DE1962245B2 - Kolbenkompressor in einem geschlossenen Kreislauf - Google Patents
Kolbenkompressor in einem geschlossenen KreislaufInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kolbenkompressor in einem geschlossenen Kreislauf mit einer flüssigkeitsunterstützten
Rollmembrandichtung zwischen Kolben- und Zylinderwand, wobei ein Regelventil den Ablauf der
Stützflüssigkeit in Abhängigkeit der Druckänderung über der Rollmembran steuert
Kolbenkompressoren der Art, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, sind aus der FR-PS
13 26 063 (Fig. 9) und der OE-PS 2 43 423 bekannt
Ein Beispiel eines geschlossenen Kreislaufes, in dem derartige Kompressoren Anwendung finden, ist das
Leistungsregelsystem einer Heißgaskolbenmaschine (Heißgasmotoren; Kaltgaskuhlmascninen), bei der mittels
Regelung der Gewichtsmenge des im Arbeitsraum der Maschine vorhandenen Arbeits;..ediums die Leistung
variiert wird. Zwischen der Druckleitung und der Saugleitung des Kompressors ist ein Regelventil
angeordnet, mit dem der Saugdruck des Kompressors beeinflußt werden kann (US-PS 33 72 539). Die Rollmembrandichtung
sorgt dafür, daß keine Verschmutzung der in den Heißgaskolbenmaschinen verwendeten
Regeneratoren stattfindet, was zu einer Wirkungsgradverringerung führen würde.
In solchen geschlossenen Kreisläufen ist der Ansaugdruck des Kompressors überatmosphärisch und höher
als der Stützflüssigkeitsdruck, was bedeutet daß die Rollmembran mit ihrer konvexen Seite der Stützflüssigkeit
zugewandt ist
Es läßt sich aber nicht immer vermeiden, daß der Ansaugdruck einen bestimmten Mindestwert unterschreitet,
z. B. bei Leckage der einen Teil des Kreislaufes bildenden Ansaugleitung. In dieser Sachlage kann das
den Ablauf der Stützflüssigkeit versorgende Regelven til die erforderliche Druckdifferenz über die Rollmembrane
nicht länger aufrechterhalten. Infolgedessen faltet die Rollmombrane und wird zerstört
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Kompressor eingangs erwähnter Art zu
schaffen, wobei die Rollmembrane auch bei unzulässig niedrigen Ansaugdrücken vor Falten geschützt ist.
Der erfindungsgemäße Kolbenkompressor weist das Kennzeichen auf, daß das Saugventil als Kolbenring
ausgebildet, ist der den Saugraum vom Arbeitsraum trennt, wobei die Rollmembran im Saugraum angeordnet
ist und im Kolben ein Regelventil angebracht ist, das dje Verbindung zwischen den beiden Räumen freigibt,
wenn der Ansaugdruck einen bestimmten Mindestwert unterschreitet.
Bei zu niedrigem Ansaugdruck fließt verdichtetes Medium aus dem Arbeitsraum zum Saugraum und sorgt
dafür, daß der Druckpegel dort nicht unzulässig sinkt, so daß die Rollmembrane in gestrecktem Zustand bleibt
Der Kolbenring als Saugventil, das Medium nur in der Richtung vom Saugraum zum Arbeitsraum durchläßt, sorgt zugleich dafür, daß im normalen Betrieb des Kompressors die Rollmembrane nicht den im Arbeitsraum auftretenden relativ hohen Kompressionstemperaturen ausgesetzt ist Hierdurch hat die Rollmembrane eine lange Lebensdauer.
Der Kolbenring als Saugventil, das Medium nur in der Richtung vom Saugraum zum Arbeitsraum durchläßt, sorgt zugleich dafür, daß im normalen Betrieb des Kompressors die Rollmembrane nicht den im Arbeitsraum auftretenden relativ hohen Kompressionstemperaturen ausgesetzt ist Hierdurch hat die Rollmembrane eine lange Lebensdauer.
Die Anwendung eines als Saugventil wirkenden Kolbenringes in einem Kolbenkompressor, der den
Saugraum vom Arbeitsraum trennt ist an sich aus der UC-PS 19 27 864 bekannt
Dadurch, daß das die Verbindung zwischen Arbeitsraum und Saugraum freigebende Regelventil im Kolben
angeordnet ist ist ein Kompressor gedrängter Bauart erhalten worden, bei dem dieses Regelventil vor
Beschädigung durch äußere Einflüsse geschützt ist
Aus der US-PS 27 15 982 ist ein Kompressor mil
Bypass und Leerlaufventil bekannt wobei das Leerlaufventil in Abhängigkeit vom Saugdruck gesteuert wird.
