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DE19621832A1 - Verfahren zum Spreizen von Seilbündeln - Google Patents

Verfahren zum Spreizen von Seilbündeln

Info

Publication number
DE19621832A1
DE19621832A1 DE1996121832 DE19621832A DE19621832A1 DE 19621832 A1 DE19621832 A1 DE 19621832A1 DE 1996121832 DE1996121832 DE 1996121832 DE 19621832 A DE19621832 A DE 19621832A DE 19621832 A1 DE19621832 A1 DE 19621832A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gap
cables
spacers
spreading
bundles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996121832
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Janke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Noell Stahl- und Maschinenbau 97080 Wuerzbur GmbH
Original Assignee
Preussag Noell Wassertechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Preussag Noell Wassertechnik GmbH filed Critical Preussag Noell Wassertechnik GmbH
Priority to DE1996121832 priority Critical patent/DE19621832A1/de
Publication of DE19621832A1 publication Critical patent/DE19621832A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D07ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
    • D07BROPES OR CABLES IN GENERAL
    • D07B7/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, rope- or cable-making machines; Auxiliary apparatus associated with such machines
    • D07B7/16Auxiliary apparatus
    • D07B7/18Auxiliary apparatus for spreading or untwisting ropes or cables into constituent parts for treatment or splicing purposes
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01DCONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D19/00Structural or constructional details of bridges
    • E01D19/16Suspension cables; Cable clamps for suspension cables ; Pre- or post-stressed cables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Bridges Or Land Bridges (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Spreizen von Seilbündeln entsprechend dem Oberbegriff des 1. Patentanspruches.
Das Verfahren ist überall dort anwendbar, wo Trag- und Halteseile von Brücken gespreizt werden müssen. Spreizen steht als Begriff für das Auseinanderziehen von Einzeldrähten eines Seilbündels unter Last, d. h. während des Auseinanderziehens bleibt die Zugfunktion des Seilbündels bzw. der Einzelseile erhalten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um das Spreizen eines geschlossenen Seilbündels handelt oder ob die Einzeldrähte eines bereits gespreizten Seilbündels auseinandergezogen werden sollen. Unter Seilbündel versteht man eine Zusammenfassung von mindestens zwei Seildrähten, deren Durchmesser beliebig sind. Besonders wirtschaftlich läßt sich das hier vorgestellte Verfahren beim Seilbündel mit Einzeldrahtdurchmesser von < 40 mm einsetzen.
Das Spreizen von Seilen ist immer dann notwendig, wenn die einzelnen Tragseile einer Inspektion unterzogen werden bzw. wenn es aufgrund von Abnutzungserscheinungen nötig erscheint, die Einzelseile mit einer korrosionsschützenden Schicht zu versehen.
Im Stand der Technik konnte kein Verfahren ermittelt werden, nach dem das Spreizen von Seilbündeln so vorgenommen wurde, daß entsprechende Inspektions- und Wartungsarbeiten zuverlässig ausgeführt werden können.
Allerdings sind aus internen, unveröffentlichten Unterlagen Möglichkeiten bekannt, Seile zu spreizen, indem ein Rahmen um das Seilbündel angebracht wird, mit dessen Hilfe Gewindestangen mit Kugelscheiben und Gewindestangen die Möglichkeit schaffen, ein Seil zu spreizen. Diese Möglichkeit ist relativ zeit- und materialaufwendig und nicht seilschonend.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem das Aufspreizen von gespannten Seilen auf einfache und seilschonende Weise möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des 1. und 9. Patentanspruches gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung geben die Unteransprüche wieder.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, daß Keile zwischen jeweils benachbarte eingetrieben werden, wobei ein Spalt zwischen den Einzelseilen entsteht und in den entstandenen Spalt aufblasbare Hebekissen eingeschoben werden und mit dem Aufblasen der Hebekissen der Spalt auf die gewünschte Spaltbreite gebracht wird, in die anschließend ein Distanzhalter eingelegt wird, der absichert, daß der Spalt den gewünschten Abstand für die Dauer der Inspektions- oder Wartungsarbeiten beibehält.
Das Aufspreizen des Seiles kann Stück für Stück von einer Seite zu anderen Seite erfolgen, von beiden Seiten gleichzeitig, zur Mitte oder aus der Mitte zu den Seiten. Die Keile können in Abständen zueinander eingebracht werden, so daß es möglich ist, die Spreizarbeiten an verschiedenen Stellen gleichzeitig durchzuführen oder zu beginnen. Die Spreizarbeit wird so durchgeführt, daß danach alle Einzelteile für den gewünschten Zweck zugänglich sind.
Das Eintreiben der Keile erfolgt in vorteilhafter Weise so, daß jeweils zwei Keile in Richtung aufeinander zwischen die Einzelseile eingebracht werden.
Als aufblasbare Hebekissen können im Handel erhältliche aufblasbare Hebekissen Verwendung finden. In Abhängigkeit von den vorhandenen Zugkräften in den Einzelseilen und den gewünschten Spreizabständen können Hebekissen verschiedener Größe (Länge/Breite) und verschiedener Anzahl neben- und übereinander Anwendung finden.
Die Dicke der Hebekissen beträgt ca. 25 mm. Die Distanzhalter können aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder anderem geeigneten Material gefertigt sein.
Vorteilhaft ist es, die Einzelseile des Seilbündels nacheinander zunächst in horizontaler und und danach in vertikaler Richtung zu spreizen und mit Distanzhaltern zu versehen. Nachdem auf diese Weise alle Einzelseile eines Seilbündels voneinander getrennt sind, kann die Inspektion bzw. die Wartung der Einzelseile erfolgen.
Nach Beendigung dieser Arbeiten können mit Hilfe der aufblasbaren Hebekissen die Distanzhalter wieder entfernt werden. Die Hebekissen haben den Vorteil, daß sie leicht zu transportieren sind und das Einschieben der Luftkissen zwischen die Einzeldrähte schon bei einem Spaltabstand von ca. 25 mm möglich ist. Die im Handel angebotenen Luftkissen können bis zu einem Betriebsdruck von maximal 8 bar belastet werden. Durch die Verwendung von Hebekissen werden bei konservierten Seilbündeln die Schutzschichten optimal geschützt, die maximal zulässigen Flächendrücke der Schutzschichten werden kaum erreicht.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren an einem Ausführungsbeispiel und 21 Figuren näher erläutert.
Die Figuren zeigen:
Fig. 1 Seilbündel vor dem Spreizen,
Fig. 2 Seilbündel nach dem Spreizen,
Fig. 3 Schnitt A-A aus Fig. 1,
Fig. 4 Schnitt B-B aus Fig. 2,
Fig. 5 bis 12 Vorgang des horizontalen Spreizens,
Fig. 13 bis 21 Vorgang des vertikalen Spreizens.
Die Fig. 1 und 3 zeigen ein Seilbündel vor dem Spreizen. Zwischen die Einzeldrähte 1 werden gegeneinander zwei Keile 2 eingebracht (Fig. 5), die einen Spalt bilden, der etwas größer als 25 mm ist. In diesen Spalt wird ein Luftkissen 3 eingebracht (Fig. 6). Dieses Luftkissen wird mit Druckluft aufgeblasen, wobei es den Spalt zwischen den Seilen solange erweitert, bis statt des aufgeblasenen Luftkissens 4 ein Distanzhalter 5 eingebracht werden kann. Der Distanzhalter 5 besteht aus Hartholz, so daß die Einzelseile 1 nicht beschädigt werden. Sobald der Distanzhalter 5 eingebracht ist (Fig. 8) können die nächsten beiden Einzelseile 1 wieder durch Keile 2 gespalten werden.
Die Fig. 9 bis 12 zeigen das weitere horizontale Aufspalten der Einzelseile 1 und das Einlegen weiterer Distanzstücke 5, wobei das aufgeblasene Luftkissen 4 nach Einlegen der Distanzstücke 5 wieder entfernt werden kann. Der gleiche Vorgang wird in vertikaler Richtung fortgesetzt, was die Fig. 13 bis 21 zeigen. Das Spreizen des Seilbündels erfolgt im vorliegenden Beispiel von beiden Seiten aus, so daß ein Abstand zwischen den Distanzhaltern 5 entsteht, der ein Arbeiten an den freien, sich nicht mehr berührenden Seilen entsteht, wie er in Fig. 2 zu sehen ist. Die auf diese Weise gespreizen Einzelseile (Fig. 21) können inspiziert und gewartet werden, erforderlichenfalls kann eine Inspektionsvorrichtung auf diesen Seilen verfahren.
Nach Abschluß dieser Arbeiten können die Distanzhölzer 5 nacheinander wieder mittels Luftkissen und der Keile entfernt werden, indem der Vorgang in umgekehrter Weise abläuft.

