DE19624712A1 - Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen mit jeweils einer Spinnspindel und mit einer selbsttätigen Hülsenwechselvorrichtung - Google Patents
Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen mit jeweils einer Spinnspindel und mit einer selbsttätigen HülsenwechselvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spinnvorrichtung mit einer Spinn
spindel für eine Spulenhülse einer Ringspinnmaschine und einem
Greiforgan.
Es ist allgemein bekannt, daß Spulenhülsen auf den sie tragenden
Spinnspindeln mit Hilfe von Vorrichtungen, wie zum Beispiel Zen
trier- und Kupplungssystemen, zentriert und festgeklemmt werden
müssen. Hierbei gilt es auch, eventuell auftretende Toleranzen
an den Innenflächen der Spulenhülsen zu überbrücken.
Es sind Vorrichtungen mit speziell ausgebildeten Mitnahmekörpern
bekannt, die durch die Zentrifugalkraft, welche beim Umlauf der
Spinnspindeln auftritt, radial nach außen bewegt werden und da
durch eine Klemmung zwischen Spinnspindel und Spulenhülse bewir
ken.
Diese Mitnahmekörper können entweder konstruktiv (DE 43 18 027
A1) oder durch Vorhandensein eines Sicherungselements in Form
einer Kappe (DE 41 31 498 A1) gegen ein ungewolltes Herausfallen
gesichert sein.
In weiterer Ausgestaltung sind Hülsenkupplungen bekannt, die
gleichfalls im Betrieb auftretende Zentrifugal- als auch perma
nent wirkende Federkräfte zur Herstellung einer Zentrier- und
Klemmwirkung benützen. Hierbei können drei oder mehrere Flieh
kraftkörper, die mit einer Zusatzmasse versehen sind und
wiederum gegen ein ungewolltes Herausfallen mittels einer Kappe
gesichert sind, im gleichmäßigen Abstand voneinander am Außen
umfang der Spinnspindel angebracht sein (DE 43 23 068 A1).
Eine weitere Lösungsmöglichkeit zur Herstellung einer Zentrier- und
Klemmwirkung zwischen Spinnspindel und Spulenhülse besteht
darin, daß in mindestens zwei Bohrungen, die orthogonal zuein
ander verlaufen und in Axialrichtung der Spinnspindel versetzt
zueinander angebracht sind, Schraubenfedern ortsfest gelagert
sind, die an ihren Schraubenfederenden je ein Klemmelement in
Form von Kugeln, Bolzen oder dergleichen, besitzen, welche gegen
die Öffnungen drücken und dabei zwischen der Spinnspindel und
der auf ihr aufgesteckten Spulenhülse eine Zentrier- und Klemm
wirkung herstellen. Dabei sind die Durchmesser dieser Löcher ge
ringfügig kleiner als die Durchmesser der Klemmelemente, wodurch
ein Herausfallen der Klemmelemente im Falle des Fehlens der
Spulenhülsen vermieden wird (DE 16 84 501 U).
Als der der Erfindung naheliegendste Stand der Technik kann eine
in der DE 16 84 501 U beschriebene Hülsenkupplung betrachtet
werden. Hierbei sind drei radialsymmetrisch angeordnete Kugeln
einerseits an der quer zur Spindelachse liegenden Innenfläche
eines die Kupplungshülse abschließenden Kopfstücks und anderer
seits gegen die kegelförmige Mantelfläche des Oberteils einer in
der Kupplungshülse in axialer Richtung abgefederten hülsenför
migen Einsatzes abgestützt. Der hülsenförmige Einsatz wird dabei
durch die Schraubenfeder beaufschlagt, die in einem weiteren
Einsatzteil in der Kupplungshülse abgestützt ist. Da die drei
Kugeln einem u. a. durch an der Mantelfläche des Oberteils ange
brachte Rillenführungen genau gleichmäßigen Druck ausgesetzt
sind, ist eine zentrische Halterung der Spulenhülse gewähr
leistet.
Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtungen ist darin zu sehen,
daß die Hülsenwechselvorrichtung beim Abziehen der bewickelten
Spulenhülsen, auch Kopse genannt, zusätzlich zur Gewichtskraft
der abzuziehenden Spulenhülsen eine Abziehkraft, die sich aus
einer Federkraft und einer sich im Kräftedreieck hinzuad
dierenden Reibungskraft zwischen Kugeln und der Innenseite der
Spulenhülse zusammensetzt, aufbringen muß. Das als Stand der
Technik angeführte Zentrier- und Kupplungssystem kann also als
ein geschlossenes System betrachtet werden, an welchem keine
äußeren Kräfte zur Reduzierung der inneren Systemkräfte einwir
ken können.
Entsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu
grunde, eine Hülsenkupplung zu realisieren, mittels welcher die
im Rahmen des Hülsenwechselvorgangs benötigte Abziehkraft mini
miert werden kann, aus dem geschlossenen Kräftesystem also ein
offenes Kräftesystem wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs
genannten Merkmale gelöst. Hierdurch wird der Vorteil erreicht,
daß das Anliegen der Kupplungs- und Zentrierkörper an die
Spulenhülse aufgehoben wird und bei deren Abziehen von der
Spinnspindel die Reibungskraft dieser Kupplungs- und Zentrier
körper an der Spulenhülse nicht überwunden werden muß. Dieses
Verschieben muß gegen die Kraft des Kraftspeichers, in aller
Regel einer Feder, erfolgen, der die Kupplungs- und Zentrier
körper zur Anlage an die Spulenhülse belastet. Es kann kraft
schlüssig bspw. mittels Magnetkraft erfolgen, bevorzugt ist aber
vorgesehen, das Verschieben formschlüssig mittels einer Betäti
gungsvorrichtung zu bewirken.
