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Die
Erfindung bezieht sich auf einen mit einem Gebläse betriebenen Gas-, insbesondere
Luftsauger für
Staub, Schüttgut
oder dergleichen mit einer Absetzkammer, in der sich mitgesaugte
Feststoffe und Flüssigkeiten
mehrstufig gefiltert unter dem Einfluss der Schwerkraft absetzen
und dabei auch das Gebläse
schützt.
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Ein
Sauger zur Nassentsorgung einer Lackierkabine mit einer Absetzkammer,
in der sich Tröpfchen
des Lackiermittels und von Lösungen
absetzen können,
ist in der
DE 36 19
674 A1 beschrieben. Dabei besteht die Absetzkammer aus
Schächten
eines Tropfenabscheiders, unter dem ein Auffangtank angeordnet ist,
der in die Schächte
geleitetes Wasser zusammen mit den abgeschiedenen Tropfen auswäscht und
dem Auffangtank zuführt. Der
Auffangtank ist durch einen Deckel zugänglich, bei dessen Öffnung die
Entsorgung des Tankes möglich
ist.
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Die
in den Schriften
DE
28 11 139 A1 ,
DE
21 45 813 A ,
DE
79 05 460 U1 ,
DE
75 39 532 U ,
CH 349 043 ,
US 48 41 595 ,
US 36 05 786 ,
DE 70 12 871 U beschriebenen
Sauger haben einen Einlass- Anschluss und einen Auslass-Anschluss.
Die Gebläse bei
diesen Saugern können
wahlweise mit der Absetzkammer so verbunden werden, dass entweder aus
der Kammer gesaugt oder in diese hinein geblasen werden kann. Die
Verschmutzung verbleibt jedoch in der Flüssigkeit und kann zum Verstopfen
der Auslässe
führen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sauger der Eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem sich die Entsorgung der Absetzkammer, ohne
diese öffnen
zu müssen,
auf technisch elegante Weise bewerkstelligen lässt und die Auslässe von Verstopfungen
freihält.
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Erfindungsgemäß geschieht
dies dadurch, dass das Gebläse
mit der Absetzkammer derart wahlweise verbindbar ist, dass das Gebläse entweder
Gas aus der Absetzkammer absaugt oder in diese einbläst, und
dass die Absetzkammer mit zwei Zugängen versehen ist, von denen
der erste im Saugbetrieb als Einlass wirkt, während der zweite gesperrt ist,
und im Blasbetrieb der erste Zugang geschlossen und der zweite,
der mit dem Grund der Absetzkammer in Verbindung steht, geöffnet ist.
Weiterhin ist der Sauger mit einer in die Absetzkammer hineinragenden
Vorabscheidekammer versehen, die mit dem Gebläse in Verbindung steht und
die mit einem Vorfilter versehen ist, wobei der erste Zugang zur
Vorabscheidkammer und der zweite Zugang direkt zu der Absetzkammer
führt und
das Gebläse
mit der Vorabscheidkammer derart in Verbindung steht, dass im Saugbetrieb
Gas in die Vorabscheidekammer und durch das Vorfilter in die Absetzkammer
eingesaugt wird.
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Aufgrund
dieser Ausstattung des Saugers mit dem Vorfilter lassen sich gröbere Partikel
(Grobgut) vorab mittels des Vorfilters abscheiden, wobei im Saugbetrieb
das Gas, bevor es in die Absetzkammer ge langt, zunächst in
die Vorabscheidkammer geleitet wird und von dieser dann über das
Vorfilter in die Absetzkammer eintritt.
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Aufgrund
der Umkehrung des Gas-, insbesondere Luftstromes im Falle des Saugbetriebs
und in umgekehrter Richtung im Falle des Blasbetriebes lässt sich
im Saugbetrieb die Ausfilterung durch Absetzen von Staubschüttgut oder
dergleichen auf den Grund der Absetzkammer unter dem Einfluss der Schwerkraft
herbeiführen,
während
im Blasbetrieb durch entsprechende Verbindung des Gebläses mit der
Absetzkammer der vom Gebläse
erzeugte Gasstrom in die Absetzkammer eingeleitet wird, diese dabei
unter Überdruck
setzt und auf diese Weise die auf dem Grund der Absetzkammer abgesetzten
Partikel bei geöffnetem
zweiten Zugang zur Absetzkammer aus dieser über diesen zweiten Zugang herausdrückt. Zur
Entsorgung des Saugers bedarf es also lediglich einer Umsteuerung
des von dem Gebläse erzeugten
Gasstromes, der einerseits im Saugbetrieb für die Filterung des umgebenden
Gases, also insbesondere der Luft, dient und im Blasbetrieb die
in der Absetzkammer abgesetzten Partikel aus dieser herausbläst, womit
die Entsorgung vollzogen ist. Irgendeine Öffnung des Saugers, insbesondere
der Absetzkammer ist dabei also nicht erforderlich.