Claims (9)

1. Verfahren zum Spreizen von Seilbündeln, vorzugsweise von trag- und Halteseilen von Brücken unter Last, dadurch gekennzeichnet, daß Keile (2) zwischen jeweils benachbarte Einzelseile (1) eingetrieben werden, wobei ein Spalt zwischen den Einzelseilen (1) gebildet wird, in dem Spalt aufblasbare Hebekissen (3) eingeschoben und aufgeblasen werden, wobei der Spalt auf die gewünschte Spaltbreite erweitert und anschließend mit Distanzhaltern (5) gesichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizen der Seilbündel von einer Seite zur anderen Seite erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizen der Seilbündel aus der Mitte zu den Seiten erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizen der Seilbündel in einem oder mehreren Abständen zueinander erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Keile (2) in Richtung gegeneinander zwischen benachbarte Einzelseile (1) eingetrieben werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (2) und die Distanzhalter (5) aus Holz, Kunststoff oder Aluminium gefertigt sind.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelseile (1) des Seilbündels nacheinander zunächst in horizontaler und danach in vertikaler Richtung gespreizt und mit Distanzhaltern (5) gesichert werden.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die aufblasbaren Hebekissen (3, 4) nach dem Einlegen der Distanzhalter (3) wieder entfernt werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, gekennzeichnet durch die Verwendung von aufblasbaren Luftkissen (3) für das Spreizen von Seilbündeln.
DE1996121832 1996-05-31 1996-05-31 Verfahren zum Spreizen von Seilbündeln Withdrawn DE19621832A1 (de)

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DE (1) DE19621832A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2415005A (en) * 2004-06-08 2005-12-14 Thomas John Upstone Suspension bridge cables
US7010824B2 (en) 2003-06-02 2006-03-14 Freyssinet International (Stup) Method for anchoring parallel wire cables and suspension system for a construction work
EP2966224A1 (de) * 2014-07-10 2016-01-13 R. Lange GmbH Spreizvorrichtung für einen brückenseilverband

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