DE19639402A1 - Wickelvorrichtung - Google Patents
WickelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung zur Erzeugung
eines Wattenwickels, bei der die Watte auf einen von einem
umlaufenden, endlosen Riemen angetriebenen, insbesondere hül
senartigen Kern aufgewickelt wird, der während dieses Wickel
vorgangs vorzugsweise um eine feste Achse drehbar in einer
zwischen zwei Umlenkrollen gebildeten, mit zunehmendem Wat
tenwickel größer werdenden Schleife des gespannten Riemens
angeordnet ist
Bei einer aus der DE-PS 9 10 754 bekannten Wickelvorrichtung
der eingangs genannten Art, bei der der jeweilige Kern zur
Bildung des Wattenwickels allerdings lose in die Riemen
schleife eingesetzt wird, wird der fertige Wattenwickel ra
dial ausgeworfen. Hierzu muß eine der beiden zwischen sich
die Schleife bildenden Umlenkrollen aus einer zur Bildung
der Schleife vorgesehenen Arbeitsstellung in eine Auswurf
stellung verschwenkt werden, wobei der Riemen unter Aufhe
bung der Schleife gestrafft wird. Nachdem somit wenigstens
eine Umlenkrolle verschwenkbar ausgeführt sein muß, ist die
bekannte Wickelvorrichtung im Aufbau relativ aufwendig. Zu
dem nimmt das Ausschwenken und Einschwenken der betreffenden
Umlenkrolle relativ viel Zeit in Anspruch, was den Austausch
des Wattenwickels gegen einen neuen Kern verzögert.
Ziel der Erfindung ist es, eine Wickelvorrichtung der ein
gangs genannten Art zu schaffen, mit der bei minimalem bauli
chem Aufwand ein beschleunigter Auswurf des fertigen Watten
wickels und ein schnellerer Austausch des Wattenwickels
gegen einen neuen Kern möglich ist.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch eine drehba
re Kernwechseleinrichtung mit wenigstens zwei gleichartigen,
in gleichem radialem Abstand von der Drehachse der Kernwech
seleinrichtung angeordneten sowie in Umfangsrichtung gegen
einander versetzten Kernaufnahmen, die durch entsprechendes
Drehen der Kernwechseleinrichtung abwechselnd in wenigstens
zwei unterschiedliche Winkelpositionen überführbar sind, von
denen eine erste durch die Lage der zur Drehachse der Kern
wechseleinrichtung parallelen Achse definiert ist, um die
ein betreffender Kern während des Wickelvorgangs drehbar
ist. Vorzugsweise sind hierbei zumindest die Aufnahmen und
zweckmäßigerweise die gesamte drehbare Kernwechseleinrich
tung axial verstellbar.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung ist es möglich, un
terschiedliche Vorgänge wie insbesondere das Einsetzen eines
neuen Kerns und das Entfernen des gebildeten Wattenwickels
durch eine einzige Einrichtung, nämlich die Kernwechselein
richtung, vorzunehmen. Zudem ist es möglich, gleichzeitig
mit dem Entfernen eines gebildeten Wattenwickels einen neuen
Kern aufzunehmen und gleichzeitig mit dem Abführen des gebil
deten Wattenwickels den aufgenommenen neuen Kern dem Schlei
fenbereich des Riemens zuzuführen. Die drehbare Kernwechsel
einrichtung ist in besonderer Weise auch für ein axiales Ein
setzen eines neuen Kerns in die Schleife bzw. ein axiales
Entfernen des gebildeten Wattenwickels aus der Schleife ge
eignet. Sind entsprechend zumindest die Aufnahmen und vor
zugsweise die gesamte drehbare Kernwechseleinrichtung axial
verstellbar, so ist auch ein Verschwenken einer der beiden
zwischen sich die Schleife bildenden Umlenkrollen nicht mehr
erforderlich. Insgesamt ergibt sich somit ein einfacherer
und kompakterer Aufbau der Wickelvorrichtung. Ein anschlie
ßendes Rückschwenken von Umlenkrollen entfällt. Der fertige
Wattenwickel kann wesentlich schneller entfernt werden. Der
Austausch des fertigen Wattenwickels gegen einen neuen Kern
wird somit insgesamt wesentlich beschleunigt. Schließlich
ist die drehbare Kernwechseleinrichtung auch problemlos hand
habbar.
Bei der in der Praxis bevorzugten Ausführungsform sind die
Kernaufnahmen jeweils in die erste definierte Wickelposition
überführbar, um einen leeren Kern in den Schleifenbereich
des Riemens einzusetzen oder einen gebildeten Wattenwickel
zu übernehmen, wobei die Kernaufnahmen bevorzugt jeweils
auch in eine zweite definierte Wickelposition überführbar
sind, in der diese dann insbesondere eine leere Hülse über
nehmen oder einen gebildeten Wattenwickel abgeben. Hierbei
nimmt bei einer die erste definierte Wickelposition einneh
menden Kernaufnahme eine bzw. die jeweils andere Kernaufnah
me die zweite definierte Wickelposition ein. Bei der bevor
zugten Verwendung von lediglich zwei Kernaufnahmen kann
somit die eine in die erste definierte Wickelposition ver
bracht werden, um einen gebildeten Wattenwickel zu entfernen
oder einen neuen Kern einzusetzen, während die andere die
definierte zweite Wickelposition einnimmt, um einen neuen
Kern aufzunehmen oder den gebildeten Wattenwickel abzugeben.
Entsprechend sind bei der in Praxis bevorzugten Ausführungs
form zwei einander bezüglich der Drehachse der Kernwechsel
einrichtung diametral gegenüberliegende Kernaufnahmen vorge
sehen.
Zudem ist die drehbare Kernwechseleinrichtung vorteilhafter
weise in eine definierte Ruhelage verstellbar, in der sämtli
che Aufnahmen außerhalb des Schleifenbereichs des Riemens
liegen. Dadurch ist jederzeit ein möglichst störungsfreier
Wickelvorgang gewährleistet.
Bei einer besonders einfachen und entsprechend zuverlässigen
sowie kostengünstigen praktischen Ausführungsform umfaßt die
Kernwechseleinrichtung einen zweiarmigen Hebel, wobei an
jedem der beiden sich vorzugsweise in diametral entgegenge
setzten Richtungen allgemein radial nach außen erstreckenden
Hebelarme jeweils eine Kernaufnahme vorgesehen ist.
