DE19620783A1 - Spritzgerät zur Innenreinigung von Rohren und Kanälen - Google Patents
Spritzgerät zur Innenreinigung von Rohren und KanälenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spritzgerät, welches sich zur In
nenreinigung von Rohren und Kanälen eignet, mit einem vor
zugsweise drehbaren Spritzdüsenkopf, dessen unterschiedlich
angeordnete Düsen teilweise vornehmlich für eine wirksame
Spritzreinigung und teilweise vornehmlich zur Erzeugung ei
nes wirksamen Rückstoßes ausgerichtet sind, durch den sich
das Spritzgerät sowie ein davon mitgeschleppter Schlauch für
zuzuführendes Hochdruck-Spritzwasser im Rohr bzw. Kanal vor
schieben bzw. vorziehen lassen.
Derartige Spritzgeräte werden regelmäßig zur Reinigung von
Abwässerkanälen und -rohren verwendet. Bei der Reinigungsar
beit wird das Spritzgerät typischerweise an einem Schacht in
den Abwasserkanal bzw. in das Abwasserrohr eingesetzt. So
bald dann über den Schlauch Hochdruckwasser zugeführt wird,
schiebt sich das Spritzgerät nach Art eines Molches aufgrund
der Rückstoßwirkung der Rückstoßdüsen in den Kanal bzw. in
das Rohr hinein, wobei gleichzeitig Schmutzablagerungen an
den Kanal- bzw. Rohrwandungen durch die Spritzstrahlen der
den Kanal- bzw. Rohrwandungen durch die Spritzstrahlen der
Reinigungsdüsen abgelöst werden. Mit zunehmender Entfernung
vom Einstiegsschacht wird die Last des mitgeschleppten
Schlauches entsprechend größer. Wenn die Rückstoßkräfte der
Rückstoßdüsen nicht mehr ausreichen, das Spritzgerät weiter
in den Kanal in das Rohr hineinzuschieben, wird das Spritz
gerät mittels seines Schlauches zurückgezogen, wobei in der
Regel weiterhin Hochdruck-Spritzwasser zugeleitet und der
Reinigungsbetrieb weitergeführt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine vorteilhafte Möglich
keit aufzuzeigen, wie das Spritzgerät vom jeweiligen Ein
stiegschacht od. dgl. noch weiter entfernte Bereiche des je
weiligen Kanales bzw. Rohres erreichen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
im Spritzgerät angeordnete fernsteuerbare Ventilanordnung
einen Zustand zur Absperrung der vornehmlich für die Spritz
reinigung ausgerichteten Düsen sowie einen Zustand zur Ab
sperrung der vornehmlich zur Erzeugung des Rückstoßes ausge
richteten Düsen aufweist.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zwischen
Düsen, die im Hinblick auf ihre Rückstoßwirkung optimiert
sind, und anderen Düsen, die eine optimale Ausrichtung für
die Reinigung besitzen, umzuschalten, so daß zunächst die
gesamte zur Zuführung des Hochdruck-Spritzwassers vorhandene
Pumpenleistung zur Erzeugung sehr starker Rückstoßkräfte
ausgenutzt werden kann, die das Spritzgerät sowie den mitge
schleppten Schlauch sehr weit in den jeweiligen Kanal bzw. in
das jeweilige Rohr einführen können. Bevor das Spritzgerät
nachfolgend mittels des Schlauches zurückgezogen wird, wer
den die Reinigungsdüsen eingeschaltet, so daß nunmehr die
gesamte Pumpenleistung für den Reinigungsvorgang zur Verfü
gung steht.
Das erfindungsgemäße Spritzgerät zeichnet sich nicht nur
durch eine größere Reichweite - vom jeweiligen Einstieg
schacht od. dgl. aus gesehen - aus, sondern bietet auch eine
außerordentlich gute Reinigungswirkung. Die Spritzstrahlen
der zunächst eingeschalteten Rückstoßdüsen sind im wesentli
chen etwa in Achsrichtung des zu reinigenden Rohres bzw. Ka
nales ausgerichtet und treffen deshalb weitgehend tangential
auf dessen Wandungen, mit der Folge, daß der Schmutzbelag
und insbesondere vorspringende Schmutzablagerungen gelockert
bzw. gebrochen werden. Wenn nachfolgend beim Zurückholen des
Spritzgerätes dessen Reinigungsdüsen arbeiten, deren Spritz
strahlen im wesentlichen radial zur Achse des Rohres bzw.
