DE19626017A1 - Kraftfahrzeuganlasser mit einem einstückigen Relaisspulenkörper und Einrückrelais für einen solchen Anlasser - Google Patents
Kraftfahrzeuganlasser mit einem einstückigen Relaisspulenkörper und Einrückrelais für einen solchen AnlasserInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kraftfahrzeug
anlasser.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf einen
Kraftfahrzeuganlasser in der Ausführung mit einem
elektromagnetischen Einrückrelais, in dem eine ring
förmige Erregerwicklung, die aus wenigstens einem auf
einem Spulenkörper aufgewickelten Draht besteht, im
Einrückrelais ein Magnetfeld erzeugt, das die axiale
Verschiebung eines beweglichen Kerns bewirken kann,
und in der Ausführung mit einem Führungsrohr, das
axial in den Spulenkörper eingesetzt ist, für die
Zentrierung der Wicklung im Einrückrelais sowie für
die axiale Führung des beweglichen Kerns.
Eine solche Bauweise eines elektromagnetischen Ein
rückrelais ist nach dem Stand der Technik bekannt.
Das Führungsrohr wird allgemein aus einem nicht magne
tischen Metallwerkstoff hergestellt, während der
Spulenkörper durch Formpressen, insbesondere aus
Kunststoff, ausgeführt wird, um die elektrische Iso
lierung der Wicklung zu gewährleisten.
Ein solcher Spulenkörper weist jedoch den Nachteil
auf, daß er ein schlechter Wärmeleiter ist, was zur
Folge hat, daß eine ausreichende Abkühlung der Wick
lung verhindert wird.
Dieses Problem erweist sich als besonders schwerwie
gend im Falle eines kompakten Einrückrelais, in dem
Ströme mit hoher Stromstärke fließen.
Die daraus resultierende Erhöhung der Temperatur der
Wicklung kann dann zu einer Beschädigung des Isoliermaterials
der Drähte oder sogar zu einer Beschädigung
des Spulenkörpers führen.
Um diese Nachteile abzustellen, schlägt die Erfindung
einen Anlasser der eingangs genannten Art vor, bei dem
der Spulenkörper und das Führungsrohr aus einem Stück
ausgeführt sind, das einen rohrförmigen Körper umfaßt,
an dessen Außenfläche zwei radiale Kragen angeordnet
sind, die axial eine ringförmige Aufnahme für das
Einsetzen der Erregerwicklung begrenzen, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spulenkörper aus einem nicht
magnetischen stromleitenden Material ausgeführt ist,
um die Verschiebung des beweglichen Kerns zu bremsen,
und daß das Teilstück der zylindrischen Außenfläche
des rohrförmigen Körpers zwischen den beiden radialen
Kragen und die gegenüberliegenden axialen Flächen der
radialen Kragen mit einem elektrisch nicht leitenden
Material überzogen sind.
Nach anderen Merkmalen der Erfindung ist folgendes
vorgesehen:
- - Ein erster radialer Kragen ist an einem axialen Ende des rohrförmigen Körpers angeordnet und enthält axiale Öffnungen für den Durchgang des Drahts, aus dem die Erregerwicklung besteht.
- - Der rohrförmige Körper umfaßt ein zweites axiales Ende, das sich über den zweiten radialen Kragen hinaus verlängert und zur Außenseite eines Gehäuses des Ein rückrelais führt, so daß die axiale Führungslänge des beweglichen Kerns vergrößert wird.
Außerdem schlägt die Erfindung ein Einrückrelais für
einen erfindungsgemäßen Anlasser vor.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung,
zu deren Verständnis auf die beigefügten Zeichnungen
verwiesen wird, auf denen folgendes dargestellt ist:
- - Fig. 1 zeigt eine Längsschnittansicht eines erfin dungsgemäßen Anlasserrelais.
- - Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Spulenkörpers des Einrückrelais von Fig. 1 im Längsschnitt durch eine Ebene, die im Verhältnis zu Fig. 1 um 90° um die Achse X-X versetzt ist.
- - Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Spulenkörpers von Fig. 2.
- - Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Spulenkörpers.
Das in Fig. 1 dargestellte Einrückrelais umfaßt im
wesentlichen ein zylindrisches Gehäuse 12 mit der
Achse X-X, in dessen Innern eine ringförmige Erreger
wicklung 14 gelagert ist, deren Aufgabe darin besteht,
im Einrückrelais 10 ein axiales Magnetfeld zu erzeu
gen.
Die Erregerwicklung 14 besteht aus wenigstens einem
Leitungsdraht, der auf einen erfindungsgemäßen Spulen
körper 16 aufgewickelt ist.
Der Spulenkörper 16 wird durch ein erstes axiales Ende
18 auf eine feststehende Polmasse 20 zentriert.