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Die
Verbindung zwischen Absetzkammer und Vorabscheidkammer für den Durchtritt
des vom Gebläse
angesaugten Gases legt man zweckmäßig so, dass dieser vertikal
mit Abstand von dem Grund der Absetzkammer angeordnet ist. In diesem
Falle kann sich auf dem Grund der Absetzkammer eine erhebliche Menge
an abgesetzten Partikeln ablagern, da der Durchlass relativ hoch
gegenüber
den Grund der Absetzkammer angeordnet ist, wodurch verhindert wird,
dass sich bei einem zu hohen Verschmutzungsgrad des durchgeblasenen
Gases bzw. der Luft der Durchlass versetzt.
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Den
Sauger kann man weiterhin mit einem Feinfilter versehen, das mit
dem Gebläse
verbunden ist, und das innerhalb eines Feinfiltergehäuses in
die Vorabscheidkammer hineinragt, wobei der Boden der Vorabscheidkammer über einen
im wesentlichen vertikal verlaufenden Verbindungskanal mit dem Durchlass
verbunden ist. Aufgrund dieser Gestaltung lässt sich der Sauger mit zwei
Stufen einer Ausfilterung versehen, so dass das von dem Sauger gereinigte Gas
bzw. die Luft mit hohem Reinheitsgrad das Gebläse verlässt.
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Um
im Saugbetrieb die Verbindung zwischen Gebläse und Absetzkammer, gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung von Vorabscheidkammer und Feinfiltergehäuse, in
günstiger
Weise auszuführen, gestaltet
man diese Verbindung zweckmäßig als
Umkehrkanal, der den Saugstutzen des Gebläses an eine Öffnung anschließt, die
mit der Absetzkammer in Verbindung steht. In diesem Falle wird also
aus der Umgebung Gas bzw. Luft über
die Absetzkammer eingesaugt, wobei der Gasstrom zu der Öffnung gelangt
und von dieser dann über
den Umkehrkanal in den Saugstutzen des Gebläses eintritt. Im Blasbetrieb
wird demgegenüber
der Umkehrkanal mit dem Blasstutzen des Gebläses verbunden, so dass dieses über seinen
nunmehr offenen Saugstutzen Gas aus der Umgebung ansaugt und in
den Blasstutzen drückt,
von dem aus der Gasstrom in den Umkehrkanal gelangt, der ständig mit
der Öffnung
in Verbindung bleibt, die zu der Absatzkammer führt und daher nunmehr den vom
Gebläse
erzeugten Gasstrom in die Vorabscheidkammer einbläst.
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Es
wird also bei der Umschaltung von Saugbetrieb auf Blasbetrieb und
umgekehrt die eine Seite des Umkehrkanals vom Saugstutzen des Gebläses auf
dessen Blasstutzen umgeschaltet und umgekehrt, wobei die andere
Seite des Umkehrkanals ständig
mit der Öffnung
der Vorabscheidkammer verbunden bleibt.
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In
den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigen:
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1: den Sauger mit Gebläse, Absetzkammer,
Vorabscheidkammer und Feinfiltergehäuse im Saugbetrieb,
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2: den gleichen Sauger im
Blasbetrieb, wobei die Umschaltung vom Saugbetrieb und Blasbetrieb
und umgekehrt jeweils über
einen flexiblen Umkehrkanal geschieht,
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3: den Ersatz des Umkehrkanals
durch Ventile, und zwar im Saugbetrieb,
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4: die Anordnung gemäß 3 im Blasbetrieb.
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1 zeigt das symbolhaft dargestellte
Gebläse 1 mit
seinem Saugstutzen 2 und seinem Blasstutzen 3.
Das Gebläse 1 sitzt
auf dem Feinfiltergehäuse 4,
das in den Zylindermantel 5 übergeht. Das Feinfiltergehäuse 4 weist
die Öffnung 6 auf,
die hier über
den Umkehrkanal 10 mit dem Saugstutzen 2 des Gebläses 1 in
Verbindung steht. Die Öffnung 6 führt direkt
zu dem Innenraum des Zylindermantels 5, in dem ein Feinfilter 8 untergebracht
ist, das hier als ein sogenannter Sternfilter (wegen seines sternförmigen Querschnitts)
ausgebildet ist. Die weitere Verbindung vom Zylindermantel 5 zu
der Absetzkammer 7 führt über den
im wesentlichen vertikal verlaufenden Verbindungskanal 9 zu
einem Durchlass 11, der in der Vorabscheidkammer 12 vorgesehen
ist. Die Vorabscheidkammer 12 umgibt den Zylindermantel 5, sie
weist an ihrem unteren Ende das Vorfilter 13 auf, das hier
aus einem grobmaschigen Sieb besteht. Die Vorabscheidkammer 12 besitzt
den Zugang 14 (erster Zugang), der somit über das
Feinfilter 13 mit dem Innenraum der Absetzkammer 7 in
Verbindung steht. Außerdem
besitzt die Absetzkammer 7 den weiteren Zugang 15 (zweiter
Zugang), der über
den Entsorgungskanal 16 mit dem Grund 20 der Absetzkammer 7 in
Verbindung steht.
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In
dem in 1 dargestellten
Saugbetrieb wird bei Einsatz des dargestellten Saugers in einer Luftatmosphäre Luft
durch das Gebläse 1 angesaugt, und
zwar auf folgendem Wege: Die Außenluft
tritt über
den Kanal 17 und das Ventil 18 in den ersten Zugang 14 ein
und gelangt somit in den Innenraum der Vorabscheidkammer 12.
Von hier aus tritt die Luft durch das Vorfilter 13 in den
Innenraum der Absetzkammer 7, wobei von dem Vorfilter 13 besonders
grobe Partikel aufgefangen werden. Im Innenraum der Absetzkammer 7 fallen
unter dem Einfluss der Schwerkraft weitere feinverteilte Feststoffe
und vor allem Flüssigkeiten
aus und bilden dabei das durch die gestrichelten Linien angedeutete
Filtrat 19. Für den
Austritt der Luft aus dem Innenraum der Absetzkammer 7 ist
der Durchlass 11 vorgesehen, der hier bewusst relativ hoch über dem
Grund 20 der Absetzkammer 7 angeordnet ist, um
ein Absetzen von Filtrat in erheblicher Menge in der Absetzkammer 7 zu
ermöglichen,
ohne dass dabei frühzeitig
der Durchlass 11 verstopft wird. An den Durchlass 11 ist
der Verbindungskanal 9 angeschlossen, der im wesentlichen vertikal
verläuft
und im Bereich des Bodens 21 des Zylindermantels 5 in
das Filtergehäuse 4 einmündet. Aus
dem Filtergehäuse 4 wird
dann die Luft über
den Umkehrkanal 10 und den Saugstutzen 2 in das
Gebläse 1 eingesogen
und tritt aus diesem über
den Blasstutzen 3 aus. Bei dieser Gestaltung eines Saugers,
bei dem es in erster Linie auf die Führung der Luft im Bereich der
Absetzkammer 7 ankommt, wird also Filtrat 19 oberhalb
des Grundes 20 der Absetzkammer 7 ausgefiltert,
wobei zusätzlich
durch das Feinfilter 8 eine besonders intensive Luftreinigung
erfolgt. Wenn dabei eine zu starke Ausfilterung von groben Partikeln
durch das Vorfilter 13 erfolgt, kann dieses ohne weiteres
durch kurzzeitiges Abnehmen und Säubern wieder funktionsgerecht
gestaltet werden. Hierzu sind in nicht dargestellter Weise an sich
bekannte Befestigungsorgane an dem unteren Ende der Vorabscheidekammer 12 vorzusehen.