Kanales ausgerichtet sind, wird dann der Schmutz besonders
wirksam abgelöst.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß nicht gegen den Widerstand
der Rückstoßkräfte der Rückstoßdüsen gearbeitet werden muß,
wenn das Spritzgerät am Schlauch zurückgezogen wird.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfin
dung ist vorgesehen, die Ventilanordnung des Spritzgerätes
bzw. des Düsenkopfes durch Ab- und nachfolgende Einschaltung
der Spritzwasserzufuhr und/oder durch Absenkung und nachfol
gende erneute Erhöhung des Spritzwasserdruckes um- bzw.
fortzuschalten. Hier dient also die ohnehin notwendige
Steuerung der Spritzwasserzufuhr auch zur Steuerung der Ven
tilanordnung und damit zur Einschaltung der in der jeweili
gen Betriebsphase gewünschten Spritzdüsen.
Für die Ventilsteuerung kann ein Schaltkolben vorgesehen
sein, welcher vom Spritzwasserdruck gegen eine Rückstell
kraft in eine Endlage vorschiebbar ist.
Der Schaltkolben kann nach Art eines Drehschiebers ausgebil
det sein, welcher im Verlauf eines Rück- sowie eines darauf
folgenden Vorhubes um einen Schaltschritt weitergedreht
wird, so daß der Schaltkolben nacheinander Einlaßöffnungen
für die Rückstoßdüsen bzw. für die Reinigungsdüsen freigeben
kann.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfin
dung auf die Ansprüche sowie die nachfolgende Erläuterung
der Zeichnung verwiesen, anhand der eine besonders vorteil
hafte Ausführungsform der Erfindung beschrieben wird.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines erfindungs
gemäßen Spritzgerätes bei der Arbeit in einem Kanal,
Fig. 2 einen Längsschnitt des Düsenkopfes und
Fig. 3 eine Abwicklung einer auf dem Umfang des Schalt
kolbens angeordneten Schaltkulisse sowie deren
Zusammenwirken mit einem gehäuseseitigen Zapfen
am Führungszylinder des Kolbens.
Das in Fig. 1 dargestellte Spritzgerät 1 besitzt ein mit ei
nem Schlauch 2 zur Zuführung von Hochdruck-Spritzwasser ver
bundenes Gehäuse 3, welches mit beispielsweise vier oder
mehr Kufen 4 versehen ist und darauf innerhalb eines Kanals
5 nach Art eines Schlittens zu gleiten vermag.
Am Gehäuse 3 ist ein dazu gleichachsiger Spritzdüsenkopf 6
drehbar gelagert, welcher einerseits Düsen 7, welche im we
sentlichen radial ausgerichtet sind, und Düsen 8 aufweist,
deren Spritzrichtung in Richtung des Schlauches 2 nach
schräg auswärts weist. In weiter unten dargestellter Weise
kann der Spritzwasseraustrag entweder durch die Düsen 7 oder
die Düsen 8 erfolgen, wobei die Düsen 8 in erster Linie für
einen Vorschub des Spritzgerätes 1 im Kanal 5 in Richtung
des Pfeiles V dienen, während die Düsen 7 vor allem für die
Reinigung der Wandungen des Kanals 5 vorgesehen sind, wobei
das Spritzgerät 1 während des Betriebs der Düsen 7 mittels
des Schlauches 2 in Fig. 1 nach links gezogen wird.
Der Drehantrieb des Spritzdüsenkopfes 6 erfolgt durch den
Rückstoß des aus den Düsen 7 bzw. 8 austretenden Spritzwas
sers, da alle Düsen 7 und 8 derart geneigt angeordnet sind,
daß die Spritzrichtung eine - kleine - Komponente mit je
weils gleichem Richtungssinn in Umfangsrichtung hat.
Um übermäßige Drehzahlen des Spritzdüsenkopfes 6 zu vermei
den, wird er bei der Drehung berührungsfrei durch eine mit
Permanentmagneten versehene Wirbelstrombremse (nicht darge
stellt) gebremst, welche in grundsätzlich bekannter Weise
innerhalb des Gehäuses 3 angeordnet und zwischen gehäusesei
tigen und spritzkopfseitigen Teilen wirksam ist.