Die Anordnung kann so getroffen werden, daß der Schieber nach
unten oder nach oben verschoben wird und daß dieses Verschieben
von der Spindelspitze oder vom Spindelfuß her erfolgt. Bevorzugt
ist aber vorgesehen, der Schieber mittels der von der Spinde
lspitze her angreifenden Betätigungsvorrichtung nach unten zu
verschieben, weil hierzu nur ein Aufdrücken der Betätigungsvor
richtung auf den Schieber erforderlich ist, kein Kuppeln auf
Zug.
Die Betätigungsvorrichtung kann einen Stempel haben, der auf das
aus dem Spindeloberteil herausragende Ende des Schiebers wirkt.
Dieses Ende des Schiebers kann dabei auch als Spinnfinger ausge
bildet sein, so daß auch eine solche Ausbildung der Spinnspindel
dem Einsatz der Erfindung nicht entgegensteht.
Dieses Außer-Wirkung-Setzen kann dadurch erreicht werden, daß
die Zentrierkörper entlastet werden, daß also die Kraft, die sie
nach außen gegen eine Spulenhülse drückt, ausgeschaltet wird. In
einer anderen Ausführungsform kann das Einwirken der belastet
bleibenden Zentrierkörper auf die Spulenhülse unterbunden wer
den, indem sich bspw. ein Zwischenglied zwischen die Zentrier
körper und die Spulenhülse schiebt, so daß der durch die Zen
trierkörper ausgeübte Druck durch dieses Zwischenglied aufge
nommen wird.
Wie ein Entlasten der Zentrierkörper erreicht werden kann, hängt
von der Art ab, wie sie belastet werden. Es gibt Zentrierkörper,
die durch Verdrehen einer Kurvenscheibe nach außen gedrückt wer
den. Meist werden Zentrierkörper durch jeweils mindestens eines
kegeligen Bereichs eines axial verschiebbaren, durch den Kraft
speicher beaufschlagten Schiebers bzw. Druckbolzens belastet,
wodurch sie sich dann an die Spulenhülse anlegen.
Bei Spinnspindeln, deren Zentrierkörper mittels jeweils min
destens eines kegeligen Bereichs eines axial verschiebbaren,
durch den Kraftspeicher beaufschlagten Schiebers an die Spulen
hülse anlegbar sind, ist vorgesehen, daß die Betätigungsvor
richtung den Schieber entgegen der Wirkung seines Kraftspeichers
beaufschlagt. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform,
bei der der Schieber die Zentrierkörper durch Bewegung nach oben
belastet. Hierbei kann die Betätigungsvorrichtung zum Entlasten
der Zentrierkörper den Schieber sehr einfach von der Spindel
spitze her durch Druck beaufschlagen.
Bei Spinnspindeln, deren Zentrierkörper mittels jeweils min
destens eines kegeligen Bereichs eines axial wirkenden, durch
den Kraftspeicher beaufschlagten Druckbolzens an die Spulenhülse
anlegbar sind, ist vorgesehen, daß die Betätigungsvorrichtung
ein die Spindelspitze umfassendes Zwischenglied entgegen der
Wirkung seines Kraftspeichers beaufschlagt. Besonders vorteil
haft ist eine Ausführungsform, bei der sich das Zwischenglied
zwischen die Zentrierkörper und die Spulenhülse schiebt, so daß
der durch die Zentrierkörper ausgeübte Druck durch dieses
Zwischenglied aufgenommen wird. Hierbei kann die Betätigungsvor
richtung zum Entlasten der Zentrierkörper das Zwischenglied sehr
einfach von der Spindelspitze her durch Druck beaufschlagen.
Die Betätigungsvorrichtung muß die Zentrierkörper so lange ent
lasten, bis die Hülsenwechselvorrichtung die konische Spulen
hülse so weit abgezogen hat, daß wieder belastete und aus der
Spinnspindel hervortretende Zentrierkörper nicht mehr mit den
Spulenhülsen in Eingriff kommen können. Welchen Weg die Spulen
hülsen und die Hülsenwechselvorrichtung hierzu zurückgelegt
haben müssen und wie lange demgemäß die Betätigungsvorrichtung
die Zentrierkörper entlastet halten muß, hängt wesentlich von
der Innenkontur der Spulenhülsen ab.
Für kegelige Spulenhülsen sind Kegel von 1 : 38 und 1 : 64 genormt.
Der Innendurchmesser insbesondere von Spulenhülsen mit einem
Kegel von 1 : 64 nimmt nur sehr langsam zu, so daß die Betäti
gungsvorrichtung über einen recht großen Weg der Hülsenwechsel
vorrichtung in Wirkung bleiben muß. Dieser Weg kann wesentlich
verkürzt werden, wenn sich an den Bereich, in dem die Zentrier
körper mit einer Spulenhülse in Eingriff stehen, ein Bereich an
schließt, in dem der Innendurchmesser der Spulenhülse auf einem
kurzen Abstand vom Eingriffsdurchmesser auf einen Durchmesser
zunimmt, bei dem die Zentrierkörper nicht mehr mit der Spulen
hülse in Eingriff treten.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Zentrierkörper am
unteren Ende der Spulenhülse mit dieser in Eingriff kommen. Dann
kann dieser Eingriff auch schon dann nicht mehr stattfinden,
wenn das untere Ende der Spulenhülse über die Zentrierkörper an
gehoben ist. In beiden Fällen kann schon ein Abzugsweg von bspw.
10 mm ausreichen und die Innenkontur der Spulenhülse kann im Üb
rigen zylindrisch sein.
Wenn die Betätigungsvorrichtung von der Spindelspitze her wirk
sam wird, muß sie, um den Fadenlauf und den Spulenhülsenwechsel
vorgang nicht zu behindern, entfernbar sein. In einer vorteil
haften Ausführungsform ist sie deshalb mit dem ohnehin verlager
baren Greiforgan der Hülsenwechselvorrichtung verbunden. Da das
Greiforgan zwar auch über der Spinnspindel auf und ab bewegbar
ist, die notwendigen Bewegungen des Greiforgans und der Betäti
gungsvorrichtung jedoch nicht übereinstimmen, muß die Betäti
gungsvorrichtung gegenüber dem Greiforgan axial verschiebbar
sein. Dieses Verschieben erfolgt vorteilhaft gegen die Wirkung
eines passiven Kraftspeichers, insbesondere in Form einer Feder.