Diese Kompressorentlastung dient zur Steuerung der Kälteleistung einer Kompressionskältemaschine.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Die Figur zeigt einen Kolbenkompressor in Längsschnitt
Mit dem Bezugszeichen 1 ist ein Zylinder 1 angedeutet in dem ein Kolben 2 mit Spielraum
beweglich ist
Der Kolben ist über eine Kolbenstange 3 mit einem nicht dargestellten Getriebe verbunden und kann das
Volumen eines Arbeitsraumes 4 ändern.
Als Dichtung zwischen der Kolben- und Zylinderwand ist eine Rollmembrane 5 vorhanden, die einen
Saugraum 6 von einem Flüssig!?eitsra.:rr 7, in dem sich Schmieröl befindet trennt Der Saugraum 6 ist mit einer
Öffnung 8 zum Zuführen von zu komprimierendem Medium versehen. Zwischen dem Arbeitsraum 4 und
dem Saugraum 6 befindet sich ein Kolbenring 9, der in eine Nut 10 in der Kolbenwand aufgenommen ist
Anstatt in der Kolbenwand läßt sich der Kolbenring auch in einer Nut in der Zylinderwand anordnen. Die
Ringfläche 9' des Kolbenringes 9 enthält sich radial erstreckende Nuten, wodurch vermieden wird, daß diese
Ringfläche des Kolbenringes und die ihr gegenüberliegende Ringfläche der Nut 10 zusammen eine Dichtung
bilden.
In die Wand des Arbeitsraumes 4 ist ein Auslaßventil
11 aufgenommen, das durch eine Druckfeder belastet ist.
Der Kompressor enthält weiter eine Regelvorrichtung, die dafür sorgt daß der Druckunterschied an der
Rollmembrane 5 nahezu konstant bleibt. Diese Regelvorrichtung enthält einen einseitig arbeitenden Pumpenring
12, der dem Flüssigkeitsraum 7 Schmieröl zuführen kann, und ein Regelventil 13. Das Regelventil
13 enthält eine in ein Gehäuse 14 aufgenommene Membrane 15, die zwei Räume voneinander trennt, von
denen der eine 16 über eine Leitung 17 mit dem Flüssigkeitsraum 7, während der andere Raum 18 über
eine Leitung 19 mit dem Saugraum 6 verbunden ist. Die Membrane 15 trägt ein Ventilkörper 20, das die
Abführleitung 21 abschließen kann. Weiter ist eine Druckfeder 22 die dafür sorgt daß an der Membrane 15
ein bestimmter gewünschter Druckunterschied herrscht.
Wird nun aus irgendeinem Grunde mehr Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 7 abgeführt als durch den
Pumpenring 12 zugeführt, wodurch der Druck im Flüssigkeitsraum 7 abnimmt, so wird sich durch den
dadurch auftretenden niedrigeren Druck im Raum 16 die Membrane 15 abwärts bewegen.
Der Ventilkörper 20 wird dann die Abführleitung 21 völlig oder teilweise abschließen, bis wieder genügend
Flüssigkeit im Raum 7 vorhanden und der ursprüngliche Druckunterschied an der Rollmembrane 5 wieder
hergestellt ist
Wird andererseits aus irgendeinem Grunde dem
Raum 7 mehr Flüssigkeit zugeführt als abgeführt, so nimmt der Druck im Raum 7 und damit auch im Raum 16
zu. Die Membrane 15 und der VentHkörper 20 bewegen sich aufwärts, wodurch die Abführleitung 21 freigegeben
wird und soviel zusätzliche Flüssigkeit wegfließen kann, bis der ursprünglich eingestellte Druckunterschied
an der Rollmembrane 5 wieder erreicht ist. Auf diese
Weise wird die Rollmembrane im normalen Betrieb immer durch genügend Flüssigkeit unterstützt
Im Kolben 2 ist ein Regelventil angebracht, das den Arbeitsraum 4 mit dem Saugraum 6 verbindet, wenn der
Ansaugdruck über der Rollmembrane 5 einen bestimmten minimalen Wert unterschreitet Dieses Regelventil
enthält einen kleinen Kolben 42, der eine Kammer 43 von einem Raum 44 trennt Als Dichtung dazwischen ist
ein O-Ring 45 wirksam, der in eine Nut in der Wand des Kolbens 42 aufgenommen ist
Der Kolben 42 ist über eine Ventilspindel 46 mit einem Ventilkörper 47 verbunden, der mit einem
Ventilsitz 48 in der Stirnfläche des Kolbens 2 zusammenarbeitet An der Unterseite des Kolbens 42
übt eine Feder 49 auf das Gebilde aus dem Kolben 42, der Ventilspindel 46 und dem Ventilkörper 47 eine Kraft
in Richtung des Arbeitsraumes 4 aus. Die Druckkraft ist mittels einer Schraube 50 einstellbar, wobei die
Schraube mit demjenigen Teil der Innenwand des Kolbens 2 zusammenarbeitet der den Raum 44
begrenzt
Die Kammer 43 steht mit dem Saugraum 6 in offener Verbindung, so daß die ringförmige obere Räche des
Kolbens 42 den Ansaugdruck spürt Weiter wirkt auf die obere Fläche des Ventilkörpers 47 der Mediumdruck,
der im Arbeitsraum 4 herrscht
Im Raum 44 herrscht ein verhältnismäßig niedriger Druck, beispielsweise der atmosphärische Druck.
