DE19623331A1 - Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung und Vorrichtung hierfür - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung und Vorrichtung hierfürInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrei
ben einer Toilettenspülung mit einer Toilettenspüleinrichtung
mit einem Becken, einem an das Becken anschließenden Siphon
mit einem Abfluß, einer das Becken oberseitig abdeckenden,
schwenkbaren Deckeleinheit und einer mit dem Becken über ei
nen Zufluß in Verbindung stehenden Speichereinheit, die mit
Spülwasser befüllbar ist, wobei zu Spülzwecken Spülwasser in
das Becken eingeleitet wird, und eine Vorrichtung hierfür.
Da zum Spülen von Toilettenanlagen häufig Wasser von Trink
wasserqualität eingesetzt wird, ist man bestrebt, einen ef
fektiven Spülvorgang mit möglichst wenig Wasser zu erzielen.
Anhand der Fig. 10 und 11 wird im folgenden das bekannte
Toilettenspülverfahren beschrieben. Eine Toilettenspülein
richtung 10 besitzt ein Becken 12, an das ein Siphon 14 an
schließt. Über einen Zufluß 15 steht das Becken 12 mit einem
nicht näher dargestellten Speicherbehälter mit Spülwasser in
Verbindung. An den Siphon 14 anschließend ist ein Abfluß 16
vorhanden, der mit einem nicht näher dargestellten Abwasser
system in Verbindung steht.
Der Spülvorgang läuft nun im einzelnen wie folgt ab. Nachdem
die Fäkalien in dem im Becken beziehungsweise Siphon befind
lichen Wasser vorhanden sind, trifft das Spülwasser aus dem
Speicherbehältnis nach dem Auslösen des Spülvorgangs auf die
im Siphon 14 befindliche Flüssigkeit. Der Flüssigkeitsspiegel
steigt so weit an, bis die Höhendifferenz genug Druck nach
außen ausübt und die Fäkalien nach außen transportiert. Dabei
ist es nachteilig, daß vor dem Abfließen zunächst eine Vermi
schung zwischen dem einströmenden Wasser und den im Spülraum
befindlichen Bestandteilen (Fäkalien-Wasser-Gemisch)
auftritt. Schwimmende Stoffe werden durchgewirbelt und durch
ihren hohen Auftrieb häufig nicht abtransportiert. Ein
zweiter Spülvorgang ist daher oftmals erforderlich.
Mit dem Verwirbelungsvorgang entsteht eine Verdünnung und
während dieser Zeit läuft Wasser bereits ab, welches nicht
dem Abtransport der Fäkalien dient. Daher wird ein Teil des
Wassers definitiv nicht zum Wegtransport der Fäkalien verwen
det. Sobald der Spülvorgang beendet ist, füllt sich der Si
phon 14 bis zu dem in Fig. 10 gezeigten Stand wieder auf.
Des weiteren sind Wasserspar-Toilettensysteme bekannt, die
auf dem Prinzip der Schwerkraftentwässerung basieren. Hierbei
wird ein Sammelheber zwischen Fallrohrende und Hausanschluß
installiert und speichert ca. 20 l (Liter) Abwasser aus den
Sanitäreinrichtungen. Bei einer erfolgten Toilettenspülung
wird durch den Siphoneffekt der gesamte Inhalt in die norma
lerweise horizontal verlaufende Abwasserleitung gespült. Das
System wirkt dadurch selbstreinigend. Jedoch ist es erfor
derlich, daß das Toilettenabwasser separat von dem normalen
Abwasser abgeführt werden muß, da sonst eine starke
Verschmutzung des Sammelhebers dessen Funktion gegebenenfalls
beeinträchtigen kann.
Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der Er
findung die Aufgabe beziehungsweise das technische Problem
zugrunde, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte
Vorrichtung hierfür anzugeben, die unter Einsatz einer mög
lichst geringen Wassermenge einen optimalen Spülvorgang ge
währleistet, einen einfachen konstruktiven Aufbau besitzt und
dadurch eine wirtschaftliche Nutzung ermöglicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Merkmale des An
spruchs 1 gegeben. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch
die Merkmale des Anspruchs 3 gegeben. Vorteilhafte Ausgestal
tungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen An
sprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich demgemäß dadurch
aus, daß vor dem Spülvorgang die Deckeleinheit weitgehend
dichtend an dem Becken angeordnet wird, so daß zumindest zu
Beginn des Spülvorgangs beim Einleiten des Spülwassers zumin
dest zeitweise durch Komprimierung der in dem Becken befind
lichen Luft ein Überdruck aufgebaut wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfah
rens zeichnet sich dadurch aus, daß während des Spülvorgangs
im Spülwasser und in dem in dem Siphon befindlichen Fäkalien-
Wasser-Gemisch Luftblasen erzeugt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren betrifft eine wassersparende
und abwassersparende Toilettenspülung, die auf dem Prinzip
des Überdrucks aufgebaut ist. Voraussetzung dafür ist, daß
die Toilettenschüssel während des Spülvorgangs nach oben ab
gedichtet wird.
Beim Auslösen des Spülvorgangs strömt das Wasser aus dem
Spülkasten nach unten. Da Luft nicht entweichen kann, ent
steht ein Überdruck, der das Wasser mit den darin befindli
chen Fäkalien sofort nach unten drückt. Der eigentliche Spül
vorgang beginnt, denn das Wasser strömt nun in den Spülraum.
Die bereits vorbeschleunigte Flüssigkeit im Siphon wird nun
zum Abfluß transportiert.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird das Spülwasser unter
Druck ins Spülbecken eingebracht.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung wird die
Spülwirkung wie bereits erwähnt dadurch verstärkt, indem
gleichzeitig Luftblasen aus der komprimierten Luft an der
Trennwand vorbeistreichen und an der Hinterseite unter star
kem Sprudeln emporsteigen kann. Beide Maßnahmen, nämlich der
Überdruck und die emporsteigenden Luftblasen, haben gegenüber
den bekannten Toilettenspülungen eine erhebliche Verbesserung
vorzuweisen.
Nach dem eigentlichen Spülvorgang füllt sich der Siphon wie
der vollständig mit Wasser auf, so daß ein zuverlässiger Ge
ruchsverschluß gewährleistet werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus,
daß Mittel zum dichtenden Anliegen der Deckeleinheit indirekt
oder direkt an das Becken vorhanden sind derart, daß bei ge
schlossener Deckeleinheit zumindest zu Beginn des Spülvor
gangs beim Einleiten des Spülwassers zumindest zeitweise
durch Komprimierung der in dem Becken befindlichen Luft ein
Überdruck aufgebaut wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung zeichnet sich dadurch aus, daß an der Deckeleinheit um
laufend unterseitig eine Dichtprofileinheit vorhanden ist,
die direkt auf dem Becken bei geschlossener Deckeleinheit an
liegt.
Eine alternative Ausgestaltung, die einen konstruktiv einfa
chen Aufbau besitzt, zeichnet sich dadurch aus, daß an der
Deckeleinheit unterseitig eine umlaufende Dichtprofileinheit
vorhanden ist, die durch Schließen der Deckeleinheit dichtend
an einer Sitzbrilleneinheit anliegt und an der Sitzbrillen
einheit unterseitig eine weitere umlaufende Dichtprofilein
heit vorhanden ist, die dichtend an dem Becken anliegt.
Eine hinsichtlich einer optimalen Hygiene beziehungsweise zu
verlässigen einfachen Reinigungsmöglichkeit besonders bevor
zugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeich
net sich dadurch aus, daß das Becken/die Brille oberseitig
umlaufend am Innenrandbereich eine Randvertiefung besitzt, in
der die Dichtprofileinheit anordenbar ist.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Vorrichtung nach
der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß das Becken im
Bereich der Anlage der weiteren Dichtprofileinheit eine um
laufende Naseneinheit besitzt. Dadurch wird eine gute Dicht
wirkung dauerhaft zuverlässig gewährleistet. Gleichzeitig
kann einer unerwünschten Schmutzansammlung in diesem Bereich
entgegengewirkt werden.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform, die eine dauerhaft
zuverlässige Dichtwirkung gewährleistet und darüberhinaus er
höhten Hygieneanforderungen entspricht, zeichnet sich dadurch
aus, daß die Deckeleinheit unterseitig eine im wesentlichen
senkrecht zu ihrer Plattenebene verschiebbare Platteneinheit
besitzt und die Platteneinheit über eine umlaufende Dichtein
heit an der Deckeleinheit befestigt ist, wobei die Dichtein
heit so ausgebildet ist, daß sie sich infolge der Verschie
bung der Platteneinheit aufgrund eines beim Einleiten von
Spülwasser entstehenden Überdrucks nach außen wölbt und im
wesentlichen dichtend an dem Becken anliegt.
Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben
sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale
sowie durch die nachstehend angegebenen Ausführungsbeispiele.
Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise mitein
ander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensicht
lich gegenseitig ausschließen.
Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Wei
terbildungen derselben werden im folgenden anhand der in der
Zeichnung dargestellten Beispiele näher beschrieben und er
läutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen
den Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in be
liebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es
zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine Toiletten
spüleinrichtung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Details I aus
Fig. 1,
Fig. 3 bis 6 jeweils einen schematischen Querschnitt gemäß der
Schnittführung A-A, B-B, C-C und D-D in
Fig. 1,
Fig. 7 bis 9 schematische Darstellungen des Spülvorgangs beim Spü
len mit Überdruck,
Fig. 10 und 11 schematische Darstellungen des Spülvorgangs in be
kannter Art und Weise,
Fig. 12 schematische Detaildarstellung des Beckenrandbereichs
einer Toilettenspüleinrichtung mit auf dem Becken
randbereich über eine Dichtprofileinheit sich abstüt
zenden Deckeleinheit mit einer Verschlußeinheit,
Fig. 13 schematische Detaildarstellung des Beckenrandbereichs
einer Toilettenspüleinrichtung mit auf der Sitzbril
leneinrichtung über eine Dichtprofileinheit sich ab
stützenden Deckeleinheit mit einer Verschlußeinheit
in auseinandergezogenem Zustand,
Fig. 14 eine Detaildarstellung gemäß Fig. 13 bei dichtend an
geschlossener Deckeleinheit,
Fig. 15 einen schematischen Detailschnitt durch den Becken
rand mit einer an der Deckeleinheit angeordneten, an
den Beckeninnenrand zeitweise dichtend drückenden
Dichteinheit und
Fig. 16 einen schematischen Detailschnitt durch den Becken
rand mit einer an der Deckeleinheit angeordneten
weiteren Dichteinheit.
Die in Fig. 1 im Querschnitt schematisch dargestellte Toilet
tenspüleinrichtung 10 besitzt im wesentlichen dieselbe Grund
struktur wie die Toilettenspüleinrichtung 10 gemäß den
Fig. 10 und 11. Durch die in den Fig. 4 und 5 gemäß Schnitt
B-B und C-C gewählte, im wesentlichen oval-runde Siphon
form entsteht beim Spülvorgang ein relativ hoher Wasserstand,
was sich insgesamt günstig auf den Spülvorgang auswirkt.
Im Unterschied zu den bekannten Toilettenspüleinrichtungen
besitzt die erfindungsgemäße Toilettenspüleinrichtung 10 un
terseitig an der Deckeleinheit 18 eine Dichtprofileinheit 20.
Diese Dichtprofileinheit 20 ist umlaufend an den oberen Rand
des Beckens 12 bei geschlossener Deckeleinheit 18 vorhanden.
Die Schwenkbarkeit der Deckeleinheit 18 wird durch eine
Schwenkkonstruktion gewährleistet, die in den Figuren nicht
näher dargestellt ist. Desgleichen kann in geschlossenem Zu
stand der Deckeleinheit 18 eine Verschlußeinheit vorhanden
sein, die die Deckeleinheit 18 und damit die Dichtprofilein
heit 20 pressend gegen das Becken 12 drückt. Diese ist in
Fig. 1 nicht dargestellt und wird anhand weiterer Ausfüh
rungsbeispiele weiter unten beschrieben werden.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen den Spülvorgang bei der erfin
dungsgemäßen Toilettenspüleinrichtung. Fig. 7 stellt den un
benützten Zustand dar. Der Siphon 14 ist mit Wasser bis zu
einem Niveau 34 gefüllt, das der Unterkante des Abflusses 16
entspricht. In diesem Zustand ist ein zuverlässiger Geruchs
verschluß gegeben.