Das Verschieben kann jedoch auch durch einen aktiven Kraftspei
cher bspw. in Form eines fluidischen, insbesondere eines pneuma
tischen, steuerbaren Arbeitselements erfolgen.
In einer anderen Ausführungsform sind die Betätigungsvor
richtungen getrennt von den Greiforganen der Hülsenwechselvor
richtung. Sie können an einer am Maschinengestell gelagerten
Schiene angeordnet sein, die über die Spinnspindeln vorschiebbar
ist. Da hierbei die Hubbewegung der Hülsenwechselvorrichtung
nicht nutzbar ist, weisen die Betätigungsvorrichtung in diesem
Falle aktive Kraftspeicher auf.
Da die Betätigungsvorrichtung die Wirkung des Kraftspeichers des
Schiebers bzw. des Zwischenglieds auf diesen bzw. diese aus
schalten soll, muß ihr Kraftspeicher über den ganzen Bereich des
Einwirkens auf den Schieber bzw. auf das Zwischenglied eine grö
ßere Kraft aufbringen als der Kraftspeicher des Schiebers bzw.
des Zwischenglieds auf diesen. Der Kraftspeicher der Betäti
gungsvorrichtung muß daher entsprechend dimensioniert sein. Wenn
die Kraftspeicher bspw. als Federn ausgeführt sind, muß die
Feder der Betätigungsvorrichtung eine höhere Kraft aufbringen
als die Feder des Schiebers bzw. des Zwischenglieds.
Um eine gute Zentrierwirkung zu erzielen, ist vorgesehen, min
destens drei Zentrierkörper anzuordnen. Da die Zentrierkörper
jedoch beim Abziehen und beim Aufstecken von Spulenhülsen ent
lastet werden, kann auch eine größere Anzahl von Zentrierkörpern
vorgesehen werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dar
gestellten Figuren näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 die Längsschnitte durch den oberen Bereich eines Spin
deloberteils mit aufgesteckter und bewickelter Spulen
hülse und durch das Greiforgan;
Fig. 2a bis 2e mehrere Phasen des Abzugs der bewickelten Spulenhülse
von der Spinnspindel in schematischen Längsschnitten;
Fig. 3a bis 3b zwei Phasen der Übergabe der bewickelten Spulenhülse in
eine Aufnahmevorrichtung in schematischen Längs
schnitten;
Fig. 4a bis 4b zwei Phasen der Entnahme der leeren Spulenhülse von
einer Abgabevorrichtung in schematischen Längs
schnitten;
Fig. 5a bis 5e mehrere Phasen der Aufsteckung der leeren Spulenhülse
auf die Spinnspindel in schematischen Längsschnitten;
Fig. 6 die Längsschnitte durch die Spinnspindel mit aufge
steckter leerer Spulenhülse und durch das Greiforgan;
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit sepa
rater Betätigungsvorrichtung, konventionellem Greif
organ und Spinnspindel mit aufgesteckter voller Spulen
hülse in schematischen Längsschnitten;
Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine Spinnspindel, bei welcher
die Zentrierkörper im unteren Bereich angebracht sind,
die mit einem Spinnfinger versehen ist und eine bewic
kelte Spulenhülse aufgesteckt ist;
Fig. 9 einen Längsschnitt durch eine zylindrische Spinnspindel
mit aufgesteckter Spulenhülse;
Fig. 10 einen Längsschnitt durch eine zylindrische Spinnspindel
mit einem die Spindelspitze umfassenden Zwischenglied
und mit aufgesteckter Spulenhülse;
Fig. 11 einen Querschnitt durch eine Spinnspindel in Höhe der
Zentrierkörper.
Nach abgeschlossenem Spinnprozeß, bei welchem die auf der Spinn
spindel 1 aufgesteckte Spulenhülse 2 zu einem Kops bewickelt
wurde, wird, wie in Fig. 1 dargestellt wird, die Spinnspindel 1
aus ihrer Rotationsbewegung heraus in eine Stillstandsposition
gebracht. Anschließend wird ein eine Betätigungsvorrichtung 3
tragendes Greiforgan 4 mittels einer schon bekannten und deshalb
nicht näher dargestellten Hülsenwechselvorrichtung 5 in eine
vertikale Position über die Spinnspindel 1 gebracht.
Die Hülsenwechselvorrichtung 5 und die Greiforgane 4 können von
beliebiger bekannter Bauart sein. Die Darstellung geht von
Greiforganen 4 aus, die an einer nicht näher dargestellten Hub- und
Schwenkvorrichtung 6 auf und ab bewegbar und ausschwenkbar
sind. Ein Greiforgan 4 weist eine trichterförmige Einführöffnung
7 für die Spitze einer Spulenhülse 2 und einen Klemmzapfen 8,
der entgegen der Kraft der Feder 9 in Richtung auf die Spulen
hülse 2 verschiebbar ist, auf.
Wie aus Fig. 2a hervorgeht, wird zu Beginn der Abzugsphase das
Greiforgan 4 samt Betätigungsvorrichtung 3 durch die Hülsen
wechselvorrichtung 5 in Pfeilrichtung X nach unten abgesenkt,
wobei der Stempel 10 der Betätigungsvorrichtung 3 auf dem Schie
ber 11 der Spinnspindel 1 aufsitzt.
Gemäß Fig. 2b wird das Greiforgan 4 samt Betätigungsvorrichtung
3 weiterhin in Pfeilrichtung X nach unten abgesenkt. Da die Fe
der 12 der Betätigungsvorrichtung 3 eine größere Kraft ausübt
als die Feder 13 des Schiebers 11 der Spinnspindel 1, wird
letztere nach unten gedrückt. Dadurch entfällt die bisher auf
die Zentrierkörper 14 wirkende Radialkraft und aufgrund der et
was zur Spindelachse 15 hin geneigten Bohrungsachsen 16 rollen
die Zentrierkörper 14 nun nach innen zur Spindelachse 15 hin.
Durch diese Wegbewegung der Zentrierkörper 14 wird die kraft
schlüssige Verbindung zwischen der Spinnspindel 1 und der Innen
kontur der Spulenhülse 2 aufgehoben und die Spulenhülse 2 lagert
von nun an frei auf der Spinnspindel 1.
Weiterhin wird danach, wie in Fig. 2c dargestellt, das Greif
organ 4 über die Spulenhülse 2 noch so lange weiter in Pfeil
richtung X nach unten abgesenkt, bis sie mittels des Klemm
zapfens 8 ergriffen werden kann. Hierbei wird die auf dem
Schieber 11 der Spinnspindel 1 aufliegende Betätigungsvor
richtung 3 gegen die Kraft der Feder 12 geschoben.
Ist diese Bewegungsfolge abgeschlossen, wird die Membran 17 in
einem bestimmten Betriebsdruck beaufschlagt und verschiebt da
durch den bisher in Ruhestellung liegenden Klemmzapfen 8 ent
gegen der Kraft der Feder 9 in Richtung auf die Spulenhülse 2.
Der Klemmzapfen 8 kontaktiert dann die Außenkontur der schon im
Aufnahmebereich 18 weilenden Spulenhülse 2 und drückt diese an
schließend gegen die starr angebrachte Anschlageinlage 19, so
daß die Spulenhülse 2 geklemmt wird.
Wie aus Fig. 2d hervorgeht, wird in der nächsten Phase das
Greiforgan 4 gemeinsam mit der geklemmten und bewickelten
Spulenhülse 2 durch den Hubmechanismus der nicht dargestellter
Hülsenwechselvorrichtung 5 gemäß der angedeuteten Bewegungs
richtung X nach oben bewegt, wobei der Stempel 10 der Betäti
gungsvorrichtung 3 durch die Kraft der Feder 12 den Schieber 11
der Spinnspindel 1 in abgesenkter Stellung hält. Diese Phase
dauert so lange an, bis der obere Bund des Stempels 11 am Steg
des Greiforgans 4 zur Anlage kommt. Es ist noch anzumerken, daß
während dieser Phase die Zentrierkörper 14 weiterhin in ihrer
Ruhestellung verharren, sie also nicht in Kontakt mit der
während dieser Phase allmählich abgezogenen bewickelten Spulen
hülse 2 stehen.
In der nächsten Phase, dargestellt in Fig. 2e, wird das Greif
organ 4 mit der geklemmten und bewickelten Spulenhülse 2 weiter
hin gemäß der angedeuteten Bewegungsrichtung X nach oben wegbe
wegt, so daß nun der Schieber 11 der Spinnspindel 1 aufgrund der
Kraft der Feder 13 nach oben bewegt wird. Dabei tritt der Konus
20 wieder in Kontakt mit den Zentrierkörpern 14 der Spinnspindel
1 und verschiebt sie aufgrund zunehmenden Durchmessers in ihren
Bohrungen 21 radial nach außen. Die bewickelte Spulenhülse 2 ist
jedoch schon so weit von der Spinnspindel 1 abgezogen, daß der
größere Innendurchmesser der Spulenhülse 2 durch die Zentrier
körper 14 nicht mehr erreicht wird.
In den nächsten Phasen, welche nicht in den Figuren der Zeich
nung dargestellt wurden, wird die bewickelte Spulenhülse 2 nun
vollends durch die Hülsenwechselvorrichtung 5 von der Spinn
spindel 1 abgezogen und anschließend in einer Aufnahmevor
richtung abgesetzt. Diese Aufnahmevorrichtungen bspw. in Form
eines Aufnahmezapfens oder eines Peg-Trays sind allgemein be
kannt, zählen also zum Stand der Technik und werden somit nicht
näher beschreiben. Weiterhin können diese Aufnahmevorrichtungen
sowohl als Zwischenablage ausgebildet sein als auch auf einem
Transportmittel der Hülsenwechselvorrichtung montiert sein.
Der Absetzvorgang ist schematisch in Fig. 3a dargestellt. Die im
Aufnahmebereich 18 des Greiforgans 4 eingeklemmte und bewickelte
Spulenhülse 2 wird gemäß der in der Figur dargestellten Be
wegungsrichtung X vertikal über die nicht dargestellte Aufnahme
vorrichtung bewegt und auf ihr abgesetzt. Zum Schluß des Absetz
vorgangs kann die Betätigungsvorrichtung 3 mit einer größeren,
in Richtung der Absetzbewegung wirkenden Kraft beaufschlagt wer
den, um ein kontrolliertes Absetzen und ein sicheres Halten der
bewickelten Spulenhülse 2 in der Aufnahmevorrichtung zu erzielen
und auch während des Entladevorgangs der Aufnahmevorrichtung zu
gewährleisten.
Es sei anzumerken, daß die Bewegungsrichtung X entlang der Achs
richtung der Aufnahmevorrichtung verläuft. Diese Achsrichtung
muß nicht unbedingt vertikal, wie in den Figuren dargestellt und
beschrieben, verlaufen. Sie kann unter bestimmten Bedingungen
auch leicht schräg verlaufen.
Wie aus Fig. 3b hervorgeht, wird anschließend die bisher druck
beaufschlagte Membran 17 des Greiforgans 4 druckentlastet. Hier
bei verschiebt sich der Klemmzapfen 8 aufgrund der Kraft der Fe
der 9 aus seiner Arbeitsstellung in seine Ruhestellung, in der
die Klemmwirkung der bewickelten Spulenhülse 2 aufgehoben ist.