Eine Betätigungsstange 22 für einen beweglichen Kon
takt 24 ist axial in der feststehenden Polmasse 20
geführt und kann den beweglichen Kontakt 24 axial von
einer (in Fig. 1 veranschaulichten) Ruhestellung, in
welcher der bewegliche Kontakt 24 an der feststehenden
Polmasse 20 anliegt, zu einer (nicht dargestellten)
Arbeitsstellung verschieben, in welcher der Kontakt 24
eine elektrische Verbindung zwischen zwei Klemmen 26,
28 herstellt, so daß die Stromversorgung des (nicht
dargestellten) Motors eines mit dem Einrückrelais 10
ausgerüsteten Anlassers gesteuert wird.
Die axiale Verschiebung der Betätigungsstange 22 wird
durch einen beweglichen zylindrischen Kern 30 gesteu
ert, der sich unter dem Einfluß des durch die Wicklung
14 erzeugten Magnetfelds axial zwischen einer Ruhe
stellung, in die er durch eine Rückstellfeder 32
zurückgebracht wird, und einer Arbeitsstellung ver
schieben kann, in welcher er die Verschiebung der
Betätigungsstange 22 und damit die Herstellung des
Kontakts zwischen den beiden Klemmen 26, 28 bewirkt.
Die Rückstellfeder 32 ist außen an dem zylindrischen
Gehäuse 12 um den beweglichen Kern 30 herum angeord
net, wobei sie an einem radialen Teller 31, der an dem
beweglichen Kern 30 angesetzt ist, und an einer Quer
wand 33 des zylindrischen Gehäuses 12 zur Auflage
kommt.
Erfindungsgemäß wird der bewegliche Kern 30 axial
durch die ringförmige Innenfläche 34 des Spulenkörpers
16 geführt, der ein Führungsrohr bildet.
In den Fig. 2 und 3 wird der Spulenkörper 16 ge
nauer dargestellt, der erfindungsgemäß aus einem Stück
ausgeführt ist.
Der Spulenkörper 16 umfaßt einen rohrförmigen zylin
drischen Körper 36, auf dessen Außenfläche 38 zwei
Kragen 40, 42 angeordnet sind, die sich radial nach
außen erstrecken.
Die Außenfläche 38 des rohrförmigen Körpers 36 und die
beiden radialen Kragen 40, 42 begrenzen zusammen einen
radial nach außen offenen ringförmigen Raum, der für
die Aufnahme der Erregerwicklung bestimmt ist.
Ein erster radialer Kragen 40 ist am axialen Ende 44
des rohrförmigen Körpers 36 angeordnet, der die Zen
trierung des Spulenkörpers 16 auf die feststehende
Polmasse 20 ermöglicht.
Auf an sich bekannte Weise enthält der erste radiale
Kragen 40 zwei axiale Öffnungen 46, 48, durch welche
die Enden des Wicklungsdrahts axial hindurchgeführt
werden können.
Jede der Öffnungen 46, 48 ist außerdem mit einer Quer
nut 50, 52 verbunden, die tangential in der radialen
Außenfläche 51 des radialen Kragens 40 angeordnet ist
und die zum äußeren Umfang 54 des radialen Kragens 40
führt.
Eine derartige Anordnung ermöglicht die axiale Heraus
führung der Enden des Leitungsdrahts, der auf ein
fache Weise durch Biegen tangential auf dem Spulen
körper 16 aufgewickelt werden kann, wobei das Biegen
durch Einsetzen des Endes des Leitungsdrahts in die
Nuten 50, 52 erfolgt.
Dadurch kann vor allem auf einen Einfädelvorgang an
den Enden des Leitungsdrahts verzichtet werden, der
besonders schwierig zu automatisieren wäre.
Der erfindungsgemäße Spulenkörper 16 wird einstückig
aus einem nicht magnetischen stromleitenden Metall
werkstoff ausgeführt.
Der Spulenkörper 16 kann daher als eine ringförmige
Kurzschlußwindung betrachtet werden, deren Stromdurch
gangsquerschnitt gleich dem axialen Querschnitt des
Spulenkörpers 16 ist.
Bei der Einleitung des Strom in die Erregerwicklung 14
kommt es daher zu einer Veränderung des Magnetflusses,
der axial durch den als eine Windung betrachteten
Spulenkörper 16 hindurchgeht.
Nach der Lenzschen Regel tritt daher in dieser Kurz
schlußwindung ein elektrischer Strom auf, welcher der
Feldänderung entgegenwirkt, die zu seiner Entstehung
geführt hat.
Der im Spulenkörper induzierte Strom verläuft daher in
entgegengesetzter Richtung zu dem Strom, der durch die
Erregerwicklung 14 hindurchgeht, wobei er auf die
Erzeugung eines Magnetfelds hinwirkt, das der Ver
schiebung des beweglichen Kerns 30 zu seiner Arbeits
stellung entgegenwirkt.