Beim Auslösen des Spülvorgangs wird nun gemäß Fig. 8 Spülwas
ser über den Zufluß 15 dem Spülbecken 12 zugeführt (Pfeil S).
Da vor dem Spülvorgang die Deckeleinheit 18 dichtend auf dem
Becken 12 angeordnet worden ist, entsteht infolge des ein
dringenden Spülwassers S im Inneren des Beckens 12 ein zeit
weilig vorhandener Überdruck (Pfeil P), der unter anderem auf
die Oberfläche des in dem Becken 12 befindlichen Fäkalien-
Wasser-Gemisches einwirkt und dieses bereits teilweise in den
Abfluß 16 drückt (siehe Fig. 8).
Im weiteren Verlauf des Spülvorgangs fließt das Spülwasser S
in das Becken 12 nach und bewirkt somit einen weiteren Trans
port des Fäkalien-Wasser-Gemisches bis hin zu einem vollstän
digen Austrag dieses Gemisches aus dem Siphon 14. Gleichzei
tig ist der Siphon 14 so ausgebildet, daß er eine innenseiti
ge Abrißkante 46 aufweist, so daß beim Spülvorgang zusätzlich
Luftblasen 48 in das Gemisch eingebracht werden, die für eine
weitere Verwirbelung und damit für einen weiteren Abtransport
des Gemisches sorgen.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beziehungsweise mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich, wie die Praxis ge
zeigt hat, mindestens 30% Wasser- und Abwassermengen einspa
ren. Anstelle der üblicherweise benötigten 6 l (Liter) kann
der zum Spülen benötigte Wasserbedarf auf maximal 4 l einge
stellt werden, ohne daß mit einer merklichen Herabsetzung der
Spülwirkung zu rechnen ist.
Wie weiter unten aufgezeigt werden wird, kann durch eine ent
sprechende Deckelkonstruktion auch eine bereits vorhandene
Toilettenspüleinrichtung umgerüstet werden.
Da die festen Bestandteile aufgrund des zu Beginn auftreten
den Überdrucks sofort aus dem Siphon heraus transportiert wer
den und das nachfolgende Wasser fast vollständig zum Weg
schwemmen der Fäkalien dient, ergibt sich eine nahezu gleiche
Spülkraft in den nachfolgenden Abwasserrohren. Dies war bis
her nicht der Fall, da ein Teil des Wassers schon vorher ab
gelaufen ist und am eigentlichen Transport der Fäkalien nicht
teilgenommen hat. Darüber hinaus werden nach dem erfindungs
gemäßen Verfahren schwimmende Stoffe wie beispielsweise Holz
oder Zigarettenkippen sicher abtransportiert.
Die Spülwirkung wird dadurch verstärkt, daß gleichzeitig
Luftblasen aus der komprimierten Luft an der Abrißkante der
Trennwand vorbeistreichen und an der Hinterseite unter star
kem Sprudeln emporsteigen.
Konkrete Ausgestaltungen der Abdichtung zwischen den Dicht
mitteln und dem Becken beziehungsweise einer Sitzbrille wer
den in den nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Gleiche Bauteile tragen jeweils das glei
che Bezugszeichen und werden nicht nochmals erläutert.
Gemäß Fig. 12 weist in diesem Ausführungsbeispiel das Becken
12 innenseitig eine Innenrandvertiefung 29 auf. An die Decke
leinheit 18 ist unterseitig ein Steg 50 angeformt, an dessen
Stirnendbereich umlaufend eine in eine entsprechend vorhande
ne Ausnehmung eingesetzte Dichtprofileinheit 20 angeordnet
ist. Diese Dichtprofileinheit 20 kommt bei geschlossener
Deckeleinheit 18 mit der Anlagefläche der Vertiefung 29 in
dichtendem Kontakt.
