
randoffene Sicken vorgesehen sind, die von in das
Innere des Gehäuses (5) hineinragenden Rippen ge
bildet werden.
2. Ölsaugfilter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest teilweise um die Ölansaug
öffnung (19) herum eine Luftableitvorrichtung (27)
angeordnet ist.
3. Ölsaugfilter nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Luftableitvorrichtung (27) dem
größeren Flächenbereich der Unterseite (17) zuge
wandt ist.
4. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftab
leitvorrichtung (27) die Ölansaugöffnung (19) voll
ständig umgibt.
5. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftab
leitvorrichtung einen Ring (27) aufweist, dessen
Mantelfläche (31) quer zur Unterseite (17) des Ge
häuses (5) verläuft.
6. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(5) eine im wesentlichen ebene Unterseite (17) auf
weist.
7. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölansaug
öffnung (19) in einem Randbereich der Gehäuse-Un
terseite (17) angeordnet ist.
8. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftab
leitvorrichtung eine Höhe von mindestens 3 mm auf
weist.
9. Ölsaugfilter nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölansaug
öffnung (19) und/oder einer auf der Oberseite des
Gehäuses (5) vorgesehenen Ölabflußöffnung (23) eine
Ölumlenkeinrichtung (41) zugeordnet ist, die das
den Filter durchströmende Öl so umlenkt, daß sich
eine gleichmäßige Durchströmung des Filters ergibt.
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Also Published As
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