Der Spritzdüsenkopf 6 besitzt gemäß Fig. 2 ein am dort nicht
dargestellten Gehäuse 3 (vgl. Fig. 1) drehgelagertes Trag
teil 9, einen Zylinder 10 sowie einen Spritzdüsenträger 11,
wobei das Tragteil 9 und der Spritzdüsenträger 11 als stirn
seitige Böden des Zylinders 10 angeordnet und mit demselben
drehfest verbunden sind. Das Tragteil 9 besitzt eine zentra
le Eingangsöffnung 12 für die Zufuhr von Hochdruck-Spritzwasser.
Der Spritzdüsenträger 11 weist mehrere ring
förmig, mit radialem Abstand von der Längsachse des Zylin
ders 10 angeordnete Axialbohrungen 13 und 14 auf, welche als
zum Zylinder 10 offene Sackbohrungen ausgebildet und über
mehr oder weniger stark winklig anschließende Gehäusebohrun
gen im Spritzdüsenträger 11 jeweils entweder mit den Düsen 7
oder mit den Düsen 8 kommunizieren. An den zylinderseitigen
Mündungen der Axialbohrungen 13 und 14 sind jeweils ringför
mige Sitze 15 für im dargestellten Beispiel kugelförmige
Rast- und Verschlußkörper 16 angeordnet, deren Funktion wei
ter unten erläutert wird.
Innerhalb des Zylinders 10 ist ein Schaltkolben 17 axial
verschiebbar angeordnet, welcher mit einem zentralen Axial
fortsatz in eine zentrale Sackbohrung 18 des Spritzdüsenträ
gers 11 eingeschoben ist. Der genannte Fortsatz bildet eine
Federhülse für eine Schraubendruckfeder 19, die zwischen ei
nem Boden des Schaltkolbens 17 und einem an einer Ringstufe
in der Sackbohrung 18 des Spritzdüsenträgers 11 gehalterten
Axiallager 20 eingespannt ist, welches ein dem Spritzdüsen
träger 11 zugeordnetes Widerlager 21 der Schraubendruckfeder
19 drehbar abstützt. Aufgrund ihrer Spannung sucht die
Schraubendruckfeder 19 den Schaltkolben 17 aus der in Fig. 2
dargestellten rechten Endlage nach links zu verschieben.
Der Schaltkolben 17 besitzt in einer den Axialbohrungen 13
und 14 des Spritzdüsenträgers 11 entsprechenden Weise ring
förmig angeordnete Axialbohrungen 22 und 23, welche so ange
ordnet sind, daß die Axialbohrungen 22 jeweils entweder mit
den Axialbohrungen 13 oder 14 fluchten, wenn die Axialboh
rungen 23 eine mit den Axialbohrungen 14 oder 13 fluchtende
Lage einnehmen.
Die Axialbohrungen 22 besitzen an ihren dem Spritzdüsenträ
ger 11 zugewandten Endbereichen jeweils einen stufenförmig
erweiterten Abschnitt, welcher jeweils einen mit radialem
Spiel geführten Kolben 24 aufnimmt, der durch einen auf der
Ringstufe der jeweiligen Axialbohrung 22 abgestützte Schrau
bendruckfeder 25 in Richtung des Spritzdüsenträgers 11 ge
spannt wird und dabei einen der vorgenannten Rast- bzw. Ver
schlußkörper 16 gegen die zugewandte Stirnseite des Spritz
düsenträgers 11 zu drücken sucht.
Die kugelförmigen Rast- bzw. Verschlußkörper 16 sind am
Schaltkolben 17 unverlierbar gehaltert, indem auf der dem
Spritzdüsenträger 11 zugewandten Stirnseite des Schaltkol
bens 17 eine Ringscheibe 26 fest angeordnet ist, welche je
weils mit den Axialbohrungen 22 und 23 gleichachsige Öffnun
gen aufweist. Dabei sind die Öffnungen an den Axialbohrungen
22 mit relativ großem Querschnitt als in Fig. 2 nach links
geöffneter Konus ausgebildet, so daß der jeweilige Rast
bzw. Verschlußkörper 16 vergleichsweise weit aus der dem
Spritzdüsenträger 11 zugewandten Stirnseite der Ringscheibe
26 auszutreten vermag. Wenn der Schaltkolben 17 die in Fig.