Insbesondere im Fall der Verwendung hülsenartiger Kerne um
fassen die Aufnahmen vorzugsweise jeweils einen axialen An
satz, auf den ein jeweiliger hülsenartiger Kern bzw. ein je
weiliger, auf einem solchen Kern gebildeter Wattenwickel auf
steckbar ist.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform ist der
Kern während des Wickelvorgangs zwischen zwei drehbaren Wi
ckelscheiben angeordnet, die jeweils mit einem axialen An
satz versehen sind, auf die der hülsenartige Kern aufsteck
bar ist, wobei eine der beiden drehbaren Wickelscheiben
stationär und die andere verlagerbar, insbesondere axial
ausfahrbar, verschwenkbar und/oder dergleichen ist.
Hierbei kann die verlagerbare Wickelscheibe an einem Schwenk
arm angeordnet sein, der an einem stationären Träger ange
lenkt ist. Gemäß einer vorteilhaften alternativen Ausfüh
rungsvariante kann die verlagerbare Wickelscheibe jeweils
auch durch eine der Kernwechseleinrichtung zugeordnete, in
die erste Winkelposition überführte Aufnahme gebildet sein.
Hierbei befindet sich die während des Wickelvorgangs die
erste Winkelposition einnehmende Aufnahme somit in einer Ar
beitsstellung, während im bevorzugten Fall der Verwendung le
diglich zweier Aufnahmen die andere, die zweite definierte
Winkelposition einnehmende Aufnahme sich in einer Art Vorbe
reitungsstellung befindet, in der ein neuer Kern aufgenommen
bzw. ein neuer Kern bereitgestellt wird. Gemäß einer vorteil
haften Ausführungsvariante ist jede der Kernwechseleinrich
tung zugeordnete Kernaufnahme mit einer drehbar gelagerten
Wickelscheibe versehen.
Bei einer in der Praxis bevorzugten Ausführungsform sind in
die Schleife einfahrbare Abhebemittel vorgesehen, um den Rie
men für ein axiales Entfernen des Wattenwickels vom Wickelum
fang abzuheben.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungs
varianten der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;
in dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Grundauf
baus einer möglichen Ausführungsform einer
Wickelvorrichtung in einer Phase, in der mit
tels der Kernwechseleinrichtung ein leerer
Kern geladen wird,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
der in Fig. 1 gezeigten Wickelvorrichtung,
Fig. 3 eine Fig. 1 vergleichbare Darstellung der
Wickelvorrichtung in der Phase des Wickelvor
gangs, in der die Kernwechseleinrichtung
eine Ruhestellung einnimmt,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
der in Fig. 3 gezeigten Wickelvorrichtung,
Fig. 5 eine Fig. 1 vergleichbare Darstellung der
Wickelvorrichtung in der Phase des Kernwech
sels,
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
der in Fig. 5 gezeigten Wickelvorrichtung,
Fig. 7 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
der Wickelvorrichtung zur Darstellung der
Kernzuführung,
Fig. 8 eine Fig. 3 vergleichbare Darstellung einer
alternativen Ausführungsform einer Wickelvor
richtung mit oben liegender Spanneinrichtung
und
Fig. 9 eine Teildarstellung einer alternativen
Ausführung der Kernwechseleinrichtung.
Die Fig. 1 bis 8 zeigen in rein schematischer Darstellung
jeweils eine Wickelvorrichtung 10 zur Erzeugung eines Watten
wickels 12. Grundsätzlich kann eine solche Wickelvorrichtung
10 dazu dienen, ein Vlies, einen Flor oder Watte aus Faserma
terial zu einem Wickel aufzurollen, bevor das Fasermaterial
einer weiteren Behandlung unterzogen wird. So kann die Wic
kelvorrichtung 10 beispielsweise in einer Kämmerei zur Auf
nahme eines aus einem Streckwerk auslaufenden, insbesondere
über Kalanderwalzen und/oder dergleichen zugeführten Vlieses
dienen, wobei der erzeugte Wickel anschließend einer Kämma
schine vorgelegt wird. Im vorliegenden Fall ist im Zusammen
hang mit dem zugeführten Fasermaterial der Einfachheit hal
ber lediglich von Watte die Rede, was nicht in einschränken
dem Sinne zu verstehen ist.
Im vorliegenden Fall wird der Wickelvorrichtung 10 Watte 14
über Kalanderwalzen 15 und eine zusätzliche Wattenzuführung
16 zugeführt, die hier durch ein in Zuführrichtung verschieb
bares Blech gebildet ist. In Fig. 1 ist diese Wattenzufüh
rung 16 mit durchgezogenen Linien in der linken Endposition
dargestellt, die sie während des Wickelvorgangs einnimmt.
Die punktiert dargestellte rechte Endposition nimmt sie in
der Phase zu Beginn des Wickelvorgangs ein.
Die Watte 14 wird auf einen hülsenartigen Kern H aufgewi
ckelt, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel während
des Wickelvorgangs um eine feste Achse A drehbar gelagert
ist. Der betreffende Kern H wird von einem umlaufenden, end
losen Riemen 18 angetrieben, durch den zwischen zwei Umlenk
rollen R1 und R2 eine sich beim dargestellten Ausführungs
beispiel horizontal nach rechts erstreckende Schleife 20 ge
bildet wird (vgl. auch Fig. 1, 3, 5 und 8), in der der
Kern H während des Wickelvorgangs aufgenommen ist.
Der hülsenartige Kern H und damit der sich auf diesem bilden
de Wattenwickel 12 (vgl. Fig. 5 und 8) wird durch den
Riemen 18 entgegen dem Uhrzeigersinn angetrieben, wie dies
durch den Pfeil F (vgl. Fig. 3) angedeutet ist.
In Fig. 3 ist die Schleife 20 in der Phase zu Beginn des
Wickelvorgangs gezeigt. Diese den hülsenartigen Kern H und
damit den sich bildenden Wattenwickel 12 (vgl. Fig. 5 und
8) umschlingende Schleife 20 des Riemens 18 wird mit
zunehmenden Wattenwickel größer, wobei der Riemen 18 während
des gesamten Wickelvorgangs durch eine Spanneinrichtung 22
gespannt wird, die jeweils eine Spannrolle R4 mit
zugeordneter Linearführung umfaßt.
