DE19621092A1 - Temperatursensor einer Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage - Google Patents
Temperatursensor einer KraftfahrzeugklimatisierungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Temperatursensor einer Kraftfahr
zeugklimatisierungsanlage, der ein Temperaturfühlelement auf
weist und sich zur Messung der Innenraumtemperatur im Fahrgast
raum des Kraftfahrzeuges befindet.
Innenraum-Temperatursensoren dieser Art sind bekannt. Sie werden
in modernen Kraftfahrzeugen zunehmend eingesetzt, um im Zusam
menspiel mit der Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage eine vom
Fahrzeugbenutzer eingestellte Innenraumtemperatur möglichst
gleichbleibend einzuhalten. Die Kraftfahrzeugklimatisierungsan
lage besteht im wesentlichen aus der Lüftungs- und Heizungsanla
ge des Fahrzeuges, darüberhinaus kann sie auch eine Klimaanlage
zum Kühlen und Entfeuchten der dem Fahrzeuginnenraum von außen
zugeführten Luft umfassen. Ein der Klimatisierungsanlage zuge
ordnetes Steuer- und Regelgerät ist mit dem Innenraum-Tempera
tursensor verbunden und gibt in Abhängigkeit von den Werten, die
der Temperatursensor an das Steuer- und Regelgerät übermittelt,
Signale an Stellorgane der Klimatisierungsanlage aus, die zur
Einhaltung der gewünschten Temperatur führen. Neben dem Innen
raum-Temperatursensor ist das Steuer- und Regelgerät der Klima
tisierungsanlage meist auch mit weiteren Sensoren verbunden, die
beispielsweise die Temperatur der in die Klimatisierungsanlage
eintretenden Luft oder die Kühlwassertemperatur des Fahrzeugmo
tors feststellen können.
Der sich im Fahrgastraum befindende Temperatursensor einer
Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage muß so angeordnet sein, daß
er einerseits vor Beschädigung möglichst gut geschützt ist und
andererseits die im Fahrgastraum vorhandene Temperatur möglichst
schnell und ohne verfälschende Einflüsse erfühlen kann. Bei
spielsweise würde eine direkt auf den Temperatursensor gerichte
te, starke Sonneneinstrahlung dem Temperatursensor eine sehr
hohe Innenraumtemperatur vorgaukeln, die in Wirklichkeit gar
nicht vorhanden ist. Üblicherweise wird deshalb der Innenraum-Temperatursensor
zurückgesetzt und verborgen angebracht, bei
spielsweise im Armaturenbrett oder auch in der Mittelkonsole
eines Kraftfahrzeuges. Damit ein so angebrachter Temperatursen
sor die Temperatur der Luft im Fahrgastraum erfühlen kann, ist
sein Einbauort zumeist mit einer geschlitzten oder gelochten Ab
deckung verkleidet, so daß Luft aus dem Fahrgastraum zum Tempe
ratursensor gelangen kann. Um ein zu träges Ansprechen eines
solcherart angeordneten Temperatursensors zu vermeiden, ist in
der Nähe des Temperatursensors häufig ein kleiner Ventilator
vorhanden, der im Bereich des Temperaturfühlelementes des Tem
peratursensors für eine ausreichende Luftzirkulation zwischen
dem Fahrgastraum und dem verdeckten Einbauraum des Temperatur
sensors sorgt. Ersichtlich sind solche Anordnungen von Innen
raum-Temperatursensoren sowohl hinsichtlich ihrer Konstruktion
als auch hinsichtlich ihrer Montage im Fahrzeug aufwendig und
damit teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen im Fahrgastraum
angeordneten Temperatursensor einer Kraftfahrzeugklimatisie
rungsanlage so weiterzubilden, daß bei verringertem Konstruk
tions- und Montageaufwand dennoch eine geschützte und die
schnelle Erfassung der Innenraumtemperatur gewährleistende An
ordnung ermöglicht ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Tempe
ratursensor in einer Dachkonsole des Kraftfahrzeuges befestigt
ist, wobei sein Temperaturfühlelement aus der Dachkonsole etwas
in den Fahrgastraum ragt. Erfindungsgemäß ist demnach der Innen
raum-Temperatursensor am Fahrzeughimmel in der Dachkonsole be
festigt, wobei das Temperaturfühlelement des Temperatursensors
das Material der Dachkonsole durchsetzt, so daß das Temperatur