2 dargestellte rechte Endlage einnimmt und die Axialbohrun
gen 22 des Schaltkolbens 17 mit den Axialbohrungen 13 des
Spritzdüsenträgers 11 fluchten, können sich die Rast- bzw.
Verschlußkörper 16 dichtend auf die Sitze 15 der Axialboh
rungen 13 aufsetzen, ohne die kolbenseitige Ringscheibe 26
zu berühren. Entsprechendes gilt, wenn der Kolben 17 eine
gegenüber der Darstellung der Fig. 2 verdrehte Stellung ein
nimmt, bei der die Axialbohrungen 22 des Kolbens 17 mit den
Axialbohrungen 14 des Spritzdüsenträgers 11 fluchten. In
diesem Falle können die Rast- bzw. Verschlußkörper 16 dicht
auf den Sitzen 15 der Axialbohrungen 14 des Spritzdüsenträ
gers 11 aufsitzen.
Am Außenumfang des Schaltkolbens 17 ist eine in Fig. 3 abge
wickelt dargestellte nutartige Schaltkulisse 27 angeordnet,
die mit zumindest einem aus der Innenumfangswand des Zylin
ders 10 vorspringenden Zapfen 28 zusammenwirkt. Die Schalt
kulisse 27 besitzt in Draufsicht sägezahnförmige Flanken,
welche zueinander spiegelsymmetrische Formen aufweisen, je
doch in Umfangsrichtung des Schaltkolbens 17 relativ zuein
ander um eine halbe Raumwellenlänge versetzt angeordnet
sind.
Wenn der Schaltkolben 17 eine seiner Endlagen einnimmt,
liegt der Zapfen 28 jeweils in einer in Fig. 3 oberen oder
unteren Zackenspitze der oberen bzw. unteren Flanke. Wird
nun der Kolben 17 in die jeweils andere Endlage und danach
in die zuvor eingenommene Endlage zurückgeschoben, so wirkt
der Zapfen 28 im Beispiel der Fig. 3 zunächst mit einem
Schrägabschnitt 27′ der unteren Flanke der Schaltkulisse 27
und danach mit einem Schrägabschnitt 27′′ der in Fig. 3 obe
ren Flanke der Schaltkulisse 27 zusammen, derart, daß der
Schaltkolben 17 in Umfangsrichtung U um einen Schaltschritt
gedreht wird. Auf diese Weise läßt sich - vgl. wiederum die
Fig. 2 - erreichen, daß die Axialbohrungen 22 des Schaltkol
bens 17 zyklisch abwechselnd mit den Axialbohrungen 13 und
14 des Spritzdüsenträgers und die Axialbohrungen 23 in ent
sprechender Weise mit den Axialbohrungen 14 und 13 fluchten.
In Fig. 3 sind charakteristische Lagen 28a bis 28e des Zap
fens relativ zur Schaltkulisse 27 punktiert dargestellt, wo
bei die Lagen 28a und 28e jeweils einer Schaltstellung des
Schaltkolbens 17 entsprechen.
Der Spritzdüsenkopf 6 funktioniert wie folgt:
Zunächst möge Hochdruck-Spritzwasser über die Eingangsöff nung 12 in den Zylinder 10 des Spritzdüsenkopfes 6 einge führt werden. Der Flüssigkeitsdruck drängt den Schaltkolben 17 in Fig. 2 axial nach rechts, wobei der Kolben 17 zunächst die dargestellte Drehlage einnehmen möge. Dementsprechend wird das zugeführte Hochdruck-Spritzwasser über die Axial bohrungen 23 in die Axialbohrungen 14 und damit zu den Rück stoßdüsen 8 strömen. Gleichzeitig wird der Flüssigkeitsdruck die Rast- bzw. Verschlußkörper 16 gegen die Sitze 15 an den zugewandten Mündungen der Axialbohrungen 13 drängen und die se dementsprechend absperren, wobei durch das Zusammenwirken der Rast- und Verschlußkörper 16 mit den jeweiligen Sitzen 15 eine besonders sichere Verrastung der jeweiligen Drehlage des Schaltkolbens 17 erfolgt.