Bei der in den Fig. 1 bis 7 gezeigten Ausführungsform ist
der Riemen 18 über weitere Umlenkrollen R3 und R5 und die
entlang einer Linearführung verstellbare Spannrolle R4 so ge
führt, daß er über die Spannrolle R4 in einer Ebene gespannt
wird, die in vertikaler Richtung verläuft und damit senk
recht zur sich allgemein horizontal nach rechts erstrecken
den Schleife 20 ist. Demgegenüber ist beim in Fig. 8 gezeig
ten Ausführungsbeispiel der Riemen 18 über weitere Umlenkrol
len R3, R5 und R6 und die entlang einer Linearführung ver
stellbare Spannrolle R4 so geführt, daß er über die Spannrol
le R4 in einer Ebene gespannt wird, die allgemein in horizon
taler Richtung und damit parallel zur Schleife 20 verläuft.
Bei diesem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
die Spanneinrichtung 22 oberhalb der Schleife 20 angeordnet.
Grundsätzlich ist jedoch auch eine andere Führung des Rie
mens 18 möglich, bei der dieser über die Spannrolle R4 bei
spielsweise in einer Ebene gespannt wird, die zur Horizonta
len oder Vertikalen geneigt ist. Zudem kann sich auch die
Schleife 20 in einer anderen als der horizontalen Richtung
erstrecken. Diese kann beispielsweise auch vertikal nach
unten verlaufen.
Die Umlenkrollen R1, R2, R3, R5 und gegebenenfalls R6 (vgl.
Fig. 8) sowie die Spannrolle R4 weisen im wesentlichen den
gleichen Durchmesser wie der jeweilige hülsenartige Kern H
auf. Die Achsen der Rollen sowie des jeweiligen, in die
Schleife 20 eingesetzten hülsenartigen Kerns H sind zueinan
der parallel. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
wird der Riemen 18 durch die Umlenkrolle R5 angetrieben.
Bei dem in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsbei
spiel nimmt die Spannrolle R4 zu Beginn des Wickelvorgangs
eine untere Endposition ein, aus der sie während des Wickel
vorgangs in eine obere Endstellung überführt wird, in der
sie gegenüber der Umlenkrolle R3 allerdings noch etwas nach
unten versetzt ist. Hierbei ist die gegenüber der Spannrolle
R4 nach oben und nach links versetzte Umlenkrolle R3 so ange
ordnet, daß der Riemen 18 die Spannrolle R4 unabhängig von
deren Stellung stets mit einem Umschlingungswinkel von 180°
umgibt. Die Umlenkrollen R4 und R5 einerseits sowie die zwi
schen sich die Schleife 20 bildenden Umlenkrollen R1 und R2
andererseits liegen jeweils in einer gemeinsamen Vertikalebe
ne.
Beim in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel nimmt die
Spannrolle R4 zu Beginn des Wickelvorgangs eine linke Endpo
sition ein, aus der sie während des Wickelvorgangs in die in
Fig. 8 ebenfalls dargestellte rechte Endstellung überführt
wird, in der sie gegenüber der Umlenkrolle R3 noch etwas
nach links versetzt ist. Die gegenüber der Spannrolle R4
nach unten und nach rechts versetzte Umlenkrolle R3 ist hier
bei wiederum so angeordnet, daß der Riemen 18 die Spannrolle
R4 unabhängig von deren Stellung stets mit einem Umschlin
gungswinkel von 180° umgibt. Die Umlenkrollen R5 und R6
einerseits sowie die zwischen sich die Schleife 20 bildenden
Umlenkrollen R1 und R2 andererseits liegen jeweils in einer
gemeinsamen Vertikalebene, während die Spannrolle R4 und die
obere rechte Umlenkrolle R5 in einer Horizontalebene ober
halb der Schleife 20 liegen.
Bei beiden Ausführungsvarianten wird die zugeführte Watte 14
auf den unteren Abschnitt der Schleife 20 des Riemens 18 ge
geben und durch diesen in den zwischen dem Riemen 18 und der
Hülse H gebildeten Spalt geführt.
Während die Spannrolle R4 infolge der der Spanneinrichtung
22 zugeordneten Linearführung vertikal (vgl. Fig. 1 bis
7) bzw. horizontal (vgl. Fig. 8) verstellbar ist, können
die Umlenkrollen R1, R2, R3, R5 und gegebenenfalls R6 (vgl.
Fig. 8) grundsätzlich um eine feste Achse drehbar gelagert
sein, sofern die jeweilige Rolle nicht in der weiter unten
noch zu beschreibenden Weise als Ausgleichselement dient.
Der fertige Wattenwickel 12 wird in einer ebenfalls noch
näher zu beschreibenden Weise axial aus der Wickelvorrich
tung 10 und damit axial aus der Schleife 20 des Riemens 18
entfernt. Es ist somit nicht mehr erforderlich, wenigstens
eine der beiden Umlenkrollen R1, R2 verschwenkbar auszubil
den.
Um zu verhindern, daß der Wattenwickel 12 beim axialen Ent
fernen aus der Wickelvorrichtung 10 beschädigt oder zerstört
wird, kann eine Riemenabhebeeinrichtung 24 (vgl. insbesonde
re Fig. 1, 2 sowie 5 und 6) vorgesehen sein, die im vor
liegenden Fall durch axial verstellbare Bolzen 26 gebildete
Abhebemittel umfaßt, die, nachdem sie axial ausgefahren wur
den, in Umfangsrichtung des Wattenwickels 12 in die Schleife
20 einfahrbar sind, um den Riemen 18 für ein axiales Entfer
nen des Wattenwickels 12 vollständig vom Wickelumfang abzuhe
ben.
Die Bolzen 26 sind in einer seitlich der Schleife 20 ange
ordneten drehbaren Wickelscheibe 28 axial verstellbar gela
gert (vgl. insbesondere auch Fig. 2 und 6).
Die Achse B der in einem Träger 30 der Wickelvorrichtung 10
drehbar gelagerten Wickelscheibe 28 fällt mit der festen
Drehachse A des während des Wickelvorgangs in die Schleife
20 eingesetzten Kerns H zusammen. Die in der Wickelscheibe
28 axial verstellbar gelagerten Bolzen 26 sind gleichmäßig
über einen zu dieser Drehachse A bzw. B konzentrischen Kreis
verteilt an der Wickelscheibe 28 vorgesehen. Im vorliegenden
Fall sind diese Bolzen 26 in Umfangsrichtung der Wickelschei
be 28 angeordnet.