fühlelement direkt die Innenraumtemperatur erfühlen kann. Ein
separater Lüfter zum Zuführen der Innenraumluft zum Temperatur
fühlelement ist nicht erforderlich. Der erfindungsgemäße Tempe
ratursensor ist dennoch geschützt angeordnet, da im Bereich der
Dachkonsole die Gefahr einer Beschädigung von vorneherein äußert
gering ist und das Temperaturfühlelement des Temperatursensors
zudem nur etwas aus der Dachkonsole herausragt. Als weiterer
Vorteil ergibt sich eine vereinfachte und verbilligte Montage,
weil der erfindungsgemäße Temperatursensor beispielsweise in der
Dachkonsole vor installiert und dann zusammen mit der Dachkonsole
im Kraftfahrzeug befestigt werden kann und weil im Bereich der
Dachkonsole üblicherweise bereits Stromzuführungen vorhanden
sind, da dort auch andere Strom benötigende Bauteile vorhanden
sind, wie beispielsweise eine Innenraumbeleuchtung und/oder Kar
tenleseleuchten, ein Schalter zur Betätigung eines elektrischen
Schiebedachs, eine Zeituhr etc. Desweiteren ist im Bereich der
Dachkonsole eine gute Luftzirkulation gegeben, die für ein
rasches Ansprechen des erfindungsgemäßen Temperatursensors
sorgt. Störende Einflüsse, wie beispielsweise eine direkte Son
nenbestrahlung, können erfindungsgemäß ebenfalls nicht wirksam
werden.
Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Tem
peratursensors ist das Temperaturfühlelement ein glasummantelter
Thermistor. Solche Temperaturfühlelemente sind unempfindlich ge
genüber mechanischer Beanspruchung und erlauben eine genaue Tem
peraturerfassung. Vorzugsweise ist das den Thermistor ummanteln
de Glas nicht eingefärbt.
Das Temperaturfühlelement des erfindungsgemäßen Temperatursen
sors ist vorteilhaft von einem Halter aus keramischem Material
abgestützt. Aufgrund der schlechten Temperaturleitfähigkeit ke
ramischer Materialien wird damit eine sehr gute Isolation des
Temperaturfühlelementes von umgebenden Bauteilen erreicht, was
eine spontanere und auch genauere Temperaturmessung ermöglicht.
Bevorzugt weist der erfindungsgemäße Temperatursensor ein Gehäu
se auf, mit dem er in die Dachkonsole eingeclipst ist. Dies ge
stattet eine schnelle und sichere Montage des Temperatursensors.
Hat der Temperatursensor ein Gehäuse, so ist der zuvor erwähnte
Halter aus keramischem Material in dem Gehäuse aufgenommen. Aus
Gründen der kostengünstigen und schnellen Herstellbarkeit ist
das Gehäuse vorzugsweise als Spritzgußteil ausgeführt und be
steht aus Kunststoff, insbesondere aus Polypropylen. Dieser
Kunststoffist robust und läßt sich in seiner Farbe, falls er
forderlich, problemlos den angrenzenden Bauteilen im Fahrgast
raum anpassen. Bevorzugt besteht das Gehäuse des Temperatursen
sors aus weißem Kunststoff, um die Temperaturabsorbtion herabzu
setzen und so Meßwertverfälschungen zu verringern. Besonders be
vorzugt sind elektrische Anschlüsse des Temperaturfühlelementes
in das Gehäuse integriert. Beispielsweise können, insbesondere
wenn es sich bei dem Gehäuse um ein Kunststoff-Spritzgußteil
handelt, die elektrischen Anschlüsse in das Gehäuse eingeformt,
d. h. umspritzt sein. Zusätzliche Abstützungen für die beispiels
weise als Kontaktstifte ausgebildeten elektrischen Anschlüsse,
die direkt mit dem Temperaturfühlelement verbunden sind, brau
chen dann nicht vorhanden zu sein.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Tem
peratursensors wird im folgenden anhand der beigefügten, schema
tischen Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsge
mäßen Temperatursensors, und
Fig. 2 eine Schnittdarstellung, aus der die Einbausituation
des in Fig. 1 wiedergegebenen Temperatursensors in
einem Fahrzeug hervorgeht.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Temperatursen
sor 10 für eine Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage. Der Tempera
tursensor 10 ist im Fahrgastraum des Kraftfahrzeuges angeordnet
und dient zur Messung der Innenraumtemperatur.