Zunächst möge Hochdruck-Spritzwasser über die Eingangsöff nung 12 in den Zylinder 10 des Spritzdüsenkopfes 6 einge führt werden. Der Flüssigkeitsdruck drängt den Schaltkolben 17 in Fig. 2 axial nach rechts, wobei der Kolben 17 zunächst die dargestellte Drehlage einnehmen möge. Dementsprechend wird das zugeführte Hochdruck-Spritzwasser über die Axial bohrungen 23 in die Axialbohrungen 14 und damit zu den Rück stoßdüsen 8 strömen. Gleichzeitig wird der Flüssigkeitsdruck die Rast- bzw. Verschlußkörper 16 gegen die Sitze 15 an den zugewandten Mündungen der Axialbohrungen 13 drängen und die se dementsprechend absperren, wobei durch das Zusammenwirken der Rast- und Verschlußkörper 16 mit den jeweiligen Sitzen 15 eine besonders sichere Verrastung der jeweiligen Drehlage des Schaltkolbens 17 erfolgt.
Wird nun die Spritzmittelzufuhr unterbrochen, sinkt der
Flüssigkeitsdruck im Zylinder 10 schnell ab, mit der Folge,
daß die Schraubendruckfeder 19 den Schaltkolben 17 in Fig. 2
nach links in eine linke Endlage zu schieben vermag, wobei
die Schaltkulisse 27 mit dem Zapfen 28 zusammenwirkt und den
Schaltkolben 17 um einen halben Schaltschritt dreht. Wird
nachfolgend die Spritzmittelzufuhr wieder eingeschaltet,
wird der Schaltkolben 17 durch den nun wieder ansteigenden
Flüssigkeitsdruck in seine in Fig. 2 rechte Endlage gescho
ben, wobei die Schaltkulisse 27 wiederum mit dem Zapfen 28
zusammenwirkt und den Schaltkolben um einen weiteren halben
Schaltschritt dreht, so daß nunmehr eine Drehlage erreicht
wird, bei der die Rast- bzw. Verschlußkörper 16 die Axial
bohrungen 14 des Spritzdüsenträgers 11 absperren und das
Hochdruck-Spritzwasser über die Axialbohrungen 22 des Kol
bens 17 und die Axialbohrungen 13 des Spritzdüsenträgers 11
den Reinigungsdüsen 7 zugeführt werden.
Bei einer nachfolgenden Abschaltung der Spritzwasserzufuhr
und erneuter Einschaltung wird der Schaltkolben 17 wiederum
in eine Lage geschaltet, die der Lage der Fig. 2 entspricht
usw.
Auf diese Weise können abwechselnd die Reinigungsdüsen 7
bzw. die Rückstoßdüsen 8 eingeschaltet werden, wie es ein
gangs erläutert wurde.
Die Steuerung der Spritzmittelzufuhr kann mit einem Schalt
werk kombiniert sein, welches den jeweils eingeschalteten
Zustand des Spritzgerätes anzeigt. Dieses Schaltwerk kann
bei Beginn des Einsatzes des Spritzgerätes auf
"Rückstoßdüsen eingeschaltet" gestellt werden. Bei einer
nachfolgenden Unterbrechung der Spritzmittelzufuhr stellt
sich das Schaltwerk auf die Anzeige "Düsen für Spritzreini
gung eingeschaltet" um. Nach einer erneuten Unterbrechung
der Spritzmittelzufuhr wird dann wieder "Rückstoßdüsen ein
geschaltet" angezeigt usw.
Claims (11)
1. Spritzgerät, geeignet zur Innenreinigung von Rohren und
Kanälen, mit einem vorzugsweise drehbaren Spritzdüsenkopf,
dessen unterschiedlich angeordnete Düsen teilweise vornehm
lich für eine wirksame Spritzreinigung und teilweise vor
nehmlich zur Erzeugung eines wirksamen Rückstoßes ausgerich
tet sind, durch den sich das Spritzgerät sowie ein davon
mitgeschleppter Schlauch für zuzuführendes Hochdruck-Spritzwasser
im Rohr bzw. Kanal vorschieben bzw. vorziehen
lassen,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine im Spritzgerät (1) angeordnete fernsteuerbare Ven
tilanordnung (16, 17, 24, 25) einen Zustand zur Absperrung der
vornehmlich für die Spritzreinigung ausgerichteten Düsen (7)
sowie einen Zustand zur Absperrung der vornehmlich zur Er
zeugung des Rückstoßes ausgerichteten Düsen (8) aufweist.
2. Spritzgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilanordnung (16, 17, 24, 25) durch Ein- und Ab
schaltung der Spritzwasserzufuhr und/oder durch Absenkung
und nachfolgende Erhöhung des Spritzwasserdruckes um- bzw.
fortschaltbar ist.
3. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilanordnung (16, 17, 24, 25) einen vom Spritzwas
serdruck gegen eine Rückstellkraft (19) aus einer Übergangs
stellung in eine Schaltstellung vorschiebbaren Schaltkolben
(17) zur Ventilbetätigung aufweist.
4. Spritzgerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltkolben (17) eine denselben bei dessen Rück-
und Vorhub um einen Schaltschritt drehende Zwangsführung
(27, 28) aufweist.
5. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der nach Art eines Drehschiebers ausgebildete Schaltkol
ben (17) Durchlässe (23) aufweist, die je nach Schaltstel
lung des Kolbens (17) einen Spritzwassereingang (12) des
Spritzgerätes (1) mit Eingangskanälen (13, 14) der einen oder
anderen Düsen (7, 8) verbinden.
6. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Schaltkolben (17) Rastelemente (16) angeordnet sind,
welche in den Schaltstellungen jeweils in Eingangsöffnungen
der Eingangskanäle (13, 14) einrasten, die den vom Schaltkol
ben (17) jeweils abgesperrten Düsen (7, 8) zugeordnet sind.
7. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingangsöffnungen nach Art von Ventilsitzen (15) und
die Rastelemente (16) nach Art von Ventilkörpern ausgebildet
sind und miteinander nach Art sitzgesteuerter Ventile zusam
menwirken.
8. Spritzgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rast- bzw. Ventilkörper (16) relativ zum Schaltkol
ben (17) hubbeweglich angeordnet und über ihnen zugeordnete
weitere Durchlässe (22) des Schaltkolbens (17) vom Spritz
wasserdruck gegen die Sitze (15) anpreßbar sind.
9. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Außenumfang des Schaltkolbens (17) eine umlaufende
Schaltkulisse (27) sowie am Innenumfang einer relativ zum
Spritzdüsenkopf undrehbaren zylindrischen Kolbenführung (10)
ein mit der Schaltkulisse (27) zur Drehfortschaltung des
Schaltkolbens (17) bei dessen Hubbewegungen zusammenwirken
der Führungszapfen (28) angeordnet sind.
10. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Außenumfang des Schaltkolbens ein radialer Zapfen so
wie am Innenumfang einer relativ zum Spritzdüsenkopf (6)
undrehbaren zylindrischen Kolbenführung (11) eine mit dem
Zapfen zur Drehfortschaltung des Schaltkolbens (17) bei des
sen Hubbewegungen zusammenwirkende Schaltkulisse angeordnet
sind.
11. Spritzgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zur Ein- und Abschaltung der Spritzmittelzufuhr die
nendes Schaltwerk eine bei Arbeitsbeginn willkürlich ein
stellbare Anzeigevorrichtung aufweist, die bei einer Unter
brechung der Spritzwasserzufuhr bzw. bei einer starken Ab
senkung des Spritzwasserdruckes zwischen einer Anzeige
"Rückstoßdüsen eingeschaltet" und einer Anzeige "Düsen für
Spritzreinigung eingeschaltet" od. dgl. umschaltet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996120783 DE19620783A1 (de) | 1996-05-23 | 1996-05-23 | Spritzgerät zur Innenreinigung von Rohren und Kanälen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996120783 DE19620783A1 (de) | 1996-05-23 | 1996-05-23 | Spritzgerät zur Innenreinigung von Rohren und Kanälen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19620783A1 true DE19620783A1 (de) | 1997-05-28 |
Family
ID=7795121
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996120783 Ceased DE19620783A1 (de) | 1996-05-23 | 1996-05-23 | Spritzgerät zur Innenreinigung von Rohren und Kanälen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19620783A1 (de) |
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