Wie am besten anhand der Fig. 2, 4, 6 und 7 zu erkennen
ist, ist die drehbar gelagerte Wickelscheibe 28 mit einem
axialen Ansatz 32 versehen, auf den der als Hülse ausgebilde
te Kern H während des Wickelvorgangs aufgesteckt ist. Diese
Wickelscheibe 28 ist gemeinsam mit dem in die Schleife 20
eingesetzten Kern H bzw. dem darauf gebildeten Wattenwickel
12 drehbar.
Die axial verstellbar in der Wickelscheibe 28 gelagerten Bol
zen 26 werden im vorliegenden Fall über eine Nockensteuerung
60 (vgl. Fig. 5) betätigt, die im Bereich der Öffnung der
Schleife 20 zwischen den beiden Umlenkrollen R1, R2 ange
ordnet ist.
Soll der Riemen 18 vom Umfang des Wattenwickels 12 abgehoben
werden, so erfolgt eine aufeinanderfolgende Betätigung der
axial verstellbaren Bolzen 26 durch die Nockensteuerung 60.
Nachdem der Riemen 18 mit einer Umdrehung der Wickelscheibe
28 auf die Bolzen 26 aufgefahren wurde und die für das axia
le Entfernen des Wattenwickels 12 gewünschte Position einge
nommen hat, liegt er einseitig auf den Bolzen 26 auf, wie
dies beispielsweise in den Fig. 2 und 6 dargestellt ist,
in denen der Auflagebereich mit C bezeichnet ist.
Nachdem ein neuer Kern H eingesetzt ist, kann die Riemenabhe
beeinrichtung 24 wieder deaktiviert werden, was wiederum
über die in Fig. 5 gezeigte Nockensteuerung 60 erfolgt,
durch die die Bolzen 26 nacheinander wieder axial zurückge
setzt oder eingefahren werden.
Die mit den Bolzen 26 versehene Wickelscheibe 28 ist im Ge
gensatz zu der während des Wickelvorgangs auf der gegenüber
liegenden Seite des Kerns H vorgesehenen Wickelscheibe 33
(vgl. insbesondere Fig. 4) stationär. Sie verbleibt somit
insbesondere auch während des Austausches des fertigen Wat
tenwickels 12 gegen eine neue Hülse H in der in den Fig.
2, 4, 6 und 7 dargestellten Position.
Die Abhebemittel der Riemenabhebeeinrichtung können anstatt
durch axial verstellbare Bolzen beispielsweise auch durch
eine nicht dargestellte Gliederkette oder dergleichen gebil
det sein. Eine solche Gliederkette kann mit seitlich überste
henden Bolzen versehen sein, über die sie auf seitlich der
Schleife 20 angeordneten, vorzugsweise kulissenartigen Füh
rungen abgestützt ist. In diesem Fall liegt somit eine zwei
seitige Abstützung der Abhebemittel vor.
Zusätzlich zu der den Riemen 18 während des Wickelvorgangs
spannenden Spanneinrichtung 22 kann wenigstens ein beispiels
weise durch eine entsprechend verschieb- und/oder verschwenk
bare Umlenkrolle R1 bis R3, R5 und R6 gebildetes Ausgleichs
element vorgesehen sein. Ein solches Ausgleichselement kann
zweckmäßigerweise dazu dienen, zumindest den größten Teil
von während des Abhebens des Riemens vom Wickelumfang ab
schnittsweise auftretenden Riemenlängenverlagerungen auszu
gleichen, während die beim Wickelvorgang infolge der mit zu
nehmendem Wattenwickel größer werdenden Schleife abschnitts
weise auftretenden Riemenlängenverlagerungen zumindest über
wiegend durch die Spanneinrichtung 22 ausgeglichen werden.
Grundsätzlich ist auch die Verwendung eines oder mehrerer
gesonderten Ausgleichselemente möglich.
Bei beiden dargestellten Ausführungsformen einer Wickelvor
richtung 10 ist zudem jeweils eine drehbare Kernwechselein
richtung 34 vorgesehen. Diese umfaßt zwei gleichartige, je
weils einen axialen Ansatz 36 umfassende Kernaufnahmen 38,
die in gleichem radialem Abstand von der Drehachse D der
Kernwechseleinrichtung 34 angeordnet sind und einander dia
metral gegenüberliegen.
Durch entsprechendes Drehen der Kernwechseleinrichtung 34
sind die beiden Kernaufnahmen 38 in zwei unterschiedliche
Winkelpositionen überführbar, von denen eine erste durch die
Lage der zur Drehachse D der Kernwechseleinrichtung 34 paral
lelen Achse A definiert ist, um die ein betreffender Kern H
während des Wickelvorgangs drehbar ist. Bei den in den
Fig. 1 und 5 dargestellten Wickelvorrichtungen 10 nimmt die
jeweils obere Kernaufnahme 38 diese erste Winkelposition
ein.
Im vorliegenden Fall umfaßt die Kernwechseleinrichtung 34
einen um die Achse D drehbaren zweiarmigen Hebel 40 mit zwei
gleich langen, sich in diametral entgegengesetzten Richtun
gen erstreckenden Hebelarmen 40a, 40b. Am freien äußeren
Ende dieser Hebelarme 40a, 40b ist jeweils eine der beiden
Kernaufnahmen 38 angeordnet. Die axialen Ansätze 36 der bei
den Kernaufnahmen 38 sind jeweils so bemessen, daß auf sie
ein jeweiliger hülsenartiger Kern H bzw. ein auf einem sol
chen Kern gebildeter Wattenwickel 12 aufsteckbar ist.
Wie am besten anhand der Fig. 1, 3, 5 und 8 zu erkennen
ist, liegt die Drehachse D der Kernwechseleinrichtung 34 di
rekt unterhalb der dazu parallelen Achse A, um die ein be
treffender Kern H während des Wickelvorgangs drehbar ist.
Die Kernaufnahmen 38 sind abwechselnd in eine zweite, untere
Wickelposition überführbar. Wurde eine Kernaufnahme 38 in
die erste obere Wickelposition überführt, so nimmt die je
weils andere Kernaufnahme 38 zwangsläufig die zweite untere
Wickelposition ein, wie dies am besten anhand der Fig. 1,
2 sowie 5 und 6 zu erkennen ist.