Die Deckeleinheit 18 weist außenseitig einen nach unten ge
neigten Überstand 52 auf. Im Bereich des Anschlusses des
Überstandes 52 an die Deckeleinheit 18 ist innenseitig ein
Drehpunkt 54 für einen Verschlußhebel 56 vorhanden, wobei der
Verschlußhebel 56 in seinem über den Überstand 52 hinausra
genden Endbereich eine Kröpfung 58 nach außen besitzt. Im
oberen Außenrandbereich des Beckens 12 besitzt das Becken 12
eine nach außen weisende Naseneinheit 60, die - wie darge
stellt - angeformt sein kann oder nachträglich als extra Pro
fil montiert werden kann. An den Verschlußhebel 56 ist im Be
reich des Kröpfungswinkels ein drehbares Rad 68 angelenkt,
das auf der Außenkontur der Naseneinheit 60 beim Verschließen
der Deckeleinheit 18 entlangrollt.
Der Verschlußhebel 56 steht dabei unter der Wirkung eines Fe
derelement und eines Anschlagelements, was in den weiter un
ten beschriebenen Ausführungsbeispielen näher dargestellt
werden wird.
Zwischen dem Steg 50 und dem Verschlußhebel 56 ist oberseitig
auf dem Becken 12 umlaufend die Sitzbrille 24 angeordnet.
Zwischen der Unterseite der Deckeleinheit 18 und der Obersei
te der Sitzbrille 24 ist ein erstes Distanzelement 32.1 und
zwischen der Unterseite der Sitzbrille 24 und dem oberen Rand
des Beckens 12 ein zweites Distanzelement 32.2 vorhanden, die
dafür sorgen, daß die Dichtprofileinheit 20 bei verriegelter
Deckeleinheit 18 nicht zu stark verformt wird, um Beschädi
gungen zu vermeiden, und andererseits doch so stark verformt
wird, daß eine ausreichende Dichtwirkung erzielt wird.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 13 und 14 ist
dort die Dichtprofileinheit 20 mehr oder weniger direkt auf
einen unterseitig an der Deckeleinheit 18 vorhandenen Wulst
78 aufgeklemmt. Die Randvertiefung 28 befindet sich nicht wie
bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel am Innenrand des
Beckens 12 sondern am Innenrand der Sitzbrille 24.
Die Sitzbrille 24 besitzt unterseitig zwei Kammerbereiche, in
denen im rechten Bereich gem. Fig. 14 das zweite Distanzele
ment 32.2 und im linken Bereich eine weitere Dichtprofilein
heit 26 angeordnet ist. Der obere Randbereich des Beckens 12
hat im Bereich der Anlagefläche der Dichtprofileinheit 26 ei
ne nach oben weisende Naseneinheit 30, die eine gute Dichtung
bei aufliegender Dichtprofileinheit 26 gewährleistet und hy
gienische Vorteile mit sich bringt, da sich auf einer derart
erhöht ausgebildeten Naseneinheit 30 der Schmutz sich nicht
so stark ablagert und das Profil der Naseneinheit leicht ge
reinigt werden kann.
Die Verschlußeinheit mit dem Verschlußhebel 56 ist praktisch
identisch mit der Verschlußeinheit gemäß Fig. 12 ausgebildet,
wobei in den Fig. 13 und 14 das Federelement 70 und das
Anschlagelement 72 dargestellt sind. Das Federelement 70
drückt den Verschlußhebel 56 in Richtung des Beckens 12, wo
bei die maximale Drehung des Verschlußhebels 56 durch das An
schlagelement 72 begrenzt wird.
Um die dichtende Wirkung zu erzeugen, wird in einfacher Art
und Weise die Deckeleinheit 18 von oben (schematisch Pfeil D)
auf das Becken 12 gedrückt, wobei dann das Rad 68 über die
Naseneinheit 60 schnappt und eine sichere Arretierung gewähr
leistet.
Zum Öffnen der Deckeleinheit wird in einfacher Art und Weise
der Verschlußhebel 56 entgegen der Wirkung des Federelements
70 nach außen verschoben, wodurch das Drehrad 68 ohne große
Kraftanstrengung über die Naseneinheit 60 nach oben und damit
auch die Deckeleinheit 18 geschwenkt werden kann.
In Fig. 15 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei
der die Deckeleinheit 18 eine unterseitig vorhandene Tragein
heit 74 besitzt, an der eine verschiebliche Platteneinheit 42
angelenkt ist, die im wesentlichen der Innenumfangskontur des
Beckens 12 entspricht. Die Platteneinheit 42 ist umlaufend
mit einer flexiblen Dichteinheit 44 an die Trageinheit 74 an
geschlossen.
Die Sitzbrille 24 ist in Fig. 15 schematisch dargestellt,
ebenso ist die Verschlußeinrichtung 40 durch das Drehrad 68
reduziert dargestellt.
Die dichtende Wirkung der Dichteinheit 44 wird nun wie folgt
gewährleistet. Wenn Wasser in den Spülraum des Beckens 12
einläuft, entsteht ein leichter Druck (P) nach oben, wodurch
sich die Platteneinheit 42 nach oben bewegt und die Dichtein
heit 44 nach außen gegen die Innenkante des Beckens 12
drückt, wobei diese Innenkante in Form eines gerundeten Vor
sprungs 82 ausgebildet ist. Zentrierungsmittel 84 halten die
Platteneinheit 42 in ihrer richtigen Lage und gewährleisten
gleichzeitig deren Verschiebbarkeit. Die nicht dichtende
(normale) Lage der Platteneinheit 42 und Dichteinheit 44 ist
in Fig. 15 strichpunktiert dargestellt.
Eine derartige Ausbildung hat gegenüber den bisherigen Aus
führungsbeispielen den Vorteil, daß die Dichteinheit 44 nicht
immer anliegt, sondern nur während des Spülvorgangs. Dadurch
ist eine langfristige Funktion gewährleistet, da keine Defor
mierung der Dichteinheit 44 bei laufend geschlossenem Deckel
erfolgt.
Fig. 16 zeigt schematisch eine Ausführungsvariante, bei der
ebenfalls ein Dichtungsprofil 44 eingesetzt wird. Die Funk
tionsweise ist ähnlich wie in der Ausführungsform gem. Fig.
15, jedoch wird die Luft zwischen der beweglichen Platte 42
und der Trageinheit 74 beim Spülvorgang komprimiert, was dazu
führt, daß die Dichtung 44 an das Becken 12 zwangsweise ange
drückt wird. Eine derartige Dichtungsausbildung ist sicher
und kann langfristig ohne Probleme funktionieren.
An der Trageinheit 74 ist im Bereich des Anschlusses an die
Deckeleinheit 18 eine Hakeneinheit 76 vorhanden, die an der
Deckeleinheit 18 lösbar einrastet. Durch Wegdrücken der
Hakeneinheit 76 in Pfeilrichtung W kann die Trageinheit 74
mit der Dichteinheit 44 problemlos gewechselt werden. Hierzu
ist vorher ein in der Deckeleinheit 18 vorhandener, lösbar
nach oben abnehmbarer Deckel 18.1 zu entfernen.
Dadurch, daß die Trageinheit 74 mit Dichteinheit 44 als sepa
rates Bauteil ausgebildet ist, ist ein einfacher und problem
loser Wechsel bei Verschmutzung möglich. Im Hohlbereich zwi
schen Dichteinheit 44 und dem im wesentlichen vertikalen
Randbereich der Trageinheit 74 ist eine elastische Distanz
einheit 78 angeordnet, die die relativ weiche Dichteinheit 44
in ihrer Lage hält.
Die Zentrierung der beweglichen Platte 42 erfolgt ähnlich wie
in Fig. 15 mit nicht näher dargestellten Zentriermitteln.
Eine dauerhafte Funktionsfähigkeit und einfache Austauschbar
keit zeichnen die Ausführungsvariante gem. Fig. 16 aus.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele, insbesondere hin
sichtlich der Ausbildung der Dichteinheiten, stellen mögliche
Konstruktionen dar. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die
Ausbildung der dargestellten Dichteinheiten beschränkt.