Dadurch entsteht eine elektromagnetische Bremse,
welche die Verschiebung des beweglichen Kerns 30
verlangsamt.
Dies ist insofern besonders interessant, als dadurch
die Phasenverschiebung der Bewegungen des mit geringer
Masse ausgeführten beweglichen Kerns 30 im Verhältnis
zu den Verschiebungen der (nicht dargestellten) Rit
zeleinrückvorrichtung des Anlassers begrenzt wird,
deren Masse deutlich größer ausfällt.
Dadurch wird die Herstellung des Kontakts für die
Stromversorgung des Anlassermotors verhindert, bevor
die Anlassereinrückvorrichtung korrekt am Zahnkranz
des Schwungrads eingespurt ist.
Um die elektrische Isolierung der Erregerwicklung im
Verhältnis zum Spulenkörper 16 zu gewährleisten, sind
die gegenüberliegenden Flächen 56, 58 der Flansche 40,
42 und das Teilstück 60 der Außenfläche 38 des rohr
förmigen Körpers 36 zwischen den Kragen 40 und 42 mit
einer dünnen Isolierbeschichtung überzogen.
Eine derartige Beschichtung kann in Form eines Lacks,
eines elektrolytischen Anstrichs oder einer Eloxierung
ausgeführt werden.
Der rohrförmige Körper 36 des Spulenkörpers 16 besitzt
gegenüber dem axialen Zentrierende 44 ein zweites
axiales Ende 62, das sich axial hinter den zweiten
Flansch 42 erstreckt und das außen an die Querwand 33
des zylindrischen Gehäuses 12 führt.
Dieses austretende Ende 62 ermöglicht insbesondere die
Zentrierung der Rückstellfeder 32 des beweglichen
Kerns 30, wobei es außerdem eine Vergrößerung der
Führungslänge für den beweglichen Kern 30 im Gehäuse
12 ermöglicht.
Eine derartige Gestaltung des Spulenkörpers 16 ermög
licht die Ausführung eines starren Teils, das die
Wärme ausreichend ableitet, um eine optimale Abkühlung
der Erregerwicklung herbeizuführen.
Claims (4)
1. Kraftfahrzeuganlasser in der Ausführung mit einem
elektromagnetischen Einrückrelais (10), in dem eine
ringförmige Erregerwicklung (14), die aus wenigstens
einem auf einem Spulenkörper (16) aufgewickelten Draht
besteht, im Einrückrelais (10) ein Magnetfeld erzeugt,
das die axiale Verschiebung eines beweglichen Kerns
(30) bewirken kann, und in der Ausführung mit einem
Führungsrohr (34), das axial in den Spulenkörper (16)
eingesetzt ist, für die Zentrierung der Erregerwick
lung (14) im Einrückrelais (10) sowie für die axiale
Führung des beweglichen Kerns (30), wobei der Spulen
körper (16) und das Führungsrohr (34) aus einem Stück
ausgeführt sind, das einen rohrförmigen Körper (36)
umfaßt, an dessen Außenfläche (38) zwei radiale Kragen
(40, 42) angeordnet sind, die axial eine ringförmige
Aufnahme für das Einsetzen der Erregerwicklung (14)
begrenzen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spulenkörper (16) aus einem nicht magnetischen
stromleitenden Material ausgeführt ist, um die Ver
schiebung des beweglichen Kerns (16) zu bremsen, und
daß das Teilstück der zylindrischen Außenfläche (38)
des rohrförmigen Körpers (36) zwischen den beiden
radialen Kragen (40, 42) und die gegenüberliegenden
axialen Flächen (56, 58) der radialen Kragen (40, 42)
mit einem elektrisch nicht leitenden Material überzogen
sind.
2. Anlasser nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein erster radialer
Kragen (40) an einem axialen Ende (44) des rohrförmi
gen Körpers (36) angeordnet ist und axiale Öffnungen
(46, 48) für den Durchgang des Drahts enthält, aus dem
die Erregerwicklung (14) besteht.
3. Anlasser nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der rohrförmige Körper
(36) ein zweites axiales Ende (62) umfaßt, das sich
über den zweiten radialen Kragen (42) hinaus ver
längert und zur Außenseite eines Gehäuses (12) des
Einrückrelais (10) führt, so daß die axiale Führungs
länge des beweglichen Kerns (30) vergrößert wird.
4. Elektromagnetisches Einrückrelais für einen An
lasser, der nach einem der vorangehenden Ansprüche
ausgeführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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- 1995-07-05 FR FR9508220A patent/FR2736397B1/fr not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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| ITRM960481A0 (de) | 1996-07-05 |
| FR2736397B1 (fr) | 1997-08-08 |
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