In die erste obere linke Winkelposition werden die Kernauf
nahmen 38 jeweils überführt, um einen leeren Kern H in den
Schleifenbereich des Riemens 18 einzusetzen (vgl. Fig. 1
und 2) oder einen gebildeten Wattenwickel 12 zu übernehmen
(vgl. Fig. 5 und 6).
Demgegenüber werden die Kernaufnahmen 38 jeweils in die zwei
te untere Winkelposition überführt, um eine leere Hülse H zu
übernehmen (vgl. Fig. 1 und 2) oder einen gebildeten Wat
tenwickel 12 abzugeben (vgl. Fig. 5 und 6). Wie bereits
erwähnt, nimmt bei einer die erste obere Winkelposition ein
nehmende Kernaufnahme 38 die jeweils andere Kernaufnahme 38
die zweite untere Winkelposition ein, und umgekehrt.
Zudem ist die drehbare Kernwechseleinrichtung 34 in eine in
den Fig. 3, 4 und 8 dargestellte Ruhelage verstellbar, in
der beide Kernaufnahmen 38 außerhalb des Schleifenbereichs
des Riemens 18 liegen, um einen möglichst ungestörten Wickel
vorgang zu gewährleisten.
Die einen zweiarmigen Hebel 40 umfassende Kernwechseleinrich
tung 34 ist zudem in Richtung ihrer Drehachse D axial ver
stellbar (vgl. insbesondere Fig. 2, 4, 6 und 7). Hierzu
ist der zweiarmige Hebel 40 mit dem einen Ende einer Stange
42 (vgl. Fig. 2, 4, 6 und 7) verbunden, die mit ihrem an
deren Ende axial verschiebbar in dem Träger 30 gelagert ist.
Diese sich entlang der Drehachse D der Kernwechseleinrich
tung 34 erstreckende Stange 42 verläuft ebenso wie die an
den freien äußeren Enden der beiden Hebelarme 40a, 40b vor
gesehenen axialen Ansätze 36 in einer Richtung, die parallel
zur Achse A ist, um die ein betreffender Kern H während des
Wickelvorgangs drehbar ist, bzw. parallel zu der mit dieser
Achse A zusammenfallenden Achse B, um die die stationäre Wi
ckelscheibe 28 drehbar am Träger 30 gelagert ist.
Während des Wickelvorgangs ist der betreffende Kern H zwi
schen den beiden drehbaren Wickelscheiben 28, 33 angeordnet
(vgl. insbesondere Fig. 7), die jeweils mit einem axialen
Ansatz 32 bzw. 44 versehen sind, auf die der hülsenartige
Kern H während des Wickelvorgangs aufgesteckt ist. Während
die Wickelscheibe 28 um die Achse B drehbar am Träger 30 ge
lagert und somit stationär ist, ist die andere Wickelscheibe
33 am freien Ende eines Schwenkarmes 46 drehbar gelagert,
der an einem horizontalen stationären Träger 48 angelenkt
ist (vgl. insbesondere Fig. 2, 4, 6 und 7).
Bei einer alternativen Ausführungsvariante kann die verlager
bare Wickelscheibe auch jeweils durch eine der Kernwechsel
einrichtung zugeordnete, in die erste obere Winkelposition
überführte Kernaufnahme gebildet sein. Bei dem in Fig. 9
dargestellten Ausführungsbeispiel einer Kernwechseleinrich
tung 34 ist jede der Kernwechseleinrichtung 34 zugeordnete
Kernaufnahme 38 mit einer drehbar gelagerten Wickelscheibe
33 versehen.
Wie am besten anhand der Fig. 1, 3, 5, 7 und 8 zu erken
nen ist, ist ein schachtartiges Kernmagazin 50 vorgesehen,
das sich im vorliegenden Fall in Vertikalrichtung erstreckt,
so daß die jeweiligen Kerne H in diesem Kernmagazin 50
direkt übereinander gestapelt sind. Eine untere Austrittsöff
nung 52 des schachtartigen Kernmagazins 50 ist durch eine um
eine Achse E verschwenkbare Klappe 54 verschließbar. Zudem
sind beispielsweise durch eine Schräge 56 oder dergleichen
gebildete Mittel vorgesehen, um einen jeweiligen, aus der
Austrittsöffnung 52 austretenden Kern H in eine Übernahmepo
sition zu überführen, in der dieser von einer jeweiligen Auf
nahme 38 der Kernwechseleinrichtung 34 übernommen wird, was,
wie bereits erwähnt, in der zweiten unteren Winkelposition
erfolgt.
Sobald durch ein entsprechendes Verschwenken der Klappe 54
um die Achse E der jeweils unterste Kern H des Kernmagazins
50 freigegeben wird, wird dieser unterstützt durch den Stau
druck der darüber angeordneten Kerne H seitlich durch die
Austrittsöffnung 52 hindurch auf die Schräge 56 ausgestoßen,
über die er dann in die Übernahmeposition gelangt, in der er
von einer die zweite untere Wickelposition einnehmenden Kern
aufnahme 38 der Kernwechseleinrichtung 34 übernommen wird.
Im Bereich dieser unteren Winkelposition ist zudem eine Wic
kelaufnahme 58 oder dergleichen vorgesehen, in die der gebil
dete Wattenwickel 12 nach einem axialen Entfernen aus der
Schleife 20 und einem Verschwenken des zweiarmigen Hebels 40
der Kernwechseleinrichtung 34 um 180° von der betreffenden
Kernaufnahme 38 abgegeben wird. Diese Wickelaufnahme 58 kann
beispielsweise einer Transporteinrichtung zugeordnet sein.
Sie kann wie im Fall der Fig. 1 bis 4 wannenartig ausge
bildet sein und/oder eine Schräge umfassen, wie sie bei
spielsweise in Fig. 5 angedeutet ist.
Wie bereits erwähnt, unterscheidet sich die in Fig. 8 ge
zeigte Ausführungsform im wesentlichen dadurch von der der
Fig. 1 bis 7, daß der Riemen 18 über die weiteren Umlenk
rollen R3, R5 und R6 und die entlang einer Linearführung
verstellbare Spannrolle R4 so geführt ist, daß er über die
Spannrolle R4 in einer Ebene gespannt wird, die anstatt in
Vertikalrichtung in Horizontalrichtung und damit parallel
zur sich allgemein horizontal nach rechts erstreckenden
Schleife 20 verläuft. Die Umlenkrolle R4 und die Spannrolle
R4 liegen in einer Horizontalebene oberhalb der Schleife 20.