Claims (12)
1. Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung mit
- - einer Toilettenspüleinrichtung (10) mit
- - einem Becken (12),
- - einem an das Becken (12) anschließenden Siphon (14) mit einem Abfluß (16),
- - einer das Becken (12) oberseitig abdeckenden, schwenk baren Deckeleinheit (18) und
- - einer mit dem Becken (12) über einen Zufluß (15) in Verbindung stehenden Speichereinheit, die mit Spülwasser befüllbar ist,
- - wobei zu Spülzwecken Spülwasser in das Becken (12) eingeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - vor dem Spülvorgang die Deckeleinheit (18) weitgehend dichtend an dem Becken (12) angeordnet wird, so daß zu mindest zu Beginn des Spülvorgangs beim Einleiten des Spülwassers zumindest zeitweise durch Komprimierung der in dem Becken befindlichen Luft ein Überdruck aufgebaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - während des Spülvorgangs im Spülwasser und in dem in dem Siphon befindlichen Fäkalien-Wasser-Gemisch Luftbla sen erzeugt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Spülwasser unter Druck in das Becken eingebracht wird.
4. Toilettenspülvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche mit
- - einer Toilettenspüleinrichtung (10) mit
- - einem Becken (12),
- - einem an das Becken (12) anschließenden Siphon (14) mit einem Abfluß (16),
- - einer das Becken (12) oberseitig abdeckenden, schwenk baren Deckeleinheit (18) und
- - einer mit dem Becken (12) über einen Zufluß (15) in Verbindung stehenden Speichereinheit, die mit Spülwasser befüllbar ist,
- - wobei zu Spülzwecken Spülwasser in das Becken (12) eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- - Mittel (20, 26; 44) zum dichtenden Anliegen der Decke leinheit indirekt oder direkt an das Becken (12) vorhan den sind derart, daß bei geschlossener Deckeleinheit (18) zumindest zu Beginn des Spülvorgangs beim Einleiten des Spülwassers zumindest zeitweise durch Komprimierung der in dem Becken (12) befindlichen Luft ein Überdruck aufge baut wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - an der Deckeleinheit (18) umlaufend unterseitig eine Dichtprofileinheit (20) vorhanden ist, die direkt auf dem Becken (12) bei geschlossener Deckeleinheit (18) anliegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - an der Deckeleinheit (18) unterseitig eine umlaufende Dichtprofileinheit (20) vorhanden ist, die durch Schlie ßen der Deckeleinheit (18) dichtend an einer Sitzbrille neinheit (24) anliegt und an der Sitzbrilleneinheit (24) unterseitig eine weitere umlaufende Dichtprofileinheit (26) vorhanden ist, die dichtend an dem Becken (12) an liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Becken (12) die Sitzbrilleneinheit (24) oberseitig im Innenrandbereich eine Randvertiefung (28/29) besitzt, in der die Dichtprofileinheit (20) anordenbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Becken (12) im Bereich der Anlage der weiteren Dichtprofileinheit (26) eine umlaufende Naseneinheit (30) besitzt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis
8,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zwischen der Unterseite der Deckeleinheit (18) und dem Becken (12) beziehungsweise zwischen der Unterseite der Sitzbrilleneinheit (24) und dem Becken (12) Distanzele mente (32.1, 32.2) vorhanden sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden An
sprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine Verschlußeinheit (40), insbesondere Hebelver schlußeinheit, vorhanden ist, mittels derer die Decke leinheit (18) an dem Becken (12) drückend arretierbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4 und/oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Deckeleinheit (18) unterseitig eine im wesentlichen senkrecht zu ihrer Plattenebene verschiebbare Plattenein heit (42) besitzt und die Platteneinheit (42) über eine umlaufende Dichteinheit (44) an der Deckeleinheit (18) befestigt ist, wobei die Dichteinheit (44) so ausgebildet ist, daß sie sich infolge der Verschiebung der Platte neinheit (42) aufgrund eines beim Einleiten von Spülwas ser entstehenden Überdrucks nach außen wölbt und im we sentlichen dichtend an dem Rand des Beckens (12) anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996123331 DE19623331A1 (de) | 1996-06-12 | 1996-06-12 | Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung und Vorrichtung hierfür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996123331 DE19623331A1 (de) | 1996-06-12 | 1996-06-12 | Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung und Vorrichtung hierfür |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19623331A1 true DE19623331A1 (de) | 1997-12-18 |
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ID=7796666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996123331 Withdrawn DE19623331A1 (de) | 1996-06-12 | 1996-06-12 | Verfahren zum Betreiben einer Toilettenspülung und Vorrichtung hierfür |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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