Der Temperatursensor 10 weist ein aus weißem Kunststoff (z. B.
Polypropylen) bestehendes und als einstückiges Kunststoffspritz
gußteil hergestelltes Gehäuse 12 mit einem quaderförmigen Grund
körper 14 und einem sich davon erstreckenden, hohlen Befesti
gungsabschnitt 16 auf.
In dem mit abgerundeten Kanten ausgeführten quaderförmigen
Grundkörper 14 befindet sich ein Temperaturfühlelement 18 in Ge
stalt eines glasummantelten Thermistors. Das Temperaturfühlele
ment 18 erstreckt sich durch die Wandung des Gehäuses 12 und
ragt mit seiner kuppelförmigen Glasummantelung 20 rechtwinklig
aus dem quaderförmigen Grundkörper 14 des Gehäuses 12 hervor.
Damit das Temperaturfühlelement 18 die Temperatur genau messen
und Temperaturänderungen schnell erfassen kann, ist es mit
seiner Glasummantelung 20 von einem Halter 22 aus keramischem
Material, der die Basis der Glasummantelung 20 umgibt, in dem
quaderförmigen Grundkörper 14 des Gehäuses 12 abgestützt. Auf
diese Weise ist das Temperaturfühlelement 18 hinsichtlich der
Wärmeleitung vom Gehäuse 12 weitgehend entkoppelt, wodurch ein
gutes Ansprechverhalten (geringe Ansprechverzögerung) erzielt
ist.
Aus Fig. 2 geht hervor, daß der Temperatursensor 10 sich im mon
tierten Zustand in einer Dachkonsole 24 des Kraftfahrzeuges be
findet, die im Fahrgastraum 25 nahe dem oberen Rand der Fahr
zeugfrontscheibe am Fahrzeughimmel befestigt ist. Die Dachkon
sole 24 ist also bezüglich der Fahrzeuglängsachse in der Mitte
des Fahrzeuges zwischen zwei ebenfalls am Dach befestigten und
hier nicht dargestellten Sonnenschutzblenden von Fahrer und Bei
fahrer angeordnet. In dem Bereich der Dachkonsole 24 ist auch
ein Innenspiegel mit seinem Fuß 26 an der Struktur des Fahrzeug
daches 28 innen befestigt. In solchen Dachkonsolen sind übli
cherweise Dinge wie eine Innenraumleuchte, Kartenleseleuchten,
ein Schalter zur Bedienung eines elektrisch betätigten Schiebe
dachs, eine Zeituhr und ähnliches an- bzw. untergebracht. Elek
trische Anschlußleitungen sind deshalb in der Dachkonsole 24
vorhanden.