Das Kernmagazin 50 ist wie beim Ausführungsbeispiel gemäß
den Fig. 1 bis 7 unmittelbar unterhalb der Wattenzufüh
rung 16 angeordnet.
Beim in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsbei
spiel sind die in einer Vertikalebene liegenden Rollen R4,
R5 auf der vom Hülsenmagazin 50 abgewandten Seite der durch
die Achsen A und D verlaufenden Vertikalebene vorgesehen.
In den Figuren i und 2 ist die betreffende Wickelvorrichtung
10 in einer Phase dargestellt, in der ein leerer hülsenarti
ger Kern H in den Schleifenbereich des Riemens 18 geladen
wird. Hierbei liegt der Riemen 18 in der dargestellten Weise
auf den axial verstellbar an der Wickelscheibe 28 gelagerten
Bolzen 26 auf, die zuvor durch die Nockensteuerung 60 (vgl.
Fig. 5) entsprechend betätigt wurden.
Der zweiarmige Hebel 40 der Kernwechseleinrichtung 34 nimmt
eine vertikale Stellung ein, in der eine Kernaufnahme 38 die
erste obere Winkelposition und die andere Kernaufnahme 38
die diametral gegenüberliegende zweite untere Winkelposition
einnimmt.
Wie durch den Pfeil 1 in Fig. 1 dargestellt, wird zunächst
durch ein Verschwenken der Klappe 54 um die Achse E ein unte
rer Kern H des Kernmagazins 50 freigegeben, der dann über
die Schräge 56 in eine Übernahmeposition gelangt, in der er
von der jeweiligen die zweite untere Winkelposition einneh
menden Kernaufnahme 38 übernommen wird.
Nachdem der dem Hülsenmagazin 50 entnommene Kern H beispiels
weise durch ein axiales Verstellen der Kernwechseleinrich
tung 34 auf den axialen Ansatz 36 der die zweite untere Win
kelposition einnehmenden Kernaufnahme 38 aufgesteckt wurde,
wird dieser bei axial ausgefahrenem, d. h. von dem Träger 30
entferntem zweiarmigem Hebel 40 (vgl. Fig. 2) durch ein Ver
schwenken dieses Hebels 40 um 180° in die erste obere Winkel
position verbracht, in der er mit der Achse A ausgerichtet
ist, um die der Kern H während des darauffolgenden Wickelvor
gangs gedreht wird. Dieses Überführen des Kerns H aus der
zweiten unteren Winkelposition in die erste obere Winkelposi
tion ist in Fig. 1 durch den Pfeil 2 angedeutet.
Anschließend wird die Kernwechseleinrichtung 34 axial einge
fahren, d. h. in der in Fig. 2 durch den Pfeil 3 angedeute
ten Weise zum vertikalen Träger 30 hin verschoben, bis der
Kern H mit seinem linken Ende auf den axialen Ansatz 32 der
stationären drehbaren Wickelscheibe 28 aufgesteckt ist. An
schließend wird die Kernwechseleinrichtung 34 in der in
Fig. 2 mit dem Pfeil 4 angedeuteten Weise wiederum axial
ausgefahren, d. h. von dem vertikalen Träger 30 entfernt,
wobei die Hülse H für den anschließenden Wickelvorgang auf
dem axialen Ansatz 32 der stationären Wickelscheibe 28 aufge
steckt bleibt.
Nachdem die Kernwechseleinrichtung 34 durch entsprechendes
Drehen um die Achse D in die in den Fig. 3 und 4 darge
stellte Ruhestellung verbracht wurde, kann die verschwenkba
re Wickelscheibe 33 aus der in Fig. 2 gezeigten Ausgangs
stellung in die in Fig. 4 dargestellte Stellung verschwenkt
werden, in der der Kern H für den anschließenden Wickelvor
gang zwischen den beiden Wickelscheiben 28, 33 angeordnet
und mit seinen beiden Enden auf dem axialen Ansatz 32 der
stationären Wickelscheibe 28 bzw. dem axialen Ansatz 44 der
verlagerbaren Wickelscheibe 33 aufgesteckt ist. In Fig. 2
ist das Einschwenken der Wickelscheibe 33 in die Arbeitsstel
lung durch den Pfeil 5 angedeutet.
Während des Wickelvorgangs verbleibt die Kernwechseleinrich
tung 34 in der in den Fig. 3 und 4 gezeigten definierten
Ruhelage, in der beide Kernaufnahmen 38 außerhalb des Schlei
fenbereichs des Riemens 18 liegen, so daß ein möglichst unge
störter Wickelvorgang gewährleistet ist.
In den Fig. 5 und 6 ist die Wickelvorrichtung 10 in der
Phase eines Kernwechsels dargestellt.
Danach wird zunächst die Wickelscheibe 33 in Richtung des
Pfeiles 1 (vgl. Fig. 6) aus der Arbeitsstellung heraus in
die in Fig. 6 dargestellte Ausgangslage verschwenkt, in der
der Schwenkarm 46 am horizontalen Träger 48 anliegt und ent
sprechend die Wickelscheibe 33 eine diesem Träger 48 unmit
telbar benachbarte Position einnimmt. Nachdem der fertige
Wattenwickel 12 insbesondere durch axiales Ein- und Ausfah
ren der Kernwechseleinrichtung 34 von der jeweiligen, die
erste obere Wickelposition einnehmenden Kernaufnahme 38 über
nommen wurde, wird dieser Wattenwickel 12 durch ein Drehen
der axial ausgefahrenen Kernwechseleinrichtung 34 um 180° um
die Achse D in der durch den Pfeil 2 (vgl. Fig. 5) angedeu
teten Weise in eine untere Abgabeposition verbracht, in der
er von der betreffenden, jetzt die zweite untere Winkelposi
tion einnehmenden Kernaufnahme 38 an die Wickelaufnahme 58
abgegeben wird, die in Fig. 5 als Schräge dargestellt ist.