Danach wird das Greiforgan 4 gemäß der dargestellten Bewegungs
richtung X durch die Hülsenwechselvorrichtung 5 weggefahren, wo
bei die freigesetzte und bewickelte Spulenhülse 2 in ihrer Auf
nahmevorrichtung verharrt.
Der Abzugsvorgangs der bewickelten Spulenhülse 2 von der Spinn
spindel 1 ist somit beendet und es beginnt der Aufsteckvorgang
der leeren Spulenhülse 2 auf die nicht dargestellte Spinnspindel
1.
Es ist anzumerken, daß die einzelnen Phasen des Aufsteckvorgangs
in im wesentlichen entgegengesetzter Richtung zu den Phasen des
Abzugsvorgangs stattfinden und somit die Beschreibung des Auf
steckvorgangs in Anlehnung an die ausführliche Beschreibung des
Abzugsvorgangs kürzer gefaßt werden kann.
Wie aus Fig. 4a hervorgeht, wird zu Beginn des Aufsteckvorgangs
der leeren Spulenhülse 2 auf die Spinnspindel 1 das Greiforgan 4
durch die Hülsenwechselvorrichtung 5 in Achsrichtung der leeren
Spulenhülse 2 über sie gebracht.
In der nächsten Phase, dargestellt in Fig. 4b, wird das Greif
organ 4 gemäß der dargestellten Bewegungsrichtung X nun soweit
über die leere Spulenhülse 2 abgesenkt, bis sie mittels des
Klemmzapfens 8 ergriffen werden kann. Danach wird die Membran 17
mit Druck beaufschlagt und schiebt dadurch den Klemmzapfen 8 zur
Richtung des Längsachse der Betätigungsvorrichtung 3 hin. Wei
terhin wird in dieser Stellung die sich nun im Aufnahmebereich
18 des Greiforgans 4 befindende leere Spulenhülse 2 durch den
verschobenen Klemmzapfen 8 gegen die Anschlageinlage 19 festge
klemmt.
Anschließend wird in nicht dargestellter Weise das Greiforgan 4
gemeinsam mit der in ihr geklemmten und leeren Spulenhülse 2 in
Achsrichtung der leeren Spulenhülse 2 durch die Hülsenwechsel
vorrichtung 5 weggefahren und in eine Wartestellung über die
Spinnspindel 1 entlang deren axialer Richtung bewegt.
Wie aus Fig. 5a erkennbar, wird dann das Greiforgan 4 samt ein
geklemmter und leerer Spulenhülse 2 entlang der Achsrichtung der
Spinnspindel 1, hier dargestellt durch die Bewegungsrichtung X,
soweit auf die Spinnspindel 1 aufgesetzt, bis der Stempel 10 der
Betätigungsvorrichtung 3 auf dem Schieber 11 der Spinnspindel 1
aufsitzt.
In der folgenden Phase, dargestellt in Fig. 5b, wird nun das
Greiforgan 4 in seiner bisherigen Bewegungsrichtung X weiterbe
wegt. Hierbei wird der Schieber 11 der Spinnspindel 1 durch den
Stempel 10 der Betätigungsvorrichtung 3 entlang der Achsrichtung
der Spinnspindel 1 nach unten gedrückt, wobei der Konus 20 des
Schiebers 11 mitverschoben wird. Da den Zentrierkörpern 14 ihre
sie radial nach außen drückende Kraft, erwirkt durch die Kontak
tierung mit dem Konus 20 bei einem bestimmten Durchmesser, ver
mindert wird, rollen diese quer zur Achsrichtung der Spinn
spindel 1 nach innen. Sie werden also von ihrer Klemmstellung in
ihre Ruheposition überführt.
Wie in Fig. 5c dargestellt, wird in der nächsten Phase das
Greiforgan 4 noch weiter in der bisherigen Bewegungsrichtung X
bewegt, wobei der bereits auf dem Schieber 11 der Spinnspindel 1
aufliegende Stempel 10 der Betätigungsvorrichtung 3 starr ver
harrt und nur die Betätigungsvorrichtung 3 selbst relativ zu
ihrem Stempel 10 nach unten bewegt wird. Zur besseren Aufstec
kung der Spulenhülse 2 auf die Spinnspindel 1 kann vor Abschluß
der eigentlichen Aufsteckphase nochmals ein erhöhter Druck durch
die Hülsenwechselvorrichtung 5 auf das Greiforgan 4 entlang
seiner bisherigen Bewegungsrichtung X ausgeübt werden.
Im folgenden wird nun die druckbeaufschlagte Membran 17
druckentlastet, wodurch der Klemmzapfen 8 durch die Feder 9 zu
rückbewegt wird und dabei die leere Spulenhülse 2 freigibt. Die
Spulenhülse 2 sitzt also von nun an direkt auf der Spinnspindel
1 auf.
In der nun folgenden Phase, dargestellt in Fig. 5d, wird das
Greiforgan 4 entlang der Bewegungsrichtung X von der Spinnspin
del 1 somit weggeführt, bis daß der Stempel 10 der Betätigungs
vorrichtung 3 des Greiforgans 4 noch den an ihm anliegenden
Schieber 11 der Spinnspindel 1 kontaktiert. Hierbei wird die auf
den Stempel 10 wirkende Feder 12 entlastet.
Diese Phase dauert so lange an, bis der obere Bund des Stempels
10 am Steg des Greiforgans 4 zur Anlage kommt. Es ist noch an
zumerken, daß während dieser Phase die Zentrierkörper 14 weiter
hin in ihrer Ruhestellung verharren, sie also noch nicht in Kon
takt mit der auf der Spinnspindel 1 aufgesteckten Spulenhülse 2
stehen.