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Anhand
der 2, in der der gleiche
Sauger wie in 1 dargestellt
ist, sei nunmehr der Blasbetrieb erläutert, durch den die Absetzkammer 7 von abgesetztem
Filtrat 19 gereinigt wird. Dies geschieht durch Umschaltung
des Umkehrkanals 10 vom Saugstutzen 2 zum Blasstutzen 3,
wobei das andere Ende des Umkehrkanals 10 jeweils fest
mit der Öffnung 6 am
Filtergehäuse 4 in
Verbindung bleibt. Um diese Umschaltung zu ermöglichen, ist der Umkehrkanal 10 hier
als ein elastischer Balg ausgebildet, der über entsprechende bekannte
Anschlüsse
mit dem Saugstutzen 2 oder dem Blasstutzen 3 in
Verbindung gebracht werden kann. Gemäß 2 ist
für den Blasbetrieb
der Umkehrkanal 10 mit dem Blasstutzen 3 verbunden,
wobei der Saugstutzen 2 offen bleibt, so dass über den
Saugstutzen 2 das Gebläse 1 Luft aus
der Umgebung ansaugen kann. Die so angesaugte Luft wird dann über den
Umkehrkanal 10 und die Öffnung 6 in
das Feinfiltergehäuse 4,5 geleitet, wo
es das Feinfilter 8 durchsetzt und in den Verbindungskanal 9 eintritt,
von dem aus die Luft über
den Durchlass 11 in den Innenraum der Absetzkammer 7 gelangt.
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Da
in dem dargestellten Betriebsfall das Ventil 18 im Kanal 17 geschlossen
ist, kann die in die Absetzkammer 7 eingeleitete Luft nicht über den
ersten Zugang 14 austreten. Die im Innenraum der Absetzkammer 7 unter
einem gewissen Überdruck
stehende Luft drückt
auf die Oberfläche
des Filtrats 19 und presst dieses durch den Entsorgungskanal 16 in
den zweiten Zugang 15, dessen nachgeschaltetes Ventil 22 in
diesem Falle geöffnet
ist, so dass das Filtrat 19 vollständig unter der Wirkung des
von dem Gebläse 1 aufgebauten
Druckes aus der Absetzkammer 7 herausgefördert werden
kann.
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Wie
ersichtlich, lässt
sich mit dem in 1 und 2 dargestellten Sauger einerseits
die gewünschte
Filterung und andererseits die notwendige Entsorgung des in der
Absetzkammer 7 abgesetzten Filtrats bewerkstelligen, und
zwar lediglich durch eine entsprechende Umschaltung der Wirkungsweise
des Gebläses 1,
ohne dass dieses seine Drehrichtung irgendwie ändern müsste.
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In
den 3 und 4 ist ein Ausschnitt aus
den 1 und 2 dargestellt, der sich lediglich auf
den Bereich des Gebläses 1 und
das obere Ende des Feinfiltergehäuses 4 bezieht.
Im Gegensatz zu der Darstellung gemäß 1 und 2 wird hier für die Umschaltung
von Saugen auf Blasen und umgekehrt nicht ein flexibler Umkehrkanal 10 verwendet,
sondern die beiden Ventile 23 und 24. Die Anordnung
ist hier so vorgesehen, dass in dem in 3 dargestellten Saugbetrieb der Blasstutzen 3 über das
Ventil 23 auf den Auslass 25 geschaltet ist und
dabei die Verbindung zum Umkehrkanal 26 absperrt. Dabei
saugt das Gebläse 1 über den
Saugstutzen 2 und das Ventil 24 Luft über den
Umkehrkanal 26 und die Öffnung 6 an,
wohin die Luft aus dem Feinfiltergehäuse 4 gelangt (siehe
Erläuterung
zu 1). Wird dagegen auf den
in 4 dargestellten Blasbetrieb
umgeschaltet, so verbindet das Ventil 23 den Blasstutzen 3 mit
dem Umkehrkanal 26 und das Ventil 24 die Saugöffnung 27 mit
dem Saugstutzen 2 des Gebläses 1. Auf diese Weise
wird die über
die Saugöffnung 27 angesaugte Luft
von dem Gebläse 1 über Blasstutzen 3,
das Ventil 23 und den Umkehrkanal 26 in die Öffnung 6 des Feinfiltergehäuses 4 transportiert,
von wo aus es dann, wie im Zusammenhang mit 2 beschrieben, in das Innere des Saugers
eintritt und somit das Filtrat 19 aus der Absetzkammer 7 herausdrückt.