Der Befestigungsabschnitt 16 des Gehäuses 12 des Temperatursen
sors 10 dient sowohl zum Befestigen des Temperatursensors 10 in
der Dachkonsole 24 als auch zur Herstellung einer elektrischen
Verbindung zwischen dem Temperaturfühlelement 18 und einer
Stromzuführung. Hierzu ist der Befestigungsabschnitt 16 zum
einen so geformt, daß er in eine entsprechend gestaltete Ausneh
mung der Dachkonsole 24 eingeschoben werden kann, und zum ande
ren ragen vom quaderförmigen Grundkörper 14 zwei zungenförmige
elektrische Kontakte 30 in den vom Befestigungsabschnitt 16 um
schlossenen Hohlraum des Gehäuses 12 hinein. Die elektrischen
Kontakte 30, die im quaderförmigen Grundkörper 14 mit dem Tempe
raturfühlelement 18 elektrisch leitend verbunden sind, werden
bereits bei der Herstellung des Gehäuses 12 in dieses einge
formt. Der Temperatursensor 10 bildet somit eine kompakte Ein
heit, die nur in die zuvor erwähnte Ausnehmung in der Dachkon
sole 24 geschoben zu werden braucht, um den Temperatursensor 10
in der Dachkonsole 24 zu befestigen und die elektrische Verbin
dung seines Temperaturfühlelements 18 mit der Fahrzeugelektrik
herzustellen. Die Kontakte 30 wirken dabei mit entsprechenden,
hier nicht dargestellten Kontakten zusammen, die im Bereich der
vorerwähnten Ausnehmung angeordnet sind. Damit der Temperatur
sensor 10 sicher in der Dachkonsole 24 gehalten wird, weist der
Befestigungsabschnitt 16 eine Rastausnehmung 32 auf, in die eine
hier nicht gezeigte, an der Dachkonsole 24 ausgebildete Rastnase
eingereift, wenn der Temperatursensor 12 mit seinem Befesti
gungsabschnitt 16 vollständig in die entsprechende Ausnehmung
der Dachkonsole 24 eingeschoben worden ist.
Im montierten Zustand ragt, wie aus Fig. 2 hervorgeht, das Tempe
raturfühlelement 18 unten aus der Dachkonsole 24 etwas heraus
und in den Fahrgastraum 25 hinein. Auf diese Weise kann das Tem
peraturfühlelement 18 die Temperatur der Luft im Fahrgastraum 25
jederzeit gut erfassen, ohne daß ein separater Lüfter erforder
lich wäre, der dem Temperaturfühlelement 18 die Innenraumluft
zuführt. Das Temperaturfühlelement 18 ist darüberhinaus in der
Dachkonsole 24 hervorragend vor einer die Temperaturmessung ver
fälschenden, direkten Sonnenbestrahlung geschützt. Auch gegen
über mechanischer Beanspruchung ist der Temperatursensor 10 an
dieser Stelle gut geschützt, da auf der Dachkonsole 24 keine Ge
genstände abgelegt werden können und der Bereich der Dachkonsole
beispielsweise auch für Kinder nur schlecht erreichbar ist.
Claims (6)
1. Temperatursensor (10) einer Kraftfahrzeugklimatisierungsan
lage, der ein Temperaturfühlelement (18) aufweist und sich zur
Messung der Innenraumtemperatur im Fahrgastraum (25) des Kraft
fahrzeuges befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperatur
sensor (10) in einer Dachkonsole (24) des Kraftfahrzeuges befes
tigt ist, wobei sein Temperaturfühlelement (18) aus der Dachkon
sole (24) etwas in den Fahrgastraum (25) ragt.
2. Temperatursensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Temperaturfühlelement (18) ein glasummantelter Thermis
tor ist.
3. Temperatursensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Temperaturfühlelement (18) von einem Halter
(22) aus keramischem Material abgestützt ist.
4. Temperatursensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Temperatursensor (10) ein Gehäuse (12)
aufweist, mit dem er in die Dachkonsole (24) eingeclipst ist.
5. Temperatursensor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das vorzugsweise als Spritzgußteil ausgeführte Gehäuse (12)
aus vorzugsweise weißem Kunststoff, insbesondere Polypropylen,
besteht.
6. Temperatursensor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß elektrische Anschlüsse (30) des Temperaturfühlele
mentes (18) in das Gehäuse (12) integriert und insbesondere ein
geformt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996121092 DE19621092A1 (de) | 1996-05-24 | 1996-05-24 | Temperatursensor einer Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996121092 DE19621092A1 (de) | 1996-05-24 | 1996-05-24 | Temperatursensor einer Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19621092A1 true DE19621092A1 (de) | 1997-11-27 |
Family
ID=7795308
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996121092 Withdrawn DE19621092A1 (de) | 1996-05-24 | 1996-05-24 | Temperatursensor einer Kraftfahrzeugklimatisierungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19621092A1 (de) |
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|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |