DE1962116B2 - Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von Kraftmaschinen - Google Patents
Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von KraftmaschinenInfo
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- F16C9/00—Bearings for crankshafts or connecting-rods; Attachment of connecting-rods
- F16C9/04—Connecting-rod bearings; Attachments thereof
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Description
Die Erfindung betrifft ein Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von Kraftmaschinen, das zumindest aus
einem Pleuelfuß und einem Pleuellagerdeckel besteht, die unter Vermittlung von durch Dehnschrauben und
Muttern und gegebenenfalls Zwischengliedern gebildeten Spannelementen miteinander verbunden sind.
Bei einem bekannten Pleuel wird der Pleuellagerdekkel unter Vermittlung von Dehnschrauben mit gegenläufigen Gewindeabschnitten mit dem Pleuelfuß verschraubt (US-PS 32 66 339).
Weiterhin ist ein Pleuel bekannt, dessen Pleueliagerdeckel mittels Dehnschrauben und Muttern mit dem
Pleuelfuß verspannt wird (US-PS 30 69 926). Bei diesen Ausführungen sind jedoch die Abstützflächen der
Spannelemente bzw. ihre zugeordneten Gegenflächen eben ausgebildet. Durch diese ebene Ausbildung
entsteht an den Gegenflächen als Übergang zur übrigen Oberfläche des Pleuelfußes bzw. des Pleuellagerdeckels
eine Kerbe. Diese Kerbe ist üblicherweise rechtwinklig bearbeitet und schwächt den zugeordneten Querschnitt
des Pleuelfußes bzw. des Pleuellagerdeckels durch eine erhöhte Kerbwirkung. Diese Kerbwirkung führt bei
hohen Beanspruchungen zu einem Bruch des Pleuels in diesem Querschnittsbereich.
Dieser Nachteil wird bei einer anderen bekannten Verbindung zwischen einem Pleuelfuß und einem
Pleuellagerdeckel vermieden (Otto Kraemer, »Bau
und Berechnung der Verbrennungskraftmaschinen« Springer-Verlag Berlin/Göttingen/Heidelberg 1943,
Seite 112 Abb. 101). Diese Verbindung weist jedoch den Nachteil der geringen Montagefreundlichkeit auf, da
dabei der Schraubenkopf und die der Mutter zugeordnete Unterlegscheibe kugelförmig ausgebildet sind und
somit eine Drehsicherung nicht gegeben ist Zwar ist bereits durch die DE-PS 10 79 393 eine Verbindung
zwischen einem Pleuelfuß und einem Pleuellagerdeckel
lu bekannt, bei der während der Montage eine Drehsicherung durch einen quer zur Kopfschraube verlaufenden
Querbolzen gegeben ist, in den die Kopfschraube eingeschraubt ist, jedoch ist bei dieser Verbindung bei
einer Beschädigung des Gewindes in dem Querbolzen
i"> zum Erneuern desselben ein erheblicher Montageaufwand erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne größeren Kostenaurwand ein montagefreundliches
Pleuel zu schaffen, bei dem auch bei hohen Belastungen
die Bruchgefahr gering ist und das eine geringe
Pleuelbreite aufweist
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Köpfe der Dehnschrauben mit einer konvexen
kreiszyünderförmigen Abstützfläche versehen sind und
-"> sich an den gleichfalls kreiszylinderförmigen konkaven
Gegenflächen am Pleuellagerdeckel abstützen und deren Muttern bzw. die diesen zugeordneten Zwischenglieder mit einer konvexen kugelförmigen Stützfläche versehen sind und sich an den gleichfalls
ω kugelförmigen konkaven Gegenflächen am Pleuelfuß
abstützen. Bei einem Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von Kraftmaschinen, das zumindest aus einem Pleuelfuß
und einem Pleuellagerdeckel besteht, die unter Vermittlung von durch Dehnschrauben und Muttern gebildeten
!■> Spannelementen miteinander verbunden sind, wird
diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Köpfe der Dehnschrauben mit einer konvexen kugelförmigen
Abstützfläche versehen sind und sich an den gleichfalls kugelförmigen konkaven Gegenflächen am Pleuellager
deckel abstützen und deren Muttern mit einer konvexen
kreiszylinderförmigen Abstützfläche versehen sind und sich an den gleichfalls kreiszylinderförmigen konkaven
Gegenflächen am Pleuelfuß abstützen. Bei beiden Ausführungsbeispielen hat sich als zweckmäßig erwie-
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sen, daß die Radien der konvexen Abstützflächen geringfügig größer ausgebildet sind als die Radien ihrer
zugeordneten konkaven Gegenflächen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine stetige und kerbfreie
V) Übergangszone von den Gegenflächen des Pleuelfußes
bzw. des Pleuellagerdeckels zur angrenzenden Oberfläche erhalten wird. Eine derart ausgebildete Übergangszone verhindert eine Kerbwirkung, die bei hohen
Belastungen einen Bruch auszulösen imstande ist. Ein
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weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Abstützflächen im Bedarfsfalle an den Spannelementen selbst bzw.
durch Zwischenglieder vergrößert werden können und somit eine größere Verspannkraft ermöglicht wird, was
insbesondere für Pleuel aus Leichtmetall günstig ist.
b0 Weiterhin ist von Vorteil, daß durch die verwendeten
Spannelemente bzw. deren Zwischenglieder besondere Verdrehsicherungen gespart werden. Des weiteren
kann die Breite des Pleuelstangenfußes und die Schraubenlänge verringert werden, wodurch die Masse
<>5 des Pleuels geringer wird, was sich günstig auf das
Drehverhalten der Maschine auswirkt.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Symmetriehälfte
eines Gabelpleuels für eine Brennkraftmaschine mit der erfindungsgemäßen Verschraubung, und
F i g. 2 einen Längsschnitt durch die andere Symmetriehälfte des Gabelpleuels nach der F i g. 1 mit einer
weiteren Verschraubungsart, gemäS der Erfindung.
Das Pleuel nach der Fig. 1 besteht aus einem Pleuelschaft 1 mit einem gegabelten Pleuelfuß 2 und
einem Pleuellagerdeckel 3 zur Ergänzung der Lagerbohrung 4, die die nichtgezeigte Kurbelwelle aulnimmt.
Der Pleuelfuß 2 und der Pleueüagerdeckel 3 liegen unter
Bildung einer Trennfuge 5 planparallel aneinander an. Zur Befestigung des Pleueldeckels 3 mit dem Pleuelfuß 2
sind Dehnschrauben 6 mit Paßflächen 7 vorgesehen, die durch öffnungen 8 im Pleuellagerdeckel 3 bzw. im
Pleuelfuß 2 hindurchgesteckt sind. Der Dehnschraube 6 ist eine Mutter 9 zugeordnet, die zusammen mit einer
Unterlagscheibe 10 an einer Gegenfläche 11 des Pleuelfußes 2 gespannt wird. Die Gegenfläche 11 ist, wie
strichpunktiert angedeutet, als konkave Kugelfläche ausgeführt und geht mit stetigem Obergang in die
Oberfläche 12 des Pleuelfußes 2 über. Entsprechend ist die Abstützfläche 13 der Unterlagscheibe 10 als
Kugelfläche ausgebildet. Der Radius der Kugelfläche 11
des Pleuelfußes 2 ist geringfügig kleiner als der Radius
der sich in ihr unmittelbar abstützenden Abstützfläche 13 der Unterlagscheibe 10. Der Kopf 14 der
Dehnschraube 6 ist an seiner dem Pleuellagerdeckel 3 zugewandten Seite mit einer konvexen Abstützfläche 15
von kreiszylindrischer Form versehen. Der Abstützfläche 15 ist eine entsprechende Gegenfläche 16 gleicher
Beschaffenheit am Pleuellagerdeckel 3 zugewandt. Die Gegenfläche 16 geht mit stetigem Übergang in die
konvex gebogene Oberfläche 17 des Pleuellagerdeckels 3 über.