Ein Anschlag 50 begrenzt die Bewegung des Kolbens 42 und damit des Ventilkörpers 47 nach oben.
Die Wirkungsweise des Kompressors ist wie folgt Bei sich abwärts bewegendem Kolben, was der Fall ist,
wenn der Druck im Raum 4 niedriger ist als der im Raum 6, liegt die mit sich radial erstreckenden Nuten
versehene Ringfläche 9' des Kolbenringes 9 gegen die obere Ringfläche der Nut 10 an, bildet aber dennoch
keine Abdichtung. Nun wird Medium über die öffnung 8 in den Raum 6 angesaugt, wobei dieses Medium an der
Kolben- und Zylinderwand entlang und durch die Kanäle und Nuten zwischen dem Kolbenring 9 und der
Nut 10 zum Arbeitsraum 4 fließt Durch den Spielraum zwischen der Kolben- und Zylinderwand und durch den
weiten Durchgang der Kanäle zwischen dem Kolbenring 9 und der Nut 10 ist der Strömungswiderstand
gering. Nachdem der Kolben 2 Jen unteren Totpunkt
passiert hat, und sich aufwärts bewegt, kommt die untere Ringfläche des Kolbenringes 9 gegen die untere
Ringfläche der Nut 10 zu liegen, was der Fall ist, wenn
der Druck im Raum 4 größer wird als im Raum 6, und es entsteht eine gute Dichtung, so daß die im Arbeitsraum
vorhandene Medium nicht nach dem Raum zurückfließen kann.
Das Medium im Arbeitsraum wird danach komprimiert und vet läßt den Arbeitsraum über das Auslaßventil
11, das sich öffnet, wenn der Druck im Arbeitsraum
den durch die Feder und durch das MtJium in der Ausführungsleitung ausgeübten Druck überschreitet
Die Wirkungsweise des Regelventils im Kolben 2 ist folgende. Die Druckfeder 49 ist derart eingestellt, daß
bei normi-'em Ansaugdruck die Kraft, welche durch das
Medium in der Kammer 43 auf die ringförmige obere Fläche des Kolbens 42 ausgeübt wird und nach unten
gerichtet ist, größer ist als die aufwärts gerichtete Kraft der Druckfeder. Da der Druck im Raum 44 verhältnismäßig
niedrig ist, ist die durch das Medium in diesem Raum auf den Kolben 42 ausgeübte Kraft nach oben
ebenfalls verhältnismäßig gering. Der Ventilkörper 47 ruht dann in dem Ventilsitz 48, so daß es keine
Verbindung zwischen der Kammer 43 und dem Arbeitsraum 4 gibt Wenn nun der Ansaugdruck einen
bestimmten minimalen Wert unterschreitet, wodurch der Druckunterschied an der Rollmembran nicht länger
aufrechterhalten wird und die Gefahr von Faltenbiluung und einer Zerstörung dieser Membrane auftritt, wird die
durch die Druckfeder 49 ausgeübte Kraft die größere Kraft Das aus dem Kolben 42, der Ventilspindel 46 und
dem Ventilkörper 47 bestehende Gebilde wird infolgedessen aufwärts gedruckt Der Ventilkörper 47 gibt
dann den Ventilsitz 48 frei, so daß komprimiertes Medium aus dem Arbeitsraum 4 über die Kammer 43
nach dem Raum 6 fließt Der Druck über der Rollmembrane 5 nimmt dadurch zu. Auf diese Weise
nimmt der Druckunterschied an der Rollmembrane wieder einen akzeptierbaren Wert an, so daß diese
so Membrane vor Zerstörung durch Faltenbildung geschützt
ist. Da durch die Mediumströmung vom Arbeitsraum 4 nach dent Raum 6 der Druck im
Arbeitsraum gesunken ist, bleibt das Auslaßventil U
geschlossen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Kolbenkompressor in einem geschlossenen Kreislauf mit einer flüssigkeitsunterstützten Rollmembrandichtung zwischen Kolben- und Zylinderwand, wobei ein Regelventil den Ablauf der Stützflüssigkeit in Abhängigkeit der Druckänderung über der Rollmembran steuert, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugventil als Kolbenring (9) ausgebildet ist, der den Saugraum (6) vom Arbeitsraum (4) trennt, wobei die Rollmembran (5) im Saugraum (6) angeordnet ist und im Kolben (2) ein Regelventil (47) angebracht ist, das die Verbindung zwischen den beiden Räumen (4; 6) freigibt, wenn der Ansaugdruck einen bestimmten Mindestwert unterschreitet
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