Die nunmehr die erste obere Winkelposition einnehmende ande
re Kernaufnahme 38 trägt einen zuvor in der zweiten unteren
Winkelposition aufgenommen Kern H, der nunmehr wieder an die
stationäre Wickelscheibe 28 zu übergeben, d. h. auf deren
axialen Ansatz 32 aufzustecken ist. Hierzu wird die Kernwech
seleinrichtung 34 in der in Fig. 6 mit dem Pfeil 3 angedeu
teten Weise axial eingefahren, d. h. zum vertikalen Träger 30
hin verlagert, bis der betreffende hülsenartige Kern H mit
seinem linken Ende auf diesen axialen Ansatz 32 der Wickel
scheibe 28 aufgesteckt ist (vgl. Fig. 6). Anschließend wird
die Kernwechseleinrichtung 34 in der mit dem Pfeil 4 (vgl.
Fig. 6) dargestellten Weise wieder axial ausgefahren, d. h.
von dem vertikalen Träger 30 entfernt, woraufhin, die Kern
wechseleinrichtung 34 erneut um 180° gedreht werden kann, so
daß in der ersten oberen Winkelposition schließlich wieder
eine freie Kernaufnahme 38 zur Aufnahme des nächsten gebilde
ten Wattenwickels bereitsteht, während die andere Kernaufnah
me 38 wieder die diametral gegenüberliegende zweite untere
Winkelposition einnimmt, um den nächsten, aus dem Hülsenmaga
zin 50 stammenden leeren Kern zu übernehmen.
Am Ende des Wickelvorgangs wird der Riemen 18 mit einer ent
sprechenden Drehung des Wattenwickels 12 um die Achse A auf
die Bolzen 26 gefahren, so daß er während des Wechsels am
richtigen Ort sitzt. Hierbei werden die Bolzen 26 wiederum
durch die zwischen den beiden Umlenkrollen R1 und R2 vorgese
hene Nockensteuerung betätigt.
In Fig. 7 ist in einer Seitenansicht die relative Anordnung
des Kernmagazins 50 und einer Aufnahme 62 zu erkennen, in
der ein dem Kernmagazin 50 entnommener leerer Kern H bereit
gestellt wird. Das Kernmagazin 50 seitlich der Aufnahme 62
und der Kernwechseleinrichtung 34 oberhalb der Aufnahme 62
angeordnet. Zwischen dem Kernmagazin 50 und der Aufnahme 62
sind im vorliegenden Fall durch eine Schräge 56 gebildete
Mittel vorgesehen, über die der jeweils unterste Kern H des
Kernmagazins 50 zur Aufnahme 62 gelangt. Zudem nimmt die
Kernwechseleinrichtung 34 in Fig. 7 wiederum ihre Ruhe
stellung ein, in der beide Kernaufnahmen 38 außerhalb des
Schleifenbereichs des Riemens 18 liegen, so daß ein mög
lichst ungestörter Wickelvorgang möglich ist. Hierzu ist
auch bereits die Wickelscheibe 33 wieder in ihre Arbeitsstel
lung nach unten verschwenkt.
Die in Fig. 8 gezeigte alternative Ausführungsform einer
Wickelvorrichtung 10 ist in der Phase zu Beginn des Wickel
vorgangs dargestellt. Entsprechend nimmt auch in diesem Fall
die drehbare Kernwickeleinrichtung 34 ihre Ruhelage ein, in
der die beiden Kernaufnahmen 38 wieder außerhalb des Schlei
fenbereichs des Riemens 18 liegen. Zudem ist anhand dieser
Fig. 8 erkennbar, wie die fertigen Wattenwickel 12 schließ
lich über eine der Wickelaufnahme 58 zugeordnete Führung ho
rizontal nach rechts abgeführt werden.
Nach Beendigung eines jeweiligen Wickelvorgangs und vor dem
Auswurfvorgang wird die Watte getrennt. Eine mögliche Varian
te einer Trennung besteht darin, daß beim Erreichen einer
vorgegebenen aufgewickelten Wattenlänge die Wattenzuführung
durch die Kalanderwalzen unterbrochen wird, während der Rie
men noch für eine bestimmte Zeit in Bewegung ist. Dadurch er
folgt ein Wattenabriß im Bereich der vorderen Kalanderwalze.
Durch eine vorbestimmte Zeit, in welcher der fertig gewickel
te Wattenwickel durch den Riemen bei stillstehenden Kalander
walzen noch gedreht wird, kann das Abrißende an einer defi
nierten Stellung auf dem Wattenwickel positioniert werden.
Aufgrund der drehbaren, axial verstellbaren Kernwechselein
richtung ist es nicht mehr erforderlich, wenigstens eine der
beiden Umlenkrollen R1, R2 verschwenkbar auszubilden, wo
durch sich ein wesentlich einfacherer, kompakterer Aufbau
der Wickelvorrichtung 10 ergibt und der Austausch des ferti
gen Wattenwickels 12 gegen einen neuen Kern H beschleunigt
wird. Zudem ist die Kernwechseleinrichtung äußerst problem
los und einfach handhabbar, wobei, wie zuvor im einzelnen be
schrieben, bestimmte Arbeitsschritte auch gleichzeitig ausge
führt werden können, wodurch insbesondere der Austausch
eines Wattenwickels gegen einen neuen leeren Kern weiter
beschleunigt wird.