Wie aus Fig. 5e hervorgeht, wird nun das Greiforgan 4 weiterhin
in seiner bisherigen Bewegungsrichtung X von der Spinnspindel 1
und der aufgesteckten Spulenhülse 2 wegbewegt, so daß nun der
Schieber 11 der Spinnspindel 1 durch die Feder 13 nach oben be
wegt wird. Dabei tritt der Konus 20 allmählich wieder in Kontakt
mit den Zentrierkörpern 14 der Spinnspindel 1 und verschiebt sie
aufgrund zunehmenden Durchmessers in ihren Bohrungen 21 radial
nach außen. Dadurch treten die Zentrierkörper 14 der Spinn
spindel 1 in Kontakt mit der Innenfläche der auf der Spinn
spindel 1 aufgesteckten Spulenhülse 2, zentrieren und klemmen
diese.
Diese Phase ist dann beendet, wenn der Schieber 11 der Spinn
spindel 1 durch die auf ihn einwirkende Feder 13 in seine ver
tikal höchst mögliche Position gebracht wurde und dabei der
Stempel 10 der Betätigungsvorrichtung 3 gerade noch den Schieber
11 der Spinnspindel 1 kontaktiert.
Wie in Fig. 6 dargestellt, wird in der Endphase des Aufsteckvor
gangs das Greiforgan 4 nun vollständig von der Spinnspindel 1
mit nun aufgesteckter, zentrierter und geklemmter Spulenhülse 2
durch die Hülsenwechselvorrichtung wegbewegt. Im Anschluß an
diese Wegbewegung wird dann das Greiforgan 4 in eine nicht dar
gestellte Parkposition gefahren. In dieser Parkposition ruht das
Greiforgan 4 bis zum Beginn der nächsten Abzugsvorgangs der dann
während des Spinnprozesses bewickelten Spulenhülse 2 von der
Spinnspindel 1.
Nach Wegbewegung des Greiforgans 4 aus dem Arbeitsbereich der
Spinnspindel 1 kann nunmehr wieder die Ringspinnmaschine ge
startet und mit dem Anspinnprozeß begonnen werden.
Weiterhin wird gemäß Fig. 7 in weiterer Ausgestaltung der Erfin
dung ein herkömmliches und damit bereits bekanntes Greiforgan 4
über die bewickelte Spulenhülse 2 in Bewegungsrichtung Y abge
senkt, bis sie mittels des Klemmzapfens 8 des Greiforgans 4 er
griffen werden kann. Danach wird die Membran 17 mit Druck beauf
schlagt und verschiebt dadurch den bisher in Ruhestellung lie
genden Klemmzapfen 8 entgegen der Kraft der Feder 9 in Richtung
auf die Spulenhülse 2. Der Klemmzapfen 8 kontaktiert dann die
Außenkontur der schon im Aufnahmebereich 18 weilenden Spulen
hülse 2 und drückt diese anschließend gegen die starr im Auf
nahmebereich des Greiforgans angebrachte Anschlageinlage 19, so
daß die Spulenhülse 2 geklemmt wird.
Anschließend wird eine am nicht dargestellten Maschinenrahmen 22
der Ringspinnmaschine angebrachte Betätigungsvorrichtung 3 über
das Greiforgan 4 eingeschwenkt bzw. verschoben. Die Betätigungs
vorrichtung 3 wirkt durch einen an der Oberseite des Greiforgans
4 angebrachten Durchbruch bspw. in Form einer Bohrung 23 auf den
Schieber 11 der Spinnspindel 1 ein. Hierbei wird der Stempel 10
der Betätigungsvorrichtung 3 durch den beidseitig wirkenden
Pneumatikzylinder 24 nach unten bewegt, wobei er den Schieber 11
entgegen der Feder 13 zurückdrückt. Dadurch entfällt die bisher
auf die Zentrierkörper 14 wirkende Radialkraft und sie drücken
nicht mehr gegen die Spulenhülse 2. Dadurch wird die kraft
schlüssige Verbindung zwischen der Spinnspindel 1 und der Spu
lenhülse 2 aufgehoben und die Spulenhülse 2 lagert von nun an
frei auf der Spinnspindel 1. Anschließend wird die bewickelte
Spulenhülse 2 durch das Greiforgan 4 in Bewegungsrichtung Z so
lange nach oben bewegt, bis die Zentrierkörper 14 in ihrer
Klemmstellung die dann in Klemmhöhe vorliegende Innenkontur der
bewickelten Spulenhülse 2 nicht mehr kontaktieren könnten. Nun
wird der Bewegungsvorgang gestoppt und der Stempel 10 der Betä
tigungsvorrichtung 3 nach oben in seine Ruhestellung zurückbe
wegt. Dies kann entweder durch die gegensätzige Druckbeaufschla
gung des beidseitig wirkenden Pneumatikzylinders 24 oder durch
die am einseitig wirkenden Pneumatikzylinder angebrachte Rück
stellfeder erfolgen. Ist der Stempel 10 in seine Ruheposition
gebracht, wird nun die Betätigungsvorrichtung 3 weggeschwenkt
bzw. verschoben. Anschließend wird nun der Abzugsvorgang der be
wickelten Spulenhülse 2 gemäß der obigen Beschreibung fortge
setzt.
Es ist anzumerken, daß die einzelnen Phasen des Aufsteckvorgangs
der leeren Spulenhülse in im wesentlichen entgegengesetzter
Richtung zu den Phasen des Abzugsvorgangs der bewickelten Spulen
hülse stattfinden und somit nicht weiteres beschrieben wird.
In der Ausführungsform der Fig. 8 sind die die Zentrierkörper 14
lagernden Bohrungen 21 im unteren Bereich des Spindeloberteils
25 der Spinnspindel 1 angebracht. Dementsprechend ist dann der
auf die Zentrierkörper 14 mittels eines Konus 20 wirkende
Schieber 11 in seiner Gesamtlänge verlängert.