Zur Montage des Pleuels wird zunächst der Pleuellagerdeckel 3 mit den nicht gezeigten Pleuellagerschalen
und mit dem Pleuelfuß 2 in Anlage gebracht Nach Durchstecken der Dehnschraube 6 durch die
öffnung 8 im Pleuellagerdeckel 3 bzw. im Pleuelfuß 2 wird die Unterlagscheibe 10 aufgebracht Durch
Aufschrauben der Mutter 9 auf die Dehnschraube 6 und Anziehen derselben gegen die Unterlagscheibe 10
werden der Pleuelfuß 2 und der Pleuellagerdeckel 3
κι gegeneinander verspannt ohne daß es einer besonderen Verdrehsicherung der Dehnschraube 6 bedarf.
Das Pleuel nach Fig.2 besitzt denselben Grundaufbau
wie das Pleuel nach F i g. 1, weshalb dieselben Teile mit denselben jedoch mit einem Index versehenen
Ii Bezugszeichen bezeichnet sind. Zur Befestigung des
Pleuellagerdeckels 3' mit dem Pleuelfuß 2' sind Dehnschrauben 18 mit Paßflächen T vorgesehen, die
durch öffnungen 8' im Pleuellagerdeckel 3' bzw. Pleuelfuß 6' hindurchgesteckt sind. Der Dehnschraube
18 ist eine MuH·*: 19 zugeordnet, die an eine
Gegenfläche 16' ues Pleuelfußes 2' gespannt wird. Die Gegenfläche 16' ist kreiszylindrisch konkav ausgeführt.
Entsprechend ist die Abstützfläche 15' der Mutter 19 gleichfalls als Zylinderfläche ausgebildet. Der Kopf 20
r> der Dehnschraube 18 ist an seiner den Pleuellagerdeckel
3' zugewandten Seite mit einer konvexen Abstützfläche 13' von kugeliger Form versehen. Der Abstützfläche 13'
ist eine entsprechende Gegenfläche W gleicher Beschaffenheit am Pleuellagerdeckel 3' zugewandt. Die
in Gegenfläche W geht mit stetigem Übergang in die
konvex gebogene Oberfläche 17' des Pleuellagerdeckels 3' über.
Die Montage des Pleuels entspricht im wesentlichen der des Ausführungsbeispiels nach der F i g. 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von Kraftmaschinen, das zumindest aus einem Pleuelfuß und
einem Pleuellagerdeckel besteht, die unter Vermittlung von durch Dehnschrauben und Muttern und
gegebenenfalls Zwischengliedern gebildeten Spannelementen miteinander verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Köpfe (14) der Dehnschrauben (6) mit einer konvexen kreiszylinderförmigen Abstützfläche (15) versehen sind und
sich an den gleichfalls kreiszylinderförmigen konkaven Gegenflächen (15) am Pleueliagerdeckel (3)
abstützen und deren Muttern (9) bzw. die diesen zugeordneten Zwischenglieder (10) mit einer konvexen kugelförmigen Stützfläche (13) versehen sind
und sich an den gleichfalls kugelförmigen konkaven Gegenflächen (14) am Pleuelfuß (2) abstützen.
2. Pleuel, insbesondere Gabelpleuel von Kraftmaschinen, das zumindest aus einem Pleuelfuß und
einem Pleuellagerdeckel besteht, die unter Vermittlung von durch Dehnschrauben und Muttern
gebildeten Spannelementen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe (20) der
Dehnschrauben (18) mit einer konvexen kugelförmigen Abstützfläche (13') versehen sind und sich an
den gleichfalls kugelförmigen konkaven Gegenflächen (H') am Pleuellagerdeckel (3') abstützen und
deren Muttern (19) mit einer konvexen kreiszylinderförmigen Abstützfläche (15') versehen sind und
sich an den gleichfalls kreiszylinderförmigen konkaven Gegenflächen (16') am Pleuelfuß (2') abstützen.
3. Pleuel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Radien der konvexen
Abstützflächen (13, 13', 15, 15') geringfügig größer ausgebildet sind als die Radien ihrer zugeordneten
konkaven Gegenflächen (11,11', 16,16').
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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- 1969-12-11 DE DE1962116A patent/DE1962116B2/de not_active Withdrawn
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1970
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