Bezugszeichenliste
10 Wickelvorrichtung
12 Wattenwickel
14 Watte
15 Kalanderwalzen
16 Walzenzuführung
18 Riemen
20 Schleife
22 Spanneinrichtung
24 Riemenabhebeeinrichtung
26 Bolzen
28 Wickelscheibe
30 Träger
32 axialer Ansatz
33 Wickelscheibe
34 drehbare Kernwechseleinrichtung
36 axialer Ansatz
38 Kernaufnahmen
40 zweiarmiger Hebel
40a Hebelarm
40b Hebelarm
42 Stange
44 axialer Ansatz
46 Schwenkarm
48 Träger
50 Kernmagazin
52 Austrittsöffnung
54 Klappe
56 Schräge
58 Wickelaufnahme
60 Nockensteuerung
62 Aufnahme
A feste Achse
B Achse
C Auflagebereich
D Drehachse
E Achse
F Pfeil
H Kern
R1 Umlenkrolle
R2 Umlenkrolle
R3 Umlenkrolle
R4 Spannrolle
R5 Umlenkrolle
R6 Umlenkrolle
12 Wattenwickel
14 Watte
15 Kalanderwalzen
16 Walzenzuführung
18 Riemen
20 Schleife
22 Spanneinrichtung
24 Riemenabhebeeinrichtung
26 Bolzen
28 Wickelscheibe
30 Träger
32 axialer Ansatz
33 Wickelscheibe
34 drehbare Kernwechseleinrichtung
36 axialer Ansatz
38 Kernaufnahmen
40 zweiarmiger Hebel
40a Hebelarm
40b Hebelarm
42 Stange
44 axialer Ansatz
46 Schwenkarm
48 Träger
50 Kernmagazin
52 Austrittsöffnung
54 Klappe
56 Schräge
58 Wickelaufnahme
60 Nockensteuerung
62 Aufnahme
A feste Achse
B Achse
C Auflagebereich
D Drehachse
E Achse
F Pfeil
H Kern
R1 Umlenkrolle
R2 Umlenkrolle
R3 Umlenkrolle
R4 Spannrolle
R5 Umlenkrolle
R6 Umlenkrolle
Claims (16)
1. Wickelvorrichtung (10) zur Erzeugung eines Wattenwickels
(12), bei der die Watte (14) auf einen von einem umlau
fenden, endlosen Riemen (18) angetriebenen, insbesondere
hülsenartigen Kern (H) aufgewickelt wird, der während
dieses Wickelvorgangs vorzugsweise um eine feste Achse
(A) drehbar in einer zwischen zwei Umlenkrollen (R1, R2)
gebildeten, mit zunehmendem Wattenwickel (12) größer wer
denden Schleife (20) des gespannten Riemens (18) ange
ordnet ist,
gekennzeichnet durch
eine drehbare Kernwechseleinrichtung (34) mit wenigstens
zwei gleichartigen, in gleichem radialem Abstand von der
Drehachse (D) der Kernwechseleinrichtung (34) angeordne
ten sowie in Umfangsrichtung gegeneinander versetzten
Kernaufnahmen (38), die durch entsprechendes Drehen der
Kernwechseleinrichtung (34) abwechselnd in wenigstens
zwei unterschiedliche Winkelpositionen überführbar sind,
von denen eine erste durch die Lage der zur Drehachse
(D) der Kernwechseleinrichtung (34) parallelen Achse (A)
definiert ist, um die ein betreffender Kern (H) während
des Wickelvorgangs drehbar ist.
2. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet
daß zumindest die Kernaufnahmen (38) und vorzugsweise
die gesamte drehbare Kernwechseleinrichtung (34) axial
verstellbar sind.
3. Wickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet
daß die Kernaufnahmen (38) jeweils in die erste definier
te Winkelposition überführbar sind, um einen leeren Kern
(H) in den Schleifenbereich des Riemens (18) einzusetzen
oder einen gebildeten Wattenwickel (12) zu übernehmen.
4. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kernaufnahmen (38) jeweils in eine zweite defi
nierte Winkelposition überführbar sind, um einen leeren
Kern (H) zu übernehmen oder einen gebildeten Wattenwi
ckel (12) abzugeben.
5. Wickelvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer die erste definierte Winkelposition einneh
menden Kernaufnahme (38) eine jeweils andere Kernaufnah
me (38) die zweite definierte Winkelposition einnimmt.
6. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei einander bezüglich der Drehachse (D) der Kern
wechseleinrichtung (34) diametral gegenüberliegende Kern
aufnahmen (38) vorgesehen sind.
7. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die drehbare Kernwechseleinrichtung (34) in eine de
finierte Ruhelage verstellbar ist, in der sämtliche Kern
aufnahmen (38) außerhalb des Schleifenbereichs des Rie
mens (18) liegen.
8. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kernwechseleinrichtung (34) einen zweiarmigen
Hebel (40) umfaßt und daß an jedem der beiden sich vor
zugsweise in diametral entgegengesetzten Richtungen
allgemein radial nach außen erstreckenden Hebelarme
(40a, 40b) jeweils eine Kernaufnahme (38) vorgesehen
ist.
9. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kernaufnahmen (38) jeweils einen axialen Ansatz
(36) umfassen, auf den ein jeweiliger hülsenartiger Kern
(H) bzw. ein jeweiliger, auf einem solchen Kern (H) ge
bildeter Wattenwickel (12) aufsteckbar ist.
10. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein jeweiliger Kern (H) während des Wickelvorgangs
zwischen zwei drehbaren Wickelscheiben (28, 33) ange
ordnet ist, die jeweils mit einem axialen Ansatz (32,
44) versehen sind, auf die der hülsenartige Kern (H) auf
steckbar ist, wobei eine (28) der beiden drehbaren Wi
ckelscheiben (28, 33) stationär und die andere (33)
verlagerbar, insbesondere axial ausfahrbar,
verschwenkbar und/oder dergleichen ist.
11. Wickelvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verlagerbare Wickelscheibe (33) an einem Schwenk
arm (46) angeordnet ist, der an einem stationären Träger
(48) angelenkt ist.
12. Wickelvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verlagerbare Wickelscheibe (33) jeweils durch
eine der Kernwechseleinrichtung (34) zugeordnete, in die
erste Winkelposition überführte Kernaufnahme (38) gebil
det ist.
13. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede der Kernwechseleinrichtung (34) zugeordnete
Kernaufnahme (38) mit einer drehbar gelagerten
Wickelscheibe (33) versehen ist.
14. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie ein vorzugsweise schachtartiges Kermagazin (50)
mit einer durch eine Klappe (54) verschließbaren unteren
Austrittsöffnung (52) sowie Mittel (56) umfaßt, um einen
jeweiligen Kern (H) von dem Kermagazin (50) in eine Über
nahmeposition zu überführen, in der dieser von einer je
weiligen Kernaufnahme (38) der Kernwechseleinrichtung
(34) übernommen wird.
15. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine vorzugsweise einer Transporteinrichtung zuge
ordnete Wickelaufnahme (58) vorgesehen ist, in die der
gebildete Wattenwickel (12) von einer jeweiligen Kern
aufnahme (38) der Kernwechseleinrichtung (34) abgegeben
wird.
16. Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Schleife einfahrbare Abhebemittel (26) vorgese
hen sind, um den Riemen (18) für ein axiales Entfernen
des Wattenwickels (12) vom Wickelumfang abzuheben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139402 DE19639402A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Wickelvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139402 DE19639402A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Wickelvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19639402A1 true DE19639402A1 (de) | 1998-03-26 |
Family
ID=7806868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996139402 Withdrawn DE19639402A1 (de) | 1996-09-25 | 1996-09-25 | Wickelvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19639402A1 (de) |
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