Weiterhin ragt das obere Ende des Schiebers 11 der Spinnspindel
1 über die Spindelspitze 26 hinaus und ist als Spinnfinger 27
ausgebildet.
Der weitere Aufbau dieser Möglichkeit wurde bereits weiter oben
abgehandelt, wobei anzumerken ist, daß hierbei die beiden be
reits beschriebenen Greiforgane, nämlich Greiforgan mit inte
grierter Betätigungsvorrichtung und konventionelles Greiforgan
mit separater Betätigungsvorrichtung, ihre Anwendung finden
können.
Bei der Darstellung nach Fig. 9 besteht ferner die Ausführungs
möglichkeit, daß die Spinnspindel 1 eine durchwegs zylindrische
Außenkontur, die Spulenhülse 2 auf einem wesentlichen Teil ihrer
Länge ebenfalls eine zylindrische Innenkontur und nur in einem
begrenzten Kontaktbereich 28 mit den Zentrierkörpern 14 eine ko
nische Innenkontur besitzt. Während des Abzugsvorgangs der be
wickelten Spulenhülse 2 werden die Zentrierkörper 14 entlastet
und die bewickelte Spulenhülse 2 kann dann ohne Aufbringung zu
sätzlicher Kräfte abgezogen werden. Während des Aufsteckvorgangs
wird die leere Spulenhülse 2 ohne zusätzlicher Kraftaufbringung
auf die Spinnspindel 1 aufgesteckt und anschließend durch die
dann belasteten Zentrierkörper 14 zentriert und geklemmt.
Weiterhin besteht gemäß Fig. 10 in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung die Möglichkeit, daß die Zentrierkörper 14 mittels je
weils mindestens eines kegeligen Bereichs eines axial wirkenden,
durch den Kraftspeicher bspw. in Form einer Feder 29 beauf
schlagten Druckbolzens 30 an die Spulenhülse 2 anlegbar sind.
Hierbei wird ein die Spindelspitze 26 umfassendes Zwischenglied
31 entgegen der Wirkung seines Kraftspeichers bspw. in Form
einer Feder 32 durch die nicht dargestellte Betätigungsvor
richtung 3 gemäß der dargestellten Bewegungsrichtung X beauf
schlagt, wobei sich das Zwischenglied 31 zwischen die Zentrier
körper 14 und die Spulenhülse 2 schiebt, so daß der durch die
Zentrierkörper 14 ausgeübte Druck durch dieses eingeschobene
Zwischenglied 31 aufgenommen wird und die bewickelte Spulenhülse
2 frei auf der Spinnspindel 1 liegt. Nach erfolgtem Abzug der
bewickelten Spulenhülse 2 ohne Aufbringung zusätzlicher Kräfte
wird die Kraftbeaufschlagung auf das Zwischenglied 31 beendet,
wodurch das Zwischenglied 31 aufgrund der anliegenden Feder 32
in seine Ruheposition zurückgedrückt wird.
Das Aufstecken der leeren Spulenhülse erfolgt in der schon be
reits oben beschriebenen Weise.
Wie aus Fig. 11 hervorgeht, werden die Zentrierkörper 14 in im
wesentlichen horizontal verlaufenden Bohrungen 21, die im oberen
Bereich der Spinnspindel 1 angebracht sind, gehalten und ge
führt. Sie werden durch die direkte Anlage ihrer der Spindel
achse 15 zugewandten Seite mit dem Schieber 11 der Spinnspindel
1 radial nach außen gedrückt. Ihre Verschiebung nach außen er
folgt durch die verschiedenen auf sie wirkenden Konusdurchmesser
des Schiebers 11. Ihre Rückstellung nach innen wird durch ihre
Gewichtskraft und eine leichte Neigung der Bohrungsachsen 16 zur
Spindelachse 15 hin sichergestellt. Die Zentrierkörper 14 sind
gegen ein ungewolltes Herausfallen aus ihren Bohrungen 21 durch
bekannte konstruktive Maßnahmen, bspw. einer Verjüngung des
Bohrungsdurchmessers zur Außenseite hin, gesichert.
Es sind, wie in der Fig. 11 dargestellt, mindestens drei Zen
trierkörper 14 in ihren Bohrungen 21 angebracht und der Öff
nungswinkel alpha zwischen den einzelnen Zentrierkörpern 14 ist
jeweils 360 Grad dividiert durch die Anzahl der Zentrierkörper
14.
Bezugszeichenliste
1 Spinnspindel
2 Spulenhülse
3 Betätigungsvorrichtung
4 Greiforgan
5 Hülsenwechselvorrichtung
6 Hub- und Schwenkvorrichtung
7 Einführöffnung
8 Klemmzapfen
9 Feder (Klemmzapfen)
10 Stempel
11 Schieber
12 Feder (Stempel)
13 Feder (Schieber)
14 Zentrierkörper
15 Spindelachse
16 Bohrungsachse
17 Membran
18 Aufnahmebereich
19 Anschlageinlage
20 Konus
21 Bohrung
22 Maschinenrahmen
23 Bohrung
24 Pneumatikzylinder
25 Spindeloberteil
26 Spindelspitze
27 Spinnfinger
28 Kontaktbereich
29 Feder (Druckbolzen)
30 Druckbolzen
31 Zwischenglied
32 Feder (Zwischenglied).
2 Spulenhülse
3 Betätigungsvorrichtung
4 Greiforgan
5 Hülsenwechselvorrichtung
6 Hub- und Schwenkvorrichtung
7 Einführöffnung
8 Klemmzapfen
9 Feder (Klemmzapfen)
10 Stempel
11 Schieber
12 Feder (Stempel)
13 Feder (Schieber)
14 Zentrierkörper
15 Spindelachse
16 Bohrungsachse
17 Membran
18 Aufnahmebereich
19 Anschlageinlage
20 Konus
21 Bohrung
22 Maschinenrahmen
23 Bohrung
24 Pneumatikzylinder
25 Spindeloberteil
26 Spindelspitze
27 Spinnfinger
28 Kontaktbereich
29 Feder (Druckbolzen)
30 Druckbolzen
31 Zwischenglied
32 Feder (Zwischenglied).
Claims (12)
1. Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen
mit jeweils einer Spinnspindel, deren Oberteil mehrere
Zentrierkörper für eine Spulenhülse aufweist, die durch
einen passiven Kraftspeicher zum radialen Anlegen an die
Spulenhülse belastbar sind und mit einer selbsttätigen
Hülsenwechselvorrichtung, gekennzeichnet durch eine Be
tätigungsvorrichtung (3) zum Außer-Wirkung-Setzen der
Zentrierkörper (14) über einen Anfangs-Teilbereich des
Abzugsweges bzw. einen End-Teilbereich des Aufsteckweges
der Spulenhülse (2) beim selbsttätigen Hülsenwechselvor
gang.
2. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (3) einen mit
tels eines Kraftspeichers (12)/(24) verschiebbaren Stem
pel (10) umfaßt.
3. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1 und 2 mit Spinn
spindeln, bei denen die Zentrierkörper mittels jeweils
mindestens eines kegeligen Bereiches eines axial ver
schiebbaren, durch einen Kraftspeicher beaufschlagten
Schiebers an die Spulenhülse anlegbar sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schieber (11) mittels der entgegen
der Wirkung des Kraftspeichers (13) axial verschiebbaren
Betätigungsvorrichtung (3) beaufschlagbar ist.
4. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1 und 2 mit Spinn
spindeln, bei denen die Zentrierkörper mittels jeweils
mindestens eines kegeligen Bereiches eines axial wirken
den, durch einen Kraftspeicher beaufschlagten Druckbol
zens an die Spulenhülse anlegbar sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein die Spindelspitze (26) umfassendes
Zwischenglied (31) mittels der Betätigungsvorrichtung (3)
entgegen der Wirkung des Kraftspeichers (32) zum Zurück
drücken der Zentrierkörper (14) von der Spulenhülse (2)
axial verschiebbar ist.
5. Ringspinnmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Beaufschlagung des Schiebers (11)
bzw. des Zwischenglieds (31) von der Spindelspitze (26)
her erfolgt.
6. Ringspinnmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigung des Schiebers (11) durch
Druckbeaufschlagung erfolgt, wobei der größere Konus
durchmesser der Seite des Spindelunterteils, der kleinere
hingegen der Seite der Spindelspitze (26) zugewandt ist
und zur Rückstellung des Schiebers (11) in die Arbeits
stellung ein Kraftspeicher (13) angebracht ist.
7. Ringspinnmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigung des Zwischenglieds (31)
durch Druckbeaufschlagung erfolgt und zur Rückstellung
des Zwischenglieds (31) in die Ruhestellung ein
Kraftspeicher (32) angebracht ist.
8. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (3) gegen
über dem Greiforgan (4) axial verschiebbar ist.
9. Ringspinnmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (3) mit einem
Greiforgan (4) verbunden und an diesem gegen die Wirkung
eines Kraftspeichers (12) verschiebbar ist.
10. Ringspinnmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (3) mittels
eines Kraftspeichers (24) verschiebbar ist.
11. Ringspinnmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher
(12)/(24) des Greiforgans (4) mit einer höheren Kraft als
der Kraftspeicher (13) des Schiebers (11) bzw. der
Kraftspeicher (32) des Zwischenglieds (31) versehen ist.
12. Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Anzahl der im oberen Spindelbereich an
gebrachten Zentrierkörper (14) mindestens drei beträgt
und der Öffnungswinkel alpha zwischen den einzelnen Zen
trierkörpern (14) jeweils 360 Grad dividiert durch die
Anzahl der Zentrierkörper (14) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996124712 DE19624712A1 (de) | 1996-06-21 | 1996-06-21 | Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen mit jeweils einer Spinnspindel und mit einer selbsttätigen Hülsenwechselvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996124712 DE19624712A1 (de) | 1996-06-21 | 1996-06-21 | Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen mit jeweils einer Spinnspindel und mit einer selbsttätigen Hülsenwechselvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19624712A1 true DE19624712A1 (de) | 1998-01-08 |
Family
ID=7797531
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996124712 Withdrawn DE19624712A1 (de) | 1996-06-21 | 1996-06-21 | Ringspinnmaschine mit einer Vielzahl von Spinnstellen mit jeweils einer Spinnspindel und mit einer selbsttätigen Hülsenwechselvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19624712A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109161995A (zh) * | 2018-08-17 | 2019-01-08 | 晋中经纬恒腾纺机有限公司 | 机械式抓管器 |
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| DE1684501A1 (de) * | 1967-04-24 | 1971-08-26 | Eduard Uez | Verfahren und Vorrichtung zum Foerdern von Moertel,Estrich,Beton od. dgl. |
| DE4005418C1 (de) * | 1990-02-21 | 1991-07-04 | Zinser Textilmaschinen Gmbh, 7333 Ebersbach, De | |
| DE9203698U1 (de) * | 1992-03-19 | 1992-05-27 | Ludwig, Christian, 7102 Weinsberg | Schnellspanner für Garnhülsen |
| DE4131498A1 (de) * | 1991-09-21 | 1993-03-25 | Stahlecker Fritz | Huelsenkupplung fuer eine spinn- oder zwirnspindel |
| DE4323068A1 (de) * | 1992-07-27 | 1994-02-03 | Rieter Ag Maschf | Hülsenkupplung |
| DE4318027A1 (de) * | 1993-05-29 | 1994-12-01 | Stahlecker Fritz | Hülsenkupplung für eine Spindel einer Textilmaschine |
-
1996
- 1996-06-21 DE DE1996124712 patent/DE19624712A1/de not_active Withdrawn
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